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Holzmeier

Trackingdifferenzen von Aktien-ETFs auf Standardindizes

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sigmabe
Posted · Edited by sigmabe
On 20.10.2019 at 8:19 PM, Fondsanleger1966 said:

welche der Morningstarzahlen Du meinst. Z.B. gibt es allein für DBX0AV 5 unterschiedliche Zahlenreihe - je nach Börse

Es geht hier um die NAVs, die extraETF von Morningstar bezieht, und nicht um Börsenkurse, das ist jetzt über die Beiträge natürlich irgendwo verloren gegangen.

 

On 20.10.2019 at 8:29 PM, Fondsanleger1966 said:

 Deshalb sind die Berechnungen in diesem Thread zwar sehr hilfreich, um größere Kostenblöcke aufzudecken (teure Swaps, ...). Manchmal habe ich aber den Eindruck, dass einzelne Nutzer sie in manchen Fällen überstrapazieren.

Mich hat obige Diskussion eher wieder von diesem Faden im Vergleich zu den Alternativen überzeugt. Auf die KIIDs muss man sich hier natürlich verlassen, wenn man trackingdifferences.com nutzt, muss man das aber auch und hat zusätzliche Probleme, die durch die Automatisierung der Datenabfrage dort entstehen. Grundsätzlich hatte ich mich gefreut, dass extraETF ohne KIID vorgeht, aber wenn dann verschiedene Stichtage auftreten, hilft das eben auch keinem weiter. Es scheint eben doch nichttrivial zu sein, die Auswertung ordentlich zu machen.

 

Dass die Daten zum Teil überinterpretiert werden, sehe auch ich noch immer so, aber zumindest hat sich Holzmeier ja vergleichsweise viel Mühe gegeben, darüber aufzuklären.

On 13.12.2014 at 11:22 PM, Holzmeier said:

Unsicherheiten

Man könnte hier aber sicher noch deutlicher sein und beispielsweise auf eine Mittelwertberechnung verzichten, wenn Daten aus weniger als 4(3?) Jahren vorliegen. Man scheint sich ja einig zu sein, dass dann die Aussagekraft gering ist (sei es aus statistischen Gründen, wie ich zu argumentieren versuchte, oder aufgrund der fairvalue Beobachtungen).

 

Was mich jetzt aber doch noch interessieren würde: Wie ist denn nun die Sicht auf die Währungsaspekte, die ja auch bei fairvalue erwähnt wurden und die eben nicht unter diesen Punkt fallen.

On 20.10.2019 at 7:46 PM, Holzmeier said:

Differenzen zum Index, wodurch sich manche Unsicherheit rauskuerzt

Oben

On 15.9.2019 at 8:03 PM, Holzmeier said:

Neu (fuer mich) in der fairvalue-Studie:

  • Es gibt doch einen Waehrungseffekt bei der Berechnung der TDen, allerdings ist er klein, insbesondere wenn die TD nahe 0 liegt. Hatte ich bisher immer als irrelevant angesehen.

hatte ich gehofft, dass es dazu hier noch etwas Erläuterung gibt.

 

Meiner Meinung nach sollte sich die Wechselkursschwankung direkt auswirken. Wenn die Wechselkursschwankung also in Größenordnung bis zu 20% im Jahr auftreten (das ist etwa das, was man für den wohl einzig relevanten Fall EUR/USD hat), sollten sich auch die TD um bis zu 20% ändern, wenn man die Währung wechselt. Für ETFs mit TDs in der Größenordnung 0,5 hätte man also Abweichungen in der Größenordnung 0,1, was bisher als allgemeine Fehlerschätzung angegeben ist.

 

Wäre es also vielleicht doch angemessen hier noch etwas bei den "Unsicherheiten" zu ergänzen oder gar den Effekt rauszurechnen (macht das Ganze natürlich auch aufwändig, fehleranfällig und weniger nachvollziehbar)? Langfristig tritt der Effekt natürlich nicht immer im Extrem auf und mittelt sich irgendwann (falls EUR/USD langfristig stabil ist) auch raus (auch ein Grund die Auswertung für wenige Jahre zu hinterfragen).

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Holzmeier
Posted
vor 8 Stunden von sigmabe:

Man könnte hier aber sicher noch deutlicher sein und beispielsweise auf eine Mittelwertberechnung verzichten, wenn Daten aus weniger als 4(3?) Jahren vorliegen. Man scheint sich ja einig zu sein, dass dann die Aussagekraft gering ist (sei es aus statistischen Gründen, wie ich zu argumentieren versuchte, oder aufgrund der fairvalue Beobachtungen).

Ja, das waere denkbar und ggf. auch sinnvoll. Wenn der Index nicht mit einer gesampelten Aktienauswahl nachgebildet wird, sind die TDen allerdings doch relativ konstant. Auch weise ich darauf hin, dass ueber kuerzere Zeitraeume gemittelte Werte mit groesseren Ungenauigkeiten belegt sind und man sich nicht nur die Mittelwerte, sondern auch die einzelnen Jahreswerte angucken moege.

Vielleicht probiere ich es aber vor dem naechsten Update mal aus, wie sich das Ranking denn bei einer Mittelung ueber verschiedene und insbesondere kuerzere Zeitraeume aendern wuerde.

 

 

vor 8 Stunden von sigmabe:

Wie ist denn nun die Sicht auf die Währungsaspekte, die ja auch bei fairvalue erwähnt wurden und die eben nicht unter diesen Punkt fallen.

Wäre es also vielleicht doch angemessen hier noch etwas bei den "Unsicherheiten" zu ergänzen oder gar den Effekt rauszurechnen (macht das Ganze natürlich auch aufwändig, fehleranfällig und weniger nachvollziehbar)? Langfristig tritt der Effekt natürlich nicht immer im Extrem auf und mittelt sich irgendwann auch raus (auch ein Grund die Auswertung für wenige Jahre zu hinterfragen).

Ich hatte vor, die Waehrungsaspekte beim naechsten Update zusaetzlich mit aufzunehmen und zu diskutieren. Rausrechnen wuerde ich sie aus den von dir genannten Gruenden aber nicht wollen.

 

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DST
Posted · Edited by DST

Vanguard hat die Gebühren (TER) von 13 ETFs gesenkt. Die neuen Angaben habe ich der Webseite von Vanguard entnommen, die alten Angaben stammen von JustETF.

 

Aktien:

 

FTSE All-World UCITS ETF

  • 0,25% -> 0,22% (-12%)

FTSE Developed Asia Pacific ex Japan UCITS ETF

  • 0,25% -> 0,22% (-12%)

FTSE Developed Europe ex UK UCITS ETF

  • 0,12% -> 0,10% (-16,7%)

FTSE Developed Europe UCITS ETF

  • 0,12% -> 0,10% (-16,7%)

FTSE Developed World UCITS ETF

  • 0,18% -> 0,12% (-33,3%)

FTSE Emerging Markets UCITS ETF

  • 0,25% -> 0,22% (-12%)

FTSE Japan UCITS ETF

  • 0,19% -> 0,15% (-21,1%)

Durchschnitt

  • 0,19% -> 0,16% (-15,8%)

 

Anleihen:

 

EUR Corporate Bond UCITS ETF

  • 0,13% -> 0,09% (-30,8%)

EUR Eurozone Government Bond UCITS ETF

  • 0,12% -> 0,07% (-41,7%)

UK Gilt UCITS ETF Distributing

  • 0,12% -> 0,07% (-41,7%)

USD Corporate 1-3 Year Bond UCITS ETF

  • 0,15% -> 0,09% (-40%)

USD Corporate Bond UCITS ETF

  • 0,12% -> 0,09% (-25%)

USD Treasury Bond UCITS ETF

  • 0,12% -> 0,07% (-41,7%)

Durchschnitt

  • 0,13% -> 0,08% (-38,5%)

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supertobs
Posted

Ich habe x-trackers wegen der großen TD beim EMLE (LU0321462953) angefragt, 3.2% (!). Hier ist die Antwort:

 

"Es gibt zwei Gründe für den erhöhten Tracking-Unterschied: Die TER wurde am 11.07.2017 von 0,55% auf 0,40% gesenkt. Da Ihre Tabelle lediglich eine Zahl hinter dem Komma anzeigt, könnte der Unterschied die 2009-2017 zwischen 0,45% und 0,65% liegen. Eine TER von 0,55% liegt bereits ziemlich nahe dran. 

 

Am 17.05.2018 wurde die Benchmark von der abgesicherten version des Index in die nicht abgesicherte Version des „FTSE Emerging Markets USD-Index für Staatsanleihen und Staatsanleihen Select“ geändert. Dies wurde durch eine ESMA Verordnung verursacht, die künftig nur noch abgesicherte Benchmarks verfolgt. Schwankungen des EUR/USD Wechselkurses verursachen einen Performanceunterschied zwischen dem abgesicherten und dem nicht abgesicherten Index, was die Erklärung für den erhöhten Tracking-Unterschied zwischen dem abgesicherten ETF und der nicht abgesicherten offiziellen Benchmark ist.

 

Der Tracking Unterschied zwischen unserem ETF und der abgesicherten Benchmark liegt jedoch nahe an der TER."

 

Es werden also im Grunde falsche Zahlen verglichen

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Holzmeier
Posted

Weil eine Verordnung nur noch abgesicherte Benchmarks verfolgt, wurde die Benchmark hier in die nicht abgesicherte Version geaendert?

Ein "Emerging Markets Liquid Eurobonds", der ohnehin schon keine Eurobonds mehr enthaelt, wird dann einfach mit einer Benchmark aus Dollaranleihen verglichen?

Und X-Trackers stellt seinen ETF in der KIID somit grottenschlecht dar, ohne Erklaerung oder Kommentar?

 

Alles seltsam.

 

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supertobs
Posted · Edited by supertobs

Das mit den Eurobonds ist Geschichte, wurde auch klar kommuniziert. Ich nenne ihn aus Gewohnheit nur noch EMLE. Er hat auch der gleiche ISIN. Letztlich bin ich ok mit USD als Euro gehedged. Wenn der Anleihenmakrt global halt nicht von selbst auf den Euro geht.

 

Aber in den KIID und eigene Vergleichen abgesichert mit dem nicht abgesicherten zu vergleichen ist wirklich ärgerlich. Vor allem wenn es die abgesicherte Version des Index gibt.

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DST
Posted · Edited by DST

@Holzmeier FR0011550177 (BNP Paribas Easy S&P 500 UCITS ETF) ist neu bei Xetra in US-Dollar handelbar. Es ist das Pendant zu FR0011550185, der in EUR gehandelt wird. Ob die sich in der TD unterscheiden kann ich nicht beurteilen.

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mes
Posted
Zitat

Ab 2018 spielen steuerliche Erwägungen bei der Auswahl konkreter ETFs nahezu keine Rolle mehr. Die Abgrenzung zwischen steuereinfach und steuerhässlich entfällt, und auch unter anderen steuerlichen Gesichtspunkten ergeben sich nahezu keine Unterschiede mehr zwischen verschiedenen ETF-Konstruktionen. Nur wenn der KESt-Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist, sind ausschüttende ETFs steuerlich etwas vorteilhafter.

Gilt das weiterhin? Die Vorabpauschale ist nun nahezu null (0,07%). Sollte das nicht wieder Thesaurierer - nahe zur Lage vor 2018 - bevorzugen? 

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Merol Rolod
Posted

Von wem ist das Zitat?

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Cai Shen
Posted · Edited by Cai Shen

Erster Beitrag, ganz unten in bunt. 

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Merol Rolod
Posted
vor 4 Stunden von mes:

Gilt das weiterhin? Die Vorabpauschale ist nun nahezu null (0,07%). Sollte das nicht wieder Thesaurierer - nahe zur Lage vor 2018 - bevorzugen? 

Ich verstehe Holzmeier an der Stelle so, dass es hauptsächlich um die frühere Steuerhäßlichkeit ging.

Seine Aussage gilt aber dennoch weiterhin. Über den groben Daumen ist die Ausschüttungsvariante egal. Aber natürlich macht es prinzipiell Sinn bei noch verfügbarem Freibetrag diesen mittels Ausschüttern auszunutzen und dann auf Thesaurierern weiter zu sparen.

Es geht aber auch die Welt nicht unter, wenn man nur Thesaurierer oder nur Ausschütter bespart.

Dafür gibt es hier im Forum auch diverse Exceldateien, um sich der entsprechenden Nachkommastellenakrobatik hinzugeben.

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DST
Posted · Edited by DST
Am 3.1.2020 um 14:32 von Merol Rolod:

Ich verstehe Holzmeier an der Stelle so, dass es hauptsächlich um die frühere Steuerhäßlichkeit ging.

Seine Aussage gilt aber dennoch weiterhin. Über den groben Daumen ist die Ausschüttungsvariante egal. Aber natürlich macht es prinzipiell Sinn bei noch verfügbarem Freibetrag diesen mittels Ausschüttern auszunutzen und dann auf Thesaurierern weiter zu sparen.

Es geht aber auch die Welt nicht unter, wenn man nur Thesaurierer oder nur Ausschütter bespart.

Dafür gibt es hier im Forum auch diverse Exceldateien, um sich der entsprechenden Nachkommastellenakrobatik hinzugeben.

Sehr gut ausgedrückt! :thumbsup:

 

Zufällig habe ich vorhin im Thread "Anfängerfragen" genau dazu ein Beispiel genannt. (Im Bezug auf die Idee, dass dafür theoretisch bereits ein einziger ETF mit hoher Ausschüttungsrendite ausreicht).

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