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Finanzielle Unabhängigkeit

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Bolanger
vor 3 Minuten von s1lv3r:

Auf die 0,001% der Bevölkerung, die einen solchen Lebensentwurf haben, kann man da einfach keine Rücksicht nehmen.

Genau das trifft doch den Punkt. Unsere Gesellschaft funktioniert nur dann richtig, wenn deren Großteil das Gefühl hat, gehört und berücksichtigt zu werden. Minderheiten darf man ruhigen Gewissens ungehört und unberücksichtigt lassen, zum Wohle der Mehrheit. Einzig die Frage, ab welchem Anteil der Bevölkerung eine Minderheit gehört und berücksichtigt werden sollte muss geklärt werden.

Sind die finanzielle freien WPFler nun eine ausreichend große Minderheit, deren Interessen berücksichtigt gehören oder sind wir die 0,001%, die ungehört bleiben darf und ggf. auch sollte? 

 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 18 Minuten von Bolanger:

Sind die finanzielle freien WPFler nun eine ausreichend große Minderheit, deren Interessen berücksichtigt gehören oder sind wir die 0,001%, die ungehört bleiben darf und ggf. auch sollte? 

Ähm.

Finanziell frei und von meinen Kapital-Einkünften lebend, zahle ich seitdem aktuell 26,375% Steuer auf meine Kapitalerträge und zwar auf Kapitalerträge in unbegrenzter Höhe.

https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII21a.pdf

Ich finde ja, dadurch werden meine Privatiers-Interessen mehr als gebührend berücksichtigt.

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Vios

Schon lange denke ich über die vorgeblich angestrebte Gerechtigkeit der Besteuerung nach.

Wenn die durch ihre implizierte Gerechtigkeit extrem komplexe Einkommensteuer schon gerecht ist.

warum wird gefühlt alle 5 Minuten darüber diskutiert, beraten, beschlossen und in Gesetze gepackt, was diese Gerechtigkeit torpediert?

Es geht nur um Lobbyarbeit, Daseinsberechtigungsnachweise und Selbstbeweihräucherung kleinster Gruppen, meist zum Nachteil der Mehrheit.

Diese Mehrheit kommt dem Punkt immer näher, das nicht mehr zu tolerieren.

Protestwahlen sind ein Ausdruck davon.

Ich fühle mich dadurch als Privatier "bedroht" in meinem durchaus bequem eingerichteten Leben.

Ungewissheit über zukünftig möglicherweise nicht unerhebliche Abgaben machen es schwer, auch den hier schreibenden zukünftigen Privatiers, eine halbwegs stabile Berechnung des 

nötigen Kapitals zum Ausstieg aufzustellen.

 

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 3 Stunden von s1lv3r:

Auf die 0,001% der Bevölkerung, die einen solchen Lebensentwurf haben, kann man da einfach keine Rücksicht nehmen.

Das sehe ich auch so. Mein Punkt war eher, dass man ohnehin durch die Steuerprogression schon benachteiligt wird und deshalb mE ein schlechtes Gewissen darüber hinaus nicht notwendig ist.

vor 3 Stunden von Lazaros:

Finanziell frei und von meinen Kapital-Einkünften lebend, zahle ich seitdem aktuell 26,375% Steuer auf meine Kapitalerträge und zwar auf Kapitalerträge in unbegrenzter Höhe.

Einen solchen durchschnittlichen Steuersatz zahlt man bei der Einkommenssteuern erst, wenn man ein zu versteuerndes Einkommen von ca. 80k hat (Brutto ca. 100k). 

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Schwachzocker
vor einer Stunde von Vios:

Schon lange denke ich über die vorgeblich angestrebte Gerechtigkeit der Besteuerung nach.

Wenn die durch ihre implizierte Gerechtigkeit extrem komplexe Einkommensteuer schon gerecht ist.

warum wird gefühlt alle 5 Minuten darüber diskutiert, beraten, beschlossen und in Gesetze gepackt, was diese Gerechtigkeit torpediert?

...

 

Psssst... Ich verrate Dir mal etwas:

 

Es gibt gar keine Gerechtigkeit.

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timk
vor 10 Stunden von Lazaros:

Ähm.

Finanziell frei und von meinen Kapital-Einkünften lebend, zahle ich seitdem aktuell 26,375% Steuer auf meine Kapitalerträge und zwar auf Kapitalerträge in unbegrenzter Höhe.

 

Plus Krankenversicherung nehme ich an?

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Lazaros
vor 2 Stunden von timk:

Plus Krankenversicherung nehme ich an?

Dass nebst Steuern noch zahlreiche monatliche Ausgaben anfallen (egal ob angestellt oder finanziell frei), ist selbstredend.

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Peter23
vor 2 Minuten von Lazaros:

Dass nebst Steuern noch zahlreiche monatliche Ausgaben anfallen (egal ob angestellt oder finanziell frei), ist selbstredend.

Er meinte prozentual zum Einkommen GKV-Beitrag

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Beginner81
vor 13 Stunden von Peter23:

Mein Punkt war eher, dass man ohnehin durch die Steuerprogression schon benachteiligt wird

 

Du bist in der Gesamtbetrachtung keineswegs benachteiligt...

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Peter23
vor 8 Minuten von Beginner81:

Du bist in der Gesamtbetrachtung keineswegs benachteiligt...

Sag jetzt bitte nicht, dass Du ein Vertreter von jenen bist, die der Meinung sind, dass Reiche weniger Mehrwertsteuer zahlen.

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 20 Stunden von Vios:

Es geht nur um Lobbyarbeit, Daseinsberechtigungsnachweise und Selbstbeweihräucherung kleinster Gruppen, meist zum Nachteil der Mehrheit.

Diese Mehrheit kommt dem Punkt immer näher, das nicht mehr zu tolerieren.

Protestwahlen sind ein Ausdruck davon.

Ich fühle mich dadurch als Privatier "bedroht" in meinem durchaus bequem eingerichteten Leben.

Die Sorge vor einer zunehmenden Zersplitterung der Politik durch einzelne Interessenlagen und die daraus resultierende Frustration der Wähler sind ja immer deutlicher zu erkennen. Die Reaktion, den eigenen Wohlstand durch rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten wie einen Wohnsitzwechsel oder eine zweite Staatsbürgerschaft abzusichern, ist eine individuelle ökonomische Entscheidung, die je nach spezieller Konstellation relativ einfach oder auch mit hohem Aufwand verbunden ist. Ich habe diesen Schritt, obwohl ich dies ursprünglich nie vorhatte, angesichts der Entwicklung nun selbst vollzogen. Die Aktivierung einer bestehenden zweiten Staatsbürgerschaft dient hierbei rein dazu, für mein Privatvermögen stabilere Rahmenbedingungen nutzen zu können. Meines Erachtens nach bleibt dennoch das Problem des schwindenden Vertrauens in die staatlichen Institutionen.

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beijing84

Welches Land bietet denn eine Garantie auf dauerhafte "stabile Rahmenbedingungen"? Überall können sich die politischen Gegebenheiten ändern, entweder durch Wahlen oder aber durch Revolution, Aufstände, Kriege etc. Was heute noch sicher und stabil erscheint, kann morgen schon ganz anders aussehen. Eine zweite Staatsbürgerschaft mag jetzt eine für dich eine sinnvolle Entscheidung sein, aber ob das in 10 Jahren auch noch so ist und der eigene Wohlstand damit dauerhaft gesichert ist, scheint mir zweifelhaft. Auch andere Staaten brauchen Steuereinnahmen.

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LongtermInvestor

Da hast Du vollkommen recht, ich sehe dies als Option, um adverse Szenarien abzusichern. Ich bin nach wie vor in D.

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Rotenstein

Gewisse politische Überlegungen sollte man wohl schon anstellen, wenn es um finanzielle Unabhängigkeit geht. Gerade in Ländern, in denen neidvoll gegen angeblich "Reiche" gehetzt wird und konsequent von Steuererhöhungen für die "starken Schultern" geredet wird, kann man sich wohl nicht darauf verlassen, dass die Rahmenbedingungen gleichbleiben.

 

Oft wollen die Machthaber gar keine selbstbewussten, finanziell unabhängigen Bürger, sondern abhängige Untertanen, denen man huldvoll Almosen gewährt im Austausch für ihre Wählerstimme. 

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor

Absolut. Die Gedanken daran sind mir persönlich erst ab einem bestimmten Punkt immer präsenter geworden, davor hatte ich mir keine großen Überlegungen dazu gemacht. Ich nutze jetzt die familiären Möglichkeiten aus der Abstammung voll aus – sonst wäre das Ganze auch ein sehr aufwendiges Unterfangen, sowohl zeitlich als auch monetär.

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Barqu
1 hour ago, LongtermInvestor said:

Absolut. Die Gedanken daran sind mir persönlich erst ab einem bestimmten Punkt immer präsenter geworden, davor hatte ich mir keine großen Überlegungen dazu gemacht. Ich nutze jetzt die familiären Möglichkeiten aus der Abstammung voll aus – sonst wäre das Ganze auch ein sehr aufwendiges Unterfangen, sowohl zeitlich als auch monetär.

Darf man fragen um welchen Staat es geht?

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Der Heini
vor 2 Stunden von Rotenstein:

Gewisse politische Überlegungen sollte man wohl schon anstellen, wenn es um finanzielle Unabhängigkeit geht. Gerade in Ländern, in denen neidvoll gegen angeblich "Reiche" gehetzt wird und konsequent von Steuererhöhungen für die "starken Schultern" geredet wird, kann man sich wohl nicht darauf verlassen, dass die Rahmenbedingungen gleichbleiben.

Das Gerede gibt es in DE von der SPD und der Linken schon seit Jahrzehnten. Wählerstimmen bekommen die damit auch, ohne wirklich etwas zu ändern, da wohl den meisten bekannt sein dürfte, daß DE ansonsten keine (mittelständische) Industrie mehr haben wird.

So aber genug Politik, können wir eh nicht ändern.

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Holgerli
vor 31 Minuten von Der Heini:

So aber genug Politik, können wir eh nicht ändern.

Hat auch direkt nichts mit dem Thema zu tun. So eine allgemeine Diskussion kann man quasi in dem Thema im WPF anzetteln ohne jeden Mehrwert für das Thema.

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