Holgerli 22. April vor 30 Minuten von No.Skill: Die Lager auf der iranischen Insel Kharg werden zugleich in wenigen Tagen voll sein, weshalb die Ölfelder stillgelegt werden müssten. Ohne Abnehmer muss der Iran die Förderung in den Ölfeldern drosseln oder ganz einstellen. Dies gilt als technisch riskanter Prozess, da die Wiederaufnahme der Förderung bei alten Quellen oft mit dauerhaften Kapazitätsverlusten verbunden ist. www.bernecker.info Und das gleiche Problem haben die Russen, jetzt wo die Ukraine deren Lager- und Verladekapazitäten systematisch zerstört. Bei den Russen kommt hinzu, dass die Bohrlöcher im Permafrostboden sind und eine Reaktivierung um ein vielfaches schwieriger ist als im warmen Klima des Iran. Wer also hofft, dass Russland schnell die Lücke schließen könnte, der könnte auf dem Holzweg sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 22. April "Russland kappt kasachische Öllieferungen nach Deutschland" --> https://www.spiegel.de/wirtschaft/russland-kappt-kasachische-oellieferungen-nach-deutschland-a-8bbdd176-b146-41cf-a335-205403e6bd69 Wenn ihr unser Öl nicht wollt sollt ihr gar keins kriegen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 23. April vor 16 Stunden von CorMaguire: Wenn ihr unser Öl nicht wollt sollt ihr gar keins kriegen? Anscheinend. Macht nur Sinn, wenn Russland uns als Feind sieht. Denn warum auf Gebühren verzichten? Vielleicht wollen die echt angreifen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Carol Jarecki 23. April oder eher den Frust in den ostdeutschen Bundesländern weiter hochtreiben über steigende Tankstellenpreise, die PCK Raffinerie versorgt nämlich nur die ostdeutschen Länder sowie westliche Teile Polens. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 23. April PCK Raffinerie GmbH ist bereits seit Jahrzehnten über eine Pipeline an den Rostocker Hafen angebunden. Die Versorgung hängt also nicht ausschließlich an der Druzhba Pipeline. Seit Anfang 2023 erfolgt die Versorgung überwiegend über die Pipeline Rostock–Schwedt (rund 206 km). Laut Reuters kamen zuletzt rund 70 % des Rohöls über Rostock, 15 % über den Hafen Gdańsk und 15 % über die Druschba-Leitung. https://www.reuters.com/business/energy/schwedt-refinery-hits-80-capacity-despite-ownership-doubts-2024-07-08 Hinzu kommt: Die Transitmengen kasachischen Öls über Russland wirken nach außen eher wie regelmäßig neu vereinbarte operative Transportabkommen zwischen Kazakhstan und russischen Pipelinebetreibern als dauerhaft garantierte Lieferströme. Wer also so tut, als gäbe es nur einen einzigen Versorgungsweg oder als seien diese Mengen unveränderlich zugesichert, lässt entscheidenden Kontext weg. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 23. April Der RBB berichtet von "bis zu 60%" aus Rostock und 20 bis 25% aus Kasachstan. Die 15% aus Gdanzk scheinen also absolut unstrittig, sodass man vermutlich mit einer Auslastung von um 70 bis 75% rechnen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
WOVA1 23. April Am 22.4.2026 um 16:45 von CorMaguire: Wenn ihr unser Öl nicht wollt sollt ihr gar keins kriegen? Vielleicht die Botschaft: 'Es wäre nett, wenn ihr den Ukrainern sagt, dass sie ein paar Pumpstationen der Pipelines verschonen sollen ?' Eigentlich ja ein schlechter Witz - auch nach Sanktionspaket 20 der EU läuft immer noch Öl durch die Pipeline. Ja auch das rabattierte russische Öl über den Südteil Richtung Slowakei und Ungarn.. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 23. April vor 56 Minuten von WOVA1: Eigentlich ja ein schlechter Witz - auch nach Sanktionspaket 20 der EU läuft immer noch Öl durch die Pipeline. Ja auch das rabattierte russische Öl über den Südteil Richtung Slowakei und Ungarn. Ungarn und die Slowakei sind durch langfristige Take-or-Pay-Verträge bis 2036 bzw. 2034 an russisches Öl gebunden. Ein Ausstieg wäre wirtschaftlich ruinös, da Zahlungen trotz Nichtabnahme fällig würden und Schadensersatzklagen drohten. Die Ukraine wiederum reparierte die von Russland beschädigte Leitung nur deshalb, weil sie auf die von Ungarn und der Slowakei blockierten 90 Mrd. Euro an EU-Hilfen angewiesen war. Zwar hätte die Zerstörung der Leitung einen Ausstieg ohne Schadensersatz (wegen höherer Gewalt) ermöglicht, doch hätte dies die Energieversorgung Ungarns und der Slowakei kollabieren lassen. Der Aufbau alternativer Versorgungswege wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 23. April vor 4 Stunden von Aktiencrash: Die Ukraine wiederum reparierte die von Russland beschädigte Leitung nur deshalb, weil sie auf die von Ungarn und der Slowakei blockierten 90 Mrd. Euro an EU-Hilfen angewiesen war. Kriegt die Ukraine nicht auch Transitgebühren? Außerdem könnten sie die pipeline auf russischem Gebiet treffen, wenn sie es wollten. Jedenfalls hat Russland mit der Zerstörung das Ziel erreicht den Kredit zu blockieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 23. April vor 30 Minuten von oktavian: Kriegt die Ukraine nicht auch Transitgebühren? Außerdem könnten sie die pipeline auf russischem Gebiet treffen, wenn sie es wollten. Jedenfalls hat Russland mit der Zerstörung das Ziel erreicht den Kredit zu blockieren. 1. Ja, sie bekommt Geld. 2. Nein, Russland hat sein Ziel nicht erreicht. Seit dem 23.04.2026 um 02:00 Uhr fließt wieder Öl durch die reparierte Pipeline nach Europa. Der Kredit wurde ebenfalls heute freigegeben. Medien munkeln: Russland wollte mit der Zerstörung offenbar erreichen, dass Öl stattdessen über russische Häfen in die EU verschifft und anschließend über das bestehende Leitungssystem nach Slowakei und Ungarn gepumpt wird. Ebenfalls denkbar ist, dass der Transitstopp von kasachischem Rohöl nach Deutschland Teil derselben Strategie ist. Vermutlich spekuliert Russland darauf, politischen Druck aufzubauen, damit die Europäische Union die Ukraine davon abhält, russische Exporthäfen anzugreifen, über die Rohöl verschifft wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 24. April vor 11 Stunden von Aktiencrash: 2. Nein, Russland hat sein Ziel nicht erreicht. Seit dem 23.04.2026 um 02:00 Uhr fließt wieder Öl durch die reparierte Pipeline nach Europa. Der Kredit wurde ebenfalls heute freigegeben. dennoch wurde Kredit bis dahin blockiert - nicht für immer aber schon einen Zeitraum. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 26. April Wie ich es bereits vor Wochen angedeutet habe, war die Umsetzung der 12 Uhr Regel absehbar schlecht für den Endverbraucher in Deutschland. Die Marge der Ölkonzerne ist gestiegen. https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-studie-des-zew-mannheim-tankregel-steigert-profit-der-konzerne-100.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 26. April Am 12.4.2026 um 14:31 von Aktiencrash: Ich habe mir auf die Schnelle einen kleinen Indikator gebaut, um aus der Nachrichtenlage heraus eine mögliche Bodenoffensive innerhalb der nächsten 72 Stunden frühzeitig zu erkennen. Grundlage sind drei Kernfaktoren: Erstens die Kräfteverfügbarkeit – also ob ausreichend US-Truppen, Transportkapazitäten, Logistik, Luftabwehr und schnelle Eingreifkräfte bereits in Stellung sind. Zweitens die politische Sprache aus Washington – ob weiter von Diplomatie gesprochen wird oder die Rhetorik in Richtung „notwendig“, „weitere Maßnahmen“ oder direktem Schutz amerikanischer Interessen kippt. Drittens konkrete Triggerereignisse wie Angriffe auf US-Basen, Verluste, Eskalationen in der Straße von Hormus, Geisellagen oder das Scheitern bisheriger Militärmaßnahmen. Ergänzend fließen Momentum und RSI ein, um zu messen, ob die Eskalation zunimmt oder bereits ausläuft. Hier mal wieder ein Update zu meinem Indikator „Wahrscheinlichkeit eines US-Bodeneinsatzes im Iran innerhalb der nächsten 72 Stunden“. Rückblick Rückblickend befinden sich die Kriegsparteien derzeit in der zweiten Eskalationswelle. Die erste Welle endete nach dem Truppenaufmarsch, dem Abschuss einer F-15 sowie der Rettung der beiden Piloten (2). Bereits im Vorfeld hatten die RSI-Indikatoren eine negative Divergenz ausgebildet, was auf nachlassende Dynamik und eine bevorstehende Entspannung hindeutete. Die zweite Eskalationswelle begann mit dem Ausbruch über den Abwärtstrend (rot). Trotz der verkündeten Waffenruhe (3) hat sich die Eskalation objektiv und nahezu unbemerkt erneut aufgebaut. Mit dem Durchbruch des horizontalen Widerstands setzte die häufig nach solchen Ausbrüchen übliche erste Konsolidierung ein. Diese führte zurück an den ehemaligen Widerstandsbereich (4: iranische Bekanntgabe der Wiedereröffnung der Straße von Hormus). Nach der Ankündigung fiel der Indikator deutlich zurück. Das sprach zunächst für eine temporäre Entspannung zwischen den Konfliktparteien. Aktuelle Lage Seitdem steigen die Spannungen jedoch wieder an. Im Chart hat sich ein aufsteigendes Dreieck gebildet – ein klassisches Muster für zunehmenden Druck und eine bevorstehende Richtungsentscheidung. An der Oberkante kommt es wiederholt zu kleineren Rücksetzern, was auf diplomatische Vermittlungsversuche hindeutet. Gleichzeitig zeigt die steigende Unterkante, dass sich die Rhetorik beider Seiten erneut verschärft und das Grundrisiko zunimmt. Der Abstand zwischen den Punkten vom 16.04. (72,5) und 17.04. (42,5) beträgt 30 Punkte und dient als technische Projektion. Oberkante aktuell ca. 67 Punkte: Bei einem Ausbruch nach oben ergäbe sich rechnerisch ein Zielbereich um 97 Punkte. Das würde in diesem Modell für eine unmittelbare militärische Eskalation sprechen. Unterkante aktuell ca. 55 Punkte (steigend): Ein Bruch nach unten würde ein Ziel unter 25 Punkten ableiten und auf deutliche Deeskalation hindeuten. Auch die Begleitindikatoren haben zuletzt nach oben gedreht beziehungsweise wichtige Unterstützungszonen verteidigt. Das spricht kurzfristig eher für zunehmenden Eskalationsdruck. Fazit Der starke Rückgang nach der angekündigten Öffnung der Straße von Hormus war nur vorübergehend. Seitdem bauen sich die Spannungen erneut auf. Das aktuelle Chartbild spricht für eine baldige Richtungsentscheidung. Aktuell überwiegen die Risiken einer erneuten Verschärfung. Aus charttechnischer Sicht steigt die Wahrscheinlichkeit für einen US-Bodeneinsatz wieder deutlich an. Vor allem deshalb, weil die diplomatischen Gespräche im Kern verhärtet bleiben. Jede Kriegspartei beharrt auf ihren Forderungen. Solange die Straße von Hormus von beiden Seiten mehr oder weniger blockiert wird, hat dies erhebliche Auswirkungen auf die Öl- und Gasmärkte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 27. April · bearbeitet 27. April von CorMaguire "According to the U.S. Energy Information Administration, total exports of crude and petroleum products climbed to a record 12.9 million barrels a day last week, as global markets scramble to replace supply disruptions centered on the Strait of Hormuz and damaged facilities in Qatar." "...current data indicate that over 60 empty crude supertankers are currently en route to the U.S. Gulf Coast," --> https://finance.yahoo.com/sectors/energy/articles/u-energy-exports-hit-record-023414564.html Honi soit qui mal y pense Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 28. April · bearbeitet 28. April von CorMaguire "Vereinigte Arabische Emirate treten zum 1. Mai aus der Opec aus" --> https://www.spiegel.de/wirtschaft/opec-vereinigte-arabische-emirate-wollen-aus-erdoel-kartell-austreten-a-79f80aa1-6d1e-416b-b45e-ec2a4e45451d Mhmmm .... Exklusiv-Deal mit USA in Aussicht? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 28. April vor 3 Stunden von CorMaguire: Mhmmm .... Exklusiv-Deal mit USA in Aussicht? Die USA haben selbst Öl. Für Deutschland ist ein schwächeres Öl-Kartell gut. Kurzfristig hat das aber keine Auswirkung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 28. April Am 26.4.2026 um 20:34 von Aktiencrash: Oberkante aktuell ca. 67 Punkte: Bei einem Ausbruch nach oben ergäbe sich rechnerisch ein Zielbereich um 97 Punkte. Das würde in diesem Modell für eine unmittelbare militärische Eskalation sprechen. Unterkante aktuell ca. 55 Punkte (steigend): Ein Bruch nach unten würde ein Ziel unter 25 Punkten ableiten und auf deutliche Deeskalation hindeuten. Es tut sich etwas...! Seit der letzten Analyse meines Indikators „Wahrscheinlichkeit eines US-Bodeneinsatzes innerhalb der nächsten 72 Stunden“ habe ich die Daten neu quantifiziert, um das Kursziel präziser zu bestimmen. Dafür war es erforderlich, die exakte Ausbruchsstelle aus der Seitwärtsbewegung zu identifizieren. In der Folge haben sich neue horizontale Widerstands- und Unterstützungszonen herauskristallisiert. Nach dem Ausbruch aus dem Dreieck nach oben hat der Basiswert bereits den horizontalen Widerstand (hellblau) überwunden. Diese Linie dürfte künftig den Beginn des überverkauften Bereichs markieren. Auf der Unterseite des Dreiecks verläuft eine horizontale Unterstützungslinie (blau), an der der Basiswert nach einem erneuten Rücksetzer einen Boden ausbilden sollte, um anschließend einen neuen Anlauf auf die 100-%-Marke zu nehmen. Durch das neue Hoch bei 75 hat sich zudem eine neue Aufwärtstrendlinie (grün) in Verbindung mit einer horizontalen Unterstützung bei 67,5 herausgebildet. Der Basiswert bewegt sich nach dem Ausbruch aus dem Dreieck aktuell in einem aufwärtsgerichteten Trendkanal (schwarz). Der RSI 14 SMA (ganz unten) hat ebenfalls sein Dreieck nach oben verlassen. Analog zum Basiswert wäre zunächst noch ein kurzer Rücksetzer in Form eines Pullbacks wahrscheinlich. Nach Abschluss dieser Phase sollte der Basiswert idealerweise nach oben aus dem Trendkanal ausbrechen und dynamisch in Richtung des Kursziels bei rund 92 Punkten laufen. Fazit: Übertragen auf den Krieg zwischen den USA und dem Iran steigt die Wahrscheinlichkeit eines US-Bodeneinsatzes im Iran nach diesem Modell auf rund 92 %. Mit Erreichen der Zielzone bei 92 % sollte die rhetorische Eskalation zwischen beiden Ländern zunächst nachlassen. Der Basiswert dürfte dann abrupt einbrechen und in die oben erwähnte überverkaufte Zone (hellblau) zurückfallen. Mit dem Erreichen dieser Zone wäre die zweite Eskalationswelle beendet und es könnte sich zum dritten Akt – dem möglichen Finale – formieren. Die 92 % könnten meiner Einschätzung nach um den 1. Mai erreicht werden. Das wäre rechnerisch der Zeitpunkt, an dem nach Ablauf der 60-Tage-Frist der War Powers Resolution die Trump-Regierung gegenüber dem Kongress Stellung beziehen müsste. Politischer Zeitdruck, mediale Aufmerksamkeit und die Notwendigkeit einer klaren strategischen Linie könnten genau in diesem Zeitraum zu einer finalen Zuspitzung oder einer abrupten taktischen Wende führen. Da Trump sich selbst als Dealmaker darstellt, ist davon auszugehen, dass er sich politisch kaum die Initiative nehmen lassen will und den Krieg auf die eine oder andere Weise rechtfertigen würde. Der Iran dürfte hingegen so lange wie möglich versuchen, die Straße von Hormus blockiert zu halten, um den Ölpreis hochzutreiben und Trump innenpolitisch wie international unter Druck zu setzen. Damit liegt der nächste Zug vor allem in Washington. Die Rohölpreise sollten mit dem Erreichen der 92-%-Marke ebenfalls kurzfristig rückläufig reagieren, da ein Teil der Eskalationsprämie aus dem Markt weichen könnte. Bis zur Einleitung des dritten Akts dürfte diese Entspannung jedoch nur vorübergehender Natur sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash 30. April Am 19.4.2026 um 16:15 von Aktiencrash: Fazit: WTI befindet sich aktuell in einer scharfen, aber normalen Konsolidierung nach dem starken Ausbruch. Kurzfristig erwarte ich eher eine Seitwärtsbewegung zwischen 94 und 83 US-Dollar. Solange der seit Februar bestehende Aufwärtstrend bei rund 83 US-Dollar hält, bleibt das mittelfristige Bild weiterhin aufwärtsgerichtet. Ein Anlaufen der tieferen Bereiche bei 73 US-Dollar oder gar 66 US-Dollar halte ich aktuell für eher unwahrscheinlich. Langfristig sehe ich den übergeordneten Aufwärtstrend weiterhin als intakt an und rechne weiterhin mit neuen Höchstständen. Aktuell sprechen selbst die geopolitischen Ereignisse seit Freitagabend eher dafür, dass die Rohölpreise wieder ansteigen werden. Kurzes Update: WTI befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Nach dem Aufsetzen auf dem Aufwärtstrend (blau) folgte eine zügige Bewegung nach oben. Mit dem erneuten Überschreiten der horizontalen Unterstützung (hellblau) von unten nach oben wurde das darunterliegende Preisniveau weitgehend bereinigt. Kurse unterhalb von 88 USD dürften damit vorerst keine Rolle mehr spielen. Am Mittwoch wurde zudem eine weitere ehemalige horizontale Unterstützungszone (grau) ebenfalls von unten nach oben durchbrochen. In der Folge ist der Markt kurzfristig als überkauft einzustufen. Als nächste Anlaufzone sehe ich ein mögliches, leichtes Unterschreiten der horizontalen Widerstandszone (rot) im Bereich von etwa 94 USD. Spätestens im Bereich des Aufwärtstrends (blau) sollte WTI erneut nach oben drehen. Ein Rückfall unter die rote Zone würde die Marktlage wieder in Richtung überverkauft verschieben. Parallel dazu zeichnet sich zunehmend eine Dreiecksformation (orange) ab, in die der Kurs sukzessive hineinläuft. Die aktuelle Höhe der Formation beträgt rund 32 USD. Daraus ergibt sich projektionstechnisch: Ausbruchsniveau + 32 USD = potenzielles Kursziel. Auch die Indikatoren Momentum und RSI sollten aus charttechnischer Sicht ihre jeweiligen horizontalen Widerstände nochmals von oben nach unten testen, ohne dabei neue Tiefs auszubilden. In diesem Fall würde sich eine positive Divergenz (grün angedeutet) bestätigen. Fazit: Ich bleibe bei meinem kurzfristigen Basisszenario eines Seitwärtstrends. Kurzfristig erwarte ich eine Bewegung im Bereich von 90 bis 94 USD. Im Anschluss spricht die sich abzeichnende positive Divergenz der Indikatoren für einen Ausbruch aus dem Dreieck nach oben. Bei einer Ausbruchszone zwischen 100 und 105 USD ergibt sich ein rechnerisches Kursziel im Bereich von etwa 132 bis 137 USD. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 1. Mai · bearbeitet 1. Mai von reko Selenskyj wurde gebeten sich mit Angriffen auf russische Ölinfrastruktur zurückzuhalten. Er sagte, die Ukraine wird ihre Angriffe nicht einstellen und nicht verringern. 2026/05/01 UKRAINE-KRIEG: "Aber es scheint tatsächlich so zu sein!" Brisante Nachrichten von der Front! 2026/04/30 UKRAINE-KRIEG: "Und das Ganze brennt lichterloh!" Das ist ein Desaster für Wladimir Putin! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
poipoi 2. Mai Am 23.4.2026 um 18:21 von Aktiencrash: Ungarn und die Slowakei sind durch langfristige Take-or-Pay-Verträge bis 2036 bzw. 2034 an russisches Öl gebunden. Ein Ausstieg wäre wirtschaftlich ruinös, da Zahlungen trotz Nichtabnahme fällig würden und Schadensersatzklagen drohten. Die Ukraine wiederum reparierte die von Russland beschädigte Leitung nur deshalb, weil sie auf die von Ungarn und der Slowakei blockierten 90 Mrd. Euro an EU-Hilfen angewiesen war. Zwar hätte die Zerstörung der Leitung einen Ausstieg ohne Schadensersatz (wegen höherer Gewalt) ermöglicht, doch hätte dies die Energieversorgung Ungarns und der Slowakei kollabieren lassen. Der Aufbau alternativer Versorgungswege wird noch Jahre in Anspruch nehmen. Was bedeutet Take-or-Pay? An wen, an Russland? Kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Argument sein kann. Die russischen Gelder in Europa sind eingefroren, warum sollte man dann an diesen Vertrag gebunden sein? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. Mai · bearbeitet 2. Mai von Holgerli vor 20 Stunden von reko: Selenskyj wurde gebeten sich mit Angriffen auf russische Ölinfrastruktur zurückzuhalten. Er sagte, die Ukraine wird ihre Angriffe nicht einstellen und nicht verringern. 2026/05/01 UKRAINE-KRIEG: "Aber es scheint tatsächlich so zu sein!" Brisante Nachrichten von der Front! 2026/04/30 UKRAINE-KRIEG: "Und das Ganze brennt lichterloh!" Das ist ein Desaster für Wladimir Putin! Das interessante an den Links ist, dass Mark Reicher, der hier im Thread ja kritisch gesehen wird, eben dass, was die Welt jetzt gerade erzählt, schon seit 6+ Monaten so voraussagt. Dass sich die Ukraine nicht mehr an die Anweisungen (ich würde von der Tonlage nicht mehr von "gebeten" reden) der USA halten, finde ich verständlich: Die USA haben in den letzten 15 Monate mehrfach versucht die Ukraine zu verschachern. Jetzt emanzipiert sich die Ukraine zusehens von den USA und den US-Waffenlieferungen und jetzt kann man halt abwägen was wichtiger ist: Russlands Wirtschaft mit eigenen Waffen zerstören oder weiter Waffenlieferungen aus den USA zu bekommen (die ja eh nur noch gegen Geld an EU-Mitglieder verkauft und dann an Russland weitergegeben werden). vor 2 Stunden von poipoi: Was bedeutet Take-or-Pay? An wen, an Russland? Kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Argument sein kann. Die russischen Gelder in Europa sind eingefroren, warum sollte man dann an diesen Vertrag gebunden sein? Take-or-Pay bezieht sich nur auf das Öl. Entweder Du (Ungarns und Slowakei) nimmst das (russische) Öl ab und bezahlst (an Russland) oder Du nimmst das Öl nicht ab, bezahlst aber trotzdem an Russland. Die 90 Mrd russisches Geld sind davon unabhängig. Das Geld ist von der EU eingefroren aber Zahlungen an die Ukraine mussten von allen EU-Mitgliedern freigegeben werden. Ungarns und die Slowakei sind von russischen Öllieferungen abhängig, sonst kollabiert deren Energieversorgung. Also: Solange die Pipeline nicht repariert war, gab es keine Zustimmung von Ungarns und der Slowakei zur Freigabe der 90 Mrd an die Ukraine unabhängig davon, dass sie den Vertrag mit Russland außerordentlich hätten kündigen können, weil Russland nicht mehr geliefert hat. Die Frage ist: Was macht die Ukraine, wenn die Pipeline ein 2. Mal zerstört wird, jetzt wo die 90 Mrd geflossen sind und das Druckmittel Ungarns und der Slowakei weg ist? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
poipoi 2. Mai vor 1 Minute von Holgerli: Take-or-Pay bezieht sich nur auf das Öl. Entweder Du (Ungarns und Slowakei) nimmst das (russische) Öl ab und bezahlst (an Russland) oder Du nimmst das Öl nicht ab, bezahlst aber trotzdem an Russland. Die 90 Mrd russisches Geld sind davon unabhängig. Das Geld ist von der EU eingefroren aber Zahlungen an die Ukraine mussten von allen EU-Mitgliedern freigegeben werden. Ungarns und die Slowakei sind von russischen Öllieferungen abhängig, sonst kollabiert deren Energieversorgung. Das es so dargestellt wird habe ich verstanden. Was ich nicht verstehe: Warum lässt sich der Vertrag mit take-or-pay, wenn man das will, nicht aufheben? Warum ist dieser Vertrag nicht Teil der Verhandlungs- bzw. Drohmasse? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. Mai vor 2 Minuten von poipoi: Was ich nicht verstehe: Warum lässt sich der Vertrag mit take-or-pay, wenn man das will, nicht aufheben? Warum ist dieser Vertrag nicht Teil der Verhandlungs- bzw. Drohmasse? Weil eine außerordentliche Vertragsaufhebung eben keine einseitige sondern eine zweiseitige Willenserklärung ist. Heisst: selbst wenn Ungarns und die Slowakei wollten, könnten sie es nur mit der Zustimmung von Russland. Und warum sollte Russland es wollen? Dazu kommt, dass Ungarns und die Slowakei es (zumindest in der Vergangenheit) gar nicht wollten, weil das russische Öl halt deutlich preiswerter als das Weltmarktöl ist. Noch dazu kam, dass Orban ein Lakai Russlands war. Der Präsident der Slowakei soll, soweit ich weiss, auch deutlich pro-russisch sein. Und warum der Vertrag nie Teil der Verhandlungs- bzw. Drohmasse wurde ist auch eher klar: Russland hat nichts zu verlieren, würde aber, wenn die Sanktionen enden, sichere Zahlungen bis 2034/36 verlieren. Und anders als bei Ukraine ist nicht klar, dass Russland für den Wiederaufbau Geld aus der EU bekommt. Hinzu kommt, dass zumindest Ungarn auch nie ein Interesse an der Auflösung der Verträge hatte: Unter Orban hat die EU über 17 Mrd Euro an Zahlungen an Ungarn zurückgehalten, wegen Verstößen an der EU-Politik (sicher nicht alles aber vieles in Bezug auf Russland). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Aktiencrash Samstag um 13:25 vor 2 Stunden von poipoi: Das es so dargestellt wird habe ich verstanden. Was ich nicht verstehe: Warum lässt sich der Vertrag mit take-or-pay, wenn man das will, nicht aufheben? Warum ist dieser Vertrag nicht Teil der Verhandlungs- bzw. Drohmasse? Das ganze einmal aufgedröselt. Staaten wie Ungarn oder Slowakei verpflichten sich, eine festgelegte Menge Rohöl aus Russland abzunehmen oder zu bezahlen, selbst wenn sie diese gar nicht benötigen. Dieses Prinzip nennt sich Take or Pay und ist im Energiehandel Standard. Für den Lieferanten bedeutet es Planungssicherheit, für die Abnehmer eine langfristige Bindung. Doch dieses System hat eine entscheidende Voraussetzung. Das Öl muss physisch fließen. Ein Großteil der Lieferungen nach Mitteleuropa läuft über die Druschba-Pipeline, ein weit verzweigtes Netz, das auch durch die Ukraine führt. Genau hier liegt die Schwachstelle. Denn sobald die Infrastruktur beschädigt oder zerstört wird, greift nicht mehr der Vertrag, sondern die Realität. Kann das Öl nicht transportiert werden, wird das juristische Konstrukt faktisch ausgehebelt. In solchen Fällen greift üblicherweise die sogenannte höhere Gewalt, Force Majeure. Weder der Lieferant noch der Käufer können ihre Verpflichtungen erfüllen. Die Folge ist so simpel wie konsequent. Es wird nicht geliefert und es wird auch nicht bezahlt. Das Take or Pay Prinzip, das unter normalen Umständen eine Zahlungspflicht erzwingt, wird in diesem Moment ausgesetzt. Entscheidend ist dabei die Ursache der Störung. Handelt es sich um Krieg, Sabotage oder eine unklare Lage im Transitland, wird dies in der Regel als höhere Gewalt gewertet. Anders sieht es aus, wenn der Lieferant selbst die Ursache setzt, etwa durch gezielte Zerstörung oder Lieferverweigerung. In diesem Fall entfällt der Schutz durch höhere Gewalt und es drohen Vertragsbruch und Schadensersatzforderungen. Wird die Pipeline hingegen im Transitland zerstört, liegt die juristische Verantwortung theoretisch dort. Praktisch ist sie in einem Kriegsszenario kaum durchsetzbar. Die Folge ist klar. Der gesamte Mechanismus kommt zum Stillstand. Ein weiterer verbreiteter Irrtum betrifft die Geldflüsse. Häufig wird angenommen, Zahlungen für russisches Öl würden ohnehin eingefroren und kämen gar nicht mehr an. Das stimmt so nicht. Trotz Sanktionen erlaubt die EU weiterhin bestimmte Energieimporte, insbesondere über Pipelines, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Länder wie Ungarn und Slowakei nutzen diese Ausnahmen weiterhin. What does the oil ban mean in practice? In June 2022 the Council adopted a sixth package of sanctions which, among other things, prohibits the purchase, import and transfer of seaborne crude oil and certain petroleum products from Russia to the EU. The restrictions apply from 5 December 2022 for crude oil and from 5 February 2023 for other refined petroleum products. There is a temporary exemption for imports of crude oil by pipeline into those EU member states that, owing to their geographical situation, suffer from a specific dependence on Russian supplies and have no viable alternative options. The pipeline exemption stopped applying for Poland and Germany on 23 June 2023 and for Czechia on 1 July 2025. Quelle:https://www.consilium.europa.eu/en/policies/sanctions-against-russia-explained/ Das bedeutet konkret. Wenn Öl geliefert wird, wird es auch bezahlt und das Geld erreicht Russland. Allerdings nicht mehr so reibungslos wie früher. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Dienstag um 09:54 Am 2.5.2026 um 13:09 von Holgerli: Und anders als bei Ukraine ist nicht klar, dass Russland für den Wiederaufbau Geld aus der EU bekommt Sicher nicht mit der derzeitigen Führung in Russland. Warum sollte man Kriegsverbrechern etwas schenken? Zudem hat die Ukraine relativ zu Russland auf fremden Territorium fast nichts zerstört und verteidigt sich lediglich. Sehr spät wurden Gegenangriffe mit Drohnen gestartet. Russland könnte jederzeit Frieden haben. Gezielte,systematische Morde an Zivilisten und Verschleppen von Kindern gab es meines Wissens auch nur durch Russland. Am 2.5.2026 um 15:25 von Aktiencrash: Das bedeutet konkret. Wenn Öl geliefert wird, wird es auch bezahlt und das Geld erreicht Russland Wenn man sieht wofür das Geld ausgegeben wird, hat das russische Öl/Gas eine wesentlich schlechtere CO2 Bilanz (Kriegsfinanzierung). Wäre kreativ das ordentlich mit C02-border adjustment den Ungarn und Slowaken zu vergällen. Das sind externalisierte Kosten dieser rücksichtslosen Importe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag