Max Otte - Fonds

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298 posts in this topic

Posted · Edited by Schinzilord

Danke fuer den Artikel. Er ist meines Erachtens aber schlecht recherchiert. Warum gibt es bitte keinen Vergleichsindex fuer den ARERO?!?

Einfach den ARERO/-Index, der mittels Swap nachgebaut wird, als Index mitlaufen lassen...

 

Trotzdem moechte ich eine generelle Kritik anbringen an Fonds ohne Index...es kann ja nicht so schwer sein, einen einigermassen passenden Index zu finden. Wenn man ueberwiegend Value und unterbewerteteTitel haelt, kann es ja schonmal der MSCI World Value anstatt des MSCI World. Es macht sich halt auch werbemaessig gut, wenn man sagen kann dass man so flexibel ist, dass man keinen Vergleichsindex hat. Ausserdem ist man dann ja nie schlechter als sein Index :)

 

Und wenn man in einem Artikel drei unterschiedliche Fonds vergleicht, kann man ja wenigstens die Sharperatio angeben als Vergleichkriterium...alles Investmentpornographie!

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Danke fuer den Artikel. Er ist meines Erachtens aber schlecht recherchiert. Warum gibt es bitte keinen Vergleichsindex fuer den ARERO?!?

Einfach den ARERO/-Index, der mittels Swap nachgebaut wird, als Index mitlaufen lassen...

 

Trotzdem moechte ich eine generelle Kritik anbringen an Fonds ohne Index...es kann ja nicht so schwer sein, einen einigermassen passenden Index zu finden. Wenn man ueberwiegend Value und unterbewerteteTitel haelt, kann es ja schonmal der MSCI World Value anstatt des MSCI World. Es macht sich halt auch werbemaessig gut, wenn man sagen kann dass man so flexibel ist, dass man keinen Vergleichsindex hat. Ausserdem ist man dann ja nie schlechter als sein Index :)

 

Und wenn man in einem Artikel drei unterschiedliche Fonds vergleicht, kann man ja wenigstens die Sharperatio angeben als Vergleichkriterium...alles Investmentpornographie!

 

 

Schinzi,

 

ich bin der Meinung, dass die Sache mit den Benchmark-Indizes ohnehin überbewertet wird.

Um einen Vergleichsindex zu schlagen, muss ich mich ja eigentlich bewusst vom Index lösen - wenn ein weltweit anlegender Fonds aber bewusst Europa überwichtet, weil er dort Chancen sieht, meckert garantiert jemand, warum er nicht den Stoxx als Benchmark nimmt.

 

Von daher ist es mir egal, ob ein Fonds keine oder irgendeine Benchmark hat - die für mich passende Benchmark wäre immer die Alternative, in die ich sonst investieren würde - z.B. ein ausgewogener Mix aus MSCI World, MSCI EM, EuroStoxx.

 

Und warum gibt es keinen Vergleichsindex zum ARERO? Vielleicht, weil der Arero sein eigener Index ist? So wie ich das verstanden habe, bildet der durch den Swap seinen Index doch eh exakt nach..... (Oder ich versteh Deine Frage nicht, habe den verlinkten Artikel jetzt aus Zeitgründen nicht gelesen....)

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Hi cantaloupe.

 

das mit dem ARERO war auch ironisch von mir gemeint, er ist ja sein eigener Index. Nichts leichter als den Index vor Kosten gegen den ARERO nach Kosten gegeneinanderlaufen zu lassen.

 

Aber deine Argumentation mag zwar bei normalen Fonds ohne Performance Fee angebracht sein, aber was, wenn aufgrund eines schwachsinnigen Index die Performance Fee berechnet wird (z.B. CP?)

Da wird dann DEIN Geld umverteilt.

Wobei das jetzt hier off topic wird, weil, soweit ich weiss, der Max Otte Fonds keine Performance Fee berechnet.

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Posted · Edited by Niniveh

Hallo

 

Ich stelle in der Anlage einen Auszug aus Prof. Ottes aktuellen Bericht zum PI Global Value Fund 2011 zur Verfügung.

 

Den vollständigen Bericht können Sie unter www.maxotte.de einsehen.

 

Ich hoffe Max Otte hat nichts dagegen.

Bericht_PI_Global_Value_Fund_2011_Auszug.pdf

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Hallo

 

Ich stelle in der Anlage einen Auszug aus Prof. Ottes aktuellen Bericht zum PI Global Value Fund 2011 zur Verfügung.

 

Den vollständigen Bericht können Sie unter www.maxotte.de einsehen.

 

Ich hoffe Max Otte hat nichts dagegen.

 

 

Vielen Dank für den Link.

Am Wochenende werde ich Herrn Otte auf einer Forumsveranstaltung hören.

Seine Anlagestrategie gefällt mir.

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Posted · Edited by juro

Heute morgen war Max Otte bei SWR1 Leute im Radio zu Gast:

 

link: SWR1 Leute - Studiogast Max Otte: Die Sendung zum Nachhören

 

ca. 30 Minuten die komprimierte Sendung. Sehr interessantes Interview. Hr. Otte hat m.E. sehr vernünftige u. bodenständige Ansichten u. kommt auch sympathisch rüber. Sehr hörenswert u. flüssig anzuhören.

 

Es geht um Aktien, Unternehmensbewertung, Makroökonomie, etc.

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Schönes Interview - danke für den Hinweis :thumbsup:

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Die nächsten 2-3 Jahre kann Otte beweisen was er drauf hat, er sieht ja bekanntlich noch keine Inflation und denkt das wenn Sie kommt gut für seine Aktien ist.

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Hallo

 

Über Cortal Consors kann man den Otte Fond PI Global Value P (WKN A0NE9G) inzwischen für mindestens 25 monatlich als Sparplan anlegen:

optimal-banking.de

 

Ich tue mich schwer die Kosten für diesen Fond einzuschätzen und frage, ob mir jemand hier etwas helfen mag.

Meine Frage ist etwa, wenn ich 100 einzahle und gleich wieder auszahlen lasse, wieviel bekomme ich denn dann wieder heraus? Das wären dann wohl die ganzen Verwaltungskosten, Ausgabeaufschlag usw.

Und dann wäre noch die Frage, ob dieser Fond insgesamt vergleichsweise günstig oder teuer ist.

WKN A0NE9G

Kosten des Fonds Ausgabegebühr regulär (max.) 2,00%

Verwaltungsvergütung p.a. (max.) 1,50%

Total Expense Ratio 1,86%

Bei Wikipedia lese ich, dass hier noch einige Kosten fehlen müssten, wenn ich es richtig verstanden habe.

Auch gibt es angeblich Fonds, die zwar hohe Wertsteigerungen erzielen und veröffentlichen, aber nur wenig an die Investoren auszahlen.

 

Vielen Dank

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Hallo

 

Über Cortal Consors kann man den Otte Fond PI Global Value P (WKN A0NE9G) inzwischen für mindestens 25 monatlich als Sparplan anlegen:

optimal-banking.de

 

Ich tue mich schwer die Kosten für diesen Fond einzuschätzen und frage, ob mir jemand hier etwas helfen mag.

Meine Frage ist etwa, wenn ich 100 einzahle und gleich wieder auszahlen lasse, wieviel bekomme ich denn dann wieder heraus? Das wären dann wohl die ganzen Verwaltungskosten, Ausgabeaufschlag usw.

Und dann wäre noch die Frage, ob dieser Fond insgesamt vergleichsweise günstig oder teuer ist.

WKN A0NE9G

Kosten des Fonds Ausgabegebühr regulär (max.) 2,00%

Verwaltungsvergütung p.a. (max.) 1,50%

Total Expense Ratio 1,86%

Bei Wikipedia lese ich, dass hier noch einige Kosten fehlen müssten, wenn ich es richtig verstanden habe.

Auch gibt es angeblich Fonds, die zwar hohe Wertsteigerungen erzielen und veröffentlichen, aber nur wenig an die Investoren auszahlen.

 

Vielen Dank

 

Hi,

1) Du zahlst scheinbar bei Consors 2% Ausgabeaufschlag, das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98 zurück. (Außer du bezahlst nochmal für das Kaufen/Verkaufen etwas extra bei Consors, dann kommt das noch zu den Kosten dazu). Die Verwaltungskosten gehen nicht einmalig oder beim Kauf von deinem Geld ab, sondern (soweit ich weiß immer) quasi "schleichend" von deinem angelegten Geld runter. Kann sein, dass da jeden Tag oder jeden Monat ein winziger Teil runtergeht - jedenfalls nicht zu einem festen Zeitpunkt.

2) Die Total Expense Ratio gibt eigentlich den korrekten Wert an, also wie groß die Kosten pro Jahr sind. In diesem Fall gehen also fast 2% immer an das Management. Das ist nicht besonders viel oder wenig für aktive Fonds würde ich sagen, relativ normal.

3) Wenn du Kosten sparen möchtest, dann spar den Arero an: DWS0R4 bzw. LU036086386. Da muss man aber dazu sagen, dass das ein passiver Fonds ist. Ist aus Sicht von vielen hier im Forum sicher die beste Lösung...

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Posted · Edited by Schinzilord

Weitere Kosten, die nicht in der TER ausgewiesen sind:

- Spread (bei jeder Transaktion innerhalb des Fonds musst der Spread (Unterschied zwischen An- und Verkaufskurs / Geld- Briefkurs mitbezahlt werden.

- Market Impact: Wenn ein großer Fonds 100 Mio. € in Aktien einer Firma kaufen mag, wird der Preis zwangsläufig nach oben getrieben et. vice versa -> man beeinflusst sich selbst den Preis zu seinen Ungunsten

 

Faustregel: Je höher der Turnover, desto höher die indirekten Kosten. Also je aktiver dein Fonds handelt, desto mehr Kosten fallen an und gehen von der Performance weg, von denen du aber gar nix mitbekommst.

 

-> Deswegen werden oft passive Fonds empfohlen, die eine minimale Turnover haben. Somit kann man sich indirekte Kosten von z.B. 1% p.a. sparen (ein aktiver Fonds muss schonmal um 1% p.a. indirekte Kosten + 1.83% direkte Kosten besser sein als der Index, um überhaupt einen Mehrwert für den Anleger zu erzielen.)

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Posted · Edited by Longshort

das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98€ zurück.

 

Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.

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Posted · Edited by Onkel Doktor

das heißt, wenn du gleich wieder verkaufst, dann bekommst du 98€ zurück.

 

Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.

 

Ok, das klingt übel... Das heißt aber ja nicht, dass meine Aussage bezüglich der Kosten falsch war. Dass sich zwischen Kauf und Verkauf was am Fondswert ändern kann, ist ja was anderes. Ich glaube die Frage war eher auf die Kosten als auf die Wertänderungen bezogen...

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Leider gibt es nur einmal wöchentlich montags einen Fondspreis. Da kann zwischendurch die Welt untergehen, und man kommt nicht raus. Ein Mitarbeiter des Managements hat das mir gegenüber mit dem geringen Fondsvolumen begründet. Da sei eine täglich Preisstellung zu aufwendig/teuer. Für mich ist das ein Ko-Kriterium.

 

Das ist ja der Hammer , würde mich bereit erklären ein Excelsheet zu kreieren, dass Positionen addieren kann.

 

BTW. Hört nicht auf solche Gurus, die einmal einen Treffer gelandet haben.

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Es entstehen nicht ganz unerhebliche Kosten für die Fondspreisberechnung und Veröffentlichung. Ich denke aber, dass Otte hier am falschen Ende spart. Davon abgesehen haben Fonds aus Liechtenstein sowieso nicht den allerbesten Ruf.

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Minerva lässt grüßen...hat aber überhaupt nix mit dem Max Otte Fonds zu tun, ausser, dass sie sich eine LI ISIN teilen.

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Ob Max Otte wohl noch die Hellenic Telekom in seinem Fonds hält, über die er bei DAF vor einigen Wochen gesprochen hat?

 

http://www.onvista.de/aktien/snapshot.html?ID_OSI=90496

 

Die Aktie ist ja maßlos in den Keller gegangen.

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Bei -7% im April könnte man das fast glauben...

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Bei -7% im April könnte man das fast glauben...

 

Man muss oder sollte nicht Max Ottes Fonds kaufen.

Wer aber selbst handelt, schaut nicht mit Schadenfreude auf das Tun der Anderen.

Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.

Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.

Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

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Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.

 

Im Falle Otte haben wir im Moment eine normale Marktschwankung, die eben bei Risikopapieren normal ist.

 

Trotzdem finde ich das Statement, der Gewinn- und Verlustentstehung nicht korrekt. Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell - nach Buchwert! Gerade der Fehler vieler Anleger besteht doch darin, Verluste auszusitzen weil man dem Irrglauben erliegt, die Werte erholen sich wieder und man vermeidet somit Verluste. Lieber bleiben viele dadurch Jahre lang in schwachen Papieren drin anstatt einmal glatt zu stellen und sich so auszurichten als wäre man aktuell gar nicht investiert und würde neue Anlageentscheidungen treffen.

 

Verkauft man eine Aktie, die im Plus liegt, würde man nach deinem Statement Gewinn machen. Konsequenterweise müsste man dann abstrakt ein wenig weiter denken. Der realisierte Gewinn, der dann in Barmitteln vorliegt ist ja auch nur eine andere Form der Konservierung. Schaut man sich die Euro / Dollar Kurve an, haben wir auch in liquiden Mitteln eine "volatile" Anlage. Angenommen nach einer Hiobsbotschaft fällt der Euro ins Bodenlose, würde doch auch niemand davon sprechen, der Verlust werde erst realisiert, wenn man den Euro gegen eine andere Währung verkauft sondern aktuell hat man dann halt nur noch den Wert - die Kaufkraft - die der Euro gerade an Wert hat.

 

Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.

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Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.

 

"Entscheidend ist was hinten rauskommt" wurde durch Helmut Kohl zum geflügelten Wort. Bei Buchverlusten oder Buchgewinnen ist das eben nicht der Fall.

 

Gruß

-man

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Daher bin ich der Meinung, Gewinne und Verluste hat man immer tagesaktuell, wie man sie im Depot vorfindet. Wie man mit diesen Gewinnen und Verlusten umgeht, ist dagegen eine ganz andere Frage.

 

"Entscheidend ist was hinten rauskommt" wurde durch Helmut Kohl zum geflügelten Wort. Bei Buchverlusten oder Buchgewinnen ist das eben nicht der Fall.

 

Gruß

-man

 

So ist es.

Um noch eins drauf zu setzen. Bei keiner anderen Investition außer Aktien bilanziert man tagtäglich den Verlust oder Gewinn.

Oder wer fragt danach, welchen Wert gerade die gekaufte Immobilie hat oder die Lebensversicherung oder die langjährige Anleihe oder....?

Und wenn ? Verkauft man die etwa , weil der Verlust 10,20 oder 30% beträgt? Die Frage ist hypothetisch.

Anleger wie Otte und Buffett kaufen nur Aktien unter langfristigem Aspekt.

Sind sie nach intensiver Prüfung von der Qualität des Unternehmens überzeugt, dann bleiben sie auch der Aktie treu, auch wenn sie in die Verlustzone wechselt.

Verkauft wird nur dann, wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.

Das Investieren eines Anlegers unterscheidet sich grundsätzlich vom Agieren eines Spekulanten.

 

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Bei -7% im April könnte man das fast glauben...

 

Man muss oder sollte nicht Max Ottes Fonds kaufen.

Wer aber selbst handelt, schaut nicht mit Schadenfreude auf das Tun der Anderen.

Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.

Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.

Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

Meine Aussage hat auch etwas mit Demut zu tun, die ich jedem Investor empfehlen würde. Und da bei Max Otte Marketing anscheinend auch eine entscheidende Rolle spielt, habe ich mir nach dem Besuch seiner Website zu meiner Aussage hinreißen lassen.

post-9048-0-83406600-1336036403_thumb.png

Quelle: www.maxotte.de

 

Da frage ich mich natürlich, ob "Börsianer" ein Alleinstellungsmerkmal ist, oder ob noch wer anders Börsianer sein kann? Ist er er größte, beste Börsianer in den Jahren 2009 - 2011? Wer hat das gesagt?

Zu seiner Verteidigung sei gesagt, dass er hier im Forum nicht so vollmundig aufgetreten ist.

 

Bei Valueinvestoren ist ja die Volatilität als Risikomaß nicht anerkannt, und dementsprechend sagt ja auch Hr. Otte klar und deutlich, dass man Schwankungen aushalten können muss. Denn wenn ein Valueinvestment bei 20 ein buy ist, ist es bei 15 natürlich ein strong buy. Und man muss halt nur warten, bis die anderen Investoren das auch erkennen.

Nicht alle Investments verlaufen positiv , und der jetzige Stand ist immer nur eine Momentaufnahme.

Gewinne und Verluste entstehen immer erst dann, wenn man realisiert.

Und letztlich kommt es immer auf das Gesamtergebnis an.

Aber das Problem ist doch, dass jede Kursangabe eine Momentaufnahme ist. Und zu irgendeiner dieser Momentaufnahmen muss ich verkaufen.

 

Hier im Forum und sonstwo habe ich gemerkt, dass die Unterscheidung Bilanzgewinn/verlust =! realer Gewinn/Verlust hauptsächlich von älteren Leuten gemacht wird.

Ich bin bis jetzt überhaupt nicht der Meinung, sehe aber auch meinen Erfahrungen mit Spannung entgegen, ob ich in ein paar Jahren anders als heute darüber denke.

 

Mir ist wichtig, jederzeit zu wissen für wieviel ich etwas jetzt sofort verkaufen kann -> das ist der Wert mit dem ich rechne. Abschläge gehören da für mich bei Immobilieninvestments genauso dazu wie der aktuelle Gewinn/Verlust, wie er in meinem (Aktien)Depot ausgewiesen wird. Was bringt es mir, x Zeiteinheiten darauf zu warten, bis alle anderen Investoren den inneren "wahren" Wert zu erkennen? Was ist, wenn ich nicht so lange warten kann?

Auch hier sehen dies Valueinvestoren wohl grundsätzlich anders. Volatilität als Risikomaß spielt da keine Rolle.

Wenn ein Valueinvestment aufgrund einer neuen Nachrichtenlage im Kurs um 80% einbricht, muss es neu bewertet werden. Erkennt man dann, dass der innere Wert jetzt z.B. bei -70% liegt, erkennt man dann den bilanziellen Verlust als realen Verlust an, auch wenn er noch nicht realisiert wurde? Bucht man dann -70% in die Bilanz ein?

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So ist es.

Um noch eins drauf zu setzen. Bei keiner anderen Investition außer Aktien bilanziert man tagtäglich den Verlust oder Gewinn.

Oder wer fragt danach, welchen Wert gerade die gekaufte Immobilie hat oder die Lebensversicherung oder die langjährige Anleihe oder....?

Und wenn ? Verkauft man die etwa , weil der Verlust 10,20 oder 30% beträgt? Die Frage ist hypothetisch.

Anleger wie Otte und Buffett kaufen nur Aktien unter langfristigem Aspekt.

Sind sie nach intensiver Prüfung von der Qualität des Unternehmens überzeugt, dann bleiben sie auch der Aktie treu, auch wenn sie in die Verlustzone wechselt.

Verkauft wird nur dann, wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.

Das Investieren eines Anlegers unterscheidet sich grundsätzlich vom Agieren eines Spekulanten.

 

Bei Lebensversicherungen, langjährigen Anleihen oder der Immobilie rechne ich dann halt mit dem abdiskontierten Wert der garantierten Verzinsung, dem Buchwert oder einem aktuellen Vergleichswert abzgl. einer sponaten Verkaufsabschlag von x%.

Worauf ich hinaus will:

Zu irgendeinem Zeitpunkt muss sich auch der Valueinvestor eingestehen, dass eine neue Faktenlage eine Neubewertung erforderlich macht. Dann muss auch erkannt werden, dass z.B. bei einem früheren Kurs die Aktien ein buy war, heute aber wohl nicht mehr erreicht werden kann. Wird dann der Buchverlust als realer Verlust akzeptiert? Ich hoffe und denke ja.

Aber zu welchem Zeitpunkt man dies akzeptiert, unterliegt für mich einer gewissen Willkür (bzw. unterliegt dem eigenen Selbstbewusstsein, als einziger den wahren Wert zu kennen).

Um mich von solchen Einflüssen abzukoppeln, rechne ich immer mit einem gewissen Sicherheitspolster. Das ist für mich die Akzeptanz des Buchverlustes als realer Verlust.

Aber das wird wohl hier zu sehr off topic.

Obwohl ich die Diskussion retten kann, weil ja Hr. Otte als Valueinvestor keinen passenden Vergleichsindex findet, wohl aufgrund seiner Investitionskriterien.

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Schinzilord,

tut mir leid! Ich weiß nicht, was du speziell mir sagen willst.

Ich denke, ich habe mich klar ausgedrückt.

Aktien werden auf Langfristigkeit gekauft und erst dann verkauft, wenn ein Gewinnziel mächtig überschritten wurde oder wenn die fundamentalen Daten sich völlig verändert haben.

 

Lass das mal mit den Älteren!

Eigentlich sollten ja junge Leute viel mehr Geduld haben mit ihren Investments.

Meist ist das aber umgekehrt.

Ungeduld ist mehr eine Schwäche der jungen Leuten.

Das fängt schon beim Essen an und hört ..... beim Ratz - fatz .......auf :thumbsup::)

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