Themen über alternative Renditeanlagen und Vorsorge
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1) ich wohne so günstig zur Miete, dass die Jahresmiete nicht mal zur Deckung der Zinsen des Kaufpreises ausreichen würde
Genau diesen Punkt, genauer gesagt das (nicht immer so offensichtliche) finanzielle Vorteil-Nachteil-Verhältnis und dessen Entwicklung soll das Excel-File offen legen.
BF68 schrieb am 22.07.2008, 09:17:
Aus den ausgeführten Gründen bin ich gerade an einer Diskussion des Themas Immobilienkauf als Kapitalanlage besonders interessiert.
Sollen wir dazu einen neues Thema aufmachen oder findet das Platz hier?
Du bist hier genau richtig. Nur darf ich mich mit Schnitzels Einverständnis trotz meiner leicht abweichenden Intention ("Eigennutzung") auch hier tummeln.
ich hau euch aus mehreren Gründen nciht auf die Finger
1. Threadtitel "Immobilie vs. Wertpapierdepot" - Ob nun zur Eigennutzung oder nicht ist nicht weiter präzisiert und damit sind die Fragen etc. weiter on-topic
2. Threadentwicklung - wir haben bisher bereits viele Pros und Cons erläutert, deren argumentativer Aufbau bei einer solchen Trennung kaputt gehen würde
3. der Rechner - mit ihm kann man ja bisher bereits rechnen, was sich lohnen würde. Die Kalkulation für einen Vermieter müsste theoretisch etwas anders aufgebaut sein, aber mit dem jetzigen müsste man nur den den gedanklichen Ansatz, d.h. immer aus Sicht der Mieters blickend, anpassen.
es gibt noch mehr, aber ich denke es wird auch so klar
die eigene Wankelmütigkeit: Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, und eine Ehrenrunde um den Acker! Das sieht toll aus, da kommt das Gefühl auf, nicht auf
der Stelle zu treten, das erweckt den Anschein, ein Macher zu sein. Nur kommt mit diesem Verhalten unter dem Strich nicht viel heraus.
Ist ja richtig nett hier... für jede finanzielle Lebenslage wird einem geholfen
Nun, habe gestern erfahren, das wir zum 1. September keine Wohnung mehr haben. Notfall-Lösung bereits gefunden ("Not-WG" & Materiallagerung in einem sauberen, trockenen, freien Lager - beides bei Bedarf, da vier Wochen doch recht kurz sind)... Dennoch muss bald eine Wohnung bzw. Immobilie her!
Aber: die bisherige Wohnung war unschlagbar günstig (380 € für etwa 110 m²), nun wirds definitiv teurer (450-580 Euro im Monat jeweil Kaltmietet). Da stellt sich schon einem die Frage: ist es günstiger zu kaufen... Werde mir diesen Thread mal durchlesen. Vom Gefühl her ist die Miete günstiger - da bei jedem Kauf noch Neben- und laufende Kosten da sind. Aber das Gefühl plötzlich nichts mehr zu haben ist schon frustrierend - hoffe da bleiben wir nun kühl bei und rechnen sauber.
Aber selbst wenn Kaufen günstiger sein sollte, in unserer Lage (Kaiserslautern) ist es im Moment recht unangebracht. Noch beziehen und mieten viele Amis hier Wohnungen und Häuser, aber das Housing-Programm soll verringert werden. Ich spekuliere da auf viel leer stehendes Immobiliengut in einigen Jahren. Kurzum: ich weiß nicht...
.oO(Wie immer im Leben - es kommt alles anders. Vor kurzem schrieb ich noch, wie (für uns überraschend) gut wir momentan Kapital zur AV bilden können... Nun geht ein Teil (mehr) für die Wohnung drauf... tztztz)
Danke für das Excelfile und den recht großen Thread - werde ihn mal durcharbeiten!
Sitze seit Tagen (besser: Nächten) an einer Überarbeitung, die auch die Inflationsentwicklung einbezieht. Da zeichnen sich überraschende Ergebnisse (pro Kauf!) ab. Ich hoffe, dass ich es heute oder morgen fertig bekomme.
saludos,
el galleta
Dieser Beitrag wurde von el galleta bearbeitet: 30. Juli 2008 - 07:31
Es genügt nicht unfähig zu sein, man muss auch an die Börse gehn
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Geschrieben 30. Juli 2008 - 07:49
in den nächsten 35 Jahren würdest du bei einer jetzigen Miete von 500 € und einer Mietsteigerung von ca. 2% per anno etwas mehr als 300.000,00 € miete bezahlen. Deine Miete Würde in 35 Jahren ca. 1000 € betragen.
in den nächsten 35 Jahren würdest du bei einer jetzigen Miete von 500 € und einer Mietsteigerung von ca. 2% per anno etwas mehr als 300.000,00 € miete bezahlen. Deine Miete Würde in 35 Jahren ca. 1000 € betragen.
Abzüglich der Wertminderung der Immo, die wirkt der Inflation entgegen.
-> Wertsteigerung plus Inflation = Steigerungsrate
Ist die Wertsteigerung negativ, also ein Wertverfall, dann dämpft das die Inflationsauswirkungen und Miete steigt langsamer, gar nicht oder fällt sogar.
Hier gleich die kosmetisch verbesserte Version 1.1 hinterher. Aufgeräumter, übersichtlicher und mit zwei Diagrammen: Vermögensentwicklung des Mieters für die nächsten 50 und 75 Jahre. Damit ist das Teil jetzt fertig.
Bitte meldet gefundene Fehler! Danke!
saludos,
el galleto
ACHTUNG!
Bitte die in diesem Tool im Bereich "Auswertung" getroffenen Textaussagen ignorieren!
Nur die Zahlen im Bereich "Kreditphase" sind korrekt.
In der Zeistchrift "brand eins" Ausgabe 07/2008 gibt es dazu auch einen schönen Artikel, der nun auch online verfügbar ist:
Zitat
Kaufen oder mieten?
Privatleute, die mit einer Immobilie liebäugeln, rechnen viel.
Und entscheiden dann doch aus dem Bauch heraus.
Profis bleiben ganz kühl - liegen damit aber nicht unbedingt besser.
Einblicke in ein schwer zu kalkulierendes Geschäft.
die vermögensfrage find ich von denen echt klasse, zeigt an teils etwas groß gewählten beispielen die vor- und nachteile aus rein finanzieller sicht sehr schön auf. weitergehende dinge gibts da auch v.a. mit refinanzierungskosten etc.
die eigene Wankelmütigkeit: Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, und eine Ehrenrunde um den Acker! Das sieht toll aus, da kommt das Gefühl auf, nicht auf
der Stelle zu treten, das erweckt den Anschein, ein Macher zu sein. Nur kommt mit diesem Verhalten unter dem Strich nicht viel heraus.
Dieser Fall war einer der Besseren. Was aber teilweise an Minderheitenproblemen geschildert wird, ist unverständlich. Regelmäßig kommt der Arzt/Ingenieur/... mit deutlich sechsstelligem Jahreseinkommen vor, was selbst in der FAZ-Zielgruppe die Minderheit sein wird und deswegen auch häufig kritisiert wird. Die Bezeichnung "finanzmathematische Selbstbefriedigung" wäre oft angemessener als "Vermögensfrage"
meiner meinung nach wird dort alles berücksichtigt, was auch hier besprochen wurde..
dort kann jeder mit seinen zahlen arbeiten und zu einem ergebnis kommen
meiner meinung nach wird dort alles berücksichtigt, was auch hier besprochen wurde..
Die sehr oft realistische Annahme eines Wertverlustes ist nicht darstellbar, wertsteigernde Renovierung ist nicht umfasst, Inflationsberücksichtigung fehlt auch. Dadurch entsteht sogar ein gravierender Fehler, wie folgendes Beispiel (Kaufpreis 300.000 Euro) zeigt:
Zitat
Als Käufer sind Sie nach 28 Jahren und 2 Monaten schuldenfrei und Sie besitzen dann ein Einfamilienhaus im Wert von 345.249 Euro.
Als Mieter dagegen wird Ihre monatliche Kaltmiete von 1.200 Euro durch eine jährliche Mietsteigerung von 2% auf 2.048,29 Euro ansteigen. Wenn Sie Ihr Eigenkapital und die Differenz zwischen den Mehrausgaben als Käufer und Ihrer Miete regelmäßig angelegt haben, haben Sie ein Vermögen von 621.167 Euro angespart.
Die einseitige Berücksichtigung der Inflation in Form von Mieterhöhungen (nichts anderes begründet die Steigerung der Kaltmiete, abgesehen von Renditesteigerungen des Vermieters - und die sind sehr unwahrscheinlich/gering) führt dazu, dass das Verhältnis von erreichter Ansparsumme des Mieters zum angegebenen Grundstückswert nicht stimmt. Ersteres berücksichtigt nominell die Inflation, letzterer nicht. Rechnet man die Inflation ein, besitzt man "dann ein Einfamilienhaus im Wert von 512.065 Euro". Ein nicht ganz unwesentlicher Unterschied.
Davon abgesehen halte ich die (als solche offensichtlich veranschlagte) wertsteigernde Wirkung der Nebenkosten und Instandhaltung für falsch. Weder Maklerkosten noch eine ersetzte kaputte/verschlissene Heizung machen die Hütte wertvoller. Ersteres verpufft ohne Gegenwert, letzteres ist Werterhaltung.
Sobald ich Zeit habe, prüfe ich das Ding mal richtig auf Herz und Nieren.
Ähem und was fehlt, aber auch nicht abschätzbar ist:
- tritt eine Wertsteigerung überhaupt ein?
- Viertel in 20 Jahren verslumt?
- Wohnungsform in 20 Jahren überhaupt gefragt und somit verkaufbar?
- Häuschen im grünen nix Wert, weil alle nur noch Radlfahrn?
- Appartment uninteressant, weil alle im Geld schwimmen und mindestens drei Zimmer wollen
Schwierig, aber man darf ja noch hoffen (- auf den Lottogewinn, dann wirds auch was mit dem Häuschen).
Hab neulich nen Bericht über den Preiverfall im Umland von Landshut gesehn (Pendelbereicht nach München - wers mag) die Bude war echt schick und echt weit "unter Wert" net loszubekommen - auch wir haben mancherorts ne Immobilienkrise.
ja gut - wollt damit nur ausdrücken, dass man zwar rechnen kann was günstiger sein könnte, aber im Endeffekt wird sichs -wie so oft- erst später rausstellen...
ich sag ja - die hoffnung stirbt zuletzt
Als Käufer sind Sie nach 28 Jahren und 2 Monaten schuldenfrei und Sie besitzen dann ein Einfamilienhaus im Wert von 345.249 Euro.
Als Mieter dagegen wird Ihre monatliche Kaltmiete von 1.200 Euro durch eine jährliche Mietsteigerung von 2% auf 2.048,29 Euro ansteigen. Wenn Sie Ihr Eigenkapital und die Differenz zwischen den Mehrausgaben als Käufer und Ihrer Miete regelmäßig angelegt haben, haben Sie ein Vermögen von 621.167 Euro angespart.
Immobilie ist Beton auf eigenem Boden ,Geld anlegen ist Spekulation mit bedrucktem Papier .