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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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CorMaguire
vor 21 Minuten von Ramstein:

Haben sie auch gefragt, ob die Bürger bereit sind, dafür bis zu 400 Euro im Monat zu zahlen?

Nö sieht nicht so aus :) 

Vor ein paar Tagen kam der Erhöhungsvorschlag vom Plegeheim. Wenn der so durchgeht steigt der Eigenanteil dann von 4550 auf 5000 im ersten Jahr.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 32 Minuten von CorMaguire:

 Wenn der so durchgeht steigt der Eigenanteil dann von 4550 auf 5000 im ersten Jahr.

 

Ganz so viel ist es dann doch nicht. Der Eigenanteil liegt zurzeit bei ca. 3.500 € im ersten Jahr. Danach wird es weniger. Außerdem fallen im Pflegeheim Ausgaben für Miete und Essen weg, die man hätte, wenn man noch zuhause wohnen würde. Und vermutlich gibt es noch Steuerermäßigungen, weil Aufwendungen fürs Pflegeheim die Steuerlast senken.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 27 Minuten von stagflation:

Ganz so viel ist es dann doch nicht. Der Eigenanteil liegt zurzeit bei ca. 3.500 € im ersten Jahr....

Meinst Du ich kann nicht lesen? :)

Zitat

Vor ein paar Tagen kam der Erhöhungsvorschlag vom Plegeheim. ....

Nein das ist kein Luxuspflegeheim und ja es gibt bestimmt Pflegeheime in denen der Eigenanteil niedriger ist. Hier in der Gegend aber nicht.

 

Und bei den Zuschlägen sind übrigens zukünftig 18 und nicht mehr 12 Monate im Gespräch.

 

 

 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 1 Stunde von CorMaguire:

Meinst Du ich kann nicht lesen? :)

 

Ich kenne Deinen Fall nicht - aber wenn wir politisch diskutieren wollen, sollten wir die Durchschnittswerte nehmen (Quelle):

 

Zitat

Beispiel für den durchschnittlichen Eigenanteil unter Berücksichtigung des Leistungszuschlages für das Bundesland Baden – Württemberg:

 

Durchschnittlicher Eigenanteil ohne Leistungszuschlag: 3.875 Euro

Erstes Jahr mit 15 % Leistungszuschlag: 3.532 Euro

Zweites Jahr mit 30 % Leistungszuschlag: 3.189 Euro

Drittes Jahr mit 50 % Leistungszuschlag: 2.732 Euro

ab dem 4. Jahr 75 % Leistungszuschlag: 2.160 Euro

 

BaWü ist eines der teureren Länder. Und, wie gesagt, wenn man richtig rechnen will, muss man von dem Betrag noch eingesparte Miete, Essen und Steuern abziehen. Das ist immer noch viel Geld. Aber viel weniger als die Horrorzahlen, von denen man immer mal wieder hört.

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CorMaguire
vor einer Stunde von stagflation:

...muss man von dem Betrag noch eingesparte Miete, Essen und Steuern abziehen. Das ist immer noch viel Geld. Aber viel weniger als die Horrorzahlen, von denen man immer mal wieder hört.

Bei Miete würde ich zumindest bei Verpartnerten ein Fragezeichen machen. Aber ja ein Single der ins Pflegeheim umzieht zahlt selbstverständlich dort seinen Unterkunfts- und Verpflegungsanteil. Steuern wird dann wohl eher zum Luxusproblem.

 

Aber egal ob ob 3500 € oder 4500 €: bei einem durchschnittlichen Rentenzahlbetrag von 1154 € oder dem "Standardrentner" mit 1612 € geht wohl zügig das Vermögen weg und Anträge bei Wohngeld- und Sozialbehörde stehen an.

Immerhin wenn man 45 Jahre an der BBG verdient hätte käme man auf 3136 € Rente.

 

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stagflation
vor 46 Minuten von CorMaguire:

 geht wohl zügig das Vermögen weg 

 

Ja, aber genau dafür hat man doch in jüngeren Jahren Vermögen angespart. Dass man auch einen Aufenthalt im Pflegeheim bezahlen kann, falls man ein Pflegefall wird. 

 

Ich weiß, dass diese Sichtweise unpopulär ist und dass viele Deutsche, die ins Pflegeheim müssen, sagen: Total unfair! Das Vermögen habe ich angespart, um es zu vererben - und jetzt nimmt der Staat es mir weg. Oder, aus Sicht der Erben: das Vermögen wollte eigentlich ich erben, und jetzt geht es flöten, weil mein Vater/Mutter ins Pflegeheim muss und dieses so teuer ist.

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Der Heini
vor 10 Stunden von stagflation:

Ja, aber genau dafür hat man doch in jüngeren Jahren Vermögen angespart. Dass man auch einen Aufenthalt im Pflegeheim bezahlen kann, falls man ein Pflegefall wird. 

Nein, hat man eben nicht. Man möchte lieber was vererben, denn diejenigen, die ihr Geld verlebt haben und nie gespart haben können dennoch ins Pflegeheim.

Wenn man ganz böse ist verführt diese Situation eben dazu nichts aufzubauen bzw. zu sparen, sondern lieber alles Geld zu verbrauchen oder gar nicht erst mehr als 30Stunden zu arbeiten.

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rotten.demin
· bearbeitet von rotten.demin
vor 5 Minuten von Der Heini:

Nein, hat man eben nicht. Man möchte lieber was vererben, denn diejenigen, die ihr Geld verlebt haben und nie gespart haben können dennoch ins Pflegeheim.

Wenn man ganz böse ist verführt diese Situation eben dazu nichts aufzubauen bzw. zu sparen, sondern lieber alles Geld zu verbrauchen oder gar nicht erst mehr als 30Stunden zu arbeiten.

Also eine klassische Neiddebatte, weil die Sparer dann auch nicht hätten sparen und viel arbeiten müssen? :teach:

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 36 Minuten von Der Heini:

Nein, hat man eben nicht. Man möchte lieber was vererben, denn diejenigen, die ihr Geld verlebt haben und nie gespart haben können dennoch ins Pflegeheim.

Wenn man ganz böse ist verführt diese Situation eben dazu nichts aufzubauen bzw. zu sparen, sondern lieber alles Geld zu verbrauchen oder gar nicht erst mehr als 30Stunden zu arbeiten.

Wieso böse? Es ist einfach ökonomisches Handeln. Wenn es die Leistung für 75% gibt, warum dann 100% aufwenden? Jeder Geschäftsführer der anders handelt, muss wohl mit dem Vorwurf der Untreue(?) rechnen.

 

Im Vergleich zu Leuten die eine Steuererstattung wollen, obwohl sie keine Steuer bezahlt haben, ist das noch harmlos.

 

vor 32 Minuten von rotten.demin:

Also eine klassische Neiddebatte, weil die Sparer dann auch nicht hätten sparen und viel arbeiten müssen? :teach:

Ja. Und praktischewrweise am unteren Ende der Vermögensskala :)

 

Aber wenn es die Sparer rechtzeitig merken können sie ja noch eingreifen. Siehe z. B. --> https://www.anwalt.de/rechtstipps/haus-vor-pflegekosten-retten-der-grosse-leitfaden-zum-vermoegensschutz-255499.html

 

 

Die Frage ist halt: Muss der Staat gegensteuern?

 

Über das hinaus was es ja gibt: Rückabwicklung von Schenkungen etc.

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t.klebi
vor 10 Stunden von stagflation:

Total unfair! Das Vermögen habe ich angespart, um es zu vererben - und jetzt nimmt der Staat es mir weg. Oder, aus Sicht der Erben: das Vermögen wollte eigentlich ich erben, und jetzt geht es flöten, weil mein Vater/Mutter ins Pflegeheim muss und dieses so teuer ist.

 

vor 23 Minuten von rotten.demin:

Also eine klassische Neiddebatte, weil die Sparer dann auch nicht hätten sparen und viel arbeiten müssen? :teach:


Das System ist aktuell ungerecht und es ist keine klassische Neiddebatte. 

Es ist eine Sache, lebenslang trotz gutem Verdienst sparsam zu sein und einen Vermögensstock aufzubauen, welcher dann im Alter für die Pflegekosten verbraucht wird. Darüber kann man sich als Erblasse/Erbe ärgern, oder auch nicht. 

Es wird aber dann ungerecht, wenn ein lebenslanger Bürgergeldempfänger oder ein Besserverdienender bei 100% Konsum im Pflegefall exakt die gleichen Leistungen erhält. 

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Der Heini
vor 49 Minuten von rotten.demin:

Also eine klassische Neiddebatte, weil die Sparer dann auch nicht hätten sparen und viel arbeiten müssen? :teach:

Nein das System ist einfach ungerecht.

Person A bemüht sich im Leben, arbeitet >40h/Woche, zahlt viel Steuern,

Person B arbeitet nur 20h/Woche (ich kenne da genug von), zahlt wenig Steuern, reist viel durch die Gegend, genießt Zeit auf dem Balkon bei Sonnenschein.

Beide sind am Ende im gleichen Pflegeheim bei gleichen Leistungen. 

Wo siehst du den Anreizt in der Leistungsgesellschaft? Jeder der mehr macht als unbedingt nötig ist doch dämlich. Warum lange Studieren? Aldikasse reicht völlig. Warum Kinder? Kosten nur Geld und Zeit und am Ende zahlen die noch drauf.

Da muss dann eben etwas am System der Pflege geändert werden, wie auch immer weiß ich auch nicht, aber es muss gerechter zugehen. Vielleicht mit höherer Pflegeversicherung für alle, damit das Ersparte auch übrig bleibt, oder wir müssen die mobile Pflege ausbauen.

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s1lv3r
vor 42 Minuten von Der Heini:

Nein, hat man eben nicht. Man möchte lieber was vererben, denn diejenigen, die ihr Geld verlebt haben und nie gespart haben können dennoch ins Pflegeheim.

Wenn man ganz böse ist [...]

 

Wenn man ganz böse ist, muss man sich eben erschießen, bevor man alt und gebrechlich wird und das Geld für Pflegeheim und medizinische Kosten draufgeht, wenn man so unbedingt das sauer angesparte Geld vererben will ... :wacko:

 

vor 7 Minuten von t.klebi:

Es wird aber dann ungerecht, wenn ein lebenslanger Bürgergeldempfänger oder ein Besserverdienender bei 100% Konsum im Pflegefall exakt die gleichen Leistungen erhält. 

 

Aber die Ungerechtigkeit beginnt dann doch nach dieser Sichtweise schon viel früher, weil der Bürgergeldempfänger eben lebenslang schon Leistungen bekommen hat?!

 

Es gibt da doch keinen Unterschied, ob der Bürgergeldempfänger jetzt nun das Pflegeheim oder die eigene Wohnung bezahlt bekommt und genauso wenig, wie es sich der Staat leisten kann für alle Bürger die Wohnungen zu bezahlen, kann er es sich leisten für alle das Pflegeheim zu bezahlen. Von daher ist es für mich doch ganz logisch, dass er es nur für die bezahlt, die tatsächlich bedürftig sind.

 

vor 16 Minuten von CorMaguire:

Die Frage ist halt: Muss der Staat gegensteuern?

 

Der Status Quo ist halt der typische Wutbürgerzustand ... eine verpflichtende Pflege-Vollkostenversicherung will man nicht (das wird halt arsch teuer ...) also lebt man i.d.R. fröhlich vor sich her, bis es einen persönlich erwischt und schreit dann Zeter und Mordio wie unfair alles ist.

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Der Heini
Gerade eben von s1lv3r:

Wenn man ganz böse ist, muss man sich eben erschießen, bevor man alt und gebrechlich wird und das Geld für Pflegeheim und medizinische Kosten draufgeht, wenn man so unbedingt das sauer angesparte Geld vererben will ... :wacko:

Aber in Deutschland ist die Sterbehilfe strafbar. Auch da hat man keine freie Wahl. Ich würde im Alter über sowas wirklich nachdenken, denn wenn man ins Pflegeheim muss, dann ist man eh schon am Ende.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor einer Stunde von Der Heini:

...Wo siehst du den Anreizt in der Leistungsgesellschaft? ...

Der Anreiz ist, dass Du halt soviel verdienen musst, dass Du Dir ein Pflegeheim leisten kannst, das kein Abkommen mit einem Sozialversicherungsträger hat oder höherwertige Zimmer für Selbstzahler bereitstellt.

Und hoffst, dass das da auch besser ist. :)

vor einer Stunde von Der Heini:

Aber in Deutschland ist die Sterbehilfe strafbar. ...

Die aktive, also eher nö --> https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/sterbehilfe-was-ist-erlaubt-was-nicht-46793

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Schwachzocker

 

vor 20 Minuten von Der Heini:
vor 23 Minuten von s1lv3r:

Wenn man ganz böse ist, muss man sich eben erschießen, bevor man alt und gebrechlich wird und das Geld für Pflegeheim und medizinische Kosten draufgeht, wenn man so unbedingt das sauer angesparte Geld vererben will ... 

Aber in Deutschland ist die Sterbehilfe strafbar. Auch da hat man keine freie Wahl...

Selbstmord war noch nie strafbar und Sterbehilfe ist es auch nicht mehr.

 

https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/305426/bundesverfassungsgericht-verbot-geschaeftsmaessiger-sterbehilfe-ist-verfassungswidrig/

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t.klebi
vor 12 Minuten von s1lv3r:

Aber die Ungerechtigkeit beginnt dann doch nach dieser Sichtweise schon viel früher, weil der Bürgergeldempfänger eben lebenslang schon Leistungen bekommen hat?!

Das ist noch Teil des Sozialsystems. Wobei ich einer zeitlich unbegrenzten Sozialhilfe auf (oder in Summe gar deutlich über) dem Niveau von Vollzeitniedriglohnjobs äußerst kritisch gegenüberstehe.

 

 

Solang es im Pflegefall es aber keinerlei Unterschied mehr macht, ob man jemals gearbeitet hat, alles verkonsumiert hat, oder eben sparsam Vermögen aufbaute, werden Vermeidungsstrategien rational.

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CorMaguire
vor 33 Minuten von Der Heini:

....denn wenn man ins Pflegeheim muss, dann ist man eh schon am Ende.

Auch das ist ein Unterschied wenn Du noch gewisses eigenes Vermögen hast: 

Mit eigenem Vermögen kannst Du ins betreute Wohnen/Pflegeheim, so Du einen Platz bekommst (zumindest hier geht es ab Stufe 3 los, Stufe 2 nur wenige Plätze)

Mit Sozialhilfe musst Du zu Hause mit ambulanter Pflege bleiben, bis ein Arzt die Notwendigkeit einer Heimunterbringung bestätigt.

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satgar
vor 2 Stunden von Der Heini:

Nein, hat man eben nicht. Man möchte lieber was vererben, denn diejenigen, die ihr Geld verlebt haben und nie gespart haben können dennoch ins Pflegeheim.

Aber kurios ist die Betrachtung schon. Man betreibt Vermögensaufbau und Altersvorsorge, und wenn dann das Alter da ist, für das man vorgesorgt hat, dann soll das gar keine Altersvorsorge zum Einsatz dieses Kapitals mehr sein. Sondern dann möge die Allgemeinheit bitte ran, damit man diese individuelle Altersvorsorge nicht angreifen muss, sondern weiter geben kann. 

 

Dann muss man auch deutlich sagen: dann braucht man nun wirklich auch erst gar keine Altersvorsorge zu betreiben, wenn es eh keine sein wird und sein soll.

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OttoKleinanleger
vor 23 Minuten von CorMaguire:

Auch das ist ein Unterschied wenn Du noch gewisses eigenes Vermögen hast: 

Mit eigenem Vermögen kannst Du ins betreute Wohnen/Pflegeheim, so Du einen Platz bekommst (zumindest hier geht es ab Stufe 3 los, Stufe 2 nur wenige Plätze)

Mit Sozialhilfe musst Du zu Hause mit ambulanter Pflege bleiben, bis ein Arzt die Notwendigkeit einer Heimunterbringung bestätigt.

Ich bin da nicht im Thema. Ist das wirklich so? Ich bin gerade am Suchen, weil betreutes Wohnen nicht mehr klappt und alle Heime/WGs haben in den Anträgen/Information gleich die Kontaktdaten vom Sozialamt aufgeführt. Gefühlt (!!!) scheint die Übernahme der Kosten vom Sozialamt gar kein Problem zu sein, zumindest wird das bei den Besichtigungen so vermittelt. Innerlich hab ich schon wieder die Befürchtung, dass man als Selbstzahler womöglich noch im Nachteil ist, weil das Amt garantiert ein zuverlässiger Zahler ist und der Selbstzahler vielleicht mal Probleme machen könnte.

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CorMaguire
vor 16 Minuten von satgar:

Aber kurios ist die Betrachtung schon. Man betreibt Vermögensaufbau und Altersvorsorge, und wenn dann das Alter da ist, für das man vorgesorgt hat, dann soll das gar keine Altersvorsorge zum Einsatz dieses Kapitals mehr sein. Sondern dann möge die Allgemeinheit bitte ran, damit man diese individuelle Altersvorsorge nicht angreifen muss, sondern weiter geben kann. ....

Naja Du machst das über Dekaden, da können sich sowohl die Umstände als auch der Bewertungsmaßstab verschieben :)

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 28 Minuten von OttoKleinanleger:

Ich bin da nicht im Thema. Ist das wirklich so? Ich bin gerade am Suchen, weil betreutes Wohnen nicht mehr klappt und alle Heime/WGs haben in den Anträgen/Information gleich die Kontaktdaten vom Sozialamt aufgeführt. Gefühlt (!!!) scheint die Übernahme der Kosten vom Sozialamt gar kein Problem zu sein, zumindest wird das bei den Besichtigungen so vermittelt. Innerlich hab ich schon wieder die Befürchtung, dass man als Selbstzahler womöglich noch im Nachteil ist, weil das Amt garantiert ein zuverlässiger Zahler ist und der Selbstzahler vielleicht mal Probleme machen könnte.

Das Grundsicherungsempfänger von den Heimen bevorzugt werden glaube ich nicht. Ich denke die haben eine Warteliste. Manchmal haben Heime größere/besser ausgestatte Zimmer die das Sozialamt nicht bezahlt. Auch der Aufpreis darf nicht von Verwandten/Freunden bezahlt werden. Da wären Grundsicherungsempfänger also keine Mitbewerber.

 

Wer auf die "Überholspur" kommt sind Fälle die aus dem Krankenhaus nicht mehr nach Hause entlassen werden können.

 

Das ist alles natürlich regionales (BW), anekdotisches Wissen ... bin kein Profi.  BW hat auch Einzelzimmer als Standard, was afaik (immer noch) nicht in allen Bundesländern so ist.

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t.klebi
vor 44 Minuten von satgar:

Aber kurios ist die Betrachtung schon. Man betreibt Vermögensaufbau und Altersvorsorge, und wenn dann das Alter da ist, für das man vorgesorgt hat, dann soll das gar keine Altersvorsorge zum Einsatz dieses Kapitals mehr sein. Sondern dann möge die Allgemeinheit bitte ran, damit man diese individuelle Altersvorsorge nicht angreifen muss, sondern weiter geben kann. 

Ähm. Dir ist aber schon klar, dass das eigentlich über einen Versicherungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung gelöst werden muss, oder?
Und wenn diese Pflichtversicherung systemimmanent nicht ausreicht, dann sollte für alle (!) der Staat einspringen. Und nicht nur für die, die sich asozial (im eigentlichen Wortsinn) verhalten haben. 

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CorMaguire
vor 3 Minuten von t.klebi:

...Und wenn diese Pflichtversicherung systemimmanent nicht ausreicht, dann sollte für alle (!) der Staat einspringen. ..

Also auch für Millionäre/Milliardäre oder halt Pflegevollversicherung :)

 

vor 6 Minuten von t.klebi:

... Und nicht nur für die, die sich asozial (im eigentlichen Wortsinn) verhalten haben. 

Und wie unterscheidest Du die die sich asozial verhalten haben von denen die nicht anders konnten? Und wieviel willst Du dafür ausgeben? Um dann wie beim Bürgergeld (Totalverweigerer) womögleich auf eine niedrige 5stellige Zahl zu kommen?

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 47 Minuten von t.klebi:

 

Ähm. Dir ist aber schon klar, dass das eigentlich über einen Versicherungsanspruch gegenüber der Pflegeversicherung gelöst werden muss, oder?
Und wenn diese Pflichtversicherung systemimmanent nicht ausreicht, dann sollte für alle (!) der Staat einspringen. Und nicht nur für die, die sich asozial (im eigentlichen Wortsinn) verhalten haben. 

 

Die jetzige Pflegeversicherung ist eben deshalb keine Vollkostenversicherung, weil eine Vollkostenversicherung richtig teuer wäre und es keinen politischen Willen gibt, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit zusätzlichen Abgaben derart zu belasten. Es ist leicht zu schreiben "dann muss der Staat halt einspringen" ... aber im Endeffekt bedeutet das eben, dass man als Arbeitnehmer dann 200, 300 oder 400€ monatlich für die Pflegeversicherung von seinem Super-Brutto abdrückt.

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t.klebi
vor 28 Minuten von CorMaguire:

Also auch für Millionäre/Milliardäre oder halt Pflegevollversicherung :)

Das wäre die Konsequenz. Wo siehst du das Problem?

Echte Pflichtversicherung für alle, die dann alle aktuellen Leistungen abdeckt und gut ist. Für etwaige Finanzierungslücken muss der Staat, also die Solidargemeinschaft aufkommen.

 

Ich habe nichts dagegen, sich für mehr Geld zusätzliche Leistungen zu kaufen bzw. sich diesbezüglich zusätzlich zu versichern. Nur sollte dieses zusätzlich Entgelt halt auch zu einer Besserstellungen gegenüber dem Standardfall führen. 
Und das kann ich aktuell nicht sehen. 

vor 28 Minuten von CorMaguire:

Und wie unterscheidest Du die die sich asozial verhalten haben von denen die nicht anders konnten? 

Ich habe nur geschrieben asozial im Wortsinn (= gegen die Gemeinschaft). Die Gründe hierfür sind dabei vollkommen egal. 

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