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JayTee

ETF Anlage: 90k Einmalig + 1k Sparplan

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JayTee
Posted · Edited by JayTee

Moin zusammen,

 

da ich mich noch nie wirklich mit Finanzen beschäftigt habe (Schande über mein Haupt), kam nun die Zeit mich endlich damit zu beschäftigen – heißt Bestandsaufnahme, Informieren und das Geld endlich auch für mich arbeiten zu lassen. 

Ich hoffe ich habe 

 

1.    Erfahrungen mit Geldanlagen

Kaum. Ich habe damals Griechenlandanleihen gekauft (Beratung von einem Familienmitglied), hatte aber wenig Kenntnis, um was es dabei geht. Nach dem Crash sind diese erstmal in meinem Depot geblieben und werden seit dem mitgezogen (Kursgewinn & Rendite waren gut).

Seit ca. 3 Monaten versuche ich mein Wissen um meine Finanzwelt deutlich zu steigern --> Ich habe angefangen viele Threads und Stickies hier im Forum zu verfolgen, habe Podcasts gehört & Finanzzeitschriften gelesen.

2.    Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen

Griechenlandanleihen

3150€ Bestand: A1G1UA-A1G1UV (jeweils 150/160€, 3% Rendite, Kurs 110% - 130%)

3100€ Bestand: A1G1UW (0% Rendite, Kurs: 0.37%)

3.    Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

In Ruhephasen gerne gar nicht - In turbulenten Zeiten kann/wird viel Zeit investiert werden

4.    Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Hier schätze ich mich als sehr risikobereit ein – solange ich das Risiko verstehe und bewerten kann. Von der Person her bin ich ein sehr rationaler Mensch, weswegen ich Impulsaktionen bei mir ausschließe.

Nach der 100-Alter Regel wäre ich bei 70% Risk – Gedanklich bin ich allerdings eher bei >= 90%

5.    Alter & Berufliche Situation

31 Jahre alt und unbefristet als Projektleiter angestellt, ~80-90k Bruttoverdienst.

6.    Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft?

Nein.

7.    Anlagehorizont & Zweck der Anlage

Ziel ist eine Vermögensvermehrung (und damit eine Altersvorsorge zu haben) --> Anlagehorizont daher ~30-40 Jahre

8.    Anlagekapital

Einmalig sind grade ca. 100k € liquide wovon 90k angelegt werden (10k Sicherheitspuffer)

Monatliche Sparrate (vom Gehalt): 1000€ mittelfristig auf 1500€ erhöhen.

9.    Meine Anlagestrategie

  • Griechenlandanleihen

Hier hatte ich die letzten Jahre gute Renditen vor allem über den Kursgewinn gestalten können. Ich glaube nun, dass eine weitere Steigerung kaum mehr stattfinden wird und damit die Rendite über die nächsten Jahre weniger werden wird (exemplarischer Auszug siehe unten).

Sollte ich hier die hoch-kursigen Posten verkaufen (ca. 50% des Bestandes) und diese in das Investitionskapital mit einfließen lassen? Oder ist das in euren Augen eher eine weitere Diversifikation, die Sinn machen könnte?

Meine persönliche Tendenz geht ja eher zum Verkauf und dem anschließenden „Aufstocken“ des Aktienanteils.

image.png.8439a88bdc65be13f708960af9bf6503.png

 

  • Zusammenstellung des Portfolios

Für mich gibt es hier - nach dem Einlesen in das Forum - die Möglichkeit in 1-4 Positionen zu investieren.

Einen 1 Positionsansatz (z.B. Vanguard All-World - IE00B3RBWM25) hätte den Nachteil der mangelnden Rebalancing-möglichkeiten und der Übergewichtung von manchen Faktoren – Vorteil wäre natürlich wenig Durcheinander und eine einfache Strategie.

Der 2 Positionenansatz (70% WM + 30% EM) bzw. der 3 Positionsansatz (50% WM, 20% EU, 30% EM), wird hier im Forum ja sehr oft verfolgt und hat auch für mich einen gewissen Charm, verhältnismäßig übersichtlich, Rebalancing-möglichkeiten und keine große Übergewichtung von Regionen.

Der 4 Positionenansatz (Forenstandard „30/30/10/30“) scheint die ausgewogenste Gewichtung zu haben, die Verteilung kann sich aber relativ schnell ändern, weswegen man viel Zeit investieren müsste um sich zu informieren.

 

--> Tendenz geht daher Richtung 2 / 3 Positionenansatz. Ich habe öfter die Unterschiede zwischen den beiden gelesen, allerdings nie verstanden warum man sich nun auf eine der beiden Strategien geeinigt hat, bzw. an welchen Faktoren das liegt. (Höhe des Kapitals, Marktsituation, Starplan vs Einmaligem Investieren, ???)

Könnt ihr mir hier helfen, das zu verstehen?

 

Aufbauend dazu würde ich solange ausschüttende Indizes nehmen, bis der Pausch-Betrag von 801 € (=1145€ Aktienrendite) erreicht ist (bzw. eher leicht übersättigt ist um Schwankungen auszuhalten) und anschließend dann nur noch in die thesaurierenden Pendants investieren.

 

Folgende 3/6 ETFs habe ich mir dafür diese Strategie überlegt. Was haltet ihr davon?

image.thumb.png.f5af71f9bbe1eba3bd3d0fae4959c831.png

 

 

  • Market entry

Hier weiß ich, dass ich auf einige Kritiker stoßen werde, würde euch dennoch meine Strategie gerne vorstellen wollen:

Kleiner Recap: 90k € Liquide Mittel, 1k Sparplan (Gehalt)

 

Da ich gerade von verschiedenen Annahmen (Handelskriege, Schwächelnde Industrie, langer Bullenmarkt, etc.) davon ausgehen werde, dass der Markt einen Dämpfer in den nächsten 1-2 Jahren erleiden wird habe ich mir folgende Investition überlegt. Dies wiederspricht zwar der Statistik „Einmalanlage ist besser als über einen Zeitraum zu investieren“ (welche die letzten 10 Jahre auch bestimmt gestimmt hat), ist mir in der aktuellen Situation allerdings zu risikobehaftet. Ich kann damit „verlieren“ - ist gefühlt aber für mich der bessere Einstieg.

 

1.    Sparplan von 1k € (Gehalt) wird alsbald möglich eingerichtet um die Sparrate möglichst lang laufen zu lassen.

2.    zusätzlicher Sparplan von 2k € wird eingerichtet um trotzdem einen Marktentry zu realisieren und nicht zur Not habe ich verspätet mein Geld im Markt ohne „gelitten“ zu haben.

 

  • Möglichkeit A: Crash kommt, Sparplan auf ~10k € erhöhen

           Hier traue ich mir nicht zu den Tiefpunkt zu erkennen, und würde es daher sobald ich meine in einem viertel bis halben Jahr investieren wollen umso die Kursgewinne maximal mitzunehmen.

  • Möglichkeit B: Crash kommt nicht, Lage bleibt „angespannt“

           Innerhalb von 4 Jahren ist das komplette Geld angelegt.

  • Möglichkeit C: Crash kommt nicht, Lage entspannt sich

           Einmalanlage oder ähnlich Möglichkeit A

 

Was haltet ihr davon? Vor allem bei dem 2ten Sparplan überlege ich mir, ob ich diesen nicht direkt anfänglich auf ~4-5k nochmal erhöhe um in spätestens 2 Jahren bereits den vollen Markteintritt realisiert zu haben.

 

Oft lese ich auch von Nachkäufen, sollte ein Markt einbrechen. In meiner Risikovariante mit 90% RK3-Anteil hätte ich doch dann den Nachteil, dass man nur marginale Mengen in den Markt investieren könnte. Sollte ich meine Sicherheit tatsächlich nur als Sicherheit nutzen oder sollte der Sicherheitspuffer tatsächlich mit wachsendem Depot immer bei 10% liegen um die benötigte Spielmasse zu haben und diese "notfalls" zu investieren?

 

 

Vielen Dank euch schon mal für eure vielen Tipps und Hilfestellungen. Ich finde es super, dass es dieses Forum gibt! :-)

 

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pillendreher
Posted · Edited by pillendreher

Nach diesen "Selbstbetrachtungen" - was willst du konkret wissen? (Vielleicht in drei kurzen Sätzen)

 

So wie ich's verstanden habe, läuft's darauf hinaus:

Sind 90% riskanter Depotanteil für mich die richtige Wahl? Oder doch nicht?

Was ist zukünftig die beste Auswahl für den Aktienanteil?

Soll ich sofort alles investieren oder gestaffelt einsteigen (wie dann genau?)?

 

Antwort: Trotz aller Planung ist die Zukunft ungewiss, also kann's dir keiner abnehmen. Für mich wären 90% Aktien zu sportlich. Ich würde mich rantasten, warum nicht erstmal eine 50-50 Aufteilung wählen und sich selbst beobachten in verschiedenen Marktphasen.

 

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JayTee
Posted · Edited by JayTee
7 minutes ago, pillendreher said:

Nach diesen "Selbstbetrachtungen" - was willst du konkret wissen? (Vielleicht in drei kurzen Sätzen)

 

So wie ich's verstanden habe, läuft's darauf hinaus:

Sind 90% riskanter Depotanteil für mich die richtige Wahl? Oder doch nicht?

Was ist zukünftig die beste Auswahl für den Aktienanteil?

Soll ich sofort alles investieren oder gestaffelt einsteigen (wie dann genau?)?

oh sorry - hab versucht die offenen Fragen durch das Grün ein bisschen hervorzuheben:

 

1.  Wie helfen die Griechenlandanleihen in der Gesamtbetrachtung meiner Finanzsitution?

2. Wie entscheide ich ob 2 oder 3 ETFs für mich gut sind und ist die Auswahl der ETFs dafür passend?

3. Wie geht man mit der Spielmasse um die man im Falle eines Crashes braucht, wenn man nur 10k € übrig hat

4. Ist mein Vorgehen für den Markt-entry verständlich und kann/sollte man das so machen? 

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CobbDouglas
Posted

Welche Faktoren sollen bei einer 1 ETF Lösung übergewichtet sein bzw. stärker übergewichtig wie bei einer bewussten Übergewichtung von EM und evt. Europa?

 

Was macht es, bei 30 Jahren Horizont, für einen Unterschied ob man gleich oder in 2 Jahren voll investiert ist?

 

Wieso willst Du groß nachkaufen, wenn Du ohnehin permanent (also permanent außer gleich, weil Unsicherheit gibt es nur in den nächsten 2 Jahren, dann 28 Jahre lang nicht mehr) zu 90% in Aktien investiert sein willst?

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JayTee
Posted
10 minutes ago, CobbDouglas said:

Welche Faktoren sollen bei einer 1 ETF Lösung übergewichtet sein bzw. stärker übergewichtig wie bei einer bewussten Übergewichtung von EM und evt. Europa?

Vor allem USA finde ich in vielen diesen 1 ETF Lösungen überbewertet. (Vanguard All World hat USA 54% ...)

 

21 minutes ago, CobbDouglas said:

Was macht es, bei 30 Jahren Horizont, für einen Unterschied ob man gleich oder in 2 Jahren voll investiert ist?

Vor allem beim Timing ist es doch wichtig...? Sollte ich etz kaufen und die Märkte brechen direkt ein - nehme ich den Verlust mit - wenn er zwischendrin einbricht habe ich zumindest mein RIsiko minimiert in dem ich den "Durchschnitt" gekauft habe und sollte der Downswing nicht kommen, habe ich trotzdem mein Kapital investiert,...

Wenn ich am Anfang direkt 20-40% "Verlust" habe, wirkt sich das doch dann potentiert auf 30 Jahre aus?

26 minutes ago, CobbDouglas said:

Wieso willst Du groß nachkaufen, wenn Du ohnehin permanent (also permanent außer gleich, weil Unsicherheit gibt es nur in den nächsten 2 Jahren, dann 28 Jahre lang nicht mehr) zu 90% in Aktien investiert sein willst?

Hier ist die Frage ob ich eher ~10k behalte und damit meine alltäglichen Risiken abpuffer. Oder ob man die 10 % anspart und davon dann bis den "Notgroschen (=10k)" investiert, sollte es ein solchen Downswing geben.

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Merol Rolod
Posted
vor 29 Minuten von JayTee:

Vor allem beim Timing ist es doch wichtig...? Sollte ich etz kaufen und die Märkte brechen direkt ein - nehme ich den Verlust mit - wenn er zwischendrin einbricht habe ich zumindest mein RIsiko minimiert in dem ich den "Durchschnitt" gekauft habe und sollte der Downswing nicht kommen, habe ich trotzdem mein Kapital investiert,...

Wenn ich am Anfang direkt 20-40% "Verlust" habe, wirkt sich das doch dann potentiert auf 30 Jahre aus?

90k jetzt rein und dann direkt danach der Crash auf 45k. In den nächsten 30 Jahren zahlst du allein 360k ein. Dazu kommt hoffentlich eine ordentliche Rendite. Der 50%-Drawdown im bald anstehenden Crash kann dir also herzlich egal sein, so er denn überhaupt kommt. ;)

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CobbDouglas
Posted

Es ist völlig egal wann ein Kursrückgang kommt, sobald Du 90% investiert bist hast Du das volle Risiko, aber auch Chancen, der hohen Aktienquote. Bei gestaffelten Einstieg verzichtest Du in den ersten 2 Jahren jeweils auf einen Teil davon. Das einzige, was einen Unterschied macht, ist der Abstand zum Ausstieg. Da kann es sinnvoll sein das Risiko und die Chancen Schritt für Schritt zu reduzieren (z.B. für einen Immobilienerwerb oder eben die Altersvorsorge).

 

Geht man von sinkenden Kursen aus, sollte man gar nicht investieren.

 

Ich rate aber deshalb nicht zum sofortigen Einstieg mit 90%, sondern schlicht die eigene Risikoneigung nochmals zu überdenken.

 

Klar gibt es Argumente, warum es jetzt gerade besser wäre abzuwarten, aber die gibt es immer. Klar kann man die Aktienquote auch 30 Jahre lang der gefühlten weltpolitischen Großwetterlage anpassen und meinen Chancen und Risiken besser wie die anderen Marktteilnehmer beurteilen zu können, aber dann investieren man eben nicht passiv und braucht sich über die Aktienquote und Einstiegsszeanieren keinen Kopf zerbrechen, sondern kauft/verkauft immer dann wenn man schlauer ist wie der Rest der Welt.

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JayTee
Posted

Danke euch erstmal für die Antworten. Ich merke vor allem durch manche eurer Fragen, dass ich mir bei manchen Sachen doch noch einiges mehr aneignen sollte! 

On 1/22/2020 at 11:54 PM, Merol Rolod said:

90k jetzt rein und dann direkt danach der Crash auf 45k. In den nächsten 30 Jahren zahlst du allein 360k ein.

ja, soweit habe ich das verstanden. Die 360k Invest sehe ich natürlich. Meine Einmalanlage ist davon dann allerdings 25%. Also schon ein gewisser Batzen Geld. Daher trenne ich für mich gedanklich die Einmalanlage und die stetige Anlage. 

 

On 1/23/2020 at 8:00 AM, CobbDouglas said:

Geht man von sinkenden Kursen aus, sollte man gar nicht investieren.

Für mich geht es hier um einen Mittelweg aus Chance und Risiko zu machen. Und immer auf meinem Geld sitzen zu bleiben macht natürlich keinen Sinn, und dennoch die Chance . 

 

On 1/22/2020 at 11:54 PM, Merol Rolod said:

 Der 50%-Drawdown im bald anstehenden Crash kann dir also herzlich egal sein, so er denn überhaupt kommt. ;)

Und genau an dem Punkt bin ich irgendwie am hängen....

Ich habe das für mich mal hingelegt: Wenn ich mir beispielhaft einen ETF (LU0274208692) raussuche und den anhand der Krise von 2009 analysiere kommt bei mir das Ergebnis, dass ein Einstieg vor Krise (2008) 190% Rendite gebracht hätte, ein Einstieg in der Krise (2009) 320% und selbst hätte ich 2 Jahre gewartet (2010) noch 225% gebracht hätte.

Klar muss der Crash nicht direkt dieses Jahr kommen, weswegen mein Plan eben war, trotzdem noch in den Markt zu investieren, zeigt aber jedoch die Tendenz klar, dass ein zeitnaher Crash die Rendite am Ende doch maßgeblich beeinflusst. (Ich rede hier nur von der Einmalanlage! ). (in dem Fall wäre der Unterschied 30 bzw. 120k€ absolut) was ich auf 10 Jahre schon signifikant finde.

Hier ist der Horizont nur 10-12 Jahre, dieser Effekt müsste durch den Zinsenzins bei 30 Jahren (absolut) doch noch größer bemerkbar machen?

 

Wo ist hier mein Denkfehler? 

 

 

Neben meiner Markteinstiegsstrategie: Was haltet ihr von den anderen Punkten? Also den Griechenlandanleihen und der ETF Stratgie/Auswahl?

 

 

 

 

Anbei noch das Beispiel von dem ich oben gesprochen habe:

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Merol Rolod
Posted · Edited by Merol Rolod
vor 22 Minuten von JayTee:

Daher trenne ich für mich gedanklich die Einmalanlage und die stetige Anlage. 

Das ist meines Erachtens ein Fehler. Dein Portfolio ist dein Portfolio und sollte alle Anlageklassen umfassen und immer in Gänze betrachtet werden. Soweit planbar nimmt man zukünftige Einlagen/Entnahmen in seine Überlegungen auf. Wenn man es ganz korrekt machen will, inkludiert man sogar seinen Rentenansprüche bis hin zur gesetzlichen Rentenversicherung, womit sich ein recht hoher RK1-Anteil ergibt. Ich treibe es aktuell nicht ganz soweit, sondern habe bisher nach den privaten Rentenversicherungsprodukten aufgehört.

 

vor 22 Minuten von JayTee:

Wo ist hier mein Denkfehler?

Es gibt keinen echten Denkfehler. Wenn du weißt, wann der Crash ungefähr kommt, kannst du entsprechend planen. Gern auch mit Wahrscheinlichkeiten etc.

Laut wissenschaftlichen Studien (siehe Dr. Kommer oder Prof. Weber) ist die sofortige Anlage historisch betrachtet jedoch überlegen. Wenn du es anders machst, setzt du dich über diese Erkenntnisse hinweg. Das hat dann schon was von Zockerei, aber in dem Fall ist das sicherlich kein Beinbruch.

Ich persönlich halte mich jedoch lieber an die Wissenschaft und kalkuliere nicht in umfangreichen Rechnungen irgendwelche Szenarien abgeleitet aus historischen Beispielen, die dann sehr wahrscheinlich sowieso nicht so kommen werden.

Außerdem mache ich mir auch nicht die Mühe meinen Depotstand in 20 Jahren auf den Euro genau zu kalkulieren. Ich habe natürlich eine Idee, wo die Reise hingehen soll. Ob es am Ende aber paar 10.000 € mehr oder weniger werden, kann ich in keiner Weise beeinflussen und deshalb mache ich mich bestimmt nicht heute deswegen heiß.

 

Nochmal kurz:

Dein Plan ist nicht des Teufels. Wenn du dich damit wohlfühlst, dann mach es so. Wichtig ist, dass du anfängst. Optimieren kannst du später immer noch.

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Shonsu
Posted

Noch ein Hinweis zu den Griechenlandanleihen, da ich auch so ein paar Popelpositionen im Depot habe:

 

Da die Verkaufsgebühren im Verhältnis zur Position hoch sind, lasse ich sei einfach liegen.

Sie dienen mir als Erinnerung und Mahnung wie gut sich unsere Regierung/Finanzminister für die Belange der Kleinanleger Interessieren.

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JayTee
Posted
On 1/24/2020 at 1:38 PM, Merol Rolod said:

Das ist meines Erachtens ein Fehler. Dein Portfolio ist dein Portfolio und sollte alle Anlageklassen umfassen und immer in Gänze betrachtet werden. Soweit planbar nimmt man zukünftige Einlagen/Entnahmen in seine Überlegungen auf. Wenn man es ganz korrekt machen will, inkludiert man sogar seinen Rentenansprüche bis hin zur gesetzlichen Rentenversicherung, womit sich ein recht hoher RK1-Anteil ergibt. Ich treibe es aktuell nicht ganz soweit, sondern habe bisher nach den privaten Rentenversicherungsprodukten aufgehört.

 

natürlich. Das kam vllt falsch rüber. Für mich gehört natürlich beides zu meinem Portfolio und wird zusammen betrachtet. Trotzdem sind das für mich 2 verschiedene Sachen innerhalb des Portfolios, die ich "getrennt" anlege zufällig aber den gleichen Zeitpunkt zum Anlegen hat.

 

On 1/24/2020 at 1:38 PM, Merol Rolod said:

Nochmal kurz:

Dein Plan ist nicht des Teufels. Wenn du dich damit wohlfühlst, dann mach es so. Wichtig ist, dass du anfängst. Optimieren kannst du später immer noch.

Danke dir erstmal für die Einschätzung. Ich habe geplant meinen Sparplan nun ab Februar anfangen zu lassen mit einem stark erhöhten Sparplan.

 

 

--> Könnt ihr mir noch helfen,

 

a) ob die ETF Auswahl so passt 

b) woran man entscheiden kann, ob man einen 2 ETF oder 3 ETF Portfolio-Ansatz verfolgen sollte? 

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HerrXetra
Posted · Edited by HerrXetra
Am 26.1.2020 um 20:39 von JayTee:

a) ob die ETF Auswahl so passt

Wenn man FTSE und MSCI Produkte mischen möchte muss man sich bewusst sein das Südkorea von den Indizies unterschiedlich klassifiziert wird, nach FTSE-Kriterien ist Südkorea ein Industrieland.

Am 26.1.2020 um 20:39 von JayTee:

b) woran man entscheiden kann, ob man einen 2 ETF oder 3 ETF Portfolio-Ansatz verfolgen sollte? 

Möchtest du nach BIP gewichten? Dann 3 ETF. Soll dein Portfolio möglichst einfach sein. Dann 2 ETF.

 

Das ist was ich machen würde.

  •  2 ETF World/EM 70/30
  •  FTSE ETF von Vanguard

Das Portfolio ist mit 2 ETF einfach zu handhaben und du hast Kontrolle über die Höhe des EM Anteils. Ebenso kannst du später immer noch auf 50/20/30 wechseln wenn du das möchtest, du kannst also schon mal starten ohne dir diese Möglichkeit zu verbauen. Weil du nur FTSE kaufst brauchst du nicht auf Südkorea zu achten. Die ETF von Vanguard sind günstig (TER) und in der Sparplan Aktion bei der DKB enthalten. Solange der Sparer-Pauschbetrag nicht ausgeschöpft ist würde ich ausschüttende ETF kaufen, jedoch ist der thesaurierende Vanguard FTSE Developed World aktuell nicht für uns handelbar aber wer weiß schon was in ein paar Jahren ist.

 

https://tools.morningstar.de/de/xray/default.aspx?LanguageId=de-DE&PortfolioType=2&SecurityTokenList=0P0001BVGH]22]0]ETEXG$XETR|0P0001BVGJ]22]0]ETEXG$XETR&values=70.00|30.00&CurrencyId=EUR&from=editholding

 

https://dok-cms.dkb.de/pdf/produkte/sparplan/uebersicht_etf_sparplaene.pdf

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pillendreher
Posted · Edited by pillendreher
vor 19 Minuten von HerrXetra:

Wenn man FTSE und MSCI Produkte mischen möchte muss man sich bewusst sein das Südkorea von den Indizies unterschiedlich klassifiziert wird, nach FTSE-Kriterien ist Südkorea ein Industrieland.

 

 

Muss man sich dessen bewusst sein, oder ist es eher vernachlässigbar?

vor 19 Minuten von HerrXetra:

Das ist was ich machen würde.

  •  2 ETF World/EM 70/30
  •  

Nur aus Interesse: warum genau diese 70/30 Aufteilung und nicht 60/40 oder 75/25?

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SuggarRay
Posted

Alles in den MSCI World. Bei 90k also ehrlich..

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slekcin
Posted
vor 1 Minute von pillendreher:

Muss man sich dessen bewusst sein, oder ist es eher vernachlässigbar?

Ich bin mir dessen bewusst und ich mische einen Vanguard Dev.World mit einem iShares MSCI EM IMI. Todsünde, ich weiß. 

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HerrXetra
Posted
vor 2 Minuten von pillendreher:

Muss man sich dessen bewusst sein, oder ist es eher vernachlässigbar?

Das kann jeder für sich herausfinden, man ist ja dann in der Lage eine informierte Entscheidung zu treffen  :)

 

vor 3 Minuten von pillendreher:

Warum genau diese 70/30 Aufteilung und nicht 60/40 oder 75/25?

Warum denn nicht?

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pillendreher
Posted
Gerade eben von HerrXetra:

Warum denn nicht?

O.K. - also reine Bauchentscheidung, weil's halt häufig so gemacht wird.

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Schwachzocker
Posted
vor 4 Minuten von pillendreher:

...Nur aus Interesse: warum genau diese 70/30 Aufteilung und nicht 60/40 oder 75/25?

Weil das zu viele Optionen sind und der Sparbuchsparer dann nicht mehr in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen.

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HerrXetra
Posted · Edited by HerrXetra
vor 1 Stunde von pillendreher:

O.K. - also reine Bauchentscheidung, weil's halt häufig so gemacht wird.

Gibt es eine begründete Annahme die gegen diese Verteilung spricht?

 

vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Weil das zu viele Optionen sind und der Sparbuchsparer dann nicht mehr in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen.

Wie bitte darf ich denn das verstehen? :huh:

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Schwachzocker
Posted
vor 1 Stunde von HerrXetra:
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

Weil das zu viele Optionen sind und der Sparbuchsparer dann nicht mehr in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen.

Wie bitte darf ich denn das verstehen? :huh:

So wie ich es geschrieben habe.

70/30 war einfach nur ein Beispiel, wie man es machen kann, mehr nicht. Ramstein hätte in "ETF-Depot-Aufbauen" auch 75/25 schreiben können. Dann würde diese Variante jetzt hier im Forum herumgeistern, und einige würden fragen: "Warum gerade so?"

Viele Menschen brauchen nun einmal klare, detaillierte Regeln. Nur dann geht es ihnen gut.

Man muss ihnen sagen, wie schnell sie im Straßenverkehr fahren dürfen. Man muss ihnen sagen, dass sie auf Kinder besonders aufpassen sollen. Sonst können sie es nicht wissen.

Diese Menschen hängen sich gern auch auf Klo eine Anleitung an die Wand.

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SuggarRay
Posted · Edited by SuggarRay
vor 3 Stunden von Schwachzocker:

Weil das zu viele Optionen sind und der Sparbuchsparer dann nicht mehr in der Lage ist, eine Entscheidung zu treffen.

Genau schaut mal hier, im Prinzip hat das Gerd Kommer schon 2005 in seiner ETF Bibel postuliert. Hängt mit dem persönlichen Anlagehorizont und Risikobereitschaft zusammen.

 

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slekcin
Posted

Jetzt wird hier aber 70/30 sicher-riskant sowie world-emerging Marktes durcheinander geworfen. 

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pillendreher
Posted · Edited by pillendreher
vor 12 Minuten von slekcin:

Jetzt wird hier aber 70/30 sicher-riskant sowie world-emerging Marktes durcheinander geworfen. 

Macht nichts, bleiben wir doch beim Wesentlichen: Wenn man FTSE und MSCI Produkte mischen möchte, muss man sich bewusst sein, dass Südkorea von den Indizies unterschiedlich klassifiziert wird, nach FTSE-Kriterien ist Südkorea ein Industrieland.

(Ironiealarm :D, bitte nicht böse sein)

 

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PiusAugustus
Posted

70/30 ist eben das perfekte Mayo / Ketchup Verhältnis. Da kommt das doch her. 

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HerrXetra
Posted · Edited by HerrXetra

Ich frage mich gerade in wieweit das nun für den TO hilfreich ist. 

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