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Ramstein

Diskussionen, Kommentare, Meinungen

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Bigwigster
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Zum Thema Asset Allokation haben mich zwei gut nachvollziehbare Quellen geprägt:

 

1. Der Arero, also 60% Aktien 15% Rohstoffe 25% €-Staatsanleihen. Wissenschaftlich sehr gut begründet. (Viele Infos und Hintergründe unter https://arero.de/ )

 

2. Global Asset Allocation von Meb Faber  http://www.derpreport.com/wp-content/uploads/2017/02/GAA_Book.pdf

 

Daraus habe ich für mich eine kleine Übersicht herausgearbeitet, aus der man schon viel rauslesen kann (REITs habe ich als Aktien betrachtet):

 

 

 

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Tordal
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Sehr interessant. Danke!

 

Besonders interessant finde ich die Aussage, dass ein Akienanteil über 50 kaum noch mehr Rendite bringt. Möglichst kein RK1 dagegen ist nachvollziehbar.

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Bigwigster
Posted
vor 35 Minuten von Tordal:

Sehr interessant. Danke!

 

Besonders interessant finde ich die Aussage, dass ein Akienanteil über 50 kaum noch mehr Rendite bringt. Möglichst kein RK1 dagegen ist nachvollziehbar.

Ab 50% Aktienanteil sind wir über den Gesamtzeitraum in einem Renditebereich von 5,13% bis 5,96% p.a.

Insbesondere bei einem 90% Aktienanteil hätte ich eine höhere Rendite erwartet, bzw. wohl eigentlich eine niedrigere für 50-60% Aktienanteil. Deshalb sehe ich es für mich nicht als erforderlich den Aktienanteil unnötig zu erhöhen, sondern versuche lieber in Richtung der GAA Variante zu gehen.

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Steve777
Posted · Edited by Steve777

Danke auch von mir nochmal für die echt gute Übersicht.

Das Risiko steigt ab Aktienanteil größer 50% also massiv an, ohne die Renditechancen (über lange Zeit!) massiv zu verbessern. Echt interessant.

 

Eine Frage noch zur GAA-Zeile:

Hinten steht 74% RK3 und 26% risikoarm.

RK3 sind die Aktien, die Rohstoffe, Gold und ???

Risikoarm sind Inflationsgeschützte Anleihen und ???

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Bigwigster
Posted
Am 22.1.2020 um 09:38 von Steve777:

Danke auch von mir nochmal für die echt gute Übersicht.

Das Risiko steigt ab Aktienanteil größer 50% also massiv an, ohne die Renditechancen (über lange Zeit!) massiv zu verbessern. Echt interessant.

 

Eine Frage noch zur GAA-Zeile:

Hinten steht 74% RK3 und 26% risikoarm.

RK3 sind die Aktien, die Rohstoffe, Gold und ???

Risikoarm sind Inflationsgeschützte Anleihen und ???

Sorry habe jetzt erst mal wieder zufällig hier reingeschaut.

Stark vereinfacht habe ich Staatsanleihen (auch langlaufende) als risikoarm zugeordnet und Unternehmensanleihen als RK3

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Steve777
Posted

Hm...Staatsanleihen Langläufer RK1?

Würde ich sogar fast zu RK3 tun (nicht mal RK2).

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Ramstein
Posted · Edited by Ramstein

Ich hatte was in einem der allgemeinen Covid-Fäden geschrieben und bekam die Anregung, es hier einzustellen, wo es leichter findbar ist. Mach ich jetzt, redigiere es dabei ein wenig.

 

Ich bin diesen Monat 50 Jahre am Aktienmarkt engagiert und habe mittlerweile (früher gab es die nicht) einen überwiegenden Teil meiner Aktienengagements in ETFs und empfehle das auch dem normalen Kapitalmarktvieh. Das hält mich aber nicht davon ab, ab und zu auch mal - jetzt kommt es auf den Standpunkt an - zu zocken/in Einzelaktien zu investieren. Wenn ich darüber schreibe, habe ich nicht das Ziel, ein Vorbild zu sein. Ich versuche viel mehr, meine Einstellungen und Erfahrungen denen zu vermitteln, die vielleicht(!) davon profitieren können. Ich habe mich aber auch bewusst dagegen entschieden, eine Hypothek auf die Hütte zu nehmen, um günstiger und mehr auf Kredit zu kaufen.  Mein Lombardrahmen schöpft auch nicht annähernd den möglichen Beleihungswert aus, sodass auch bei weitern 50% Kurseinbruch keine Zwangsverkäufe drohen.

 

Gerade im Covid-Markt konnte ich nicht widerstehen und habe mit Aktien investiert/gezockt. Und das  - Schwefel, Pech, Hölle, ewige Verdammnis, Verarmung und Obdachlosigkeit droht - auch noch auf Lombardkredit bei mehreren Banken. Der durchschnittliche Schuldzins ist 4% p.a.; das ist also der annualisierte Zins. Natürlich waren nicht alle Investitionen profitabel. Aber darauf kommt es nicht an. Auch in einem ETF sind nicht alle Aktien gewinnbringend.

 

Butter bei die Fische (Namen nenne ich bewußt nicht, Nachfragen sind sinnlos, da die zugrunde liegenden Analysen nicht von mir stammen, sondern mir freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurden), Renditen sind annualisiert (rein prozentuale Renditen kann PP in der Tranes-Ansicht noch nicht, habe bei Andreas diesbezüglich angefragt), Tabelle Trades aus Portfolio Performance:

 

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Damit ist mein gehebeltes Aktiendepot dies Jahr bisher deutlich besser gelaufen, als das reine Buy-and-Hold ETF-Depot.

Momentan bin ich dabei, den Lombard wieder abzubauen, denn vielleicht gibt es noch mal gute Kaufgelegenheiten.

 

Natürlich gab es Feedback und meine Meinung dazu:

 

Ich habe folgenden Eindruck:

Sonst gibt es hier im Forum die "Kaufen, wenn die Kanonen donnern"-Kostolany Fans, jetzt fühlen sich aber die Hasenfuss-Investoren berufen, die Richtung vorzugeben. Leute: Jeder bestimmt selbst die Größe des Karos, das er trägt. Es gibt da kein "richtig" oder "falsch". Es wird auch niemandem gelingen, "die Anderen" zu überzeugen, dass sie Unrecht haben. Haben sie nämlich nicht. Das sollte man akzeptieren und daher wird es aus der Corona-Krise - genau wie aus allen vorherigen Ereignissen - keine absoluten Wahrheiten und Handlungsempfehlungen geben. 

 

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Es gibt Leute, die sich Aktien anschauen und dabei nicht auf die gerade so beliebten seichten YouTube-"Analysten" hören, sondern wirklich die Geschäftsberichte durchfräsen; die Berichte der letzten 15 bis 20 Jahre. Wie krisenanfällig ist das Unternehmen? Wie hat es sich in den letzten Markteinbrüchen verhalten? Gab es Abspaltungen, Zukäufe, Geschäftsfeldverschiebungen? Wie wirken sich diese aus? Stimmen die damaligen Parameter heute noch? Und fähige Investoren filtern dann Unternehmen heraus, die es sich in der momentanen Lage zu kaufen lohnt. Auch das ist, wie bereits gesagt, nicht hundertprozentig sicher. Sollte aber bei entsprechenden Fähigkeiten und Aufwand doch etwas besser sein, als der Feld-Wald-Wiesen-ETF, insbesondere wenn der noch mit 30-50% fast ertragslosem Festgeld kombiniert wird. Separat davon kann man einen analytischen Verstand haben und in der Mehrzahl der Fälle Problemkandidaten erkennen. Und auch erkennen, ob das, was als „Analyse“ angeboten wird, diesen Namen verdient.

 

Und wer das nicht glaubt, der kauft weiter ETFs. Oder hat Tagesgeld. Oder Gold im Garten. So einfach ist das.

 

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Ramstein
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Ich habe heute zwei nette Links gefunden.

 

Bei WM Datenservice eine Verteilung der über 40,7 Millionen Wertpapiere (2,564 Mio davon aktiv), über die sie Daten halten:

  • Optionsscheine 53,3%
  • Zertifikate 19,2%
  • Anleihen 13,4%
  • Fonds 6,6%
  • Aktien 3,6%

Dann noch eine Erläuterung der CFI-Angaben in der WM-Datenbank.

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