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DST

Corona-Krise - Auswirkungen auf Wirtschaft und Aktienmärkte

Jetzt will ich es wissen!  

198 members have voted

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Bast
Posted · Edited by Bast
vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Er vertraut auf seine Intuition, glaubt/fühlt, dass die Benchmark fallen wird, und der Anleger ist im fallenden Markt nicht voll dabei. Schwups, und schon ist die Benchmark geschlagen.

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Eigentlich ist das nicht schwer zu verstehen. Aber warum machen das nicht alle Anleger so? Oder machen das nur Anleger, die Intuition und overconfidence bias nicht auseinanderhalten können?

Zitat

Resist the urge to believe that your information and intuition is better than others in the market.

Quelle: Link oben

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Richie_Rich
Posted · Edited by Richie_Rich

Man sollte nicht in Fallen tappen und sich seiner selbst zu sicher sein. Die letzten 2,5 Jahre den Benchmark zu schlagen, ist ´ne feine Sache. Sollte man daraus schließen, dass man cleverer als der Rest ist, dass man mehr "gesunden Menschenverstand" hat oder die eigene Intuition einfach funktioniert? Während alle anderen Marktteilnehmer offenbar weniger vom genannten besitzen? Oder könnten auch Glück und Zufall dafür verantwortlich sein? Dass es Aufwärtstrende gab und sogar eine massive Erholung nach einer heftigen Rezession, dass Verkäufen zu hohen Kursen Ende 2019 Käufe zu niedrigeren Kursen Anfang 2020 gegenüberstanden? Ich sehe da jede Menge Zufall und Konditionierung aus vergangenen Krisen und Rücksetzern (stonks only go up!) - andere sehen das unbscheiden als individuelle Skills an. Und diese Erkenntnis, mit Menschenverstand und Intuition den Markt schlagen zu können, ist bereits nach 2,5 Jahren Marktteilnahme gewonnen worden.

Wie gesagt: Wer trifft, hat Recht. Aber mit verbundenen Augen zu treffen, geht auf Dauer statistisch sehr selten gut.  

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DST
Posted · Edited by DST
Am 19.9.2020 um 08:41 von Bast:

Wie hast Du denn Deine Aktienquote vom 10. April von über 80% auf die aktuellen 75% reduziert, wenn Dein Benchmark (SPDR MSCI ACWI IMI), dass Du knapp aber regelmässig schlägst, in diesem Zeitraum um ca. 33% gestiegen ist? Hast Du Anteile verkauft oder hast Du derart hohe monatliche Zuflüsse?

Anscheinend letzteres. Ich habe jedenfalls nicht viele Investitionen getätigt in den letzten Monaten.

 

Zitat

Oder um zur ursprünglichen Frage von @Peter23 zurückzukommen: Wie willst Du ein Benchmark schlagen, wenn Du aktuell nur 75% risikoreich anlegst?

Ich werte meine Performance einmal für mein gesamtes Portfolio und einmal nur für mein ETF-Portfolio aus. Mein Benchmark eignet sich natürlich nur für einen fairen Vergleich mit meinem ETF-Portfolio. Mein gesamtes Portfolio vergleiche ich zwar interessehalber mit der gleichen Benchmark  (sowie meiner ETF-Performance), aber streng genommen müsste man hier einen Benchmark mit einer vergleichbaren Anlagestrategie verwenden, die dann ebenfalls etwa 0 - 30% dynamisch in risikoarme Anlagen investiert.

 

Am 19.9.2020 um 10:39 von Peter23:

Was verwendest Du als „Time“? Der Zeitpunkt, ab dem Dein Geld verfügbar wird (zB Gehaltszahlung) oder der Zeitpunkt, zudem Du investierst.

2018 war es ab dem Zeitpunkt zu dem ich das erste mal investiert habe. Seit dem letzten Jahr wird die Performance meines Benchmarks jedoch immer von Anfang bis Ende des Jahres gemessen und am Ende des Jahres von mir über die oben genannten Methoden mit meinem ETF-Portfolio sowie meinem gesamten Portfolio verglichen. Das Thema Renditeberechnung und Performance-Vergleich ist nicht so trivial wie man meinen könnte. Im Forum des von mir genutzen Tools "Portfolio Performance" gibt es eine längere Erläuterung zu dem Thema wie man die Rendite seines ETF-Portfolios richtig misst und auswertet.

 

Am 19.9.2020 um 12:27 von Bast:

warum machen das nicht alle Anleger so?

Weil viele lieber die sichere Durchschnittsrendite meines Benchmarks annehmen, anstatt zu versuchen, diesen zu schlagen.

 

Zitat
Zitat

Proponents of efficient market theory believe that all known information is priced into a stock or other investment product.

Wäre diese Theorie wahr hätte es die Dot-Com-Blase nie gegeben. Aber jeder, der nicht ganz so naiv ist wie Schwachzocker, weiß, dass es sie gab.

 

Zitat

Regardless of how disciplined, humans often trade with behavioral biases that cause them to act on emotion. This is the basis of behavioral finance...

Wie gesagt, man muss zwischen (entscheidungswürdiger) Intuition und (entscheidungsunwürdiger) Emotion unterscheiden können. Wer merkt, dass er das nicht dauerhaft kann, und ich glaube ebenfalls, dass die wenigsten das können, der sollte seine aktive Karriere einstellen und zukünftig nur noch passiv investieren. Am Behaviorismus ist viel wahres dran, aber er missachtet individuelle Fähigkeiten und Ausnahmen.

 

Die Wahrheit ist, dass manche Menschen (deutlich) rationaler agieren (können) als andere Menschen. Nicht jeder Mensch verfügt von Natur aus über das erforderliche Potenzial, um langfristig erfolgreich (aktiv) investieren zu können. Wer glaubt, dass Warren Buffets Emotionen ihn zum erfolgreichsten Investor aller Zeiten gemacht haben, der irrt. Vielmehr war es seine Begabung, Rationalität, Intelligenz, Intuition und gesunder Menschenverstand.

 

Zitat

Studies show that overconfident traders trade more frequently and fail to appropriately diversify their portfolio.

Ich handel ähnlich oft wie ein passiver Investor, aber zum Zeitpunkt meiner Wahl in das Asset meiner Wahl, und nicht weil der Sparplan auf den MSCI World zum Ende des Monats ausgelöst wird. Mein Portoflio ist nicht unbedingt weniger diversifizert als mein Benchmark. Kein einziges Unternehmen nimmt bei mir ein Gewicht von mehr als 2% ein.

 


@Bast @Richie_Rich @Schwachzocker und co.

 

Bei allem Respekt, aber ich denke nicht, dass ihr mich mit diesem "typischen" aktiven Aktien-Investor vergleichen könnt, der glaubt Warren Buffet 2.0 zu sein oder einfach sein Glück mit ein paar seiner Lieblingsaktien versucht. Alleine dadurch, dass ich ausschließlich auf ETFs setze, zeige ich ja bereits, dass ich grundsätzlich gewillt bin, mich einer Marktmeinung anzuschließen und mir nicht zutraue die besten Aktien selbst auszuwählen.

 

Bis heute habe ich in keine einzige Aktie investiert, während aber zich eigentliche ETF-Anhänger hier im Forum auf Wirecard gesetzt haben. Von daher verstehe ich nicht was ihr so schlimm oder provozierend darin findet, dass ich eine eher aktive ETF-Strategie verfolge. Mehr als meine Performance regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen kann ich doch nicht tun. Aber das mache ich ausschließlich für mich, weil es mein eigener Anspruch ist meine Benchmark zu schlagen, die vermutlich mehr oder weniger eurer persönlichen Anlagestrategie entspricht.

 

Wenn ihr diesen Anspruch nicht habt, dann könnt ihr euch freuen. Ihr werdet womöglich mit deutlich weniger Zeitaufwand ähnlich oder gar besser abschneiden als ich. Ich gönne es euch, aber dann gönnt mir doch bitte auch meine Chance besser abzuschneiden und damit entweder Erfolg zu haben oder eben auf die Schnautze zu fallen. Bisher schlage ich mich ganz gut, sodass ich bisher keinen Grund sehe, etwas an meiner Strategie zu ändern. Der Unterschied zwischen euch und mir ist einfach nur der, dass ich bereit bin, das Risiko einer Unterperformance für die Chance auf eine Überperformance in Kauf zu nehmen.

 

Zum Schluss noch ein Zitat aus Basts verlinkten Artikel zum Thema Behavioral Biases, dessen Autor anscheinend ähnlich mit der Emotionalität von Investoren umzugehen weiß wie ich:

Zitat

take the Warren Buffett approach; buy when others are fearful and sell when they're confident. Following the herd rarely produces large-scale gains.

 

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Richie_Rich
Posted · Edited by Richie_Rich

Ich sag mal so, abgerechnet wird am Schluss. Bei ´nem Marathon gebe ich nicht schon bei Kilometer 5 an, was für ein Ausnahemathlet ich bin. Die Zeit wird zeigen, wie gut

6 hours ago, DST said:

seine Begabung, Rationalität, Intelligenz, Intuition und gesunder Menschenverstand.

sind. Viel Erfolg!

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Schwachzocker
Posted
vor 6 Stunden von DST:

... Von daher verstehe ich nicht was ihr so schlimm oder provozierend darin findet, dass ich eine eher aktive ETF-Strategie verfolge....

Ich finde das nicht schlimm oder provozierend, nur höchst amüsant.

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Merol Rolod
Posted
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

Ich finde das nicht schlimm oder provozierend

Dem schließe ich mich grundsätzlich an. Dazumal mir die letzten Seiten einiges an Erkenntnis zur Größe des Depots und zur Darstellung der Performance von @DST geliefert hat. Ich werde die Entwicklung aber dennoch sehr interessiert weiterverfolgen. Schon aus Interesse, ob es langfristig trägt. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei, @DST.

 

Meine nicht allzu oft mitgeteilten Performanceangaben beziehen sich übrigens immer auf mein gesamtes Portfolio (inkl. jedem TG- und bAV-Euro). Nur das macht bei der vergleichenden Angabe in einem Forum in meinen Augen Sinn. Andere handhaben das anders. Das werde ich einfach versuchen zu erinnern, wenn ich mal wieder über etwaige Angaben verwundert sein sollte und kurz davor stehe in Bewunderung zu verfallen. ;)

 

Noch etwas on topic: Ich habe in den letzten Monaten auch ein paar ganz feine Einkaufskurse getroffen. Da musste meine Schulter so einiges aushalten. ;)

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DST
Posted · Edited by DST
Am 21.9.2020 um 11:43 von Merol Rolod:

Meine nicht allzu oft mitgeteilten Performanceangaben beziehen sich übrigens immer auf mein gesamtes Portfolio (inkl. jedem TG- und bAV-Euro). Nur das macht bei der vergleichenden Angabe in einem Forum in meinen Augen Sinn. Andere handhaben das anders. Das werde ich einfach versuchen zu erinnern, wenn ich mal wieder über etwaige Angaben verwundert sein sollte und kurz davor stehe in Bewunderung zu verfallen. ;)

Eigentlich können nur ähnliche Anlagestrategien fair miteinander verglichen werden. Deswegen vergleiche ich meine ETF-Performance in erster Linie mit einem Benchmark (MSCI ACWI IMI), der die passive ETF-Alternative zu meiner aktiven ETF-Strategie darstellt. Umso höher die Aktien/ETF-Quote ist, desto höher ist das Risiko und die Renditeerwartung. Wenn Investor A mit einer Aktien/ETF-Quote von 50% mit seiner gesamten Performance nur etwas schlechter abschneidet als Investor B mit einer Quote von 80%, dann hat Investor A vermutlich die bessere Aktien/ETF-Strategie. Die Frage ist also immer um was es geht: Die Rendite des gesamten Portfolios, die meist stark von der individuellen Risikotragfähigkeit abhängt, oder die reine Aktien/ETF-Performance. In dem von mir genannten Thread hatten auch andere nur ihre ETF-Performance genannt, z. B. Ramstein. Am besten schreibt man immer dazu worauf sich die Rendite bezieht und mit welcher Methode diese berechnet wurde (TTWROR, Interner Zinsfuß oder auch die ganz "normale" Rendite, die Gewinne einfach nur ins Verhältnis zum investierten Kapital setzt).

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Merol Rolod
Posted
vor 3 Stunden von DST:

Am besten schreibt man immer dazu worauf sich die Rendite bezieht und mit welcher Methode diese berechnet wurde (TTWROR, Interner Zinsfuß oder auch die ganz "normale" Rendite, die Gewinne einfach nur ins Verhältnis zum investierten Kapital setzt).

Jawohl. Das hattest du in dem Thread auch vorbildlich gemacht. Was die Vergleichbarkeit der verschiedenen Aktien-Strategien innerhalb der verschiedenen Portfolios angeht, hast du auch vollkommen Recht. Vielleicht werde ich das bei einem ähnlich gearteten Thread für dieses Jahr auch mal für den Aktienanteil in meinem Portfolio entsprechend aufschlüsseln, wenn es einen solchen Thread wieder geben sollte. :)

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DST
Posted

Noch ein gewünschter Nachtrag zur Corona-ETF-Performance-Analyse:

 

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Noch_Neu_Hier
Posted

Heute wird ja nochmal ordentlich Luft rausgelassen. Oder um es mit den Worten von Drosten zu sagen: "Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns."

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DST
Posted

Corona-ETF-Performance-Analyse, Part 3

 

 

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DST
Posted

Bahnt sich da etwa ein zweiter Corona-Crash an? :wacko:

 

Chart.png.4c835ca6d85d4187b84d410c7e94c64f.png

 

Chart2.png.be71e658d06777a45bc707a28d1713a7.png

 

Quellen: finanzen.net

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mike4001
Posted

Naja derzeit kommt eben mit den US-Wahlen und steigenden Corona Zahlen viel zusammen.

 

Mitte nächster Woche sollte zumindest mal einer der Unsicherheitsfaktoren erledigt sein.

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millionendieb
Posted

Verkauft jemand? Ich bisher nicht. Komme zum Glück nicht dazu so häufig ins Depot zu schauen :D

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permabull
Posted · Edited by permabull
Link klickbar gemacht
vor 56 Minuten von mike4001:

Mitte nächster Woche sollte zumindest mal einer der Unsicherheitsfaktoren erledigt sein.

Sicher?

Zitat

It’s Wednesday, Nov. 4, and the vote count is too close to call. Neither President Trump nor former Vice President Joe Biden is conceding defeat, recounts are being conducted, disputes over recounts are being lodged, and a court case will soon be making its way to the Supreme Court of the United States.

https://fivethirtyeight.com/features/a-contested-2020-election-would-be-way-worse-than-bush-v-gore/

;)

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Chips
Posted · Edited by Chips
Am 20.9.2020 um 15:34 von Richie_Rich:

Man sollte nicht in Fallen tappen und sich seiner selbst zu sicher sein. Die letzten 2,5 Jahre den Benchmark zu schlagen, ist ´ne feine Sache. Sollte man daraus schließen, dass man cleverer als der Rest ist, dass man mehr "gesunden Menschenverstand" hat oder die eigene Intuition einfach funktioniert? Während alle anderen Marktteilnehmer offenbar weniger vom genannten besitzen? Oder könnten auch Glück und Zufall dafür verantwortlich sein? 

Gedankenspiel. Wähle blind eine DAX-Aktie. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese den DAX auf 10 Jahre schlägt? Wohl etwas niedriger als 50%, aber eben nahe dran. Auch eine Deutsche Bank kann das sein. Wer hat vor 4 Jahren auf RWE getippt, die haben 200% zugelegt, der DAX nur um die 30-40%. Wer hätte getippt, dass der damalige Börsenliebling Fresenius 50% verliert? Bayer 66%? (Jeweils ohne Dividenden überschlagen)

 

Je diversifizierter man in DAX-Aktien investiert desto wahrscheinlicher kommt man an die DAXRendite. Aber setzt man auf 29 der 30 Werte, schlägt man ihn auch wieder nahe 50%. (Aber etwas drunter). 

 

Ich investiere trotzdem größtenteils in Einzelaktien, weil es Fun ist und ich etwas zocken will. Bisher hatte ich eher Glück :)

 

PS: Das war keine Kritik, sondern eher als Ergänzung zu verstehen. 

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Infocollector
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Da Deutschland ja heute Shutdown 2.0 eingeläutet hat (auch wenn offensichtlich noch niemand aus Politik und Medienlandschaft die Eier hat das Kind beim Namen zu nennen), Frankreich einen neuen Lockdown ernsthaft erwägt, die Niederlande ihn durchziehen und auch in vielen anderen Ländern ähnliche sinnfreie Eskalationen bevorstehen, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Crash ebenfalls erheblich.

Da braucht es noch nicht einmal das Wahlgerangel der Amis für.

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KapitalWolf
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In dem Zusammenhang auch ziemlich interessant: Der MSCI EM Asia läuft YTD deutlich besser als der MSCI World. Das bessere Krisenmanagement vieler asiatischer Länder macht sich bezahlt. 

 

Nbt9kfRd

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Infocollector
Posted
vor 13 Minuten von KapitalWolf:

Das bessere Krisenmanagement vieler asiatischer Länder macht sich bezahlt. 

Hatte ich bereits am 20.03. als wahrscheinlich genannt, siehe hier

 

Okay, noch sind die USA nicht zusammengebrochen, sie standen aber seitdem mehr als nur einmal sehr kurz davor. Mal schauen, wie es in einer Woche ausschaut.

Daneben gelegen habe ich nach aktueller Sachlage wohl definitiv mit Afrika, das war wohl für alle die grosse Überraschung.

Süd- (und leider auch Mittel)amerika entwickelt sich jedoch weitgehend wie erwartet, da sieht es desolat aus. Zusammengeklappt sind noch keine Staaten, der Trend ist aber bereits deutlich ersichtlich.

Dass den Europäern nichts Sinnvolleres einfällt als erneute Shutdowns/Lockdowns, ist wirklich traurig und erinnert mich an ein Baby, das zum zweihundertsten Mal ausprobieren muss, ob der Trinkbecher wieder auf den Boden fällt. Wenn Leute wie Herr Lauterbach heute dann verbal auch noch bis zur Schulter in die Neofaschistenkiste greifen (er will nicht weniger als die Unverletzlichkeit der Privatwohnung aushebeln), ist das nur noch entsetzlich, und der Versuchsballon von Herrn Spahn vorige Woche steht dem in nichts nach. Der Demokratieabbau wird immer deutlicher und wohl kaum noch aufzuhalten sein.

 

Und wenn ich mir die ETFs meines Portfolios anschaue, sieht es bei allem ausser Asien (ex Japan) und meinen geliebten Convertibles nicht mehr nach einem V, sondern einem L aus.

Mal schauen, ob sich da nun der rechte Schenkel des W entwickelt.

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EPHBEH
Posted · Edited by EPHBEH
vor einer Stunde von Infocollector:

Da Deutschland ja heute Shutdown 2.0 eingeläutet hat (auch wenn offensichtlich noch niemand aus Politik und Medienlandschaft die Eier hat das Kind beim Namen zu nennen), Frankreich einen neuen Lockdown ernsthaft erwägt, die Niederlande ihn durchziehen und auch in vielen anderen Ländern ähnliche sinnfreie Eskalationen bevorstehen, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Crash ebenfalls erheblich.

Da braucht es noch nicht einmal das Wahlgerangel der Amis für.

Die Ansicht kann ich nicht teilen. Die weltweite Situation ist doch momentan eine gänzlich andere als noch zu Ende Februar/Mitte März. Hier herrschte völlige Unsicherheit, niemand wusste wie es mit dieser Ausnahmesituation weitergehen wird. Cash war King. Mit Zeit kam Rat und die Erkenntnis wuchs, dass es sich hier nicht um eine Liquiditätskrise handeln wird. Geld seitens der Zentralbanken wurde aberwitzig in den Markt gepumpt. Ein halbes Jahr später, Stand heute, sind in vielen Ländern, gerade im asiatischen Raum, die Quartalszahlen einigermaßen in Ordnung - wenn auch nicht auf gleichem Niveau wie zum letzten Jahr. Selbst große deutsche Firmen, wie Daimler haben ordentliche Q3 Zahlen vorgelegt. Der neue Shutdown "light" trifft rein wirtschaftlich zunächst einmal nur die Gastronomie- Hotel und Kulturbranchen in außerordentlichem Maße. Hier werden aber auch schon seitens der Bundesregierung Hilfspakete geschnürt (75% Umsatz, etc.). Mit den neuen Beschlüssen werden keine Produktionen lahm gelegt, keine Lieferketten unterbrochen - die Wirtschaft läuft im Großen und Ganzen normal weiter. Natürlich wird das Konsumverhalten reduziert, die Arbeitslosenzahlen werden wieder steigen. Aber reicht das alles um die Märkte derart wieder in Panik verfallen zu lassen? 

 

Schaut man sich die vielen Value-Werte an, so sind die meisten schon unter das Märztief gefallen. Da tendiere ich momentan eher zu einem Abverkauf der Tech- und New Energy "Blase", die die anderen Werte mit runterziehen würden. Aber ob das vom deutschen/europäischen Lockdown kommt, sei mal dahingestellt.

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Infocollector
Posted
vor 9 Minuten von EPHBEH:

Die weltweite Situation ist doch momentan eine gänzlich andere als noch zu Ende Februar/Mitte März.

Was ist denn deiner Meinung nach "gänzlich anders" als im März? Wir wissen, dass die Tödlichkeit erheblich geringer ist als Anfang Jahr noch befürchtet. Dennoch fahren immer mehr Staaten nun wieder dieselben Geschütze auf wie im März, man hat trotz des erheblich detaillierteren Wissens über das Virus offensichtlich nichts dazugelernt. Wenn selbst Virologen wie Herr Streeck und Herr Chanasit ob des heute verkündeten zweiten Shutdowns ("light" ist das nur, wenn man anerkennt, dass die Schulen nicht erneut geschlossen werden) nur den Kopf schütteln können, ist das schon ein drastisches Urteil.

Liquidität war zu keinem Zeitpunkt der Schwachpunkt in den letzten Monaten. Dass man jetzt Kneipen/Restaurants/Kinos/Messeausstatter/Fitnesscenter/Hotels/etc. ruiniert kostet immens Kaufkraft, Sozialbeiträge und Steuersubstrat, und die Pseudogegenmassnahmen der Bundesregierung werden das weder kompensieren noch sind diese nachhaltig und auf Dauer zu finanzieren.

 

Keine Ahnung, ob "Panik" der passende Ausdruck ist; ich nehme auch nicht an, dass es wieder so rasch abwärts geht wie im März, allerdings spricht vieles dafür, dass es nun über einen längeren Zeitraum (und dann je Handelstag eben in kleineren Häppchen) abwärts geht.

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Gamenick
Posted
vor 17 Minuten von EPHBEH:

Schaut man sich die vielen Value-Werte an, so sind die meisten schon unter das Märztief gefallen. Da tendiere ich momentan eher zu einem Abverkauf der Tech- und New Energywerte, die die anderen Werte mit runterziehen würden. Aber ob das vom deutschen/europäischen Lockdown kommt, sei mal dahingestellt.

 

Denke ich nicht, Verlierer (Öl, Reit) werden wohl lange Verlierer bleiben, auch Technology-Werte werden fallen aber werden schnell wieder attraktiv für einen Kauf sein.

 

Momentan würde ich eher schauen welche Unternehmen ich kaufen will, die noch vergleichsweise abgestraft sind aber trotzdem auf gewissem Niveau attraktiv sind (z.b. Visa 150-160 $, Coca-Cola 42-44 $)

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DST
Posted

ACHTUNG! ES BESTEHT AKUTE CRASH-GEFAHR!

 

VDAX-NEW und VIX haben beide bereits die 40 Punkte überschritten!

 

Vor dem Corona-Crash war die erwartete Volatilität das letzte mal im Jahr 2011 so hoch wie heute!

 

Die Panik ist also bereits ausgebrochen und scheint sich mit rasanter Geschwindigkeit vor allem in den entwickelteten Ländern zu verbreiten!

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EPHBEH
Posted
vor 6 Minuten von Infocollector:

Was ist denn deiner Meinung nach "gänzlich anders" als im März?

Ob der Shutdown in diesem Maße zum Erfolg führen wird, oder ob er gerechtfertigt ist, ist zunächst einmal eine andere Debatte.

 

Es geht doch hier in diesem Thread doch um die Frage der Auswirkung der aktuellen Pandemiesituation auf die Aktienmärkte in den kommenden Monaten. Darauf zielte auch meine Annahme "gänzlich anders" hin. Ich erinnere mich noch wie nach dem Shutdown und der totalen Desorientierung über Wochen die Bänder aller großer Automobilkonzerne still standen. Wie die weltweiten Zulieferketten auch monatelang danach nicht funktionierten. Der deutsche Mittelstand und sämtliche Maschinenbauer nicht wussten wie es weitergeht. Innenstädte und eigentlich alle Einzelhändler wurden damals gezwungen über Wochen dicht zu machen. Das alles wird im Shutdown 2.0 nicht passieren. Und was im deutschen Shutdown passiert, wird in 90% der restlichen Welt momentan ebenfalls nicht passieren. Darum ging es mir ;)

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