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Madame_Q

Beobachtung/Vergleich der interessantesten 1-Fonds-(Misch)-Produkte

Empfohlene Beiträge

Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 18 Minuten von Nachdenklich:

@Puppi   --> Danke!

Danke für die Zusammenstellung der Daten.

Gerne :prost:

 

vor 18 Minuten von Nachdenklich:

Auch wenn es ein Blick in den Rückspiegel ist - bei der Breite der betrachteten Fonds und mit dem Zeitraum von immerhin 5 Jahren gibt es schon einen guten Überblick darüber, wie sich die verschiedenen Konzepte auswirken.

 

Daß ein LifeStrategy20 sogar hinter dem Overnight Rate Swap zurück bleibt, hätte ich so intuitiv wohl nicht angenommen.

Und wie weit der ARERO hinter dem ACWI zurück bleibt ist auch interessant; das mag aber in den kommenden 5 Jahren ganz anders sein.

Ich mache mir aktuell auch Gedanken darüber, wie man den Rückblick zusammenfassen und bewerten soll.

Ich werde vermutlich meine Gedanken dazu auch noch ausführlicher posten.

Vorab kann ich aber schon einmal sagen, dass der Zeitraum glaube ich nach wie vor mit Vorsicht zu bewerten ist, weil die Zinsentwicklung ziemlich "Spuren hinterlassen hat".

Ich glaube, wir lagen zu Beginn im Dez 2020 eben bei einem Einlagezins von 0%. Was danach folgte, hat jeder mitbekommen.

Die meisten Mischfonds haben eben mehr oder weniger Anleihen enthalten und konnten sich diesem Tiefschlag nicht entziehen. Bedeutet das Bild also z.B. vor allem bei den aktiven Fonds, dass die Manager diese Entwicklung nicht (rechtzeitig) vorhersehen konnten? Oder bedeutet es bei einigen Produkten, dass deren Vorgaben so unflexibel waren ("es müssten mindestens ... % Anleihen gehalten werden" etc), dass der Manager keine Chance hatte?

Das sind so meine ersten Gedanken, die ich aber wie gesagt selbst noch sacken lassen muss.

Wer Bock auf eine Analyse/Diskussion dazu hat - sehr gerne :prost:.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Über extraETF habe ich die Entwicklung einzelner Assetklassen verglichen in unserem Zeitraum.

Wenn man die Inhalte der Mischfonds kennt/über die Zeit beobachtet hat, verdeutlicht es nochmal, warum sich bestimmte Misch-Produkte in die eine oder andere Richtung entwickelt haben.

 

Ich habe Aktien weltweit, Gold, Rohstoff-Futures (die, welche im Arero enthalten sind), langlaufende Staatsanleihen EUROZONE und USA und Unternehmensanleihen gemischt/alle Laufzeiten herangezogen.

 

Gold war der Renner in dem Zeitraum, aber unsere Mischfonds haben das leider nicht besonders nutzen können wie es aussieht. Corporates waren zumindest eine massive Bremse und deutlich schlechter als Geldmarkt. Über die Katastrophe bei langlaufenden Anleihen brauchen wir nicht viel reden. Je länger die Duration in den Anleihe-Teilen der Mischfonds war, umso blutiger ging das aus.

Ich frage mich gerade: Aktive Fonds hätten doch zumindest ihre Durationen verringern können (Geldmarkt darf doch fast jeder Mischfonds kaufen oder zumindest Anleihen mit Durationen im Bereich von wenigen Jahren) oder? 

 

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https://extraetf.com/de/etf-profile/DE000A0S9GB0?tab=chart (ist glaube ich nur einsehbar, wenn man einen Account bei extraETF hat).

 

 

Und hier noch vollständigkeitshalber die Entwicklung der einzelnen Aktien-Regionen im Zeitraum (bitte nicht daran stören, dass ich nur Japan aufgeführt habe und nicht Pacific - da gibt es keinen Nicht-ESG-ETF mehr).

Das erklärt z.B. einen Teil der mauen Entwicklung des Arero, dessen EM-Batzen aufgrund BIP natürlich Wirkung hinterlassen hat.

 

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https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B52SFT06,IE00B4K48X80,IE00BTJRMP35,IE00B02KXH56

 

Alle Daten natürlich in der für uns relevanten Währung EURO!

 

Nicht zu vergessen ist übrigens, dass sich die Performance unserer (Misch)Fonds NACH STEUERN nochmals verändert ...bzw.verhältnismäßig verschlechtert für die Produkte, welche weniger als 30% Teilfreistellung haben...das sind großteils eh die, welche mau abgeschnitten haben.

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Sapine

Leider haben Fondsmanager in Krisensituationen oft größere Probleme als Privatanleger, weil sie in ein Korsett eingebunden sind. Dennoch wäre es natürlich interessant gerade diese aktiv gemanagten Mischfonds miteinander zu vergleichen mit Blick auf die Duration. Wie haben sich Siemens und Co. geschlagen?

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 22 Minuten von Sapine:

Dennoch wäre es natürlich interessant gerade diese aktiv gemanagten Mischfonds miteinander zu vergleichen mit Blick auf die Duration. Wie haben sich Siemens und Co. geschlagen?

Einige Fonds habe ich schon recht lange und gebaut beobachtet über die Zeit.

Mein Eindruck ist, dass fast kein aktiver Fonds die massive Zinswende vorhersehen konnte und seine Duration rechtzeitig oder überhaupt verringern konnte.

Ob es "nicht erlaubt war" (Korsett) oder wirklich reine Unfähigkeit des Managements war, weiß ich im Einzelnen nicht.

Mein Eindruck ist (ich habe ja auch noch viele andere Mischfonds abseits hier beobachtet), dass der (Zins)Markt wohl tatsächlich zu unvorhersehbar war/ist. Ausnahmen (Glücksfälle?) gibt es immer, aber sie sind statistisch auffällig gering (z.B. Quantex Multi Asset). 

 

Die günstigen, aktiven Siemens-Fonds haben zumindest die Zinswende minimal besser meistern können als die passive Konkurrenz (Vanguard Life40), wenn ich das richtig sehe.

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Schlumich
vor 2 Stunden von Puppi:

Vorab kann ich aber schon einmal sagen, dass der Zeitraum glaube ich nach wie vor mit Vorsicht zu bewerten ist, weil die Zinsentwicklung ziemlich "Spuren hinterlassen hat".

 

Erst mal Danke auch von meiner Seite. Eigentlich weiß ich, dass solche Rückspiegelbetrachtungen wenig hilfreich sind für die Zukunft. Ich schaue aber - wie beim Autofahren - doch gerne hin und wieder in den Rückspiegel....

 

Und ja, der Zeitraum der letzten 5 Jahre war besonders an den Börsen und eine Fortschreibung der Erkenntnisse auf die Zukunft muss mit aller Vorsicht geschehen.

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Schwachzocker
vor 5 Stunden von Schlumich:

Erst mal Danke auch von meiner Seite. Eigentlich weiß ich, dass solche Rückspiegelbetrachtungen wenig hilfreich sind für die Zukunft. Ich schaue aber - wie beim Autofahren - doch gerne hin und wieder in den Rückspiegel....

Beim Autofahren wissen die Menschen aber, dass der Rückspiegel keinen Aufschluss über die Zukunft gibt. Beim Kapitalmarkt wissen sie das merkwürdigerweise nicht.

 

vor 6 Stunden von Puppi:

Mein Eindruck ist, dass fast kein aktiver Fonds die massive Zinswende vorhersehen konnte und seine Duration rechtzeitig oder überhaupt verringern konnte.

Das klingt ein wenig so, als würdest Du ernsthaft in Erwägung ziehen, dass das jemand könnte?

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Schlumich
vor einer Stunde von Schwachzocker:

Beim Autofahren wissen die Menschen aber, dass der Rückspiegel keinen Aufschluss über die Zukunft gibt. 

Das stimmt auch nur bedingt.... Denk mal an den Typen, der auf der Autobahn auf stehen bleibt mit seinem AUto und im Rückspiegel den 40 Tonner ankommen sieht. Der bekommt schon eine Ahnung, was ihm die Zukunft bringt.

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kublai
· bearbeitet von kublai
Erw
vor 34 Minuten von Schlumich:

Das stimmt auch nur bedingt.... Denk mal an den Typen, der auf der Autobahn auf stehen bleibt mit seinem AUto und im Rückspiegel den 40 Tonner ankommen sieht. Der bekommt schon eine Ahnung, was ihm die Zukunft bringt.

Ich möchte mit unmittelbarer Zukunft ergänzen.Ansonsten echt gut @Schlumichund auf jeden Fall ein Kandidat für die Board Klassiker.

@hattifnatthat das schon erledigt.Danke 

 

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Avendo

@Puppi ich halte den Vergleich des Flossbach Fonds mit dem Vanguard 40 % falsch, weil er aktuell 77 % Aktien hält laut extraetf. Dafür ist die Rendite absolut unterirdisch. Nicht umsonst schrumpft das Ding. In meinen Augen aber zu langsam.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 34 Minuten von Avendo:

@Puppi ich halte den Vergleich des Flossbach Fonds mit dem Vanguard 40 % falsch, weil er aktuell 77 % Aktien hält

Bitte die Grafiken und Links nicht falsch verstehen.

Es ist alles rein nach Performance aufgelistet.

Den Flossbach habe ich nicht explizit mit dem Vanguard Life40 verglichen. Er ist einfach rein zufällig nur aufgrund der Performance im dritten Link enthalten im entsprechenden "5er-Pack".

Würde der Flossbach z.B. bei 50% Performance liegen im Zeitraum, wäre er im obersten "5er-Pack" dabei samt SDPR, GPO und Co.;)

 

Der Flossbach ist eh ein bisschen ein schwieriger Fall. Er scheint mir von allen Fonds (neben dem Seilern) der zu sein, der noch einigermaßen am flexibelsten seine Assets ändern kann...soweit mir bekannt fast ohne massive Einschränkungen - soweit ich in Erinnerung habe, dürfen 25% Aktien nicht unterschritten werden und Gold darf maximal 15% betragen.

Er hat auch keine Benchmark, an der er sich misst. Abgesehen von den mMn hohen laufenden Kosten, hängt sein Gelingen eben sehr vom Talent (oder sollten wir sagen glücklichen Händchen) des Managements ab. In der letzten Zeit lief das ja wie man sieht nicht besonders gut. Früher, vor langer Zeit konnte er z.B. den Arero deutlich abhängen. Die letzten Jahre war das Gegenteil der Fall.

Kurios ist, dass exakt der Beginn unseres Zeitraums der "Schnittpunkt" war, ab dem der Flossbach gegen den Arero keinen Stich mehr machen konnte:

 

1.thumb.png.abfca70b88a587eb897cefd54006ecc1.png2.thumb.png.02b63c65e425bbe0b4f268ccd7c50d59.png3.thumb.png.f351270f595461e86a08fa99eb9a6fcb.png

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/LU0323578657,LU0360863863

 

Kann aber sein, dass er unter reinen Risikogesichtspunkten vielleicht eher punkten könnte (sofern es also mal wirklich 30-50% abwärts geht an den Märkten in einem Crash).

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Avendo

Danke für die Erklärung. Da das einer der größten aktiven Fonds in Deutschland ist, zeigt er ganz gut was von aktivem Management zu halten ist. Der wird auch nur durch geschulte Verkäufer verkauft, die das jetzt nutzen können um auf "bessere" aktive Fonds mit neuem Ausgabeaufschlag umschichten zu können :D 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Ich finde es immer sehr interessant, die Rendite/Renditeerwartung der verschiedenen Fonds zu betrachten im Verhältnis zu den laufenden Kosten. Da ich kein Freund reiner Theorie bin, sondern auf das schaue, was in der echten Praxis Sache ist, sollte man das mMn am besten sogar nach Steuern tun, also die Rendite p.a. nach Steuern samt Teilfreistellung betrachten und dann sehen, was der jeweilige Fonds einen gekostet hat (hier nicht nur TER, sondern möglichst alle laufenden Kosten inkl. z.B. Transaktionskosten, welche oft unterschätzt werden).

Vielleicht mache ich dazu mal eine Tabelle aller Fonds hier mit Sicht auf die letzten fünf Jahre.

 

Als Beispiel will ich hier gleich nochmal den Flossbach heranziehen.

Das sieht dann so aus:

 

Der Flossbach hat die letzten fünf Jahre eine Rendite von 3,52% p.a. erbracht vor Steuern.

Mit 15% Teilfreistellung bleiben dem Anleger dann nach Steuern und Soli (26,38% ohne Kirchensteuer) 2,77% p.a.

Diesen 2,77% p.a. stehen laufende Kosten von ca. 1,67% p.a. gegenüber.

Das bedeutet, dass Flossbach 1,67% p.a. kassiert hat die letzten fünf Jahre, der Anleger hat 2,77% p.a. abbekommen.

Nun kann man recht gut beurteilen, ob man dieses Verhältnis angemessen findet oder nicht.

 

Hier noch ein anderes, noch viel extremeres Beispiel. Wir nehmen uns den Seilern-Fonds vor.

Rendite der letzten fünf Jahre vor Steuern: 0,47%

Rendite p.a. nach Steuern (0% TFS): 0,35%

Laufende Kosten p.a.: 1,81%

Die Fondsgesellschaft hat in den letzten fünf Jahren also deutlich mehr Geld verdient, als der Anleger abbekommen hat.

 

Einen mache ich spontan noch (den Arero):

Rendite der letzten fünf Jahre vor Steuern: 7,02%

Rendite p.a. nach Steuern (30% TFS): 5,86%

Laufende Kosten p.a.: 0,54%

Sieht schon besser aus. Die Fondsgesellschaft hat hier knapp ein Zehntel dessen verdient, was beim Anleger angekommen ist an Gewinn.

 

Wie gesagt - finde ich immer sehr interessant dieses "Verhältnis" zu betrachten.

Manchmal erkennt man erst dann, wie viel Anteil sich die laufenden Kosten vom tatsächlichen Rendite-Kuchen wegschnappen, besonders bei defensiven Mischfonds.

 

PS:

Ja, ich weiß, dass die Inflation hier nicht berücksichtigt wurde, es also reine Nominalrenditen sind und für das WPF nur Real-Renditen zählen:teach::rolleyes:.

Unabhängig davon, dass die Inflation aber für jeden von uns unterschiedlich hoch ist je nach Lebensweise etc, ist mir der Aufwand zu groß, die Inflationsraten noch zusätzlich einfließen zu lassen in diese Zahlen. 

 

 

FROHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

2025 ist vorüber.

Schauen wir uns an, wie sich unsere Fonds im letzten Jahr geschlagen haben.

Die Auflistung ist diesmal nicht nach Performance des Jahres 2025. Ich habe die letzten vier Links einfach so benutzt.

 

1.thumb.png.d76cfc1e705b18c4e562d7ed4cf52519.png2.thumb.png.844892464264441495c58f338cc8c7a8.png3.thumb.png.b0962cebdd11b92f3876edfaabf9a5cd.png4.thumb.png.ef2f0464b660ed31f082b1f5d36cbb39.png

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000ETF7037,IE00B3YLTY66,IE00BMVB5R75,LU0360863863,AT0000A2B4T3

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A14XPF5,DE000ETF7011,IE00BMVB5P51,LU0397221945,DE000ETF7029

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A0KEXM6,DE000A2N66L7,IE00B3Y8D011,IE00BMVB5M21,LU0323578657

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00BG47KH54,IE00BMVB5K07,LU0290358497,AT0000934583,DE0008476250

 

Die AMUNDI Asset Portfolios konnten sich alle erstaunlich gut schlagen. Besonders das DEFENSIV-Portfolio lieferte eine ausgezeichnete Leistung (man beachte den sehr niedrigen Drawdown im April). Sicherlich hat der 10% Goldanteil auch dazu beigetragen. Umso krasser finde ich, dass der Flossbach (der ja auch Gold intus hat) so mies gelaufen ist. Über den Seilern brauche ich glaube ich nicht mehr viel sagen - der hängt ja schon seit längerer Zeit im Tal der Tränen fest.

Auch eher enttäuschend empfinde ich die Siemens-Mischfonds. Das Gesamtbild zeigt mir persönlich, dass die aktiven Fonds mit 2025 eher schlechter zurecht kamen als die passiven Produkte.

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geldvermehrer

Wieder Vielen Dank @Puppi

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Das erste Quartal 2026 ist vorbei. Es war geprägt vom Iran-Krieg.

Bis Ende Februar waren die meisten unserer Fonds noch im Plus.

Danach ging es dann für die meisten abwärts. Die Anleihenmärkte litten.

Der Markt preist eine mögliche Zinserhöhung ein.

Gold korrigierte auch deutlich. Einzig Rohstoff-Futures erfuhren einen massives Schub (ca. 15% Plus im Zeitraum, wenn man sich den Arero-Rohstoff-Index ansieht).

 

Hier aufgelistet die Entwicklung unserer Fonds im ersten Quartal 2026 (ich bitte um Verständnis, dass ich nicht nach Performance geordnet habe):

 

1.png.6610a7b0493328584a60aa992095b908.png2.png.0aa175e84091a5c28eed570ad16af8fd.png3.png.ee87de79bcefb3df90819a97bffe7300.png4.png.77ea165ba313756c288cb7c8401877e2.png

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000ETF7037,IE00B3YLTY66,IE00BMVB5R75,LU0360863863,AT0000A2B4T3

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A14XPF5,DE000ETF7011,IE00BMVB5P51,LU0397221945,DE000ETF7029

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A0KEXM6,DE000A2N66L7,IE00B3Y8D011,IE00BMVB5M21,LU0323578657

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00BG47KH54,IE00BMVB5K07,LU0290358497,AT0000934583,DE0008476250

 

Die beiden sehr teuren aktiven Kandidaten und einstigen Performance-Künstler Seilern und Flossbach enttäuschen weiterhin auf ganzer Linie. Insbesondere der Seilern mutiert zum absoluten Rohrkrepierer. Er lieferte Anlegern in den letzten fünf Jahren nun kumuliert über 12% Minus.

 

Alle Mischfonds mit Rohstoff-Future-Anteil liegen im Plus (Arero, Amundi-Portfolios).

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Barqu
12 hours ago, Puppi said:

Die beiden sehr teuren aktiven Kandidaten und einstigen Performance-Künstler Seilern und Flossbach enttäuschen weiterhin auf ganzer Linie. Insbesondere der Seilern mutiert zum absoluten Rohrkrepierer. Er lieferte Anlegern in den letzten fünf Jahren nun kumuliert über 12% Minus.

Das erstaunliche daran ist eigentlich nur, mit welcher präzisen Vorhersagbarkeit dies geschieht: Gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem er - u. a. insbes. auch von dir, wenn ich mich richtig erinnere - in den Himmel gelobt wird, kommt der Absturz. 

Effizienzmarkthypothese? Q.e.d.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

In 2021 gab es mehrere Foristen, die die Seilern Fonds mochten... Damals wurde u.a. folgendes geschrieben:

Zitat

Seilern ist inhabergeführt von Peter Seilern-Aspang, mittlerweile ist auch sein Sohn dort aktiv.

Die haben in Tat nur 4 Fonds, allerdings mit mehreren Anteilsklassen. 

Die Performance der Fonds ist extrem gut über Jahre…. Ein Beispiel dafür das aktive Fonds einen Mehrwert schaffen ( können ) bei richtiger Auswahl.

Zitat

... was Peter Seilern-Aspang zum Thema Diversifzieren sagt:

"Ich glaube nicht , dass man durch Diversifizierung das Risiko eines Portfolios senken kann. Ganz im Gegenteil. Diversifizierung ist nur eine Ausrede, um die Hausaufgaben eines Vermögensverwalters nicht machen zu müssen. Wenn man die Unternehmen wirklich gut kennt, wird man sich nicht scheuen, sehr konzentriert investiert zu sein. Je besser man die Unternehmen kennt, desto besser kann man die Risken einschätzen, desto weniger riskant sind sie. Eine Konzentration dient dazu, dass das Risiko gemindert wird und nicht umgekehrt. Diesbezüglich glaub’ ich an John Maynard Keynes, der einmal meinte: „Leg alle in einen Korb . . . Und pass auf den Korb auf!"

Zitat

Sehe Dir einfach mal den Seilern an, der über ALLE relevanten Zeiträume den Index deutlich geschlagen hat

Zitat

Der Seilern Fonds hat sehr wohl die Benchmark MSCI geschlagen und das bereits seit über 10 Jahren. Also nichts da mit einem Zufallsergebnis.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

Bitte immer mit Verfasser zitieren. Sonst ist es nicht so richtig lustig.

 

vor 7 Stunden von Barqu:

Das erstaunliche daran ist eigentlich nur, mit welcher präzisen Vorhersagbarkeit dies geschieht: Gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem er - u. a. insbes. auch von dir, wenn ich mich richtig erinnere - in den Himmel gelobt wird, kommt der Absturz. 

Effizienzmarkthypothese? Q.e.d.

Genauso! Das ist der Markteffizienz geschuldet. 

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salmei
vor 6 Stunden von stagflation:

In 2021 gab es mehrere Foristen, die die Seilern Fonds mochten... Damals wurde u.a. folgendes geschrieben:

da man nicht in die Zukunft schauen kann, bleibt einem nichts anderes als die bisherigen Leistungen zu beurteilen....

Bin gespannt, wann der derzeitige Highflyer Huber abtaucht...

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Schwachzocker
vor 11 Minuten von salmei:

da man nicht in die Zukunft schauen kann, bleibt einem nichts anderes als die bisherigen Leistungen zu beurteilen....

Es ist aber das bisherige Glück, was es zu beurteilen gilt. Und das ergibt keinen Sinn.

Es muss nun einmal über gewisse Zeiträume erfolgreiche Fonds geben. Und die stehen dann eben im Vordergrund des Interesses. 

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Puppi
Am 8.9.2022 um 14:13 von Madame_Q:

Ich poste mal ein Video mit Kommer, bei dem ein Teil dabei ist, der auch hierher passt. Es geht um aktive Fonds und wie das Marketing dort funktioniert, um den Anleger/Interessenten zu blenden. Es wird dann auch der Flossbach MultiOp R als Negativbeispiel angeführt.

 

Kernaussage ist, dass oftmals ein einziger Punkt/kurzer Zeitraum in der Vergangenheit eines Fonds ausreicht, um seine gesamte Performance im Rückblick sehr gut aussehen zu lassen. Meist ist es aber so, dass dieser eine Punkt sozusagen eine Wette war, die sehr gut aufgegangen ist für den Fonds. Der Fondsmanager hatte also sozusagen in einer speziellen Krise den richtigen Riecher und diese eine Sache pusht den Fonds dann dermaßen nach oben, dass er noch sehr lange davon zerren kann. 

Dass es statistisch völlig normal ist, dass von einer Vielzahl von Fonds auch immer mal wieder einige dabei sein müssen, die in Krisen exakt das Beste "erwischen", ist logisch.

Das Problem ist, dass diese Kandidaten zum Zeitpunkt ihres "Wunderwerks" fast keinem Anleger bekannt waren und erst im Nachhinein durch ihre starke Performance Anklang in den Medien finden und dann zu Stars werden. Erfahrene User hier werden sich noch an den Carmignac Patrimoine erinnern, der seinerzeit ebenso wie der Flossbach erst durch die Finanzkrise so richtig ins Rampenlicht rückte.

 

Wetten/Entscheidungen (teils mit viele Risiko) können auch eine sehr lange Zeit gut gehen. Dies ändert aber nichts daran, dass das Risiko immer vorhanden bleibt und sich irgendwann verwirklichen kann.

Als Paradebeispiel muss ich hier nicht zum ersten Mal wieder die Seilern-Fonds anführen. Die Seilern-Fondsgesellschaft hat nur vier Fonds im Angebot, verwendet bei jedem aber die gleiche Strategie. Dies ist das ausschließliche Setzen auf wenige, riskante Growth-Titel.

 

Ich poste hier mal ein paar Charts der Seilern Fonds. Man erkennt dann recht gut, wie lange diese Strategie hervorragend aufging (jeder Fonds schlug seinen Passiv-Konkurrenten der jeweiligen Region etc lange Zeit deutlich) und dann in der aktuellen Krise ziemlich in sich zusammenfiel:

1.thumb.png.40e5162ef7ffa3bf40d0645aab94b23c.png2.thumb.png.ef16ece7eb54489f0f39787bbba43c26.png3.thumb.png.363c62a664a1ee721e379fb637d1e95a.png

 

Der Flossbach MultiOp R wurde von Kommer im Video angesprochen.

Er profitierte sehr lange Zeit von seiner phänomenalen Leistung aus der Finanzkrise und übertrumpfte damit sogar sehr lange einen MSCI World mit 100% Aktien:

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Doch schon ein einfacher Klick im Link von "Max" auf "10 Jahre" dreht das Bild ins Gegenteil.

 

Ich will damit nicht sagen, dass den Quantex Fonds automatisch Ähnliches ereilen könnte, aber ich sehe auch dort, dass die beiden Fonds sich z.B. im Aktienbereich ausschließlich auf Value konzentrieren (im Quantex Value gelang ihnen das zugegeben außergewöhnlich gut in den letzten Jahren) und dass besonders der Quantex Multi-Asset seinen Schub rein durch (man muss es ehrlich sagen) perfekte (!!) Wahl der Assets exakt vor Beginn der Krise bekommen hat (kaum Anleihen, nur Value-Aktien, sehr viele Rohstoffe etc).

Man erkennt dies auch recht gut, wenn man den Chart des Quantex Multi Asset mal zerlegt:

 

Auflage des Fonds bis vor Beginn der Krise:

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Kernteil der Krise

22.thumb.png.fc428531ea46b34a2f649eca0243e0fc.png

 

Das letzte halbe Jahr

33.thumb.png.73b1ab3d0e57a26c3b6fac514b15ec6e.png

 

So gesehen muss jeder für sich entscheiden, wie wahrscheinlich er es hält, dass einer dieser "hatte den richtigen Riecher in der Vergangenheit"-Kandidaten-Fonds auch in Zukunft (idealerweise) nochmals den richtigen Riecher hat oder zumindest nicht das Gegenteil.

Vielleicht schafft der Quantex es ja, weiterhin solide zu entscheiden und die passiven Konkurrenten auszustechen. Zur bisherigen Leistung kann man dem Manager Peter Frech (geiler Name oder?) nur gratulieren. Weiter beobachten werde ich das jedenfalls gespannt :)

Mir persönlich ist die gehaltene Anzahl der Aktien bei den Quantex Fonds allein einfach schon zu viel Risiko (um die 40 Stück, die Seilern halten noch viel weniger mit um die 25).

 

Am 29.10.2021 um 19:54 von Madame_Q:

Den Flossbach und den Seilern beobachte ich persönlich sehr gerne, weil sie stellvertretend für zwei teure, aktive Varianten stehen, die viele aufgrund Backtest der letzten 10 oder 15 Jahre sicherlich wählen würden, wenn sie als Anfänger einen Mischfonds suchen. Hier will ich weiter beobachten, ob sich das (soll ich es so nennen) "Klischee" bewahrheitet", dass teure, aktive Fonds nach langer Outperformancezeit irgendwann sehr wahrscheinlich deutlich nachlassen und genau das nicht mehr erfüllen können, was Leute sich erhoffen aufgrund der "zuvor gefundenen Super-Performance".

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 9 Stunden von Barqu:

Das erstaunliche daran ist eigentlich nur, mit welcher präzisen Vorhersagbarkeit dies geschieht.

Ich finde das auch krass, wie "präzise" diese Abstürze ehemaliger, "toller" aktiver erfolgen....wirklich fast punktgenau ab dem Zeitpunkt, ab dem sie z.B. hier im Forum empfohlen werden/sich die Aufmerksamkeit darauf richtet. Ich habe da auch immer wieder etliche Beispiele aufgezeigt in verschiedenen Threads.

 

Der von @stagflationzitierte User, @Life_in_the_sun war absoluter Fan aktiver Fonds. Viele seiner Empfehlungen sind mittlerweile sehr ins Straucheln geraten (neben den Seilern-Fonds z.B. auch der hochgelobte Morgan Stanley Global Opportunities).

 

Diese "Hoffnung" in diese aktiven Fonds kann sehr stark sein. Sie geht sogar soweit, dass empfohlen wird, nach einem Absturz nachzukaufen, weil es ja eine "Timing-Chance" sei. Das ist aber brutal gefährlich (ähnlich dem Nachkaufen bei Einzelaktien) und nicht vergleichbar mit dem Nachkauf eines weltweiten, breiten, passiven Aktienindex.

 

vor 9 Stunden von Barqu:

Gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem er - u. a. insbes. auch von dir, wenn ich mich richtig erinnere - in den Himmel gelobt wird, kommt der Absturz. 

Ja, ich war damals beeindruckt von der Performance des Seilern und auch Flossbach. 

Empfohlen oder gar selbst gekauft hatte ich diese Fonds aber nie. Skepsis war von Beginn an da, weil ich diese "Geschichten" von meiner Zeit mit dem Carmignac Patrimoine kenne von ganz früher.

 

Aber wie gesagt echt krass, wie sehr sich dieses "Klischee" auch hier wieder erfüllt. 

Aber man sieht: Trotzdem bleiben einige User im Forum dem Hause Flossbach treu und loben den Multi Opp. R weiterhin.

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salmei
vor 23 Minuten von Puppi:

 

Aber man sieht: Trotzdem bleiben einige User im Forum dem Hause Flossbach treu und loben den Multi Opp. R weiterhin.

das "sichnichttrennenkönnen" hat auch oft steuerliche Gründe...

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
Am 8.9.2022 um 14:13 von Madame_Q:

Ich will damit nicht sagen, dass den Quantex Fonds automatisch Ähnliches ereilen könnte, aber...

Der Quantex Multi Asset war nicht nur hier im Thread damals auch Thema, da er die Zinswende 2022 so sensationell gemeistert hatte.

 

Wenn man sich die letzten drei Jahre ansieht, erkennt man auch dort, dass danach nicht mehr viel Tolles kam:

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00BMVB5P51,LI0580516883,LU0360863863,DE000ETF7029,DE000ETF7011

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Sapine
vor 2 Stunden von Puppi:

Aber wie gesagt echt krass, wie sehr sich dieses "Klischee" auch hier wieder erfüllt. 

Aber man sieht: Trotzdem bleiben einige User im Forum dem Hause Flossbach treu und loben den Multi Opp. R weiterhin.

Nach meinem Eindruck gibt es nur noch sehr selten Empfehlungen zu aktiv gemanagten Fonds (wenn man von Konstrukten wie Arero, Kommer oder GPO absieht). 

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