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Branchenvergleich Solaraktien

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Hier mal ein Diagramm zur Entwicklung der Kapazitäten von JA-Solar bei Zellen und Modulen:

 

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Quelle: Seeking Alpha ( http://seekingalpha....-future-outlook )

 

Hier gibt es noch diesen "älteren" Beitrag vom pv magazine aus dem April, der besagt dass 90% der weltweiten Modulkapazität mittlerweile in Asien liegen. Über 70% der weltweiten Kapazität liegt dabei in China. Europa und USA sind weitabgeschlagen und teilen sich die restlichen 10% des Weltmarktanteils. http://www.pv-magazi...iert_100015288/

 

Und lt. diesem Artikel hier haben Wechselrichterhersteller aus Asien mittlerweile 35% Weltmarktanteil (nach Umsatz): http://www.pv-tech.o..._shift_says_ihs

Wenn man sieht, dass der Anteil 2011 erst bei 12% lang und ein großer Teil des PV-Zubaus 2014 und 2015 auch in Asien liegen wird und ausländische Hersteller oftmals keinen oder kaum einen Fuss in die asiatischen Märkte bekommen würde ich 2015 bzw. spätestens 2016 auch hier einen Marktanteil von 50+ Prozent bei den asiatischen Herstellern sehen.

 

Persönliche Schätzung: Aktuell werden Module sicherlich 35% bis 40% der Gestehungskosten einer PV-Anlage ausmachen. Wechselrichter schätzungsweise das gleiche. Dazu nochmal 5 bis 7,5% für das Montagesystem, welches sicherlich auch in Asien produziert werden könnte. Der Markt für andere (nicht-asiatische Hersteller) wird immer enger.

 

Wenn ich solche Zahlen lese, würde ich mir mittlerweile einen reinen Asien-Solar-ETF oder zumindest einen ETF mit 50% Asien wünschen.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Ein sehr ausführlicher Artikel zur gegenwärtigen Lage in der Solar-Branche, wonach die Konsolidierungspase fortgeschritten, aber immer noch nicht abgeschlossen ist: http://www.finanzen....nsturms-3849457
Für die europäische Industrie sind aber die USA zum wichtigsten Absatzmarkt geworden - obwohl die Staaten durch die mittels neuer Techniken erschlossenen Gasvorräte billige Energie im Überfluss haben. Hintergrund sind die in vielen Bundesstaaten geltenden Pflichten für Energieversorger, wachsende Quoten an erneuerbaren Quellen zu erfüllen. "Strom aus Photovoltaik ist in den USA die billigste regenerative Energiequelle", sagt de Haan. Deshalb bauen viele Versorger Solarzellen- statt Windkraftwerke auf.

...

Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts erwartet die Großbank UBS, dass aufgrund weiterer Kostensenkungen und Effizienzzuwächse die Photovoltaik immer mehr Großkraftwerke weltweit ersetzen wird. Investoren sollten sich darauf vorbereiten, empfehlen die Schweizer.

Quelle: http://www.wertpapie...post__p__909139

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Hier mal die Aufteilung nach Firmen & Regionen bei der Polysilziumherstellung in 2013:

 

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5 Große Firmen sind für über 80% der Polysilizium-Produktion verantwortlich:

GCL (China), Wacker (Deutschland), Hemlock (USA), OCI (China) & REC (USA) = 81 % der Gesamtproduktion von 215 KMT

 

Und nahezu 100% der Produktion kommt aus Firmen beheimatet in 5 Ländern:

China: 35%

Südkorea: 12%

Japan: ca. 6% (Zitat: "with producers in other regions (primarily Japan)"

===============

Asien: 53%

Europa/Deutschland: 23%

USA: 24%

================

Gesamt: 100%

 

Quelle: www.greentechmedia.com ( http://www.greentech...licon-2015-2018 )

 

Das bedeutet, dass Asien auch bei der Produktion des wichtigsten Grundprodukts eines Photovoltaikmoduls mittlerweile der Martführer ist.

Was mir jetzt noch fehlen sind verlässliche Zahlen für Wafer & Zellen.

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Schildkröte
checker-finance
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Hier gibt es noch diesen "älteren" Beitrag vom pv magazine aus dem April, der besagt dass 90% der weltweiten Modulkapazität mittlerweile in Asien liegen. Über 70% der weltweiten Kapazität liegt dabei in China. Europa und USA sind weitabgeschlagen und teilen sich die restlichen 10% des Weltmarktanteils. http://www.pv-magazi...iert_100015288/

 

Und lt. diesem Artikel hier haben Wechselrichterhersteller aus Asien mittlerweile 35% Weltmarktanteil (nach Umsatz): http://www.pv-tech.o..._shift_says_ihs

Wenn man sieht, dass der Anteil 2011 erst bei 12% lang und ein großer Teil des PV-Zubaus 2014 und 2015 auch in Asien liegen wird und ausländische Hersteller oftmals keinen oder kaum einen Fuss in die asiatischen Märkte bekommen würde ich 2015 bzw. spätestens 2016 auch hier einen Marktanteil von 50+ Prozent bei den asiatischen Herstellern sehen.

 

Persönliche Schätzung: Aktuell werden Module sicherlich 35% bis 40% der Gestehungskosten einer PV-Anlage ausmachen. Wechselrichter schätzungsweise das gleiche. Dazu nochmal 5 bis 7,5% für das Montagesystem, welches sicherlich auch in Asien produziert werden könnte. Der Markt für andere (nicht-asiatische Hersteller) wird immer enger.

 

Wenn ich solche Zahlen lese, würde ich mir mittlerweile einen reinen Asien-Solar-ETF oder zumindest einen ETF mit 50% Asien wünschen.

 

Zum Grundverständnis empfehle ich diesen Artikel: http://seekingalpha.com/article/2781835-the-solar-industry-upstream-vs-downstream

 

1. These: Solange Industrieproduktion im Vordergrund der Wertschöpfung steht, d. h. es um industrielle Fertigung mittels bekannter Technologien geht, wandert die Produktion nach Asien, vornehmlich China.

2. These: Die These 1 sorgt dafür, dass die Kosten sinken, die Bruttomargen aber auch. Produzenten von außerhalb sind diesem Kostendruck nicht gewachsen. Geradezu lehrbuchartig verwirklicht sich hier die Theorie der komparativen Kostenvorteile: Was effizienter in Asien hergestellt werden kann, wird auch dort hergestellt und in D und den USA profitieren Anlagenbau und Downstream, d. h. Installation und Service.

3. These: Derzeit können in den USA im Downstream-Segment ansehnliche Bruttomargen verdient werden, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, d. h. Finanzkraft, Marke, Vertrieb.

 

Die Schlußfolgerung wäre m. E. gerade nicht in einen Asien-Solar ETF zu investieren. Da hat man dann nämlich ein Sammelsurium aus Unternehmen, die sich gegenseitig unter massiven Konkurrenzdruck setzen, was zu sehr niedrigen Margen führt - selbst bei denen, die überleben. Ein Asien-Solar ETF hätte in den letzten Jahren massiv an den Insolvenzen von Branchenschwergewichten wie Suntech Power und LDK zu leiden gehabt und das wäre auch nicht durch Gewinne bei den übrigen komepnsiert worden. Unter den übrig gebliebenen sind "walking deads" wie Yingli.

 

Auch die Produktion von Wechselrichtern und Polysilizium wird nach China wandern und die chinesischen Hersteller werden sich gegenseitig die Margen kaputt machen.

 

Die weitere Schlußfolgerung wäre daher, eher in das downstream business zu investieren, d. h. einen ETF der aus downstream companies zusammengesetzt ist. Nur ist deren Bewertung m. E. gerade wegen der hohen Margen entsprechend sportlich. Falls deren Margen schrumpfen, müßten auch die AKtienkurse von Solarcity, etc. zusammenschnurren.

 

Daraus leite ich ab, dass die eigentlich interessanten Ziele Unternehmen sind, die sowohl im chinesischen upstream als auch im (US-) downstream tätig sind, deren Bewertung an der Börse aber nur dem chinesischen Teil entspricht. Damit käme ich nach wie vor zu TSL und CSIQ. FSLR finde ich aber als Variante auch noch interessant.

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Holgerli
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Netter Artikel aber mit einige „Vorurteilen“. Z.B. dieses „Chinesen können billig aber nur auf Kosten der Qualität“ halte ich für viel zu kurz gegriffen. Sicherlich gibt es diverse chinesische Firmen die in der Vergangenheit mit (massiven) Qualitätsproblemen zu kämpfen hatten, bei einigen Firmen kann man sich auch recht sicher sein, dass nur auf pure Menge und nicht auf Qualität produziert wurde.

 

Ich möchte hierzu aber anmerken, dass auch deutsche, taiwanesische, japanische und amerikanische Firmen mit massiven Qualitätsproblemen bis hin zu Komplettausfällen zu kämpfen hatten. Schau Dir gerade den Bereich Dünnschichtmodule an.

Aber gerade Yingli, Trina und auch SunTech waren in der Vergangenheit, zumindest auf dem deutschen Markt eher für durchgängig gute Qualität bekannt.

 

Auch die Aussage, dass Chinesen nur 08/15-Leistungsklassen bauen und in der Oberklasse noch nicht angekommen sind halte ich für etwas gewagt.

Persönlich würde ich PV-Module in vier Klassen unterteilen:

 

1. Unterdurchschnittlich

2. Brot- & Butter-Klasse

3. Oberklasse

4. Spitzenklasse

 

Die PV-Module mit unterdurchschnittlicher Leistung erkennst Du daran, dass Du deren Hersteller noch nie gehört hast. Die klingen geradezu billig. In der Brot- & Butterklasse ist quasi die gesamte Top-10 der Herstellerriege enthalte. Wenn Du auf optimales Preis-Leistungsverhältnis achten musst, bist Du i.d.R. hier gut aufgehoben. Ich sag’s mal so: Das ist das, was 80% der Deutschen mit einem Einfamilienhaus brauchen: Massig Platz auf dem Dach auf der einen und begrenzt auf 10 kWp durch die „Sonnensteuer“ auf der anderen Seite. Lass es lieber 50 oder 100 Euro/kWp günstiger sein als eine höhere Leistungsklasse zu haben.

Die Oberklasse unterscheidet sich dadurch, dass sie pro Modul noch mal 15 bis 30 Watt mehr Leistung hat. Die Oberklasse wandert binnen zwei Jahren zur Mittelklasse. Ich sag‘ mal, dass das gut ist, wenn es auf dem Dach was enger wird. In der mittleren Oberklasse spielen die Chinesen schon seit Jahren mit. In der oberen Oberklasse mag das erst beginnen. Aber z.B. Yingli ist dort vertreten. Die obere Oberklasse würde ich ab 300Wp/Modul verorten. Aber selbst der deutsche Möchtegern Topp-Hersteller Solarworld haben hier ihre Probleme Fuß zu fassen. Die versuchen aktuell eher über „Top-Qualität Made in Germany“ zu punkten.

In der Spitzenklasse wird es von den Herstellern verdammt dünn. Hier fallen mir neben dem Platzhirschen SunPower nur noch einige Japaner ein. Das sind dann nochmal 20 oder 30 Watt mehr als die Spitzenklasse. Wenn Du dort die Preise siehst, schlackerst Du nur noch mit den Ohren. Da wirst Du wohl selbst im Sunbelt der USA wirst Du Probleme bekommen dort auch nur annähernd einen Gewinn zu erzielen. Solche Hochleistungsmodule werden hier in Deutschland guten Gewissens eigentlich nur empfohlen, wenn Rendite sekundär ist und PV "um jeden Preis" gemacht werden soll und auf der anderen Seite Dachffläche sehr, sehr knapp ist (z.B. kleine Doppel- oder Reihenhaushälfte)

 

Kommen wir zu den „Downstream Companies“: Hier wird ja als Beispiel Elon Musk’s SolarCity angeführt: Für die USA mag das das alles stimmen nur sollte man zwei Sachen bedenken:

 

1. Die USA sind nicht die Welt

2. Die PV-Anlagen-Gestehungskosten haben noch lange nicht das Niveau von Deutschland erreicht.

 

Zu 1.: In den USA hat es sich scheinbar herausgebildet, dass wenige große Firmen das Geschäft mit der Installation der PV-Anlagen unter sich aufgeteilt haben. In Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland ist es anders: Dort wird das Geschäft von vielen kleinen Mittelständlern betrieben. Wäre interessant zu erfahren wie es in China und Japan bzw. Australien ist. Ich würde aber hier nicht den Fehler begehen wollen von den USA auf die Welt zu schließen.

 

Zu 2.: Wenn man sich die Gestehungskosten für die USA für 2013 von 3000 USD/kWp anschaut, dann sind das irgendwas zwischen 2200 und 2400 EUR/kWp je nach Wechselkurs.

Ich habe im Januar 2013 nochmal 10 kWp mit „Brot & Butter“-Yinglis installieren lassen. Mein Preis waren 1440 EUR/kWp und man sagte mir, dass wenn ich mehr auf den Preis geachtet hätte (bei gleichen Komponenten & Herstellern), wären 13XX EUR/kWp drin gewesen. Für 2014 schienen wohl Preise im 1200er EUR-Bereich machbar für 10 kWp. Bis Ende 2015 rechnen Solarteure schon mit unter 1100 EUR je kWp bis 10 kWp. Bei Freiflächenanlagen sind wir in Deutschland schon seit mindestens einem Jahr, wenn nicht sogar zwei Jahren deutlich unter 1000 Euro/kWp.

Will sagen: Die Effizienz von Deutschland ist in den USA beim Bau von Anlagen noch lange nicht erreicht. Auch wenn die Strukturen in den USA (auch gerade wegen den geographischen Besonderheiten) deutlich von Deutschland differieren, sehe ich hier mindestens noch Spielraum bis unter 2000 USD/kWp. Und dann wird es interessant ob wirklich Großkonzerne diesen Preis machen können und wollen und ob nicht kleinere Betriebe hier deutlich agiler reagieren können.

Hier wären die Asiatischen Preise mal nicht ganz uninteressant, weil die USA aktuell zwar den zweitwichtigsten Markt nach Asien ausmachen, aber Asien (China, Japan, Indien) wohl wieder deutlich mit über 60% des Gesamtzubaus den Markt dominieren werden.

 

Schlussfolgerung: Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige desto weniger will ich in den Markt investieren, da ich glaube dass die zu erwartenden Margen dem Risiko eines Komplettausfalls einzelner großer Firmen auch nur annähernd entsprechen.

 

@Checker: Danke für den Artikel. Der war sehr interessant und hat mir wieder einen anderen Blickwinkel gezeigt, den ich noch nicht so gesehen hatte.

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checker-finance
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Kommen wir zu den „Downstream Companies“: Hier wird ja als Beispiel Elon Musk’s SolarCity angeführt: Für die USA mag das das alles stimmen nur sollte man zwei Sachen bedenken:

 

1. Die USA sind nicht die Welt

2. Die PV-Anlagen-Gestehungskosten haben noch lange nicht das Niveau von Deutschland erreicht.

 

Zu 1.: In den USA hat es sich scheinbar herausgebildet, dass wenige große Firmen das Geschäft mit der Installation der PV-Anlagen unter sich aufgeteilt haben. In Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland ist es anders: Dort wird das Geschäft von vielen kleinen Mittelständlern betrieben. Wäre interessant zu erfahren wie es in China und Japan bzw. Australien ist. Ich würde aber hier nicht den Fehler begehen wollen von den USA auf die Welt zu schließen.

 

Zu 2.: Wenn man sich die Gestehungskosten für die USA für 2013 von 3000 USD/kWp anschaut, dann sind das irgendwas zwischen 2200 und 2400 EUR/kWp je nach Wechselkurs.

Ich habe im Januar 2013 nochmal 10 kWp mit „Brot & Butter“-Yinglis installieren lassen. Mein Preis waren 1440 EUR/kWp und man sagte mir, dass wenn ich mehr auf den Preis geachtet hätte (bei gleichen Komponenten & Herstellern), wären 13XX EUR/kWp drin gewesen. Für 2014 schienen wohl Preise im 1200er EUR-Bereich machbar für 10 kWp. Bis Ende 2015 rechnen Solarteure schon mit unter 1100 EUR je kWp bis 10 kWp. Bei Freiflächenanlagen sind wir in Deutschland schon seit mindestens einem Jahr, wenn nicht sogar zwei Jahren deutlich unter 1000 Euro/kWp.

Will sagen: Die Effizienz von Deutschland ist in den USA beim Bau von Anlagen noch lange nicht erreicht. Auch wenn die Strukturen in den USA (auch gerade wegen den geographischen Besonderheiten) deutlich von Deutschland differieren, sehe ich hier mindestens noch Spielraum bis unter 2000 USD/kWp. Und dann wird es interessant ob wirklich Großkonzerne diesen Preis machen können und wollen und ob nicht kleinere Betriebe hier deutlich agiler reagieren können.

Hier wären die Asiatischen Preise mal nicht ganz uninteressant, weil die USA aktuell zwar den zweitwichtigsten Markt nach Asien ausmachen, aber Asien (China, Japan, Indien) wohl wieder deutlich mit über 60% des Gesamtzubaus den Markt dominieren werden.

 

Mir sind allerdings keine relativ einfach investierbaren Downstream-Companies bekannt außer den US-amerikanischen. Wenn die noch erhebliches Effizienzpotential haben um so besser. denn wenn sie die von Dir genannten deutschen Gestehungskosten auch nur annähernd erreichen, geht das zusätzlich positiv in deren Margen bzw. den Gewinn.

 

Wenn die Anlagenbau- und betriebskosten in den USA und vielleicht auch in Asien noch durch Effizienzsteigerung signifikant gedrückt werden können, dürfte PV in noch mehr Gebieten grid parity erreichen bzw. vorteilhafter gegenüber anders generierten Strom werden. Das sollte dann das zubauvolumen weiter steigern, d. h. auch die Produzenten können auf steigende Umsätze hoffen.

 

Derzeit ist das große Thema bei den PV-Aktien wohl, dass sie zusammen mit den Öl- und Gas-aktien in den Senkel gestellt werden. PV-Akteinfans werden nicht müde zu betonen, dass jedenfalls Öl nicht PV substituiert und demzufolge ein niedriger Ölpreis eigentlich gar nicht die Modulpreis und damit auch nicht die Aktienkurse der PV-Produzenten drücken dürfte. Der Markt sieht es aber anders und hier versucht sich mal jemand an einer Interpretation: http://seekingalpha.com/article/2797605-why-low-oil-prices-have-hurt-solar-stocks?source=email_portfolio&ifp=0

 

Für Ökos die erfreuliche These:

Historically oil may have been able to crash renewables, but this is no longer the case. Instead the solar industry will continue to mature in the years ahead.

 

Der Autor kommt wie ich zu dem vorläufigen Schluß, dass TSL und CSIQ zu den attraktivsten PV-Aktien gehören, er setzt noch JA Solar hinzu. Mit letzterer kenne ich mich nicht so aus.

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Holgerli
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Für Ökos die erfreuliche These:

Historically oil may have been able to crash renewables, but this is no longer the case. Instead the solar industry will continue to mature in the years ahead.

Und was ist der Rückschluss den die Umweltschweine (Vgl. "Ökos") mit dieser These ziehen? :rolleyes:

 

Mir sind allerdings keine relativ einfach investierbaren Downstream-Companies bekannt außer den US-amerikanischen. Wenn die noch erhebliches Effizienzpotential haben um so besser. denn wenn sie die von Dir genannten deutschen Gestehungskosten auch nur annähernd erreichen, geht das zusätzlich positiv in deren Margen bzw. den Gewinn.

Zwei Anmerkungen dazu:

1. Ich halte es für gefährlich sich nur auf ein Land zu fixieren. Wenn Du mal die Zubauzahlen bei Windenergie in den USA siehst, dann merkst Du ganz schnell, dass die deutlich mit Steuervergünstigungen korrelieren. Ich glaube zwar nicht, dass in den USA der PV-Markt so einfach wie in Deutschland politisch/lobbytechnisch gewollt einer Vollbremsung unterzogen werden kann, schon aufgrund der deutlich besseren Einstrahlungswerte in fast den ganzen USA. Aber eine solche Gefahr lauert - zumindest latent - auch in den USA.

2. Gestehungskosten & Gewinne/Margen: Ich denke hier unterliegst Du einem Trugschluss. Zusammen mit den allg. Gestehungskosten werden auch die Preise fallen. Das war in Deutschland so. Das ist jetzt in China so. Außerdem ist der PV-Markt preistechnisch sehr transparent. Du brauchst keine 10 Minuten, um Dir einen Preisüberblick zu verschaffen (wenn Du es denn willst). Ein Grund für die z.Z. vermehrten Insolvenzen der PV-Branche in Deutschland ist nicht nur der gerade schrumpfende Markt sondern auch, dass viele (auch größere) Firmen einfach bei den Kosten nicht mehr hinter den fallenden Preisen hinterher gekommen sind.

 

Gerade noch gefunden:

 

 

Advanced Energy prüft Verkauf der Wechselrichtersparte

 

Der amerikanische Hersteller sucht nach einer Strategie im schwierigen Photovoltaikgeschäft.

Erst vor Jahresfrist wollte sich das Unternehmen durch die Übernahme von Refusol breiter aufstellen. Nun liegen wieder alle Optionen auf dem Tisch.

(...)

Zuletzt hatte der schleppende Umsatz mit Wechselrichtern das Ergebnis im vierten Quartal 2014 erheblich belastet.

 

Quelle: http://www.photovoltaik.eu/Advanced-Energy-prueft-Verkauf-der-Wechselrichtersparte,QUlEPTYyNjkzNiZNSUQ9MzAwMjE.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

 

Gerade der letzte Satz bezüglich schleppendem Umsatz (bei boomenden Markt) lässt mich denken, dass die Chinsen immer mehr Boden in den USA gut machen und - wie gehabt - Hersteler ausden USA/Europa immer weiter verdrängen.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

HIS Research geht von 53 bis 57 GW PV-Zubau dieses Jahr weltweit aus. Das wäre eine Steigerung von 16 bis 25%. Markttreiber auch in diesem Jahr: China, Japan, USA. Aber auch eine Menge kleinerer Märkte die aufgrund ihrer Anzahl Masse machen werden.

Quelle : http://www.pv-magazi...2015_100017800/

 

Deutsche Bank Research schlägt in eine ähnlich Kerbe auch wenn der Artikel keine konkreten Zahlen nennt.

Bemerkenswert hier: DB geht davon aus, dass China sein Zubauziel von 13GW in 2014 verfehlt hat und auch max. 10GW kommt. Aber: Andere Länder haben das mit ihrem Zubau ausgeglichen.

Besonders interessant: DB geht davon aus, dass der niedrige Ölpreis keinen Einfluss auf die PV-Zubauraten haben wird.

Quelle: http://www.pv-magazi...aign=pvmagazine

 

Eine weitere Anmerkung möchte ich noch hinzufügen, wobei ich da die Validität bzw. den "Kuriosumsfaktor" noch nicht wirklich einschätzen kann: Mehrmals wurde in den letzten Wochen davon berichtet, dass Rebublikaner & Demokraten jetzt gemeinsame Sache machen, wenn das darum geht PV in den USA zu fördern. Z.B. dieser Artikel hier schreibt, dass die Hauptinitiatorin eine Tea-Party-Republikanerin ist: http://www.solar.org/s/abf2603/

Wenn das kein Einzelfall bleibt und das auch auf Bundesebene in Washington Schule macht, dann wäre das ein positiver Dammbruch für PV in den USA.

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Holgerli
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Ich hab‘ mal etwas mit den Zahlen in Excel gespielt, weil ich wissen wollte wie sich die zeitliche Entwicklung der Zubauraten entwickelt.

 

Vorweg eine Anmerkung zu den Zahlen. Die Werte von 2000 bis 2013 sind gesichert. Die Zahlen für 2014 schwanken noch irgendwo zwischen 43 und 47 GW und die für 2015 sind reine Prognosen (siehe mein Post von 22:18 Uhr)

 

Einerseits kann man feststellen, dass es fast 13 Jahre dauerte die ersten 100GW Photovoltaik zu installieren (wenn man die Verabschiedung des EEG im April 2000 als Startschuss nimmt). Die Installation der zweiten 100 GW hingegen wird nur noch ca. 2,5 Jahre dauern und die dritten 100 GW schätzungsweise deutlich unter 2 Jahren.

 

Richtig interessant wird es aber, wenn man sich die Verdopplungszeiträume der Kapazität seit 2000 anschaut. Es fällt dort nämlich auf, dass dieser Zeitraum recht konstant um 2,25 bis 2,5 Jahre pendelt (wenn man mal die deutschen Boom-Jahre 2007 bis 2010 als „Ausrutscher“ bewertet).

Auch wenn ich die Verdopplungsdauer für 2014 und 2015 nicht explizit dazugeschrieben habe, weil den Zubauraten für die Jahre 2016ff. noch mit (zu?) vielen Annahmen gerechnet sind: Geht man im Schnitt von einer Steigerung der Zubaurate von 8 GW pro Jahr aus, käme man auch für 2015 und 2016 auf einen Verdopplungszeitraum von unter 3 Jahren.

 

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Finde ich interessant und hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, dass der Wert für die Verdopplungszeiträume über 15 Jahre so stabil ist.

 

Eine Anmerkung bzw. Bitte: Wenn diese Art der Analysea ls zu abschweifend oder gar OT wahrgenommen wird, bitte ich um kurze Rückmeldung, dann schränke ich das ein.

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checker-finance
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Eine Anmerkung bzw. Bitte: Wenn diese Art der Analysea ls zu abschweifend oder gar OT wahrgenommen wird, bitte ich um kurze Rückmeldung, dann schränke ich das ein.

 

Finde ich sehr interessant und durchaus passend.

 

 

Canadian Solar gerät ja geradezu in einen Verkaufsrausch. In enger Folge 60 MW in Kanada verkauft: http://www.reuters.com/finance/stocks/CSIQ.O/key-developments

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Holgerli
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Zum 10-jährigen Jubiläum des Threads der sich ursprünglich auch stark mit Solarfabrik AG beschäftige:

 

 

Solar-Fabrik AG kündigt Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg) will die Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragen. Ein entsprechender Antrag soll auch für die Solar-Fabrik Wismar GmbH vorbereitet werden. Ziel der Eigenverwaltung sei es, die Solar-Fabrik AG und die Solar-Fabrik Wismar GmbH zu restrukturieren, heißt es in einer Ad hoc-Meldung vom 29.01.2015.

 

Die übrigen Tochtergesellschaften der Solar-Fabrik AG seien von diesem Antrag nicht betroffen. Der Antrag soll voraussichtlich am 02.02.2015 beim AG Freiburg eingereicht werden, berichtet das Unternehmen.

 

Quelle: http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2015/kw05/solar-fabrik-ag-kuendigt-insolvenzverfahren-in-eigenverwaltung-an.html

 

Scheinbar wird aus der "Atempause" der Photovoltaikindustrie (Zitat von Mutti) langsam ein Atemstillstand, zumindest hier in Deutschland.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Der Artikel beleuchtet auch die nächste große Problem-Sau die durch das Branchendorf getrieben wird: der japanische Markt könnte schrumpfen.

 

Halte ich persönlich für recht unkritisch. Selbst die Vollbremsung des deutschen Marktes wurde komplett vom internationalen Markt aufgefangen.

Und der neue indische Premierminister scheint große Pläne für sein Land zu haben: 400 Mio. Menschen sollen bis 2019 elektrische Energie (...his government wants every home to be able to run at least one light bulb by 2019) mit der Hilfe von Photovoltaik bekommen.

 

Quelle: http://thinkprogress...ate+Progress%29

 

Der Einfluss des geringen Ölpreises halte ich da schon für spannender.

Wobei ich mir im Fall von Indien nur schlecht vorstellen kann, dass Elektrizität aus Öl auch bei so geringen Preisen günstiger als Photovoltaik-Strom sein kann. Das ist aber eher ein Bauchgefühl als Wissen.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

@ Holgerli:

Ein Problem vom riesigen Land Indien ist seine verbesserungswürdige Infrastruktur. Von diesem Standpunkt aus betrachtet ist der dortige Ausbau dezentraler Energieversorgungen mittels Photovoltaik plausibel. Diesbezüglich gilt es zu klären, welche Branchenvertreter von einem möglichen Solarboom auf dem Subkontinent profitieren könnten. Wobei (zunächst) auch nicht nach Indien exportierende Branchenvertreter von einem indischen Solarboom profitieren könnten, wenn die Nachfrage nach entspr. Produkten auf dem Weltmarkt hierdurch steigt. Wehe aber, wenn einige Branchenvertreter deshalb die Produktion ausweiten (das würde wieder auf die Preise drücken) und/oder der Solarboom in Indien abebbt bzw. ausbleibt. Letzteres könnte für eine weitere Marktbereinigung in der Branche sorgen.

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checker-finance
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Halte ich persönlich für recht unkritisch. Selbst die Vollbremsung des deutschen Marktes wurde komplett vom internationalen Markt aufgefangen.

Und der neue indische Premierminister scheint große Pläne für sein Land zu haben: 400 Mio. Menschen sollen bis 2019 elektrische Energie (...his government wants every home to be able to run at least one light bulb by 2019) mit der Hilfe von Photovoltaik bekommen.

 

Quelle: http://thinkprogress...ate+Progress%29

 

Der Einfluss des geringen Ölpreises halte ich da schon für spannender.

Wobei ich mir im Fall von Indien nur schlecht vorstellen kann, dass Elektrizität aus Öl auch bei so geringen Preisen günstiger als Photovoltaik-Strom sein kann. Das ist aber eher ein Bauchgefühl als Wissen.

 

Die Vollbremsung des deutschen Markts hatte aber erhebliche Spuren bei den Aktien der PV-Produzenten hinterlassen und einige der Pleiten hätte es wohl nicht gegeben, wenn die Subventionen fortgeführt worden wären.

 

Zur Bedeutung Japans z. B. für CSIQ: http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2015/kw06/canadian-solar-veroeffentlicht-aktuelle-photovoltaik-projektpipeline-fortschritte-in-japan-grossbritannien-und-china.html

 

Pläne von Politikern sind Schall und Rauch. Indien ist ein armes Land mit Außenhandelsdizit. Da wird spannend, was realisierbar ist.

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Bezüglich Indien gebe ich Euch Recht: Nicht Worte zählen, sondern Taten. Aber auch Politiker müssen sich an Taten messen lassen und wenn man quasi 1/3 der Bevölkerung Strom verspricht muss da auch in gewissem Maße was kommen. Die Frage ist halt nur wieviel.

Die Aussage, dass sich ein "falsch" entwickelnder indischer Markt negativ auf Einzelwerte stimme ich auch zu deswegen tendiere ich ja auch zu einem vernünftigen ETF um das Einzelwert-Risiko zu minimieren.

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Holgerli
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Hier nochmal was zur Kosteneffizenz beim Bau von Photovoltaik-Anlagen:

 

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Die Grafik zeigt deutlich, dass Deutschland bei der Kosteneffizenz immer noch das Maß der Dinge ist. Aber: Das Beispiel Frankreich mit ähnlichen Werten zeigt, dass so eine Effizienz auch in anderen europ. Länder machbar ist.

Schlussfolgerung: USA & Japan haben noch einen weiten Weg vor sich aber wenn beide Länder diesen Weg gehen können - und da gebe ich @Checker Recht - könnte in diesen Werten noch deuliche Musik drin sein.

 

Quelle: http://grist.org/cli..._medium=twitter

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Schildkröte
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First Solar angelt sich dank Apple einen Mega-Auftrag: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Koop-mit-First-Solar-Apple-steckt-850-Millionen-in-Solar-Strom-in-Kalifornien-4176872

 

Des Weiteren bin ich durch Virenschleuder auf den den Solarkraftwerksbetreiber 7C Solarparken aufmerksam geworden: http://www.colexon.de/

 

Die COLEXON Energy AG hat sich im Bereich der regenerativen Energien auf die Projektierung von großen Solarstromanlagen spezialisiert. Die operativen Tochterunternehmen planen und erstellen schlüsselfertige Anlagen für Bauherren und Investoren aus Landwirtschaft, Industrie und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland. Das Know-how des Unternehmens besteht insbesondere in der technischen Planung und Auslegung der Solaranlagen. Komponenten (Module, Wechselrichter und Unterkonstruktionen) verschiedener Hersteller werden maßgeschneidert für das jeweilige Projekt geplant. Dabei setzt die Gesellschaft vor allem Solarmodule aus der innovativen Dünnschicht-Technologie ein, deren Verfügbarkeit durch langjährige Lieferverträge gesichert wurden. Darüber hinaus betreibt COLEXON den Großhandel mit Modulen und Komponenten namhafter Hersteller, die weltweit eingekauft und größtenteils in Deutschland und Europa verkauft werden. Die Dienstleistung reicht vom reinen Abverkauf von Modulen und Komponenten bis hin zur Planung und Lieferung von Komplettsystemen.
Quelle: http://www.finanzen.net/aktien/COLEXON_Energy_1-Aktie

 

Colexon ist kürzlich bei 7C Solarparken eingestiegen: http://www.it-times.de/news/colexon-will-bei-7c-solarparken-einsteigen-anleihe-und-kapitalherabsetzung-geplant-102566/

Die Zahlen sehen aber gruselig aus: http://www.finanzen.net/bilanz_guv/COLEXON_Energy_1

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Holgerli
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Hier mal was zum Polysilizium-Markt im Allgemeinen und Wacker-Chemie im speziellen (wobei ich nicht weiss, wieviel davon mal ohne Anmeldung lesen kann):

 

Lt. Wacker wuchs der Polysiliziummarkt vom letzten Jahr auf dieses Jahr von 213.000 auf 265.000 Tonnen. Andere Quellen sprechen allerdings von 310.000 bis 430.000 Tonnen.

2/3 der Produktion gehen mittlerweile in den PV-Markt während nur noch 1/3 in die Halbleiterproduktion gehen.

 

Wackers größte Konkurrenten sind GCL (China), Hemlock Semiconductor Corp. (U.S.), OCI (Korea), and REC Silicon. Die 10 größten Hersteller haben dabei 2/3 der Produktion unter sich aufgeteilt.

 

Lt. Wackers Zahlen (265.000 Tonnen) hält Wacker mit einem Ausstoß von 52.000 Tonnen einen Marktanteil von gut 19%. Im 2. Halbjahr soll in Tennessee ein neues Werk (Wackers größte Investition bisher mit 2 Mrd. USD) an den Start gehen und Wackers Gesamtkapazität von 52.000 auf 72.000 Tonnen erhöhen.

Obwohl der Bereich Polysilizium mit nur etwas über 20% nur. 3. größte Bereich von Wacker ist, ist der Anteil an EBITDA und EBIT über 50%. Darum poste ich das auch hier im Thread.

 

Dünnschichtmodule hatten 2009 ihren größten Marktanteil mit 17% und sind seither bis 2013 wieder auf 10% Marktanteil gefallen. Lt. Artikel ist es wahrscheinlich, dass dieses Nischendasein bleibt.

 

Der Verbrauch von Polysilizium bei kristallinen Modulen ist in den letzten 10 Jahren von 16g/Watt auf 6g/Watt gefallen. Größere Sprünge sieht man hier nicht mehr, dass man für die nähere Zukunft von 5g/Watt ausgeht.

 

Quelle: http://seekingalpha.com/article/2933186-wackers-success-is-linked-to-the-photovoltaic-market

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Und mal wieder die "Ökoschulnzen" von Deutsche Bank Research:

 

Carbon crash, solar dawn: Deutsche Bank on why solar has already won

 

Deutsche Bank says solar market is massive, will generate $5 trillion in revenue by 2030. It describes solar plus storage as next the killer app, and says even in India there will be 25% solar by 2022.

 

Quelle: http://reneweconomy....ready-won-51105

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checker-finance
Posted

Hier mal was zum Polysilizium-Markt im Allgemeinen und Wacker-Chemie im speziellen (wobei ich nicht weiss, wieviel davon mal ohne Anmeldung lesen kann):

 

Lt. Wacker wuchs der Polysiliziummarkt vom letzten Jahr auf dieses Jahr von 213.000 auf 265.000 Tonnen. Andere Quellen sprechen allerdings von 310.000 bis 430.000 Tonnen.

2/3 der Produktion gehen mittlerweile in den PV-Markt während nur noch 1/3 in die Halbleiterproduktion gehen.

 

Wackers größte Konkurrenten sind GCL (China), Hemlock Semiconductor Corp. (U.S.), OCI (Korea), and REC Silicon. Die 10 größten Hersteller haben dabei 2/3 der Produktion unter sich aufgeteilt.

 

Lt. Wackers Zahlen (265.000 Tonnen) hält Wacker mit einem Ausstoß von 52.000 Tonnen einen Marktanteil von gut 19%. Im 2. Halbjahr soll in Tennessee ein neues Werk (Wackers größte Investition bisher mit 2 Mrd. USD) an den Start gehen und Wackers Gesamtkapazität von 52.000 auf 72.000 Tonnen erhöhen.

Obwohl der Bereich Polysilizium mit nur etwas über 20% nur. 3. größte Bereich von Wacker ist, ist der Anteil an EBITDA und EBIT über 50%. Darum poste ich das auch hier im Thread.

 

Dünnschichtmodule hatten 2009 ihren größten Marktanteil mit 17% und sind seither bis 2013 wieder auf 10% Marktanteil gefallen. Lt. Artikel ist es wahrscheinlich, dass dieses Nischendasein bleibt.

 

Der Verbrauch von Polysilizium bei kristallinen Modulen ist in den letzten 10 Jahren von 16g/Watt auf 6g/Watt gefallen. Größere Sprünge sieht man hier nicht mehr, dass man für die nähere Zukunft von 5g/Watt ausgeht.

 

Quelle: http://seekingalpha.com/article/2933186-wackers-success-is-linked-to-the-photovoltaic-market

 

Mein Problem mit Wacker ist Folgendes: im Gegenzug zu den Importzöllen der USA auf chinesische Solarzellen, haben die Chinesen Strafzölle für den Import von US-Polysilizium verhängt. Bis auf die Dünnschicht-module, bei denen aber kein Polysilizium verbraucht wird, werden PV-Module bis auf einen marginalen Anteil in China gefertigt. insofern kann ich mir kaum vorstellen, dass das Werk in Tennessee rentabel wird.

 

Die Produktion von Polysilizum ist energieaufwendig. Was das für den Produktionstandort Deutschland bedeutet, dürfte auch klar sein.

 

Wackers lebensversicherung sind die langlaufenden Lieferverträge aus den Zeiten der hohen Polysiliziumpreise.

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Holgerli
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Wackers lebensversicherung sind die langlaufenden Lieferverträge aus den Zeiten der hohen Polysiliziumpreise.

 

Hast Du Informationen wie lange diese Verträge noch laufen?

Denn in den letzten 2,5 Jahren waren die 20 $/kg eine Linie, um die die Preise immer pendelten.

Anfang 2014 ging es für mehrere Monate zwar hoch über 22 $/kg aber seither geht es wieder runter. Seit Januar 2015 sind die Preise wieder unter 20 $/kg.

Interessant ist, dass der Preis auf dem chinesischen Spotmarkt allein im Februar um über 5% eingebrochen ist.

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Schildkröte
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In diesem Artikel geht es weniger um Solaraktien, sondern mehr um Branchenverbände für Erneuerbare Energien (einschließlich Windkraft): http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/energiewende-verbaende-erneuerbare-energien

Auch wenn in dieser Wachstumsbranche schon viele Zunftvertreter über die Wupper gingen, ist der Konzentrationsprozess noch lange nicht abgeschlossen. Die Konsolidierung innerhalb der Energiebranchenverbände scheint entspr. Entwicklungen jedoch schon vorwegzunehmen.

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Holgerli
Posted

Hier ein paar Zahlen von Trina Solar & ReneSola:

 

Trina Solar veröffentlicht Ergebnisse für 2014: Photovoltaik-Modulabsatz stieg um 41,9 %, Bruttogewinn um 76,7 %

Trina Solar Limited (Changzhou, China) hat am 04.03.2015 die noch ungeprüften Finanzergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2014 veröffentlicht. In den zwölf Monaten verkaufte das Unternehmen Photovoltaik-Module mit rund 3,66 Gigawatt, das sind 41,9 % mehr als 2013 (2,58 GW).

 

Der Jahresnettoumsatz betrug 2,29 Milliarden US-Dollar und lag damit 28,8 % über dem Vorjahresniveau. Der Bruttogewinn belief sich auf 385,6 Millionen USD. Das ist 76,7 % mehr als 2013. Und die Bruttomarge betrug 16,9 % (2013: 12,3 %)

 

Quelle

 

 

 

ReneSola meldet Ergebnisse für 2014: 14 % mehr Photovoltaik-Module verkauft als 2013; Nettoumsatz um 2,8 % gesteigert

Im Jahr 2014 hat die ReneSola Ltd. (Jiashan, China) Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 1.970,3 Megawatt verkauft, das sind 14 % mehr als 2013 (1.728,8 MW). Der Gesamtabsatz an Wafern und Modulen (2.816,4 MW) lag allerdings um 10,5 % unter dem Vorjahresniveau (3.146,5 MW).

 

Der Nettoumsatz stieg um 2,8 % von 1.519,56 Millionen US-Dollar (2013) auf 1.561,5 Millionen USD. Der Bruttogewinn betrug 209,3 Millionen USD (2013: 113,1 Mio. USD), die Bruttomarge 13,4 % (2013: 7,4 %).

 

Das Betriebseinkommen belief sich auf 8,2 Millionen USD (2013: minus 222,1 Mio. USD), die Umsatzrendite betrug 0,5 % (2013: minus 14,6 %). Der den Stammaktionären zurechenbare Nettoverlust betrug 33,6 Millionen USD bzw. 0,17 USD pro Aktie.

 

 

Quelle

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