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Bärenbulle

Bester ETF für Commodities

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 21 Minuten von pillendreher:

Uff :o - Danke Dir (ernst gemeint) - zumindest der Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agriculture  WKN: ETF090  fällt dann schon mal raus.

 

PS Mit der Auswahl kann der geneigte Rohstoffanleger zumindest schon mal was anfangen

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/LU0419741177,IE00BZ1NCS44,IE00B4WPHX27,IE00BFXR6159 

Naja, bitte nicht falsch verstehen - der Lyxor Bloomberg Equal-weight Commodity ex-Agr. UCITS ETF I D (WKN: ETF090, ISIN: LU0419741177) ist sicherlich alles andere als ein schlechtes Produkt und ich sehe den Equal-Weight Ansatz sogar als vorteilhaft an.

 

Dass dieser ETF langfristig mithalten bzw. sogar outperformen konnte, sieht man an folgendem Vergleich von Rohstoff-ETFs, die bereits seit 2010 exisiteren:
https://de.extraetf.com/etf-comparison?etf=LU0419741177,DE000A0H0728,IE00B53H0131,IE00B4WPHX27

 

Welcher Rohstoff-ETF in den nächsten 10-20 Jahren am erfolgreichsten/besten sein wird, ist seriös nicht vorherzusagen. Man sollte sich den abgebildeten Index/die Allokation anschauen, dann die Tracking Differenz des Produkts zum Index (d.h. die Kosten), und zuletzt die Liquidität/den Spread.

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Johannes34567
· bearbeitet von Johannes34567
vor einer Stunde von Glory_Days:

Wenn man nach @Bärenbulle geht, sollte das der iShares Bloomberg Roll Select Commodity Swap UCITS ETF USD (WKN: A2JQ2G, ISIN: IE00BZ1NCS44) sein.
Wenn man nach @Madame_Q geht, sollte das der L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF (WKN: A1CXBU, ISIN: IE00B4WPHX27) sein.

Wenn man nach meiner bescheidenen Meinung geht, sollte das der L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF (WKN: A2N4PW, ISIN: IE00BFXR6159) sein.

Und wer hat Recht?

 

EDIT: Falls es schon diskutiert wurde, sorry, habe den Thread nicht gelesen.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 41 Minuten von Johannes34567:

Und wer hat Recht?

Objektiv gesehen keiner bzw. alle. Man wird für alle oben genannten Fonds mehr oder weniger gute Gründe finden, das eine Produkt besser zu sehen als das andere. Mit absoluter Sicherheit wissen wir lediglich, welches Produkt in der Vergangenheit besser war - und selbst das teilweise nur auf sehr kurzen Zeiträumen, da manche der Produkte noch sehr jung sind. Dieses Wissen aus dem Rückblick ist im Hinblick auf die Zukunft aber mit Vorsicht zu genießen, da sich vergangene Verhältnisse in der Zukunft auch herumdrehen können. Es müssten schon strukturelle/systematische Gründe vorliegen, die für eine dauerhafte Outperformance sprechen. Derartige Gründe objektiv kausal zu erkennen - sofern es sie überhaupt gibt -, ist sehr schwierig, weshalb selbst eine längerfristige, auf den ersten Blick vermeintlich systematische Outperformance keine Sicherheit mit Blick auf die Zukunft bietet.

Was ich damit sagen möchte: Am Ende ist es nicht entscheidend, zu welchem konkreten Produkt man bei der oben gegebenen Auswahl greift. Wichtiger ist die Überlegung, die Anlageklasse überhaupt in sein Portfolio miteinzubeziehen.

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DST
vor 1 Stunde von Glory_Days:

Was ich damit sagen möchte: Am Ende ist es nicht entscheidend, zu welchem konkreten Produkt man bei der oben gegebenen Auswahl greift. Wichtiger ist die Überlegung, die Anlageklasse überhaupt in sein Portfolio miteinzubeziehen.

Oder die Überlegung, sie (überhaupt) nicht miteinzubeziehen.

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Johannes34567
vor 1 Stunde von Glory_Days:

zu welchem konkreten Produkt man bei der oben gegebenen Auswahl greift.

Man sollte aber schon vom Produkt überzeugt sein oder nicht? Gibt es eine grobe Zusammenfassung wie diese 3 sich unterscheiden? Ich nehemn an, alle sind "roll-optimiert"?

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor einer Stunde von DST:

Daran merkt man, dass du noch nicht so lange hier bist. Wer hier ETFs auch nur ein einziges mal falsch schreibt kann seine Glaubwürdigkeit an den Nagel hängen. Schwachzocker hält das offensichtlich für angebracht.

Ich sehe den logischen Zusammenhang nur leider nicht (und will ihn eigentlich auch gar nicht wissen) - das wäre wohl auch nicht anders, wenn ich hier schon 10 Jahre oder länger mitwirken würde.

vor einer Stunde von DST:

Oder die Überlegung, sie (überhaupt) nicht miteinzubeziehen.

Das impliziert eine ergebnisoffene Überlegung.

vor einer Stunde von Johannes34567:

Man sollte aber schon vom Produkt überzeugt sein oder nicht? Gibt es eine grobe Zusammenfassung wie diese 3 sich unterscheiden? Ich nehemn an, alle sind "roll-optimiert"?

Man sollte vor allem von der Anlageklasse überzeugt sein. Das konkrete Produkt ist bis auf wenige Ausnahmen wie gesagt meiner Meinung nach bei Rohstoff-Futures eher nachrangig. Roll-Optimierung ist so gesehen nur ein Oberbegriff - der genaue Mechanismus/dynamische Algorithmus ist typischerweise proprietär - was hinsichtlich einer möglichen Arbitrage/Frontrunning auch sinnvoll ist.

Wenn man sich tiefer mit den Indizes beschäftigen möchte, muss man sich in die verschiedenen Index-Methodiken einarbeiten und einiges an Hintergrundwissen mitbringen. Für den L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF, der den Barclays Backwardation Tilt Multi-Strategy Capped Total Return Index abbildet (diesem Index ist was die Rohstoff-Auswahl angeht der Bloomberg Commodity Index (BCOM) zu Grunde gelegt), habe ich die öffentlich zugänglichen Dokumente in Beitrag #205 hier im Thread gepostet (die detaillierteren technischen Indexregeln sind institutionellen Anlegern/Fondsmanagern auf Anfrage vorbehalten).

Sicherlich wird der gewichtigste Unterschied in der Allokation der Indizes liegen und wie diese zu Stande kommt (Stichwort Capping/Rebalancing-Regeln für einzelne Rohstoffe/Rohstoff-Gruppen). Der L&G Multi-Strategy verfolgt bei unterschiedlichen Rohstoffen des BCOMs verschiedene Strategien (Roll Yield, Momentum Alpha und Seasonal), die hier zusammenfassend beschrieben wurden. Es handelt sich bei derartigen Konstruktionen also um ein aktives Indexdesign.

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DST

Oder man investiert in einen Equal Weight ETF, gibt jedem Rohstoff die gleiche Chance und profitiert neben Preissteigerungen vom Rebalancing Bonus. Bei Aktien hat diese einfache Strategie im Gegensatz zu fast allen aktiven Strategien den Markt langfristig geschlagen. Man sollte also ziemlich gute Gründe haben, sich dagegen zu entscheiden.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Auch diese Frage der Gewichtungsmethodik (nicht der Allokation) halte ich (nicht nur bei Rohstoff-ETFs) für nachrangig - ähnlich übrigens wie andere Smart Beta-Ansätze. Wenn wir von langfristiger Outperformance sprechen, ist unklar, wie lange langfristig wirklich sein müsste, um diesen Faktor als Privatanleger z.B. gegenüber einer Marktkapitalisierungsgewichtung verlässlich im Sinne einer Überrendite (oder zumindest einer verbesserten risikoadjustierten Rendite) abgreifen zu können:

 

grafik.png.367d09563cb41c291628f8ba7eeac37a.png

 

grafik.thumb.png.969be8a8d40d9d87f8b818e02dc9f934.png

 

Quelle: https://www.msci.com/documents/10199/f7972c87-76f7-425b-9942-4e8929255210
 

grafik.png.853a1f68c5a4765f47d27704f82d2043.png
Quelle: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1585517

 

Aus mathematischer Sicht ist der Equal-Weight Ansatz bei Komponenten mit unbekannter zukünftiger Volatilität der sicherste (aber natürlich kein garantierter) Ansatz, um die Volatilität gegenüber einem konzentrierteren Benchmark-Portfolio zu senken, indem einfach die Durchschnittsvolatilität aller Komponenten erzielt wird. Der gleiche Gedankengang lässt sich auch auf die arithmetische Rendite übertragen, bei der bei unbekannten zukünftigen arithmetischen Renditen mit einem Equal Weight Ansatz einfach der Durchschnitt der arithemtischen Renditen aller Komponenten erzielt wird, wodurch eine unterdurchschnittliche (aber genauso eine überdurchschnittliche) arithmetische Rendite bei konzentrierteren Benchmark-Portfolios ausgeschlossen werden kann. Beides zusammengenommen kann gegenüber konzentrierteren Portfoliogewichtungen zu einer höheren oder niedrigeren CAGR führen.

Der Rebalancing-Bonus für ein Zwei-Komponenten Portfolio/Fonds kann laut William J. Bernstein folgendermaßen formalisiert werden:

grafik.png.5bda352130d353c4160502242ce5ef96.png

Quelle: http://www.efficientfrontier.com/ef/996/rebal.htm

wobei der Rebalancing-Bonus für ein N-Komponenten Portfolio/Fonds mit Hilfe obiger Formel einfach durch
grafik.png.edf44cd1fcdb39dffab2e7792c29bdb2.png

gegeben ist (Terme für die i=j gilt veschwinden). Zumindest im Zwei-Komponenten Fall wird der Rebalancing-Bonus bei jeder beliebigen Kovarianzmatrix - aufgrund der Maximierung des Vorfaktors, dem Produkt aus X1 und X2 - im Equal-Weight Fall maximiert:

 

grafik.png.cafddef1fb4cf8a55f58eaa920848daa.png

 

Deshalb halte ich den Equal-Weight Ansatz im Sinne des sicheren arithmetischen Durchschnitts prinzipiell für einen überlegenen Ansatz - aufgrund der sehr eingeschränkten Auswahl von Equal-Weight Fonds sollte man sich als Privatanleger aber nicht zu Lasten einer größeren Produktvielfalt bei der Auswahl alleine auf Equal-Weight Produkte versteifen/beschränken.

 

Auf wissenschaftlicher Ebene wurde das Thema im Paper 'Equal-weighted Strategy: Why it outperforms value-weighted strategies? Theory and evidence.' untersucht.

EqualWeighting_PUBLIC.pdf

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BeCi
Zitat

Grundsätzlich sollte man m.E. bei langfristigem Horizont über ETF's im Rohstoffsektor berücksichtigen, dass sich das Gros der Rohstoffe langfristig meist in einer Contango-Struktur befindet. D.h. ein Longengagement hat eine negative Performance

Siehe dazu z.B.:

Returns to Investing in Commodity Futures: Separating the Wheat from the Chaff

Zitat

Due to a “rebalancing bonus” or
“diversification return,” it is possible for portfolios of commodity futures positions to generate
a positive return despite unconditional returns of individual commodity futures being near
zero. However, the diversification return depends entirely on the strategy used to rebalance
the portfolio (Willenbrock 2011), and hence, portfolios of commodity futures represent a form

of active rather than passive investment. It is an open question whether investors will find
commodity investment attractive if the case depends solely on a portfolio diversification return.
Of course, there is always the possibility that sophisticated dynamic strategies can be used to
earn positive returns in commodity futures markets (e.g., Boons and Prado 2018), but this is
the realm of active rather than passive investment.

 

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
Am 18.11.2022 um 13:05 von BeCi:

Grundsätzlich sollte man m.E. bei langfristigem Horizont über ETF's im Rohstoffsektor berücksichtigen, dass sich das Gros der Rohstoffe langfristig meist in einer Contango-Struktur befindet. D.h. ein Longengagement hat eine negative Performance

Die Gesamtrendite von Rohstoff-Futures ist gegeben durch:
Total Return ≈ Spot Price Return + Futures Roll Yield + Collateral Return

 

Das Roll Yield ist also nur eine Komponente des Total Returns von Rohstoff-Futures. Es ist allerdings schon bemerkenswert, dass nach rund einem Jahrzehnt ohne neues Allzeithoch einer Assetklasse gleich die ganze Assetklasse abgeschrieben wurde (mittelweile haben einige Rohstoff-Indizes ein neues ATH erreicht). Dabei sollte mittlerweile auch auf wissenschaftlicher Ebene hinreichend bekannt sein, dass ein Jahrzehnt von Return Daten nichts weiter als Noise ist. Interessanter sind da schon die eklatant unterschiedlichen Performancezahlen für die längsten verfügbaren Zeitreihen.

Wie kann es sein, dass Irwin, Sanders, Smith und Main im Zeitraum 07/1959 bis 06/2017 auf eine durchschnittliche Performance -0,30% p.a. kommen, während Bhardwaj, Gorton und Rouwenhorst für den Zeitraum 07/1959 bis 12/2014 auf eine geometrische Rendite von +9,25% p.a. bei monatlichem Rebalancing kommen? Natürlich sind die Paper von den Rohstoff-Klassen her nicht deckungsgleich, aber so fundamentale Unterschiede erinnern mich irgendwie an den Vergleich verschiedener Rohstoff-Indizes mit dem S&P GSCI sowie dem S&P 500 TR (Daten bis 15.07.2022 und normiert auf 1.00 auf das Auflagedatum des Barclays Multi-Strategy Index am 29.02.2000):

 

grafik.png.b5a70e290da7130e961de2e6368c36c3.png

 

grafik.png.ce19ff65d4d3eabf76e8ca92e927450d.png

 

grafik.png.f46485fd276da5da143b1158e4e5ed43.png
 

Da wir mittlerweile für einige Jahrzehnte zurückreichende Indexdaten haben, halte ich die Zahlen von Bhardwaj, Gorton und Rouwenhorst für plausibler und realitätsnaher. Bei Indexdaten von Indexanbietern sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass diese teilweise für bestimmte Zeiträume with the benefit of hindsight zurückgerechnet wurden und Indexanbieter kein Interesse daran haben, die vergangene Performance ihrer Produkte in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Daher sind vor allem solche Indexdaten wertvoll, die auf tatsächliche Produkte am Markt zurückzuführen sind.

 

Gorton und Rouwenhorst haben die Renditen einzelner Rohstoffe in ihrem Paper von 2005 wie folgt angegeben. Der Mittelwert der geometrischen Renditen der Einzelrohstoffe liegt hier bei +4,67% p.a.:

grafik.thumb.png.210e6433a106af58d53f784ef596699a.png


Quelle: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=560042

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geldvermehrer
Am 18.7.2020 um 17:20 von Bärenbulle:

Der Meinung scheint auch BNP Paribas zu sein. Daher haben Sie für ihren BNP Paribas Easy Energy & Metals Enhanced Roll UCITS ETF EUR (LU1291109616) folgendes hybrides Konstrukt aus BCOM und GSCI gewählt:

 

 

Bild7.jpg.9401499af469ed6a6c28d6b17800b1e4.jpg

 

 

Bild9.jpg.ecb1e46140eddb8a69c5b90cda40c54a.jpg

 

 

 

Der Mix ist schon erstaunlich, hat aber den Vorteil, dass die Gewichtung gemäß Bloomberg Commodity Index durchgeführt wird und somit besser diversifiziert ist, jedoch trotzdem zusätzlich eine Rolloptimierung auf Basis des S&P GSCI Dynamic Roll Index pro Einzelposition stattfindet.

 

Bild8.jpg.87e6a48eb0dae5bbbd82c5f122f35be0.jpg

 

Leider ist die TD aus irgendwelchen Gründen weniger attraktiv.

 

Ich habe diesen ETF schon ziemlich lange im Depot schlummern. Mittlerweile gibt es ja Spezialisten/Spezialistinnen für Rohstoffe hier im forum.

Ich mach es kurz, weiter auf Sicht von 20 jahre plus im Depot liegen lassen (bzw. vererben) oder jetzt verkaufen, falls spezieller dieser Rohsoff-ETF "mangelhaft" wäre?

Es ist eine sehr kleine Depotposition von unter 1%, also eigentlich relativ egal.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Passend zur Diskussion ab #214:
https://www.t-online.de/nachhaltigkeit/finanzen-und-beruf/id_100110876/forscher-warnen-es-droht-ein-unkontrollierter-finanzkollaps-.html

 

Folgender Artikel gibt auch ein paar interessante Denkanstöße im Bezug auf Net-Zero Transition und der Assetklasse Commodity-Futures:
https://www.funds-europe.com/etf-report-sep-2021/commodities-etfs-and-the-net-zero-transition

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Gast240416
· bearbeitet von Cef

 

Passend zur Diskussion ?

“Forscher warnen“ ? 

:dumb:

 

 

Edit: Der Beitrag von Glorydays wurde daraufhin „nachbearbeitet“ …..

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Interessant im Bezug auf den von mir verwendenten L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF ist noch folgende Aussage:

Zitat

The idea was to make an ETF as active as possible within an index framework offering exposure to the commodities futures market.

“This is about taking a rules-based approach of well-known alpha-generating areas that really helps us enhance the main commodities range, and that’s why we’ve launched it. It’s probably the most active you can get without having a discretionary manager sitting on top of it,”

Howie Li, LGIM’s head of ETFs

Bei diesem ETF also das exakte Gegenteil dessen, was man sonst von der reinen Lehre der passiven ETF-Anlage in der Anlageklasse Aktien her kennt.

Zitat

Equities take care of the new technologies and approaches, [Howie Li] explains. Commodities act as a “counter” for how much product is available, while the equities element, handpicking companies, is where fund managers identify firms responsible for reducing carbon footprint. “It’s all connected,” says Li.

If a company were able to generate a commodity such as corn or wheat more efficiently with a low carbon footprint, what the futures market cares about is the commodity itself, he adds.

Zitat

There is a chronological hierarchy to ESG, says MSCI’s Mahmood. The first step was ESG integration, followed by the “darker shades of green” such as socially responsible investment (SRI) and then climate and net-zero considerations.
 

“Whereas the transition has fed well into asset classes such as equities and fixed income, commodities ETFs are still different in the sense that they still haven’t applied that first stage of ESG,” he tells Funds Europe. 
 

This is no criticism of commodities ETFs, he adds, as there are good reasons why ESG criteria has not been applied to the asset class. “When it comes to applying ESG principles, the challenges are twofold.”
 

One is the issue of supply chain transparency, while the other concerns how ESG is applied to different commodity types. “For derivative-based products, [implementing ESG] remains impractical and there’s a lot of work to be done. The industry isn’t ready yet,” says Mahmood.

Zitat

At the same time, as countries ramp up their decarbonisation efforts, it is increasingly clear that this will boost demand for other commodities, says WisdomTree’s Shah:
 

“While the demand for traditional hydrocarbon commodities such as oil may start to weaken in that decarbonisation path, the demand for metals such as copper, nickel, aluminium, tin and silver will rise as electrification intensifies.” 

Zitat

Although global aggregate agricultural production is not projected to decline before 2050, the report stated, annual yields will become more variable as suitable production zones shift, leading to an increase in agricultural commodities’ price volatility.

When it comes to the number of commodities in indices, the situation remains stable for the time being – but that could change in the future. It will be up to index providers to add any new significant commodities.

 

As the transition to net zero gathers pace, certain commodities producers will obviously be more impacted than others. It is too early to say just how big climate change and decarbonisation’s impact will be on the asset class, however. 

 

As Denoiseux notes, it’s a long-term issue. “For any transformation, for any needs for new infrastructure, we still require energy and all these raw materials anyway.”

Quelle: https://www.funds-europe.com/etf-report-sep-2021/commodities-etfs-and-the-net-zero-transition

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
Am 16.11.2022 um 19:55 von Johannes34567:

Wenn man nach @Bärenbulle geht, sollte das der iShares Bloomberg Roll Select Commodity Swap UCITS ETF USD (WKN: A2JQ2G, ISIN: IE00BZ1NCS44) sein.
Wenn man nach @Madame_Q geht, sollte das der L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF (WKN: A1CXBU, ISIN: IE00B4WPHX27) sein.

Wenn man nach meiner bescheidenen Meinung geht, sollte das der L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF (WKN: A2N4PW, ISIN: IE00BFXR6159) sein.

Auf einen wichtigen Unterschied der zugrundeliegenden Indizes sollte man vielleicht noch einmal gesondert hinweisen:

Häufig findet in Rohstoff-Indizes eine Aufwertung von Edelmetallen wie Gold und Silber statt, z.B. bei den Bloomberg Commodity Indizes:

Zitat

Gold clearly illustrates the potential shortcomings of exclusive reliance on production data and the greater balance provided by reliance on liquidity data. Since time immemorial, gold has played a unique role in the world of commodities that is not effectively captured by current production data. For example, although only 2,340 metric tons of gold were produced in 2007, approximately 29,900 metric tons were held as official government reserves. Of the approximately 155,000 tons of gold that has historically been mined, as of 2007, approximately 85% was still held by central banks and by nongovernmental entities in bullion, coin, and jewelry form.

Based on production data, a production-based ranking of commodities would result in a relatively low weight of approximately 1.6% for gold. Conversely, a relatively non-storable commodity, such as live cattle, would receive an approximate weighting of 6.5% under a production-based ranking. This 4:1 approximate ratio of live cattle to gold may not appropriately reflect the relative economic significance of the two commodities. For example, a 100% increase in the price of gold may be a more significant global economic event than a 25% increase in the price of live cattle, yet the two events would have a nearly identical impact on a production-weighted index. Primary reliance on liquidity data as a weighting measure reduces this type of distortion.

Quelle: The Bloomberg Commodity Index Methodology

Das ist beim L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF bzw. dem zugrundeliegenden Barclays Backwardation Tilt Multi-Strategy Capped Total Return Index nicht der Fall. Bei diesem Index wird für Edelmetalle wie Gold und Silber explizit keine Aufwertung vorgenommen. Dadurch nehmen Edelmetalle wie Gold und Silber in diesem Produkt aktuell ein im Vergleich zu Produkten auf Bloomberg Indizes geringeres Gewicht ein:

 

L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF                        L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF

 grafik.png.8fd73117d4f1c63920e377a657cd2bca.png                                    grafik.png.53e8ef0a2e41b25e7f66bd2f69afe9b0.png                 

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Johannes34567

@Glory_DaysSehr interessant, danke!

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Es ist ganz interessant, wenn man den einzigen mir bekannten Long/Short Commodity ETF UBS CMCI Commodity Carry SF (ISIN: IE00BKFB6L02) mit einem Long-Only Commodity ETF wie dem L&G Longer Dated All Commodities (ISIN: IE00B4WPHX27) mischt und stupide Schwellwert-Rebalancing betreibt (im Bild unten war das bei Abweichungen von -25% bzw. +33% von der Zielgewichtung einmal der Fall). Aufgrund der inhärenten Antikorrelation bei fallenden Rohstoff-Futures Kursen und der Korrelation bei steigenden Rohstoff-Futures Kursen ergibt sich in einem 50/50-Portfolio eine sehr stabile Return-Kurve seit Auflage.

Nota Bene: Der UBS ETF bildet den 2.5x gehebelten UBS CM-BCOM Outperformance Strategy Index ohne Edelmetalle ab.

 

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Glory_Days
Am 16.11.2022 um 19:55 von Johannes34567:
Am 16.11.2022 um 19:01 von Glory_Days:

Wenn man nach @Bärenbulle geht, sollte das der iShares Bloomberg Roll Select Commodity Swap UCITS ETF USD (WKN: A2JQ2G, ISIN: IE00BZ1NCS44) sein.
Wenn man nach @Madame_Q geht, sollte das der L&G Longer Dated All Commodities UCITS ETF (WKN: A1CXBU, ISIN: IE00B4WPHX27) sein.

Wenn man nach meiner bescheidenen Meinung geht, sollte das der L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities UCITS ETF (WKN: A2N4PW, ISIN: IE00BFXR6159) sein.

Und wer hat Recht?

Fast ein Jahr später kann man sich den Verlauf des letzten Jahres einmal anschauen - und sehen, dass qualitativ gesehen alle ETFs sehr ähnlich verliefen, wenngleich der L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities beim maximalen Vergleichszeitraum (der sehr kurz ist) die Nase vorne hatte:
https://extraetf.com/de/etf-comparison?etf=IE00BZ1NCS44,IE00B4WPHX27,IE00BFXR6159

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Johannes34567
vor einer Stunde von Glory_Days:

Fast ein Jahr später kann man sich den Verlauf des letzten Jahres einmal anschauen - und sehen, dass qualitativ gesehen alle ETFs sehr ähnlich verliefen, wenngleich der L&G Multi-Strategy Enhanced Commodities beim maximalen Vergleichszeitraum (der sehr kurz ist) die Nase vorne hatte:
https://extraetf.com/de/etf-comparison?etf=IE00BZ1NCS44,IE00B4WPHX27,IE00BFXR6159

@Glory_Days also hattest du (bis jetzt zumindest) Recht!

 

Ich habe mich nicht damit befasst, aber ist diese grobe Unterscheidung korrekt?

Der iShares ETF fokussiert auf die Verringerung der negativen Rollrenditen, der L&G Longer Dated setzt auf einen Index, der den Rohstoffmarkt drei Monate in der Zukunft abbildet, und der L&G Multi-Strategy versucht, eine breite Diversifikation mit einem Schwerpunkt auf Backwardation zu erreichen.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 29 Minuten von Johannes34567:

@Glory_Days also hattest du (bis jetzt zumindest) Recht!

Der Zeitraum ist natürlich wesentlich zu kurz für ein abschließendes Urteil (und man müsste als Startzeitpunkt fairerweise den Tag meines Postings heranziehen).

vor 29 Minuten von Johannes34567:

Der iShares ETF fokussiert auf die Verringerung der negativen Rollrenditen, der L&G Longer Dated setzt auf einen Index, der den Rohstoffmarkt drei Monate in der Zukunft abbildet, und der L&G Multi-Strategy versucht, eine breite Diversifikation mit einem Schwerpunkt auf Backwardation zu erreichen.

Ganz grob kann man es so wohl so sagen, wobei vom Grad der Aktivität wohl L&G Longer Dated < iShares Enhanced Roll Yield < L&G Multi Strategy gilt, d.h. der L&G Multi Strategy ist mutmaßlich derjenige, mit der aktivsten internen Strategie unter den passiven Commodity-ETFs (siehe auch #239).

Zitat

The BCOM 3M Forward TR Index is a version of the BCOM TR Index where the lead and future contracts look 3 months ahead of the BCOM TR Index contract calendar.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 9 Stunden von Fondsanleger1966:

Auffällig auch hier wieder, wie grottenschlecht die TD von Rohstoff-ETFs ist (wobei der Amundi hier noch eher ok ist, gibt da welche, die landen bei einer TD von um die 1% p.a.).

 

Woran genau liegt das?

Die SWAP-Konstruktion müsste doch eigentlich eher helfen, den Index gut zu tracken.

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Pirx
Am 28.1.2024 um 10:40 von Hicks&Hudson:

Auffällig auch hier wieder, wie grottenschlecht die TD von Rohstoff-ETFs ist (wobei der Amundi hier noch eher ok ist, gibt da welche, die landen bei einer TD von um die 1% p.a.).

 

Woran genau liegt das?

Die SWAP-Konstruktion müsste doch eigentlich eher helfen, den Index gut zu tracken.

Gebühren, Rollverluste, Contango, ...

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Hicks&Hudson
vor 2 Stunden von Pirx:

Rollverluste, Contango, ...

Sollten diese beiden Dinge nicht auch im Index zum Ausdruck kommen?

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Hicks&Hudson
vor 10 Stunden von Pirx:

Das erklärt es leider nicht, weil dort nur der Vergleich zum Spotpreis erklärt wird, also Futures vs. Spot.

Die Indizes, auf welche die ETFs basieren, sind aber keine Spot-Rohstoff-Indizes, sondern eben Future-Indizes.

Roll-Verluste/Roll-Gewinne oder auch Contango/Backwardation sind Bestandteil der Future-Indizes. Dadurch ergibt sich ein nicht unerheblicher Teil der Performance dieser Indizes - so zumindest war immer mein Wissenstand.

 

Aber vielleicht können einige andere User hier Licht ins Dunkel bringen.

@reko?

@Glory_Days?

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