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dev

Finanzielle Unabhängigkeit

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LongtermInvestor
vor 40 Minuten von Schlumich:

Eigentlich ist die Sache einfach: Wenn man sich über Nachkommastellen bei der Entnahme Gedanken machen muss, ist das Glas noch nicht voll genug.

Kann man so sehen, andersrum ist für viele Vermögende das Glas auch nie richtig voll. Weshalb in der Praxis auch oft Risiken eingegangen werden, die objektiv betrachtet nicht mehr nötig sind und am Lebensstandard nach oben nichts ändern aber das Potential haben das Vermögen massiv zu beschädigen.

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Wishmueller

Würde den Punkt von @Schlumich auch nicht so unterschreiben.

 

Problem ist ja, je länger der zu betrachende Zeitraum ist, desto größer wird der "Hebel" bei der Variation bestimmter Annahmen.

 

Ich hatte mir ja so einen LRP ("Long Range Plan", sprachliches Überbleibsel der letzten Firma :lol:) gebastelt, und da kann ich dann halt "mit rumspielen". Erhöhe ich da z.B. die angenommene durchschnittliche Inflationsrate nur um 0,5%, kostet mich das unter ansonsten unveränderten Kalkulationsannahmem mal eben 18 Jahre Reichweite am Ende...... :w00t: .... also aktuell dann nur noch bis 100 statt bis 118...... :-*

 

Das Beispiel lässt sich beliebig auch auf andere "Stellschrauben" so einer langfristigen Kalkulation übertragen, also auch mögliche "Drawdowns" etc. 

 

Von daher halte ich die Aussage: "Wer sich über Nachkommastellen Gedanken machen muss, hat die finanzielle Unabhängigkeit noch nicht erreicht", zumindest mal für fragwürdig..... ;)

 

Mir wäre es auch lieber, die jährlichen Einnahmen und Erträge würden langfristig gesichert die jährlichen Ausgaben übersteigen, dann wäre man zwar auch gesichert finanziell frei, müsste sich dann aber noch Gedanken über "die buckelige Verwandschaft" (sprich: Erben) machen. Irgendwas ist halt immer..... :D

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Lazaros
vor 8 Minuten von Wishmueller:

Erhöhe ich da z.B. die angenommene durchschnittliche Inflationsrate nur um 0,5%, kostet mich das unter ansonsten unveränderten Kalkulationsannahmem mal eben 18 Jahre Reichweite am Ende:D

Und welchen Einfluss hast Du auf die Höhe der Inflationsrate?

 

Soll heißen: es gibt Dinge, die kannst Du nicht beeinflussen, aber Du kannst Dein Depot so aufstellen, dass sie auf Dein Vermögen weniger Auswirkungen haben.

Im Falle der unbekannten zukünftigen Inflationsrate, helfen z.B. Inflationslinker.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Die immanente Frage ist eher, mit welchem Modell Du resilienter aufgestellt bist bei höherer Inflation. Und das kann man beeinflussen.

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor 58 Minuten von Lazaros:

Im Falle der unbekannten zukünftigen Inflationsrate, helfen z.B. Inflationslinker.

... die es vom deutschen Staat leider nur noch bis zu einer Laufzeit von ca. 20 Jahren gibt (und auch das nur sehr lückenhaft), siehe Link 5) in meiner Sammlung.

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Lazaros
vor 33 Minuten von Sapine:

Die immanente Frage ist eher, mit welchem Modell Du resilienter aufgestellt bist bei höherer Inflation. Und das kann man beeinflussen.

Ja - und zwar, indem man sein Depot ergebnisoffen aufstellt (also: ich habe zwar keine Ahnung was die Zukunft bringt, aber ich weiß, dass mein Depot in jeder Marktlage einigermaßen ungeschoren davon kommen wird) und dafür auf mögliche Mehr-Rendite, wenn alles so läuft, wie es der aktuellen Markterwartung entspricht, verzichtet.

Im Kern lande ich dann ganz grob immer bei Harry Browne’s Permanent Portfolio.

 

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 9 Stunden von Der Heini:

Die 50% hat es auch bisher nur in 1-2 Jahren gegeben, danach hat das Depot fast immer wieder angezogen. Ende 2009 war der World schon wieder in dem steigenden Bereich. ja das SoRR ist dann immer noch stark vorhanden, aber alle hier würden dynamisch automatisch anpassen und nicht stur weitermachen.

In so einem Fall sollte man mE (mindestens tlws) auf Kredit entnehmen, dann kann man das SoRR so stark reduzieren, dass man deutlich mehr Szenarien überlebt. Klar kann das auch schief gehen, aber mE nur in Szenarien in denen auch (fast) jede andere Strategie gescheitert wäre. Höheres Startkapital und dynamische Entnahme helfen natürlich trotzdem immer zusätzlich. Wenn man aber nun einmal in der Situation ist, dass sich kurz nach Renteneintritt hohe Verluste einstellen, dann sollte man die Entnahme auf den Aktienanteil soweit wie möglich reduzieren - bestenfalls durch Verzicht und notfalls durch Kreditaufnahme (per short Box-Spread).

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dev
· bearbeitet von dev
vor 46 Minuten von Peter23:

In so einem Fall sollte man mE (mindestens tlws) auf Kredit entnehmen, 

Ich hatte schon mal einen Lombardkredit, dieser wurde im Kurstief 2003/2004 komplett gekündigt, da war sehr ärgerlich. ;-)

 

Ich möchte damit sagen möchte, ein Kredit kann zum Erfolg führen, aber halt auch schnell bis zur Katastrophe führen.

 

P.S. Ich weis gar nicht ob man ab 6X überhaupt noch einen Kredit bekommt, weil man z.B. kein Arbeitseinkommen mehr hat ...

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 7 Minuten von dev:

Ich hatte schon mal einen Lombardkredit, dieser wurde im Kurstief 2003/2004 komplett gekündigt, da war sehr ärgerlich. ;-)

 

Ich möchte damit sagen möchte, ein Kredit kann zum Erfolg führen, aber halt auch schnell bis zur Katastrophe führen.

 

P.S. Ich weis gar nicht ob man ab 6X überhaupt noch einen Kredit bekommt, weil man z.B. kein Arbeitseinkommen mehr hat ...

Deswegen ja per Boxspread wie oben schon gesagt. Dann kannste auch von der Steuer absetzen.

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Peter23

Strategie könnte ungefähr so aussehen: Man wählt eine Entnahme, die eine natürliche Dynamik enthält, mit der man nie Pleite gehen kann (z.b. immer 4% vom dann jeweils aktuellen Portfoliowert). Geht der Bedarf darüber hinaus, nimmt man den Rest auf Kredit auf. Trotzdem versucht man natürlich solch einen Fall zu vermeiden und zu reduzieren, indem man auch versucht den Bedarf in einem solchen Jahr auf das Minimum zu reduzieren.

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Bolanger

Und wie soll das zum Ende der Entnahmephase klappen? Mit 95 ist das Portfolio so klein, dass 4 % davon für ein Kaugummi pro Monat reichen. Kredit bekommt man ohne Sicherheiten, die noch den Wert von 25 Kaugummis haben, in dem Alter auch nich mehr.

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 25 Minuten von Bolanger:

Und wie soll das zum Ende der Entnahmephase klappen? Mit 95 ist das Portfolio so klein, dass 4 % davon für ein Kaugummi pro Monat reichen. Kredit bekommt man ohne Sicherheiten, die noch den Wert von 25 Kaugummis haben, in dem Alter auch nich mehr.

Warum sollte das Portfolio dann so klein sein? 4% Entnahme vom aktuellen Portfoliowert ist doch  nachhaltig bzw zeig mir mal einen Zeitraum, in dem das problematisch gewesen wäre.

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