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Branchenvergleich Solaraktien

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checker-finance
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Um noch einmal einen Schritt zurück zu gehen:

 

1. Ein Sinn hat ETF auf die Branche oder Stockpicking hier nur, wenn man davon ausgeht, dass Photovoltaik (PV) weiter ausgebaut wird. Dafür spielt die grid parity eine große Rolle, d. h. inwiefern PV eine ökonomische Alternative zur Stromerzeugung bietet. Subventionen für die verschiedensten Energieträger haben das bild erschwert, aber es kristallisiert sich m. E. ziemlich klar heraus, dass PV bereits in vielen gegenden und zunehmend grid parity erreicht. Hier sehen wir also Wachstum.

 

2. Der nationalen PV-Produktion braucht man nun wirklich keine Träne hinterher weinen. Nach dem Modell der komparativen Kosten gehört so eine Massenproduktion genau dorthin alloziert, wo sie jetzt weitgehend gelandet ist: in China. Dafür können sich alle bedanken. Ohne die dank China möglichen niedrigen Produktionskosten wäre subventionsfreie grid parity ein vager Traum. Deutschland profitiert immer noch durch Anlagenbau, Polysiliziumexport, Planung und Projektmanagement für Solarparks und günstigen Import.

 

3. Was das investieren angeht, müßte man m. E. grundsätzlich die Wertschöpfungskette betrachten und sich überlegen, an welcher Stelle man dabei sein will. Ob sich das dann in Reinkultur durch Investmentvehikel abdecken läßt, ist eine andere Frage. Die Wertschöpfungskette sieht grob vereinfacht m. E. so aus:

i. Forschung und Entwicklung

ii. Anlagenbau

iii. Polysiliziumzulieferung

iv. industrielle Produktion von Wafern, Zellen und Panelen

v. Planung und Projektmanagement für die Errichtung von Solarparks

vi. Installation

vii. Betrieb von Solarparks

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
1. Ein Sinn hat ETF auf die Branche oder Stockpicking hier nur, wenn man davon ausgeht, dass Photovoltaik (PV) weiter ausgebaut wird. Dafür spielt die grid parity eine große Rolle, d. h. inwiefern PV eine ökonomische Alternative zur Stromerzeugung bietet. Subventionen für die verschiedensten Energieträger haben das bild erschwert, aber es kristallisiert sich m. E. ziemlich klar heraus, dass PV bereits in vielen gegenden und zunehmend grid parity erreicht. Hier sehen wir also Wachstum.

Das Einzelwerterisiko sollte in dieser Branche nicht unterschätzt werden. Möglicherweise bin (nicht nur) ich aufgrund von Solarworld & Co. allerdings etwas voreingenommen. Aber dafür sind wir ja hier, um diese Branche auseinanderzudröseln und so einzelne investitionswürdige Branchenvertreter herauszufiltern. Als Alternative zu einem ETF würde ich wie bei den Emerging Markets, den Frontier Markets und weiteren Wachstumsbranchen eher zu einem guten (!) Fonds greifen. Zum einen handelt es sich um eine Branche, wo noch keine klaren Marktführer erkennbar sind (oder doch?) und sicher noch einige zusätzliche Konsolidierungswellen folgen dürften, so dass noch viele weitere Branchenvertreter den Lehman bzw. die Solarworld machen werden. Muss man sowas im Depot haben? Zum anderen kann (!) in so einer schwierigen Branche ein (guter) Fondsmanager sein Branchenwissen für eine überdurchschnittliche Performance nutzen (und somit die entspr. höheren Fondsgebühren rechtfertigen). Kennt jemand solche Fonds? Über die Suchfunktion finde ich bei finanzen.net leider nicht so viele passende Fonds bzw. ETFs:

 

- Luxembourg Selection Fund - Active Solar CHF

- Market Vectors Solar Energy ETF

 

3. Was das investieren angeht, müßte man m. E. grundsätzlich die Wertschöpfungskette betrachten und sich überlegen, an welcher Stelle man dabei sein will. Ob sich das dann in Reinkultur durch Investmentvehikel abdecken läßt, ist eine andere Frage. Die Wertschöpfungskette sieht grob vereinfacht m. E. so aus:

i. Forschung und Entwicklung

ii. Anlagenbau

iii. Polysiliziumzulieferung

iv. industrielle Produktion von Wafern, Zellen und Panelen

v. Planung und Projektmanagement für die Errichtung von Solarparks

vi. Installation

vii. Betrieb von Solarparks

Einige Unternehmen wurden ja bereits genannt. Wenn wir weitere Unternehmen ausfindig gemacht haben, können wir diese nach Deiner Liste in einer Gesamtübersicht zusammentragen und anschließend einzeln beschnacken. Es geht Dir sicher vorwiegend um Pure Player? Große Energiekonzerne und einige Mischkonzerne decken diese/s Segment/e ja ebenfalls teilweise ab. Nicht wenige Elektrokonzerne haben sich aus diesem Métier zurückgezogen, "meine" Schneider Electric bietet hingegen eine entspr. Komplettlösung an. Auch "mein" Chemie-Wert Air Liquide beliefert die Photovoltaik-Industrie.

 

Ich bin noch dabei, mich in diese Branche einzufuchsen. Dabei bin ich auf diese Branchenstudie vom Fraunhofer-Institut gestoßen: http://www.ise.fraun...deutschland.pdf

Die Branchenstudie ist zwar durch die deutsche Brille betrachtet geschrieben, dafür allerdings sehr aktuell (Oktober 2014) und gibt auch einen weltweiten Überblick zur Branchensituation. Wenn ich mir die Branchenstudie durchgelesen habe, werde ich hier meine persönliche Einschätzung zusammenfassend dazu schreiben.

 

Zur deutschen PV-Branche zählen Betriebe aus den Bereichen

 

1. Materialherstellung (Silicium, Wafer, Metallpasten, Kunststofffolien, Solarglas)

2. Herstellung von Zwischen- und Endprodukten: Zell-, Modul-, Wechselrichter-, Gestell- und Kabelhersteller, Glasbeschichtung

3. Produktionsanlagenbau

4. Installation (v. a. Handwerk)

...

Die Lohnkosten spielen in dieser Entwicklung eine untergeordnete Rolle, da die PV-Produktion einen sehr hohen Automatisierungsgrad erreicht hat. Ein wichtiger Aspekt ist hingegen die geringe Komplexität der Produktion, verglichen etwa mit der Automobil- oder Mikroelektronikindustrie. Schlüsselfertige Produktionslinien, die sehr gute PV-Module liefern, kann man seit einigen Jahren „von der Stange“ kaufen, was einen schnellen Technologietransfer ermöglicht.

...

Langfristig werden sinkende Herstellkosten von PV-Modulen auf der einen, steigende Frachtkosten und lange Frachtzeiten auf der anderen Seite die Wettbewerbsposition für die Modulherstellung in Deutschland zunehmend verbessern.

Quelle: S. 29, letzter Absatz sowie S. 29, erster und letzter Absatz der verlinkten Fraunhofer-Studie

 

Ein Seitenblick auf globale Energieszenarien: Die Studie "New Lens Scenarios" [shell] von Royal Dutch Shell geht in ihrem dynamischen Szenario "Oceans" von einer weltweit installierten Leistung von 500 GW noch vor dem Jahr 2020 aus und sieht die PV bis zum Jahr 2060 zur wichtigsten Primärenergiequelle heranwachsen (Abbildung 49). Die International Energy Agency (IEA) prognostiziert für das Jahr 2016, dass EE weltweit die Energiegewinnung aus Erdgas übertreffen und doppelt so viel Energie wie die nukleare Energiegewinnung bereitstellen werden [iEA1].
Quelle: Seite 55, mittlerer Absatz der verlinkten Fraunhofer-Studie

 

18. Sind Rohstoffe zur PV-Produktion ausreichend verfügbar?

 

18.1 Waferbasierte Module

Waferbasierte Module benötigen keine Rohstoffe, für die eine Beschränkung absehbar wäre. Die aktive Zelle besteht i.W. aus Silicium, Aluminium und Silber. Silicium hat einen Masseanteil von 26% an der Erdhülle, ist also praktisch unbegrenzt verfügbar. Der Aluminium-Verbrauch fällt ebenfalls nicht ins Gewicht. Am kritischsten ist der Silberverbrauch zu sehen. Die PV-Industrie verbraucht ca. 1500 t Silber pro Jahr [Photon Int. 2011-08], das entspricht knapp 7% der Fördermenge in 2010. In Zukunft soll Silber auf der Solarzelle weitestgehend durch Kupfer substituiert werden.

 

18.2 Dünnschicht-Module

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen hängt von der Technologie ab. Über die breite Verfügbarkeit von Tellur und Indium für CdTe- bzw. CIS-Module gibt es widersprüchliche Aussagen. Für Dünnschicht-Module auf Silicium-Basis sind keine Rohstoffengpässe absehbar.

Quelle: Seite 73 der verlinkten Fraunhofer-Studie

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elcapitano
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wer eine Stunde erübrigen kann, um sich einen Überblick über den Stand der Technik zu verschaffen, ist hiermit vllt nicht schlecht bedient. Der Kerl ist zwar unlustig was das anschauen etwas anstrengend macht, die m.E. wichtigsten Themen werden aber schön angeschnitten.

 

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checker-finance
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Eine gute, weil offene, Diskussion über die Korrektur bei den Solar-Aktien: http://seekingalpha.com/article/2687375-why-is-solar-correcting

 

Tatsächlich fallen die Kurse von allen Solar-Aktien, die einen mehr die anderen weniger, aber im Fallen sind sie alle. Eine überzeugende Erklärung fehlt derzeit noch.

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checker-finance
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1. Ein Sinn hat ETF auf die Branche oder Stockpicking hier nur, wenn man davon ausgeht, dass Photovoltaik (PV) weiter ausgebaut wird. Dafür spielt die grid parity eine große Rolle, d. h. inwiefern PV eine ökonomische Alternative zur Stromerzeugung bietet. Subventionen für die verschiedensten Energieträger haben das bild erschwert, aber es kristallisiert sich m. E. ziemlich klar heraus, dass PV bereits in vielen gegenden und zunehmend grid parity erreicht. Hier sehen wir also Wachstum.

Das Einzelwerterisiko sollte in dieser Branche nicht unterschätzt werden. Möglicherweise bin (nicht nur) ich aufgrund von Solarworld & Co. allerdings etwas voreingenommen.

 

Mir ist nicht so ganz klar, inwiefern mein Beitrag Dir Anlaß zur Vermutung gibt, ich würde das Einzelwertrisiko in dieser Branche unterschätzen. Nenn mir doch mal eine Branche, wo man das Einzelwertrisiko unterschätzen kann.

 

Solarworld, Suntech und LDK waren Pleiten mit Ansage. Die waren in den ETF allerdings auch drin und haben die ETF-Performance gesenkt. der Sinn von Stockpicking besteht gerade darin, in solchen Aktien nicht long zu gehen und diese ggf. zu shorten.

 

Im übrigen sehe ich auch nicht, inwiefern die Pleiten ein Spezifikum dieser Branche sind. Schlechte Unternehmen und Unternehmenspleiten gibt es in jeder Branche.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

@ checker-finance:

Lass es mich anders formulieren: Ich halte diese Branche ebenfalls für sehr interessant. Da ich mich allerdings (noch) nicht hinreichend genug mit der Branche beschäftigt habe, halte ich (!) Investments in entspr. Branchenvertreter (derzeit noch) für riskant. Von daher wäre ein passender Fonds bzw. ETF (für mich eventuell) eine Alternative. Aber dafür sind wir ja hier, um zu analysieren, ob je nach Einzelfall Bedenken berechtigt sind oder nicht.

 

Ich habe mir die oben verlinkten Studie vom Fraunhofer-Instutut durchgelesen. Konkrete Unternehmen, in die man ggf. investieren könnte, werden leider nicht besprochen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig in der deutschen Energiewende. Des Weiteren wird der Standpunkt vertreten, dass die Solarenergie weiter auf dem Vormarsch ist. Für eine Gesamtbetrachtung der Solarindustrie kann die Studie auf jeden Fall lesenswert sein. Einige wesentliche Passagen habe ich in meinem vorherigen Beitrag als Zitat wiedergegeben.

 

Um in dieser Branche Stockpicking betreiben zu können, sollte man sich die Wertschöpfungskette (wie von Dir aufgeführt) und die einzelnen Branchenvertreter anschauen. Bei den jeweiligen Marktführern anzufangen, könnte ein erster Ansatz sein. Die größten Einzelwertepositionen in den beiden o. g. Themenfonds sind:

 

- SunEdison (ehem. MEMC Electronical Materials),

- Canadian Solar,

- First Solar Inc,

- Yingli Green Energy,

- Trina Solar,

- SMA Solar Technology AG,

- SunPower Corp.,

- GT Advanced Technologies I.,

- Meyer Burger Technology AG,

- China Singyes Solar Technol.,

- GCL Poly Energy,

- Hanergy Solar Group,

- GT Solar International Inc,

- Shunfeng Photovoltaic Inter.,

- Renewable Energy und

- Sino-American Silicon Product.

 

Kennt jemand weitere relevante Branchenvertreter?

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checker-finance
Posted

- Memc Electricals,

- Canadian Solar,

- First Solar Inc,

- Yingli Green Energy,

- Trina Solar,

- SMA Solar Technology AG,

- SunPower Corp.,

- GT Advanced Technologies I.,

- Meyer Burger Technology,

- China Singyes Solar Technol.,

- GCL Poly Energy,

- Hanergy Solar Group,

- GT Solar International Inc,

- Shunfeng Photovoltaic Inter.,

- Renewable Energy und

- Sino-American Silicon Product.

 

Kennt jemand weitere relevante Branchenvertreter?

 

Um das mal zu clustern: Memc und GCL Poly sind Polysiliziumlieferanten. Da spielt aber die deutsche Wacker Chemie AG auch ziemlich weit oben mit. Kleiner, aber wohl mit sehr niedrigen Produktionskosten die chinesische Daqo Energies.

 

Unter den Wafer-, Zellen- und Modulproduzenten fehlt ebenfalls das Unternehmen mit den m. E. niedrigsten Produktionskosten: Jinko Solar. Hingegen hat JA Solar gerade Rekord beim Wirkungsgrad gebrochen und ist damit auch nicht uninteressant.

 

Ein weiterer relevanter Player ist der Star des Tages: Sunedison. Total hält ein bedeutendes Altienpaket an Sunedison und mit dem Spin Off ihrer YieldCo hat SUNE wohl den richtigen Schritt zur richtigen Zeit gemacht.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Um das mal zu clustern: Memc und GCL Poly sind Polysiliziumlieferanten.

 

Ein weiterer relevanter Player ist der Star des Tages: Sunedison. Total hält ein bedeutendes Altienpaket an Sunedison und mit dem Spin Off ihrer YieldCo hat SUNE wohl den richtigen Schritt zur richtigen Zeit gemacht.

Ich muss Dich korrigieren: Total hat sich an SunPower beteiligt. MEMC ist ein ehemaliges Tochterunternehmen von Monsanto und heißt seit kurzem SunEdison. Ich werde in Kürze einiges an weiterem Datenmaterial nachreichen.

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checker-finance
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Um das mal zu clustern: Memc und GCL Poly sind Polysiliziumlieferanten.

 

Ein weiterer relevanter Player ist der Star des Tages: Sunedison. Total hält ein bedeutendes Altienpaket an Sunedison und mit dem Spin Off ihrer YieldCo hat SUNE wohl den richtigen Schritt zur richtigen Zeit gemacht.

Ich muss Dich korrigieren: Total hat sich an SunPower beteiligt. MEMC ist ein ehemaliges Tochterunternehmen von Monsanto und heißt seit kurzem SunEdison. Ich werde in Kürze einiges an weiterem Datenmaterial nachreichen.

 

Da mußt Du Dich wohl selbst korrigieren. Du hast in Deiner Liste MEMC aufgeführt.

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checker-finance
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Meist sehr aktuelle und interessante Informationen zur Branche und das sogar noch auf deutsch bietet http://www.solarserver.de

 

Ein Beispiel:

http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2014/kw40/sunedison-neue-polysilizium-produktionstechnik-wird-photovoltaik-kosten-drastisch-senken-400-watt-modul-fuer-040-usdwp-bis-2016-angestrebt.html

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Die größten Einzelwertepositionen in den beiden o. g. Themenfonds sind:

 

- SunEdison (ehem. MEMC Electronical Materials),

- Canadian Solar uvm.

@ checker-finance:

Mir ist der Fehler selbst erst gestern Abend aufgefallen. Meine obige Aufstellung habe ich daraufhin umgehend überarbeitet. Da war finanzen.net leider nicht mehr auf dem neuesten Stand. Angaben von kostenlosen Finanzseiten sollte man halt mit ein wenig Vorsicht genießen. Schon interessant, in welchen Bereichen Monsanto einst tätig war, bevor sich das Unternehmen auf die Agrochemie spezialisiert hat. Aber das gehört hier nicht hin.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Grob überschlagen kann man die von checker-finance aufgeführten Untergruppen dieser Branche zusammenfassen in die drei folgenden Hauptgruppen:

 

- Hersteller von Modulen,

- Käufer von Modulen (projektieren Solaranlagen daraus) und

- Betreiber von Solaranlagen.

 

Aus Anlegersicht sind ja sicher vorwiegend die Pure Player interessant. Bei den bereits genannten Unternehmen Total, BayWa, Schneider Electric und Air Liquide würde man (ausschließlich) aufgrund deren jeweiliger Solar-Sparte wohl nur bedingt einen Mehrwert erzielen, da der Anteil der Sparte aufs Gesamtergebnis überschaubar sein dürfte. Gleichwohl sollte man solche Großunternehmen in die Gesamtbetrachtung der Thematik mit ins Kalkül einbeziehen, weil die aufs Gesamtunternehmen bezogen vielleicht recht kleinen Sparten einzeln betrachtet ggf. durchaus einen großen Einfluss auf die Branche haben können. Und da denke ich vor allem an die Betreiber von Solaranlagen (wie z. B. Capital Stage). Zu berücksichtigen ist nämlich, dass beispielsweise Versicherer (u. a. mangels Anlagenotstand, den Niedrigzinsen sei Dank) in Solar- und Windparks investieren.

 

Bei den Herstellern von PV-Modulen dürfte es nach wie vor schwierig sein, gegen die staatlich subventionierte chinesische Konkurrenz anzugehen: Der Preis pro Gewichtseinheit ist möglicherweise immer noch hoch genug, um das Zeug in Asien zu produzieren und per Schiff zu transportieren. Die Projektierer hingegen funktionieren meines Erachtens ähnlich wie Immobilienprojektierer. Das sind in erster Linie regionale Dienstleister, welche sich mit den lokalen Gesetzen und Subventionsmöglichkeiten gut auskennen müssen (exakt diese Gruppe kam unter die Räder, als in Europa während der Eurokrise die Solarsubventionen gekürzt wurden, insbesondere in Spanien und Italien).

 

Ist Solarthermie mittlerweile als Idee eigentlich gestorben? Ich halte den technologischen Ansatz für äußerst interessant (der Wirkungsquotient ist wohl besser, vor allem aber ist die Leistungsabgabe über 24 Stunden ohne externen Speicher möglich, Solarthermie liefert also grundlastfähigen Strom). In diesem Zusammhang ist zu berücksichtigen, dass der damals führende deutsche Vertreter Solar Milennium seine Großprojekte aus Kostengründen von Solarthermie auf PV umstellte (weil die Module dermaßen billig geworden waren) und 2011 Insolvenz anmeldete. Zumindest in den USA wird die Idde jedoch weiter verfolgt, und zwar von durchaus bekannten Investoren.

 

Außerdem ist noch zu beachten, dass PV-Anlagen Gleichstrom erzeugen, für den Transport in den derzeit bestehenden Stromnetzen allerdings Wechselstrom erforderlich ist (aus historischen Gründen). Eines der führenden Unternehmen während der Boomphase der Solarindustrie war deshalb der Hersteller von Wechselrichtern SMA Solar, der von den Subventionskürzungen aber ähnlich stark betroffen war wie die Projektierer. Des Weiteren sind in diesem Bereich derzeit technische Innovationen in der Erprobung, die das bisher verwendete Verfahren zum Stromtransport grundsätzlich in Frage stellen könnten - in diesem Bereich ist etwa Siemens aktiv.

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checker-finance
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Grob überschlagen kann man die von checker-finance aufgeführten Untergruppen dieser Branche zusammenfassen in die drei folgenden Hauptgruppen:

 

- Hersteller von Modulen,

- Käufer von Modulen (projektieren Solaranlagen daraus) und

- Betreiber von Solaranlagen.

 

Da würde bei den Herstellern von Modulen doch noch unterscheiden wollen zwischen denen, die zumindest überwiegend Module herstellen und solchen, die dafür zuliefern, insbesondere eben Polysilizium. Der Polysilizium-Markt korreliert mehr oder weniger mit dem Modul-Markt, ist aber doch deutlich unterscheidbar.

 

Wer unbedingt eine deutsche Aktie haben möchte, kann sich Wacker Chemie anschauen. Es könnte sein, dass die es sogar schaffen, gegenüber der chinesischen und us-amerikanischen Konkurrenz wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Die Unterscheidung von Modul-Herstellern und Modul-Käufern ist logisch richtig, aber am Markt kaum abgebildet. Was es hingegen gibt sind Unternehmen wie FSLR, CSIG, SUNE und zunehmend auch JKS, die als Absatzweg für ihre Modulproduktion in das Projektentwicklungsgeschäft eingestiegen sind und Solarparks errichten - entweder um diese an Elektrizitätsversorger zu verkaufen oder um sie selbst zu betreiben.

 

Eine weitere unterscheidbare Gruppe sind Unternehmen, die sich auf Installation und Service als Schwerpunkt fokussieren. ein pure play scheint mir das das von Elon Musk's (Tesla) Solarcity zu sein.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Ich habe mir nochmal einige Unternehmen wie Evonik, Merck und Kuka angesehen, die wie hier bereits schon genannte Unternehmen zumindest teilweise im Solarbereich tätig sind. Die jeweiligen Sparten tragen aber halt nur zu einem kleinen Teil zum gesamten Konzernergebnis bei. Ganz anders verhält es sich jedoch bei der von checker-finance genannten Wacker Chemie. Das Chemieunternehmen ist zwar auch in anderen Bereichen aktiv, ist allerdings sehr abhängig von der Solarindustrie, was sowohl Risiken als auch Chancen birgt. Wie sehr abhängig Wacker Chemie von der Solarindustrie ist, zeigte sich etwa voriges Jahr: http://www.handelsbl...er/8142088.html

Bedingt durch die Krise in der Solarindustrie brach zu dem Zeitpunkt der Umsatz um 10% und der Gewinn gar um fast 90% ein. Nichts für schwache Nerven also, aber immerhin auch keine roten Zahlen. Der verlinkte Handelsblatt-Artikel gibt darüber hinaus einen Überblick zu den 9 größten Herstellern von Solarmodulen (2013):

 

1. Yingli Solar (China)

2. First Solar (USA)

3. Trina Solar (China)

4. Canadian Solar (Kanada)

5. Suntech (China)

6. Sharp (Japan)

7. Jinko Solar (China)

8. Sun Power (USA)

9. Hanwha Solar One and REC (Norwegen und Korea)

 

Wacker Chemie wiederum ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Silicium, welches zur Anwendung in Solarmodulen und in Halbleiterkomponenten benötigt wird. Nachfolgend die laut Wikipedia 7 größten Hersteller von Silicium:

 

1. Hemlock Semiconductor (USA)

2. Wacker Chemie (Deutschland)

3. GCL-Poly (China/Hongkong)

4. OCI (Südkorea)

5. SunEdison (ehem. MEMC Electronical Materials/USA)

6. Renewable Energy Corporation ASA (REC) (Norwegen)

7. Tokuyama (Japan)

 

Ein weiteres Unternehmen mit starkem Fokus auf die Solarindustrie aus deutschen Landen ist Manz: http://www.finanzen....tien/Manz-Aktie

 

Die Manz AG ist ein weltweit führender Hightech-Maschinenbauer. Das Unternehmen entwickelt und baut Maschinen und Systeme vor allem für Firmen, die in den Bereichen Green Technology oder mobilen Kommunikation tätig sind, entwickelt bestehende Produkte weiter und schafft neue Lösungen für effiziente Produktionsanlagen. Zudem bietet Manz auch Produktionslinien für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Module an. Die Kernkompetenz der Gesellschaft besteht dabei in der Automation von Prozessen sowie der Entwicklung integrierter Systeme. Im Bereich Forschung und Entwicklung liegt der Konzentrationsschwerpunkt derzeit auf Produktionsanlagen für die Photovoltaik-Industrie, für Flachbildschirme sowie für Lithium-Ionen-Batterien. Das Unternehmen teilt seine Kernkompetenzen in die Bereiche Automation, Laserprozesse, Vakuumbeschichtung, Siebdrucken, Messtechnik und nasschemische Prozesse ein.

Die Zahlen sehen zwar recht bescheiden aus, aber als Wette auf die Solarindustrie sollte sich die Aktie eignen. Darüber hinaus habe ich mir Gedanken gemacht, ob man nicht selbst in Solarparks investieren oder zumindest davon profitieren könnte. Ich kenne einige Landwirte, die ihre Agrarflächen an Betreiber von Solarparks verpachtet haben bzw. selbst Solarparks betreiben. Alternativ könnte man als Privatanleger über geschlossene Fonds oder Energiegenossenschaften in Windparks investieren. Das ist aber nicht unriskant und das dabei eingesetzte Kapital ist langfristig gebunden.

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checker-finance
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Der verlinkte Handelsblattartikel gibt darüber hinaus einen Überblick zu den 9 größten Herstellern von Solarmodulen (2013):

 

1. Yingli Solar (China)

2. First Solar (USA)

3. Trina Solar (China)

4. Canadian Solar (Kanada)

5. Suntech (China)

6. Sharp (Japan)

7. Jinko Solar (China)

8. Sun Power (USA)

9. Hanwha Solar One and REC (Norwegen und Korea)

 

2013 ist in der Branche schon eine Ewigkeit her. Seitdem ist z. B. Suntech Power in die Insolvenz gegangen.

 

Interessant ist eigentlich das Rennen um die Kostenführerschaft, d. h. wer die niedrigsten Herstellungskosten hat. Das ist leider schwer zu ermitteln, da die meisten dazu zwei Zahlen angeben, nämlich komplett eigene Herstellungskosten und Mischkosten bei Zukauf von Komponenten. Letztere Kosten sind i.d.R. etwas höher, da einige noch auf langlaufenden Lieferverträgen für Polysilizium sitzen, und damit das zugekaufte Polysilizium die Kosten gegenüber eigener Produktion hochtreibt, siehe z. B.: http://www.greentechmedia.com/articles/read/Yingli-Drops-Solar-Module-Manufacturing-to-Below-50-Cents-per-Watt-in-Q2

 

Letztlich relevant ist es m. E. mit einem Großteil der Produktion mit den Mischkosten im Bereich von 0,5 USD/W bis 0,4 USD/W zu liegen. Da sehe ich derzeit JKS, YGE, TSL, CSIG. Bei FSLR ist zu berücksichtigen, dass die Dünnschichtmodule herstellen, d. h. nicht auf Polysiliziumbasis sondern CadmiumTellurid. Da sind die kosten tendenziell niedriger, dafür aber auch die Moduleffizienz.

 

Hanwha Solarone und REC sind mit ihrer Kostenstruktur m. E. nicht wettbewerbsfähig.

 

Wenn ich mich also bei den Modulherstellern auf die Gruppe JKS, YGE, TSL, CSIG und FSLR konzentriere, fällt für mich jedenfalls YGE wegen der Verschuldung sofort heraus. JKS ist m. E. der Kostenführer FSLR und CSIQ haben aber neben der Modulherstellung noch sehr starke Solarparkprojektsparten. Das war in der Vergangenheit ein großes Plus, weil es konzerninternen Absatz gebracht hat und dank Subventionsstrukturen u. a. in Kanada und in den USA sehr profitabel war. Die Margen in dem Bereich werden wohl abnehmen, aber aber trotzdem sind diese Sparten m. E. wichtiger als je zuvor. Um da mitspielen zu können, muß das unternehmen aber finanzstark sein und da fällt eben u. a. deshalb YGE heraus.

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Holgerli
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Ich hatte gestern schon im Yingli-Thread die Quartals-Zahlen für das 2. und 3. Quartal gepostet. Auf Wunsch von @Schildkröte hier nun nochmal:

 

post-23733-0-10701400-1417111880_thumb.jpg

 

Man sieht schon den 1. Unterschied zu der 2013er-Liste: Yingli ist nicht mehr Nummer 1. Trina ist da schon locker dran vorbei,

 

Man sieht weiter, dass @checker mit seiner Einschätzung bezüglich Hanwha wohl Recht hat: Yingli's Ergebnis ist schon böse, dass Netto-Ergebnis der Hanwah Solarsparte ist noch viel schlimmer. Allerdings: Die Solarsparte von Hanwha ist nur ein Teil des 30.000 Mitarbeiter-Konzerns. Hinzu kommen noch diverse andere Töchter. Und da sollten 40 Mio. Verlust nicht wirklich existenzbedrohend sein. Da stellt sich eher die Frage, ob die nicht irgendwann einfach wie Bosch die Reisleine ziehen.

 

Eine Anmerkung noch zu "Canadian Solar": Zwar hat das Unternehmen defakto seinen Hauptsitz in Kanada, dennoch sind nach meinen Informationen die Hauptproduktionsanlagen für PV-Module in China.

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Holgerli
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Generell scheint wohl die Frage wer und in welcher Reihenfolge die größten PV-Hersteller weltweit sind nicht so ganz klar. Eine andere Quelle sagt:

 

post-23733-0-84862300-1417114077_thumb.jpg

Quelle: http://www.secondsol...teller-2014.htm

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Holgerli
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Inolvenzen in der Photovoltaikbranche sind nicht nur ein deutsches Problem, wie das Beispiel Sputnik AG, Biel (Schweiz) zeigt:

Sputnik Engineering AG ist konkurs - 271 Mitarbeiter sind betroffen

 

Die Sputnik Engineering AG mit Hauptsitz in Biel wird morgen Freitag die Bilanz beim Konkursrichter in Biel-Seeland deponieren.

 

Die Firma ist unter der Marke SolarMax weltweit im Markt für Wechselrichter für Solarstrom-Anlagen tätig. Sie verfügt über Standorte in ganz Europa, in den USA, Südamerika und Australien.

 

„Leider haben sich die Marktverhältnisse in den letzten Monaten und Jahren stetig verschlechtert, weil das Wachstum vor allem in Europa ausblieb und der Kampf über die Preise sich in der Branche ständig verschärft hat“, sagt Gründer, Inhaber und CEO Christoph von Bergen in einer Medienmitteilung.

 

 

Quelle: Bieler Tagblatt ( http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/wirtschaft/sputnik-engineering-ag-ist-konkurs-271-mitarbeiter-sind-betroffen )

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checker-finance
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Eine Anmerkung noch zu "Canadian Solar": Zwar hat das Unternehmen defakto seinen Hauptsitz in Kanada, dennoch sind nach meinen Informationen die Hauptproduktionsanlagen für PV-Module in China.

 

Anders herum: De jure befindet sich der Sitz in von CSIQ in Kanada, de facto wohl auch. CSIQ hat eine Produktionsanlage in Ontario und hat diverse Solarparks in Kanada gebaut. Im wesentlichen findet die Produktion aber in China statt. Das ist bei Apple auch nicht anders: Absatzmarkt: Nordamerika, Produktionsland: China. CSIQ-aktien sind jedenfalls keine ADR wie bei YGE und TSL.

 

Die Frage, ob CSIQ ein kanadisches oder ein chinesisches Unternehmen ist, lautet doch eigentlich, ob CSIQ eines dieser Reverse takeovers ist, bei dem China-geschäft in einen kanadischen Börsenmantel gepackt wird, um die Kapitalmärkte anzuzapfen.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Interessant ist eigentlich das Rennen um die Kostenführerschaft, d. h. wer die niedrigsten Herstellungskosten hat. Das ist leider schwer zu ermitteln, da die meisten dazu zwei Zahlen angeben, nämlich komplett eigene Herstellungskosten und Mischkosten bei Zukauf von Komponenten. Letztere Kosten sind i.d.R. etwas höher, da einige noch auf langlaufenden Lieferverträgen für Polysilizium sitzen, und damit das zugekaufte Polysilizium die Kosten gegenüber eigener Produktion hochtreibt, siehe z. B.: http://www.greentech...-per-Watt-in-Q2

 

Letztlich relevant ist es m. E. mit einem Großteil der Produktion mit den Mischkosten im Bereich von 0,5 USD/W bis 0,4 USD/W zu liegen. Da sehe ich derzeit JKS, YGE, TSL, CSIG. Bei FSLR ist zu berücksichtigen, dass die Dünnschichtmodule herstellen, d. h. nicht auf Polysiliziumbasis sondern CadmiumTellurid. Da sind die kosten tendenziell niedriger, dafür aber auch die Moduleffizienz.

 

Hanwha Solarone und REC sind mit ihrer Kostenstruktur m. E. nicht wettbewerbsfähig.

 

Wenn ich mich also bei den Modulherstellern auf die Gruppe JKS, YGE, TSL, CSIG und FSLR konzentriere, fällt für mich jedenfalls YGE wegen der Verschuldung sofort heraus. JKS ist m. E. der Kostenführer FSLR und CSIQ haben aber neben der Modulherstellung noch sehr starke Solarparkprojektsparten. Das war in der Vergangenheit ein großes Plus, weil es konzerninternen Absatz gebracht hat und dank Subventionsstrukturen u. a. in Kanada und in den USA sehr profitabel war. Die Margen in dem Bereich werden wohl abnehmen, aber aber trotzdem sind diese Sparten m. E. wichtiger als je zuvor. Um da mitspielen zu können, muß das unternehmen aber finanzstark sein und da fällt eben u. a. deshalb YGE heraus.

Tja, das ist in der Tat die Gretchenfrage, auf welche Unternehmen dieser Branche man setzen kann. Es wird mit Sicherheit noch einige Konsolidierungswellen bzw. Marktbereinigungen in dem Sektor geben. Mal schauen, wer am Ende zu den Exxons und Nestlés dieser Zunft gehören wird. Immerhin kann man jedoch schon jetzt einige Unternehmen aussortieren, die "mit größerer Wahrscheinlickeit" über die Wupper gehen werden. Anbei noch ein kurzer, aber meines Erachtens doch recht aufschlussreicher Branchenabriss vom VDI: http://www.vdi-nachr...ftiges-Wachstum

 

Der städtische Energieversorger Austin Energy unterzeichnete einen 25-jährigen Liefervertrag mit dem US-Solarparkbetreiber SunEdison für Solarstrom zu einem Preis von weniger als 5 US-Cent/kWh. So wichtig Großanlagen sind, um über Skaleneffekte die Erzeugungskosten für den Solarstrom zu senken, so setzen nun viele Länder verstärkt auf verbrauchsnähere Erzeugung. Führende Modul- und Zellhersteller wie JA Solar bewegen sich wieder auf die Gewinnmarke zu. Auch die Aussichten für kristalline Polysilizium- und Waferhersteller sind für dieses Jahr gut. Im vergangenen Jahr sanken die Umsätze der Photovoltaik-Maschinenbauer weltweit auf nur 1,73 Mrd. $, nach einem Rekordhoch von 13 Mrd. $ im Jahr 2011. Im Gegensatz zur Photovoltaik sind die Aussichten für die Hersteller von solarthermischen Kraftwerken (CSP: Concentrated Solar Power) nicht ganz so rosig. Hauptgrund hierfür seien die im Vergleich zur Photovoltaik höheren Erzeugungskosten.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Es gibt hier eine Prognose, dass sich die installierte PV-Kapazität von 136 GW auf 414 GW in 2020 verdreifachen wird: http://www.finanznac...4-gw-er-119.htm

 

Ich glaube dieser Statistik nicht. Aus drei Gründen:

1. Wenn man den Daten der VDI-Meldung mit 50 GW Zubau in 2014 glaubt würde das bedeuten, dass von 2015 bis 2020 nur noch ca. 40 GW jedes Jahr zugebaut werden würden. Das wäre gleichbedeutend mit einem stagnierenden oder schrumpfenden Markt.

2. Wenn man nur von einem jährlich konstant um 10 GW wachsenden Markt beim Zubau rechnet, was einer deutlichen Abflachung gleich kommt, käme man schon auf auf knapp 670 GW Kapazität in 2020.

3. NPD Solarbuzz geht davon aus, dass bis 2018 100GW jährliche Nachfrage an PV-Modulen besteht. http://www.pv-magazi...2018_100014613/ Rechnet man die Steigerung des dieses Zubaus bis Ende 2020 weiter, wäre man bei 750 GW. Selbst, wenn der Zubau 2019 und 2020 auch "nur" 100 GW betragen würde käme man auf über 710 GW Gesamtkapazität.

 

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NPD Solarbuzz geht für 2018 von einem jährlichen Umsatz von 50 Mrd. Dollar für die Modulhersteller aus.

Des Weiteren sagen sie voraus, dass zwischen 2014 und 2018 die installierte Gesamtkapazität 500 GW erreicht, was in dem Zeitraum 200 MRd Dollar Umsatz bedeuten würde.

 

Die IEA geht übrigens von 660 GW in 2035(!) aus: http://green.wiwo.de...arenergie-boom/ (letzter Absatz)

Das würde allerdings bedeuten, dass nächstes Jahr der Zubau auf und jedes Jahr bis 2035 der Zubau konmstant bei 22,5 GW bleibt. Und das glauben selbst die Strategen der Citigroup nicht.

 

Ganz nebenbei: 2002 prognostizierte die IEA für 2010 ca. 3 GW Kapazität in 2010. Und 2002 korrigierte sie sich auf ca. 8 GW. Greenpeace phantasierte für 2010 mit 25GW Gesamtkapazität. Geworden sind es schlussendlich 40 GW. Bei der installierten Wind-Kapa lag die IEA ähnlich daneben. Da hat Greenpeace hingegen hast 'ne PUnktlandung gemacht: http://reneweconomy....and-solar-58816

 

Hier noch der Quellennachweis für die ca. 136 GW installierte Leistung Ende 2013 (Seite 5; Frauenhofer sagt 134 GW): http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/photovoltaics-report-in-englischer-sprache.pdf

Und dann hier noch der Quellennachweis für die 36 bzw. 37 GW die allein in 2013 installiert wurden: http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/epia--37-gigawatt-photovoltaik-zubau-in-2013_100014460/

 

Ach ja: Ich bleibe dabei: Im Gesamtmarkt ist sehr viel Potential. Einzeltitel zu picken vermag ich allerdings nicht. Jetzt bitte nicht schlagen: Ein schöner Branchen-ETF Wind/PV fänd' ich nicht schlecht.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Ach ja: Ich bleibe dabei: Im Gesamtmarkt ist sehr viel Potential. Einzeltitel zu picken vermag ich allerdings nicht. Jetzt bitte nicht schlagen: Ein schöner Branchen-ETF Wind/PV fänd' ich nicht schlecht.

Die übliche Diskussion aktiv vs. passiv müssen wir jetzt aber nicht hier führen, oder? Ich hatte schonmal an anderer Stelle betont, dass sich Fonds/ETFs und Einzelwerte nicht gegenseitig ausschließen müssen, sondern einander ergänzen können. Im Übrigen habe ich in diesem Thread selbst betont, dass mir in diesem Métier ein entspr. Fonds oder ETF womöglich lieber wäre als ein riskanter Einzelwert (zwei habe ich gefunden). Vielleicht wäre für Dich ja Capital Stage etwas. Das Unternehmen wird hier von Virenschleuder sehr ausführlich vorgestellt: http://www.wertpapie...post__p__923524

 

Die Capital Stage AG hat sich sukzessive von einem Private-Equity-Anbieter zu einem unabhängigen Solarparkbetreiber entwickelt und investiert zudem sowohl in Solar- als auch in Windparks. Damit gehört Capital Stage nach eigenen Angaben zu den größten unabhängigen börsennotierten Solar-IPPs (independent power producer) in Deutschland und deckt den gesamten Downstream-Bereich der Wertschöpfungskette im Solarbereich ab. So erwirbt Capital Stage Projektrechte zum Bau großer Solarparks, agiert bei deren Realisierung als Generalunternehmen und betreibt die Anlagen nach der Fertigstellung. Regional konzentriert sich das Geschäft auf Deutschland sowie auf europäische Länder mit einer Einspeisevergütung. Zum 31. Dezember 2013 umfasste das Portfolio der Capital Stage 38 Solar- und fünf Windparks mit einer Leistung von über 281 MW. Neben dem Bau und Betrieb der Anlagen hält Capital Stage Finanzbeteiligungen an Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Solarthermie).

Solarparks sind laut Capital Stage lukrative Investitionsobjekte, die stabile und planbare Ergebnisse erzielen und dabei nur moderate Risiken aufweisen. Vor allem im Rahmen der Risikodiversifikation ergänzen sie den Bereich Unternehmensbeteiligungen sinnvoll. Darüber hinaus bieten die Solar-und Windparks plan- und ausschüttbare Cashflows, sodass sie auch im Hinblick auf die Anlage der liquiden Mittel des Konzerns deutlich höhere Renditen bieten, dies vor allem vor dem Hintergrund der seit 2011 stark zurückgegangenen Festgeldzinsen für risikolose Festgeldanlagen. Das operative Geschäft der Capital Stage untergliedert sich in die Segmente "Verwaltung", "PV-Parks", "PV-Service", "Windparks" und "Finanzbeteiligungen".

Im Segment "Verwaltung" ist die Muttergesellschaft der Gruppe, also die Capital Stage AG abgebildet. Umsätze werden im Segment "Verwaltung" daher nicht verbucht. 2013 drehte das Ergebnis im Segment von minus 1,44 Mill. Euro auf plus 8,07 Mill. Euro. Hier profitierte das Segment von den höheren Erträgen aus dem abgeführten Gewinn der Capital Stage Solar Service GmbH sowie gestiegenen Zinserträgen.

Der Aufbau des Segments "PV-Parks" begann 2009 mit dem Erwerb von 100% an der Krumbach Photovoltaik GmbH und der Krumbach Zwei Photovoltaik GmbH, beide Regensburg und an der Capital Stage Wildenfels GmbH, Wildenfels. 2010 wurden vier Solarparks in Sachsen-Anhalt erworben. 2011 erwarb Capital 51% an dem Solarpark Brandenburg. 2012 wurden Verträge für den Erwerb des Solarparks Lettewitz GmbH in Sachsen-Anhalt sowie für den Erwerb zweier Solarparks in der Region Parma geschlossen. Zudem wurde die Capital Stage Wildenfels GmbH 2012 veräußert. 2013 kaufte der Konzern weitere Solarparks in Deutschland wie auch in Italien hinzu. In Frankreich gelang mit zwei Solarparkprojekten der Markteinstieg. 2013 speiste der Konzern insgesamt 141.392 MWh ins Stromnetz ein. Die Umsatzerlöse kamen im abgelaufenen Jahr auf 39,38 (30,53) Mill. Euro voran. Dem standen jedoch Aufwendungen für den Betrieb von 6,08 (3,76) Mill. Euro, Abschreibungen von 15,57 (11,82) Mill. Euro und Zinsaufwendungen von 12,94 (11,09) Mill. Euro gegenüber. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs auf 43,90 (40,56) Mill. Euro. In Folge höherer Steuern fiel das Segmentergebnis schließlich auf 14,97 (17,47) Mill. Euro zurück.

Im Segment "Windparks" hat der Konzern Ende 2013 seine Beteiligung an insgesamt fünf Windparks zusammengefasst. Vier davon liegen in Deutschland und einer in Italien. Sie hatten eine Gesamtleistung von 48 MWp. Das Segment fuhr 2013 Erlöse in Höhe von 7,68 (2,46) Mill. Euro ein. Dabei waren im Vorjahr einige Windparks nur wenige Monate konsolidiert. Mit 9,91 (3,58) Mill. Euro schaffte Capital Stage beim EBITDA einen deutlichen Ergebnissprung. Das Segment erzielte ein Ergebnis von 4,60 (1,53) Mill. Euro.

Im Segment "PV-Service" hat die Capital Stage Solar Service GmbH die technische Betriebsführung für nahezu alle Solarparks der Gesellschaft in Deutschland und Italien übernommen. Die 2010 übernommene 100%ige Tochter Capital Stage Solar Service GmbH agiert als Projektentwickler und Generalunternehmer und sowohl die technische als auch die kaufmännische Betriebsführung der Solar-Kraftwerke übernimmt. Hinzu kommt die Eneri PV Service SrL, Bozen/Italien, an der Capital Stage mit 49% beteiligt ist. Sie zeichnet für die technische und kaufmännische Betriebsführung von Anlagen verantwortlich. Das konzernintern betreute Volumen lag Ende 2013 bei 142 MWp. Extern betreute Parks in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Norditalien haben eine Leistung von 23 MWp. Generell soll dieser externe Service ausgebaut werden. 2013 verbuchte das Segment Erlöse in Höhe von 2,17 (1,29) Mill. Euro. Das EBITDA verdoppelte sich nahezu auf 1,11 (0,69) Mill. Euro, sodass auch unter dem Strich das Segmentergebnis auf 1,08 (0,61) Mill. Euro anzog.

Im Segment "Finanzbeteiligungen" hält Capital Stage die Calmatopo Holding AG und die BlueTec GmbH & Co. KG, ein Beschichtungsspezialist für Solarthermien aus Trendelburg (Anteil 10%). BlueTec war führend in der Qualität ihres Absorberbandes für die Solarthermie und damit einer der wichtigen Zulieferer in diesem wachsenden Sektor. Da die Beteiligung allerdings nicht mehr werthaltig war, wurde sie Ende 2013 in voller Höhe von 3,35 Mill. Euro wertberichtigt. Im Rahmen eines Buyouts hat Capital Stage zudem 100% an der Helvetic Energy übernommen, einem in der Schweiz führenden Anbieter von Solarthermie und PV-Anlagen. Das Angebot umfasst Solaranlagen für Warmwasser, Heizung und Strom. Mit 49% ist Capital Stage zudem an der italienischen Eneri PV Service Srl beteiligt, die jedoch kein operatives Geschäft betreibt. Das Segment erzielte dennoch 2013 Erlöse in Höhe von 9,72 (12,12) Mill. Euro. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 0,56 (minus 8,01) Mill. Euro. In dem Segmentergebnis von minus 4,08 (minus 8,41) Mill. Euro schlugen sich Abwertungen an der BlueTec nieder.

Capital Stage legt sein Engagement bei den Beteiligungsunternehmen eher langfristig an und hält die Beteiligung in der Regel fünf bis sieben Jahre. So war das Unternehmen 2001 bis 2007 an dem Solarsystem-Hersteller Conergy und von 2004 bis 2006 an der ErSol Solar Energy beteiligt.

Nachdem der Konzern 2012 das Ergebnis in die schwarzen Zahlen gehievt hatte, nahmen sowohl Umsatz als auch Ergebnis 2013 Fahrt auf. Im Jahresverlauf gelang der Markteintritt in Frankreich. Parallel stellte sich der Konzern über Zukäufe in Deutschland und Italien regional breiter auf. Insgesamt legten die Umsatzerlöse dank der 2013 erfolgten Zukäufe um 26,4% auf 56,99 (45,12) Mill. Euro zu. Allerdings bremste die enttäuschende Entwicklung des Schweizer System-Anbieters von Solarthermie und PV-Dachanlagen die Erlöse aus. Besonders das Solarthermiegeschäft blieb hinter den Projektionen zurück. Mit einem Anteil von 67% leistete das Segment "PV-Anlagen" den größten Umsatzbeitrag, gefolgt von den "Finanzbeteiligungen" mit 16%, den "Windparks" mit 13% und dem Segment "PV-Service" mit 4%.

Der Materialaufwand sowie der Aufwand aus dem Fremdstrombezug für den Betrieb der Solarparks erhöhte sich auf insgesamt 6,46 (6,87) Mill. Euro. Der Personalaufwand stieg durch eine höhere Mitarbeiteranzahl auf 6,30 (5,91) Mill. Euro. Sonstigen Erträgen von 14,98 (15,91) Mill. Euro standen sonstige Aufwendungen von 8,81 (14,52) Mill. Euro gegenüber. Hier verbuchte das Unternehmen vorläufige Kaufpreisallokationen von 11,11 (15,12) Mill. Euro. Höhere Kosten für den Betrieb der Solar- und Windparks sowie Abschreibungen schlugen sich hier auf der Kostenseite nieder. Das Beteiligungsergebnis sank auf 0,01 (0,05) Mill. Euro. Es hatte im Vorjahr eine Ausschüttung der BlueTec GmbH & Co. KG enthalten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte 2013 um 49,6% auf 50,40 (33,73) Mill. Euro. Bei Abschreibungen von 18,73 (13,18) Mill. Euro und einem Zinsergebnis von minus 12,25 (minus 11,10) Mill. Euro bewegte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 31,67 (20,55) Mill. Euro 54,6% über dem Vorjahresniveau. Trotz gesunkener Erträge aus Kapitalanlagen von 14,98 (15,91) Mill. Euro wuchs das Vorsteuerergebnis auf 15,83 (9,49) Mill. Euro. Nach einem Steueraufwand von 1,79 (0,35) Mill. Euro und Anteilen Dritter von minus 0,68 (minus 0,56) Mill. Euro wuchs das Jahresergebnis unter dem Strich mit 13,37 (8,58) Mill. Euro und verstetigte den im Vorjahr erfolgten Turnaround in die Gewinnzone. Capital Stage gibt das Ergebnis je Aktie mit 0,24 (0,18) Euro an. So wurde für 2013 eine Dividende von 0,10 (0,08) Euro je Aktie vorgeschlagen. Dabei können die Aktionäre wählen, ob sie anstelle der Bardividende neue Aktien der Gesellschaft erhalten.

Um die Zukäufe in Frankreich, Italien und Deutschland zu finanzieren, erhöhte der Konzern sein gezeichnetes Kapital 2013 in drei Schritten. Es stieg insgesamt von 48,40 Mill. Euro auf schließlich 67,74 Mill. Euro zum Jahresende 2013. Den Brutto-Emissionserlös beziffert der Konzern auf 67,7 Mill. Euro. Bereits im Geschäftsjahr 2012 wurde das Grundkapital gegen Bareinlagen von 10,29 Mill. Euro erhöht. 2011 hatte Capital Stage eine Kapitalerhöhung um 10,40 Mill. Euro auf 38,12 Mill. Euro durchgeführt.

Beim Blick auf die Kennzahlen ist zu beachten, dass der Konzern 2005 erstmals gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS bilanzierte und das Vorjahr zur besseren Vergleichbarkeit rückwirkend angepasst wurde.

Generell fokussiert sich der Konzern im Rahmen seiner Wachstumsstrategie darauf, bestehende Parks zu erwerben. Der derzeit stattfindende Kapazitätsausbau bei den Erneuerbaren Energien bietet dem Konzern daher zahlreiche Möglichkeiten zu investieren und expandieren. Den Schwerpunkt der Aktivitäten legt Capital Stage dabei auch künftig auf den Ausbau seines Erzeugungsportfolios bei Windparks an Land und Photovoltaikanlagen. Für das laufende Jahr geht das Management davon aus, dass sowohl Umsatz als auch Ergebnis weiter anziehen werden. Konkret geht die Konzernspitze dank der anvisierten Zukäufe von einem Umsatzplus von 40% auf 80 Mill. Euro aus. Das EBITDA soll parallel auf 67 Mill. Euro steigen. Dabei wird das EBIT nach den Abschreibungen auf rund 40 Mill. Euro und das Vorsteuerergebnis um 46% auf 23 Mill. Euro vorankommen, so die Prognose. In diese Annahmen sind keine Erlöse aus Beteiligungsverkäufen eingerechnet.

Dem Konzern gelang es im ersten Quartal 2014, den positiven Trend der letzten Jahre fortzusetzen. In den ersten drei Monaten des Jahres des laufenden Jahres steigerte der Konzern seine Umsätze im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 42,4% auf 12,1 (i.V. 8,5) Mill. Euro. Capital Stage erreichte ein EBITDA in Höhe von 15,8 (11,0) Mill. Euro und das EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 10,3 (6,1) Mill. Euro. Vor Steuern verdoppelte sich das Ergebnis auf 6,1 (3,2) Mill. Euro, sodass unter dem Strich ein positives Periodenergebnis von 5,3 (2,3) Mill. Euro stand.

Entstanden ist die Gesellschaft im Juni 2001 durch Umfirmierung aus der HWAG Hanseatisches Wertpapierhandelshaus AG. Die Transaktion stand im Zusammenhang mit der Übernahme wesentlicher Vermögenswerte der Futura Capitalis AG. Diese Übernahme wie auch deren Bedingungen wurden von den Aktionären der früheren HWAG im Rahmen einer ao. Hauptversammlung am 17. Mai 2001 genehmigt. Beschlossen worden war eine gemischte Bar- und Sachkapitalerhöhung um bis zu 21,054 Mill. auf bis zu 25,353 Mill. Euro - die neuen Aktien wurden zu einem Wert von 29,10 Euro je Stück ausgegeben. Die von der Futura Capitalis AG zu erbringende Sacheinlage wurde mit insgesamt 174 Mill. Euro bewertet, sodass der Anteil an der Kapitalerhöhung bei 15,293 Mill. Euro lag. Den freien Aktionären wurde darüber hinaus in der Zeit vom 21. Juni bis 4. Juli 2001 die Gelegenheit gegeben, bis zu 2,250 Mill. Stücke bzw. 5,772 Mill. Euro im Verhältnis 1:5 zum Preis von 29,10 Euro zu kaufen - von dieser Möglichkeit machten die Aktionäre nur in kleinem Umfang Gebrauch, sodass sich das Grundkapital nach Abschluss der Transaktion auf 19,60 Mill. Euro stellte.

Im März 2013 schaffte die Aktie den Sprung vom General in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und wurde Ende März 2014 dann in den Auswahlindex für Small Caps, den SDax, aufgenommen.

Aktionärsstruktur

Streubesitz 49,95%

AMCO Service 22,01%

Dr. Liedtke 8,14%

Blue Elephant 7,25%

Büll 6,26%

ETHENEA Indep 2,89%

RTG Beteiligu 1,64%

Kreke 1,19%

Goedhart 0,53%

Bognar 0,14%

 

Leitende Positionen

Vorstand (Management)

Felix Goedhart (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Christoph Husmann

Aufsichtsrat (Directors)

Dr. Manfred Krüper (Aufsichtsratsvorsitzender)

Albert Büll

Dr. Jörn Kreke

Dr. Cornelius Liedtke

Alexander Stuhlmann

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Quelle von der comdirect: https://www.comdirec...DEX_FILTER=true

 

Dr. Jörn Kreke ist übrigens kürzlich als Douglas-Patriarch zurückgetreten. Im Gegensatz zu Capital Stage veräußert BayWa seine Solar- und Windparks nach der Projektierung.

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Holgerli
Posted
Ach ja: Ich bleibe dabei: Im Gesamtmarkt ist sehr viel Potential. Einzeltitel zu picken vermag ich allerdings nicht. Jetzt bitte nicht schlagen: Ein schöner Branchen-ETF Wind/PV fänd' ich nicht schlecht.

Die übliche Diskussion aktiv vs. passiv müssen wir jetzt aber nicht hier führen, oder? Ich hatte schonmal an anderer Stelle betont, dass sich Fonds/ETFs UND Einzelwerte nicht gegenseitig ausschließen müssen, sondern sich gegenseitig durchaus ergänzen können. Im Übrigen habe ich in diesem Thread selbst betont, dass mir in diesem Métier ein entspr. Fonds oder ETF womöglich lieber wäre als ein riskanter Einzelwert (zwei habe ich gefunden).

 

Ruhig Brauner.

Nein, ich wollte das hier auf keinen Fall zu einer Diskussion aktiv vs. passiv / Einzeltitel gegen ETF ausarten lassen.

Thema sind zu 100% die Unternehmen der Solarbranche und deren Aktien.

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Schildkröte
Posted
Das Einzelwerterisiko sollte in dieser Branche nicht unterschätzt werden. Möglicherweise bin (nicht nur) ich aufgrund von Solarworld & Co. allerdings etwas voreingenommen. Aber dafür sind wir ja hier, um diese Branche auseinanderzudröseln und so einzelne investitionswürdige Branchenvertreter herauszufiltern. Als Alternative zu einem ETF würde ich wie bei den Emerging Markets, den Frontier Markets und weiteren Wachstumsbranchen eher zu einem guten (!) Fonds greifen. Zum einen handelt es sich um eine Branche, wo noch keine klaren Marktführer erkennbar sind (oder doch?) und sicher noch einige zusätzliche Konsolidierungswellen folgen dürften, so dass noch viele weitere Branchenvertreter den Lehman bzw. die Solarworld machen werden. Muss man sowas im Depot haben? Zum anderen kann (!) in so einer schwierigen Branche ein (guter) Fondsmanager sein Branchenwissen für eine überdurchschnittliche Performance nutzen (und somit die entspr. höheren Fondsgebühren rechtfertigen). Kennt jemand solche Fonds? Über die Suchfunktion finde ich bei finanzen.net leider nicht so viele passende Fonds bzw. ETFs:

 

- Luxembourg Selection Fund - Active Solar CHF

- Market Vectors Solar Energy ETF

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Holgerli
Posted

Eine mögliche Antwort des Threads könnte auch für mich sein: Es wäre besser in einen Fonds mit diversen Aktien der Solarbranche als in Einzelaktien zu investieren, nur leider gibt es keine bzw. keine guten Fonds die dies ermöglichen. Daher bleibt ein Investement erstmal aus.

Das ein deutliches Risiko da ist, dass es zu Konsolidierungen in Form von Insolvenzen kommen wird sehe ich auch. Allerdings kommt Rendite auch von Risiko. Als Hobby könnte ich mir eine geringe Beistreuung von 10% des Depotwerts schon vorstellen. Sozusagen Risiken begrenzen aber an Chancen partizipieren.

 

Zu den beiden Fonds:

Luxembourg Selection Fund: Hier passt mir die Länderaufteilung so überhaupt nicht: über 45% Nordamerkia (davon fast 8% Kanada) aber nur 42% Asien (dabei nur 3% Japan) und nur 12,5% Europa. Sorry, zwar ist in den USA gerade etwas Musik bei dem Thema aber niemals 45% zumal Kanada und Solar :rolleyes:. 42% Asien ist schon besser. Aber 3% Japan. In Japan ist mindestens soviel Musik wie in den USA. Und 12,5% Europa verkennt, dass Deutschland bis letztes noch die Basis für den PV-Boom war. Mene Meinung: 20% USA, 30% China, 15% Japan, 10% Indien, 15% Europa, 10% Rest der Welt

 

Market Vectors Solar Energy ETF: nur zwei Wörter: Domizil: USA.

 

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