Zum Inhalt springen
MonacoFranzl

L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF USD

Empfohlene Beiträge

Nachdenklich
vor 58 Minuten von HJP16:

Dann reihe ich mich mal ein in die Gruppe der Zeitverschwender und akzeptiere, dass ich eine hier unerwünschte / sinnlose Meinung habe. 

Wenn ich Deine Interpretation lese, dann habe ich mich unklar ausgedrückt.

Nicht Deine Meinung ist sinnlos!

Ich meine, daß es eine Zeitverschwendung ist, immer wieder gegen diejenigen anzureden, die glauben, nur eine Anlage nach Marktkapitalisierung sei richtig.

Die Diskussion ist im Forum schon so oft geführt worden, man muß es nicht immer wiederholen.

Das erste Gesetz der Geldanlage lautet: Diversifizieren, diversifizieren, diversifizieren.

Wenn die derzeitige Verfassung des Marktes dazu führt, daß ein großer Teil der Marktkapitalisierung sich in einer Branche/in einem Sektor eines Landes konzentriert, dann ist eine Anlage nach Marktkapitalisierung ein Verstoß gegen das Gebot der Diversifizierung.

Und ich muß auch nicht den gleichen Anteil des Marktwertes von Microsoft und von Hornbach im Depot halten. Microsoft mag im Vergleich zu Hornbach die bessere Firma sein. Aber das ist bekannt und damit eingepreist. Die Bewertung von Microsoft spiegelt diese herausragende (von mir ja garnicht bestrittene) Qualität von Microsoft wieder.

Wer an den rationalen Markt glaubt, wird zugestehen müssen, daß die Wahrscheinlichkeiten auf eine bessere oder schlechtere als erwartete Kursentwicklung für beide Werte gleichgroß sind - denn alle Vorteile von Microsoft gegenüber Hornbach sind eingepreist.

Anders als Schwachzocker will ich daher theoretisch eher genausoviel Hornbach wie Microsoft im Depot haben. Beide haben gleichermaßen ein Chance sich besser oder schlechter als eingepreist zu entwickeln.

In der Praxis können natürlich nicht alle Anleger jede Wurstbude genauso hoch gewichten wie Microsoft. Das würde zu unsinnigen Bewertungen führen.

Aber ich bin ja auch nicht 'alle Anleger'.

Mir ist es recht, wenn die Masse noch eine ganze Weile die hoch bewerteten Titel kauft. Ich kaufe tendenziell in Märkten mit niedrigen Bewertungen und warte einfach ab.

 

Ich habe das jetzt nur ausgeführt, weil Du (@HJP16) meine Bemerkung über Zeitverschwendung anscheinend mißverstanden hast.

Diejenigen, die Blasen leugnen und an die Rationalität des Marktes glauben, werden mein Auffassung sicherlich wieder mit ihren Glaubenssätzen zerpflücken.

Das ist hier im Forum schon so oft geschehen, ich muß es eigentlich nicht laufend wiederholen.

Der Beitrag ist also ganz persönlich für Dich: @HJP16.

Mir wäre es recht, wenn die anderen in ignorieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
HJP16
vor 24 Minuten von Nachdenklich:

Wenn ich Deine Interpretation lese, dann habe ich mich unklar ausgedrückt.

Nicht Deine Meinung ist sinnlos!

Ich meine, daß es eine Zeitverschwendung ist, immer wieder gegen diejenigen anzureden, die glauben, nur eine Anlage nach Marktkapitalisierung sei richtig.

Die Diskussion ist im Forum schon so oft geführt worden, man muß es nicht immer wiederholen.

Da hast Du Dich in der Tat unklar ausgedrückt. Ich danke für Deine Nachricht und die Mühe, die Du Dir gemacht hast.

Eigentlich wollte ich mich mit meiner Äußerung zu den Zeitverschwendern zu gehören aus diesem Thread verabschieden und nicht mehr schreiben, da spätestens die Leugnung von Blasen an Absurdität kaum noch zu übertreffen ist. Aber so ganz kommentarlos möchte ich mich nicht "verabschieden". 

 

vor 27 Minuten von Nachdenklich:

Und ich muß auch nicht den gleichen Anteil des Marktwertes von Microsoft und von Hornbach im Depot halten. Microsoft mag im Vergleich zu Hornbach die bessere Firma sein. Aber das ist bekannt und damit eingepreist. Die Bewertung von Microsoft spiegelt diese herausragende (von mir ja garnicht bestrittene) Qualität von Microsoft wieder.

Wer an den rationalen Markt glaubt, wird zugestehen müssen, daß die Wahrscheinlichkeiten auf eine bessere oder schlechtere als erwartete Kursentwicklung für beide Werte gleichgroß sind - denn alle Vorteile von Microsoft gegenüber Hornbach sind eingepreist.

Deshalb auch mein Punkt, dass man den Markt auch über equal weight abbilden könnte bzw. sogar müsste. Passt aber hier nicht ins Weltbild. 

 

vor 28 Minuten von Nachdenklich:

Mir ist es recht, wenn die Masse noch eine ganze Weile die hoch bewerteten Titel kauft. Ich kaufe tendenziell in Märkten mit niedrigen Bewertungen und warte einfach ab.

So sehe ich das auch. Aber auch die "Regression zum Mittelwert" wird hier in der Runde wohl kaum gerne gehört werden.  

 

vor 30 Minuten von Nachdenklich:

Diejenigen, die Blasen leugnen und an die Rationalität des Marktes glauben, werden mein Auffassung sicherlich wieder mit ihren Glaubenssätzen zerpflücken.

Das ist hier im Forum schon so oft geschehen, ich muß es eigentlich nicht laufend wiederholen.

Also, danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen und klinke mich jetzt auch aus der Diskussion aus. 

Dennoch schade eigentlich, dass das Forum hier von so - nennen wir es mal - "meinungsstarken" Personen geprägt wird. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 7 Stunden von HJP16:

Klar, die statistischen Zusammenhänge müssen sich in die Zukunft gerichtet nicht wiederholen. Ich glaube allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich wiederholen werden sehr groß sind.

vor 7 Stunden von HJP16:

Qualitativ gesprochen, die Wahrscheinlichkeit, dass sich der statistische Zusammenhang zwischen Bewertungsniveaus und langjähriger Rendite (oder auch Regression zum Mittelwert) in der Zukunft NICHT wiederholt, ist aus meiner Sicht eher gering. Ob ich da 10% oder 20% dran schreibe ist wohl schnuppe. 

Also handelt es sich um eine subjektive Wahrscheinlichkeit mit dem bekannten Problem der Referenzklasse.

vor 7 Stunden von HJP16:

Was gibt es da zu beweisen? Die Börsenkurse rund im die drei Blasen sprechen für sich. 

Die Börsenkurse könnten auf Basis der damals vorhandenen Informationen zu dieser Zeit völlig rational gewesen sein. Irrationalität des Marktes kann wohlgemerkt immer nur ex-ante existieren, ansonsten würden wir die tatsächliche Entscheidungssituation des Marktes verändern. Der Markt kann nicht in die Zukunft sehen und neue Informationen erst dann verarbeiten, sobald diese vorliegen (rückblickend bzw. ex-post liegen immer alle Informationen vor). Daher ist ein Beweis von Marktirrationalität äußerst komplex, wenn nicht sogar unmöglich - die Bewegung von Börsenkursen alleine ist jedenfalls nicht hinreichend:

vor 14 Stunden von Glory_Days:

Wer von irrationalem Verhalten des Marktes spricht, muss erst einmal definieren, wann rationales Marktverhalten vorliegt. Nur weil es zu größeren Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung kommt, muss noch lange keine Irrationalität vorliegen (z.B. könnten einfach neue Informationen bekannt geworden sein, die die Markteinschätzung fundamental verändern).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 6 Stunden von Nachdenklich:

Wenn die derzeitige Verfassung des Marktes dazu führt, daß ein großer Teil der Marktkapitalisierung sich in einer Branche/in einem Sektor eines Landes konzentriert, dann ist eine Anlage nach Marktkapitalisierung ein Verstoß gegen das Gebot der Diversifizierung.

Das wäre genau dann richtig, wenn sich das idiosynkratische Risiko bei gleichbleibender Renditeerwartung und gleichbleibendem systematischen Risiko durch eine Konzentration von Marktkapitalisierung erhöhen würde. Man kann das durchaus so sehen - es ist für mich aber keine Zwangsläufigkeit. Genauso gut könnte man argumentieren, dass das idiosynkratische Risiko einzelner Assets durch eine Konzentration von Marktkapitalisierung sinkt.

vor 6 Stunden von Nachdenklich:

Wer an den rationalen Markt glaubt, wird zugestehen müssen, daß die Wahrscheinlichkeiten auf eine bessere oder schlechtere als erwartete Kursentwicklung für beide Werte gleichgroß sind - denn alle Vorteile von Microsoft gegenüber Hornbach sind eingepreist.

Wenn der Markt Unternehmen durch Marktkapitalisierung bewertet - was er nach meinem Verständnis tut - bezieht sich die zukünftige prozentuale Kursentwicklung relativ gesehen auf die Ausgangs-Marktkapitalisierung, d.h. der Markt schätzt kontinuierlich die Marktkapitalisierung von Unternehmen ein. Wenn du der Ansicht bist, dass "die Wahrscheinlichkeiten auf eine bessere oder schlechtere als erwartete Kursentwicklung für beide Werte" gemessen an ihrer Marktkapitalisierung "gleich groß sind", dann musst du wie von @Schwachzocker gefordert nach Marktkapitalisierung anlegen.

vor 6 Stunden von Nachdenklich:

Anders als Schwachzocker will ich daher theoretisch eher genausoviel Hornbach wie Microsoft im Depot haben. Beide haben gleichermaßen ein Chance sich besser oder schlechter als eingepreist zu entwickeln.

Das könnte bei gleicher prozentualer Kursentwicklung die Konsequenz haben, dass du Hornbach bezogen auf seine Marktkapitaliserung ein wesentlich höheres prozentuales Wachstum zutraust als Microsoft. Die Frage wäre dann worauf diese Annahme beruht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 5 Stunden von HJP16:

Deshalb auch mein Punkt, dass man den Markt auch über equal weight abbilden könnte bzw. sogar müsste

Noch als kurze Anmerkung: Ich finde es einen großen Unterschied die marktkapitalisierte Gewichtung als Basis zu nehmen und mit dem Wunsch nach Diversifikation subjektive Klumpenrisiken zu minimieren. Equal weight ignoriert Informationen die im Preis stecken aber komplett, allein diesen Fakt finde ich sehr unvorteilhaft.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Die Sinnhaftigkeit von Equal Weight würde ich auf einer anderen Ebene sehen: Auf der Ebene der Quellen systematischen Risikos. Bei allem anderen würde ich dem Markt freie Hand lassen und Marktkapitalisierung bevorzugen.

Es hat schon seinen Sinn, warum wir die Bewertung des Marktes quo Marktkapitalisierung nicht komplett ignorieren, und alle Unternehmen des Aktienmarktes hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung nicht auf die gleiche Stufe stellen (Equal Weight bezogen auf den Aktienmarkt würde einer Angleichung der Marktkapitalisierung aller Unternehmen entsprechen und somit einer extreme Abweichung von der vorherrschenden Marktbewertung).

Nur Anleger, die die Marktbewertung per sé und dauerhaft für irrational halten, sollten zu dieser Form der extremen Abweichung greifen. Aber gegen diese Form der Glaubenssätze und "meinungsstarken" Ansichten wird man sowieso kaum durchdringen. Die nächste Verschwörung lauert schließlich überall...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
· bearbeitet von Okabe
vor einer Stunde von Glory_Days:

Die Sinnhaftigkeit von Equal Weight würde ich auf einer anderen Ebene sehen: Auf der Ebene der Quellen systematischen Risikos.

Sehe ich auch so. Interessant wäre mal eine Einschätzung z.B. auf Länder-Ebene, wie beispielsweise das Risiko zwischen verschiedenen Ländern oder Rechtsgebieten bzgl. Konflikten steht. China/Taiwan wäre da sicherlich sehr hoch und USA/Kannada wäre da sehr niedrig.

Das ist durchaus relevant, wie man ja zuletzt an Russland gesehen hat. Da haben einige Leute aus Deutschland sicherlich herbe Verluste hinnehmen müssen.

 

Alleine deswegen halte ich ein reines Investieren nach MCAP für suboptimal - nicht jeder hat die gleiche Ausgangsbasis und das muss eigentlich berücksichtigt werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 7 Stunden von Nachdenklich:

Anders als Schwachzocker will ich daher theoretisch eher genausoviel Hornbach wie Microsoft im Depot haben.

Genauso viel was?

 

Genauso viel Geld in Hornbach wie in Microsoft?

oder

Genauso viel Firmenanteil von Hornbach wie von Microsoft?

 

Im zweiten Fall solltest Du nach Marktkapitalisierung anlegen.

 

vor 5 Minuten von Okabe:

Sehe ich auch so. Interessant wäre mal eine Einschätzung z.B. auf Länder-Ebene, wie beispielsweise das Risiko zwischen verschiedenen Ländern oder Rechtsgebieten bzgl. Konflikten steht. China/Taiwan wäre da sicherlich sehr hoch und USA/Kannada wäre da sehr niedrig.

Das ist durchaus relevant, wie man ja zuletzt an Russland gesehen hat. Da haben einige Leute aus Deutschland sicherlich herbe Verluste hinnehmen müssen....

Russland hatte aber ein niedriges KGV, war also hochgradig empfehlenswert, da wir ja alle wissen, dass Länder mit einem niedrigen KGV langfristig am besten rentieren.

 

vor 5 Minuten von Okabe:

Alleine deswegen halte ich ein reines Investieren nach MCAP für suboptimal - nicht jeder hat die gleiche Ausgangsbasis und das muss eigentlich berücksichtigt werden.

Genau das ist aber mit der Marktkapitalisierung berücksichtigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 32 Minuten von Okabe:

Interessant wäre mal eine Einschätzung z.B. auf Länder-Ebene, wie beispielsweise das Risiko zwischen verschiedenen Ländern oder Rechtsgebieten bzgl. Konflikten steht. China/Taiwan wäre da sicherlich sehr hoch und USA/Kannada wäre da sehr niedrig.

Was sicherlich ein Grund für entsprechend hohe aktuelle CAPE-Bewertungen (auch im historischen Vergleich) sein könnte. Das wäre in diesem Sinne sogar rational, denn lieber begnüge ich mich als Anleger mit einer erwarteten niedrigeren Rendite bei niedrigem Risiko, als mit einer erwarteten hohen Rendite bei überproportional hohem Risiko.

vor 32 Minuten von Okabe:

Alleine deswegen halte ich ein reines Investieren nach MCAP für suboptimal

Das Problem ist, dass wir hier über ex-ante Optimalität diskutieren müssen und nicht über ex-post Optimalität. D.h. das was ex-ante optimal war, muss in der rückblickenden ex-post Betrachtung nicht zum optimalen ex-post Ergebnis geführt haben. Ex-post Optimalität hat für Anleger aber keine unmittelbare Relevanz, da diese Betrachtungsweise die Entscheidungssituation von Anleger nicht widerspiegelt (Anleger besitzen ex-ante kein zukünftiges Wissen, d.h. das Wissen der ex-post Betrachtung). Das führt zu der Einsicht, dass man die Qualität von Entscheidungen unter Ungewissheit nicht anhand der ex-post Ergebnisse beurteilen kann, sondern ausschließlich anhand der Kosten der Alternative (d.h. wenn sich die Zukunft anders abgespielt hätte). Diese Definition ist für mich der korrekte ex-ante Optimalitätsbegriff unter Ungewissheit.

 

Am Beispiel eines möglichen China/Taiwan-Konflikts wird das ganze greifbar: Der Markt bewertet anhand der Marktkapitalisierung dieses Risiko in Echtzeit und verringert je nach Einschätzung des Risikos das Ländergewicht der gefährdeten Länder entsprechend (durch eine Umschichtung von Kapital, was zu einer höheren Bewertung anderer Länder/Regionen führen kann). Gleichzeitig kann der Markt aus heutiger Sicht aber auch nicht ausschließen, dass es zukünftig zu keinem Konflikt kommen wird bzw. umgekehrt, dass es zwangsläufig zu einem Konflikt kommen muss (wenn er das könnte, müsste der Markt bestimmte Gewichte sicherheitshalber bereits heute auf 0% absenken). Wer auf diesen kostenlosen "Service" des Marktes in Echtzeit ohne Not verzichten möchte, kann das gerne machen. Als rational würde ich das wider besseren Wissens dann aber nicht bezeichnen.

vor 31 Minuten von Schwachzocker:
vor 32 Minuten von Okabe:

Alleine deswegen halte ich ein reines Investieren nach MCAP für suboptimal - nicht jeder hat die gleiche Ausgangsbasis und das muss eigentlich berücksichtigt werden.

Genau das ist aber mit der Marktkapitalisierung berücksichtigt.

Sehe ich auch so - Equal-Weight würde von einer gleichen Ausgangsbasis ausgehen, was mir irrational erscheint.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

 

 

vor 9 Minuten von Glory_Days:
vor 21 Minuten von Schwachzocker:
vor 22 Minuten von Okabe:

...nicht jeder hat die gleiche Ausgangsbasis und das muss eigentlich berücksichtigt werden.

Genau das ist aber mit der Marktkapitalisierung berücksichtigt.

Sehe ich auch so - Equal-Weight würde von einer gleichen Ausgangsbasis ausgehen, was mir irrational erscheint.

Gleich geht es wieder los: "Wääääh, meine Meinung wird hier nicht ernst genommen."

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 4 Minuten von Schwachzocker:

Gleich geht es wieder los: "Wääääh, meine Meinung wird hier nicht ernst genommen."

Meinungen gibt es viele - eine Meinung alleine sagt noch nichts über deren Qualität aus. Im Zweifel orientiert man sich lieber an den Fakten, als subjektiven und unbegründeten Meinungen zu folgen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
vor einer Stunde von Glory_Days:

Was sicherlich ein Grund für entsprechend hohe aktuelle CAPE-Bewertungen (auch im historischen Vergleich) sein könnte. Das wäre in diesem Sinne sogar rational, denn lieber begnüge ich mich als Anleger mit einer erwarteten niedrigeren Rendite bei niedrigem Risiko, als mit einer erwarteten hohen Rendite bei überproportional hohem Risiko.

Ja - sicherlich wäre das rational. Nur ist eben eine einzige Zahl für die CAPE-Ratio unzureichend. Das bildet nur den Durchschnitt ab, aber erlaubt damit eben keine präzisen Rückschlüsse für jeden Investor. Das ist ja gerade der Punkt. Und das beeinflusst auch MCAP.

Also nur als Beispiel: Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren, warum auch immer, aus rationalen Gründen, z.B. steuerlich, gesetzlich; obwohl sie es ohne diese Gründe nicht tun würden, dann müsste man das als Deutscher eigentlich berücksichtigen, um optimal zu investieren. MCAP wäre dann eben nicht rational.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 11 Minuten von Okabe:

Und das beeinflusst auch MCAP.

Die Marktkapitalisierung wird durch alle vorliegenden Informationen beeinflusst, die vom Markt vearbeitet und bewertet werden.

vor 11 Minuten von Okabe:

Also nur als Beispiel: Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren, warum auch immer, aus rationalen Gründen, z.B. steuerlich, gesetzlich; obwohl sie es ohne diese Gründe nicht tun würden, dann müsste man das als Deutscher eigentlich berücksichtigen, um optimal zu investieren. MCAP wäre dann eben nicht rational.

Du hast das "Problem" der Gewichtung nach Marktkapitalisierung insofern verstanden, als dass die absoluten Gewichte grundsätzlich vom definierten Anlageuniversum abhängig sind (sei es aufgrund von Wahlfreiheit oder strukturellen Beschränkungen). Daher bin ich persönlich zur bereits genannten Schlussfolgerung gekommen:

vor 3 Stunden von Glory_Days:

Die Sinnhaftigkeit von Equal Weight würde ich auf einer anderen Ebene sehen: Auf der Ebene der Quellen systematischen Risikos. Bei allem anderen würde ich dem Markt freie Hand lassen und Marktkapitalisierung bevorzugen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
vor 4 Minuten von Glory_Days:

Du hast das "Problem" der Gewichtung nach Marktkapitalisierung insofern verstanden, als dass die Gewichte grundsätzlich vom definierten Anlageuniversum abhängig sind (sei es aufgrund von Wahlfreiheit oder strukturellen Beschränkungen). Daher bin ich persönlich zur bereits genannten Schlussfolgerung gekommen:

Genau - deswegen schrieb ich, es wäre interessant, die bewerteten Risiken (von wem auch immer) der Länder untereinander zu sehen, denn diese beeinflussen das "definierte Anlageuniversum"oder eher "sinnvolle Anlageuniversum" entsprechend.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 21 Minuten von Okabe:

Also nur als Beispiel: Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren, warum auch immer, aus rationalen Gründen, z.B. steuerlich, gesetzlich; obwohl sie es ohne diese Gründe nicht tun würden, dann müsste man das als Deutscher eigentlich berücksichtigen, um optimal zu investieren. MCAP wäre dann eben nicht rational.

Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren würden/könnten, wäre das ein dem Markt bekannter Fakt, der als Information entsprechend in Form der Marktbewertung nach Marktkapitalisierung berücksichtigt werden würde.

vor 7 Minuten von Okabe:

Genau - deswegen schrieb ich, es wäre interessant, die bewerteten Risiken (von wem auch immer) der Länder untereinander zu sehen, denn diese beeinflussen das "definierte Anlageuniversum"oder eher "sinnvolle Anlageuniversum" entsprechend.

Ja, die Verteilung des systematischen Risikos auf die Quellen systematischen Risikos ist mutmaßlich nicht statisch. Ich persönlich würde allerdings den Weg bevorzugen, diese einmal gesamthaft festzulegen und dann dem Markt wieder freies Spiel zu lassen - d.h. auch wenn die Verteilung des systematischen Risikos dynamisch wäre, wäre mir das so ziemlich egal, solange ich über eine hinreichende Anzahl an Quellen systematischen Risikos gestreut bin. Das wäre dann die hier geäußerte Idee, die zudem aus mathematischer Sicht vorteilhaft ist:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
· bearbeitet von Okabe
vor 6 Minuten von Glory_Days:

Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren würden, wäre das ein dem Markt bekannter Fakt, der als Information entsprechend in Form der Marktbewertung nach Marktkapitalisierung berücksichtigt werden würde.

Stimmt, da bin ich gerade hereingefallen. Sofern es genügend andere "freie" Marktteilnehmer gibt, sollte die Einschränkung der anderen Teilnehmer entsprechend eingepreist sein.

 

vor 6 Minuten von Glory_Days:

d.h. auch wenn die Verteilung des systematischen Risikos dynamisch wäre, wäre mir das so ziemlich egal, solange ich über eine hinreichende Anzahl an Quellen systematischen Risikos gestreut bin.

Allerdings betrifft dich das ja selbst. Beispiel: es könnte extrem riskant für dich (und nur für dich) sein, in holländische Aktien zu investieren; warum auch immer. In diesem Fall ist dieses Risiko für dich zwar vom Markt eingepreist (weil bzw. wenn dieser dein Risiko kennt), aber da es nur du bist, wird es nichts ändern. Von daher wäre es dann entsprechend sinnvoll für dich, nur wenig in Holland zu investieren.

In der westlichen Welt sind wir davon sicher vergleichsweise wenig betroffen, aber in anderen Ländern (Russland, China, Ukraine, ...) ist dieser Effekt wesentlich wichtiger.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 11 Minuten von Okabe:

Stimmt, da bin ich gerade hereingefallen. Sofern es genügend andere "freie" Marktteilnehmer gibt, sollte die Einschränkung der anderen Teilnehmer entsprechend eingepreist sein.

Es ist schwierig, valide Konstellationen zu finden, in denen der Markt bekannte Informationen tatsächlich nicht verarbeiten könnte - was zu Informationsineffizienzen führen würde. Möglicherweise z.B. wenn alle Marktteilnehmer Einschränkungen hätten und bei ihren Entscheidungen die Einschränkungen der anderen nicht berücksichtigen könnten (was sich sehr unrealistisch und praxisfern anhört).

vor 11 Minuten von Okabe:

Allerdings betrifft dich das ja selbst. Beispiel: es könnte extrem riskant für dich (und nur für dich) sein, in holländische Aktien zu investieren; warum auch immer. In diesem Fall ist dieses Risiko für dich zwar vom Markt eingepreist, aber da es nur du bist, wird es nichts ändern. Von daher wäre es dann entsprechend sinnvoll für dich, nur wenig in Holland zu investieren.

In der westlichen Welt sind wir davon sicher vergleichsweise wenig betroffen, aber in anderen Ländern (Russland, China, Ukraine, ...) ist dieser Effekt wesentlich wichtiger.

Risiko als Konzept ist keine subjektive Wahrnehmung von Anlegern, sondern objektiv (aber leider ist dieses objektive Risiko für Anleger nicht einfach objektiv zu identifizieren). D.h. das Risiko kennt dich als einzelnen Anleger gar nicht - daher kann es gar nicht ausschließlich für mich riskant sein, in holländische Aktien zu investieren (wenn es objektiv tatsächlich riskant wäre, dies zu tun).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
vor 1 Minute von Glory_Days:

daher kann es gar nicht ausschließlich für mich riskant sein, in holländische Aktien zu investieren (wenn es objektiv tatsächlich riskant wäre, dies zu tun)

Verstehe ich nicht. Wieso sollte das nicht möglich sein? Unwahrscheinlich (blödes Beispiel vielleicht) aber nicht unmöglich.

 

Vielleicht ein besseres Beispiel: die Leute in Taiwan sollten eher nicht nach China investieren, weil ein Krieg o.ä. passieren könnte und dann China die Taiwainer einfach enteignet (nehmen wir mal an, das wäre möglich und würde sicher so passieren, damit das Beispiel nicht noch komplexer wird). Da die Taiwaner aber (angenommen) kein signifikant großes Investitionsvolumen ausüben können, so wird sich am Kurs der chinesischen Aktien nicht viel ändern. Mit anderen Worten: als Deutscher investiere ich mehr oder weniger unverändert in China, als Taiwaner aber nicht.

Oder nochmal anders formuliert: es ist rational sinnvoll, wenn Deutsche und Taiwaner beide unterschiedlich (nicht unbedingt nach MCAP) investieren.

 

Nur ist es eben schwierig zu wissen, wie die eigenen Risiken im Vergleich zu den anderen aussehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 45 Minuten von Okabe:

die Leute in Taiwan sollten eher nicht nach China investieren, weil ein Krieg o.ä. passieren könnte und dann China die Taiwainer einfach enteignet (nehmen wir mal an, das wäre möglich und würde sicher so passieren, damit das Beispiel nicht noch komplexer wird). Da die Taiwaner aber (angenommen) kein signifikant großes Investitionsvolumen ausüben können, so wird sich am Kurs der chinesischen Aktien nicht viel ändern. Mit anderen Worten: als Deutscher investiere ich mehr oder weniger unverändert in China, als Taiwaner aber nicht.

Oder nochmal anders formuliert: es ist rational sinnvoll, wenn Deutsche und Taiwaner beide unterschiedlich (nicht unbedingt nach MCAP) investieren.

Und dann würde die westliche Welt Taiwan zu Hilfe kommen und China infolgedessen die Anleger dieser Länder genauso enteignen. Systematisches Risiko ist per Definition systematisch und betrifft alle gleich - idiosynkratisches Risiko nicht notwendigerweise, aber das wird vom Markt auch nicht prämiert und spielt im diversifizierten Limes keine Rolle. Ein hohes idiosynkratisches Risiko würde z.B. auch dann bestehen, wenn das Humankapital sehr stark von einem Unternehmen abhinge und man dann noch stark mit seinem liquiden Vermögen in dieses Unternehmen investieren würde, weshalb ein derartiges Vorgehen nicht empfehlenswert bzw. rational ist.

 

D.h. nur weil Taiwaner möglicherweise als erstes in einem China/Taiwan Konflikt enteignet werden würden, wäre es aus meiner Sicht falsch - wenn man China als relevante eigenständige Quelle systematischen Risikos einschätzt - als Taiwainer gar nicht in China zu investieren, da der Markt dieses angenommene systematische Risiko einschätzen und prämieren würde, das für alle gleich ist. Auch ein Taiwaner kann das systematische Risiko auf dieser Ebene nicht besser einschätzen als der Markt:

vor 2 Stunden von Glory_Days:

Gleichzeitig kann der Markt aus heutiger Sicht aber auch nicht ausschließen, dass es zukünftig zu keinem Konflikt kommen wird bzw. umgekehrt, dass es zwangsläufig zu einem Konflikt kommen muss (wenn er das könnte, müsste der Markt bestimmte Gewichte sicherheitshalber bereits heute auf 0% absenken). Wer auf diesen kostenlosen "Service" des Marktes in Echtzeit ohne Not verzichten möchte, kann das gerne machen. Als rational würde ich das wider besseren Wissens dann aber nicht bezeichnen.

Und natürlich muss sich systematisches Risiko auch mal materialisieren - sonst wäre es nämlich überhaupt kein Risiko.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tenno

Diese Diskussion hat sich in Teilen schon weit vom Kommer ETF entfernt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days
Gerade eben von Tenno:

Diese Diskussion hat sich in Teilen schon weit vom Kommer ETF entfernt

Sehe ich anders, da wir aktuell über die Frage MCAP vs. Gleichgewichtung diskutieren. Wenn der Kommer ETF nun weder die eine noch die andere Herangehensweise verfolgen würde, könnte ich derartige Einschätzungen nachvollziehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 3 Stunden von Tenno:

Diese Diskussion hat sich in Teilen schon weit vom Kommer ETF entfernt

Nein, dass ist genau das, worum es bei der Entscheidung für oder gegen den Kommer-ETF geht.

 

vor 5 Stunden von Okabe:

Ja - sicherlich wäre das rational. Nur ist eben eine einzige Zahl für die CAPE-Ratio unzureichend. Das bildet nur den Durchschnitt ab, aber erlaubt damit eben keine präzisen Rückschlüsse für jeden Investor. Das ist ja gerade der Punkt. Und das beeinflusst auch MCAP.

Also nur als Beispiel: Wenn alle Amerikaner nur in US-Aktien investieren, warum auch immer, aus rationalen Gründen, z.B. steuerlich, gesetzlich; obwohl sie es ohne diese Gründe nicht tun würden, dann müsste man das als Deutscher eigentlich berücksichtigen, um optimal zu investieren. MCAP wäre dann eben nicht rational.

Genau das berücksichtigt die Markkapitalisierung. Schließlich beträgt der Anteil der US-Unternehmen 70%.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Okabe
vor 56 Minuten von Schwachzocker:

Genau das berücksichtigt die Markkapitalisierung. Schließlich beträgt der Anteil der US-Unternehmen 70%.

Erstens war das bereits geklärt, zweitens hat das mit irgendwelchen konkreten Zahlen gar nichts zu tun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days

Kommer probiert mit diesem ETF einiges aus - was wohl im Wesentlichen Marketinggründe hat. Man sieht alleine hier im Forum, dass die Nachfrage nach einer Reduktion des US-Exposures und Multi Faktor-Investing vorhanden ist. Doch auch die größte Nachfrage bedeutet noch lange nicht, dass das was man dafür bekommt, auch sinnvoll ist.

Ich halte diese Experimente allerdings für nicht ganz so gravierend. Ich vermute, dass der Gerd Kommer ETF langfristig einer 50/50 IMI/GDP Benchmark aufgrund dieser Experimente und der laufenden Kosten hinterherlaufen wird:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Glory_Days

Zum Thema Faktor-Investing ist vielleicht auch folgendes "Duell" zwischen Gerd Kommer und Martin Weber interessant:

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...