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Drella

Anfängerthread - Allgemeines Börsenwissen

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addy1220

So ich nochmal ;-)

 

Bin seit einigen Tagen am lesen, weil ich ein wenig in Aktien investieren möchte. Wobei sich einige Fragen heraustellen.

 

Ich möchte Anfangs ca. 1000 € in Aktien investieren und dazu parallel noch einen Fond mit mtl. 50 € (später evtl. mehr) besparen. Die Aktien sollen schon was längerfristiges sein, ich würde dann pro Jahr ca. 1000 € investieren wollen. Ich weiß das ist nicht viel, aber egla ich will es versuchen.

 

nun zu meiner Frage. Das Depot soll ja einen guten Mix aus verschiedenen Werten haben. Wie fängt man jetzt am besten an? Streut man sein Anfangskapital jetzt schon auf 5 oder 6 Werte, auch wenns dann viel. nur 2,3,4 x Aktien sind. Oder sollten man erstmal in einen oder max 2 Werte investieren um davon auch schon ein wenig im Depot zu haben? Bin da echt unentschlossen.

 

Freue mich auf eure Antworten!

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Yoko

Hallo addy1220,

du musst bedenken dass beider jedem Order i.d.R. Kosten/Gebühren anfallen, die bei so kleinen Summen gar nicht so gering sind. Pro Aktienorder zahlt man i.d.R. ca. ab 10 Euro aufwärts (beim Comdirect z.B. 11,40 Euro bis 2000 Euro Ordervolumen). Wenn du die 1000 Euro auf 5 Werte aufteilst, wären es entsprechend 50 Euro Gebühren für den Kauf der Aktien und dann wieder ca. 50 Euro beim Verkauf. Dass heißt wenn du auf Einzelaktien gehst, macht es mehr sinn diese jeweils im Klumpen zu kaufen.

 

Sinnvoller wäre es dann an deiner Stelle evt. lieber in Aktien-ETFs zu investieren. Zu erwirbst du mit dem Kauf nicht nur eine Aktien von einem Unternehmen, sondern gleich an allen Aktien eines Index. Beim Kauf eines DAX-ETFs würdest du entsprechende von der Wertentwicklung des DAXs profitieren und hättest damit dann 30 Unternehmen in deinem Portfolio abgebildet.

 

Für weitere Infos siehe z.B. die Infos hier im Fonds-Unterforum.

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Cai Shen
Ich möchte Anfangs ca. 1000 € in Aktien investieren

Das ist die sinnvolle Größe für Einzelaktien, mit Kauf- und Verkaufsprovision plus Spread zwischen Geld und Briefkurs an der Börse sind mindestens 4%, eher 5% an Gebühren weg.

Das gilt für einen Wert, unter 10 Einzelwerten solltest du mit dem Depotaufbau aus Einzelwerten gar nicht anfangen, um auf ein vertretbares Risikoniveau zu gelangen.

 

Eine sinnvolle Depotgröße beginnt deshalb (meiner Meinung nach) bei ca. 10'000€ - oder steckst du den Verlust locker weg, wenn dein einziger Titel plötzlich nur noch 800 € wert ist?

 

Deshalb nimm ein oder zwei ETF, spare in monatlichen Raten weiter an, das fördert die Disziplin beim Vermögensaufbau.

Wenn das Depot auf eine stattliche Größe angewachsen ist und passiv investieren dich unterfordert, dann schichte in (aktiv gemanagte) Einzelwerte um.

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daniel85

Ich habe auch nochmal eine Frage:

 

Decken die Anzahl der Aktien immer 100% der Unternehmensbeteiligung ab?

 

RWE ist bei Finanzen.net zum Beispiel mit einer Anzahl von 575,7 Mio. Aktien angegeben. Sind dies immer 100% des Unternehmens, oder könnte es auch sein, dass die Anzahl der Aktien zum Beispiel nur 33% des Unternehmens abdecken?

 

Vienen Dank voraus!

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Ramstein

Ich habe auch nochmal eine Frage:

 

Decken die Anzahl der Aktien immer 100% der Unternehmensbeteiligung ab?

 

RWE ist bei Finanzen.net zum Beispiel mit einer Anzahl von 575,7 Mio. Aktien angegeben. Sind dies immer 100% des Unternehmens, oder könnte es auch sein, dass die Anzahl der Aktien zum Beispiel nur 33% des Unternehmens abdecken?

 

Vienen Dank voraus!

Das kommt darauf an, was du mit "abdecken" meinst. Das Grundkapital der AG ist in Aktien aufgeteilt. Falls es aber noch eine "stille Beteiligung" gibt, so ist diese nicht durch die Aktien "abgedeckt" ( Beispiel Commerzbank und HT1 Funding, Beteiligung des Bundes). Falls es eine KGaA ist (Beispiel Merck), so ist da noch der Komplementär. Und in eine Holdingstruktur kann man fast alles verpacken.

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daniel85

Ich habe auch nochmal eine Frage:

 

Decken die Anzahl der Aktien immer 100% der Unternehmensbeteiligung ab?

 

RWE ist bei Finanzen.net zum Beispiel mit einer Anzahl von 575,7 Mio. Aktien angegeben. Sind dies immer 100% des Unternehmens, oder könnte es auch sein, dass die Anzahl der Aktien zum Beispiel nur 33% des Unternehmens abdecken?

 

Vienen Dank voraus!

Das kommt darauf an, was du mit "abdecken" meinst. Das Grundkapital der AG ist in Aktien aufgeteilt. Falls es aber noch eine "stille Beteiligung" gibt, so ist diese nicht durch die Aktien "abgedeckt" ( Beispiel Commerzbank und HT1 Funding, Beteiligung des Bundes). Falls es eine KGaA ist (Beispiel Merck), so ist da noch der Komplementär. Und in eine Holdingstruktur kann man fast alles verpacken.

 

Okay, danke!! :thumbsup:

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daniel85

Um nochmal die Frage von gestern aufzugreifen; Ich versuche rauszufinden wie viel Prozent eine Aktie das Gesamtunternehmen repräsentiert.

 

Im Zwischenbericht der Commerzbank vom September 2012 ( https://www.commerzb...cht_Q3_2012.pdf ) ist auf der zweiten Seite das operative Ergebnis in Mio und das operative Ergebnis je Aktie für die ersten 3 Quartale von 2011 und 2012 angegeben.

 

Der prozentuale Anteil aller Aktien am Gesamtunternehmen müsste ja dann

 

p = ("Operatives Ergebnis je Aktie" * Aktienanzahl in Mio) / "Operatives Ergebnis / Mio"

 

sein.

 

Das wäre bei 5.829,51 Mio Aktien für den Fall 2011 p = 203 % und für den Fall 2012 p = 93%.

 

Gab es im Jahr 2011 weniger Aktien als in 2012, oder wo ist der Fehler (Ein Anteil von 203% am Gesamtunternehmen hört sich unrealistisch an)?

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otto03
· bearbeitet von otto03

 

Gab es im Jahr 2011 weniger Aktien als in 2012, oder wo ist der Fehler (Ein Anteil von 203% am Gesamtunternehmen hört sich unrealistisch an)?

 

ja

 

 

(Tipp: Suchmaschine: Kapitalerhöhung Commerzbank)

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Schinzilord

Zu beachten ist auch, dass zum Beispiel die Gewichtung im DAX sich aus der Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien (im Streubesitz) berechnet.

Wenn sehr viele dieser Aktien praktisch unverkäuflich in einer Stiftung oder Holding stecken, ist die Gewichtung im DAX viel geringer, als eigentlich die ganze Marktkapitalisierung erwarten ließe.

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daniel85

Okay, Danke!

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kopfradio

Hallo

Welche Risikoklasse muss ich bei der Depoteröffnung angeben um mit ETF's handeln zu können? Bei mir wäre das risikoreichste ETF eins, das den MSCI Emerging Market abbildet. Es verwirrt mich einwenig, dass bei den meisten ETF die Risikoklasse 6-7 angegeben wird, aber bei der Depotseröffnung die höchste Risikoklasse 5 auswählbar ist und alles darüber eine Finantermingeschäftsfähigkeit benötigt.

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Ramstein

Hallo

Welche Risikoklasse muss ich bei der Depoteröffnung angeben um mit ETF's handeln zu können? Bei mir wäre das risikoreichste ETF eins, das den MSCI Emerging Market abbildet. Es verwirrt mich einwenig, dass bei den meisten ETF die Risikoklasse 6-7 angegeben wird, aber bei der Depotseröffnung die höchste Risikoklasse 5 auswählbar ist und alles darüber eine Finantermingeschäftsfähigkeit benötigt.

So allgemein ist deine Frage nicht beantwortbar, da jede Bank die Risikoklassen selbst festlegt. Du könntest genauso gut fragen "Hier sind 20 Grad; ist das warm oder kalt?", ohne zu sagen wo du bist.

 

Also: entweder fragst du die Bank, oder du wählst die höchstmögliche Risikoklasse. Dann musst du aber dir selbst vertrauen, nichts zu kaufen, was du nicht verstehst.

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kopfradio

Ich habe noch eine Frage:

Was genau passiert, wenn ein Fondsverwalter (für ETF) insolvent wird? Ich weiß das Fonsvermögen als Sondervermögen gelten und somit nicht in die Insolvenzmasse reingeht. Nur was genau passiert nun? Mal angenommen ich habe in einen (physich replizierenden) ETF zum S&P 500 investiert

Wenn die Verwaltung des ETF nicht von einem anderen Fondverwalter übernommen wird, werden dann alle einzelnen Aktien zu meinem Fondanteil in mein Depot übertragen - bei 500 ist das eine menge Kleinkram? Oder werden die Aktien verkauft und ich bekomme meinen Anteil. Da auszugehen ist, dass es der Börse zu diesem Zeitpunkt schlecht geht, wird der Anteil wohl geringer ausfallen. Stimmt denn was ich sage?

Außerdem würde mich interessieren, ob es starke Unterschiede zwischen dem An/Verkaufspreis eines Index-ETF und dem zugrundeliegendem Index geben kann? Ist es das, was man als Tracking Error bezeichnet?

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Yoko
· bearbeitet von Yoko

Was genau passiert, wenn ein Fondsverwalter (für ETF) insolvent wird? Ich weiß das Fonsvermögen als Sondervermögen gelten und somit nicht in die Insolvenzmasse reingeht. Nur was genau passiert nun? Mal angenommen ich habe in einen (physich replizierenden) ETF zum S&P 500 investiert

Wenn die Verwaltung des ETF nicht von einem anderen Fondverwalter übernommen wird, werden dann alle einzelnen Aktien zu meinem Fondanteil in mein Depot übertragen - bei 500 ist das eine menge Kleinkram? Oder werden die Aktien verkauft und ich bekomme meinen Anteil. Da auszugehen ist, dass es der Börse zu diesem Zeitpunkt schlecht geht, wird der Anteil wohl geringer ausfallen. Stimmt denn was ich sage?

Außerdem würde mich interessieren, ob es starke Unterschiede zwischen dem An/Verkaufspreis eines Index-ETF und dem zugrundeliegendem Index geben kann? Ist es das, was man als Tracking Error bezeichnet?

Was dort konkret passiert kann ich dir leider nicht beantworten. Allerdings macht das in der Theorie keinen Unterschied ob du den Geldbetrag oder die Aktienanteile erhälst. Wenn du den Geldbetrag erhälst, dann könntest du direkt wieder die gleiche Menge an ETFs bei einem anderen Anbieter bzw. eine entsprechende Menge an Aktien des Index dir zulegen. So hättest du dann wieder die selbe Anzahl an ETFs (abzgl. Gebühren) wie vor dem Crash.

 

Der Tracking Error bezeichnet die Differenz zwischen Index und dem ETF. Wenn der Index um 11% steigt und der ETF im Wert nur 10%, dann hättest du einen Tracking Error von absolut 1% und von relativ ~10%.

 

Edit: Natürlich sollte es 10% sein, nicht 1%.

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Akaman

Wenn der Index um 11% steigt und der ETF im Wert nur 1%, dann hättest du einen Tracking Error von absolut 1% und von relativ ~10%.

Könntest du mir das bitte einmal vorrechnen?

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Karl Napf

Wenn der Index um 11% steigt und der ETF im Wert nur 1%, dann hättest du einen Tracking Error von absolut 1% und von relativ ~10%.

Könntest du mir das bitte einmal vorrechnen?

Ich tippe darauf, dass Yoko eine "0" kaufen und bei "nur 10%," einfügen möchte - dann stimmt die Rechnung.

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Akaman

 

Könntest du mir das bitte einmal vorrechnen?

Ich tippe darauf, dass Yoko eine "0" kaufen und bei "nur 10%," einfügen möchte - dann stimmt die Rechnung.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht drauf gekommen bin ...

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xolgo

Der Tracking Error bezeichnet die Differenz zwischen Index und dem ETF. Wenn der Index um 11% steigt und der ETF im Wert nur 1%, dann hättest du einen Tracking Error von absolut 1% und von relativ ~10%.

 

Es gibt übrigens den schönen Begriff "Prozentpunkt", um deutlich zu machen, dass man von "absoluten Prozent" spricht.

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wertpapiertiger

 

 

Der Tracking Error bezeichnet die Differenz zwischen Index und dem ETF. Wenn der Index um 11% steigt und der ETF im Wert nur 10%, dann hättest du einen Tracking Error von absolut 1% und von relativ ~10%.

 

Edit: Natürlich sollte es 10% sein, nicht 1%.

 

Dein Beispiel wird auch gerne als Tracking Difference bezeichnet. Und der eigentliche Tracking Error als die Standardabweichung des kontinuierlichen Unterschieds der Fondsperformance zu seinem Benchmarks.

 

Von Morningstar gibt es dazu ein paar Details http://www.morningstar.de/de/news/105559/Was-entscheidet-%C3%BCber-die-Qualit%C3%A4t-eines-ETF.aspx

IShares erklärt es nochmal in Englisch so http://sg.ishares.com/understand_etfs/basics/tracking.htm

 

Grüsse

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Yoko

Und der eigentliche Tracking Error als die Standardabweichung des kontinuierlichen Unterschieds der Fondsperformance zu seinem Benchmarks.

Ja da hast du Recht. In vielen Quellen wird die Standardabweichung vom Portfolio vs. Index als Tracking Error angegeben, was aber meiner Meinung nach suboptimale Praxis ist.

 

So ist der Tracking Error vom Girokonto mit 0% Zinsen und z.B. High-Yield Anleihen mit 8% Zinsen eben 0, da die Differenz konstant ist, ist die Standardabweichung entsprechend 0. Ebenso wenn mein ETF z.B. stets 2% schlechter Performt als der Benchmark, wäre die Standardabweichung 0. Wie man es auch in dem iShares Beispiel sieht, wo ein ETF der den Index deutlich schlechter Nachbildet einen geringeren Tracking Error/Standardabwichung besitzt.

 

Nutzt man die Standardabweichung, so wird dies in der (wissenschaftlichen) Literatur oft mit Tracking Error Volatility angegeben.

 

Für Tracking Error gibt es dagegen keine einheitliche Definition. Siehe im Anhang des Posts die Definition des Tracking Errors von [1]. Bei dem obigen Beispiel (10% der ETF, 11% der Benchmark), wäre der Tracking Error folgend dieser Formel 1% (unabhängig vom gewählten alpha).

 

Zusammengefasst bleibt also stehen, dass man immer darauf achten sollte, wie nun der Anbieter/die Quelle den Tracking Error genau definiert.

 

[1] http://link.springer...-0308-8?LI=true

post-23847-0-78634700-1363253635_thumb.png

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Ramstein

Zum Tracking Error guckst du auch ab Seite 132 im Anhang von http://www.wertpapie...73

Da zitiere ich gerne noch mal selbst, da ich die Angabe durchaus interessant fand.

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schneehoernchen

Hallo,

 

ab wann kann man dem Thema "Börse" überhaupt beginnen? Ich meine damit, kann ich als Student mit kleinem regelmäßigen Einkommen von <400EUR schon irgendetwas angehen, Startkapital ca. 2k? Halt was anderes als TG, FG...

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wendelin

ab wann kann man dem Thema "Börse" überhaupt beginnen? Ich meine damit, kann ich als Student mit kleinem regelmäßigen Einkommen von <400EUR schon irgendetwas angehen, Startkapital ca. 2k? Halt was anderes als TG, FG...

 

Wenn Du es als Student schon schaffst, Geld beiseite zu legen, was Du erst bei Deiner Verrentung oder auf jeden Fall mal frühestens in 20 Jahren wieder brauchst, so ist es nicht verkehrt, das an der Börse zu investieren. Du machst dann nämlich noch so viel auf und ab mit, dass, wenn Du der Forenmehrheitsmeinung folgst und ein gut diversifiziertes Portfolio anlegst, nicht viel schiefgehen kann. Später mal wirst Du Dich freuen, dass Du so früh mit der Investition begonnen hast. Und rein technisch ist es kein Problem z.B. auch nur 2000 € in einen oder zwei ETFs zu stecken.

 

Das Problem ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass Du (bzw. ein durchschnittlicher Student) Geld, was Du jetzt beiseite legst, tatsächlich bis zur Verrentung nicht mehr brauchst. Da gibt es so viele Faktoren, die Du teilweise selber noch nicht vorhersehen kannst, die es aber in der Summe extrem wahrscheinlich machen, dass Du schon recht bald in Deinem Leben mal in die Situation kommst, alle Sparschweine schlachten zu müssen. Autokauf, Heirat und Hausbau, Verselbständigung nach dem Studium etc. oder auch einfach temporäre Erwerbslosigkeit usw. Das kann alles schon in 3, 4, 5 Jahren auf Dich zukommen und vielleicht sind grad dann die Aktien im Keller. Wirst Du dann die Disziplin und die Möglichkeit haben, das Investment liegen zu lassen?

 

Auf den ersten Blick siehts ja so aus, als seien die Aktien "noch nicht überbewertet" sind und Du auch für eine kürzere Haltedauer mal ein bisschen Aktien, Fonds o.ä. kaufen könntest. Aber wer sagt Dir, wann Du rechtzeitig vor dem nächsten Kursabsturzt verkaufst? Das kann keiner richtig vorhersagen, und auch wenn es jemand vorhersagen könnte, so würde er das hier mit Sicherheit nicht verraten :-).

 

Der einzige Rat, den man jemanden in so einer Lage mit gutem Gewissen geben kann, ist daher, vorläufig bei TG, FG zu bleiben.

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schneehoernchen

ab wann kann man dem Thema "Börse" überhaupt beginnen? Ich meine damit, kann ich als Student mit kleinem regelmäßigen Einkommen von <400EUR schon irgendetwas angehen, Startkapital ca. 2k? Halt was anderes als TG, FG...

 

Wenn Du es als Student schon schaffst, Geld beiseite zu legen, was Du erst bei Deiner Verrentung oder auf jeden Fall mal frühestens in 20 Jahren wieder brauchst, so ist es nicht verkehrt, das an der Börse zu investieren. Du machst dann nämlich noch so viel auf und ab mit, dass, wenn Du der Forenmehrheitsmeinung folgst und ein gut diversifiziertes Portfolio anlegst, nicht viel schiefgehen kann. Später mal wirst Du Dich freuen, dass Du so früh mit der Investition begonnen hast. Und rein technisch ist es kein Problem z.B. auch nur 2000 € in einen oder zwei ETFs zu stecken.

 

Das Problem ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass Du (bzw. ein durchschnittlicher Student) Geld, was Du jetzt beiseite legst, tatsächlich bis zur Verrentung nicht mehr brauchst. Da gibt es so viele Faktoren, die Du teilweise selber noch nicht vorhersehen kannst, die es aber in der Summe extrem wahrscheinlich machen, dass Du schon recht bald in Deinem Leben mal in die Situation kommst, alle Sparschweine schlachten zu müssen. Autokauf, Heirat und Hausbau, Verselbständigung nach dem Studium etc. oder auch einfach temporäre Erwerbslosigkeit usw. Das kann alles schon in 3, 4, 5 Jahren auf Dich zukommen und vielleicht sind grad dann die Aktien im Keller. Wirst Du dann die Disziplin und die Möglichkeit haben, das Investment liegen zu lassen?

 

Auf den ersten Blick siehts ja so aus, als seien die Aktien "noch nicht überbewertet" sind und Du auch für eine kürzere Haltedauer mal ein bisschen Aktien, Fonds o.ä. kaufen könntest. Aber wer sagt Dir, wann Du rechtzeitig vor dem nächsten Kursabsturzt verkaufst? Das kann keiner richtig vorhersagen, und auch wenn es jemand vorhersagen könnte, so würde er das hier mit Sicherheit nicht verraten :-).

 

Der einzige Rat, den man jemanden in so einer Lage mit gutem Gewissen geben kann, ist daher, vorläufig bei TG, FG zu bleiben.

 

 

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Zählt dazu auch die Investition in Anleihen? Eigentlich ;) ja eine sichere Sache, aber da könnte mir dann deine angesprochene Langfristigkeit einen Strich durch die Rechnung machen.

 

 

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Karl Napf
Zählt dazu auch die Investition in Anleihen?

Mit sicheren Anleihen schlägst Du derzeit kein Festgeld und vermutlich noch nicht mal Tagesgeld; riskantere Anleihen tragen ein ähnlich geartetes Risiko wie Aktien, wenngleich mit etwas geringeren Ausschlägen. Für die Anlage über einen ggf. sehr begrenzten Zeitraum ist eine minimale Überrendite auch nicht das Risiko wert, zum entscheidenden Zeitpunkt nicht günstig aussteigen zu können.

 

Deine Einstellung ist löblich, aber derzeit dürfte Dein wichtigstes Investment Dein Studium sein, auch was Deine Zeit betrifft. Ein besserer Abschluss und eine rechtzeitig aufgebaute Verbindung zum künftigen Arbeitgeber kann eventuell erheblich mehr wert sein als das, was Du bis dahin ansparen könntest. Sobald Du ein geregeltes Einkommen in ausreichender Höhe hast, macht es mehr Sinn, sich über Anlageprodukte Gedanken zu machen.

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