Holgerli 20. Oktober vor 8 Minuten von reko: richtig. Selbst zu produzieren ist aber nur sinnvoll, wenn wir es zu wettbewerbsfähigen Kosten tun können. Nur dann wird das BIP verbessert. Können wir doch: Immer mehr große Freiflächenanlagen gehen auf reine Marktmechanismen und weg von der EEG-Umlage. Selbst Dachanlagen bekommen nur noch max. 12ct/kWh und die werden gebaut wie sonst was. Die beiden Grafiken sind aus einem anderen Forum entliehen: Bei PV-Zubau werden wir dieses Jahr sicherlich auf 17+ GW kommen. Bei Wind auf 4,5 GW. Da muss einfach noch mehr kommen Wenn man sich den Gas- und Spritpreis anschaut ist es der totale Irrsinn weiter auf beide fossile Treibstoffe zu setzen, statt auf Strom. Beim Spritpreis auch zu beachten, dass der schon durch die Spritpreisbremse geschönt ist Beim Strom jetzt bitte nicht mit dem Märchen kommen, dass der wegen der EEs steigt. Ich glaube mit Blick nach Russland oder der Straße von Hormus weiss jeder was Sache ist. Und schaut man sich die Stromproduktion an: Mit Wind, PV und Biomasse kommen selbst an mäßigen Herbsttagen 65% der heimischen Stromproduktion aus nicht-importierten fossilen Energieträgern. Ah ja: Über 74.000km habe ich 6,15 Euro Stromkosten je 100km. Und ich fahre nicht langsam. Mach das mit Diesel, Benzin oder Gas preiswerter, ohne an der Tanke zu Bezahlen abzuhauen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 20. Oktober vor 32 Minuten von Cai Shen: Ich sehe einzig die Stromversorgung in den Wintermonaten kritisch, wenn alles von Heizung bis Mobilität über die Stromnetze geht und die benötigte Primärenergieversorgung nicht gesichert ist, weil Solarenergie bei uns naturbedingt weitgehend ausfällt. Das ist aber eher ein logistisches Problem, weit weniger dramatisch als weiter (endliche) fossile Brennstoffe zu verfeuern. Es ist kein "logistisches" Problem, sondern eine Frage von Leben und Tod. Im Winter können Menschen erfrieren, weshalb man bei dem Thema sehr vorsichtig und sachte umsteuern sollte und sicher gehen muss, dass die Versorgung jederzeit gesichert ist. Deutschland rutscht hier gefährlich ab bei der Energiesicherheit auf der Schwelle zu moderately insecure ohne AKW und zuverlässigem, günstigem Gas. https://www.adamsmith.org/the-global-energy-security-index Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von Holgerli Die Frage ist: Warum sind die Ungarn und Belgien auch nur maximal "Borderline" trotz AKWs? Und wer Frankreich "Moderately secure" wegen AKWs nennt der hat 2021/22 vergessen. Und das sichere Erdgas, woher soll das kommen? Ja, man kann viel von sicherer Atomkraft und billigem Erdgas erzählen, aber die Realität ist halt die Realität und die hört nict auf Wünsche, Träume oder die politische Weltlage. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von reko vor 1 Stunde von Holgerli: Ja, man kann viel von sicherer Atomkraft und billigem Erdgas erzählen, aber die Realität ist halt die Realität und die hört nict auf Wünsche, Träume oder die politische Weltlage. Man kann auch von Akkus träumen und die Realität hört nicht auf Wünsche. Wer so viel Solar- und Windstrom im System hat, braucht adäquates Backup. Da führt kein Weg dran vorbei. Man hat jetzt Gaskraftwerke ausgeschrieben und die CO2-Freiheit zeitlich verschoben. Dafür braucht man zwingend ausreichend Gas und LNG. Großbatterien sind als Backup völlig ungeeignet. Sie erfüllen einen ganz anderen Zweck. Auch wenn man Batteriespeicher baut, braucht man die Gaskraftwerke trotzdem. Gasspeicherfüllstand: Sollwert bis zum 1. November 80%. Aktuell 61,15 % - das ist 27 % unter dem Mittel der Vorjahre - ein riskantes Spiel. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 20 Minuten von reko: Man kann auch von Akkus träumen und die Realität hört nicht auf Wünsche. Wer so viel Solar- und Windstrom im System hat, braucht adäquates Backup. Da führt kein Weg dran vorbei. Ja, das stimmt. Nur: tust Du so alsob wir überhaupt noch kein Speicher hätten. Das stimmt nicht: - Ende 2025 waren es 25,5 GW -> https://www.pv-magazine.de/2026/01/06/weniger-neue-batteriespeicher-2025-installiert-aber-mit-mehr-kapazitaet/ - Allein 2025 wurden 6,5 GW zugebaut -> https://www.solarserver.de/2026/01/12/batteriespeicher-kapazitaet-in-deutschland-in-fuenf-jahren-verfuenffacht/ - Seit 2021 hat sich die Kapazität verfünffacht: -> https://www.solarserver.de/2026/01/12/batteriespeicher-kapazitaet-in-deutschland-in-fuenf-jahren-verfuenffacht/ - Zwischen Juli 2025 und Juni 2026 ging es um 37% oder 8GW von 21,8 auf 29,8 GW hoch -> https://www.solarserver.de/2026/07/06/batteriekapazitaet-in-deutschland-waechst-auf-298-gwh-rekordtempo-beim-speicherausbau/ - Börsen-Zeitung: "Deutschlands Batteriespeicherboom wird nicht am Kapital scheitern": Anträge für fast 900 GW Speicher liegen vor -> https://www.boersen-zeitung.de/recht-kapitalmarkt/deutschlands-batteriespeicherboom-wird-nicht-am-kapital-scheitern Wie krass die reale Entwicklung dabei ist, wie drastisch die jeweiligen Netzentwicklungspläne der realen Entwicklung angepasst werden mussten: - NEP 2021: 3,4 GW Speicher in 2035 -> https://www.pv-magazine.de/2023/05/24/netzentwicklungsplan-die-bundesnetzagentur-und-gesetzgebung-muss-den-ausbau-von-batteriegrossspeichern-erleichtern/ - NEP 2023: max. 24,2 GW in 2037 - >https://www.pv-magazine.de/2023/05/24/netzentwicklungsplan-die-bundesnetzagentur-und-gesetzgebung-muss-den-ausbau-von-batteriegrossspeichern-erleichtern/ - NEP 2025: zw. 41,1 und 94,1 GW Speicher in 2037 -> https://www.netzentwicklungsplan.de/sites/default/files/2025-04/Genehmigung Szenariorahmen 2025_0.pdf Und die NEPs inkludieren nur die Großspeicher und nicht die privaten Speicher von Privatpersonen so wie Dir. Das erklärt auch die Diskrepanz zu den oberen vier Aussagen, die auch private Speicher inkludieren. Rechnet man die dazu sind es (konservativ) eher 127 bis 150 GW in 2035. Aber da die NEPs der Realität ja massivst hinterher hinken würde ich noch von deutlich mehr ausgehen. Der NEP 2027 wird es zeigen. Fazit: Ja wir brauchen Backup, aber anders als Atomkraft (hier wird versucht ein totes Pferd wieder lebendig zu reden) und Wasserstoff (hier werden ja quasi nur Traumwelten in buntesten Farben ausgemalt), regelt beim Batteriespeicher der Markt. Anmerkung: Doppelte Links sind beabichtigt, da sie die Quelle für mehrere Aussagen sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von reko vor 3 Minuten von Holgerli: Nur: tust Du so alsob wir überhaupt noch kein Speicher hätten. Das stimmt nicht: - Ende 2025 waren es 25,5 GW Wie gesagt, nützen Batterien als Backup überhaupt nichts. Batterien können Gas sparen, aber keine Gaskraftwerke. Wir haben gerade zu wenig Gas und zu wenig Gaskraftwerke. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 2 Minuten von reko: Wie gesagt, nützen Batterien als Backup überhaupt nichts. Batterien können Gas sparen, aber keine Gaskraftwerke. Wir haben gerade zu wenig Gas und zu wenig Gaskraftwerke. Also Batterien können Gas sparen und wir haben zu wenig Gas. Und weil wir zu wenig Gas haben, das durch Batterien gespart werden kann, nützen Batterien als Backup überhaupt nichts. Is' klar. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von reko vor 5 Minuten von Holgerli: Also Batterien können Gas sparen und wir haben zu wenig Gas. Und weil wir zu wenig Gas haben, das durch Batterien gespart werden kann, nützen Batterien als Backup überhaupt nichts. Falls du bis zum 1. November für 60 Gigawattstunden (4h) Batteriespeicher incl. Netzanbindung sorgst, können wir gerne auf einen Teil des Gases verzichten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 6 Minuten von reko: Falls du bis zum 1. November für 60 Gigawattstunden (4h) Batteriespeicher incl. Netzanbindung sorgst, können wir gerne auf einen Teil des Gases verzichten. Wenn Du bis zum 1. November für die entsprechende Menge Atomstrom (das zu Recht tote Pferd) oder die ausreichende Menge Wasserstoff (der irrationale Traum) sorgst... Eigentlich zeigst Du nur eines: EEs und Speicher müssen mehr und schneller ausgebaut werden. Gas ist ein wirtschaftlicher und geopolitischer Irrweg. Wasserstoff und Atomkraft nur Nebelkerzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von reko vor 16 Minuten von Holgerli: Eigentlich zeigst Du nur eines: EEs und Speicher müssen mehr und schneller ausgebaut werden. Manche können, manche wollen es nicht verstehen. Abseits davon: Diese Akkuspeicher werden zur Arbitrage oder privat eingesetzt und sind häufig am falschen Ort, um Netzengpässe auszugleichen. Die Netzkostenabrechnung ist aktuell unbefriedigend und muss früher oder später geändert werden. Eine Änderung der Regeln ist ein Risiko für Investoren. Die unbefriedigende Systematik bremst private Investitionen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 3 Stunden von reko: Manche können, manche wollen es nicht verstehen. Der Markt versteht es, deswegen ist so eine hohe Dynamik im Stromspeicher aber nur heisse Luft beim Wasserstoff. vor 3 Stunden von reko: Die unbefriedigende Systematik bremst private Investitionen. Genau, deswegen wurden auch gewerblichen Investoren über 700GW an Speicher zur Genehmigung eingereicht. Und beim Wasserstoff? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein 20. Oktober vor 6 Minuten von Holgerli: Genau, deswegen wurden auch gewerblichen Investoren über 700GW an Speicher zur Genehmigung eingereicht. Abgesehen von der Grammatik: GW oder GWh? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 17 Minuten von Ramstein: GW oder GWh? GW. Kannst Du in dem Link der Börsenzeitung nachlesen. Wird dann 2- oder 4-Stunden-Speicher sein. Also irgendwas zwischen 1.400 GWh bis 2.800 GWh. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
vanity 20. Oktober Recht aktueller, angenehm unpolemischer Artikel zum Stand der Batteriegroßspeicher für den interessierten Laien (ingenieur.de) Erklärt u. a. auch die verwendeten Messgrößen und deren Bedeutung und ordnet die gehandelten Zahlen ein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 20. Oktober · bearbeitet 20. Oktober von reko "574 GW wurden zum Netzanschluss angefragt". Das bedeutet weder, dass der Anschluss genehmigt wird, noch dass der Batteriespeicher dann gebaut wird. Vieles davon sind Vorratsanfragen (auch wg "First come, first served"). Man weiß, dass vieles abgelehnt wird, und fragt entsprechend mehr an. Selbst wenn der Speicher genehmigt ist, bleibt offen, ob das Kapital beschafft werden kann. Wenn ein Speicher dann gebaut wird, geschieht dies meist nicht, um netzdienlich zu sein, sondern um Strompreisarbitrage zu betreiben. In der aktuellen Netzsystematik und Betriebsweise kann dieser rein marktoptimierte Einsatz sogar netzschädlich sein. Ein Akkubetreiber wird versuchen, seine gespeicherte Energie so schnell wie möglich zu verkaufen, und eben nicht auf die Netzauslastung achten und schon gar nicht auf eine Dunkelflaute warten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 20. Oktober vor 43 Minuten von reko: "574 GW wurden zum Netzanschluss angefragt". Das bedeutet weder, dass der Anschluss genehmigt wird, noch dass der Batteriespeicher dann gebaut wird. Vieles davon sind Vorratsanfragen (auch wg "First come, first served"). Man weiß, dass vieles abgelehnt wird, und fragt entsprechend mehr an. Selbst wenn der Speicher genehmigt ist, bleibt offen, ob das Kapital beschafft werden kann. Interessant wie Du hier mit zweierlei Maß misst: Bei Atomkraft und Wasserstoff ist jede noch so kleine Absichtserklärung eine Jubelmeldung. Wenn sich hingegen Investoren hinsetzen Anfragen an die Netzbetreiber ausarbeiten, also richtig Zeit und Geld investieren, dann wird das als belanglose Vorratsanfrage abgetan. vor 54 Minuten von vanity: Recht aktueller, angenehm unpolemischer Artikel zum Stand der Batteriegroßspeicher für den interessierten Laien (ingenieur.de) Cool, danke. Dann konkrete Zahlen aus 2025 mit realen Genehmigungen (Zitat aus dem Artikel): Zitat Derzeit sind nach Angaben der Bundesnetzagentur 1.292 Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene in Betrieb. Zusammen kommen sie auf rund 3,6 GW Leistung und etwa 6 GWh Speicherkapazität. (...) 2025 wurden 1.937 Zusagen für insgesamt 54,2 GW erteilt. Darunter waren auch Projekte aus früheren Antragsjahren. Schon diese 54,2 GW zeigen, wie schnell Batteriegroßspeicher vom Nischenprodukt zu einem wichtigen Teil des Stromsystems werden. (...) Nicht die Verfügbarkeit der Batterien ist das größte Problem, sondern vielerorts der Netzanschluss. (...) Warum alte Kraftwerksstandorte so begehrt sind Boxberg, Jänschwalde, Gundremmingen und Philippsburg verbindet mehr als ihre Größe: Sie liegen an bestehenden oder ehemaligen Kraftwerksstandorten. Das hat praktische Vorteile. Dort gibt es energiewirtschaftlich genutzte Flächen, Hochspannungsleitungen und Umspanntechnik. Große elektrische Leistungen wurden an diesen Standorten schon früher übertragen. Von von diesen 54GW wird der größte Teil gebaut werden. Das zeigt die Dynamik. Gut, man kann weiterhin versuchen Großspeicher kleinzureden aber der Markt zeigt halt, wo diese Reise hin geht und auch wohin nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 21. Oktober · bearbeitet 21. Oktober von reko Die meisten der angefragten Speicher werden nicht gebaut. Batteriespeicher sind gerade nur so populär, weil der Staat über eine 20-jährige Befreiung vom Netzentgelt Geschenke auf Kosten der Stromkunden verteilt. Dieses Privileg soll jedoch gestrichen werden. Nur Projekte, die eine finale Investitionsentscheidung (FID) vor dem 1. Januar 2027 nachweisen und bis August 2029 am Netz sind, behalten noch den 20-jährigen Bestandsschutz. Daher, versucht derzeit jeder, den Bestandsschutz noch schnell mitzunehmen – womit eine typische Subventionsfehllenkung entsteht. Dass die aktuell gebauten Akkuspeicher oft mehr Probleme schaffen als Nutzen bringen, wurde erkannt und deshalb wird das Netzentgelt reformiert. Durch den gewährten Bestandsschutz belasten diese Akkuspeicher die Verbraucher weiterhin über die Netzentgelte – vergleichbar mit den damaligen Kosten der EEG-Umlage. Wirklich netzdienlich wäre es, Speicher primär für eine größere Regelreserve einzusetzen, um Frequenzschwankungen im Netz gezielt abzufangen. Das aktuelle Marktdesign belohnt dies jedoch kaum. Der Energy-Only-Markt wird keinen Bestand haben. Andere Länder lösen das mit einem Kapazitätsmarkt. Ab 2032 ist auch in Deutschland der Kapazitätsmarkt geplant. Das wird das Netzentgelt weiter erhöhen. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Strom alleine nichts wert ist. Wertvoll ist es, Strom dann und dort zu haben, wenn man ihn braucht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 21. Oktober · bearbeitet 21. Oktober von reko Das meint die Wissenschaft 2026/09/22 Subventionierte Strompreise in der Kritik Zitat Die wichtigsten Institute und ihre Kernargumente 1. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesfinanzministerium (BMF) Kernaussage: Subventionen für energieintensive Branchen bergen die Gefahr, dass Wertschöpfungsketten, die langfristig in Deutschland keine komparativen Vorteile haben, künstlich mit Steuergeldern am Leben gehalten werden. Sie behindern notwendige Anpassungsprozesse. Wissenschaftlicher Beirat beim BMF (2023): Ein Industriestromtarif für Deutschland?, Stellungnahme 02/2023, Berlin. 2. DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) Kernaussage: Ein breiter subventionierter Industriestrompreis ist kein zielgenaues Instrument. Er verteilt Milliarden mit der Gießkanne, verzerrt den Wettbewerb und mindert die Transformationsanreize. Besser seien gezielte Transformationshilfen (z. B. Klimaschutzverträge) statt operativer Betriebskostenzuschüsse. Bernhardt, L. / Duso, T. / Kemfert, C. / Neuhoff, K. et al. (2023): Breiter Industriestrompreis ist kein geeignetes Entlastungsinstrument, DIW-Wochenbericht 38/2023, S. 543–551. 3. ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (Mannheim) Kernaussage: Ein subventionierter Industriestrompreis begünstigt Großverbraucher und schwächt im Gegenzug innovative und mittelständische Unternehmen, die keinen Zugang zu diesen Ausnahmen erhalten. Das dämpft Produktivitätsgewinne und Innovationen. ZEW Mannheim (2023/2024): Industriestrompreis: Risiken für Effizienz, Wettbewerb und den Mittelstand, ZEW policy brief / Analysenreihe Energieökonomik, Mannheim. 4. ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (München) Kernaussage: Präsident Clemens Fuest und ifo-Ökonomen warnen vor einer Dauersubventionierung. Wenn Strom dauerhaft knapp und teuer sei, müsse sich die Industriestruktur anpassen; Subventionen verlagern die Kosten lediglich auf die Steuerzahler und andere Sektoren. Fuest, C. (2023): Warum ein subventionierter Industriestrompreis der falsche Weg ist, ifo Standpunkt / ifo Schnelldienst, München. 5. RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (Essen) Kernaussage: Energieökonom Manuel Frondel betont, dass die hohen Kosten hausgemacht durch staatliche Umlagen und Steuern sind. Die Lösung dürfe nicht in neuen Subventionen für Großkonzerne liegen, während Haushalte und Handwerk die Differenz finanzieren müssen. Frondel, M. (2023): Subventionierter Industriestrompreis: Falsche Signale für Transformation und Verteilungsgerechtigkeit, RWI Positionspapier / RWI Essen. Ich halte das deutsche Marktdesign und die staatlichen Eingriffe für einfach nur schlecht und wundere mich, wie man so etwas so lange aufrecht erhält. Vor zwei Jahrzehnten hat man sich für einen Weg entschieden und gerät nun immer tiefer in die Krise. Die Politik scheut sich jedoch, den Wählern die Wahrheit einzugestehen und den Interessengruppen ihre Privilegien zu nehmen. 2024/12/17 Staatseingriffe sind Teil des Problems, nicht der Lösung Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 21. Oktober · bearbeitet 21. Oktober von reko Interessant finde ich, dass Tschechien und Polen bereits vor Jahren Phasenschieber-Transformatoren installiert haben und damit deutschen Strom blockieren, um die physische Belastung ihrer Netze durch deutsche Stromerzeuger zu verhindern. Erst dadurch entstand der Druck für Redispatch und weiter Backupkraftwerke. Hier als etwas positives verkauft ("wegweisende Einigung", "Meilenstein"). Im Klartext: Der grüne Strom im Norden wird nun an der Grenze blockiert und muss in Deutschland vernichtet (abgeregelt) werden, was die EEG-Umlage und die Netzentgelte für die deutschen Verbraucher massiv nach oben treibt. energiewende.bundeswirtschaftsministerium.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2014/07/Meldung/netzausbau-europa-einigung-zwischen-deutschen-und-polnischen-netzbetreibern Zitat In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder kritische Situationen bei der Stabilität des Stromnetzes gegeben. Ein Grund dafür ist, dass im Nordosten Deutschlands mehr und mehr Windräder und Solaranlagen errichtet werden. .. Der polnische Netzbetreiber muss dann zum Beispiel kurzfristig Kraftwerke abschalten. Solche Eingriffe sollen künftig möglichst vermieden werden. In Polen und Tschechien wurde damals anders darüber berichtet. In der EU spitzen sich dieses Jahr mehrere fundamentale Verteilungskämpfe und systemische Spannungen zu. Die EU-Partner sind weniger denn je bereit, die finanziellen und strukturellen Lasten des deutschen Marktdesigns mitzutragen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 21. Oktober vor einer Stunde von reko: ... Die Politik scheut sich jedoch, den Wählern die Wahrheit einzugestehen und den Interessengruppen ihre Privilegien zu nehmen.... Wirtschaftsförderung halt scnr Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 21. Oktober · bearbeitet 21. Oktober von reko vor 43 Minuten von CorMaguire: Wirtschaftsförderung halt scnr deswegen: 2026/10/14 BYD plant zwei weitere Werke in Europa, Deutschland fehlt auf der Kandidatenliste vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Wirtschaftspolitik/2025/Downloads/vbw-Studie-Internationaler-Energiepreisvergleich-2.pdf Für energieintensive Betriebe (in Deutschland ca 300 bis 400): Bemerkenswert: "In Norwegen wird eine der Netzentgeltkomponenten auf Basis marginaler Netzverluste berechnet, die je nach Netzpunkt und Tageszeit variiert. Sie richtet sich nach den prognostizierten Netzflüssen und dem aktuellen Spotpreis, wodurch ein stark standort- und zeitabhängiges Preissignal entsteht." Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 21. Oktober vor 5 Stunden von reko: Ich halte das deutsche Marktdesign und die staatlichen Eingriffe für einfach nur schlecht und wundere mich, wie man so etwas so lange aufrecht erhält. Vor zwei Jahrzehnten hat man sich für einen Weg entschieden und gerät nun immer tiefer in die Krise. Die Politik scheut sich jedoch, den Wählern die Wahrheit einzugestehen und den Interessengruppen ihre Privilegien zu nehmen. 2024/12/17 Staatseingriffe sind Teil des Problems, nicht der Lösung Der Wasserstoff ist Teil dieses Problems wie man hier lesen kann: 13 Mrd Euro werden auf Steuerzahlerkosten verschwendet. Bei solchen aberwitzigen Projekten wo das Geld quasi in den Sand oder im Meer versenkt wird, braucht man sich über solche Energiebeschaffungskosten zu wundern! Und ja: Die Politik scheut sich jedoch, den Wählern die Wahrheit einzugestehen und den Interessengruppen ihre Privilegien zu nehmen. Ich würde sogar soweit gehen, dass Teile der Politik von der Kohlenwasserstoff-Lobby gesteuert sind! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 21. Oktober · bearbeitet 21. Oktober von missionE Ein erhellender, neuer Vortrag vom allseits geschätzten Energieexperten Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn zum aktuellen Stand der Energiewirtschaft & Wirtschaft allgemein. Er verwendet nicht mehr den Primärenergieverbrauch, sondern wie vom Umweltbundesamt verlangt, den Bruttoendenergieverbrauch, bei dem die Wirkungsgradverluste der Prosperitäts- und Wohlstandsenergien z.B. bei Strom aus Kohle schon abgezogen sind, um das Ganze vergleichbarer zu machen. Die Zahlen sind dennoch für Energiewendler einfach nur schockierend. Bioenergie lässt sich kaum steigern und die CO2 frei verbrauchte Bruttoendenergie ist seit 2005 im Großen und Ganzen unverändert und dafür wurden Abermilliarden ausgegeben (550 Mrd. EUR + X seit 2005). An anderer Stelle zeigt er den dramatischen Rückgang der energieintensiven Industrien, die natürlich nicht wirklich verschwinden, sondern nur woanders hergestellt werden. So stieg z.B. die Autoproduktion weltweit von 2015 auf 2025 ebenso wie die chemische Industrie, aber nicht in Dtl. https://www.youtube.com/watch?v=yQdTSBHj8wk Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 21. Oktober Zitat ...vom allseits geschätzten Energieexperten Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn... Da sprich bitte nur für Dich. "allseits" inkludiert mich DEFINITIV nicht. Für mich ein Experte des 20. Jahrhunderts, der die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr versteht/nicht verstehen will. Er gehört für mich zu der Riege der "alten, weissen Männer" der deutschen Wirtschaft, die mit einem "weiter so wie bisher" das Land komplett ins Abseits fahren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tatsächlich 21. Oktober Vor allem ist der Ökonom und kein Naturwissenschaftlicher oder aus dem technischen Bereich - gut reden kann er natürlich - von daher glauben dem natürlich die Menschen, die für gestern sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag