Max Otte - Fonds

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295 Beiträge in diesem Thema

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Am 25.1.2018 um 15:50 schrieb Stoiker:

Es ist mal wieder Zeit für Crash-Propheten.

 

Max Otte ruft nächsten Aktiencrash aus und positioniert Fonds radikal neu

 

Der Crash-Prophet Max Otte erwartet die nächste massive Korrektur am Aktienmarkt und ruft den kommenden Crash des Aktienmarktes aus. Dabei erwartet Otte eine in den kommenden drei Jahren eine Abwertung von bis zu 50% am Aktienmarkt - weltweit. Das hat Otte im Gespräch mit Citywire Deutschland auf dem Fondsprofessionell Kongress in Mannheim erzählt.

 

„Seit 2009 fahren wir nahezu Vollgas bei der Aktienquote in unserem Fonds. Jetzt werden wir vorsichtiger und fahren die Aktienquote sukzessive zurück. Dabei wollen wir bis Sommer 2018 die Kasseposition auf rund 25% erhöhen“, so Otte im Gespräch mit Citywire Deutschland.

 

Der Grund für den Aktiencrash liege zum einen in der hohen Verschuldung der Staaten. Zudem würde die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren große Schwierigkeiten bekommen. Dies werde weltweit für starke Korrekturen an den Aktienmärkten führen, da die Märkte stark vernetzt und verknüpft sind.

 

„Für uns ist dies eine radikale Neupositionierung im Fonds nach rund neun Jahren Vollgas. Sobald alle anderen Investoren gierig werden, wollen wir getreu nach Warren Buffett vorsichtiger werden“, sagt Otte.

Ich sehe das zwar ähnlich wie Otte, bzw. bin auch deutlich vorsichtiger als noch vor einem Jahr positioniert.

 

Dennoch ist diese Markettiming-Positionierung solcher Fonds ein verstecktes Abkassieren zu Lasten der Kunden. Warum soll man Fonds die z.B. nur zu 50% in Kasse oder AAA-Anleihen positioniert sind überhaupt zu solchen Gebühren halten. Da zahlt man dann z.B. 2% Gebühren auf 50% Kasse. Damit hat man rein mathematisch einen wirklich schlechten Deal abgeschlossen. Für mich nicht nachvollziehbar, warum man das tun sollte? Das müßte auch die dümmeren unter den Anlegern nachvollziehen können. Solche Fonds sind schlicht überflüssig.

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Sein Vermögensbildungsfonds wurde in 2013 aufgelegt das hat den Anleger zu Beginn 4 % gekostet , danach etwa die jährliche Belastung , von der du schreibst .

Wenn man bedenkt , dass die Gesamtperformance seit Auflegung gerade mal + 6,89 % beträgt , wird man schnell feststellen , dass es ein Minusgeschäft war .

So what ?..

Es gibt sehr viel bessere Anlagemöglichkeiten , aber das wisst ihr ja ;)

Seine Befürchtungen muss man teilen , sehe ich auch so .

Es ist ja immer die Entscheidung , geht man aufgrd. solcher Einschätzung rechtzeitig in Scheibchen raus , schichtet um oder legt man stop loss immer angeglichener um zu riskieren im crashfall doch nicht rechtzeitig oder zu akzeptablen Kursen rauszukommen ?

Meine Ausstiegsheets sind etwas mehr als zwei Jahre alt ,Simulationsmodelle mit allen Abhängigkeiten und dennoch ,  alles was ich zwischenzeitlich verkauft habe ist weitergelaufen und jetzt ?

Weitermachen oder doch nur staunen , dass entgegen allen Prognosen es doch immer noch weiter geht ?

 

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Aus der Sicht eines Stockpickers ist das nachvollziehbar. Die Masse der Fondsanleger traut sich Stockpicking und Market Timing aber nicht zu. Wenn ein Fondsmanager überzeugt von einem Crash ist, dann sind solche Maßnahmen okay. Meines Erachtens verhält es sich mit solchen (teuren) Absicherungsgeschaften jedoch wie mit bearish shorten. Es mag durchaus sein, dass man fundamental recht hat. Allerdings können sich (effiziente?) Märkte länger irrational (bzw. ineffizient) verhalten, als einem lieb ist. Am Ende kann man nur über einen längeren Zeitraum schauen, ob man (nach Gebühren und Steuern) erfolgreich(er als der Markt) war. 

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Ich denke, dass viele Anleger darauf vertrauen, dass es diesen Fonds gelingt nach oben einigermaßen mitzulaufen und nach unten deutlich weniger zu verlieren.

 

@Günter Paul

Ausstieg inkl. Steuer etc. ist noch der einfache Part m.M.n. Den erneuten Einstieg zu finden, ist viel schwieriger. Bei Dir wird es wohl ähnlich, wie bei mir sein, dass Werte, die man schon sehr lange hält, selbst nach einer 20-30% Korrektur noch deutlich im Plus stehen. Meine Kernwerte werde ich nicht verkaufen. Das können meine Erben gerne übernehmen B-)

vor 3 Minuten schrieb Schildkröte:

Aus der Sicht eines Stockpickers ist das nachvollziehbar. Die Masse der Fondsanleger traut sich Stockpicking und Market Timing aber nicht zu. Wenn ein Fondsmanager überzeugt von einem Crash ist, dann sind solche Maßnahmen okay. Meines Erachtens verhält es sich mit solchen (teuren) Absicherungsgeschaften jedoch wie mit bearish shorten. 

Stimme Dir zu. Man braucht sich nur mal den Spaß machen in die Geschäftsberichte von Ethna, FvS und Co zu gucken. 

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vor 2 Minuten schrieb Stoiker:

Bei Dir wird es wohl ähnlich, wie bei mir sein, dass Werte, die man schon sehr lange hält, selbst nach einer 20-30% Korrektur noch deutlich im Plus stehen. Meine Kernwerte werde ich nicht verkaufen. Das können meine Erben gerne übernehmen B-)

 

Die stehen natürlich auch bei noch sehr viel mehr Korrektur noch im Plus ;)..aber ab einer entsprechenden Größenordnung ist Vernunft hinsichtlich des Erhalts von Vermögen angesagt .

Wer 2008/9 einen sechsstelligen Verlust hinnehmen musste , der weiß warum .

 

Und eben immer auch der Tatsache geschuldet , dass es nie wieder , das ist jetzt meine Einschätzung , dass es nie wieder eine so starke Nachentwicklung geben wird wie nach 2009 .

 

Wer 50% Verlust mach , muss 100% zulegen um da wieder hinzukommen , wo er vorher war und unter " normalen" Zeiten wird dich das deine Lebenserwartung kosten .

 

Ja , es gibt sie , die Kernwerte , die man nie verkaufen will , ich nenne es das Jahrhundertdepot in dem die Dinger stecken oder aber perpetuum pecuniae Anteile , aber das ist eine andere Geschichte .

Aber dazu muss man auch wissen , was man bei Aktien verliert , wenn sie zuvor einige 100 % gemacht haben und deren Realisierung zudem steuerfrei wäre da sie bereits vor 2009 ins Depot gekommen sind .

Also das sind Überlegungen , die gaaanz , gaaanz schwierig sind und dennoch werde ich mit Sicherheit nie ohne Aktien sein und die sind gewiss nur zum Teil aus dem Eüropäischen Bereich , wenn ich von der Schweiz mal absehe ;)

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Wenn man keine Rendite hat und dann eventuell ein Crash mit -50% kommt, ist das nat. bescheiden.

Dagegen hat sich der SDAX seit 1.1.2009 vervierfacht und man würde bei einer Halbierung, dann bei verdoppelt landen!

 

In einem anderen Forum hat jemand 2014 sein Depot komplett verkauft, weil er an eine zu hohe Bewertung glaubte. Meine Hauptaktie hat er damals zu ~22,5 verkauft, diese war gestern bei 59 und hatte seitdem 4,41 Dividende ausgeschüttet, 2017 ist der Gewinn um weitere 30% gestiegen, somit liegt der KGV2017 bei ~14,75.

Wenn diese Aktie um 50% fällt, steht diese noch immer höher als 2014 ;-)

 

Klar kommt es alle paar Jahre zu einem Einbruch der Kurse, aber ich weis nicht was einen mehr Ärgern würde, ein Knall von -50% beim Kurs oder zusehen wie sich die Frime weiter positiv entwickelt ( hiermit meine ich Gewinn & Dividende )?

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vor 2 Stunden schrieb Günter Paul:

...

Es ist ja immer die Entscheidung , geht man aufgrd. solcher Einschätzung rechtzeitig in Scheibchen raus , schichtet um oder legt man stop loss immer angeglichener um zu riskieren im crashfall doch nicht rechtzeitig oder zu akzeptablen Kursen rauszukommen ?

Meine Ausstiegsheets sind etwas mehr als zwei Jahre alt ,Simulationsmodelle mit allen Abhängigkeiten und dennoch ,  alles was ich zwischenzeitlich verkauft habe ist weitergelaufen und jetzt ?

Weitermachen oder doch nur staunen , dass entgegen allen Prognosen es doch immer noch weiter geht ?

 

Dann waren Deine Simulationsmodelle (wie sehen die aus?) inclusive der von Dir angenommen Abhängigkeiten wohl bisher falsch und die Prognosen ebenso. Ich weiß auch nicht, was daran nun so überraschend ist. Im Jahr 2000 sahen die Prognosen so aus, dass es irgendwann in Zukunft gigantische Gewinne geben würde, die die aktuellen Kurse rechtfertigen würden. Diese Prognosen waren also auch falsch.

Es ist auch völlig normal, dass sich Prognosen als falsch erweisen können. Deshalb sind es ja Prognosen, sonst würde man es Wahrsagungen nennen.

 

Worauf genau beruht denn nun die Prognose, dass es bald zu einem Crash kommen wird? Was hat sich geändert? Hat man plötzlich festgestellt, dass Staaten hoch verschuldet sind, was man vor ein paar Jahren noch nicht wissen konnte? Gibt es irgendwelche Risiken, die es zuvor nicht gab? Oder ist es nur der Glaube, dass Bullenmärkte ähnlich wie Menschen irgendwann an Altersschwäche sterben? 

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:D:D:D..willst du dir ein schönes Wochenende bereiten ?

 

Nein , Schwachzocker , das ist nicht das Niveau auf dem ich diskutiere , jedenfalls nicht mit dir ;)..wo soll das denn auch hinführen , da fehlt einfach die Ernsthaftigkeit einer Lösungsfindung oder aber einer Ergründung der komplexen Zusammenhänge , die zu solchen Prognosen führen .

Mein Vorschlag , ruf Otte an , der ist so liebenswürdig , dass er es dir vermutlich erklären wird .

 

Das würde auch dazu beitragen , dass wir das Thema einhalten , nämlich " Max Otte - Fonds  ... du verstehst das schon ;)

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vor einer Stunde schrieb Günter Paul:

...

Nein , Schwachzocker , das ist nicht das Niveau auf dem ich diskutiere....

Niedrigeres Niveau fällt mir aber schwer!:(

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Da die Diskutanten sich ja immerhin einig sind, dass das Niveau niedrig ist und es daher wohl kaum was zu verlieren gibt wage ich mal einen Link auf einen ironischen und mE durchaus lustigen Beitrag, bei dem nur Gott es gelingt, buy-and-hold zu schlagen:

http://finanzblogroll.de/buy-and-hold-ist-was-fuer-idioten/

 

Nota bene: ich bin ja total für buy and hold, aber Regionenwetten sind natürlich etwas völlig anderes als timing-Wetten, daher handle ich mit Korea- und Ostasien-ETFs, die einen vernachlässigbaren Bruchteil des Gesamtdepots ausmachen und die Gesamtperformance damit sowieso nicht nennenswert beeinflussen können völlig rational.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Dieses Interview von Focus Money mit Max Otte ist zwar bereits vom Juli. Aber ich denke, diese Aussage von ihm sollte Anleger (künftig) die Lauscher spitzen lassen:

 

Zitat

MONEY: Wie bereiten Sie sich bei den von Ihnen beratenen Fonds auf einen möglichen Mega-Crash vor?

 

Otte: Wir verkaufen das ein oder andere und fahren den Kassenbestand hoch. Beim Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM) liegt der Cash-Anteil inzwischen bei gut 15 Prozent, beim PI Global Value Fund (A0NE9G) erreicht er bereits 20 Prozent. Beides ist Rekord seit Auflage der Fonds 2013 beziehungsweise 2008.

 

Und wir wollen den Liquiditätsanteil weiter erhöhen in Richtung 30 bis 40 Prozent. Damit sind wir einem Crash weit weniger ausgesetzt und verfügen über Munition, wenn es wieder gute Einstiegszeitpunkte gibt. Im Übrigen vertrauen wir auf die Qualität der ausgewählten Unternehmen und ihrer Aktien.

 

Letztlich versucht er sich dabei in Market Timing. Zwar anders als sein Kollege Dirk Müller, dessen Absicherungen Gebühren und ergo Rendite kosten. Aber auch eine zu hohe Liquiditätsquote (insbesondere bei nach wie vor extrem niedrigen Zinsen) drückt die Performance (erheblich).

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vor 4 Stunden schrieb Schildkröte:

Letztlich versucht er sich dabei in Market Timing. Zwar anders als sein Kollege Dirk Müller, dessen Absicherungen Gebühren und ergo Rendite kosten. Aber auch eine zu hohe Liquiditätsquote (insbesondere bei nach wie vor extrem niedrigen Zinsen) drückt die Performance (erheblich).

Dafür hat er dieses Jahr aber gegenüber dem MSCI World nichts verloren, auch seit Juni nicht.

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Geschrieben · bearbeitet von intInvest

vor 18 Minuten schrieb moonraker:

Dafür hat er dieses Jahr aber gegenüber dem MSCI World nichts verloren, auch seit Juni nicht.

Ich finde es interessant zu sehen, wenn es manche Fonds schaffen ihren Vergleichsindex zu schlagen.

Das Problem dabei ist doch genau "dieses Jahr". Sehe ich mir den Verlauf seit Auflage an, dann lief der MSCI World doppelt so gut (gilt für Otte Vermögensbildungsfonds).

Beim PI Global stehen 130% gegen die 190% vom MSCI World.

 

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vor 8 Stunden schrieb Schildkröte:

Dieses Interview von Focus Money mit Max Otte ist zwar bereits vom Juli. Aber ich denke, diese Aussage von ihm sollte Anleger (künftig) die Lauscher spitzen lassen:

 

 

Letztlich versucht er sich dabei in Market Timing. Zwar anders als sein Kollege Dirk Müller, dessen Absicherungen Gebühren und ergo Rendite kosten. Aber auch eine zu hohe Liquiditätsquote (insbesondere bei nach wie vor extrem niedrigen Zinsen) drückt die Performance (erheblich).

Ja und? Market Timing - wer versucht das nicht?  Letztendlich erwarte ich doch genau das  von einem Fondsmanager, dass er besser ist als der Markt und eigentlich auch besser als ich.

Wenn er "nichts tut" kann ich auch gleich ETF kaufen und spare mir die Gebühren.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

vor 6 Stunden schrieb John Silver:

Ja und? Market Timing - wer versucht das nicht?  Letztendlich erwarte ich doch genau das  von einem Fondsmanager, dass er besser ist als der Markt und eigentlich auch besser als ich.

Wenn er "nichts tut" kann ich auch gleich ETF kaufen und spare mir die Gebühren.

 

An sich hast Du recht. Aber hat Max Otte bisher mit seinen Fonds den Markt geschlagen? Vielleicht auf Jahressicht, aber eben nicht seit Fondsauflage. Sollte er auch weiterhin dem Markt hinterherhinken (etwa, weil in der Spätphase eines Börsenzyklus' die Kurse oft noch mal so richtig schön durch die Decke gehen), wird man ihm seine ziemlich hohe Liquiditätsquote vorhalten. Wenn er sich so sicher ist, dass es demnächst größere Kurskorrekturen geben wird, warum shortet er dann nicht gleichzeitig Aktien? Womöglich, weil ihm diesbezüglich (auch) aus regulatorischen Gründen bzw. wegen des Fondsprospektes die Hände gebunden sind? 

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vor 16 Stunden schrieb Schildkröte:

Dieses Interview von Focus Money mit Max Otte ist zwar bereits vom Juli. Aber ich denke, diese Aussage von ihm sollte Anleger (künftig) die Lauscher spitzen lassen:

 

Da sind ja richtig gute Aussagen dabei:

Zitat

Denken Sie immer daran: Aktien sind Sachwerte, also Realvermögen. Das kann im Wert fallen. Es steigt aber auch wieder, wenn die Krise vorbei ist. Geldvermögen, Bankguthaben, Anleihen und Lebensversicherungen sind oft weg. Das hat die Geschichte ja x-mal bestätigt. Hinter Aktien steckt ein realer Wert, der nicht plötzlich verschwindet, nur weil es an den Märkten zu Turbulenzen kommt.

Zitat

Deshalb ist es ja wichtig, dass man sich darauf vorbereitet und sich mit seinem Anlagemix wohlfühlt, auch in Druckphasen. Das beinhaltet auch die Auswahl der richtigen Aktien für eine Dürreperiode. Der Kauf eines Index ist da der falsche Weg. Und dann kommt es darauf an, die Nerven zu behalten und seinen Anlagen auch die nötige Zeit zu lassen. Ich könnte wesentlich schlechter schlafen, wenn ich alles auf dem Bankkonto hätte.

Deshalb schlachtet man die Kuh nicht, sondern melkt sie - deshalb verkauft man Aktien nicht, sondern freut sich über die Dividende. ( Aua, das wird wieder ein Shitstorm geben - dann bitte hier )

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Geschrieben · bearbeitet von Schwachzocker

Zitat

Denken Sie immer daran: Aktien sind Sachwerte, also Realvermögen. Das kann im Wert fallen. Es steigt aber auch wieder, wenn die Krise vorbei ist. Geldvermögen, Bankguthaben, Anleihen und Lebensversicherungen sind oft weg....

Hervorhebung durch mich.

 

Sehe ich das richtig, dass Herr Otte genau die Positionen, die im Zweifelsfall "weg" sind, erhöhen will?

Ich halte das eigentlich eher für halbschlau.

 

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Marktausblick

Max Otte über das Börsenjahr 2019

Für Marktexperte Max Otte sind kriselnde Symptome an den Märkten erkennbar. Jedoch sollte man nicht in Schockstarre verfallen und weiterhin Ausschau nach interessanten Value-Titeln halten.

 

„Wie sagte schon Warren Buffett so schön: „We don't care about markets, we care about great businesses.“  Das Schöne beim Value Investing ist doch, dass wir nicht Märkte oder Indizies kaufen sondern Unternehmen.

Natürlich hat der aktuelle Markteinbruch viele Anleger aufgeschreckt. Die Aktienmärkte, insbesondere der S&P 500, waren zuletzt mit einem Shiller-KGV von über 30 sehr hoch bewertet und der Buffett-Indikator (das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Weltwirtschaftsleistung) bestätigte diese hohe Bewertung. Kurzfristig stieg die Marktbewertung sogar über die Weltwirtschaftsleistung. Dies ist ein wichiger Indikator, denn es gibt noch viele gute Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind und dennoch zur Wirtschaftsleistung beitragen.

 

Weitere Symptome einer aufziehenden Krise sehe ich im Brexit und seinen Begleitumständen, den Instabilitäten des italienisches Bankensystems und auch in der Währungs- und Zinsproblematik in der Türkei, Lateinamerika sowie in Indien.

Doch ob im Herbst 2018 wirklich der Startschuss für eine echte Finanzkrise gefallen ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Keinesfalls sollte man in Schockstarre verfallen. In den letzten Wochen habe ich die Liquidität meiner Fonds wieder etwas gesenkt, da ich gute Unternehmen zu attraktiven Preisen finden konnte.

 

Zum Beispiel die Lufthansa. Die bekannte deutsche Airline ist aus meiner Sicht wieder interessant geworden, nachdem sie von 31 Euro auf 17,5 Euro gefallen war. Der Lufthansa-Chef Spohr meinte, dass das jetzige Branchenwachstum eher schon das Ende wäre (7–8 Prozent p. a.). Die Lufthansa selbst will ja weniger stark wachsen, dafür aber auf die Profitabilität achten, was richtig ist. Zusätzlich kann die Lufthansa von der Konsolidierung im Markt profitieren, welche sich durch anhaltende Subventionen und niedrige Kraftstoffpreise etwas verzögert hat. Meine Analysten und ich hatten 25 Euro als Inneren Wert der Aktie errechnet. Die Dividendenrendite mit circa 4% ist auch sehr ordentlich.

Auch andere bekannte, starke Unternehmen, wie Apple oder HP haben zu Unrecht Kursverluste verzeichnet. Wir haben gerne die Rabattierung genutzt und aufgestockt. Und starke Dividendenwerte wie Sampo bereichern jedes Depot. Generell freue ich mich, wenn ich angesammelte Liquidität zu hohen Renditen auf den nachhaltigen Free Cashflow oder Gewinn der Unternehmen einsetzen kann. Das ist immer die Basis für eine langfristige Outperformance.“

Max Otte berät persönlich den Max Otte Vermögensbildungsfonds (ISIN: DE000A1J3AM3).

 

Dieser Fonds wurde 2013 von der Ampega Investment GmbH aufgelegt und hat ein Volumen von rund 49,7 Millionen Euro. Mit einem Aktienanteil von derzeit rund 80 Prozent ist die Ausrichtung eher offensiv angelegt. Dabei liegt der Fokus auf Aktien, deren fairer Wert deutlich über dem aktuellen Kurs liegt. Zu den bevorzugten Regionen gehören Europa und Nordamerika. Anleihen, Edelmetall-ETCs und andere Wertpapiere runden das Anlageuniversum ab, Derivate werden jedoch gemieden.

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Also Glaskugel mit Provision:w00t:

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Am 15.12.2018 um 13:08 schrieb Stoiker:

In den letzten Wochen habe ich die Liquidität meiner Fonds wieder etwas gesenkt, da ich gute Unternehmen zu attraktiven Preisen finden konnte.

 

Zum Beispiel die Lufthansa. Die bekannte deutsche Airline ist aus meiner Sicht wieder interessant geworden, nachdem sie von 31 Euro auf 17,5 Euro gefallen war. Der Lufthansa-Chef Spohr meinte, dass das jetzige Branchenwachstum eher schon das Ende wäre (7–8 Prozent p. a.). Die Lufthansa selbst will ja weniger stark wachsen, dafür aber auf die Profitabilität achten, was richtig ist. Zusätzlich kann die Lufthansa von der Konsolidierung im Markt profitieren, welche sich durch anhaltende Subventionen und niedrige Kraftstoffpreise etwas verzögert hat. Meine Analysten und ich hatten 25 Euro als Inneren Wert der Aktie errechnet. Die Dividendenrendite mit circa 4% ist auch sehr ordentlich.

 

Er kauft also wie Warren Buffett Airlines... Und die Dividende der Lufthansa ist auch sehr nachhaltig...

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