Bolanger vor 11 Stunden vor 55 Minuten von Andreas900: Wenn das alles stimmt, ist das AVD für mich ein No-Brainer. Für mich ist das kein no-brainer. Du hast den Vorteil der Steuerstundung, aber den Nachteil der individuellen Besteuerung in der Auszahlungsphase ggü. der Abgeltungssteuer, die nur auf Kursgewinne anfällt. Ich glaube, das viele ihren Grenzsteuersatz in der Auszahlungsphase deutlich zu gering erwarten Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Andreas900 vor 10 Stunden vor 58 Minuten von Bolanger: Für mich ist das kein no-brainer. Du hast den Vorteil der Steuerstundung, aber den Nachteil der individuellen Besteuerung in der Auszahlungsphase ggü. der Abgeltungssteuer, die nur auf Kursgewinne anfällt. Ich glaube, das viele ihren Grenzsteuersatz in der Auszahlungsphase deutlich zu gering erwarten Stimmt das: Besteuerung in der Auszahlungsphase VS Abgeltungssteuer? Wäre es nicht richtiger zu sagen: Besteuerung in der Auszahlungsphase VS Abgeltungssteuer und Lohnsteuer Denn wenn ich das richtig verstehe, spart man ja nicht nur die Abgeltungssteuer sondern auch noch die Lohnsteuer auf den eingezahlten Betrag. Das heißt man spart 25% Abgeltungssteuer PLUS persönliche Lohnsteuer (sagen wir mal 35%) PLUS den Steuerstundungseffekt. Wie hoch soll ein Grenzssteuersatz im Alter sein um das aufzufressen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r vor 10 Stunden · bearbeitet vor 10 Stunden von s1lv3r vor 16 Minuten von Andreas900: Das heißt man spart 25% Abgeltungssteuer PLUS persönliche Lohnsteuer (sagen wir mal 35%) PLUS den Steuerstundungseffekt. Wie hoch soll ein Grenzssteuersatz im Alter sein um das aufzufressen? m.E.n. bist du da ziemlich auf dem Holzweg, was das Verständnis der Wirkweise der einzelnen Bestandteile angeht. Durch die Anrechnung auf die Steuerersparnis ist die staatliche Zulage z.B. kein "geschenktes" Geld. Die Zulagenmechanik ist eigentlich hauptsächlich für Geringverdiener gedacht, die oft eben gar keine Steuererklärung machen. Über die Steuerstundung der nachgelagerten Besteuerung wird gar kein zusätzlicher positiver Effekt erzielt (das Thema hatten wir schon super häufig hier). Im Endeffekt; schau dir doch einen der vielen Onlinerechner an und versuche den mit realistischen Zahlen für dich zu füllen. Höchstwahrscheinlich wird für dich herauskommen, dass das AV-Depot nicht schlecht ist, aber wenn man liest was du hier schreibst klingt es halt so, als wäre es der Deal des Jahrhunderts und der super tolle Vermögensturbo. Das ist es im Regelfall aber eben auch nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 10 Stunden · bearbeitet vor 9 Stunden von satgar Vielleicht sehe ich das vielfach pragmatischer als andere hier, aber darf man bitte nicht vergessen, dass wir von nur 150 EUR mtl. Sparbetrag seiner gesamten Sparausgaben je Monat sprechen. 150 EUR! Da stellt sich doch vielfach dieses harte Entweder/Oder gar nicht. Sondern es ist doch vielfach ein klares: AV Depot UND ETF Sparplan zusammen. Für den Anfangssparer, der nach seinem Notgroschen mit dem langfristigen investieren anfangen will, für den stellt sich noch die Frage, ob er oder sie jetzt mit dem AV Depot beginnt oder einen ETF Sparplan startet. Und für so einen Berufseinsteiger im Sinne eines Auszubildenden oder Studenten würde ich schon sagen, dass diese ersten 150 EUR ins AV Depot gefördert gehen sollten. Und darüber hinaus, wenn das dann irgendwann möglich ist, halt "vielfach" in einen normalen ETF Sparplan. Und fertig ist die Laube. Der größte Anteil des persönlichen Sparaufkommens wird doch ohnehin nicht das AV Depot sein. Warum also immer diese knallharten Berechnungen auf den letzten EUR genau, dies gegen jenes?! Ich finds quatsch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 9 Stunden · bearbeitet vor 9 Stunden von Bolanger vor 29 Minuten von Andreas900: Das heißt man spart 25% Abgeltungssteuer PLUS persönliche Lohnsteuer (sagen wir mal 35%) PLUS den Steuerstundungseffekt. Wie hoch soll ein Grenzssteuersatz im Alter sein um das aufzufressen? Nun, Du zahlst außerhalb des AVD die Abgeltungssteuer nur auf die Kursgewinne, nicht aber auf die Einzahlung. Die Einzahlung hast Du ja schon mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. @satgar Prinzipiell hast Du recht. Du beschreibst aber eine Personengruppe, die sich hier im WPF weniger findet. Berufsanfänger haben sich hier ziemlich gut versteckt. Stattdessen diskutieren hier (glaube ich) eher Leute, die sich in der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens befinden. Ganz pragmatisch könnten diese auch sagen, dass sich der ganze Heckmeck des AVD für lausige 150 EUR Sparrate zusätzlich zur anderen Altersvorsorge gar nicht lohnt. KISS und Reduzierung des Aufwands, damit man zum Berufsausstieg kein Sammelsurium von geförderten und ungeförderten Rentenversicherungen, Betriebsrenten, Depots, Sparkonten, Krypto, Immobilien, P2P usw hat. Zu den Azubis und Beziehern geringer Einkommen: Die sollten noch ganz schnell einen alten Riester abschleßen und von der fixen Förderung anstatt der prozentualen profitieren. In ein paar Jahren kann man dann das ganze in ein AVD überführen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r vor 9 Stunden vor 9 Minuten von satgar: Und darüber hinaus, wenn das dann irgendwann möglich ist, halt "vielfach" in einen normalen ETF Sparplan. Ja, da hast du wohl recht. Die von der Einzahlungshöhe praxis-relevantere Diskussion dürfte in vielen Fällen sein, ob man darüber hinaus ungeförderte Einzahlungen in sein AV-Depot leistet. Da dort der Unterschied zum eigenen ETF-Depot aber wohl noch viel kleiner sein wird, ist dieses Thema eigentlich auch schon fast wieder Erbsenzählerei ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 9 Stunden · bearbeitet vor 9 Stunden von satgar vor 8 Minuten von s1lv3r: Die von der Einzahlungshöhe praxis-relevantere Diskussion dürfte in vielen Fällen sein, ob man darüber hinaus ungeförderte Einzahlungen in sein AV-Depot leistet. Auf jeden Fall. Das wird die viel spannendere Frage sein. Ich habe in manchen Ausführungen auch schon gehört, das manche den ungeförderten Teil interessanter finden als das starre Modell von Rürup. Aber auch das funktioniert beides eben komplett anders. Aber dort sehe ich wirklich interessante Diskussionspunkte. Wie flexibel kann ich damit umgehen? Gibt es einen Insolvenzschutz auch für den ungeförderten Teil? Wie schlägt sich der ungeförderte Teil gegen eine Netto Fondspolice der dritten Schicht? Gibt es auf den ungeförderten Teil eine pauschale Teilfreistellung von 15%? Wie wird das genau gehandhaft, wenn es regulär ausläuft oder vorzeitig gekündigt wird? Gibt es Unterschiede? Das sind Fragen, die ich interessant finde, wo es auch um höhere Einzahlungsbeträge geht. Aber diese Diskussionen um 150 EUR mtl. Einzahlung, und ob sich das dann wirklich ein bisschen mehr, oder ein bisschen weniger lohnt als 150 EUR ETF Sparplan, finde ich eher etwas amüsant. ^^ Man kann das ohnehin immer nicht alles vorhersehen, wie sich steuerliche Gegebenheiten entwickeln, Krankenversicherungspflichten und KVDR, Abgeltungssteuer ja oder nein, welchen Steuersatz man selbst wirklich haben wird...weil ja eh immer alles anders kommt, als man denkt und plant. Da kann es so verkehrt doch nicht sein, einfach auf beide Pferde zu setzen, und nicht das entweder oder bis zum Big Bang durchzuexerzieren^^ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Andreas900 vor 9 Stunden vor 13 Minuten von s1lv3r: m.E.n. bist du da ziemlich auf dem Holzweg, was das Verständnis der Wirkweise der einzelnen Bestandteile angeht. Durch die Anrechnung auf die Steuerersparnis ist die staatliche Zulage z.B. kein "geschenktes" Geld. Die Zulagenmechanik ist eigentlich hauptsächlich für Geringverdiener gedacht, die oft eben gar keine Steuererklärung machen. Über die Steuerstundung der nachgelagerten Besteuerung wird gar kein zusätzlicher positiver Effekt erzielt (das Thema hatten wir schon super häufig hier). Im Endeffekt; schau dir doch einen der vielen Onlinerechner an und versuche den mit realistischen Zahlen für dich zu füllen. Höchstwahrscheinlich wird für dich herauskommen, dass das AV-Depot nicht schlecht ist, aber wenn man liest was du hier schreibst klingt es halt so, als wäre es der Deal des Jahrhunderts und der super tolle Vermögensturbo. Das ist es im Regelfall aber eben auch nicht. Was an meiner Erklärung war denn falsch? Ich habe ja gesagt, dass eine Günstigerprüfung erfolgt und die staatliche Zulage auf die Steuerersparnis angerechnet wird. Man spart also im Endeffekt seine persönliche Lohnsteuer in seiner aktiven Arbeitszeit. (Einschub: Recht hast du natürlich, dass die staatliche Zulage für Geringverdiener da ist, die A) entweder keine Steuererklärung machen oder B) so wenig verdienen, dass sie kaum Lohnsteuer einsparen würden. Wird aber vermutlich wie Bolanger sagt, auf die wenigsten hier zutreffen.) Außerdem spart man die Abgeltungssteuer. Wenn man dann ins Rentenalter kommt, muss man die Rente mit dem persönlichen Steuersatz versteuern, aber A) das dürfte für die Meisten von Vorteil sein weil man in seiner Rentenzeit meistens einen niedrigeren Steuersatz hat und B) immer noch die Ersparnis der Abgeltungssteuer bleibt Deswegen kommen Rechner wie https://www.justetf.com/de/rechner/altersvorsorgedepot-rechner/ dazu, dass die monatliche Rente mit einem AVD höher ausfällt als mit einem reinen ETF Depot und zwar durchaus spürbar um mehrere hundert Euro. Ob man das nun "Vermögensturbo" nenne will, lass ich dahingestellt, aber es ist ein spürbarer Vorteil. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r vor 9 Stunden · bearbeitet vor 9 Stunden von s1lv3r vor 19 Minuten von Andreas900: Was an meiner Erklärung war denn falsch? Der von mir bemängelte Part ist hauptsächlich deine Zusammenfassung: vor 58 Minuten von Andreas900: Das heißt man spart 25% Abgeltungssteuer PLUS persönliche Lohnsteuer (sagen wir mal 35%) PLUS den Steuerstundungseffekt. Wie hoch soll ein Grenzssteuersatz im Alter sein um das aufzufressen? Wenn man das liest, hört sich das ja nach 100% o.ä. an ... Im Endeffekt ist es aber so, dass ... ... man kann für Aktienfonds maximal die Abgeltungssteuer nach Teilfreistellung von 18,46% sparen und das auch nur auf den Gewinnanteil und eben nicht auf die gesamte Einzahlung, ... die persönliche Lohnsteuer spart man eben nicht, sondern kann maximal von der Differenz der Lohnsteuer in der Ein- und Auszahlungsphase profitieren, d.h. vielleicht 10-15%, ... einen sonst wie gearteten "Steuerstundungseffekt" kriegt man nicht noch obendrauf, ein solcher existiert rein rechnerisch nicht, (... in deinem vorherigen Post lässt du weiterhin die Formulierung so offen, dass man es so lesen könnte, dass man die staatliche Zulage zusätzlich zur Steuererstattung geschenkt bekommt. Durch die Anrechnung der Zulage auf die Steuererstattung ist dies aber nicht so.) Wenn du die Zahlen in einen Rechner eingibst kommt man zu einem realistischeren Ergebnis: Vielleicht ist das AV-Depot 10-20% besser als ein ETF-Depot. Das ist natürlich nicht zu verachten, aber so mega toll eben auch nicht ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Andreas900 vor 9 Stunden Ok ich hab selber nochmal nachgedacht. Bei einem privaten ETF Sparplan, zahle ich meine Lohnsteuer auf meinen eingezahlten Betrag und später auf den Gewinnanteil die Abgeltungssteuer. Bei AVD zahle ich keine Lohnsteuer auf den eingezahlten Betrag und keine Abgeltungssteuer aber meine persönlichen Steuersatz auf Alles bei Auszahlung. Und da ein persönlicher Steuersatz im Alter höher sein kann als die Abgeltungssteuer, kann es durchaus Konstellationen geben, bei denen ein AVD nicht sehr vorteilig ist. Ich unterstelle, dass viele in diesem Forum gute Renten bekommen, dazu vielleicht noch Einkünfte aus Dividenden, Immobilien oder sonstiges. Und daher würde ich die Faustformel ableiten: Das AVD lohnt sich umso weniger, je mehr Einkommen man in seiner Rentenzeit hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
monstermania vor 8 Stunden vor 31 Minuten von Andreas900: Ich unterstelle, dass viele in diesem Forum gute Renten bekommen, dazu vielleicht noch Einkünfte aus Dividenden, Immobilien oder sonstiges. Und daher würde ich die Faustformel ableiten: Das AVD lohnt sich umso weniger, je mehr Einkommen man in seiner Rentenzeit hat. Das mit den guten Renten würde ich gar nicht unterstellen. Wird sicherlich nicht wenige Foristen geben, die als Selbstständige eher eine geringe Rente haben werden. Und bei Dividenden ist dann ja bei KeSt + Soli + ggf. Kirchensteuer Schluss. Maximal so 29%. Während z.B. Mieteinnahmen mit dem vollen Einkommenssteuersatz versteuert werden müssen. Wer heute im Höchsteuersatz liegt und auch absehen kann, dass man als Ruheständler auch Höchtsteuersatz zahlen muss, für den ist das AV-Depot eher nicht gedacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ZAK vor 8 Stunden Ich lese hier gerne mit, und bin dankbar für die Informationen und Ansichten. Ich wäge weniger den Unterschied AVD vs. private Vorsoge ab, ich sehe für mich eher den Vorteil darin, den bisherigen Riestervertrag ins AVD Umschichten zu können. Mein aktueller Riester ist schön und gut, aber vollkommen unberechenbar in Richtung der Auszahlungsphase. Da sehe ich für mich schon deutliche Vorteile im AVD. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Daniel24 vor 7 Stunden · bearbeitet vor 7 Stunden von Daniel24 Es liegt anscheinend immer noch ein Mißverständnis vor, was die nachgelagerte Besteuerung bewirkt: wenn der Steuersatz bei Einzahlung ins AvD genau dem Steuersatz in Rente entspricht, dann hat man genauso viel Geld wie wenn man bereits versteuertes Geld anlegen würde, dann aber keinerlei Steuern auf die Gewinne zahlen müsste. Somit könnte man auch sagen, dass hier (beim geförderten Teil des AvD) effektiv die Abgeltungssteuer wegfällt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Pilee vor 6 Stunden Hi zusammen, ich bin schon seit einiger Zeit stiller Mitleser hier im Forum und mich interessiert aktuell insbesondere dieses Thema, sodass ich mich jetzt auch mal angemeldet habe. In den vergangenen Tagen habe ich mir die Frage gestellt, ob das AVD grundsätzlich vorteilhaft ist oder ob es (realistische) Konstellationen für meinen Fall gibt, bei denen ich mit einer normalen Anlage (außerhalb des AVDs) besser fahren würde. Die Grundannahmen die ich dabei treffe sind die folgenden Kosten des AVD = Kosten einer normalen Anlage in ETF (Halte ich auf Basis der Infos, die wir bisher bekommen haben z.B. Scalable für realistisch) Aktueller Grenzsteuersatz von 42% Künftiger Grenzsteuersatz auch konstant bei 42% (Konservative Schätzung die das AVD benachteiligt) Keine Vorabpauschale (Vereinfachung, die das AVD benachteiligt) Keine steuerschädliche Umschichtung im Depot (Vereinfachung, die das AVD benachteiligt) Vollständige Investition der Steuererstattung in mein privates Depot Investition in gleiche ETFs (und damit gleiche Rendite) Keine Kinderzulagen Nach allem was ich bisher gelesen habe, ist das AVD unter diesen bewusst konservativen Annahmen im geförderten Bereich (also bis 1.800€ Eigenbeitrag zuzüglich Zulage) durchgängig besser als die Direktanlage in meinem normalen Depot. Um genau zu sein ist das AVD unter den oben genannten Prämissen um die Kapitalertragsteuer besser, die im Direktdepot auf die Erträge des Nettoeinsatzes angefallen wäre, also auf den Eigenbeitrag (i.d.R. 1800€) abzüglich der bereits erhaltenen Steuererstattung. Jetzt bin ich aktuell aber in meinen 30ern und weiß nicht wie die Steuergesetzgebung in 30 Jahren aussieht oder ob ich das Geld irgendwann zwischendurch doch mal brauche, sodass ich mich ungerne an ein Produkt binde, welches ich dann zwischenzeitlich nur schädlich kündigen kann. Also habe ich mir die Frage gestellt, wie nachteilhaft es wäre das Produkt unter o.g. Annahmen vor dem 60. Lebensjahr zu kündigen. Also habe ich mal ein bisschen recherchiert und die Kündigung mit Auszahlung an mich selbst ist eine schädliche Verwendung. Sie löst zwei voneinander getrennte Folgen aus: Die Zulagen (i.d.R. 540€ p.a.) und die erhaltenen Steuerermäßigung (42% von Eigenbeitrag zuzüglich Zulage also 2.340€ = 442,80€ p.a.) sind zurückzuzahlen und zwar nominal, ohne Zinsen und ohne Inflationsausgleich. Es wird versteuert und zwar das Kapital auf dem AVD minus Zulagen (540€ p.a.) minus Eigenbeitrag (1800€ p.a.). Was übrig bleibt, sind im Ergebnis die Erträge. Diese unterliegen dem persönlichen Grenzsteuersatz (42%), nicht der Abgeltungsteuer. Rechnet man das durch, ergibt sich unter den genannten Annahmen dasselbe Ergebnis wie bei planmäßiger Auszahlung: Das AVD ist genau um die Kapitalertragsteuer besser, die im Direktdepot auf die Erträge des Nettoeinsatzes angefallen wäre, also auf den Eigenbeitrag abzüglich der bereits erhaltenen Steuererstattung. Interessant also, dass eine vermeintliche förderungsschädliche Kündigung unter o.g. Annahmen im Prinzip also gar nicht förderschädlich ist, sondern exakt die gleiche Wirkung hat, wie eine normale Auszahlung. Das AVD ist damit genauso flexibel wie ein normales Depot und auch hier kann man flexibel den optimalen Auszahlungszeitpunkt wählen, was insbesondere interessant sein dürfte, wenn man plant früher als das offizielle Renteneintrittsalter nicht mehr zu arbeiten. Ich wäre sehr daran interessiert, ob ich irgendetwas übersehe, insbesondere was die Kündigungsoption angeht bzw. ich irgendwo in meiner Kalkulation einen Fehler habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
das_mcc vor 6 Stunden · bearbeitet vor 6 Stunden von das_mcc vor 2 Stunden von ZAK: Ich lese hier gerne mit, und bin dankbar für die Informationen und Ansichten. Ich wäge weniger den Unterschied AVD vs. private Vorsoge ab, ich sehe für mich eher den Vorteil darin, den bisherigen Riestervertrag ins AVD Umschichten zu können. Mein aktueller Riester ist schön und gut, aber vollkommen unberechenbar in Richtung der Auszahlungsphase. Da sehe ich für mich schon deutliche Vorteile im AVD. Ja genau. Alleine der Punkt das man einen Auszahlplan bis Endalter 85 wählen kann macht das AVD bei der Frage ob Riester oder AVD (was ist besser) zu einem noBrainer. Dann noch der Punkt das das AVD vererbbar ist. Die Kostenfrage ist ja individuell daher erwähne ich sie mal nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt vor 6 Stunden vor 43 Minuten von Pilee: Jetzt bin ich aktuell aber in meinen 30ern und weiß nicht wie die Steuergesetzgebung in 30 Jahren aussieht oder ob ich das Geld irgendwann zwischendurch doch mal brauche, sodass ich mich ungerne an ein Produkt binde, welches ich dann zwischenzeitlich nur schädlich kündigen kann. Sehr richtig, aber wie kann man das dann unter der Annahme einer unveränderten Abgeltungssteuer für die weitere Rechnung überschlagen? Ich bin da ganz bei @satgar: es kann eine sinnvolle Diversifikation in der Anlage sein, aber man sollte nicht alles auf dieses Pferd setzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Caveman8 vor 6 Stunden vor 1 Stunde von Daniel24: Es liegt anscheinend immer noch ein Mißverständnis vor, was die nachgelagerte Besteuerung bewirkt: wenn der Steuersatz bei Einzahlung ins AvD genau dem Steuersatz in Rente entspricht, dann hat man genauso viel Geld wie wenn man bereits versteuertes Geld anlegen würde, dann aber keinerlei Steuern auf die Gewinne zahlen müsste. Somit könnte man auch sagen, dass hier (beim geförderten Teil des AvD) effektiv die Abgeltungssteuer wegfällt. Genau so! Daher sind die ersten 150€ mtl. ins AVD eben doch ein „noBrainer“. Wer mehr spart (und das dürften in diesem Forum die meisten User sein) nutzt den Baustein und erweitert mit dem ETF Depot. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger vor 5 Stunden Wie läuft das denn für alle, die einen Riester haben und aufgrund der Riester-Fördersystematik den Riester weiterbesparen wollen? Können die parallel ein AVD eröffnen, dafür keine Zulagen in Anspruch nehmen (weil ja die alte Riesterzulage in den alten Riestervertrag geht) und dennoch von der nachgelagerten Besteuerung im AVD profitieren? Ich denke da an die Zahnarztgattin, die selbst nur ein Mini-Einkommen aus 2 h Aushilfe in der Praxis hat, aber aufgrund der 2 Kinder mit Minimalbeitrag im Riester > 700 EUR Förderung oben drauf bekommt. Da ihr gemahl richtig gut verdient, ist der Grenzsteuersatz bei Gemeinsamveranlagung immernoch bei 42% oder gar 45%. Könnte diese Zahnarztgemahlin die Beiträge ins AVD auch in der Steuererklärung absetzen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 5 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von satgar vor 50 Minuten von Caveman8: Daher sind die ersten 150€ mtl. ins AVD eben doch ein „noBrainer“. Ich seh das nämlich auch so. Das heißt eigentlich für mich, dass bei typischen Altersvorsorge Fragen im WPF nächstes Jahr eigentlich immer erstmal die Frage an den gerichtet TO kommen muss „nutzt du schon das neue AV Depot“? Und wenn dann „nein“ folgt, die klare Empfehlung, sich das jetzt erstmal anzusehen und hier 150€ der persönlichen Altersvorsorge unterzubringen. Ich ganz persönlich bin daneben auch noch ein Fan der bAV, wenn sie denn im Unternehmen mit vorteilhaften Parametern angeboten wird. Aber das ist dann ein anderes Thema. Aber auch eines, was ich im WPF viel zu wenig lese. Obwohl diese Säule, quasi wie in den Niederlanden oder der Schweiz , die Deutschen durchgängig stärker haben sollten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
radler2 vor 2 Stunden vor 3 Stunden von Caveman8: Genau so! Daher sind die ersten 150€ mtl. ins AVD eben doch ein „noBrainer“. Beim Finanzfluß-Rechner verliert auch da das AVD gegenüber einem ETF-Sparplan leicht, wenn man in der Einzahl- und Auszahlphase den gleichen Steuersatz hat. Jedenfalls ist das bei meinen Eingaben passiert. Das AVD würde sich richtig rentieren, wenn man im geförderten Teil nicht nur so mickrige Summen einzahlen könnte. Wenn am wie in den USA hohe Beträge einzahlen könnte, würde man mit dem Rest seines Einkommens in der Progression runterrutschen und Steuern sparen. Das will der klamme Staat aber nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mato vor 2 Stunden vor 16 Minuten von radler2: Beim Finanzfluß-Rechner verliert auch da das AVD gegenüber einem ETF-Sparplan leicht, wenn man in der Einzahl- und Auszahlphase den gleichen Steuersatz hat. Jedenfalls ist das bei meinen Eingaben passiert. Hast Du in dem Rechner eventuell einen Sparerpauschbetrag berücksichtigt? Das macht relativ viel aus. Ich habe den auf 0 gesetzt und dann "gewinnt" das AVD i.d.R. bei gleichem Einkommen im Berufs- und Rentnerleben. Den Sparerpauschbetrag möchten wir ja sowieso nutzen, weil wir alle noch andere Anlagen abseits der beiden Elemente des Vergleichs haben. Da macht es meiner Meinung wenig Sinn diesen Vorteil in dem Vergleichsrechner zu berücksichtigen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r vor 1 Stunde vor einer Stunde von radler2: Beim Finanzfluß-Rechner verliert auch da das AVD gegenüber einem ETF-Sparplan leicht, wenn man in der Einzahl- und Auszahlphase den gleichen Steuersatz hat. Jedenfalls ist das bei meinen Eingaben passiert. Das liegt aber halt an den Voreinstellungen die Finanzfluss annimmt (siehe "Erweiterte Eingaben" im Rechner --> kompletter Sparerpauschbetrag für den ETF-Sparplan, 0,2% Kosten p.a. für das AVD und keine Vorabpauschale für das ETF-Depot). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag