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hugolee

BP (British Petroleum)

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Geldmachine
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Wie ist das nun eigentlich genau? Was wäre wenn BP nun sagt wir zahlen doch nicht, da die anderen es waren, muß dann BP trotzdem zahlen, weil es das in der Presse so verkündet hat?

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35sebastian
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Wenn morgen eine Exxon-Plattform in tausend Brocken explodiert hälst Du dann auch Exxon für eine hochspekulative Anlage ?

Klar gehts hier um Menschen und Tiere und was weiss ich, aber ich habe den Eindruck es interessiert die Medien manchmal mehr, wenn in den USA 10.000 Enten im Öl baden, als wenn in Haiti 250.000 Menschen umkommen.

 

Außerdem sind die Ölkonzerne doch gerade die Bösewichte wenn es um irgendwelche afrikanischen Dörfer geht die von der Karte verschwinden müssen, gehts da nicht um menschliche Existenzen ? Nur da hört und liest man hier garnichts von. Und da haben sie alle die Finger drin, oder drin gehabt.

 

Ja, zur ersten Frage!

Investments können sich durch bestimmte Ereignisse zu hochspekulativen Investments entwickeln. RBS, UBS, Griechenland Anleihen etc.

 

Beim zweiten Vergleich kommst du aber von den Äpfeln zu den Birnen.

Nicht die Medien haben diese Katastrophe erzeugt, sondern das Versagen und die mangelnde Risikovorsorge der beteiligten Firmen.

Nach meiner Meinung haben die Medien dieses Thema nicht so "gewürdigt" wie den Ascheregen aus Island oder die Toten, verursacht durch Schweinegrippe.

 

Es ist absolut daneben, die Naturkatastrophe in Haiti mit dem Unfall im Golf von Mexiko zu vergleichen.

Die Medienaufmerksamkeit hat für die Haiti-Opfer humanitäre und finanzielle Hilfe gebracht.

 

Hier geht es um BP und nicht um die gesamte Ölwirtschaft. Öl ist sicherlich ein "schmutziges" Geschäft.

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WarrenBuffet1930
Posted · Edited by WarrenBuffet1930

Mindestkursziel 5,00 EUR. Rückgänge nach Wasserfällen führen i.d.R. bei Einzeltiteln nicht zu einer sofortigen V-Umkehr, schon gar nicht in einem Marktumfeld, dessen relative Gesamtstärke allenfalls mittelmäßig ist. Bodenbildungen nach derartigen Rückgängen nehmen zudem oft, nicht immer, Monate in Anspruch. Erfahrungsgemäß sollte der Kurs bis mind. 5 EUR zurückkommen, dann wird der Kurs Monate konsolidieren. Der Abwärtstrend ist intakt.

 

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Geldmachine
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Ja, so sieht es Charttechnisch aus, aber wenn aufeinmal das Loch gestopft ist, dann werden die Kurse nach oben fliegen, da bin ich 100% sicher. B)

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35sebastian
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Wie ist das nun eigentlich genau? Was wäre wenn BP nun sagt wir zahlen doch nicht, da die anderen es waren, muß dann BP trotzdem zahlen, weil es das in der Presse so verkündet hat?

 

In der großen Politik ist die Lüge nichts Ehrenrührendes.

Im Gegenteil, damit macht man Politik und sichert den Erfolg ab.

 

Bei BP ist das wohl was anderes. Obama hat BP zur Chefsache erklärt.

Wenn BP jetzt, nach den vielen Beteuerungen, für alle Kosten aufzukommen, nicht zahlen will, dann wirds "heiter"(ich weiß nicht wie).

In dem Fall wäre BP schlecht beraten.

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Kaede
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Natürlich fallen Kosten für das Verschließen des Bohrloches an. Die Aktionäre dürfen erwarten, dass BP den Schaden für das Unternehmen und damit die Aktionäre so gering wie möglich hält, also für die Umweltschäden nicht freiwillig mehr zahlt als die 75 Mio wie es wohl in den USA gesetzlich geregelt ist. Hier werden Schadensersatzklagen der Küstenbewohner Peanuts sein im Vergleich zu den Schadensersatzklagen der Einzelaktionäre und Investmentfonds. Die Begrenzung auf 75 Mio hat die US-Administration zu verantworten und nicht BP. Aber jetzt wird sich aufgeregt. Allein die mündliche Zusage für alle Kosten der Umweltkatastrophe aufzukommen war einfach nur dumm und ist eine schöne Vorlage für Aktionärsklagen. Da wird noch was kommen

 

Unabhängig davon ist die "Schuldfrage" völlig offen. Die Plattform gehörte Transocean. Der verwendete qualitativ minderwertige Zement wurde von der US Firma Haliburton geliefert. Insofern schon mal sehr interessant, dass sich die US-Administration und die Presse auf BP eingeschossen haben und nicht auf Haliburton und Transocean. BP hatte die Plattform geleast.

 

Natürlich ist die Umweltverschmutzung nicht schön, aber Geld hat keine Moral. Wer sein Geld ethisch korrekt anlegen will, darf keine Aktien kaufen! Da wäre Tagesgeld bei der Ethikbank wohl besser....

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Geldmachine
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Naja, vielleicht machen die das ja auch indirekt. ^^

 

Natürlich fallen Kosten für das Verschließen des Bohrloches an. Die Aktionäre dürfen erwarten, dass BP den Schaden für das Unternehmen und damit die Aktionäre so gering wie möglich hält, also für die Umweltschäden nicht freiwillig mehr zahlt als die 75 Mio wie es wohl in den USA gesetzlich geregelt ist. Hier werden Schadensersatzklagen der Küstenbewohner Peanuts sein im Vergleich zu den Schadensersatzklagen der Einzelaktionäre und Investmentfonds. Die Begrenzung auf 75 Mio hat die US-Administration zu verantworten und nicht BP. Aber jetzt wird sich aufgeregt. Allein die mündliche Zusage für alle Kosten der Umweltkatastrophe aufzukommen war einfach nur dumm und ist eine schöne Vorlage für Aktionärsklagen. Da wird noch was kommen

 

Unabhängig davon ist die "Schuldfrage" völlig offen. Die Plattform gehörte Transocean. Der verwendete qualitativ minderwertige Zement wurde von der US Firma Haliburton geliefert. Insofern schon mal sehr interessant, dass sich die US-Administration und die Presse auf BP eingeschossen haben und nicht auf Haliburton und Transocean. BP hatte die Plattform geleast.

 

Natürlich ist die Umweltverschmutzung nicht schön, aber Geld hat keine Moral. Wer sein Geld ethisch korrekt anlegen will, darf keine Aktien kaufen! Da wäre Tagesgeld bei der Ethikbank wohl besser....

 

 

Genau so sehe ich das auch, deshalb werde ich auch nicht verkaufen und wenn es noch viel weiter runter geht auch nachkaufen.

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Geldmachine
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Den folgenden Foreneintrag fand ich so gut, den wollte ich euch nicht vorenthalten.

 

Quelle: http://www.stock-world.de/board/forum_gesamt/350031/thread.m?backurl=board_all.m&page=14&a=_ariva_all

 

2 368. Blaumeise 699 Postings, 385 Tage aktiennase 24.05.10 16:04

 

 

1. BP verdient über 20Mrd Pfund im Jahr

 

2. BP wird auch in Zukunft keinerlei Probleme haben, entsprechendes Personal zu finden- es ist schlicht eine Frage des Geldes- BP hat Geld im Überfluss

 

3. Die finanziellen Folgen dieser Kathastrophe, werden unabhängig von der Höhe der Forderungen den Profit von BP nicht nennenswert schmälern, weil: a) BP "nur" zu 65% die Kosten tragen muss, B) sich die Schadensfeststellungen und Nachweise und Prozesse über viele Jahre hinziehen werden und letztendlich nur ein Bruchteil der auf BP entfallenden Gesamtschadenssumme letztlich auch gezahlt werden wird (von der ehemals im zweistelligen Milliardenbereich liegenden Schadenshöhe nach dem von Exxon verschuldeten Unglück, sind nach meiner Information letztlich nicht einmal 3 Mrd tatsächlich gezahlt worden- und dies auch erst nach vielen, vielen Jahren).

 

4. Jede Retriktion der Ölförderung wird zu einer Verknappung des Ölangebotes und damit auch zu einem Anstieg des Ölpreises- ergo auch des Verdiesntes von BP führen.

 

5. BP hat, so makaber das klingt, mit diesem Unglück auch jede Menge an Erfahrungen gewonnen im Zusammenhang mit Tiefsee-Ölförderung- auch, was mögliche künftige Sicherheitsvorkehrungen angeht. Daraus könnte ein nicht geringer Technologievorsprung für BP entstehen.

 

6. Auch Flugzeuge stürzen immer wieder ab- Unglücke entstehen in der Regel durch eine Abfolge von fehlerhaften Entscheidungen und den damit verbundenen Maßnahmen. Man darf doch wohl unterstellen, dass die Besatzung der Bohrinsel, auch nicht die Leitungsmitglieder dieses Unglück und damit ihren eigenen Untergang bewusst herbeigeführt haben.

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Archimedes
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Wo wir grad bei den positiven Dingen sind.

Der nun anrollende Aufschwung wird reichlich Öl brauchen.

Wenn alle Öl Aktien steigen und etwas Zeit ins Land gegangen ist, werden sich viele schnell Fragen, ob es denn angemessen ist, daß BP nur 30% gestiegen ist, wenn alle anderen um 60% gestiegen sind.

Das ist so ähnlich wie mit den Kurssteigerungen bei der Commerzbank im Vergleich zur Deutschen Bank.

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Geldmachine
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Jup. ;)

 

Im übrigen ist heute BP besser gelaufen als E.on. :lol: :lol: :lol: :lol:

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Morbo
Posted · Edited by Morbo

morgen soll der Top Kill Versuch gestartet werden. Wenn das nicht klappt, siehts duester aus. Dann muss man abwarten ob die Entlastungsbohrung was bringt, was wohl einige weitere Wochen dauern wird.

 

EDIT:

stimmt nicht ganz, man wird vorher noch versuchen wesentlich mehr abzupumpen, Mit einem Saugrohr auf diesem BOP Ding. Siehe

Kents Wells Technical Update Video. Das ist alles nicht billig.

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Rotamint
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Wo wir grad bei den positiven Dingen sind.

Der nun anrollende Aufschwung wird reichlich Öl brauchen.

Wenn alle Öl Aktien steigen und etwas Zeit ins Land gegangen ist, werden sich viele schnell Fragen, ob es denn angemessen ist, daß BP nur 30% gestiegen ist, wenn alle anderen um 60% gestiegen sind.

Das ist so ähnlich wie mit den Kurssteigerungen bei der Commerzbank im Vergleich zur Deutschen Bank.

 

Welcher anrollende Aufschwung. Der ist doch schon vorbei.

Die öffentliche Hand hat ihr Pulver verschossen.

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Morbo
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auch spannend: der Ixtoc I blowout 1979.

 

Kommt am naechsten an die Katastrophe jetzt. Nur beim Golfkrieg wurde mehr Oel ins Meer gekippt (da haben wirs mal wieder). Damals hat es 10 Monate gedauert bis die Quelle geschlossen werden konnte. PEMEX hat nur 100mio gezahlt und dann von diplomatischer Immunitaet Gebrauch gemacht. Das kann BP vermutlich nicht? Oder doch? Ist ja eine britische Firma.

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Archimedes
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Welcher anrollende Aufschwung. Der ist doch schon vorbei.

Die öffentliche Hand hat ihr Pulver verschossen.

 

 

Industrieländer erholen sich überraschend schnell

 

Die Wirtschaftsleistung in den 31 OECD-Staaten steigt nach Vorhersage der Experten in diesem Jahr saison- und preisbereinigt um 2,7 Prozent und legt 2011 um 2,8 Prozent zu. Damit ist die OECD optimistischer als noch im vergangenen November, als lediglich ein Plus von 1,9 Prozent in diesem Jahr für möglich gehalten wurde.

 

http://www.spiegel.d...t/unternehmen/0,1518,696836,00.html

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Sladdi
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Hi,

 

das Interview war für mich schon gelaufen, als ich hörte, der Gesprächspartner sei Politikwissenschaftler - und die ersten Minuten haben mich nicht enttäuscht.

 

Gruß

Sladdi

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Geldmachine
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Ja, Politikwissenschaftler haben wirklich nichts drauf, nur blabla. Das könnt ihr mir wirklich glauben. Ich hab dafür im Hauptstudium nämlich nur 2 Monate gebraucht. Der Anspruch ist niedriger gewesen als wie für meinen Realschulabschluß (danach hab ich Abi gemacht).

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Stairway
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Der Anspruch ist niedriger gewesen als wie für meinen Realschulabschluß (danach hab ich Abi gemacht).

 

...

 

Heute morgen gab es ein interessantes Interview im Morgenjournal des Deutschlandradios.

 

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/05/26/drk_20100526_0749_53f8f9dc.mp3

 

Die wichtigste Aussage aus meiner Sicht: BP könnte Schadensersatzansprüche systemkonform per Insolvenz sozialisieren.

 

Ohen das Interview gehört zu haben - glaubst du das die Schadensersatzansprüche eine solche Größe haben könnten BP in die Insolvenz zu treiben ? Wenn ja, ab welcher Höhe siehst du eine Insolvenz ?

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Geldmachine
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Ist ja gut, dat is halt me Dialekt. ^^

 

Insolvenz? Das ist lächerlich, absolut undenkbar, wenn man Rückversicherungen und Gesetze mal emotionslos betrachtet.

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schinderhannes
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Das hätte man auch vor 3 Jahren von Lehman Brothers und zig anderen Großbanken gesagt.

Aber ich halte ein Insolvenz ebenfalls für vollkommen unrealistisch. Wenn der Spass 20 Mrd. kosten sollte - was wirklich ein ganzer Ar**** voll Kohle wäre - BP könnte das wegstecken.

Ich bleibe hier auf jeden Fall am Ball, bin mir über einen evtl. Einstiegspunkt sehr unsicher.

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Kaffeetasse
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@stairway, alter erbsenzähler ;)

1) "als wie" kann man gelten lassen.

2) bp wird NICHT!!! pleite gehen durch die deepwater horizon-geschichte. das garantiere ich dir hiermit :thumbsup:

der amerikanische staat dürfe daran auch nicht wirklich ein interesse haben. lieber zahlen sie halt im schlimmsten fall 10 jahre lang jedes jahr ne mrd $ in einen fonds ein, aus dem die betroffenen dann entschädigt werden.

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