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Carlos

Seadrill Ltd. Norwegen

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Milchmädchen777

In der ersten Hälfte des Jahres 2014 habe ich mich u.a. an den Analysen und Einschätzungen von checker-finance bez. SDRL orientiert und davon gut profitiert (siehe unten bzw. #1347). Glücklicherweise bin ich seit Juni 2014 nicht mehr involviert. Obwohl ich danach ab und zu noch mit einem erneuten Kauf geliebäugelt hatte, fehlte mir einfach die Überzeugung, dass die Zeit für einen Wiedereinstieg gekommen war. Damals habe ich mir aber auch nicht vorstellen können, dass die Seadrill-Aktie einen ähnlich strikten Kurs gen Süden einschlagen würde wie Frontline anno 2011. In den letzten Jahren war ich in Golar, Golden Ocean, Seadrill, Frontline und Ship Finance investiert - wer es extrem mag und nicht so leicht seekrank wird, ist bei den Unternehmen von JF auf jeden Fall gut aufgehoben. Ich bleibe weiterhin an der Seitenlinie; gemäß des gestern veröffentlichten Reuters-Artikels hat man bei SDRL ja leider selbst keine Hoffnung auf eine rasche Besserung. "Every cloud has a silver lining" - gilt das auch für Seadrill? Die Öl- und Gasindustrie gehört zwar nach wie vor zu meinen Lieblingsbranchen, derzeit begnüge ich mich aber mit Anleihen von OMV (und ein paar Aktien von Phillips 66 und Spectra Energy)...

 

 

Ja, was die Bewertung der Fundamentaldaten anbetrifft, sind sich hier, glaube ich, alle ziemlich einig, aber Anlagestil und Return-Erwartungen sind halt individuell recht unterschiedlich: Wie in diesem Thread mitgeteilt, bin ich Mitte Februar bei 25 Euro eingestiegen, so dass ich jetzt nicht unglücklich darüber war, nach kurzer Zeit (und zwei netten Quartalsdividenden) für 29,49 Euro verkaufen zu können. Die Vola von SDRL konnte man in den letzten Jahren immer mal wieder hervorragend nutzen, und wenn man mit dem Q1-Report annimmt, dass die Zukunft von Seadrill vor allem in der langfristigen Perspektive rosig erscheint, mag man vermuten, dass sich vielleicht kurzfristig - auf das Sommerloch wurde ja schon verwiesen - nochmals gute Einstiegsmöglichkeiten bieten werden.

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berliner

Also ich weiß nicht. Die $2 werden wohl Ende nächster Woche da sein. Mittlerweile muß man sich Gedanken machen, was bei einem debt-equity-swap passiert. Da kriegt JF dann auf einen Haufen so viele Aktien, daß er vielleicht ein Angebot zur Komplettübernahme machen muß.

Geht wohl sogar schneller. Morgen oder übermorgen sind die $2 da und noch mal 2 Wochen bis zu $1. Aber irgendwo muß dann eigentlich auch mal Schluß sein. $0 erscheint mir dann doch noch ein bißchen übertrieben.

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checker-finance

Heute schon unter 2 USD. Das ist kein fallendes Messer , sondern eine Guillotine.

 

Dabei hat sich im Vergleich zu vor 2 Wochen eigentlich nichts geändert: ob der Ölpreis nun bei 40, 30 oder 20 USD pro Barrel steht - es wird keine Aufträge für UDW Drillships geben. Das ändert sich erst, wenn die Mineralölkonzerne dauerhaft Ölpreise über ca. 60 USD erwarten können.

 

Es ist ja hinreichend diskutiert: ohne Neuaufträge ist die Zahlungsunfähigkeit eine Frage der Zeit. Für eine Kapitalerhöhung ist es zu spät. Da hat SDRL zu lange gewartet. Asset-Verkäufe sind wohl nur an Sandbox möglich und auch dann mit hohen Verlusten verbunden.

 

Ich schätze mal, dass bald die ersten covenants aus den Kreditfaszilitäten und Anleihen getriggert werden. Eine vorzeitige Fälligstellung kann SDRL nicht verkraften. Für die besicherten Gläubiger besteht ein Anreiz SDRL so schnell wie möglich in die Schuldenrestrukturierung zu schicken, denn je länger das hinausgezögert wird, desto mehr fließt noch an Zinszahlungen in die Taschen der unbesicherten Gläubiger.

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berliner

Ich vermute, JF kauft auch die Banken da raus. Vielleicht bietet er ihnen 50%. Das ist dann noch mehr als sie bei einer Liquidierung kriegen. Vielleicht wird auch die Tilgung ausgesetzt. Da wird er schon eine Lösung finden, die *ihm* den Erhalt der Firma sichert.

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fireball

Heute schon unter 2 USD. Das ist kein fallendes Messer , sondern eine Guillotine.

 

Dabei hat sich im Vergleich zu vor 2 Wochen eigentlich nichts geändert: ob der Ölpreis nun bei 40, 30 oder 20 USD pro Barrel steht - es wird keine Aufträge für UDW Drillships geben. Das ändert sich erst, wenn die Mineralölkonzerne dauerhaft Ölpreise über ca. 60 USD erwarten können.

 

Es ist ja hinreichend diskutiert: ohne Neuaufträge ist die Zahlungsunfähigkeit eine Frage der Zeit. Für eine Kapitalerhöhung ist es zu spät. Da hat SDRL zu lange gewartet. Asset-Verkäufe sind wohl nur an Sandbox möglich und auch dann mit hohen Verlusten verbunden.

 

Ich schätze mal, dass bald die ersten covenants aus den Kreditfaszilitäten und Anleihen getriggert werden. Eine vorzeitige Fälligstellung kann SDRL nicht verkraften. Für die besicherten Gläubiger besteht ein Anreiz SDRL so schnell wie möglich in die Schuldenrestrukturierung zu schicken, denn je länger das hinausgezögert wird, desto mehr fließt noch an Zinszahlungen in die Taschen der unbesicherten Gläubiger.

 

Welche Covenants unterliegt den Seadrill bei seinen besicherten Gläubigern welche bei den ungesicherten ? Sind die aktuellen Zahlen schon so schlecht das es hier zu einem von dir vermuteten Bruch kommt ?

 

Das Kursniveau von Aktie und Anleihe spiegelt die Zukunft wieder, Vertragsbedingugnen selten, aber vielleicht war ja mal Seadrill so verrückt auf den Backlog Covenants zu akzeptieren. Schwer vorstellbar. Anleihen von Drillern kommen langsam in Regionen in denen sie sehr interessant werden da der Hund gerade sehr weit nach vorne läuft bedingt durch den Ölpreisverfall, der angefangene Normalisierung von HY Renditen.

Ob man allerdings Seadrill wählen muss wenn man nachrangig in Anleihen investieren möchte mit so einem Hauptaktionär der schon mehrfach sehr nett zu seinen Miteigentümern war, muss jeder selbst entscheiden

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berliner

Die Kredite sind mit einzelnen Rigs besichert. Das Problem ist der angenommene Wert, der mittlerweile wohl noch mal nach unten korrigiert werden muß. Noch ist die Auslastung gut. Ab Mitte des Jahres nimmt die ab und Ende des Jahres muß dringend was passieren und neue Verträge her.

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checker-finance

Welche Covenants unterliegt den Seadrill bei seinen besicherten Gläubigern welche bei den ungesicherten ? Sind die aktuellen Zahlen schon so schlecht das es hier zu einem von dir vermuteten Bruch kommt ?

 

Das Kursniveau von Aktie und Anleihe spiegelt die Zukunft wieder, Vertragsbedingugnen selten, aber vielleicht war ja mal Seadrill so verrückt auf den Backlog Covenants zu akzeptieren. Schwer vorstellbar. Anleihen von Drillern kommen langsam in Regionen in denen sie sehr interessant werden da der Hund gerade sehr weit nach vorne läuft bedingt durch den Ölpreisverfall, der angefangene Normalisierung von HY Renditen.

Ob man allerdings Seadrill wählen muss wenn man nachrangig in Anleihen investieren möchte mit so einem Hauptaktionär der schon mehrfach sehr nett zu seinen Miteigentümern war, muss jeder selbst entscheiden

 

 

Da mir aufgrund der 100k bzw. 200k Kindersicherung das Klumpenrisiko zu groß wäre und ich mir ansonsten noch einen Broker besorgen müßte, über den Anleihen an der Osloer Börse gehandelt werden können, habe ich bisher davon abgesehen, die Anleihebedingungen durchzuackern.

 

Ich würde davon ausgehen, dass Covenants verschuldens- oder einkommensbezogene Kennzahlen betreffen, z. B. net debt/EBITDA, debt/market cap o. ä. Da EPS, EBITDA implodieren bzw. der Börsenwert der Eigenkapitalanteile sich im Verhältnis zur Verschuldung massiv verschlechtert hat, dass demnächst Covenants getriggert werden.

 

Dass der Haupteigentümer die Miteigentümer auf seine Kosten herauskauft, kann man nicht erwarten. Die Fremdkapitalgeber bei seinen unternehmen scheinen mir jedoch bisher ungeschoren davon gekommen zu sein. Spräche also für die Anleihen.

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Prospektständer
· bearbeitet von Prospektständer

Seadrill in `Survival' Mode as Oil Driller Deploys Debt Plan

 

Seadrill Ltd. is accepting lower and lower rates for its offshore drilling rigs to survive the worst slump since the 1980s as it deploys a plan to address the heaviest debt-load in the industry.

 

“It’s a matter of survival,” Chief Executive Officer Per Wullf said in a phone interview Thursday following the company’s fourth-quarter results. “We will hunt utilization, because it’s better than stacking rigs.”

 

While Seadrill said in its earnings report it won a new two-year contract for its West Eclipse rig from Exxon Mobil Corp., that deal came with a concession on another rental, reducing the net day rate it will earn to about $260,000 a day. That compares with the $300,000 Wullf had said about a month ago he would be willing to accept, illustrating how fast the offshore-drilling market is deteriorating as oil companies cut spending to weather a collapse in crude prices.

 

Seadrill will make more deals like this in the future, Wullf said. “From a making-good-money perspective, I don’t see anything in 2016 and 2017,” he said.

 

“It’s an important contract award,” analyst Kristoffer Pedersen of Nordea Bank AB said in a note to clients. “The company will avoid having to stack the vessel, which would drain cash and likely result in a significant reactivation cost.”

Funding Plan

 

After working with advisers in recent months and getting the board’s approval, Seadrill is now taking a plan to restructure more than $10 billion in debt to its stakeholders, Wullf said. The process is “complex” as Seadrill has more than 40 banks across a dozen syndicates, he said. The company, controlled by billionaire John Fredriksen, aims to have a solution, which will also involve bondholders and shareholders, by the end of June, according to the CEO.

 

Given a funding gap of at least $2.5 billion through 2018, Seadrill will need to sell new shares for about $1 billion, analysts have estimated. Wullf declined to comment on the details of the restructuring plan or to name the advisers hired to work on it.

 

“There will be need for at least a larger equity injection,” Kjetil Haukaas, an analyst at SpareBank 1 Markets, said in a note to clients. “However, restructuring involving debt maturity extensions, debt conversion to equity and/or outright haircut looks more likely at this stage.”

 

Seadrill on Thursday reported fourth-quarter net income rose 82 percent to $285 million, beating estimates, after deepening cost cuts. The shares closed 8.8 percent higher in Oslo trading and rose a further 3.3 percent as of 9:09 a.m. on Friday. The company’s market value has dropped 94 percent from a July 2014 high.

[...]

 

Edit: Hervorhebungen von mir + Disclaimer: investiert mit eingenem Geld

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checker-finance

Unglaublich: da wird klar gesagt, dass die Gläubiger zu freiwilligen Verzichtsleistungen bewegt werden sollen und die Aktie steigt. Warum sollten die Gläubiger, mehrheitlich auch noch Banken und besicherten, die Aktionäre herauskaufen? Das ergibt keinen Sinn.

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Prospektständer

Wie genau der Restrukturierungsplan aussieht weiß wohl noch (fast) keiner. Denke die EK-Geber werden einen dementsprechend höheren Betrag via Kapitalerhöhung einbringen müssen, als den Betrag auf den die FK-Geber verzichten. Dadurch dürfte der Gläubigerrangordnung Rechnung getragen werden. Als Aktionär hofft man natürlich, dass Fredriksen für die Rechte aller Aktionäre eine gute Position durchsetzt.

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checker-finance

Wie genau der Restrukturierungsplan aussieht weiß wohl noch (fast) keiner. Denke die EK-Geber werden einen dementsprechend höheren Betrag via Kapitalerhöhung einbringen müssen, als den Betrag auf den die FK-Geber verzichten. Dadurch dürfte der Gläubigerrangordnung Rechnung getragen werden. Als Aktionär hofft man natürlich, dass Fredriksen für die Rechte aller Aktionäre eine gute Position durchsetzt.

 

Der Kurs ist gestern um 18% nach oben geschossen. Das ist schon sehr heftig. Eine kaoitalerhöhung wird aber keine gute Nachricht für die Aktionäre:

 

http://seekingalpha.com/symbol/SDRL/news

Key to the refinancing plan will be the response of SDRL’s biggest shareholder, John Fredriksen’s Hemen Holding, which owns ~24% of the company; in the past, Fredriksen has put up his own cash when some peers have encountered financial problems.

It is "positive for the company that a financing plan will be announced in H1, but the dilutive risk to the shares is huge in a credit event,” Carnegie analyst Johan Stroem says.

 

Wenn man jetzt eine Kapitalerhöhung macht, dann geht das nur mit einem erheblichen Abschlag des Ausgabekurses auf den Börsenkurs (gewichtetes Mittel eines Zeitraums x).

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berliner

Die Short-Ratio ist wohl stark zurückgegangen. Es wird spekuliert, daß JF seine geliehenen Aktien zurückgerufen hat.

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Prospektständer
· bearbeitet von Prospektständer

@checker: Aus EK-Sicht lieber eine Verwässerung der Anteile durch die Kapitalerhöhung, als eine Insolvenz...

Eine Kapitalerhöhung wird den Kurs drücken richtig, bis 1€ sind ja zum Glück noch Luft.

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berliner

Das wird so oder so alles nicht lustig. Wenn JF nett ist, dann kauft er weiter Schuldtitel und rollt die einfach in neue, so daß die irgendwann mal zu 100% bedient werden können. Wenn die Schulden zum größten Teil in EK umgewandelt werden, sind die alten Aktionäre raus. Man müßte dann gucken, ob der Ölpreis doch mal wieder hochgeht und der Rig-Markt sich verbessert. Dann wäre eine finanziell gesicherte SDRL zu weniger als $1 sogar ein Kauf. Möglicherweise kriegt man die gar nicht so billig, denn der Preis kann schon relativ früh im Zyklus anziehen, wenn noch viel Risiko im Markt ist. Dann kann man entweder das Risiko eingehen oder zuschauen, wie das Kurs anzieht.

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Prospektständer
· bearbeitet von Prospektständer
Wenn die Schulden zum größten Teil in EK umgewandelt werden, sind die alten Aktionäre raus.

Raus nicht, bei einem Debt-to-Equity Swap dürften ihre Anteile aber dann sehr stark verwässert sein...

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berliner

De facto raus. Der Wert liegt noch bei 1 Mrd. Wird eine weitere Milliarde ohne Discount aufgenommen, gehört den Altaktionären nur noch die Hälfte der Firma. In der Praxis fällt der Kurs aber schon bei Ankündigung der KE so stark, daß es noch viel schlimmer kommt.

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Dandy

Eine Kapitalerhöhung wird kommen, das wurde ja quasi schon angekündigt. Allerdings ist der aktuelle Zeitpunkt dafür für keinen der Beteiligten in meinen Augen gut. Weder Fredriksen, noch die beteiligten Banken und Gläubiger, noch die Aktionäre können das aktuell wirklich wollen. Ich denke vielmehr, man versucht durch Stundung der Schulden, einen wenigstens kleinen Haircut und eventuell Abwarten was der Ölpreis in nächster Zeit so macht, den Aktienkurs noch etwas hochzutreiben. Wenn dann ein brauchbarer Zeitpunkt kommt, dann wird verwässert und versucht, die Schuldenlast so weit wie möglich weiter zu senken. In dem Moment hat man zwei gegenläufige Bewegungen: Die Kapitalerhöhung führt zu sinkenden Kursen. Gleichzeitig führt aber die (hoffentlich deutlich) verbesserte Lage bei der Verschuldung Seadrills zu entsprechend höheren Kursen. Was am Ende dabei rauskommt wird man sehen, fallen werden die Kurse dann vermutlich in jedem Fall, was eine Kapitalerhöhung eben so mit sich bringt.

 

Was Fredriksen angeht, so finde ich daran nichts Nachteiliges für die Aktionäre. Jeder Anteil wird verwässert und wer seine Anteile nicht verringern will, der muss nachschießen, genauso wie Fredriksen selbst auch. Man kann sein Risiko, das er eingeht, nicht geringer werten als das eigene. Auch er läuft Gefahr, das ganze investierte Geld zu verlieren, wenn sich der Ölmarkt nicht deutlich erholen sollte. Auch für ihn gibt es hierbei kein Free-Lunch.

 

Jetzt erstmal abwarten, wie der Finanzierungsplan aussieht, den die Geschäftsleitung vorlegen will.

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fireball

Warum sollte ein Gläubiger einem Verzicht zustimmen wenn der Aktionär nicht vorher sich an einer Verbesserung der Situation beteiligt hat ? Ein Gläubiger begrenzt seinen möglichen Gewinn zugunsten eines geringeren Risikos als der Aktionär. Eine Veränderung dieser Situation wäre für den Gläubiger sehr nachteilig.

Warum soll ich als Gläubiger nicht wollen das eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird ?

 

Eine Verlängerung der Schulden gehe ich nur ein zu diesem Zeitpunkt wenn eine erhebliche Anpassung an das jetzt herrschende Risiko erfolgt, somit stellt sich die Frage ist Seadrill in der Lage seinen Schuldendienst bei einem höheren Zinssatz aus dem FCF zu bezahlen. Hat sich schon jemand die Mühe gemacht und würde das aufzeigen ?

 

Auf alle Fälle wird die "Umschukdung" von Seadrill für die komplette Branche ein Schlüsselerlebnis werden, worauf sich trefflich spekulieren lässt.

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checker-finance

Eine Verlängerung der Schulden gehe ich nur ein zu diesem Zeitpunkt wenn eine erhebliche Anpassung an das jetzt herrschende Risiko erfolgt, somit stellt sich die Frage ist Seadrill in der Lage seinen Schuldendienst bei einem höheren Zinssatz aus dem FCF zu bezahlen. Hat sich schon jemand die Mühe gemacht und würde das aufzeigen ?

 

Ohne mir irgendeine Mühe zu machen, gehe ich mal ganz stark davon aus, dass SDRL mit Auslaufen weiterer Verträge nicht einmal in der Lage sein wird, bei einem niedrigeren Zinssatz Zins plus Tilgung aus dem FCF zu bezahlen - zumindest wenn die Marktlage sich nicht signifikant verbessert.

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berliner
· bearbeitet von berliner

JF besorgt sich Geld. Er hat 8.4% an MHG verkauft.

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Dandy

Warum sollte ein Gläubiger einem Verzicht zustimmen wenn der Aktionär nicht vorher sich an einer Verbesserung der Situation beteiligt hat ? Ein Gläubiger begrenzt seinen möglichen Gewinn zugunsten eines geringeren Risikos als der Aktionär. Eine Veränderung dieser Situation wäre für den Gläubiger sehr nachteilig.

Warum soll ich als Gläubiger nicht wollen das eine Kapitalerhöhung durchgeführt wird ?

 

Eine Verlängerung der Schulden gehe ich nur ein zu diesem Zeitpunkt wenn eine erhebliche Anpassung an das jetzt herrschende Risiko erfolgt, somit stellt sich die Frage ist Seadrill in der Lage seinen Schuldendienst bei einem höheren Zinssatz aus dem FCF zu bezahlen. Hat sich schon jemand die Mühe gemacht und würde das aufzeigen ?

Eine Kapitalerhöhung kann man nur begrenzt machen. Irgendjemand muss die Aktien auch kaufen und der Kurs darf nicht zu sehr in den Boden gehen. Beim aktuellen Kurs würden damit kaum Schulden getilgt werden können, womit sich letztlich die Situation für die Gläubiger auch nur bedingt verbessern würde. Wenn man aber vorher Zugeständnisse macht, damit das Insolvenzrisiko sinkt und sich damit der Aktienkurs etwas erholt, zusammen mit einer zwingend benötigten Erholung beim Ölpreis, dann wäre der Zeitpunkt gut für eine Kapitalerhöhung, auch für die Gläubiger. Im Nachhinein muss ich sagen, dass Checker mit seinem Appell für eine Kapitalerhöhung, als der Ölpreis noch deutlich höher stand, recht behalten sollte. Ist rückwärts gerichtet natürlich leicht gesagt, weil viele eine Erholung des Ölpreis schon damals erwartet haben (ich eingeschlossen)

 

Seadrill hat sehr hohe Schulden direkt bei Banken und es wurde ja schon angedeutet, dass diese zu Laufzeitverlängerungen der Schulden bereit wären. Das ist ganz einfach aus dem Grund, weil sie es sich nicht erlauben können, derart hohe Schuldenpositionen abzuschreiben. Die Situation ist wohl etwas anders als bei den Anleihen.

 

Die Situation des Cashflow und der Schuldentragfähigkeit hatte ich vor einer Weile hier gepostet. Bis Ende 2017 mag das noch halbwegs hinhauen, mit ein bisschen Schuldenreduktion, aber danach wird es mehr als eng für Seadrill, wenn der Ölpreis bis dahin in heutigen Regionen bleibt. Da hilft der heutige Cashflow auch nichts, das ist schon so wie Checker es schreibt. Man kann Seadrill nicht ohne Annahmen zur Ölpreisentwicklung bewerten.

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berliner

Irgendwas ist doch da in den Markt geleaked oder ist das einfach nur ein short squeeze? Es ist jedenfalls das absolute Gegenteil von dem, was man bei einer angekündigten Schuldenrestrukturierung erwarten sollte... und umso erfreulicher.

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Marfir

Irgendwas ist doch da in den Markt geleaked oder ist das einfach nur ein short squeeze? Es ist jedenfalls das absolute Gegenteil von dem, was man bei einer angekündigten Schuldenrestrukturierung erwarten sollte... und umso erfreulicher.

 

Auch die anderen, Ensco und Transocean usw. steigen. Ich denke mal das ist ein Vertrauensvorschuss auf den Ölpreisanstieg in letzter Zeit. Per Einzelinvestment wird wohl kaum noch einer in die Branche rein gehen. Und irgend welchen passiven Indexfonds wird es egal sein wie nah ein default oder KE ist.

 

Die shorts interests sind immer noch sehr hoch. Aber seit Mitte Januar am sinken von rund 17% auf 14%.

http://www.gurufocus.com/ownership/SDRL

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fireball

Ich denke der derzeitige Anstieg der Driller hat eher was mit Nobel

http://phx.corporate-ir.net/mobile.view?c=98046&v=200&d=1&id=2145586 zu tun als mit dem Ölpreis. Es scheint also möglich zumindest einen Teil von Schulden zu rollen, was für die ganze Branche natürlich erheblichen Aufwind bedeutet.

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checker-finance

Ich denke der derzeitige Anstieg der Driller hat eher was mit Nobel

http://phx.corporate-ir.net/mobile.view?c=98046&v=200&d=1&id=2145586 zu tun als mit dem Ölpreis. Es scheint also möglich zumindest einen Teil von Schulden zu rollen, was für die ganze Branche natürlich erheblichen Aufwind bedeutet.

 

Noble Corp. hat eine deutlich geringere Verschuldung und vor allem viel bessere Liquidität als SDRL. Das erlaubt es NE jetzt, von den niedrigen Anleihekursen Gebrauch zu machen, d. h. Cash Tender anzubieten. Wenn das auf eine signifikante Annahmequote stößt, fährt NE damit satte Gewinne ein und senkt die Verschuldung.

 

Bei SDRL sieht es anders aus. Für so etwas fehlt es SDRL an Liquidität.

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