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Anja Terchova

Israel greift Schiffskonvoi mit Hilfsguetern fuer Gaza an

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fireball
· bearbeitet von fireball

Ich wusste das du mir damit kommst. Prisenrecht <_<

 

Du schreibst ja selber außerhalb neutraler Hoheitsgewässer, wenn wir uns jetzt anschauen das Sie innerhalb der AWZ von Ägypten gefahren sind zudem ich mich nicht erinnern kann das Israel im Kriegszustand ist,(Krieg gegen den Terrorismus :lol:) den nur dann dürfte das Prisenrecht herangezogen werden, ist das ganze doch eher fraglich ob dieses Recht anwendbar ist, hier werden sich aber kompetentere Stellen darum streiten.

 

Bin mal gespannt wann die Araber jedes Schiff der Israelis aufbringen, sind doch auch im Krieg gegen den Terrorismus :dumb:

 

Schnitt (lassen wir mal die obere Argumentation falsch sein)

Auch ist fraglich ob die Seeblockade überhaupt mit diesen mitteln verhältnismäßig ist, was durch die Tatsache von Toten natürlich eher negativ für Israel ausgelegt wird (m.M) ein abdrängen etc. wäre wohl angebrachter gewesen wenn überhaupt.

 

Nächster Schnitt (Du hast recht und das Prisenrecht hat Rechtsbestand)

Wenn dem so ist, warum fordert die UN die Herausgabe der Hilfsgüter etc. den nach Prisenrecht würde nur Israel darüber zu entscheiden haben.

 

m.M nach ist Fakt Israel ist hier auf eine klugen Schachzug hereingefallen und hat hier einen schweren Fehler begangen.

Freuen tue ich mich schon auf die nächste Anne Will Hart aber Fair mit unserem Carlo Pinkel und wie er wieder Israel als Opfer darstellt, dieses Mal sind sie einfach eindeutig zu weit gegangen.

 

 

Und nun noch kurz zu dem Video, glaubt jemand ernsthaft das es das zeigt was vorgefallen ist ? Erstens stellt sich die Frage woher kommt es und zweitens warum sind solche unsäglichen Schnitte im Video.

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obx

Ich wusste das du mir damit kommst. Prisenrecht <_<

 

Du schreibst ja selber außerhalb neutraler Hoheitsgewässer, wenn wir uns jetzt anschauen das Sie innerhalb der AWZ von Ägypten gefahren sind zudem ich mich nicht erinnern kann das Israel im Kriegszustand ist,(Krieg gegen den Terrorismus :lol:) den nur dann dürfte das Prisenrecht herangezogen werden, ist das ganze doch eher fraglich ob dieses Recht anwendbar ist, hier werden sich aber kompetentere Stellen darum streiten.

Ich weiß, egal wie man es dreht... Es lässt sich alles so argumentativ drehen wie man es halt gerade für am besten hält. Abgesehen davon halte ich es aber nicht für zwingend das die Blockade wirklich Krieg als "ausgebrochen" als Vorraussetzung enthält. Immerhin existiert die Blockade nicht erst seit diesem Konvoi sondern schon länger. Ferner gab es eine Blockade auch unter UN-Mandat, strenggenommen gab es da ja auch keinen Krieg.

 

Ich geb Dir allerdings recht das Israel sich nicht unbedingt intelligent angestellt hat. Für diesen Fall hätte Israel durch einen richtigen Plan gerüstet sein müssen und besonnener reagieren müssen. Es ist einfach dilettantisch auf welche Art Israel in diese Falle getreten ist.

 

Trotzdem finde ich persönlich das Vorgehen Israels legitim. Es werden nunmal auch auf diesem Wege, und das ist ja unbestritten, Waffen nach Palästina geschleust. Das Israel hier versucht auszuschließen, dass Waffen ausgerechnet in den Gazastreifen gelangen, finde ich nachvollziehbar. Vor dem Hintergrund, dass immer und immer wieder Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert werden besonders.

 

Auch musst Du zumindest zugestehen, dass die Israelis angeboten haben, einen israelischen Hafen anzulaufen und die Güter auf dem Landweg nach Gaza zu bringen. Vor diesem ganzen Hintergrund finde ich dieses Angebot okay.

 

Bevor wir uns beide wieder in die Haare kriegen fireball :rolleyes: , wegen Chemstudent und seiner Frage bzgl. Hoheitsgewässer vor dem Gazastreifen. Gaza müsste doch völkerrechtlich Staatsgebiet Israels sein, oder irre ich mich da????? Dann wären die Gewässer vor Gaza Hoheitsgebiet Israels...?!

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fireball
· bearbeitet von fireball

Ich hoffe doch das wir uns nicht in den Haaren haben, habe schon so wenige, die kann ich für sowas nicht opfern :lol:

 

Punkt 1 wusste Israel mit 100% Sicherheit schon bevor die Schiffe ausgelaufen sind was die geladen hatten.

Punkt 2 ein UN Mandat ist halt etwas anderes als Prisenrecht, bzw die Anwendung diesem unter Kriegsrecht bzw. Zustand.

Punkt 3 es geht nicht unbedingt um Legitimität (Ausschluss der Rechtmäßigkeit) für Israel sondern darum das Israel hier Menschenleben auf dem Gewissen hat die nicht in kriegerischer Absicht diese Aktion durchgeführt haben, sonst hätten sie den Heli runtergeholt bzw. Abwehrmaßnahmen getroffen das die Leute erst gar nicht aufs Schiff kommen, ich denke hier an Stacheldrahtnetze Wassersprinkler die ein entern des Schiffes deutlich erschweren bzw. vereiteln etc. (nix anders was Containerschiffe derzeit in anderen Regionen dieser Erde machen)

 

Natürlich hat Israel das angeboten, dieses Angebot wäre auch angenommen worden nach einem Abdrängen der Schiffe, hier ging es um Provokation nix anderes. Allerdings ins Provokation noch lange keine Rechtfertigung für Tote, siehe mein nicht ganz passender aber trotzdem richtiger Vergleich mit den Mai Aktionen einiger Spinner hier in Deutschland.

 

So nun zu Chemstudent, sorry hatte ich überlesen allerdings habe ich darauf leider auch keine Antwort. Ich würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch behaupten das selbst die die das ganze ausgehandelt haben es nicht beantworten können.

Der einzige Hafen im Gaza-Streifen gehört derzeit nicht zu Israel, und wird auch nicht kontrolliert von ihnen seit dem abzug aus dem Gaza Streifen, dementsprechend könnte man auslegen das es sich um deren Hoheitsgebiet handelt, ein völkerrechtliches Staatsgebiet gibt es aber meines Wissens überhaupt nicht.

Ich werde mal versuchen in Hamburg aktuelle Seekarten anzufordern ich glaube allerdings das ich da nicht weit kommen werde interessieren würde es mich allerdings schon sehr.

 

Denn wenn dann könnte es sein das, dass Prisenrecht wiederum nicht angewendet werden kann da es sich ja um keine neutrale Zone handeln würde....

 

Zum Hafen, der ist zwar echt klein, (hat jemand hier google earth und könnte mal einen Strich um den Hafen legen von 24 sm ? )

würde aber eigentlich eine Basislinie bilden von der aus die 12 bzw 24 sm Zone für Gaza herrühren könnte, Fragen über Fragen.

 

Aber egal, das Fazit muss lauten Israel hat sich provozieren lassen und ist in die Falle gegangen, und wird dafür einiges an Standing kurz und mittelfristig verlieren.

2tens wir werden eine Menge Spaß in den öffentlich rechtlichen Sendern auf div. Talkshows haben mit Scholl Latour, Paolo Pinkel und 1-2 linken Abgeordneten, ich freu mich drauf.

 

 

Edit.

Obwohl es sich um zwei Gebiete mit demselben völkerrechtlichen Status handelt, die beide komplett von Israel abhängig sind, wird der Gazastreifen von den Israelis quasi als (nicht mehr besetztes) Ausland behandelt. Hier könnte man eine schlüssige Begründung finden wenn man den wollte die leider gegen deine Argumente spricht OBX :P

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Chemstudent

So nun zu Chemstudent, sorry hatte ich überlesen allerdings habe ich darauf leider auch keine Antwort. Ich würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch behaupten das selbst die die das ganze ausgehandelt haben es nicht beantworten können.

Der einzige Hafen im Gaza-Streifen gehört derzeit nicht zu Israel, und wird auch nicht kontrolliert von ihnen seit dem abzug aus dem Gaza Streifen, dementsprechend könnte man auslegen das es sich um deren Hoheitsgebiet handelt, ein völkerrechtliches Staatsgebiet gibt es aber meines Wissens überhaupt nicht.

Ich werde mal versuchen in Hamburg aktuelle Seekarten anzufordern ich glaube allerdings das ich da nicht weit kommen werde interessieren würde es mich allerdings schon sehr.

 

Denn wenn dann könnte es sein das, dass Prisenrecht wiederum nicht angewendet werden kann da es sich ja um keine neutrale Zone handeln würde....

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

 

a ) Der Konvoi hätte planmäßig israelisches Hoheitsgebiet befahren. In diesem Fall hat Israel Mist gebaut, denn sie hätten den Konvoi ja im eigenen Hoheitsgebiet abfangen können.

 

b ) Der Konvoi hätte nie israelisches Hoheitsgebiet befahren.

-> Israel befindet sich im Krieg mit der Hamas, eine Seeblockade ist damit rechtens und damit die Durchsetzung des Prisenrechts.

 

So simpel, wie der Fall mit Verweis auf "internationale Gewässer" beurteilt (und Israel verurteilt) wird, ist es schlichtweg nicht.

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obx

Ich hoffe doch das wir uns nicht in den Haaren haben, habe schon so wenige, die kann ich für sowas nicht opfern :lol:

 

Punkt 1 wusste Israel mit 100% Sicherheit schon bevor die Schiffe ausgelaufen sind was die geladen hatten.

Punkt 2 ein UN Mandat ist halt etwas anderes als Prisenrecht, bzw die Anwendung diesem unter Kriegsrecht bzw. Zustand.

Punkt 3 es geht nicht unbedingt um Legitimität (Ausschluss der Rechtmäßigkeit) für Israel sondern darum das Israel hier Menschenleben auf dem Gewissen hat die nicht in kriegerischer Absicht diese Aktion durchgeführt haben,

Das Problem an der ganzen Sache ist natürlich das wir nicht wissen wie es en detail abgelaufen ist. Ich möchte das Verhalten mal auf das herunterbrechen, wovon ich denke das ich Dich richtig verstanden habe.

 

Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Kann ich das so als Deine, zugegeben nachvollziehbare und schlüssige Konsequenz, Auffassung verstehen?

 

Ich hingegen tendiere mehr zu einem "exzessiven Notwehrrecht"... Ich weiß das ich Dir das nicht erklären muss :D Das Prisenrecht ist als Völkergewohnheitsrecht anerkannt und Israel durchaus legitimiert, seine Interessen an einem friedlichen Zusammenleben mithilfe einer angestrebten Durchsuchung des Schiffes durchzusetzen.

 

Trotzdem möchte ich Dir gerne beipflichten: Moralisch war der Akt von Israel verwerflich, wenn auch er in meinen Augen rechtmäßig und mit Gewohnheitsrecht vereinbar war. Und, dieser Akt war vorallem alles andere als dienlich. Denn Israel bringt vor allem die islamischen und europäischen Medien gegen sich auf.

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fireball
· bearbeitet von fireball

So nun zu Chemstudent, sorry hatte ich überlesen allerdings habe ich darauf leider auch keine Antwort. Ich würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch behaupten das selbst die die das ganze ausgehandelt haben es nicht beantworten können.

Der einzige Hafen im Gaza-Streifen gehört derzeit nicht zu Israel, und wird auch nicht kontrolliert von ihnen seit dem abzug aus dem Gaza Streifen, dementsprechend könnte man auslegen das es sich um deren Hoheitsgebiet handelt, ein völkerrechtliches Staatsgebiet gibt es aber meines Wissens überhaupt nicht.

Ich werde mal versuchen in Hamburg aktuelle Seekarten anzufordern ich glaube allerdings das ich da nicht weit kommen werde interessieren würde es mich allerdings schon sehr.

 

Denn wenn dann könnte es sein das, dass Prisenrecht wiederum nicht angewendet werden kann da es sich ja um keine neutrale Zone handeln würde....

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

 

a ) Der Konvoi hätte planmäßig israelisches Hoheitsgebiet befahren. In diesem Fall hat Israel Mist gebaut, denn sie hätten den Konvoi ja im eigenen Hoheitsgebiet abfangen können.

 

b ) Der Konvoi hätte nie israelisches Hoheitsgebiet befahren.

-> Israel befindet sich im Krieg mit der Hamas, eine Seeblockade ist damit rechtens und damit die Durchsetzung des Prisenrechts.

 

So simpel, wie der Fall mit Verweis auf "internationale Gewässer" beurteilt (und Israel verurteilt) wird, ist es schlichtweg nicht.

 

 

Doch so einfach ist es Chemstudent,

 

den einen Angriff in diesem Format im int. Gewässer ist in diesem Fall zu verurteilen, da klar bei Toten ein intensiver Exzess vorliegt, da (bisher) keine seriöse Quelle davon ausgeht das die Aktivisten das Feuer eröffnet haben. Und selbst wenn nicht, dann hat Israel zumindest gegen die Genfer Konvention verstoßen.

 

Punkt 2 egal wie hätte das Schiff zumindest kurzzeitig Israelisches Hoheitsgewässer erreicht, in dem sie natürlich das Recht gehabt hätten Zollkontrollen durchzuführen, aber auch hier nur mit notwendigen Mitteln, also nicht erschießen von nicht mit Schusswaffen bewaffneten Personen.

 

OBX Notwehrrecht ? da komme ich jetzt nicht mit, egal trifft der Notwehrexzess zu.

Sie hätten ja in ihren Gewässern eine Durchsuchung durchführen können, aber nicht in dieser Art und Weise wie sie es getan haben, sehen sogar einige israelische Medien so.

Der Mob wollte uns lynchen, hat uns mit Schweizer Armeemessern, Scheren und Pfefferspray angegriffen", erzählt Y.

Quelle Pressekonferenz in Aschdod

 

Wow ein Elitesoldat der IDF kann sich gegen jemand mit einer Schere nur mit Waffengewalt verteidigen ? Und wie passt die Aussage dazu das sie nur mit Paintball Waffen ausgerüstet waren :-

Mann früher waren die besser vorbereitet und schlüssiger in ihren Aussagen.

 

Ach schau jetzt ist alles klar....

Die Zeitung "Jedioth Ahronoth" erklärte das Versagen der Propagandamaschine mit einer Reise des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu: Da der zum Zeitpunkt der israelischen Kommando-Aktion mit großer Entourage in Kanada auf Staatsbesuch gewesen sei, seien die besten Spin-Doktoren außer Landes gewesen und hätten so den Schaden nicht eindämmen können.

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Chemstudent

Doch so einfach ist es Chemstudent,

 

den einen Angriff in diesem Format im int. Gewässer ist in diesem Fall zu verurteilen, da klar bei Toten ein intensiver Exzess vorliegt, da (bisher) keine seriöse Quelle davon ausgeht das die Aktivisten das Feuer eröffnet haben. Und selbst wenn nicht, dann hat Israel zumindest gegen die Genfer Konvention verstoßen.

Nunja...auf entsprechenden Videos ist immerhin die deutlcieh Gewaltanwednung gegenüber den Soldaten zu sehen.

Aber abgesehen davon sind das zwei paar Schuhe: Einmal die Frage ob die Aktion als solche rechtmäßig war, und die zweite Frage, ob die Durchführung der Aktion in diesem Ausmaße rechtmäßig war, oder ob hier die Soldaten und / oder Führungspersonen überreagiert / falsch reagiert haben.

 

Daher ist es eben definitiv nicht so einfach, Israel hier die Schuld zu geben, ohne wirklich genauerer Fakten zu kennen.

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obx

Nunja...auf entsprechenden Videos ist immerhin die deutlcieh Gewaltanwednung gegenüber den Soldaten zu sehen.

Aber abgesehen davon sind das zwei paar Schuhe: Einmal die Frage ob die Aktion als solche rechtmäßig war, und die zweite Frage, ob die Durchführung der Aktion in diesem Ausmaße rechtmäßig war, oder ob hier die Soldaten und / oder Führungspersonen überreagiert / falsch reagiert haben.

 

Daher ist es eben definitiv nicht so einfach, Israel hier die Schuld zu geben, ohne wirklich genauerer Fakten zu kennen.

Fakt ist das über den Seeweg Waffen nach Gaza geschleust worden sind. Fakt ist auch das Israel aus diesem Grunde eine Seeblockade angeordnet hat. Fakt ist auch, dass dieser Konvoi gegen die Seeblockade gerichtet war. Fakt ist ebenso das die Schiffe wiederholt aufgefordert worden sind Durchsuchungen zuzulassen. Fakt ist das die Schiffe sich diesem widersetzt haben und israelische Hoheitsgewässer durchkreuzen wollten.

 

Im Rahmen dieser Seeblockade war das Vorgehen Israels nach dem Priesenrecht, was Gewohnheitsrecht ist, rechtmäßig. Ein richtiger Krieg muss nicht mal stattfinden. Die Blockade Kubas wurde auch auf dieses Gewohnheitsrecht in int. Gewässern gestützt.

 

Was dann genau vorgefallen ist ist offen, da bin ich bei Chemstudent. Ich persönlich erkenne aus dem Video das Soldaten angegriffen und direkt nach Abseilung einer über die Reeling geworfen worden ist. Irgendwelchen linken Abgeordneten, die zur Zeit unter Deck waren und von nichts etwas mitbekommen haben, schenke ich jedenfalls keinen Glauben. Ob es auch wirklich so vorgefallen ist mag ich nicht zu beurteilen.

 

Fakt ist aber auch, dass vor dem Hintergrund ständiger Angriffe mit Raketen aus Gaza und Libanon und dem nachgewiesen immer wieder vorgekommenen Waffentransporten in der Vergangenheit, Israel ein berechtigtes Interesse daran hat, eine Seeblockade einzurichten.

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berliner
· bearbeitet von berliner

In einem Kompromiss kann man natürlich nicht seine Maximalforderungen durchsetzen, im Idealfall trifft man sich irgendwo in der Mitte. Aber es gibt eben auch eine Minimalforderung die erfüllt werden müssen, damit ein Kompromiss akzeptabel ist.

 

Hier muß ich dir mal auf die Sprünge helfen. Die derzeitige, offiziell gewählte palästinensische Regierung stellt Maximalforderungen, nämlich die Abschaffrung des Staates Israel. Wo siehst du da Raum für einen Kompromiß, so lange die davon nicht abrücken?

 

Klar waren die Isrealis auch fleissig und haben das Land entwickelt, aber man darf auch nicht vergessen das sie dabei viel Hilfe aus Europa und Amerika hatten, welche die Palästinenser in dem Umfang nie erhalten haetten. Zudem hatten die Isrealis als Einwanderer meist auch mehr finanzielle Mittel als die Palästinenser. Das kann man also nicht vergleichen.

 

Doch, das kann man vergleichen. Warum haben denn die Palästinenser nicht die gleiche Hilfe erhalten? Haben Saudi-Arabien, Quater, Oman, Kuweit, Iran, VAE nicht genug Milliarden? Die erkennen alle Israels Existenzrecht nicht an. Saudi-Arabien z.B. (und vermutlich die anderen auch) hält immer noch die Kriegserklärung gegenüber Israel aufrecht. Aber wo ist deren Unterstützung für die Palästinenser beim Aufbau des Landes? Wenn die sich dort irgendwie engagieren, dann aber immer mit eindeutiger Bevorzugung ideologischer Hardliner.

 

Und selbst mit materieller Unterstützung bezweifle ich, daß man eine vergleichbare Aufbauleistung hingekriegt hätte. Israel ist im Grunde eine europäische Ausgründung und hatte von Anfang an jede Menge technisch-wissenschaftliches Know-How und auch das Wissen, wie man einen Staat organisiert. Da tut sich die arabische Welt immer noch schwer.

 

Die Palästinenser kommen immer noch nicht dahinter, daß ihre arabischen Nachbarn keine guten Freunde sind. Sie täten besser daran, sich mit Israel zu arrangieren. Das Land hat als technisch-wissenschaftlich-ökonomischer Wachstumskern viel größeres Potential als irgendein anderes Land in der Region. Da sollten sich die Palästinenser dranhängen.

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Anja Terchova

Auch musst Du zumindest zugestehen, dass die Israelis angeboten haben, einen israelischen Hafen anzulaufen und die Güter auf dem Landweg nach Gaza zu bringen. Vor diesem ganzen Hintergrund finde ich dieses Angebot okay.

Dann wäre aber vermutlich ein Teil der Hilfsgüter wie Fertighausteile und Zement nicht weitergeleitet worden.

 

Das der Transport dieser Hilfsgüter auf dem Landweg nicht möglich war, war ja ein Grund warum man einen Schiffskonvoi eingesetzt hat.

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obx
· bearbeitet von obx

Das der Transport dieser Hilfsgüter auf dem Landweg nicht möglich war, war ja ein Grund warum man einen Schiffskonvoi eingesetzt hat.

Das ist jetzt nicht wirklich Dein ernst :blink:

Nenne mir bitte mal ein Hilfsgut was auf dem Seeweg, aber nicht auf dem Landweg zu transportieren ist. Ich will Dir jetzt nicht zu nahe treten, aber wenn Du dieses Märchen wirklich glaubst...

 

Aus welcher Quelle kommt denn bitte diese Info????????

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akku5

Nunja...auf entsprechenden Videos ist immerhin die deutlcieh Gewaltanwednung gegenüber den Soldaten zu sehen.

Aber abgesehen davon sind das zwei paar Schuhe: Einmal die Frage ob die Aktion als solche rechtmäßig war, und die zweite Frage, ob die Durchführung der Aktion in diesem Ausmaße rechtmäßig war, oder ob hier die Soldaten und / oder Führungspersonen überreagiert / falsch reagiert haben.

 

Daher ist es eben definitiv nicht so einfach, Israel hier die Schuld zu geben, ohne wirklich genauerer Fakten zu kennen.

Fakt ist das über den Seeweg Waffen nach Gaza geschleust worden sind. Fakt ist auch das Israel aus diesem Grunde eine Seeblockade angeordnet hat. Fakt ist auch, dass dieser Konvoi gegen die Seeblockade gerichtet war. Fakt ist ebenso das die Schiffe wiederholt aufgefordert worden sind Durchsuchungen zuzulassen. Fakt ist das die Schiffe sich diesem widersetzt haben und israelische Hoheitsgewässer durchkreuzen wollten.

 

Im Rahmen dieser Seeblockade war das Vorgehen Israels nach dem Priesenrecht, was Gewohnheitsrecht ist, rechtmäßig. Ein richtiger Krieg muss nicht mal stattfinden. Die Blockade Kubas wurde auch auf dieses Gewohnheitsrecht in int. Gewässern gestützt.

 

Was dann genau vorgefallen ist ist offen, da bin ich bei Chemstudent. Ich persönlich erkenne aus dem Video das Soldaten angegriffen und direkt nach Abseilung einer über die Reeling geworfen worden ist. Irgendwelchen linken Abgeordneten, die zur Zeit unter Deck waren und von nichts etwas mitbekommen haben, schenke ich jedenfalls keinen Glauben. Ob es auch wirklich so vorgefallen ist mag ich nicht zu beurteilen.

 

Fakt ist aber auch, dass vor dem Hintergrund ständiger Angriffe mit Raketen aus Gaza und Libanon und dem nachgewiesen immer wieder vorgekommenen Waffentransporten in der Vergangenheit, Israel ein berechtigtes Interesse daran hat, eine Seeblockade einzurichten.

 

Prisenrecht gilt nur im Krieg und nicht auf Hoher See. Was sich Israel da geleistet hat ist völkerrechtswidrig und wäre selbst innerhalb der eigenen Hoheitsgewässer eine vollkommen unangemessene Reaktion. Du ziehst deine Argumente an den Haaren herbei.

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obx

Prisenrecht gilt nur im Krieg und nicht auf Hoher See.

Schlechte Aussage, kaum zu Glauben :thumbsup:

Prisenrecht gilt gerade nur (!) auf hoher See!!! Prisenrecht gilt im Seekrieg. Und der Handelskrieg ist ein Unterfall des Seekrieges, da geht es um die Abschottung eines Gebietes mit Hilfe maritimer Streitkräfte. Gebiet ist hier Gaza, und der Handel soll unterbunden werden.

 

Neben der direkten Auseinandersetzung der kriegführenden Seemächte, die sich in großen Seeschlachten zuspitzt, gibt es verschiedene weitere Formen des Seekrieges, die entweder neben den direkten Auseinandersetzung geführt werden oder bei einem starken Ungleichgewicht der Marinestreitkräfte dominiert. In diesem Fall vermeidet der kräftemäßig Unterlegene die direkte Konfrontation, da sie aussichtslos erscheint.

 

Als spezielle Form des Handelskrieges, kann die Störung des Seehandels des Gegners mit verschiedenen maritimen Mitteln erfolgen. Sie dienen alle dazu dessen Wirtschaft und die Versorgung mit Gütern zu unterbinden oder zumindest zu stören, um seine Fähigkeit zur weiteren Kriegführung zu schwächen. Die Seeblockade, der Kaperkrieg und der Kreuzerkrieg sind solche Mittel. Der Handelskrieg ist durch den Prisenrecht genannten Teil des Seekriegsrechts geregelt.

Quelle

Im übrigen ist Prisenrecht Gewohnheitsrecht, es ist also alles umstritten. Also tue bitte nicht so als wäre es irgendwo so niedergeschrieben. Der Sachverhalt ist nicht so einfach und eindeutig wie Du denkst. Eine differenzierte und sachliche Argumentation wäre hier hilfreicher bei der Diskussion. Aber nicht diese Art der Kommunikation. Ich bemühe mich jedenfalls um Sachlichkeit und Sachdienlichkeit.

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akku5

Prisenrecht gilt nur im Krieg und nicht auf Hoher See.

Schlechte Aussage, kaum zu Glauben :thumbsup:

Prisenrecht gilt gerade nur (!) auf hoher See!!! Prisenrecht gilt im Seekrieg. Und der Handelskrieg ist ein Unterfall des Seekrieges, da geht es um die Abschottung eines Gebietes mit Hilfe maritimer Streitkräfte. Gebiet ist hier Gaza, und der Handel soll unterbunden werden.

 

Neben der direkten Auseinandersetzung der kriegführenden Seemächte, die sich in großen Seeschlachten zuspitzt, gibt es verschiedene weitere Formen des Seekrieges, die entweder neben den direkten Auseinandersetzung geführt werden oder bei einem starken Ungleichgewicht der Marinestreitkräfte dominiert. In diesem Fall vermeidet der kräftemäßig Unterlegene die direkte Konfrontation, da sie aussichtslos erscheint.

 

Als spezielle Form des Handelskrieges, kann die Störung des Seehandels des Gegners mit verschiedenen maritimen Mitteln erfolgen. Sie dienen alle dazu dessen Wirtschaft und die Versorgung mit Gütern zu unterbinden oder zumindest zu stören, um seine Fähigkeit zur weiteren Kriegführung zu schwächen. Die Seeblockade, der Kaperkrieg und der Kreuzerkrieg sind solche Mittel. Der Handelskrieg ist durch den Prisenrecht genannten Teil des Seekriegsrechts geregelt.

Quelle

Im übrigen ist Prisenrecht Gewohnheitsrecht, es ist also alles umstritten. Also tue bitte nicht so als wäre es irgendwo so niedergeschrieben. Der Sachverhalt ist nicht so einfach und eindeutig wie Du denkst. Eine differenzierte und sachliche Argumentation wäre hier hilfreicher bei der Diskussion. Aber nicht diese Art der Kommunikation. Ich bemühe mich jedenfalls um Sachlichkeit und Sachdienlichkeit.

 

Zitat Wikipedia:

 

Das Prisenrecht schränkt den Grundsatz der Freiheit der Meere ein. Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer.

 

Wär ja auch andersrum ein Witz. Dann bräuchte Somalia bloß das Kriegsrecht ausrufen und seine Piraten könnten Israel-like überall ganz legal Handelsschiffe ausplündern.

Noch was zum Stichwort Notwehr. Notwehr ist wenn sich der Überfallene wehrt und nicht der Überfallende auf dessen Notwehr ihn kaltblütig erschießt..

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molari
Das Prisenrecht schränkt den Grundsatz der Freiheit der Meere ein. Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer.

 

Neutrale Hoheitsgewässer und Internationale Gewässer sind hier aber aus meiner Sicht zwei paar Schuhe, die es nicht zu verwechseln gillt.

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berliner

Wär ja auch andersrum ein Witz. Dann bräuchte Somalia bloß das Kriegsrecht ausrufen und seine Piraten könnten Israel-like überall ganz legal Handelsschiffe ausplündern.

Noch was zum Stichwort Notwehr. Notwehr ist wenn sich der Überfallene wehrt und nicht der Überfallende auf dessen Notwehr ihn kaltblütig erschießt..

 

Was hat Kriegsrecht damit zu tun? Du meinst vermutlich, allen Staaten, die da vorbeifahren, den Krieg zu erklären. Sollen sie doch. Dann muß man die Piraten nicht mehr umständlich einfangen und vor Gericht stellen, sondern kann sie aus dem Wasser pusten.

 

Neutrale Hoheitsgewässer und Internationale Gewässer sind hier aber aus meiner Sicht zwei paar Schuhe, die es nicht zu verwechseln gillt.

"Neutrale Hoheitsgewässer" wären z.B. die von Ägypten oder Zypern. Internationale Gewässer sind keine Hoheitsgewässer und deshalb nie "Neutrale Hoheitsgewässer". Die einzige offene Frage hier ist, ob ein Krieg zwischen zwei Staaten besteht. Seitens Hamas schon, aber es ist eben streng genommen kein Staat.

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35sebastian

Bei der bisherigen Diskussion ist völlig der Tatbestand untergegangen.

Mindestens 10 Menschen sind dabei von den Israelis getötet worden.

 

Man stelle sich vor, die Hamas hätte 10 Israelis getötet.thumbsup.gif

 

Da wäre die ganze Welt in Aufruhr.

 

Falsch gedacht? für zwei gefangene Soldaten hat Israel den Staat Libanon in Schutt und Asche gelegt.

 

Auf den Untersuchungsbericht, ob alles mit "rechten Dingen" vor sich ging, wartet die Welt noch immer.

 

Wer den Nahostkonflikt "ungeschönt" und unparteiisch von Beginn an verfolgt hat, kommt zu anderen Ergebnissen als die deutsche und amerikanische Presse.

 

Wir haben ja z.Z. einen Außenminister, mit dem nicht viel Staat zu machen ist. Aber der israelische Minister? Mein lieber Mann, was der rauslässt!

Der dürfte eigentlich nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit auftreten.

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obx

Das Prisenrecht schränkt den Grundsatz der Freiheit der Meere ein. Es berechtigt nur kriegführende Staaten und gilt nur außerhalb neutraler Hoheitsgewässer.

Wär ja auch andersrum ein Witz. Dann bräuchte Somalia bloß das Kriegsrecht ausrufen und seine Piraten könnten Israel-like überall ganz legal Handelsschiffe ausplündern.

Noch was zum Stichwort Notwehr. Notwehr ist wenn sich der Überfallene wehrt und nicht der Überfallende auf dessen Notwehr ihn kaltblütig erschießt..

Da hast Du Dir die Antwort mit Deinem Zitat ja selbst gegeben. Würde das Interesse Israels, den Seeweg zu Gaza einzuschränken, als Handelskrieg, welcher ein Unterfall des Seekriegs ist, zu qualifizieren sein, wäre in diesem Fall Israel ein kriegführender Staat.

 

Außerhalb neutraler Hoheitsgewässer, ist außerhalb der Zone auch gegeben.

 

Ich will Dir Deine Meinung nicht nehmen akku5. Ich glaube auch keiner muss hier betonen das die Maßnahme von Israel überzogen, dumm und alles andere als sachdienlich war. Das Vorgehen von Israel in der momentanen Lage war einfach nur schlecht und dilettantisch vorbereitet. Israel wusste bereits mindestens eine Woche vor dem gesamten Vorhaben Bescheid.

 

Israel hatte auch schon eine Woche vorher angeboten, die Waren über ihren Hafen der UN zu übergeben damit diese die Waren in den Gaza bringen kann. Daran hat die Hamas natürlich kein Interesse, da es die Blockade für mögliche zukünftige Waffenschmuggeleien nicht aufhebt und die Hamas sonst keine Zölle für die Waren verlangen kann...

 

Wie gesagt, dass Vorgehen Israels war dumm. Wer eine Woche vorher Bescheid weiß, kann sich ordentlich darauf vorbereiten. Das Schiff abdrängen, Maövrierunfähig machen, oder sonst wie die Situation regeln. Eine Sondereinheit die keine Ahnung mit Demonstranten hat auf das Schiff zu schicken war lächerlich.

 

Trotzdem musst doch aber auch Du, lieber akku5, zur Kenntnis nehmen, dass die Hamas über den Seeweg immer Waffen nach Gaza brachte. Und selbst Du musst doch dann auch Israel zugestehen, dass es in ihrem Interesse liegt, dieses zu unterbinden. Vor diesem Hintergrund ist eine Seeblockade nunmal rechtmäßig. Sie war angeordnet, durchgesetzt und bekannt. Vor diesem Hintergrund war Israel wohl auch berechtigt, dass Schiff zu durchsuchen. Ist diese rechtmäßig, und sind die Soldaten zu diesem Zwecke auf das Schiff und werden dann angegriffen, dürfen sie sich natürlich auch dagegen zur Wehr setzen.

 

ABER: Und da gibt Dir jeder recht. Soweit hätte es nicht kommen dürfen, dass dabei Tote zu beklagen sind. Dies ist aber mehr eine Frage der Moral, zumindest in meinen Augen. Und Israel hat sich dadurch in der Welt und in der öffentlichen Meinung Ansehen verspielt und im Friedensprozess eine Menge Terrain verloren.

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obx

Vollkommen unqualifizierter Artikel der überhaupt nicht auf die mögliche Rechtmäßigkeit einer Seeblockade eingeht.

 

Rechtsexperten sind sich nicht einig, ob Israel laut Völkerrecht den Gazastreifen blockieren darf oder nicht. Eine Analyse von BZ-Rechtsexperte Christian Rath.

 

Die Rechtmäßigkeit des israelischen Angriffs auf den Hilfskonvoi hängt vor allem davon ab, wie man die israelische Blockade des Gazastreifens beurteilt. Wenn sie rechtmäßig ist, dann darf Israel sie auch gegen so genannte Blockadebrecher verteidigen. Israel hat den Gazastreifen im Sechstagekrieg 1967 besetzt. Seit 1994 gibt es eine begrenzte palästinensische Selbstverwaltung in den "Autonomiegebieten", zu denen auch der Gazastreifen gehört. 2005 zogen sich israelische Soldaten und Siedler von dort zurück. Nach Kämpfen mit der palästinensischen Fatah-Bewegung übernahm 2007 die islamistische Hamas die Kontrolle. Seitdem hat Israel den Zugang.

 

Israel begründet die Abriegelung damit, dass vom Gazastreifen regelmäßig Raketen auf Israel abgeschossen werden. Von Ende Dezember 2008 an führte Israel deshalb im sogenannten Gazakrieg sogar mehrtägige Angriffe auf den Gazastreifen durch, die 1400 Menschenleben kosteten. Auch heute begründet Israel die Abriegelung des Gazastreifens immer noch mit dem Krieg gegen den Terror. Dazu gehört auch eine Seeblockade.

 

Im Krieg ist die Blockade gegnerischer Häfen ein zulässiges Mittel. Angesichts des unklaren rechtlichen Status des Gazastreifens kann zwischen Israel und dem Gazastreifen zwar kein klassischer Krieg stattfinden, eine analoge Anwendung des Kriegsrechts ist aber zumindest denkbar. Viele Völkerrechtler halten die Abriegelung aber aus humanitären Gründen für völkerrechtswidrig. Israel dürfe der Bevölkerung des Gazastreifens nicht die Lebensmittel- und Energieversorgung sowie die Arbeitsmöglichkeiten abschneiden. Dies verstoße gegen die Pflichten einer Besatzungsmacht (soweit man noch von einer Besatzungssituation ausgeht, was umstritten ist). Jedenfalls verstoße Israel damit gegen die Menschenrechte. Israel behauptet, dass es genügend Lebensmittel in den Gazastreifen lasse.

 

Es gibt bisher keine internationale Gerichtsentscheidung zur Zulässigkeit der Blockade. Wenn die Blockade nicht rechtmäßig ist, kann Israel auch keine Rechte auf hoher See daraus ableiten. Dann ist der Angriff auf die Hilfsflotte ein Verstoß gegen die UN-Seerechtskonvention.

 

Falls die Blockade jedoch rechtmäßig ist, darf sie auch militärisch verteidigt werden. Das besagt das sogenannte Prisenrecht, das zum völkerrechtlichen Gewohnheitsrecht gehört. Danach dürfte Israel auch in internationalen Gewässern Schiffe kontrollieren, ob sie Waren für den Gegner geladen haben. Wenn Schiffe die Blockade durchbrechen wollen, dürfen sie beschlagnahmt werden.

 

Bei einer konkreten Militäraktion verlangt das Völkerrecht allerdings, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt wird. Ob dies der Fall war, hängt von den bislang noch umstrittenen konkreten Abläufen an Bord der Mavi Marmara ab.

 

Quelle

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35sebastian

Vollkommen unqualifizierter Artikel der überhaupt nicht auf die mögliche Rechtmäßigkeit einer Seeblockade eingeht.

 

Rechtsexperten sind sich nicht einig, ob Israel laut Völkerrecht den Gazastreifen blockieren darf oder nicht. Eine Analyse von BZ-Rechtsexperte Christian Rath.

 

Die Rechtmäßigkeit des israelischen Angriffs auf den Hilfskonvoi hängt vor allem davon ab, wie man die israelische Blockade des Gazastreifens beurteilt. Wenn sie rechtmäßig ist, dann darf Israel sie auch gegen so genannte Blockadebrecher verteidigen. Israel hat den Gazastreifen im Sechstagekrieg 1967 besetzt. Seit 1994 gibt es eine begrenzte palästinensische Selbstverwaltung in den "Autonomiegebieten", zu denen auch der Gazastreifen gehört. 2005 zogen sich israelische Soldaten und Siedler von dort zurück. Nach Kämpfen mit der palästinensischen Fatah-Bewegung übernahm 2007 die islamistische Hamas die Kontrolle. Seitdem hat Israel den Zugang.

 

Israel begründet die Abriegelung damit, dass vom Gazastreifen regelmäßig Raketen auf Israel abgeschossen werden. Von Ende Dezember 2008 an führte Israel deshalb im sogenannten Gazakrieg sogar mehrtägige Angriffe auf den Gazastreifen durch, die 1400 Menschenleben kosteten. Auch heute begründet Israel die Abriegelung des Gazastreifens immer noch mit dem Krieg gegen den Terror. Dazu gehört auch eine Seeblockade.

 

Im Krieg ist die Blockade gegnerischer Häfen ein zulässiges Mittel. Angesichts des unklaren rechtlichen Status des Gazastreifens kann zwischen Israel und dem Gazastreifen zwar kein klassischer Krieg stattfinden, eine analoge Anwendung des Kriegsrechts ist aber zumindest denkbar. Viele Völkerrechtler halten die Abriegelung aber aus humanitären Gründen für völkerrechtswidrig. Israel dürfe der Bevölkerung des Gazastreifens nicht die Lebensmittel- und Energieversorgung sowie die Arbeitsmöglichkeiten abschneiden. Dies verstoße gegen die Pflichten einer Besatzungsmacht (soweit man noch von einer Besatzungssituation ausgeht, was umstritten ist). Jedenfalls verstoße Israel damit gegen die Menschenrechte. Israel behauptet, dass es genügend Lebensmittel in den Gazastreifen lasse.

 

Es gibt bisher keine internationale Gerichtsentscheidung zur Zulässigkeit der Blockade. Wenn die Blockade nicht rechtmäßig ist, kann Israel auch keine Rechte auf hoher See daraus ableiten. Dann ist der Angriff auf die Hilfsflotte ein Verstoß gegen die UN-Seerechtskonvention.

 

Falls die Blockade jedoch rechtmäßig ist, darf sie auch militärisch verteidigt werden. Das besagt das sogenannte Prisenrecht, das zum völkerrechtlichen Gewohnheitsrecht gehört. Danach dürfte Israel auch in internationalen Gewässern Schiffe kontrollieren, ob sie Waren für den Gegner geladen haben. Wenn Schiffe die Blockade durchbrechen wollen, dürfen sie beschlagnahmt werden.

 

Bei einer konkreten Militäraktion verlangt das Völkerrecht allerdings, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt wird. Ob dies der Fall war, hängt von den bislang noch umstrittenen konkreten Abläufen an Bord der Mavi Marmara ab.

 

Quelle

 

Wer hat was gegen Kontrollieren?

 

Hier geht es um Töten.

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berliner

Wer den Nahostkonflikt "ungeschönt" und unparteiisch von Beginn an verfolgt hat, kommt zu anderen Ergebnissen als die deutsche und amerikanische Presse.

Das sind so Statements, denen normalerweise ein umso parteiischeres Statement folgt. qued

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obx

Wer den Nahostkonflikt "ungeschönt" und unparteiisch von Beginn an verfolgt hat, kommt zu anderen Ergebnissen als die deutsche und amerikanische Presse.

Das sind so Statements, denen normalerweise ein umso parteiischeres Statement folgt. qued

:thumbsup: berliner

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35sebastian
· bearbeitet von 35sebastian

Wer den Nahostkonflikt "ungeschönt" und unparteiisch von Beginn an verfolgt hat, kommt zu anderen Ergebnissen als die deutsche und amerikanische Presse.

Das sind so Statements, denen normalerweise ein umso parteiischeres Statement folgt. qued

 

Meinst du?

 

Ich habe in der Vergangenheit reichlich oft die Schweizer Presse gelesen.

Ich habe in der Vergangenheit zu Geschehnissen reichlich viele Statements an diverse Parteien und an den Zentralrat der Juden geschickt.

 

Ich lasse es nun, da jetzt auch diverse Politiker und Staaten rührig werden und sich zu Israel auch einmal kritisch äußern.

 

Israel ist bisher die einzige Atommacht, von der man nicht wissen darf und die nicht kontrolliert werden darf.

Israel ist das einzige demokratische Land, das mit Recht fremdes Eigentum nehmen und bebauen darf.

Wer sich dagegen wehrt, ist Terrorist und wird oder gehört erschossen.

 

Und die USA? Sie gewähren Schutz und Finanzierung.

Und Deutschland? Ist für alle Zeiten in Erbschuld.

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fireball

Siehst du OBX, hier stehen 2 Fragen klar im Vorderpunkt, dürfen sie das Prisenrecht überhaupt anwenden und was wohl derzeit eher unstrittig ist waren die mittel verhältnismäßig.

 

Übers Prisenrecht und die Anwendung haben wir uns ja lange genug unterhalten.

 

Möchtest du aber sagen das die mittel verhältnismäßig waren ?

 

Und bitte lass dieses unsägliche Propagandavideo außen vor.

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