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Grumel

Quirin Bank, was haltet ihr davon ?

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Elvis77
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Im Vergleich zu MLP sollte sogar Omas Sparbuch glänzen können.

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berndd
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Die Quirin-Bank bekommt "Konkurrrenz".

 

 

Kickback-Depot

 

 

Im Aufsichtsrat von YEALD sitzt Karl Matthäus Schmidt, ob es sich hier um das Quirin-Discount-Angebot handelt?

 

Ich glaube die nächste Zeit wird in dieser Hinsicht (Offenlegung von Kick-Backs/ Rückerstattung u.a.) interessant.

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Grumel
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Hm, wird zwar für uns Kleinkapitalisten nicht alzu interessant sein hat aber trotzdem nen eigenes Thema verdient, mach doch getrenntes auf.

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Elvis77
Posted · Edited by Elvis77

Schönes Angebot. Für die meisten hier gäbe es aber wohl nur eine einzige Möglichkeit, das es sich lohnt. Die Vergleichsberechnungen dort sind für uns ja ziemlich unnütz, weil wir eh alle beim Fondsdiscounter oder sowas sind. Und wer schichten schon jedes Jahr mit Ausgabeaufschlag 30% seiner Fonds um? Geht also an der Realität vorbei. Aber es könnte sich für ein paar Leute trotzdem lohnen.

 

Man sollte kein Sparplansparer sein, weil die Mindesttransaktionsgebühren dort brutal sind. Und man sollte ein paar zehntausend Euro in Investmentfonds einfach nur rumliegen haben.

Jetzt einfach das Depot zu diesem Angebot übertragen.

 

Beispiel:

Die Kostenersparnis für diejenigen hier, die kostenlose Depots nutzen, wäre:

0,4%durchschnittlicher Kickback-0,0833%Depotgebühr-50Euro Beratergebühr.

 

Ich denke um die Beratergebühr kommt man vermutlich nicht rum und sie ist eine Art versteckte fixe Depotgebühr. Aber Beratergebühr klingt natürlich schöner.

 

Was bedeutet das für ein Depot mit:

 

25.000Euro = 100Euro Kickbacks - 20,83Depotgebühr - 50Euro = 29,17Euro ERSPARNIS

 

10.000Euro = -18,33Euro TEURER

 

50.000Euro = 108,35Euro ERSPARNIS

 

Alles in allem ein interessanter zusätzlicher Schriit im Discountermarkt. Nennenswerte Einsparungen für die Kunden bisheriger Discounter sind nur ab großem Volumen zu erreichen und dann auch die Transaktionskosten beachten.

Für den typischen Fondssparer ungeeignet.

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Stichling
Posted · Edited by Stichling

Das Kickback-Depot ist das billigste und transparenteste Depot für große Fondsvermögen, das ich bisher gesehen habe. Außerdem kann man nun endlich Aktien, Zertifikate und Fonds im gleiche Depot verwalten, ohne die banküblichen Ausgabeaufschläge für Fonds zu bezahlen. Jetzt muss ich nur noch zusehen, wie ich die ausländischen Thesaurierer ohne steuerliche Probleme transferiere.

 

Good Bye ebase.

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Dendi
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Autsch sind wir da böse unter die Räder gekommen (ich nehm die deutsche mal mit ins Boot obwohl die ja erstaunlich gut klangen). Allerdings frage ich mich manchmal ernsthaft (und dies ist nicht nur Verteidigung sondern Objektivierung) ob die wirklich Anlageberater fragen oder den nächstbesten dahergelaufenen Berater der frei ist. Sowas wie "ich habe von Aktien keine Ahnung kann aber gut über Hauspolicen beraten" spricht für die zweite Variante die absolut nicht mit Quirin oder MLP vergleichbar ist, was Spezialisten-Häuser sind *g*

 

Naja anderes Thema: Ich finde das Quirin Angebot hervorragend, allerdings ist es nur etwas für wirklich betuchte Kunden, die auch eine solche Beratung notwendig haben und es ist schwer mit dem "Normal-Anleger" vergleichbar. Insgesamt haben viele Banken solche Abteilungen für reichere Kunden (meist ab 250-500 TEU) die sich Wealth Management, Private Banking oder wie auch immer nennen. Ist eine Kombination aus "Frontsau" (also jemanden der Kunden aquiriert und die Gespräche führt) sowie "grauer Maus" dem Portfolio-Spezi, der sich rein um die Anlagen kümmert und das Portfolio verwaltet. Dort geht es meist auch über Kick-Back oder nur eine reine Management-Fee (als All-inclusive Variante meist 0,8-1,7% des Portfolio-Durchschnittsbetrages p.a.) wird fällig. Der Rest ist drin und die Jungs kümmern sich als Vermögensverwaltung um Alles. Darum erstaunt es mich etwas, dass dies als "so neu" dargestellt wird, es existiert oftmals schon seit mehreren Jahrzehnten, nur halt unbeachtet vom "normalen" Aktionär. Und da möchte ich die Verbindung ziehen -> ist der "Ebase-User", der also (sorry ich möchte hier nicht pauschalisieren) oftmalige Kleinanleger wirklich die Zielgruppe für Quirin? -> Siehe auch die Antworten die oben fielen :)

 

Gruß Dendi

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Stichling
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Darum erstaunt es mich etwas, dass dies als "so neu" dargestellt wird, es existiert oftmals schon seit mehreren Jahrzehnten, nur halt unbeachtet vom "normalen" Aktionär. Und da möchte ich die Verbindung ziehen -> ist der "Ebase-User", der also (sorry ich möchte hier nicht pauschalisieren) oftmalige Kleinanleger wirklich die Zielgruppe für Quirin? -> Siehe auch die Antworten die oben fielen :)

 

Interessant an den neuen Angeboten ist, dass es endlich möglich ist, einen Teil der Bestandsprovisionen zu sparen. Wenn ich keine Anlageberatung vom Vermittler benötige und ein grösseres Vermögen in Fonds investieren möchte, sehe ich nicht ein, hohe Gebühren für die nicht gewollte Beratung zu bezahlen. Bei den Spezialangeboten der klassischen Banken (und zum Teil bei Quirin) bekomme ich vielleicht die Bestandsprovisionen erstattet, muss aber eine noch höhere Beratungsgebühr zahlen. Das ist also letztlich ein Verlustgeschäft für den eigenverantwortlichen Anleger.

 

Bei dem neuen Angebot von Yeald bekommt man die Bestandsprovisionen (mehr als 0,3%) erstattet, muss aber nur 0,0833% Depotgebühr bezahlen (+50 EUR, +0,1% pro Kauf oder Verkauf, min. 36 EUR). Schon bei einem Vermögen von weniger als 100.000 EUR fährt man, bei wenig Trading, damit besser als bei den Discountern.

 

Ich denke, unter den Ebase-Kunden gibt es genauso Kleinanleger und Wohlhabende wie bei den Banken. Ebase-Kunden dürften aber häufig die aufgeklärteren Anleger sein, die sich selbst informieren, preisbewusst sind und Vermögensberatern eher misstrauen.

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Dendi
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Ich muss gestehen ich hab mir das andere Angebot noch nicht genau angeschaut, werde ich nachholen. Habe die Aussage eher auf Quirin und die All-In Fee für Anlageberatung bzw. VV bezogen :) Diese Konzept einer "Flatfee" fürs Depot egal was man macht ohne sonstige Kosten ist eher alt und gibts scho relativ lange.

 

Wie gesagt ich mach mich über das andere Angebot mal kundig!

 

Gruß Dendi

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Stichling
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Diese Konzept einer "Flatfee" fürs Depot egal was man macht ohne sonstige Kosten ist eher alt und gibts scho relativ lange.

 

Wo gibt es eine echte Flatfee für das Depot?

 

Ohne sonstige Kosten heißt für mich, dass Bestandsprovisionen dem Anleger erstattet werden. Ich dachte ursprünglich, die Quirin-Bank würde so etwas anbieten - 900 EUR pro Jahr und damit ist gut. Leider gibt sich die Quirin-Bank, wenn man genauer nachfragt, damit nicht zufrieden.

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Stichling
Posted · Edited by Stichling
Auf meine Nachfrage hin erhielt ich die Auskunft, dass eine "Flatrate" zu 75€ für "Selbermacher" ohne Aktienberatung oder Vermögensverwaltung möglich ist, die Kosten betragen dann aber bei mehr als 250000€ stolze 150€ pro Monat. (ab 1 Mio war von 300€ die Rede)

 

Zum Vergleich nochmal das Angebot, das die Quirin-Bank berndd gemacht hat:

 

post-5008-1177373149_thumb.gif

 

Tausender sind mit Komma, Dezimalstellen mit Punkt getrennt (ist auf meinem Rechner so eingestellt). Angenommene durchschnittliche Höhe der Kickbacks 0.4%, keine Transaktionen. Bei dem Ebase-Depot habe ich angenommen, dass ab 25,000 EUR die Gebühr von 36 EUR entfällt.

 

Transaktionen würden das Yeald-Depot (insbesondere für den Kleinanleger) verteuern. Wer aber mehr als 100,000 EUR in Fonds angelegt hat und nicht viel handelt, fährt wahrscheinlich mit Yeald am besten. Einen Sparplan sollte man (falls es da keine Sonderregelung gibt) besser nicht über Yeald laufen lassen ;) . Quirin ist nur für Multimillionäre am billigsten, aber für die bieten die Fondsgesellschaften ohnehin Anteilsklassen mit reduzierten Gebühren.

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Grumel
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Was noch ein Problem sein könnte ist dass vermutlich die günstigen Fonds eher geringe Kickbacks haben.

 

TER 2,5% 0,5 Kickback zurückerstattet ist immernoch sauteuer. TER 0,25% wird vermutlich 0,25% bleiben. Kann.

 

Wer zu yeald wechselt bitte die Höhe der Kickbacks zu den einzelnen Fonds hier reinschreiben, bin neugierieg. Insbesondere bei Immofonds.

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Dendi
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@ Flatfee

Findest Du in den meisten VVs der großen Banken bzw. auch in den betreuten Depots bei reicheren Kunden (ab TEU 250 oder höher). Halt überall da, wo es stark auf das individuelle Verhandlungsgeschick ankommt :)

 

Flat fee bedeutet: Einmaliger Satz (zwischen 0.8-1.9 % oder evtl. auch mehr bei anderen Banken) p.a. für das gesamte Depot, ansonsten keine weiteren Kosten, d.h. keine Bestandsvergütung, keine Depotgebühren etc. pp.

Halt wie ne Flatrate im Internet *g*

 

Gruß Dendi

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Stichling
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Flat fee bedeutet: Einmaliger Satz (zwischen 0.8-1.9 % oder evtl. auch mehr bei anderen Banken) p.a. für das gesamte Depot, ansonsten keine weiteren Kosten, d.h. keine Bestandsvergütung, keine Depotgebühren etc. pp.

 

Das ist für mich keine Flatfee, da die Kosten mit der Größe des Anlagevermögens steigen. Eine Flatfee ist ein fester absoluter Betrag. Du lässt Dir doch hoffentlich auch keine "Internetflatrate" andrehen, die von der Onlinezeit oder der Menge der übertragenen Daten abhängt?

 

Die Zeitungsartikel zur Quirin-Bank suggerierten, dass dort für 900 EUR im Jahr alles bezahlt ist, was sich beim genaueren Nachfragen als Ente erwies.

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Dendi
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Ah oki. Ja wenn Du es sorum definierst dann ist es wirklich keine Flatfee. Flatfee bedeutet für mich, dass es keine variablen Kosten gibt (AA, Verwaltungsvergütung, Bestandsvergütung etc.), sondern der Kostensatz konstant ist. Am ehesten würde das ner "Volumen-Flatrate" entsprechen wenn mans aufs Internet überträgt, aber ne richtige Flatrate ist es nicht, korrekt.

 

Gruß Dendi

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berndd
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Die ganze Geschichte mit der Rückvergütung der Bestandsprovisionen zeigt für mich, dass hier dem Anleger nichts geschenkt wird.

 

Wenn die Vermittler/Depotbanken/Fondsplattformen neben dem Ausgabeaufschlag auch noch auf die Bestandsprovision "verzichten", müssen sie sich die ensprechenden Gelder über Beratungsgebühren/Depotgebühren/Transaktionskosten wieder holen.

Von irgendwas müssen sie ja schließlich auch leben.

 

Für Anleger mit wenigen Transaktionen (kaufen und liegenlassen) scheint aber das Kick-Back-Depot durchaus interessant.

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berndd
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Das Kickback-Depot ist das billigste und transparenteste Depot für große Fondsvermögen, das ich bisher gesehen habe. Außerdem kann man nun endlich Aktien, Zertifikate und Fonds im gleiche Depot verwalten, ohne die banküblichen Ausgabeaufschläge für Fonds zu bezahlen. Jetzt muss ich nur noch zusehen, wie ich die ausländischen Thesaurierer ohne steuerliche Probleme transferiere.

 

Good Bye ebase.

 

 

Vielleicht ändert sich mit der geplanten Abgeltungssteuer hier mal endlich etwas:

 

Habe im Gesetzesentwurf in § 43a Absatz (2) Satz 3 gefunden:

 

>>>Überträgt der Steuerpflichtige die Wirtschaftsgüter auf ein

anderes Depot, hat die abgebende inländische auszahlende Stelle der

übernehmenden inländischen auszahlenden Stelle die Anschaffungsdaten

mitzuteilen.<<<

 

und in Satz 4:

 

>>Handelt es sich bei der abgebenden auszahlenden Stelle um ein Kreditinstitut

oder Finanzdienstleistungsinstitut mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der

Europäischen Gemeinschaft oder in einem anderen Vertragsstaat des EWRAbkommens

vom 3. Januar 1994 (ABl. EG Nr. L 1 S. 3) in der jeweils geltenden

Fassung, kann der Steuerpflichtige den Nachweis nur durch eine Bescheinigung

des ausländischen Instituts führen; dies gilt entsprechend für eine in diesem

Gebiet belegene Zweigstelle eines inländischen Kreditinstituts oder

Finanzdienstleistungsinstituts.<<

 

Ich kann es kaum glauben, dass sich hier eine Verbesserung für den Anleger abzeichnet.

 

Zumindest innerhalb Deutschlands scheinen dann die Depotbanken zum Austausch der entsprechenden steuerlich notwendigen Daten verpflichtet zu sein.

 

Dies würde das ganze Problem der Übertragung von ausländischen thesaurierenden Fonds lösen.

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Stichling
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boerse.ard.de hat einmal wieder einen Artikel zur Quirin-Bank veröffentlicht: Banker zittern vor Quirin

Im Gegensatz zu den Auskünften, die die User dieses Forums von der Quirin-Bank erhalten haben, wird in dem Artikel erneut behauptet, dass sich Quirin bei Verzicht auf Beratung mit einer Flatrate von 75 EUR pro Monat begnügt:

 

Kernstück der Quirin-Beratung ist die so genannte "Finanzbegleitung", für die die Kunden monatlich eine feststehende Gebühr, eine so genannten Flatrate von 75 Euro, bezahlen. In der ist laut Quirin die Beratung bei "sämtlichen Finanzangelegenheiten" enthalten. Dazu gehört die Auswahl der Produkte, die anfallenden Transaktionskosten und die sonstigen Aufwendungen.

 

Ich habe die ARD-Redaktion bereits letztes Jahr darauf hingewiesen, dass dies nicht stimmt. Leider hat die ARD weder auf mein Schreiben reagiert noch etwas dazu gelernt. Oder sollte Quirin inzwischen die Vertragsbedingungen geändert haben?

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berndd
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boerse.ard.de hat einmal wieder einen Artikel zur Quirin-Bank veröffentlicht: Banker zittern vor Quirin

Im Gegensatz zu den Auskünften, die die User dieses Forums von der Quirin-Bank erhalten haben, wird in dem Artikel erneut behauptet, dass sich Quirin bei Verzicht auf Beratung mit einer Flatrate von 75 EUR pro Monat begnügt:

Ich habe die ARD-Redaktion bereits letztes Jahr darauf hingewiesen, dass dies nicht stimmt. Leider hat die ARD weder auf mein Schreiben reagiert noch etwas dazu gelernt. Oder sollte Quirin inzwischen die Vertragsbedingungen geändert haben?

 

Nach meinem Kenntnisstand gibt sich Quirin bis 250000 Depotvolumen mit den 75 pro Monat zufrieden. Dies war jedenfalls die Auskunft im März/April. Wie es jetzt aussieht ist mir nicht bekannt. Das Preisverzeichnis ist in dieser Hinsicht etwas nebulös.

 

Es ist aber klar, dass auch Quirin verdienen will und daran interessiert ist, weitere Produkte (Aktienberatung, Vermögensverwaltung) an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

Wie heisst es doch so schön: Wir wollen nur ihr bestes - ihr Geld

 

Der Spruch: Verdienen Sie nichts - verdient auch Quirin nichts ist angesichts der "Grundgebühr" von 900 p.a. auch gewagt.

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Stichling
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Nach meinem Kenntnisstand gibt sich Quirin bis 250000€ Depotvolumen mit den 75€ pro Monat zufrieden. Dies war jedenfalls die Auskunft im März/April. Wie es jetzt aussieht ist mir nicht bekannt. Das Preisverzeichnis ist in dieser Hinsicht etwas nebulös.

 

Es ist aber klar, dass auch Quirin verdienen will und daran interessiert ist, weitere Produkte (Aktienberatung, Vermögensverwaltung) an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

Wie heisst es doch so schön: Wir wollen nur ihr bestes - ihr Geld

 

Der Spruch: Verdienen Sie nichts - verdient auch Quirin nichts ist angesichts der "Grundgebühr" von 900€ p.a. auch gewagt.

Ich habe mir gerade das aktuelle Preisleistungsverzeichnis von Quirin heruntergeladen. Da steht noch immer nichts von einem 250.000-EUR-Limit. Wenn Quirin sich nicht an sein Preisleistungsverzeichnis hält, ist das nicht seriös. Es wundert mich, dass die Konkurrenz die Quirin-Bank nicht abmahnt und die Redakteuere der Finanzzeitschriften so unkritisch über die Bank berichten.

 

Glücklicherweise gibt es jetzt das Kickback-Depot von Yeald. Leider macht mir der Umzug mit den ausländischen Thesaurierern noch Kopfzerbrechen. Im Zusammenhang mit der Steuerreform sollen die Banken ja endlich gezwungen werden, die Kaufdaten bei einem Depotübertrag zu übermitteln.

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berndd
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Ich habe für mich rein aus Neugier einmal versucht herauszufinden, was unterm Strich bei der Vermögensverwaltung von Quirin nach Einführung der Abgeltungssteuer NETTO übrig bleibt. Ich glaube, dass man diese Ergebnisse auch auf jede andere x-beliebige Vermögensverwaltung übertragen kann.

 

Annahme: 200.000 Kapitalanlage

 

1. Quirin Wertentwicklung 7% pa brutto (da in der Vermögensverwaltung aktiv umgeschichtet wird ist mittelfristig davon auszugehen, dass die kompletten Erträge der Abgeltungssteuer unterliegen werden)

 

2.selbst ausgewählter (Dach)Fonds 4,5% pa brutto, die voll der Abgeltungssteuer unterliegen, Kauf und Verwahrung:ebase

 

3.selbst ausgewählter (Dach)Fonds 3,5% pa brutto, von denen 1% der Abgeltungssteuer unterliegen (Kauf vor dem 1.1.2009 und dann liegenlassen; Kauf und Verwahrung:ebase)

 

Abgeltungssteuer; 25% + 5,5%Soli + 8% Kirchensteuer= insgesamt ca 28%

 

 

Ergebnis für 1:

 

Ertrag 7% 14000

Abgelt.Steuer 3920

Gewinnbeteiligung Quirin 20% 2800

Flatfee Quirin 900

 

verbleiben Netto: 6380 :'(

 

 

Ergebnis für 2:

 

Ertrag 4,5% 9000

Abgelt.Steuer 2520

 

verbleiben Netto: 6480 :thumbsup:

 

 

 

Ergebnis für 3:

 

Ertrag 3,5% 7000

Abgelt.Steuer 560

 

verbleiben Netto: 6440 :P

 

 

Bei 1. wären noch Kick-Backs zu berücksichtigen. Wenn man sich aber die Philosophie von Quirin näher ansieht, erkennt man, dass diese nicht unbedingt auf Investmentfonds mit hohen Verwaltungsgebühren setzen, sondern ETFs bevorzugen (die vermutlich bei den geringen Gebühren nicht noch hohe Bestandsprovisionen auszahlen) habe ich bei meinen überschlägigen Berechnungen die Kick-Backs nicht berücksichtigt. (bei 200000 und 0,3% wären das 600 pa, die vermutlich noch steuerpflichtig wären)

 

Meine Berechnung hat mich selbst etwas erstaunt, wenn ich Ergebnis 1 mit 3 vergleiche, muss Quirin Brutto die DOPPELTE Jahresrendite erzielen um mit einem gewöhnlichen Fonds (vor 2009 erworben) mithalten zu können.

 

Auch beim Vergleich mit 2 müssen noch über die Hälfte mehr Brutto-Rendite erzielt werden um netto auf das gleiche Ergebnis zu kommen.

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tobi3884
Posted · Edited by tobi3884

Sehr schöne Diskussion hier.

Schreibe gerade an einer Praxisarbeit fürs Studium, genau über dieses Thema.

Welcher Kundennutzen am Ende tatsächlich übrig bleibt, im Vergleich zu einer gewöhnlichen Filialbank (in diesem Fall, der Vergleich mit meinem Arbeitgeber :) )

 

@ berndd, hätte da noch eine Frage zu deiner Beispielrechnung.

Im 3 Fall, die 560€ entsprechen 8% des Ertrages.

Woher kommen die 8% ? Steig da nicht dahinter :( Wäre nett, wenn du mir da ne Antwort geben könntest.

 

@TobiasHabermehl. Falls du deine Emailanfrage und das Antwortschreiben noch hast, wäre es möglich mir dies zukommen zu lassen ?

 

schönen Abend noch,

 

grüße tobi

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berndd
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@ berndd, hätte da noch eine Frage zu deiner Beispielrechnung.

Im 3 Fall, die 560 entsprechen 8% des Ertrages.

Woher kommen die 8% ? Steig da nicht dahinter :( Wäre nett, wenn du mir da ne Antwort geben könntest.

 

 

Für Beispiel 3 habe ich folgende Werte angenommen:

 

Ertrag 3,5% = 7000

 

davon

2,5% = 5000 steuerfreie Kursgewinne, da vor dem 1.1.2009 angeschafft

 

1,5% = 2000 der Abgeltungssteuer unterliegende Zinsen und Dividenden

davon 28% ergibt 560 Steuerbelastung für die 7000 Brutto-Ertrag.

 

:thumbsup:

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Speculator
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dear community,

 

ich überlege gerade, etwas Geld "zurückzulegen", also ca. 50 T, die ich auch sehr langfristig anlegen möchte. Normalerweise verwalte ich meine Dinge selbst, aber ich will das mal probieren. Auch ich bin auf die Quirin Bank gestossen und habe allerdings auch von den "neuen" Zielfonds gelesen.

 

Ich will keine Diskussion über den QB-Gründer Schmidt oder Cortal Consors lostreten, auch nicht über Abgeltungssteuer-Problematik etc.

 

Habe nur ein paar einfache Fragen:

  1. Ist jemand von euch bei der Quirin Bank?
  2. Wie sind deine Erfahrungen dort? Transparenz, Qualität der Beratung, Seriösität, Performance?
  3. Was haltet ihr von dem Zielfondskonzept? Zu teuer da Dachfonds? Oder gibt es einen der was taugt?
  4. die provokante Frage: was würdet ihr machen - QB, Zielfonds oder einen dritten Weg? Wie gesagt, will ich das nicht allein verwalten, sondern in "gute Hände" geben, wenn es das denn gibt....

Vielen Dank im voraus - das Forum ist wirklich super hilfreich!

 

thanx,

Speculator

 

P.S. Ich weiß, dass ein Vermögensverwalter am besten "alles" verwalten sollte, ich will aber nur "testen" und nicht die gesamte Kontrolle aus der Hand geben. Wenn man die Vermögenssituation transparent darlegt, sollte es doch auch so funzen oder?

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Jose Mourinho
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Das Thema Quirin Bank hatten wir hier schon einmal diskutiert:

 

https://www.wertpapier-forum.de/index.php?s...6&hl=Quirin

 

Ich weiß, dass ein Vermögensverwalter am besten "alles" verwalten sollte, ich will aber nur "testen" und nicht die gesamte Kontrolle aus der Hand geben. Wenn man die Vermögenssituation transparent darlegt, sollte es doch auch so funzen oder?

 

Persönliche Meinung:

Ich weiß nicht, ob ich mich mit 50 TER schon mit dem Gedanken an einen Vermögensverwalter beschäftigen würde. In erster Linie bedeutet es schlicht und ergreifend: Kosten. Wenn du aber der Meinung bist, du selbst hast keine Zeit dich mit dem Thema Geldanlage ausführlich zu beschäftigen und ggf. auch die dementsprechende (Fach/Sach)-Lektüre zu lesen, könntest du an ein Vermögensmanagement denken.

 

Weiter viel Erfolg. :thumbsup:

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Luxor
Posted

man könnte den zielfonds auch selbst bauen. man startet mit nem hohen aktienanteil und fährt mit der zeit den anteil von festverzinslichem immer häher. ist vllt billiger.

 

selber machen ist mm der königsweg. und wenn man einen verwalter nimmt (wie findet man einen guten? ), dann sollte der auch die komplette übersicht über die geldanlage haben.

 

wenn man aber "nur" 50 000 hat wird man jmanden finden? sind die kosten dann nicht zu hoch? kann es ein verwalter (wesentlich) besser als man selbst.

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