Flughafen

Flughafen's - Depot

159 Beiträge in diesem Thema

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vor 10 Stunden schrieb Flughafen:

Mit IT-Firmen tue ich mich schwer, weil ich selbst in der IT arbeite und sehe, wie kurzlebig das Geschäft ist. Und wie schnell die Technologien und die Firmen veralten.

 

Das ist meines Erachtens eine sehr vernünftige Überlegung. Diversifikation sollte nicht nur innerhalb des Depots angestrebt werden, sondern auch darüber hinaus.

Wer als verbeamteter Lehrer für den Rest des Lebens einen sicheren Arbeitsplatz/Pensionsanspruch hat, der kann in seinem Depot vernünftigerweise auch mal auf die Wachstumschancen von IT-Firmen setzen. Wer selbst in der IT arbeitet, tut gut daran, sein Depot auf andere Sektoren auszurichten.

 

 

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vor 11 Stunden schrieb Flughafen:

Mit IT-Firmen tue ich mich schwer, weil ich selbst in der IT arbeite und sehe, wie kurzlebig das Geschäft ist. Und wie schnell die Technologien und die Firmen veralten.

Und wie siehst du SAP? Kunden von SAP werden nicht so einfach weggehen können. Systeme kann man auch in der Krise nicht abschalten, was auch deutlich konstante Gewinnentwicklung von SAP zeigt.

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vor einer Stunde schrieb hund555:

Und wie siehst du SAP? Kunden von SAP werden nicht so einfach weggehen können. Systeme kann man auch in der Krise nicht abschalten, was auch deutlich konstante Gewinnentwicklung von SAP zeigt.

 

SAP hat einen ähnlich hohen Burggraben wie Microsoft oder Oracle. Aber sie haben nicht die Geschwindigkeit bei der Einführung von neuen Produkten wie Microsoft. Das führt zu einem veralteten und unkomfortablen Handling der Software. Ich glaube für Investoren mit Blick auf Stabilität und Werterhalt ist SAP ziemlich attraktiv, weil ein laufendes SAP-System löst kaum jemand ab. Ob große Gewinnsprünge zu erwarten sind? Da müsste man sich HANA anschauen, was es kann und wie der Verkauf läuft. Im FiBu/Controlling-Bereich und ggf. Personal-Bereich ist SAP sicherlich eine sehr gute Wahl, aber für die Abbildung von komplexen oder branchenspezifischen Geschäftsprozesse nur bedingt geeignet. Mich wundert es nicht, dass Lidl es in 8 Jahren nicht geschafft hatte, nach SAP umzusteigen. Ein Discounter-Betrieb dürfte dann doch zu speziell sein. Ich glaube, dass man bei komplexen oder branchenspezifischen Geschäftsprozessen mit proprietären ERP-Systemen für die Firmen mehr rausholen kann, als mit SAP. Es gibt auch gute branchenspezifische ERP-Systeme.

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vor 37 Minuten schrieb Flughafen:

 

SAP hat einen ähnlich hohen Burggraben wie Microsoft oder Oracle. Aber sie haben nicht die Geschwindigkeit bei der Einführung von neuen Produkten wie Microsoft. Das führt zu einem veralteten und unkomfortablen Handling der Software. Ich glaube für Investoren mit Blick auf Stabilität und Werterhalt ist SAP ziemlich attraktiv, weil ein laufendes SAP-System löst kaum jemand ab. Ob große Gewinnsprünge zu erwarten sind? Da müsste man sich HANA anschauen, was es kann und wie der Verkauf läuft. Im FiBu/Controlling-Bereich und ggf. Personal-Bereich ist SAP sicherlich eine sehr gute Wahl, aber für die Abbildung von komplexen oder branchenspezifischen Geschäftsprozesse nur bedingt geeignet. Mich wundert es nicht, dass Lidl es in 8 Jahren nicht geschafft hatte, nach SAP umzusteigen. Ein Discounter-Betrieb dürfte dann doch zu speziell sein. Ich glaube, dass man bei komplexen oder branchenspezifischen Geschäftsprozessen mit proprietären ERP-Systemen für die Firmen mehr rausholen kann, als mit SAP. Es gibt auch gute branchenspezifische ERP-Systeme.

Danke. Ich wollte eine Meinung von einem ITler und Aktionär dazu lesen.

Ja, Geschwindigkeit bei der Einführung ist verständlicherweise nicht so schnell wie bei Microsoft, dafür ist die Software einfach zu komplex. Aber selbst Microsoft kommt nicht ohne SAP aus. Ich glaube mich erinnern zu können, dass ein Arbeitskollege ein SAP Projekt sogar bei US-Regierung hatte.

Ich sehe immer wieder, dass auch Mittelständer immer mehr auf SAP umstellen und in vielen ausgeschriebenen Projekten gewinnt doch meistens SAP, obwohl sie mit anderer Software günstiger weggekommen wären. Das was SAP aufgebaut hat, ist so schnell nicht nachbaubar.

Viele branchenspezifische Geschäftsprozesse, wie du schon sagst, sind in SAP nicht oder unzureichend abgebildet, hier müssen firmeninterne Projekte das Problem lösen. Trotzdem ist wohl SAP die bessere Lösung für die - für Krankenkassen hat SAP z.b. keinen Modul, AOK hat kompletten Geschäftsprozess selbst abgebildet, als System aber trotzdem SAP genommen. 

Der Fall mit Lidl ist eher Ausnahme, kenne sonst kein Unternehmen, welches so ein Projekt abblasen musste. (Haben vielleicht Projektleiter versagt?)

Ein Unternehmen welches SAP erfolgreich eingeführt hat, wird wohl immer bei SAP bleiben, Kostensteigerungen werden sie wohl in Kauf nehmen müssen, da weiß SAP wie weit die es treiben können. (Mit dem neuen amerikanischem Management werden horrende Linzenzkosten verlangt und dann wird teilweise Rabatt bis auf 95-99% gewährt ...)

Was mir als Aktionär auch sehr gut gefällt, dass das Management tief im Boot mit sitzt. Solche Unternehmen entwickeln sich historisch gesehen besser als der Markt.

 

 

 

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vor 3 Stunden schrieb hund555:

Danke. Ich wollte eine Meinung von einem ITler und Aktionär dazu lesen.

Ja, Geschwindigkeit bei der Einführung ist verständlicherweise nicht so schnell wie bei Microsoft, dafür ist die Software einfach zu komplex. Aber selbst Microsoft kommt nicht ohne SAP aus. Ich glaube mich erinnern zu können, dass ein Arbeitskollege ein SAP Projekt sogar bei US-Regierung hatte.

Ich sehe immer wieder, dass auch Mittelständer immer mehr auf SAP umstellen und in vielen ausgeschriebenen Projekten gewinnt doch meistens SAP, obwohl sie mit anderer Software günstiger weggekommen wären. Das was SAP aufgebaut hat, ist so schnell nicht nachbaubar.

Viele branchenspezifische Geschäftsprozesse, wie du schon sagst, sind in SAP nicht oder unzureichend abgebildet, hier müssen firmeninterne Projekte das Problem lösen. Trotzdem ist wohl SAP die bessere Lösung für die - für Krankenkassen hat SAP z.b. keinen Modul, AOK hat kompletten Geschäftsprozess selbst abgebildet, als System aber trotzdem SAP genommen. 

Der Fall mit Lidl ist eher Ausnahme, kenne sonst kein Unternehmen, welches so ein Projekt abblasen musste. (Haben vielleicht Projektleiter versagt?)

Ein Unternehmen welches SAP erfolgreich eingeführt hat, wird wohl immer bei SAP bleiben, Kostensteigerungen werden sie wohl in Kauf nehmen müssen, da weiß SAP wie weit die es treiben können. (Mit dem neuen amerikanischem Management werden horrende Linzenzkosten verlangt und dann wird teilweise Rabatt bis auf 95-99% gewährt ...)

Was mir als Aktionär auch sehr gut gefällt, dass das Management tief im Boot mit sitzt. Solche Unternehmen entwickeln sich historisch gesehen besser als der Markt.

 

 

 

 

Ich meine die Geschsindigkeit nicht bei der Einführung, sondern bei der Produkt-Weiterentwicklung. Microsoft entwickelt seine Produkte deutlich schneller. Da hast Du die Sicherheit, dass selbst wenn heute irgendwas noch fehlt, es morgen reinkommt. Wobei die MS-Produkte auch nicht so günstig sind, ein MS Project Update kostet für eine mittelständische Firma glaube ich so ca. 50 Tsd.

 

Die Mittelständer gehen natüzlich auf SAP, weil sich viele Manager nicht trauen eine eigene Entscheidung zu treffen und lieber das nehmen, was als State-of-the-Art im Markt gilt. Und das ist SAP nun mal. Viele Firmen validieren die Software gar nicht richtig, wenn sie eine Entscheidung zwischen zwei ERP-Systemen treffen. Die langen Gesichter kommen später, nach der Einführung. Ich kann mich noch an die Mail unserer Geschäftsführung erinnern, deren Inhalt war: "Nicht beschweren, Klappe halten, mit SAP weiter machen!" :)

Ich glaube nicht mal, dass für SAP Gefahr von einer anderen Stelle droht, dass jemand eine ähnliche Software nachbauen könnte. Vermute eher, dass neue Software-Arten solche Monster ablösen könnten. Der große Vorteil von SAP ist, dass man sich die Schnittstellen erspart, SAP ist homogen. Schnittstellen sind aktuell sehr anfällig bei Datenübertragungen, das zu bereinigen ist teuer. Aber mit der Verbesserung der Software-Schnittstellen, z.B. Enterprise Service Bus etc. kann es dazu kommen, dass die Hürden für einen Betrieb heterogener Software sinken werden. Dann wird sich ein Mittelständler fragen, wozu er als Produktionsmodul zu seinem Bestehenden FI/CO-Modul auch SAP nehmen soll, wenn es bessere auf dem Markt gibt, die seine branchenspezifischen Bedürfnisse besser abbildet. Und SAP könnte Stück für Stück in den einzelnen Bereichen verlieren. Diese Entwicklung halte ich für wahrscheinlicher, als dass jemand eine SAP-Kopie nachbaut. :)

 

Zu Lidl stimme ich Dir zu, das ist ein klares Versagen des Projektmanagements, kein SAP-Problem. So selten is das nicht. Selbst ohne breiten Marktüberblick kenne ich zufällig 2 Unternehmen. Nämlich meinen vorherigen und meinen aktuellen Arbeitgeber. :) Bei meinem letzten Arbeitgeber hatte die US-Mutter ca. 140 Mio in Sand gesetzt und ist mit ihrer SAP-Einführung grandiös gescheitert. Aktuell arbeiten ca. 400 Mexikaner die fehlerhaften Rechnungen manuell ab. Bei meinem aktuellen Arbeitgeber hat die deutsche Mutter den SAP-Einführungsprozess gestoppt, war bereits im Gange. Was es ihnen gekostet hat, kann ich nicht sagen. So wie es aussieht, werden sie mittelfristig ein branchenspezifisches ERP-Systemen bekommen. Finde ich in diesem Fall gut, wenngleich es auch hier nicht am SAP liegt, die andere Software ist sicherer und wahrscheinlich auch billiger in der Einführung, da bereits Vieles abgebildet ist.

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Da ich zwischen Weihnachten und Silvester mit anderen Dingen beschäftigt sein werde, werde ich bereits jetzt die Jahresergebnisse veröffentlichen. Die Portfolio Performance Anwendung rechnet mir für 2018 TTWR -12,30% und IZF -13,25%. So ganz traue ich dieser Berechnung nicht. Wenn man die absoluten Performance-Daten rechts oben in Prozente umrechnet, ergibt sich folgendes Bild:

 

100% Depotgröße zu Jahresbeginn
+30% Einzahlung
+3,7% Erträge (Dividenden)
-17,2% Kursverluste
-1,35% Steuern
-0,09% Gebühren

--------
115% - die Summe heute

 

Ich hatte dieses Jahr eine Abfindung von meinem Ex-Arbeitgeber bekommen und diese voll dem Depot zugeführt, daraus ergab sich die Möglichkeit, einer außergewöhlich hohen Einzahlung von 30%. Und ich schließe das Jahr immer noch im Plus.

 

Die absolute Performance der Positionen laut der Software (vermutlich inlc. Dividenden):
* MünichRe: +7,7%
* Admiral Group: +1,2%
* CVS Health: -2,75%
* John Deere: -2,9%
* Allianz: -5,5%
* Coca-Cola: -6,32% (habe ich zum Jahresanfang verkauft)
* Bayer: -8,7% (verkauft, hatte sie nur kurz)
* BMW Vz: -11,6%
* Henkel: -11,8%
* Altria: -21%
* British American Tobacco: -34,3%
* Deutsche Post: -36,4%

 

Die Depot-Struktur:
* Altria: 25,5% (gut, war schon mal 33%)
* Münchner Rück: 14% (gut, war schon mal 33%)
* John Deere: 11,2%
* Admiral Group: 8%
* CVS Health: 6,3%
* BMW Vz: 6,3%
* Henkel: 3,8%
* Deutsche Post: 3,5%
* Allianz: 2,6%
* British American Tobacco: 2,5%

* Cash: 15,7% (reicht für 2-3 neue Positionen)

 

Insgesamt bin ich mit allen Papieren zufrieden, es ist jetzt nichts dabei, was jetzt so überteuert wäre, wie die Deutsche Post bei fast 40 war. OK, Henkel ist nicht ganz billig, aber die sind meistens doch noch teurer. Nachkaufkndidaten sind Deutsche Post und BAT, müssten aber noch weiter runterkommen. Apropos, Preise. Neulich habe ich mir zur Abwechslung mal die Preise für Immobilien im münchner Speckgürtel angeschaut. 32-35 Jahreskaltmieten ca. 40km von München. Na ja, im Vergleich zu der Rendite von Tobaccos oder selbst der Deutschen Post bzw. Münchner Rück sind die Immobilien derart unattraktiv, dass ich es gleich wieder vergessen habe.

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Sehr schönes Depot!

 

Du überlegst BAT nachzukaufen. Die sind bei Dir genauso doll im Minus wie bei mir ;)

 

Was meinst Du, wo der Punkt zum nachkaufen ist...? Mich juckt es seit langem, aber bisher war ich glücklich noch nicht nachgelegt zu haben, die Aktie scheint derzeit niemanden zu begeistern :o

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Am ‎03‎.‎01‎.‎2019 um 23:28 schrieb McScrooge:

Sehr schönes Depot!

 

Du überlegst BAT nachzukaufen. Die sind bei Dir genauso doll im Minus wie bei mir ;)

 

Was meinst Du, wo der Punkt zum nachkaufen ist...? Mich juckt es seit langem, aber bisher war ich glücklich noch nicht nachgelegt zu haben, die Aktie scheint derzeit niemanden zu begeistern :o

 

Ich werde noch am Wochenende bezüglich der Schuldenpolitik von BAT recherchieren und evtl. Anfang nächster Woche nachkaufen. Ein wichtiger Grund für den Rückgang der Preise war der Liquiditätsentzug aus dem Entwicklungsmärkten durch steigende US-Zinsen. Das führte zum Absturz der Währungen der Entwicklungsländern gegenüber dem USD, was natürlich die BAT-Gewinne erheblich beeinflusst. Dieser Prozess ist seit ca. 4 Monaten abgeschlossen. Die Spekulation auf das Verbot von Menthol-Zigaretten kam danach dazu als Sondergeschenk. Da die Wirkung dieser Faktoren nun abgeschlossen ist, auch der Brexit psychologisch eingepreist sein dürfte (wirtschaftlich nicht unbedingt) und dazu noch die Dividenden-Rendite über 8% liegt und sie auch bei vergangenen Tiefs bei normalen Aktien nie die 9% erreichte, gehe ich davon aus, dass nach unten kaum Spielraum ist. Einzig eine Dividendenherabsetzung kann ich mir noch als möglichen Faktor noch vorstellen, der den Kurs wesentlich drücken könnte. Im Prinzip ist aber sehr gute Kaufzeit, auf die ich seit 2014 gewartet habe. :thumbsup:

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vor 48 Minuten schrieb Flughafen:

und evtl. Anfang nächster Woche nachkaufen.

Ich weiß nicht ob du darauf Wert legst und wie du es beurteilst: Die Abstimmung über Brexit-Abkommen ist am kommenden Dienstag.

(Vielleicht beeinflusst es deine Kaufentscheidung, ob du es vor Dienstag oder danach machst)

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