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Debeka im Zinsdilemma

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stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 1 Stunde von lanale:

Nur aus Neugierde: Kennt jemand die Beweggründe der Debeka?

 

Sieh es andersherum! Jahreszahler bekommen keinen Rabatt. Sondern Monatszahler zahlen einen Aufschlag.

 

Zum einen zahlen Monatszahler Zinsen, weil das Geld nicht gleich zum Jahresanfang, sondern verteilt über das Jahr beim Versicherer eingeht. Zum anderen hat die Versicherung bei Monatszahlern höhere Verwaltungskosten und vermutlich auch ein höheres Risiko.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation

Mittlerweile verschickt die Debeka auch die Briefe mit den Beitragserhöhungen für PKV Vollversicherte.

 

Ich bin Anfang 50 und hier meine monatlichen Beiträge:

  • in 2000: 245 €
  • in 2020: 550 €
  • in 2021: 630 €
  • in 2022: 670 €

Meine Beiträge werden also um 22 % steigen. Gegenüber 2000 hat sich der Beitrag um den Faktor 2.7 erhöht. Das ist im geometrischen Mittel eine Steigerung von 4.6 % pro Jahr.

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Holgerli
Posted
vor einer Stunde von stagflation:

Meine Beiträge werden also um 22 % steigen. Gegenüber 2000 hat sich der Beitrag um den Faktor 2.7 erhöht. Das ist im geometrischen Mittel eine Steigerung von 4.6 % pro Jahr.

Naja, Du bist aber immer noch deutlich unter dem dem Beitragshöchstsatz der GKV (wenn Du denn wirklich über die Bemessungsgrenze drüber kommst).

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axs1
Posted
vor 19 Stunden von stagflation:

Meine Beiträge werden also um 22 % steigen. Gegenüber 2000 hat sich der Beitrag um den Faktor 2.7 erhöht. Das ist im geometrischen Mittel eine Steigerung von 4.6 % pro Jahr.

Mein Haupttarif wird 26% teurer. Ja, die letzte Anpassung erfolgte 2017 und der Rechungszins wird von 3,2% auf 2,3% gesenkt - trotzdem ist das eine deftige Anpassung. Vielleicht war die Senkung des Rechnungszines auf 3,2% in 2017 nicht besonders weitsichtig. Allerdings würde ich ohne meine beiden Kinder trotzdem weniger zahlen als in der GKV.

Sehr unpassend fand ich den beigelegten Artikel, der beweisen soll, wie gut die Debeka aufgestellt ist. Erstens stammt der von Focus Money, zweitens beziehen sich die Zahlen auf 2018.

 

Unterm Strich "freue" ich mich, dank Beitragserhöhungen bei Risikoleben, BU und PKV indirekt die Nullzinspolitik der EZB mitfinanzieren zu dürfen.

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Finanz
Posted

Meine Beiträge in der PKV sollen bei der Debeka auch um 18,9 % angehoben werden nach der eh schon satten Steigerung 2017. Aber warum ich der Debeka die Niedrigzinspolitik finanzieren soll und das Zinsrisiko übernehmen soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Hat sich irgendjemand hier schon mal mit der Frage beschäftigt, ob eine Erhöhung überhaupt rechtens ist?

Ich bin da wirklich sehr skeptisch geworden, nachdem die Debeka bei anderen Verträgen am Rande der Legalität versucht hat höhere Einnahmen durchzusetzen (und ich hab da leider viele bei der Debeka). Beispielsweise denke ich da an die nachträgliche Servicepauschale beim Bausparvertrag oder an die plötzliche Absenkung des Garantiezins bei alten Riesterverträgen. Das wurde ja mittlerweile alles größtenteils von den Gerichten gegen die Debeka entschieden, weil das einfach nicht den Vertragsbedingungen entspricht.

Und in meinem Vertrag über die KV steht zum Thema Beitragsanpassung nur, dass eine Beitragsanpassung wegen gestiegener statistischer Lebenserwartung, höherer medizinischer Kosten oder wegen hoher individueller Krankheitskosten in den Vorjahren erfolgt (was ich ja auch akzeptiere und nachvollziehen kann). Außerdem wurde nie bei Vertragsabschluss irgendwie erwähnt, mit welchem Rechnungszins die Debeka ihre Beiträge kalkuliert und wie sich diese für die Zukunft ändern, wenn sich der Rechnungszins ändert. Das mit dem Rechnungszins von ursprünglich 3,5 % wird mir jetzt erst zur Begründung der Beitragserhöhung gesagt. Bei allen anderen lebenslangen Versicherungen wie Riester oder Kapitallebensversicherung teilt die Debeka ja wenigstens zu Beginn mit in Form von Musterrechnungen wie hoch der Garantiezins und die Überschusbeteiligung sind und wie sich Beiträge in Zukunft verändern können. Aber bei der KV kommt sie einfach im Nachhinein mit viel höheren Beiträge und ohne das vorher in irgendeiner Form dargelegt zu haben.

Ich bin da seit ein paar Tagen noch viel skeptischer, nachdem ich auf Nachfrage bei der Debeka, auf welche vertraglichen Grundlagen sie sich für eine Beitragserhöhung wegen eines Niedrigzinsumfelds beruft, anstatt eine ordentliche Begründung mit Nennnung der entsprechenden vertraglichen Grundlage nur ein schwammiges allgemeines Schreiben mit dem Hinweis bekommen habe, dass ein Aktuar die neuen Rechnungsgrundlagen so festgelegt habe. Das ist für mich ja aber keine Vertragsgrundlage...

Nachdem ich da bisher keine schlüssige Antwort erhalten habe und ja leider schon viele Erfahrungen sammeln "durfte" wie die Debeka Versicherungsbedingungen zu Ihren Gunsten abzuwandeln versucht wegen des offensichtlich nicht einkalkulierten Niedrigzinsumfeldes, bin ich ernsthaft am überlegen dieses Vorgehen von einem Fachanwalt überprüfen zu lassen.

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bondholder
Posted
vor 2 Stunden von Finanz:

Meine Beiträge in der PKV sollen bei der Debeka auch um 18,9 % angehoben werden nach der eh schon satten Steigerung 2017. Aber warum ich der Debeka die Niedrigzinspolitik finanzieren soll und das Zinsrisiko übernehmen soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

Wer soll die Kosten bei einem Krankenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit deiner Meinung nach übernehmen?

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Badurad
Posted
vor 13 Stunden von Finanz:

Aber warum ich der Debeka die Niedrigzinspolitik finanzieren soll und das Zinsrisiko übernehmen soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

 

Und in meinem Vertrag über die KV steht zum Thema Beitragsanpassung nur, dass eine Beitragsanpassung wegen gestiegener statistischer Lebenserwartung, höherer medizinischer Kosten oder wegen hoher individueller Krankheitskosten in den Vorjahren erfolgt (was ich ja auch akzeptiere und nachvollziehen kann). Außerdem wurde nie bei Vertragsabschluss irgendwie erwähnt, mit welchem Rechnungszins die Debeka ihre Beiträge kalkuliert und wie sich diese für die Zukunft ändern, wenn sich der Rechnungszins ändert. Das mit dem Rechnungszins von ursprünglich 3,5 % wird mir jetzt erst zur Begründung der Beitragserhöhung gesagt. Bei allen anderen lebenslangen Versicherungen wie Riester oder Kapitallebensversicherung teilt die Debeka ja wenigstens zu Beginn mit in Form von Musterrechnungen wie hoch der Garantiezins und die Überschusbeteiligung sind und wie sich Beiträge in Zukunft verändern können. Aber bei der KV kommt sie einfach im Nachhinein mit viel höheren Beiträge und ohne das vorher in irgendeiner Form dargelegt zu haben.

Ich denke, Du solltest Dich mal ein wenig mit der Kalkulation einer PKV auseinandersetzen.

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Sir Zock-a-lot
Posted

Wer bei der Debeka anlässlich der geplanten Beitragserhöhungen für 2021 mit einem (internen) Tarifwechsel liebäugelt, der kann sich hier relativ bequem über Alternativ-Tarife informieren (lassen). 

Ich habe gestern auch eine entsprechende Anfrage für meinen mittlerweile geschlossenen Tarif versendet und warte jetzt einmal ab...

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bondholder
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vor 2 Stunden von Sir Zock-a-lot:

Wer bei der Debeka anlässlich der geplanten Beitragserhöhungen für 2021 mit einem (internen) Tarifwechsel liebäugelt, der kann sich hier relativ bequem über Alternativ-Tarife informieren (lassen). 

Ich habe gestern auch eine entsprechende Anfrage für meinen mittlerweile geschlossenen Tarif versendet und warte jetzt einmal ab...

Dein mittlerweile geschlossener Tarif stammt aus der alten Bisex-Welt und die Wechselmöglichkeit wäre in den Unisex-Tarif, oder?

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Sir Zock-a-lot
Posted

@bondholder

Ja, genau. Von "PN" (bisex) zu "N" (unisex). Laut automatisch generiertem Tarifvergleich bietet der neue Tarif umfangreichere Leistungen. Ich weiß aber noch nicht, zu welchem (vermutlichen) Mehrpreis. Allerdings wäre für den Wechsel angeblich ein Gesundheitstest erforderlich.

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mitch359
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Am 14.11.2020 um 19:13 von tfk:

 

@mitch359: Wann genau hast du damals denn Umgestellt? Ich könnte wetten, dass die Debeka diese Praxis erst seit ein paar wenigen Jahren fährt.

Sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber besser spät als nie. Die Umstellung ist bei mir tatsächlich schon etwas her, das war (leider erst) 2016.

Der Debeka trau ich natürlich zu, dass die jetzt eine harte Linie fahren und versuchen jeden Cent einzusammeln, den die kriegen können. Dann tut es mir leid, falls ich falsche Erwartungen geweckt habe. Ich habe mal viel von der Debeka gehalten, der Eindruck schwindet leider so langsam...

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Thomas_384
Posted
Am 26.11.2020 um 21:44 von Finanz:

Meine Beiträge in der PKV sollen bei der Debeka auch um 18,9 % angehoben werden nach der eh schon satten Steigerung 2017. Aber warum ich der Debeka die Niedrigzinspolitik finanzieren soll und das Zinsrisiko übernehmen soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Hat sich irgendjemand hier schon mal mit der Frage beschäftigt, ob eine Erhöhung überhaupt rechtens ist?

 

 

Du hast dich für ein Kapitalgedecktes System entschieden (das wird auch oft beim Verkauf der Versicherung als großes Pro dargestellt, von wegen "GKV geht den Bach runter, PKV ist das einzige System was Zukunft hat")) im Gegensatz zu einem Umlage finanzierten (GKV). Der Rechnungszins ist immens wichtig bei den monatlichen Kosten der PKV. 

 

 

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