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Gast230314

Fragen eines Newbies - Ist eine systematische Überrendite möglich

Empfohlene Beiträge

dev
· bearbeitet von dev
vor 9 Minuten von Schwachzocker:

Keines, dass nachvollziehbar mit dem Erfolg im Zusammenhang steht.

Weil du die die Glücks- und Zufallskarte zu fest in den Händen hältst.

 

Mich würde deine Meinung hierzu interessieren:

vor einer Stunde von dev:

Es ist nicht allein die Hoffnung, sondern vor allem ein systematisches Ausschußverfahren, welches die Wahrscheinlichkeit erhöht das die Hoffnung in Erfüllung gehen könnte.

 

Bsp:

Wenn ich eine Firma betrachte, welche ihren Gewinn über 20 Jahre mit 3% p.a. gesteigert hatte, würde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen das es auch die nächsten Jahre so sein könnte. Warum sollte ich diese Firma kaufen, wenn ich eine Rendite von min. 10% p.a. erzielen möchte?

 

( Ich gehe davon aus, das eine Aktie mit einem langfristigem Wachstum von x% p.a. in einer angemessenen KGV-Range am Markt bewertet wird, kurzfristig bzw. je Marktphase kann es aber auch weit drüber und drunter liegen, aber langfristig dürfte es sich wieder dieser Range bewegen. )

P.S. Falls du etwas davon nicht nachvollziehen kannst, ich helfe gerne.

 

 P.S. 2: @Schwachzocker zu deinem Vergangenheitsargument, auch hier würde ich dich um eine Meinung bitten:

vor einer Stunde von dev:

Anderer Vergleich:

Jeder der mit mehreren Mitarbeitern arbeitet, hat irgendwann ein Gefühl bzw. eine Wahrscheinlichkeit, wem er mit welchen Aufgaben beglücken kann damit ( mit Glück ) am Ende ein positives Ergebnis erreicht wird.

Woher kommt dieses Gefühl? Ich würde behaupten, aus den vergangenen Erfahrungen mit diesem MA.

 

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odensee
vor 8 Minuten von Sapine:

Nach meinem Verständnis geht es darum, ob man durch systematisches Methoden bei der Geldanlage die Chancen auf eine Überrendite erhöhen kann im Sinne, dass der Erwartungswert der Rendite höher liegt. 

Ok, danke. Du siehst aber z.B. am Beitrag von Nachdenklich (#177) dass auch andere es anders verstanden haben.

 

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Sapine

Diese Erkenntnis ist mir nicht neu - ich gehe davon aus, dass SZ beispielsweise auch eine andere Meinung hat und unser lieber Moderator ebenfalls. 

 

BTW Post 177 enthält meines Wissens keine Definition 

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Schwachzocker

Wie erhöht man denn Deiner Meinung nach die Chancen auf eine Überrendite?

Wenn ich das wüsste, dann mache ich es sofort, jeder vernünftige Anleger dieser Welt ebenfalls, und dann funktioniert das System nicht mehr. Demnach ist es also systematisch nicht möglich.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Wie erhöht man denn Deiner Meinung nach die Chancen auf eine Überrendite?

Wenn ich das wüsste, dann mache ich es sofort, jeder vernünftige Anleger dieser Welt ebenfalls, und dann funktioniert das System nicht mehr. Demnach ist es also systematisch nicht möglich.

Meiner Meinung nach, würde das reduzieren der sichtbaren Looser bzw. underperformer enorm helfen.

 

Und genau hier sehe ich das Problem, du sucht den Besten, aber in der Reduzierung der schlechtesten siehst du keinen Sinn.

 

Aso, @Schwachzockerdenkst du bitte an Post #201

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Tradeoff

@dev: was sagst denn du zu meinem Beitrag? Bin leider am Handy und daher ohne Verlinkung. Findest du aber in meiner Beitragshistorie leicht, da ich wenig poste.

 

ich glaube auch das du recht hast. Bei einem erfolgreichen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch künftig erfolgreich sein wird, als bei einem nichterfolgreichen.

 

hilft dir aber halt nix, weil es in der Bewertung des Unternehmens eingepreist ist, da diese Information quasi jedem bekannt ist.

 

sollest du nun tatsächlich ein historisch schlechtes und ein gutes Unternehmen finden, die sehr ähnlich bepreist sind, dann würde ich nicht davon ausgehen, dass ich eine Überrenditemöglichkeit gefunden habe, sondern dass ich ein Informationsdefizit habe.

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dev
· bearbeitet von dev
vor 20 Stunden von Tradeoff:

Ich bin auch überzeugt, dass es möglich ist in anderen Märkten systematisch Überrenditen zu erzielen. Bedingung ist, dass man tatsächlich einen Informationsvorsprung und Mittel hat diese zu nutzen (damit sind nicht nur finanzielle Mittel gemeint). Ein genanntes Beispiel waren hier Immobilien; die Fähigkeit (= Mittel) den Wert von Immobilien gut einschätzen zu können, verbunden mit dem Kapital (= Mittel) diese Handeln zu können, sowie einem Informationsvorsprung (bspw. weil man in einer Kleinstadt lebt, dort gesellschaftlich gut eingebunden ist und als erster von Verkaufsabsichten der heutigen Eigentümer erfährt) kann durchaus eine systematische Überrendite bringen. 

Bei Informationsvorsprung denke ich eigentlich immer sofort an Insider und hier kann man kurzfristig sicherlich Gewinne machen, aber man benötigt diese regelmäßig.

Dinge eines Geschäftsprozesses besser einschätzen zu können, ist natürlich eine andere Form und sicherlich länger nutzbar, bis man halt durch alle Immobilienaktien durch ist.

 

Das ist meiner Meinung alles keine sehr langfristige Strategie, denn irgendwann ist man durch, denn meiner Erfahrung nach, orientiert sich alles langfristig an der Entwicklung einer Firma und genau da setzt Buffett meistens an. Er hat nur inzwischen das Problem, das sich der aufwand für kleine Firmen nicht mehr lohnt, denn er möchte keine 1000 kleinen Firmen, sondern lieber ein Dickschiff analysieren und kaufen.

 

  

vor 1 Stunde von Tradeoff:

ich glaube auch das du recht hast. Bei einem erfolgreichen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch künftig erfolgreich sein wird, als bei einem nichterfolgreichen.

Auch bei "minder" erfolgreichen Firmen ist die Wahrscheinlichkeit genauso, manchmal reicht eine kleine Erfindung/Verbesserung und das kann alles ändern oder ein externer Einfluß das ein Geschäftsmodell fast beendet. ( Pferdehufschmied 1900 vs. 2023 ).

 

Zitat

hilft dir aber halt nix, weil es in der Bewertung des Unternehmens eingepreist ist, da diese Information quasi jedem bekannt ist.

Das ist meiner Meinung nach Unsinn, schon allein weil jeder eine andere Renditevorstellung hat.

 

Zitat

sollest du nun tatsächlich ein historisch schlechtes und ein gutes Unternehmen finden, die sehr ähnlich bepreist sind, dann würde ich nicht davon ausgehen, dass ich eine Überrenditemöglichkeit gefunden habe, sondern dass ich ein Informationsdefizit habe.

Es geht erst einmal nicht um ähnlich bepreist, soweit sind wir noch nicht, aber wenn eine Firma langfristig um 3% p.a. wächst, dann wirst du damit niemals langfristig eine 10% p.a. Rendite einfahren können, es sei den du zahlst extrem wenig dafür oder das Geschäftsmodell ändert sich. :teach:

Beiden letztes genannten Szenarien erscheinen mir als Glücksache und die Minderrendite als die Wahrscheinlichste.

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Gast230314
vor 4 Stunden von odensee:

Jetzt ist für dich "systematische Überrendite" was anderes als für mich und wieder was anderes für jogo08 oder Nachdenklich. Ich habe es als "garantierte" Überrendite interpretiert. Du anscheinend anders - das Problem liegt dann beim TO, der mit geeigneten Worten schreiben soll, was er WIRKLICH will. "Systematisch" kann ja viel heißen. Es gibt sogar Lotto-"Systeme".

systematisch ist für mich nicht gleichbedeutend mit garantiert, wie kommst du auf diesen Schluß

 

nach einem System (2) vorgehend, einem System folgend; planmäßig und konsequent

 

Systematisch-methodisches Vorgehen ist die Verflechtung von einem intensiven, drängenden Zugehen auf Probleme und Aufgaben, mit einer planvoll vorgehenden Analyse vor dem Hintergrund eines möglichst umfassenden fachlichen und methodischen Wissens.

 

Systematisch zu sein bedeutet, rational denken und handeln zu können

 

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odensee
vor 3 Minuten von Expatriate8:

systematisch ist für mich nicht gleichbedeutend mit garantiert, wie kommst du auf diesen Schluß

Es klang gelegentlich an (nicht unbedingt bei dir, so sehr interessiert es mich nicht, dass ich das genau nachprüfe), dass genau das gewollt und (angeblich) auch erreichbar ist: eine garantierte Überrendite, für die man nur das richtige System braucht.

 

vor 3 Minuten von Expatriate8:

nach einem System (2) vorgehend, einem System folgend; planmäßig und konsequent

Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/systematisch

vor 3 Minuten von Expatriate8:

Systematisch-methodisches Vorgehen ist die Verflechtung von einem intensiven, drängenden Zugehen auf Probleme und Aufgaben, mit einer planvoll vorgehenden Analyse vor dem Hintergrund eines möglichst umfassenden fachlichen und methodischen Wissens.

Quelle: https://kompetenzatlas.fh-wien.ac.at/?page_id=671

vor 3 Minuten von Expatriate8:

Systematisch zu sein bedeutet, rational denken und handeln zu können

Quelle: (möglicherweise) https://wiki.yoga-vidya.de/Systematisch

 

Du bist ein Held.

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Gast230314
vor 8 Minuten von odensee:

Du bist ein Held.

ich verzichte auf widerspruch

 

vor 9 Minuten von odensee:

Es klang gelegentlich an (nicht unbedingt bei dir, so sehr interessiert es mich nicht, dass ich das genau nachprüfe), dass genau das gewollt und (angeblich) auch erreichbar ist: eine garantierte Überrendite, für die man nur das richtige System braucht.

von garantiert habe ich nie gesprochen, das ist die interpretation anderer. und dann muss man sich über ergebnisse der diskussion nicht wundern..

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 28 Minuten von Expatriate8:

systematisch ist für mich nicht gleichbedeutend mit garantiert, wie kommst du auf diesen Schluß

 

nach einem System (2) vorgehend, einem System folgend; planmäßig und konsequent

 

Systematisch-methodisches Vorgehen ist die Verflechtung von einem intensiven, drängenden Zugehen auf Probleme und Aufgaben, mit einer planvoll vorgehenden Analyse vor dem Hintergrund eines möglichst umfassenden fachlichen und methodischen Wissens.

 

Systematisch zu sein bedeutet, rational denken und handeln zu können

 

Naja... jedes System hat an der Börse ein großes Problem:

 

Systeme sind von anderen Menschen reproduzierbar. Und wenn es zu viele nachmachen, kann es nicht mehr funktionieren. Dann muss man sich etwas anderes ausdenken. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Das ist dann eben nicht mehr systematisch, wenn man dauernd nach Gutdünken etwas anderes macht. Es wird dann zufällig.

 

Auch ein Anleger, der nach fundamentalen Gesichtspunkten handelt und Unternehmen auf Unterbewertungen untersucht, geht ja - vermutlich ohne es zu ahnen - von einem gewissen Maß an Markteffizienz aus; denn er muss hoffen, dass die anderen Anleger dieser Welt ihren Irrtum irgendwann bemerken und auch die Aktie kaufen, die er jetzt besitzt. Geschieht das nicht, gibt es auch keine Überrendite. Das ist schon ein gewisses Maß an Effizienz, weil davon ausgegangen wird, dass die anderen Anleger das Wissen, was man selbst hat, irgendwann auch erlangen werden. Es geht also nur darum, dieses Wissen früher zu erlangen.

Und wenn man sich das mal vergegenwärtigt, wird auch klar, wie schwer das ist.

 

vor 10 Minuten von Expatriate8:

ich verzichte auf widerspruch

 

von garantiert habe ich nie gesprochen, das ist die interpretation anderer. und dann muss man sich über ergebnisse der diskussion nicht wundern..

Die Wahrscheinlichkeit von über 50% für die Erlangung einer Überrendite ist aber praktisch die Garantie, dass es langfristig nach einer Vielzahl von Handelsaktivitäten mit der Überrendite funktioniert.

Wie gesagt: Ich würde es sofort machen, wenn sich das darlegen lässt.

 

"So wie es bisher war, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft sein!" ist aber einfach nicht richtig. Selbst wenn ein Unternehmen die steigenden Gewinne der Vergangenheit auch in Zukunft weiter steigert, bedeutet dass noch lange nicht die Überrendite, denn die Vergangenheit ist den Marktteilnehmer ja bekannt und kann daher voll in den Kursen eingepreist sein. Welche Zukunftserwartung bereits eingepreist ist, weiß man nicht.

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 7 Stunden von Expatriate8:

Ja und nein

im ersten Schritt geht es darum zu prüfen, ob es positive Beispiele gibt die es nicht ausschließlich mit Glück geschafft haben. Falls ja, kann man sich Gedanken machen in welchen Bereichen Können vorhanden war und daraus Schlussfolgerungen ziehen.

Bezüglich Buffett gibt es ein relativ bekanntes Paper, das zu dem Schluss kommt, dass sein Alpha auf (kostengünstiger) Leverage beruht:

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.2469/faj.v74.n4.3

Zitat

Warren Buffett’s Berkshire Hathaway has realized a Sharpe ratio of 0.79 with significant alpha to traditional risk factors. The alpha became insignificant, however, when we controlled for exposure to the factors “betting against beta” and “quality minus junk.” Furthermore, we estimate that Buffett’s leverage is about 1.7 to 1, on average. Therefore, Buffett’s returns appear to be neither luck nor magic but, rather, a reward for leveraging cheap, safe, high-quality stocks.

 

Das nächste Beispiel wäre wahrscheinlich Lynch - dazu ist mir keine Untersuchung bekannt ;)  

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966

 

Am 25.2.2023 um 18:33 von Expatriate8:

In den Foren finde ich aber defacto niemanden der solche Erfolgsgeschichten im privaten Umfeld kennt, bzw. es selbst über einen längeren Zeitraum geschaftft hat. Auch hier ist der Fokus mitschwimmen und nicht arm sterben.

Frag mal Ramstein:

Er hat irgendwo auch noch aktuellere Daten gepostet. Du kannst ja mal seine Beiträge durchsuchen.

 

Am 25.2.2023 um 18:33 von Expatriate8:

Ist das jetzt ein Mythos aus der Börsenliteratur oder kann man tatsächlich systematisch eine Überrendite erzielen.

Kurz nachdem ich mit dem systematischen Anlegen anfing, ging ein schönes Beispiel durch die Presse: Ein amerikanischer Aktienclub aus netten älteren Damen hatte den Index geschlagen. Die Frauen hatten z.B. Peter-Lynch-mäßig darauf geachtet, welche Parkplätze vor Läden besonders voll waren usw.

 

Einige Zeit später stellte sich heraus, dass die Damen tatsächlich nett (und älter) waren, aber Probleme damit hatten, Renditen korrekt zu berechnen - sie hatten den Index gar nicht übertroffen.

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Gast230314
vor 16 Minuten von Fondsanleger1966:

Er hat irgendwo auch noch aktuellere Daten gepostet. Du kannst ja mal seine Beiträge durchsuchen.

Danke für den Hinweis und den Link

vor 16 Minuten von Fondsanleger1966:

Kurz nachdem ich mit dem systematischen Anlegen anfing, ging ein schönes Beispiel durch die Presse: Ein amerikanischer Aktienclub aus netten älteren Damen hatte den Index geschlagen. Die Frauen hatten z.B. Peter-Lynch-mäßig darauf geachtet, welche Parkplätze vor Läden besonders voll waren usw.

 

Einige Zeit später stellte sich heraus, dass die Damen tatsächlich nett (und älter) waren, aber Probleme damit hatten, Renditen korrekt zu berechnen - sie hatten den Index gar nicht übertroffen.

:shit:

Lach und man darf dem Internet nix alles glauben 

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glow_pt2

Garantiert ist natürlich nichts. Wäre es möglich garantiert den risikilosen Zins über einen Zeitraum zu schlagen, würde dies direkt mit Hebel ausgenutzt und wegarbitriert werden.

 

Jede bessere Rendite als der risikolose Zins ist also mit Risiko verbunden. Wenn ich den Markt systematisch schlagen möchte muss ich analog dazu auch mehr Risiko eingehen.

 

Wie wäre es mit dem 2x gehebelten Markt?Das ist vermutlich nicht die erwünschte Antwort ;)

 

Wenn wir kein Hebeln zulassen, kann man auch innerhalb des Aktienmarkts versuchen verschiedene Risiko-Faktoren höher zu gewichten, insbesondere Value. Meiner Meinung nach kommt das dem Threadthema am nächsten: Value-investing ist eine systematische Investmentstrategie, die in der Vergangenheit den Markt (sogar recht deutlich) geschlagen hat, auch noch nachdem sie publiziert wurde (1992). Aber auch hier werden höhere Risiken eingegangen, also ist es nicht ganz fair sie mit dem Markt zu vergleichen (diese zusätzlichen Risiken sind aber unabhängig vom Marktrisiko, und können daher zur Diversifikation beitragen). Und es gibt auch genügend Leute, die daran zweifeln, dass es die Value-Prämie in der Zukunft weiterhin geben wird.

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Fondsanleger1966
Am 25.2.2023 um 18:33 von Expatriate8:

Ich bin 27, Student und ein ziemlich grün hinter den Ohren, was Börse angeht. Nun will ich im Hinblick auf meine Zukunft langfristig in Aktien investieren. Sparpläne hab ich angelegt 

1. Gilead Science
2. Yum Brands
3. Starbucks
4. Adidas
5. Hormel Foods 
6. Church&Dwight 
7. Medtronic
8. Amgen

9. WP Carey

10. Realty Income

Hierbei habe ich sowohl auf Stabilität und Wachstum des Unternehmens als auch auf Dividendenrendite geachtet. 
Start war am 1.1.2023 mit jeweils 50€ pro Monat 

Hoffe ich hab hier eine passable Entscheidungen getroffen
und das es in 3-5 Jahren fliegt und Spaß macht

 

ich habe die Bücher von Peter Lynch und Benjamin Graham gelesen. In den Büchern wird dargelegt, dass man eine Überrendite gegenüber dem Markt erreichen kann und hat einige Regeln definiert.
(...)
Bei Graham wird die Sicherheitsmarge strapaziert, nach dem Prinzip es ist alles eine Frage von Cashflow, zukünftigen Gewinnen und dem aktuellen Börsenwert. Pfiffigerweise gibt es noch eine Formel an die Hand um den inneren Wert einer Aktie zu bestimmen.
Hat jemand Erfahrung damit?
Ich habe es auf dem Papier ausprobiert, ich erkenne zumindestens, ob eine Aktie nach der Formel zu teuer oder zu billig oder fairer bewertet ist. Ob es sich jetzt lohnt diese günstig bewertetn Aktien zu kaufen, keine Ahnung…

Also Feedback, Erfahrungen und Anregungen für mich sind willkommen

Ich würde das Ganze sehr pragmatisch sehen: Du wirst irgendwann Dein Studium (möglichst gut) abschließen, einen Arbeitsplatz suchen und Dich beruflich - vermutlich mit viel Einsatz - etablieren und hocharbeiten. Nebenbei darfst Du eine Wohnung finden, sie einrichten, eine nette Frau suchen (oder halten), einen gewissen Ausgleich durch Hobbys, Sport u.ä. sicherstellen usw. usf. sowie Dich um den Teil der Finanzen kümmern, den Du nicht delegieren kannst: also verstehen lernen, was Aktien (und andere Anlagen) sind, wo deren (z.T. versteckte) Risiken liegen, wie Du mit diesen so umgehen kannst, dass sie Dich finanziell nicht umbringen, welche inneren Dinge Dich beim Geldanlegen sabotieren usw. Dazu noch das Abschließen zumindest der notwendigen Versicherungen (vielleicht mithilfe eines *echten*, kompetenten Versicherungsmaklers), darunter auch einer BU-Police, was sehr viel Arbeit mit sich bringen kann.

 

Dazu dann auch noch Geschäftsberichte an Abenden wälzen, an denen Deine Kumpels oder ein paar nette Mädels mit Dir um die Häuser ziehen wollen? Macht das wirklich Sinn?

 

Und dann noch v.a. US-Aktien, also Titel vom effiziensten Wertpapiermarkt der Welt, in dem selbst kompetente aktive Fondsmanager Probleme haben, eine dauerhafte Outperformance vor TER zu erzielen?

 

Heutzutage gibt es kostengünstige, steuereinfache Anlagelösungen, die Dir diese Arbeit abnehmen.

 

Und wenn Du á la Graham wertorientiert anlegen willst, stehen Dir sogar Value-ETFs bzw. ETFs mit einem Value-Tilt zur Verfügung.

 

Ich würde es mir deshalb mit der Geldanlage jetzt möglichst einfach machen, mich auf die anderen, nicht-delegierbaren Aufgaben konzentrieren, darüber das Feiern nicht vernachlässigen und z.B. mit Mitte 30 noch einmal neu schauen, wo ich stehe und was dann am besten für mich passt.

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Sapine

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Gast230314
vor 9 Stunden von Fondsanleger1966:

Ich würde es mir deshalb mit der Geldanlage jetzt möglichst einfach machen, mich auf die anderen, nicht-delegierbaren Aufgaben konzentrieren, darüber das Feiern nicht vernachlässigen und z.B. mit Mitte 30 noch einmal neu schauen, wo ich stehe und was dann am besten für mich passt.

So kann man es machen und keine Sorge ich vergesse den Rest nicht. 
 

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PlatinumXXL
· bearbeitet von PlatinumXXL
Am 25.2.2023 um 18:33 von Expatriate8:

Hoffe ich hab hier eine passable Entscheidungen getroffen

und das es in 3-5 Jahren fliegt und Spaß macht

 

ich habe die Bücher von Peter Lynch und Benjamin Graham gelesen. In den Büchern wird dargelegt, dass man eine Überrendite gegenüber dem Markt erreichen kann und hat einige Regeln definiert.

 

Kann aber auch sein, dass Dir der Markt um die Ohren fliegt.

In den nächsten Jahren ist mit großen Verwerfungen zu rechnen.

Florian Homm hat bei Peter Lynch gelernt, schau Dir doch mal seinen YouTube-Kanal an.

 

Ich denke nicht, dass es am Aktienmarkt so weitergeht wie in den letzten 40 Jahren.

Das ganze System wackelt und es werden Krisen benötig, um die Gesellschaft umzuformen.

Mein Vorschlag:

Kauf für 10-25% Deines Kapitals Gold.

Dann hast Du immer noch etwas, wenn die Bombe platzt.

 

Schau Dir mal den Film an, der ist zwar schon 2 Jahre alt aber recht informativ:

 

 

 

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Gast230314
Am 2.3.2023 um 16:14 von PlatinumXXL:

Ich denke nicht, dass es am Aktienmarkt so weitergeht wie in den letzten 40 Jahren.

Das ganze System wackelt und es werden Krisen benötig, um die Gesellschaft umzuformen.

Mein Vorschlag:

Kauf für 10-25% Deines Kapitals Gold.

Dann hast Du immer noch etwas, wenn die Bombe platzt.

und weshalb sollte ich 75-90%, also fast alles in die klassischen Anlagen wie Aktien oder Tagesgeld stecken, wenn die Bombe platzt.

Wenn es so ist, wäre das doch eine glatte Fehlallokation

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 44 Minuten von Expatriate8:

und weshalb sollte ich 75-90%, also fast alles in die klassischen Anlagen wie Aktien oder Tagesgeld stecken

Weil diese Weltuntergangsszenarien sich bis jetzt immer als grober Unfug erwiesen haben, vor allem, wenn sie als Youtube-Klickbait-Videos von bekannten Scharlatanen präsentiert werden.

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Schwachzocker

Wieso um alles in der Welt antworten Menschen auf einen solchen Nonsens?

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jogo08

10% in Gold ist sicherlich nicht die schlechteste Idee, führt aber sicherlich nicht zu einer Überrendite.

Da es hier aber in erster Linie um die Überrendite gehen sollte, schließt sich eine Goldanlage eigentlich aus. Es sei denn, man glaubt an einen Höhenflug bei Gold bei gleichzeitigem Niedergang des Aktienmarktes.

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Gast230314
vor 58 Minuten von jogo08:

10% in Gold ist sicherlich nicht die schlechteste Idee, führt aber sicherlich nicht zu einer Überrendite.

ein bisschen hiervon und ein bisschen davon ist nicht sehr konsequent. und Schwarzmaler mag ich generell nicht.

Aber mit einem kleinen Anteil, wie jogo08 es erwähnt, kann ich mich anfreunden.

Anstatt Gold würde ich Diamanten bevorzugen um ehrlich zu sein

 

Aber hier geht es ja vornehmlich um Überrendite am Aktienmarkt. Auch wenn Ihr mich schlagt, ich werde eine fifty-fifty-Strategie fahren. 50% marktbreiter Index, 50% Einzelaktien, aber dort sehr konzentriert.
nach 5 Jahren kann ich bewerten und mich neu orientieren.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

Keine Sorge! Wenn Du geschlagen wirst, dann deshalb, weil Du das machst, was Du selbst als "nicht sehr konsequent" bezeichnest.

 

vor 13 Minuten von Expatriate8:

ein bisschen hiervon und ein bisschen davon

 

Fachleute nennen das Diversifikation.

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