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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 12 Minuten von satgar:

Und weil es Straftaten gibt, machen wir bei der Gesetzgebung was genau dann nicht?...

Wir machen genau deshalb keine neuen Gesetze, sondern bemühen uns, die bisher bereits jährlich fehlenden 100 Milliarden Steuereinnahmen aufzutreiben. Dazu benötigt man allerdings privilegierte Beschäftigte, die viel zu verlieren haben und keine prekär Beschäftigten, die sich dieses Geld dann in die eigenen Tasche stecken. 

Andernfalls zahlen nicht die Reichen sondern die Dummen.

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satgar
vor 1 Minute von Schwachzocker:

Wir machen genau deshalb keine neuen Gesetze, sondern bemühen uns, die bisher bereits jährlich fehlenden 100 Milliarden Steuereinnahmen aufzutreiben. Dazu benötigt man allerdings privilegierte Beschäftigte, die viel zu verlieren haben und keine prekär Beschäftigten, die sich dieses Geld dann in die eigenen Tasche stecken. 

Andernfalls zahlen nicht die Reichen sondern die Dummen.

Ok, du möchtest es also auch zur bereits geltenden Erbschaftssteuer nicht beantworten. Auch gut, dann ist das Thema wieder mal erledigt mit dir :-)

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 9 Minuten von satgar:

Ok, du möchtest es also auch zur bereits geltenden Erbschaftssteuer nicht beantworten....

Was möchte ich nicht beantworten?

 

Natürlich erlauben wir Ladendiebstahl nicht, nur weil es ohnehin getan wird (obwohl das ja auch gelegentlich gefordert wird). Neuerdings wird ja auch gefordert, dass Schwarzfahren nicht mehr strafbar sein soll, weil es angeblich arme, bemitleidenswerte Menschen sind, die das machen.

Nein, das sollte man natürlich nicht tun. Moralisch missbilligenswertes Verhalten bleibt eben moralisch missbilligenswert, egal wer es macht.

 

Ich verstehe nur nicht, warum man Gesetzesverstößen mit mehr Gesetzen begegnen will?

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dev
vor 4 Minuten von Schwachzocker:

Andernfalls zahlen nicht die Reichen sondern die Dummen.

Das ist doch jetzt schon so, die 1 Milliardenschenkung Döpfner.

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t.klebi
vor 19 Stunden von satgar:

Kann man unterschiedlicher Meinung sein, klar.

 

Ich finds halt nicht so gut, dass Personen mit Mindestlohn in jedem Fall Grundsicherungsempfänger sein werden, selbst wenn sie 45 Jahre arbeiten. Und Personen mit 3000€ brutto auch. Wenn das so ist, finde ich, ist das System für eine gehörige Anzahl von Menschen kaputt und nicht vermittelbar.

Ich empfinde das System ebenfalls als kaputt und kaum noch vermittelbar. Allerdings aus völlig anderen Gründen. :-*

Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite

jemand, der niemals in seinem Leben auch nur eine einzigen Tag gearbeitet hat, eine lebenslange Grundsicherung auf einem Niveau erhält,
welche auf der anderen Seite

das Rentenniveau + Grundrente einer Vollzeitarbeitskraft im Niedriglohnsektor übersteigt. 

 

Nicht das Renten-/Lohnniveau ist zu niedrig, sondern das Sozialleistungsniveau zu hoch. 


 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von t.klebi:

Sozialleistungsniveau

Das wird aber in Form des Existenzsminimums festgelegt und ist vom BVerfG so gesichert. Ich teile die Haltung auch nicht, die Leute unten nur noch weiter runter drücken zu machen, damit der Abstand zu denen darüber gewahrt bleibt. Ist der völlig falsche Ansatz mMn.

Zur Rente, und letztlich auch zu den Löhnen und zur Verteilung der Wertschöpfung im Sinne des BIP.

Screenshot 2026-05-27 141134.png

 

Ergänzend dazu: "

In der Grafik sind alle Zeitreihen preisbereinigt und zeigen damit die reale Entwicklung von Wertschöpfung, Löhnen und Renten. Bis in die späten 1980er Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit der Pro-Kopf-Produktion – der wirtschaftliche Fortschritt kam also bei der breiten Bevölkerung an.

Dann kam der Bruch: Arbeitsmarkt- und Rentenreformen sowie eine politisch gewollte Lohnzurückhaltung führten dazu, dass sich die Löhne vom Wirtschaftswachstum und die Renten von den Löhnen entkoppelten. Gleichzeitig nahm die Lohnspreizung zu – viele Beschäftigte in den unteren Einkommensgruppen verfügen heute über kaum mehr Kaufkraft als vor 40 Jahren.

Die Folgen spüren wir bis heute. Die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung beträgt inzwischen zwar das 2,4-fache des Standes von 1970. Trotzdem können viele Menschen von Arbeit oder Rente kaum leben. Nicht, weil „die Demografie“ das System erdrückt, sondern weil wachsende Teile der Wirtschaftsleistung an Profit- und Vermögenseinkommen statt an Löhne und Renten gehen. Mit anderen Worten: Das Problem ist nicht der Kuchen – der ist groß genug –, sondern wie er verteilt wird. Wären Löhne und Renten weiter im Takt mit der Produktivität gestiegen, hätten wir diese Debatte über die angebliche Unfinanzierbarkeit heute nicht." Quelle: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/zu-viele-rentner-zu-wenig-kinder

 

Und statt wir das beheben, ist deine Version: ja, dann müssen die Leute am unteren Teil der Gesellschaft zusammengestrichen werden. Das ist für die Binnennachfrage übrigens sowas von Gift. Alleine auf die Idee zu kommen, ist völlig verdreht.

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Schwachzocker

Interessant an der Grafik ist ja das Auseinanderdriften der Linien um 1990 herum. 

War da nicht irgendetwas? Mir fällt es gerade nicht ein.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 10 Minuten von Schwachzocker:

Interessant an der Grafik ist ja das Auseinanderdriften der Linien um 1990 herum. 

War da nicht irgendetwas? Mir fällt es gerade nicht ein.

Ja, da gab es z.b. sowas wie die Deutsche Einheit. Die hat an der Wertschöpfung Gesamtdeutschlands aber nichts geändert. Das ist ja am BIP (wichtig: pro Kopf!) erkennbar.

 

Daher stellt sich die Frage: warum driften seit dem Löhne und Renten so weit auseinander? Warum haben sie sich vom BIP pro Kopf entkoppelt? Und wenn es wirklich eine Kausalität zur deutschen Einheit gab, und nicht nur eine Korrelation, dann stellt sich die Frage: was ist da genau passiert? Wieso soll die Deutsche Einheit dieses Ergebnis hervorgebracht haben, dass man BIP von Löhnen und Renten trennen (musste)?

 

 

"Volkswirt über Renten-Problem: „Löhne und Renten haben sich von der Produktivität entkoppelt“

Unsere Produktivität ist stark gestiegen, das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ebenfalls. Seit 1991 hat Deutschland laut Statistischem Bundesamt seine Wirtschaftskraft pro Kopf um 40 Prozent gesteigert. „Der wirtschaftliche Kuchen ist größer geworden. Wir könnten ihn so verteilen, dass Erwerbstätige und Nichterwerbstätige gut davon leben. Stattdessen erhalten Arbeitnehmer und Rentner einen immer kleineren Anteil“, erklärt Paetz.

Bis in die späten 1970er-Jahre wuchsen Löhne und Renten nahezu im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. „Bis in die späten 1970er-Jahre hatten wir eine Umverteilung von oben nach unten und kräftige Lohnsteigerungen“, erklärt Paetz. Nach den Ölpreiskrisen – und vor allem mit der Agenda-2010-Politik ab den 2000er-Jahren – habe der Abbau des Sozialstaats begonnen. Löhne seien seitdem zunehmend nur noch als Kostenfaktor betrachtet worden, nicht als Nachfrage. Paetz plädiert dafür, das zu ändern: Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. „Gewerkschaften wurden dazu gedrängt, mäßige Lohnsteigerungen zu akzeptieren, um Arbeitsplätze zu sichern. So haben sich Löhne und Renten von der Produktivität entkoppelt“, sagt Paetz." Quelle: https://www.fr.de/wirtschaft/deutschen-rente-nicht-die-babyboomer-das-ist-das-wahre-problem-der-94319530.html

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 7 Minuten von satgar:

Daher stellt sich die Frage: warum driften seit dem Löhne und Renten so weit auseinander? Warum haben Sie sich vom BIP entkoppelt? Und wenn es wirklich eine Kausalität zur deutschen Einheit gab, und nicht nur eine Korrelation, dann stellt sich die Frage: was ist da genau passiert? Wieso soll die Deutsche Einheit dieses Ergebnis hervorgebracht haben, dass man BIP von Löhnen und Renten trennen (musste)?

Eventuell hat die Einheit ja etwas gekostet?! Ich behaupte ja nicht, dass es so war. Aber es könnte ja eventuell so sein. Möglicherweise war das auch gar nicht so wenig.

Immerhin hatten plötzlich viel mehr Menschen Anspruch auf Leistungen, die nie etwas dafür getan hatten.

 

Dass irgendeine Mafia plötzlich beschlossen haben soll, dass Arbeitnehmer nicht mehr Lohn fordern sollen, wie uns der Artikel glaubhaft machen möchte, halte ich jedenfalls für ein Gerücht.

 

Im übrigen bestreitet ja niemand, dass das Vermögen in Deutschland ungleich verteilt ist. Du beweist also Dinge, die überhaupt nicht strittig sind. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 12 Minuten von Schwachzocker:

Dass irgendeine Mafia plötzlich beschlossen haben soll, dass Arbeitnehmer nicht mehr Lohn fordern sollen, wie uns der Artikel glaubhaft machen möchte, halte ich jedenfalls für ein Gerücht.

Es waren halt schrittweise politische Reformen, die dazu geführt haben. Dazu braucht es keine böse Mafia. Sondern einfach interessengeleitete Politik. Welche Interessen das aber jeweils sind, darüber kann man sich ja eben unterhalten. Sind es die des normalen Arbeiters, Arbeitnehmers und Rentners? Oder sind es eben die von Spitzenverdienern und Vermögenden und damit auch vielfach Firmeninhabern. Die Zahlen geben zumindest Hinweise darauf, welche Lobby hier stärker ist. Die Gruppe Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e. V., heute als "die Familienunternehmer" bekannt, sind da zumindest sehr einflussreich. Und die Finanzlobby als größte Organisation ohnehin.

 

Man kann dazu auch die KI befragen, was die so denkt. Die hat Ansätze wie "Die Rentenreform 1992", "Globalisierung und beginnende Tarifflucht" oder auch

"Anstieg der Sach- und Vermögenseinkommen

Verschiebung der Volkseinkommen: Ab den späten 1980er und frühen 1990er Jahren veränderten sich die Verteilungsprozesse. Während das BIP wuchs, floss ein immer größerer Teil dieser Wirtschaftsleistung in Unternehmensgewinne und Vermögenseinkommen (Kapital) statt in die Arbeitnehmerentgelte (Löhne). Die sogenannte Lohnquote – der Anteil der Löhne am Gesamteinkommen – begann zu sinken." Und genauer dazu nachgefragt sagt, z.B. im Hinblick auf die Kosten/Lasten durch die Wiedervereinigung, die KI:

 

"Verschiebung der Einkommensarten

Vom steigenden BIP profitierten in den 1990er Jahren vor allem die Unternehmens- und Vermögenseinkommen, während die Reallöhne stagnierten. Wenn die Gewinne der Unternehmen steigen, wächst das BIP. Wenn dieses Geld aber reinvestiert oder an Aktionäre ausgeschüttet wird, statt in höhere Löhne zu fließen, entkoppelt sich das BIP von der Lebensrealität der Arbeitnehmer und Rentner.

Kurz gesagt: Das BIP stieg, weil viel Geld bewegt und umgesetzt wurde. Die Lasten bestanden darin, dass dieses Geld den Arbeitnehmern über Abgaben entzogen wurde, um den wirtschaftlichen Umbruch im Osten zu finanzieren, anstatt die heimischen Löhne und Renten steigen zu lassen."

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Schwachzocker
Gerade eben von satgar:

Es waren halt schrittweise politische Reformen, die dazu geführt haben. Dazu braucht es keine böse Mafia. Sondern einfach interessengeleitete Politik. Welche Interessen das aber jeweils sind, darüber kann man sich ja eben unterhalten....

Ja, man musste die deutsche Einheit finanzieren, und dafür brauchte man Geld. Das war das Interesse.

 

vor 1 Minute von satgar:

Die Zahlen geben zumindest Hinweise darauf, welche Lobby hier stärker ist. ...

So ist es! Das ist ja mein Reden. Geld ist Macht!

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satgar
vor 1 Minute von Schwachzocker:

So ist es! Das ist ja mein Reden. Geld ist Macht!

Dann sind wir ja endlich einer Meinung, dass das entmachtet werden muss! Sehr gut! Mehr Geld darf eben nicht mehr Macht bedeuten. Und Ende :-)

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 8 Minuten von satgar:

Dann sind wir ja endlich einer Meinung, dass das entmachtet werden muss! Sehr gut! Mehr Geld darf eben nicht mehr Macht bedeuten. Und Ende :-)

Doch, doch, das darf so sein.

Aber man kann es auch ändern: Man zieht einfach das Gesamtvermögen ein und verteilt es dann gleichmäßig unter den Menschen. Da die Bürger in Deutschland insgesamt über geschätzte 14 Billionen an Geld- und Sachwerte verfügen, bekommt jeder ca. 170k. Und alles wird gut.

Wir machen einfach ein entsprechendes Gesetz, oder?

Oder habe ich da jetzt etwas Entscheidendes vergessen? 

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satgar
Gerade eben von Schwachzocker:

Doch, doch, das darf so sein.

Aber man kann es auch ändern: Man zieht einfach das Gesamtvermögen ein und verteilt es dann gleichmäßig unter den Menschen. Da die Bürger in Deutschland insgesamt über geschätzte 14 Billionen an Geld- und Sachwerte verfügen, bekommt jeder ca. 170k. Und alles wird gut.

Wir machen einfach ein entsprechendes Gesetz, oder?

Oder habe ich da jetzt etwas Entscheidendes vergessen? 

euuuuuu. Und ich dachte, ich hatte einen Anflug von Ernsthaftigkeit bei dir verspürt. Aus der Traum..

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Schwachzocker
vor 2 Minuten von satgar:

euuuuuu. Und ich dachte, ich hatte einen Anflug von Ernsthaftigkeit bei dir verspürt. Aus der Traum..

Nein, da hast Du etwas falsches verspürt. 

Ich hingegen dachte, Du machst Scherze. Aber auch das war wohl ein Traum.

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Nachdenklich
vor 59 Minuten von satgar:

Dann sind wir ja endlich einer Meinung, dass das entmachtet werden muss! Sehr gut! Mehr Geld darf eben nicht mehr Macht bedeuten. Und Ende :-)

Du driftest schon wieder in einen Bereich, der hinter die Brandmauer gehört!

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t.klebi
vor einer Stunde von satgar:

Das wird aber in Form des Existenzsminimums festgelegt und ist vom BVerfG so gesichert.

Löhne und Gehälter orientieren weitestgehend an der Marktwirtschaft. Das sogenannte "Existenzminimum" wird hingegen politisch gesteuert. 

 

Wenn dann Lohn/Gehalt für einfache ungelernte Tätigkeiten unter dem Strich zu einem geringeren Gesamteinkommen, als die Sozialhilfe führt, ist die Wahl für viele Leute klar. Da siegt der Pragmatismus. Darüber hinaus versteht jeder Opportunitätskosten, auch wenn er den Begriff nicht kennt. Deren Rechnung läuft dann so:
Regelbedarf + Wohnung = 1.300 €
vs.

Nettolohn Vollzeit abzgl. Mobilitätskosten Wohnung/Arbeit + Wohngeld = 1.500 €

macht

(1.500-1.300)/173 = 1,16 €/h

 

Für 1,16 € Stundenlohn versaue ich mir doch nicht den Tag. Das vergünstigte oder gar kostenlose Freibad ruft. 

 

vor 1 Stunde von satgar:

Ich teile die Haltung auch nicht, die Leute unten nur noch weiter runter drücken zu machen, damit der Abstand zu denen darüber gewahrt bleibt. Ist der völlig falsche Ansatz mMn.

Sozialhilfe muss auf ein Niveau herunter, damit sie diesen Namen auch verdient. Es darf keinen Spaß machen, Sozialhilfe zu beziehen. 
Aktuell lachen viele Sozialhilfeempfänger, die Arbeitnehmer aus.

Die Fehlanreize sieht man schön an Pärchen, die beide Sozialhilfe beziehen. Ich kenne einige solcher Leute. Alle (!) haben jeweils eine eigene Wohnung. Bezahlt schließlich das Amt. 

Es finden komischerweise auch alle Leute Arbeit, wenn es keine Sozialhilfe mehr gibt, z.B. wenn der Partner genug verdient. 
 

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GuyInborito
· bearbeitet von GuyInborito
vor 1 Stunde von t.klebi:

Ich empfinde das System ebenfalls als kaputt und kaum noch vermittelbar. Allerdings aus völlig anderen Gründen. :-*

Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite

jemand, der niemals in seinem Leben auch nur eine einzigen Tag gearbeitet hat, eine lebenslange Grundsicherung auf einem Niveau erhält,
welche auf der anderen Seite

das Rentenniveau + Grundrente einer Vollzeitarbeitskraft im Niedriglohnsektor übersteigt. 

 

Nicht das Renten-/Lohnniveau ist zu niedrig, sondern das Sozialleistungsniveau zu hoch. 

Seh ich auch so. Die Anreize sind völlig falsch gesetzt. Die Sozialleistungen sollten an Beitragsjahre gekoppelt sein und der Zugang stark begrenzt werden. Ich sehe nicht warum die Leistungsträger die Leibeigenen der Nichtleister sein sollen. 

 

@t.klebi hat in seiner Rechnung noch die Krankenversicherung vergessen auf die ein Empfänger ja auch Anspruch hat. Dann dreht sich seine Rechnung sogar ins negative. Dazu müssen die Jobcenter Mitarbeiter ja auch bezahlt werden die sich kümmern. Da sind die 1300€ viel zu optimistisch. Das doppelte kommt wohl eher hin.

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 12 Minuten von Nachdenklich:

Du driftest schon wieder in einen Bereich, der hinter die Brandmauer gehört!

Das musst du schwachzocker sagen. Nochmal!

vor 11 Minuten von t.klebi:

Für 1,16 € Stundenlohn versaue ich mir doch nicht den Tag.

Welcher Satz wäre deiner Meinung nach denn dann nötig, damit es sich anfängt zu lohnen? Und in welcher deutschen Stadt mit Miete lässt sich das überhaupt praxis- und lebensnah in EUR darstellen? An Wohnen (also mit dem Mietniveau) und Heizung kann man immerhin wenig drehen. Bleibt realistischerweise dann nur der Regelsatz. Also runter auf 200 EUR damit? Oder gleich so Verpflegungsgutscheine pro Tag wie bei Edenred und Sudexo bei Arbeitnehmern? 7,67 EUR den Tag fürs Essen ^^. Im Gefängnis wird, glaub ich, nur 4,30 EUR pro Tag an Essen eingeplant als Budget.

 

Im Durchschnitt liegt der Satz für Grundsicherung wohl bei 1000-1100 EUR für nen Single in DE, je nach Stadt. Inkl. den 563 EUR Regelsatz,  Damit das mit dem Stundensatz also attraktiv wird, muss man da erheblich absenken. Damit das aber geht, müssen wir halt das mit dem BVerfG lösen. Das könnte durch eine Verfassungsanpassung mit 2/3 Mehrheit im Bundestag gemacht werden. Ist das realistisch? nein.

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t.klebi
vor 6 Minuten von satgar:

Im Durchschnitt liegt der Satz für Grundsicherung wohl bei 1000-1100 EUR für nen Single in DE

Und in einer Großstadt bei 1.300 € und mehr. 

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Nachdenklich
Gerade eben von GuyInborito:

Die Sozialleistungen sollten an Beitragsjahre gekoppelt sein und der Zugang stark begrenzt werden.

Nunja, wollen wir es mal nicht übertreiben:  Das mit einer schweren Behinderung geborene Kind wird nie genügend Beitragsjahre zusammenbekommen! Wir wollen es nicht verhungern oder erfrieren lassen!

 

vor 2 Minuten von GuyInborito:

Ich sehe nicht warum die Leistungsträger die Leibeigenen der Nichtleister sein sollen. 

Und auch das ist eher eine demagogische Formulierung, die ich deutlich kritisieren möchte,

 

@satgar

Aber, wer zwei gesunde Arme und Hände hat, der sollte sich schon dafür schämen, wenn er sich seinen Lebensunterhalt von anderen finanzieren lässt. (Unabhängig davon, ob es bei der derzeitigen Gesetzeslage legal ist. Ob man sich schämt, sich schämen darf oder sich schämen sollte, ist nicht an ein Gesetz gebunden.)

Als ich vor Jahren in den USA lebte, standen dort häufig Rentner an den Kassen, die mir den Einkauf in Tragetaschen verpackt haben und dann zum Auto getragen haben. Ich brauchte und wollte das eigentlich nicht und fand es zunächst irritierend. Man gab den Helfern gewöhnlich dafür einen Dollar.

Ich fand das nicht unwürdig - und die Rentner auch nicht.

 

Nicht, daß ich genau solche Verhältnisse hier haben möchte ( @satgar  ich möchte nicht daß Du mich da mißverstehst) - aber so lange man es kann, sollte man für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen!

Ich hatte Respekt vor diesen Herrschaften (ich bezeichne sie bewußt als Herrschaften) - mehr als vor Menschen, die einen Arbeitsplatz haben, ihn aber bewußt und ohne Not aufgeben, weil sie mit den Leistungen unseres Sozialstaats über die Runden kommen. (Zumindest bis zum Beginn der regulären Rente?)

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satgar
vor 3 Minuten von t.klebi:

Und in einer Großstadt bei 1.300 € und mehr. 

in München sogar zwischen 1600 und 1700 EUR.

 

911 EUR maximale Miete

563 EUR Regelsatz

Heizkosten 100-200 EUR

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Schwachzocker
vor 8 Minuten von satgar:

Welcher Satz wäre deiner Meinung nach denn dann nötig, damit es sich anfängt zu lohnen?...

Das ist doch völlig egal, weil de facto der Arbeitnehmer selbst bestimmt, ab wann sich Arbeit für ihn lohnt.

Wenn ich für ein Nettogehalt von 1500 Euro arbeiten sollte, hätte der Arbeitgeber nicht viel Freude mit mir. Der wird mich dann alsbald wieder entlassen. Dafür würde ich schon sorgen.

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t.klebi
vor 11 Minuten von satgar:

Welcher Satz wäre deiner Meinung nach denn dann nötig, damit es sich anfängt zu lohnen?

Die Sozialhilfe darf einfach nicht bedingungslos und unbefristet gezahlt werden. Dann lohnt sich das Arbeiten von ganz allein.

Dänemark z.B. gilt als Musterbeispiel für hohe Löhne, niedrige Arbeitslosigkeit und einen starker Sozialstaat. Das haben die, weil sie nicht nur unterstützen, sondern weil ein flexibler Arbeitsmarkt den Unternehmen schnelle Einstellungen und Kündigungen ermöglicht. Strenge Kontrollen und klare Vorgaben verpflichten Arbeitslose dazu, aktiv nach Arbeit zu suchen. 

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satgar
Gerade eben von t.klebi:

Die Sozialhilfe darf einfach nicht bedingungslos und unbefristet gezahlt werden. Dann lohnt sich das Arbeiten von ganz allein.

Also eben US Verhältnisse? Bin ich absolut dagegen.

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