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OliH71

Anlagevermögen 225.000 Euro

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blueprint
vor 11 Stunden von OliH71:

Nein, ich möchte mich nur absichern, dass ich nichts übersehe und dadurch Geld verschenke. Ich würde für den Verkauf der Einzelpositionen mehrere hundert Euro Gebühren zahlen (Comdirect). Und da ich ohnehin jährlich eine kleinere Summe (für Urlaub) entnehme, könnte ich den Verlusttopf ja auch darüber über mehrere Jahre aisgleichen, indem ich die verbliebenen Positionen dann nach und nach umschichte, wenn ich ohnehin etwas entnehme. Zudem müsste ich dann auch noch keine Steuern zahlen auf zukünftige Entnahmen bis der Verlusttopf ausgeglichen ist. 

Den Verlusttopf kann man über mehrere Jahre verbrauchen, den Freistellungsauftrag für das jeweilige Jahr muss man aber in dem betreffenden Jahr verbrauchen. Hast Du den FSA auf dem Schirm? Man muss erst den Verlustverrechnungstopf verbraucht haben, bevor der FSA verbraucht wird...

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OliH71
vor 1 Minute von blueprint:

Hast Du den FSA auf dem Schirm? Man muss erst den Verlustverrechnungstopf verbraucht haben, bevor der FSA verbraucht wird...

Hallo blueprint, danke für deine Antwort. Einen Teil des FSA habe ich durch Dividenden Zahlungen bereits in Anspruch genommen. Grundsätzlich sind die verbliebenen Einzelpositionen, die ich halte, aber eher Aktien, die wenig bis keine Dividende zahlen. So war es auch beabsichtigt, da ich schnell den Verlusttopf ausgleichen wollte und Dividenden starke Aktien dafür weniger geeignet sind aus meiner Sicht. 

Allerdings ist meine größte Position mittlerweile ja wieder der ETF auf den S&P 500. Dieser schüttet Dividenden vierteljährlich aus. Sollte das nicht (wider Erwarten) nicht reichen, würde ich das bei meiner weiteren Vorgehensweise bedenken. Natürlich habe ich den Pauschbetrag immer auf dem Schirm. Als ich letztes Jahr auf Einzelaktien umgestiegen war, hatte ich den Pauschbetrag allerdings chon verbraucht. Deswegen ist mir das dieses Jahr erst aufgefallen, dass nur die Dividenden angerechnet wurden. 

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finisher
vor 35 Minuten von OliH71:

Wie beispielsweise zuletzt der Vorschlag von finisher, der sich als überaus erfolgreich erwiesen hat. 

Der Vorschlag war alleine dafür gedacht Deinen dick gefüllten Aktien-Verlusttopf zu verbrauchen.
Durch die unerwarteten Gewinne und dem daraus resultierenden Dopaminrausch scheinst Du jetzt wieder rückfällig geworden zu sein und dem Stockpicking zu frönen. :(

Ob die Top 10 weiter outperformen werden? Niemand kann es wissen. Historisch war es die Ausnahme:

"Since 1957, the 10 largest stocks in the S&P 500 have underperformed an equal-weighted index of the remaining 490 stocks by 2.4% per year. But the last decade has been a very notable departure from that trend, with the largest 10 outperforming by a massive 4.9% per year on average.


Quelle"


 

2022 sind die Top 8 extrem schlecht gelaufen, dafür war 2023 war ein sehr gutes Jahr.
 

540718599_Bildschirmfotovom2024-02-2409-12-02.thumb.png.d3a2b5dcadec1f5c7c15007900e04fa0.png
Quelle: https://oncoursefp.com/images/Vectors Jan 24 final.pdf
 

Ist vielleicht 2024 wieder ein schlechtes Jahr für die Top 10? Niemand kann es wissen.
Auf jeden Fall würde ich diese Aktien nicht länger übergewichten, sondern diesen Ratschlag befolgen:

vor 11 Stunden von Cepha:

Jetzt ist Dein Plan super aufgegangen und dann willst Du ihn nicht umsetzen?

 

Ich würd die Gewinne mit dem Verlusttopf glatt ziehen und dann sofort wieder in den ETF Deiner Wahl gehen.  Wozu das völlig unnötige Risiko eingehen?

 

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 11 Stunden von OliH71:

Ich sehe in den verbliebenen Einzelpositionen in naher Zukunft kein allzu großes Risiko.

Doch, das ist ein großes Risiko, weil 7 Positionen viel zu wenig diversifiziert sind - siehst du ja auch daran, dass deine Top-Positionen in der letzten Zeit (zufällig) besser gelaufen sind als der breite Markt.

(Und wie ironisch, dass ausgerechnet die Passiv-Prediger zu solchen Verhaltensweisen anregen. :P)

vor einer Stunde von finisher:

2022 sind die Top 8

Die "enormous 8" sind natürlich nicht die "Top 8" ... und es hat auch hier niemand einen "equal-weighted" Index des S&P 500 ... aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. o:)

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Cepha
vor 2 Stunden von OliH71:

Danke für den Link und die Bestätigung meiner Annahme. Bei der Auswahl meiner Aktien war ich sehr gründlich,, da es mir auch sehr viel Spaß macht, vor allem auch wenn es so erfolgreich ist wie bisher...

Weil Du der ganze große Aktienfuchs bist hast Du ja auch nach 15 Jahren Aktienboom einen so großen Verlusttopf.

 

Deine letzte Strategie ging auf, weil seit ein paar Monaten der ganze Markt und insbesondere die ganz großen fast allesamt nach oben laufen, das war einfach nur sehr glückliches timing.

 

Aber wenn Du meinst, Du hast es jetzt plötzlich drauf den Markt zu schlagen, dann versuch es halt weiter. Ist Dein Geld ;-)

 

Ich selber verstehe nicht, wie man sich einen Plan ausdenken kann, dann funktioniert der mit viel Glück tatsächlich perfekt und schwupps, findet man den eigenen Plan plötzlich doof, weil einen die große Gier gepackt hat. Dass beim Verkauf Gebühren anfallen wusstest Du auch vorher und es hat Dich bei der Umsetzung des Plans nicht gestört, warum sollte es das jetzt tun? 

 

Und natürlich kann das jetzt auch weiter toll laufen, man denke nur an den Plan des Krypto-Erben in diesem Forum. Ich werde einen Teufel tun und Dir davon "abraten".

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OliH71
vor 21 Stunden von Cepha:

Aber wenn Du meinst, Du hast es jetzt plötzlich drauf den Markt zu schlagen, dann versuch es halt weiter. Ist Dein Geld ;-)

 

Ich selber verstehe nicht, wie man sich einen Plan ausdenken kann, dann funktioniert der mit viel Glück tatsächlich perfekt und schwupps, findet man den eigenen Plan plötzlich doof. 

Beides habe ich nicht behauptet. Im Gegenteil. 

 

Danke für die weiteren Antworten. Meine ursprüngliche Überlegung war eigentlich lediglich, ob es sich lohnen kann, den Verlusttopf noch eine zeitlang mit zu schleifen, was ja mit 1-2 Einzelpositionen möglich wäre, die ich noch nicht sofort wieder umschichte. Und von denen ich nicht erwarte, dass sie in naher Zukunft einbrechen. Da ich jährlich Geld für Urlaub entnehme, hätte ich diese 1-2 Positionen dann über die nächsten Jahre steuerfrei entnehmen können. Nur eine Überlegung. 

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Sapine

Ich sehe es genauso wie meine Vorredner. Du bist von Deinem Erfolg geblendet und voller Gier. Dabei ignorierst Du, dass die letzten Monate einfach super gelaufen sind. Das muss so nicht weiter gehen und die verbliebenen 7 Werte sind alles andere als ein gut balanciertes Depot. Gier ist eine der gefährlichsten Emotionen an der Börse. 

 

Viel Glück - Du wirst es brauchen!

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Rotenstein
· bearbeitet von Rotenstein

 

Am 23.2.2024 um 23:26 von OliH71:

Ich sehe in den verbliebenen Einzelpositionen in naher Zukunft kein allzu großes Risiko. Zumal ich mit allen auch weit im Plus bin. 

Den Markt interessieren deine Erwartungen zu den Einzelposition nicht sonderlich; er wird machen, was er will. Die Risiken, die du eingehst, bestehen unabhängig davon, ob du sie siehst oder nicht. 

 

Der zweite Satz im Zitat offenbart mentale Buchführung. Offenbar scheint es dir weniger auszumachen, wenn du Verluste machst bei Positionen, mit denen du seit Kauf "im Plus" bist. Das angelegte Geld ist aber fungibel, d.h. das Geld, was du in diesen Pluspositionen hast, ist prinzipiell das gleiche, was du auf Positionen hast, die seit Kauf im Verlust sind.

 

Die Vergangenheit interessiert nicht besonders; relevant sollten sein die künftige Renditeerwartung und die Risiken, die man dafür eingeht. 

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OliH71
vor 12 Minuten von Rotenstein:

Die Vergangenheit interessiert nicht besonders; relevant sollten sein die künftige Renditeerwartung und die Risiken, die man dafür eingeht. 

Ja, der zweite Satz war unüberlegt. Dein Hinweis ist natürlich richtig und mir auch bewusst. 

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hattifnatt
vor 2 Stunden von OliH71:

hätte ich diese 1-2 Positionen dann über die nächsten Jahre steuerfrei entnehmen können

Da zitiere ich die sehr gute Richtlinie meiner Frau (mit der sie uns vor einem Sparplan im Versicherungsmantel bewahrt hat): Man soll niemals eine Anlageentscheidung nur aufgrund steuerlicher Aspekte treffen.

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OliH71
· bearbeitet von OliH71
vor 2 Stunden von hattifnatt:

Da zitiere ich die sehr gute Richtlinie meiner Frau (mit der sie uns vor einem Sparplan im Versicherungsmantel bewahrt hat): Man soll niemals eine Anlageentscheidung nur aufgrund steuerlicher Aspekte treffen.

Haha, sehr gut, da hat deine Frau sicherlich recht. Und wenigstens einer, der mal direkt auf die Frage eingegangen ist. Hat jetzt aber auch keinen Einfluss mehr. Die Rechnerei, ob es sich unter bestimmten Umständen lohnen würde, den Verlusttopf noch eine zeitlang aufzuschieben, war mir letztlich auch zu kompliziert und zu spekulativ. Weniger spekulativ ist hingegen, dass ich mit dem Verkauf der übrigen Positionen auch den Steuerfreibetrag dieses Jahr bereits sicher aufbrauche. Nachdem keine neuen Vorschläge mehr kamen und die Gier Vorwürfe immer lauter wurden (ich nenne es Vorsicht, um mich nochmal abzusichern, dafür ist das Forum ja da), wurde schnell klar, dass es keine weiteren Ideen oder Sachen zu überdenken gibt. Der Aspekt mit den Erben war interessant, aber letztlich belanglos. 

Ich habe daher alle weiteren Positionen bis auf Bank of America zum Verkauf angewiesen, was zugleich die größte Gewinnmitnahme bisher in vielen Jahren für mich ist. Nochmals danke an finisher. Sollte die Wertpapierabrechnung morgen in etwa der Vorab Kosteninformation entsprechen, hätte ich den Verlusttopf ausgeglichen und einen weiteren Teil des Pauschbetrag es aufgebraucht. Die Position Bank of America entspricht vom Volumen her in etwa dem Betrag, den ich dieses Jahr noch für meine beiden Urlaube entnehmen möchte. Sollte er etwas sinken, werden die Urlaube etwas unluxuriöser, sollte die Position steigen, umso besser. Ein Luxusproblem, das mich nicht weiter stört. 

Jedochhabe ich vorsichtshalber ein Stopp Loss bei 29,25 € gesetzt (das entspricht10 Prozent über Einkaufswert), um sicher zu gehen, keinen plötzlichen enormen Einbruch zu verpassen und den Pauschbetrag wieder zu gefährden oder gar Gefahr zu laufen, dass sich ein neuer Verlusttopf auftut. Sobald der Verkauf der übrigen Positionen abgeschlossen ist, werde ich den frei gewordenen Betrag wieder in den meinen ETF auf den S&P 500 umschichten. Damit wäre mein Anliegen soweit erledigt. Ich melde mich dann spätestens kurz vor der Rente in 13 Jahren wieder, um meine Ideen zur Entnahmephase mit euch abzustimmen. ;)

Dankeschön wieder mal für eure klaren Worte und den Konsens, der mir die Entscheidung letztlich doch noch leicht gemacht hat. 

 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor einer Stunde von OliH71:

Ich habe daher alle weiteren Positionen bis auf Bank of America zum Verkauf angewiesen, was zugleich die größte Gewinnmitnahme bisher in vielen Jahren für mich ist. Nochmals danke an finisher. Sollte die Wertpapierabrechnung morgen in etwa der Vorab Kosteninformation entsprechen, hätte ich den Verlusttopf ausgeglichen und einen weiteren Teil des Pauschbetrag es aufgebraucht. Die Position Bank of America entspricht vom Volumen her in etwa dem Betrag, den ich dieses Jahr noch für meine beiden Urlaube entnehmen möchte. Sollte er etwas sinken, werden die Urlaube etwas unluxuriöser, sollte die Position steigen, umso besser. Ein Luxusproblem, das mich nicht weiter stört. 

 

Jetzt muss ich doch noch was fragen, weil ich neugierig bin: Richtig oder falsch?

Du gehst in 14 Jahren ca. in Rente (Jahrgang 1971).

Aktuell hast du ein regelmäßiges Einkommen, es kommt also laufend Geld auf dein Konto.

Dieses reicht aber nicht aus um alle laufenden Kosten zu decken plus 2x Urlaub.

 

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OliH71
vor 9 Stunden von Lazaros:

Jetzt muss ich doch noch was fragen, weil ich neugierig bin: Richtig oder falsch?

Du gehst in 14 Jahren ca. in Rente (Jahrgang 1971).

Aktuell hast du ein regelmäßiges Einkommen, es kommt also laufend Geld auf dein Konto.

Dieses reicht aber nicht aus um alle laufenden Kosten zu decken plus 2x Urlaub.

 

Jahrgang 1971 ist richtig. Ich bin Single und verfüge über ein gutes bis sehr gutes Nettoeinkommen. Zudem erhalte ich zusätzlich monatlich Pflegegeld, da ich mich um meine Mutter kümmere (Pflegegrad 3). Das Geld bleibt mir komplett, da meine Mutter eine sehr gute Rente hat und alles selber bezahlen kann. Der Zeitaufwand, den ich habe, rechtfertigt das Pflegegrad dennoch voll und ganz. Insgesamt reicht das Geld locker um alle laufenden Kosten zu decken und auch für 2 normale Urlaube. Da ich von meinem Depot aber auch jetzt schon etwas haben möchte und nicht nur zur Rente (wer weiß schon 100%, ob ich sie überhaupt erlebe), habe ich meinen Lebensstil etwas "erhöht". Das bedeutet z. B., dass ich gar nicht mehr koche, ich mit meinen Urlauben  in jetzt noch relativ jungen Jahren zunächst vor allem teure Fernziele abarbeite, etc. 

Deswegen halte ich es so, dass ich die Urlaube von meinem Depot entnehme und von dem Rest ein  gutes sorgenfreies Leben führe ohne abzuheben. Die Entnahmen konnte ich bisher immer problemlos so anpassen, dass mein Depot nicht schrumpft, sondern trotzdem weiter anwächst. Ich könnte meinen Lebensstandard auch problemlos runterschrauben und mein Depot bis zur Rente unangetastet lassen und sogar zusätzlich weiter besparen, da ich bei meinen monatlichen Ausgaben noch jede Menge Einsparmoglichkeiten habe. Dann könnte ich vielleicht noch ein paar Jahre früher aufhören zu arbeiten oder reich in Rente gehen. Da ich für meine geplanten Rentenvorhaben jedoch keinen Reichtum benötige und mir meine Arbeit Spaß macht, ist es mir so wie es bis jetzt halte am liebsten. 

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