reko 5. September · bearbeitet 5. September von reko vor 7 Stunden von Holgerli: Und dann ganz schnell: Finde einen Hersteller, der überhaupt noch Verbrenner baut. Das ist eine sehr auf Deutschland zentrierte Sichtweise. Da es einige große Flächenländer gibt, die keine lückenlose Ladeinfrasturktur bauen können oder wollen, gibt es noch lange Zeit Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor. Ich habe keinen Zweifel, dass ein Hersteller diese Nachfrage bedienen wird. Elektroautos sind selbst in Deutschland heute nur für einen Teil der Bevölkerung praktikabel. Selbst hier mit den besten Voraussetzungen wird es noch lange dauern und sehr viel kosten bis eine ausreichende Ladeinfrastuktur für 100% BEV vorhanden ist. 2025: "Knapp 45 Prozent der Kommunen in Deutschland verfügen nicht über eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge." Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 6. September Und es kommt noch etwas wichtiges hinzu bei E-Autos, das mir erst bewusst wurde, seitdem ich selbst darunter leide. In vielen Städten gibt es platzsparende, umweltfreundliche Duplexparksysteme. Diese sind in der Regel nur bis 2.000 KG pro Platz zugelassen. Ich leide nun selbst darunter. Mein Model 3 LR wiegt knapp unter 2.000 KG, aber ein Model Y AWD liegt leider schon knapp drüber. Obwohl ich von Tesla absolut überzeugt bin, überlege ich zum Leasinggende evtl. auf einen Hybrid umzusteigen, weil ich nach 6 Jahren diverser Model 3 gern mal wieder etwas neues hätte zur Abwechselung, aber bei den dt. Premiumherstellern sind momentan Modelle alle zu schwer . Es bleiben daher schon noch ein paar Herausforderungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 6. September Am 30.8.2026 um 11:41 von No.Skill: Die Technische Universität München (TUM) hat nach Informationen von „Bild am Sonntag“ irrtümliche Annahmen der EU-Klimaschutzpolitik im Bereich Automotive-festgestellt..... "Eine Untersuchung der TU München zur Klimawirkung von E-Autos, mit der EU-Politik beeinflusst werden soll, sorgt für Wirbel. Nun kritisieren niederländische Experten, darin würden sie falsch interpretiert." "Dabei wird Tukker sehr deutlich: »Wir distanzieren uns entschieden von der Stellungnahme der TUM.« Zur eigentlichen Streitfrage schreibt er: »Wir haben festgestellt, dass Elektrofahrzeuge ein hervorragendes Mittel sind, um ein emissionsarmes Verkehrssystem zu verwirklichen. Wir kamen zu dem Schluss, dass der Ersatz von Benzinfahrzeugen durch Elektrofahrzeuge beschleunigt und nicht verzögert werden muss.«" --> https://www.spiegel.de/mobilitaet/zitierte-forscher-beklagen-heftige-verzerrung-ihrer-forschungsergebnisse-a-b7097413-5c50-46e2-82ab-f07810e504e2 Science at work Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 6. September Beim Staat sind E-Autos leicht auf dem Rückzug: "Minister und Staatssekretäre fahren wieder mehr Verbrenner....Die Deutsche Umwelthilfe hat 249 Dienstwagen deutscher Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern verglichen. Einige tauschten Elektroautos gegen Plug-in-Hybride – die Organisation spricht von »Rückwärtsgang«." https://www.spiegel.de/mobilitaet/dienstwagen-ranking-der-duh-alabali-radovan-faehrt-am-umweltfreundlichsten-fdp-verliert-im-parteienvergleich-a-4e663dee-ee98-4cf1-9da1-565381179461 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 17 Stunden von reko: Das ist eine sehr auf Deutschland zentrierte Sichtweise. Da es einige große Flächenländer gibt, die keine lückenlose Ladeinfrasturktur bauen können oder wollen, gibt es noch lange Zeit Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotor. Ich habe keinen Zweifel, dass ein Hersteller diese Nachfrage bedienen wird. Genau: "ein Hersteller". Was Du heute bei Verbrennern und auch mittlerweile bei BEVs hast ist, dass Du eine Auswahl verschiedener Modelle vom Kleinstwagen bis zum Schlachtschiff hast. Von der Holzklasse bis zur Superluxusklasse. Also quasi was für jede Preis- und Anwendungsklasse. Das wird wegfallen, wenn es nur einen oder wenige Hersteller geben wird. Auch wird der Konkurrenzkampf wegfallen. Dann kauft man nur noch den "Einheitsverbrenner" wenn man ihn wirklich braucht. Da Du ja schon wieder auf 100% BEVs herumreitest: Höchstwahrscheinlich wirst Du Recht haben und wie werden keine 100% BEV-Durchdringung in 2050 haben. Aber wenn wir bei 90+% im Bestand sind und bei 95% BEV-Neufahrzeugen + 5% Verbrenner, dann ist der Drops mit der Marktdurchdringung, der Zukunft und der Verschiebung von Verbrenner zu BEVs eh gelutscht. Ein Grund wird sein, dass der "Einheitsverbrenner" sowohl technisch als auch preislich unattraktiv sein wird. Und 90+% BEVs sind sehr viel besser fürs Klima als 90+% Verbrenner. vor 17 Stunden von reko: Elektroautos sind selbst in Deutschland heute nur für einen Teil der Bevölkerung praktikabel. Selbst hier mit den besten Voraussetzungen wird es noch lange dauern und sehr viel kosten bis eine ausreichende Ladeinfrastuktur für 100% BEV vorhanden ist. Du tust so, als ob von heute auf morgen ein Schalter umgelegt wird und wir von 0% BEVs einfach auf 100% BEVs switchen. Und bisher habe ich nur 1x an einem öffentlichen Schnelllader warten müssen. Das war in der niedersächischen Pampa. Da gab es weit und breit nur 2 HPCs von EnBW. Aber selbst da war sich EnBW des Problems bewusst, weil mir eine "Mitladerin" aus dem Ort erzählte, dass ENBW schon informiert worden sei. Und das ist ja der Vorteil der Ladestationen: Die Betreiber haben Echtzeitdaten zur Auslastung und können schnell reagieren. Aber andersrum wird ein Schuh draus: vor 18 Stunden von reko: Ich habe keinen Zweifel, dass ein Hersteller diese Nachfrage bedienen wird. Was bei der Argumentation "Ich werde immer einen Verbrenner kaufen können!" vergessen wird ist: Du wirst aber immer schlechter eine Tankstelle finden. Das heutige Tankstellennetz ist auf 50+ Mio. Verbrenner (LKW, PKW, Busse + Transitverkehr) ausgelegt. Da findet man binnen 10 Minuten eine Tankstelle. Was ist in 2050 wenn 90+% der Bestandes BEVs sind? Da wird das Tankstellennetz massiv eingedampft sein und gerade im Ländlichen wirst Du auch schon mal 30 oder 40 Minuten bis zur nächsten Tankstelle fahren müssen. Und mit jedem Verbrenner weniger werden die Tankstellen weniger (und natürlich die Stromlader mehr). Das ist beides ein selbstverstärkender Effekt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 6. September · bearbeitet 6. September von reko vor 20 Minuten von Holgerli: Auch wird der Konkurrenzkampf wegfallen. .. 95% BEV-Neufahrzeugen + 5% Verbrenner Lieber eine profitable Nische als ein Massenmarkt mit Dumpingpreisen. Es kommt nicht auf die Größe des Gesamtmarkts sondern auf den Profit der einzelnen Firma an. vor 20 Minuten von Holgerli: Da Du ja schon wieder auf 100% BEVs herumreitest: Du postulierst 100% eAuto, Solar/Wind, Akkus. Ich halte das für illusorisch, insbesondere wenn man über die Landesgrenzen schaut. Auch in Deutschland wird man sich irgendwann fragen ob sich das lohnt. 2025/09 Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro .. DIHK präsentiert Studie und fordert Kurswechsel Zur Klarstellung: eAuto, Solar/Wind, Akkus haben ihrer Berechtigung und ihren Markt - aber das gilt auch für andere Technologien. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September · bearbeitet 6. September von Holgerli vor 23 Minuten von reko: Du postulierst 100% eAuto, Solar/Wind, Akkus. Du sagst das, dass ich das machen würde. Tue ich aber garnicht. Du schreibst immer 100% PV/Wind. Das ist genau die populistische Zuspitzung wenn es um die ominöse Dunkelflaute geht. Ich schreibe immer 100% EEs, denn ich weiss dass diese zugespitzte Aussage 100% PV/Wind quatsch ist. 100% EEs (also PV, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Akkus, Wärmespeicher etc.) hingegen nicht. vor 23 Minuten von reko: Lieber eine profitable Nische als ein Massenmarkt mit Dumpingpreisen. Es kommt nicht auf die Größe des Gesamtmarkts sondern auf den Profit der einzelnen Firma an. Da es ja das WPF-Forum ist: Die Frage wird sein ob man in so ein Unternehmen investieren kann. Denn die meisten Spezialfirmen heute sind keine AGs. vor 23 Minuten von reko: Zur Klarstellung: eAuto, Solar/Wind, Akkus haben ihrer Berechtigung und ihren Markt - aber das gilt auch für andere Technologien. Dann lass uns hier mal ganz speziell über den Automobilbereich reden: 2050: Was sind ist Deine Schätzung zu den Bestands- und Neuverkaufs-Anteilen von a. BEVs, Verbrenner (also klassische Benziner & Diesel) und "andere Technologien"? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 6. September · bearbeitet 6. September von reko 2050 ist für mich nicht relevant. 2035 rechne ich international bei den Neuverkäufen mit 1/3 BEV, 1/3 Verbrenner und 1/3 Andere incl Hybrid. Auf den Strassen würden weiter Verbrenner dominieren. Auch 2050 wird man noch flüssige Kraftstoffe (fossil oder fossilfrei) brauchen und es wird dafür Tankstellen geben. Die Menge kann aber abnehmen. Das grüne Paradoxon besagt: Auch wenn wir fossile Energie verbieten – alles, was gefördert wird, wird auch verbraucht. Nur dann in einem anderen Land. Bisher sehe ich keine Anzeichen, dass Öl und Gas fördernde Staaten ihr Öl und Gas im Boden lassen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 19 Minuten von reko: 2035 rechne ich international bei den Neuverkäufen mit 1/3 BEV, 1/3 Verbrenner und 1/3 Andere incl Hybrid. Halte ich persönlich für nicht richtig. Der Anteil an BEVs wird deutlich höher sein. 2025 wurden ca. 13 Mio reine BEVs verkauft. Bei 90 Mio. globalen PKW-Verkäufen waren das 15%: Mit Blick auf die Straße von Hormus und den Urkaine-Krieg der nun auch nach Russland kommt stieg in der EU Anteil reiner BEVs seit dem Sommer auf über 30%. China ist eh schon deutlich über 30% bzw. 50%. Bis (Ende) 2035 sind noch 8 (oder 9) Jahre. Von 2 Mio BEVs auf 13 Mio BEVs hat es 5 Jahre gedauert. Ich vermute eher, dass wird schon um 2030 deutlich über 30% reine BEVs sind. Reine Benziner/Diesel sehe ich bis 2035 deutlich unter 30%. Schon allein deswegen weil Du reine Verbrenner bis dahin weder in der EU noch China verkauft bekommst. Und die Chinesen zeigen schon heute, dass entweder BEVs oder Hybride exportiert werden. Da bleibt für reine Verbrenner kein Platz mehr. Meine konservative Meinung ist: 50+% BEVs, max. 40% Hybride und ein Rest Verbrenner. Spätestens um 2040 wird der Drops komplett gelutscht sein mit praktisch keinen Hybrid-Neufahrzeugen (das schlechteste, weil teuerste aus beiden Welten) und unter 10% reinen Verbrennern. Aber ja: Hier kann man unterschiedlicher Meinung sein und auch seine Kaufentscheidungen entsprechend seiner Meinung gestalten. Wir werden sehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 49 Minuten von reko: In der Realität sind Verläufe sigmoidal. Genau. Und vermutlich wurde im Sommer (schneller als gedacht) in den richtig steilen Teil der S-Kurve eingestiegen. Und deswegen glaube ich halt, dass 1/3 BEVs in 2035 viel zu wenig sind. Vermutlich sind es meine konservativen 50% auch. Wenn man (wie Du) von 1/3 BEVs in 2035 und einen sigmoidalen Verlauf (S-Kurve) ausgeht, dann kann die Schlussfolgerung eigentlich nur sein, dass Du langfristig bzw. dauerhaft von max. 50% BEVs im Individualverkehr ausgehst. Ist dem so? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 6. September · bearbeitet 6. September von reko Wir sprechen hier von internationalen Neuverkäufen. Da halte ich 50 % BEV im Jahr 2050 (oder als asymptotischen Grenzwert) für möglich. Aber so weit kann ich nicht sehen. Für Firmenbewertungen ist das auch nicht relevant. Mit Plug In Hybrid könnte dabei über 50% elektrisch gefahren werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September Also hatte ich Recht mit der 50%-Aussage. Ja, das erklärt einiges. Wer Recht behält werden wir sehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 6. September · bearbeitet 6. September von reko 50 % BEV setzt voraus, dass 50 % aller Menschen eine perfekte Ladeinfrastruktur in ihrem Umfeld haben. Zur Zeit sind wir noch in der Early Adapter Phase. BEV werden nur mit massiver staatlicher Hilfe gekauft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
howhardgerrard87 6. September Wie sollen das Mieter machen, 60% Mieter in Deutschland. Ich selbst auch noch vor kurzem. Nicht genug Stellplätze und wo soll das die Ladesäule dann stehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 33 Minuten von reko: 50 % BEV setzt voraus, dass 50 % aller Menschen eine perfekte Ladeinfrastruktur in ihrem Umfeld haben. Warum muss die Ladeinfrastruktur "perfekt" sein. Die Tankstellenabdeckung ist alles andere nur nicht perfekt. Die ist maximal gut. Auch die Straßeninfrastruktur ist nicht "perfekt". Die ist maximal noch "gut". Bisher ist es so, dass die meisten Ladestationen immer einen freien Platz bieten. Von daher entspricht der jetzige Ausbau einem Niveau der der Durchdringung entspricht. vor 36 Minuten von reko: Zur Zeit sind wir noch in der Early Adapter Phase. Das ist eine gewagte These, die mit 2025er-Zahlen vielleicht noch haltbar, mit dem Ende von 2026 aber sicherlich überholt und damit falsch sein wird. Die Early Adopters-Phase mach 13% der Käufer aus. Vor ihnen kommen die "Innovators" die 3% der der Käufer ausmachen. Heisst also: Mit 16,01% Marktdurchdringung ist man aus der "Early Adopter"-Phase raus. Heisst also: - In Europa ist man mit über 17% (Ende 2025) in die "Early Majority"-Phase eingetreten und ab März 2026 deutlich beschleunigt in dieser Phase fortgeschritten. - In China ist man mit 50% in der oder am Rande der "Late Majority"-Phase. - Einzig die USA, als einer der drei Hauptmärkte, ist mit unter 10% noch in der "Early Adopter"-Phase. - Macht global gerade 15% (zu Ende 2025) und wird mit den beide geopolitisch relevanten Kriegen um Öl und Macht Ende 2026 allein durch Europa weit über 16% sein. Zwei Einordnungen dazu: Bei 50,01% tritt man aus der "Early Majority"-Phase aus. Die Ver-6-fachung von 2 Mio Fahrzeugen (Ende 2020) auf über 12 Mio (Ende 2025) hat 5 Jahre gedauert. Um auf 50% Marktanteil zu kommen, ist von 12 bis 13 Mio Fahrzeuge (Ende 2025) maximal eine Ver-4-fachung nötig. Das wäre um 2030. Lt. klassischer Diffusionstheorie (auf die Du ja auch sehr deutlich Bezug nimmst) sollten dann bis 2035 locker 66-75% Marktdurchdringung drin sein Ab 84% Marktdurchdringung redet man von den den letzten 16% von Laggards (Nachzüglern). Ich weiss persönlich kenne kein Produkt wo man mit diesen Laggards eine profitable Marge im Massenmarkt gefunden hätte. Zumindest keine NIsche die groß genug für ein profitables externes Investment gewesen wäre. vor 57 Minuten von howhardgerrard87: Wie sollen das Mieter machen, 60% Mieter in Deutschland. Ich selbst auch noch vor kurzem. Nicht genug Stellplätze und wo soll das die Ladesäule dann stehen? Und was machen die 100% Verbrenner-Fahrer die keine eigene Tankstelle im Garten haben? Was machen die 98% der Bevölkerung, die keine Bauern sind aber Essen haben wollen? Bei jedem Aspekt unseres täglichen Lebens (inkl. Öl und Gas aus Krisengebieten) verlassen wir uns darauf, dass der Markt es irgendwie richten wird. Ausgerechnet bei Ladesäulen soll es der Markt nicht richten können. Verstehe dass wer wolle. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 6. September · bearbeitet 6. September von reko vor 27 Minuten von Holgerli: Heisst also: Mit 16,01% Marktdurchdringung ist man aus der "Early Adopter"-Phase raus. Die 16% kamen nur durch massive staatliche Lenkung zustande. Sobald die Förderung wegfällt bricht die Nachfrage zusammen, In deiner Grafik befindet sich am Ende der "Early Adopter"-Phase der Wendepunkt der Kurve. Es ist aber eine modellhafte Darstellung und keine allgemein gültige Definition. Der Verlauf kann im konkreten Einzelfall anders verlaufen. Es muß auch nicht zwingend eine Normalverteilung sein. Z.B. wenn es klar getrennte Nutzergruppen gibt, dann hat jede Gruppe eine andere Normalverteilung. Die Überlagerung aller Gruppen hat dann keine Normalverteilung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 10 Minuten von reko: Sobald die Förderung wegfällt bricht die Nachfrage zusammen, Das ist eine Behauptung, die maximal kurzfristig gilt. Verschiedene Länder haben die Förderung komplett eingestellt und da war nach 1 bis 1,5 Jahren die Kaufrate wieder genauso hoch wie vor der Einstellung. Diesen Effekt hatten wir übrigens auch schon in Deutschland gesehen, bevor die neue Förderung kam. Und trotz dessen, dass die neue Förderung im Mittel nicht mehr so hoch ist wie die alte Förderung, hebt der BEV-Verkauf gerade ab. vor 12 Minuten von reko: In deiner Grafik befindet sich am Ende der "Early Adopter"-Phase der Wendepunkt der Kurve. Ja genau. Das stimmt. Schön, dass Du das genauso siehst. Das ist ja exakt dass was ich sage: Bis 50% wird es maximal 5 Jahre dauern, weil mit dem Ende der EA-Phase der Verkauf abhebt. vor 14 Minuten von reko: Der Verlauf kann im konkreten Einzelfall anders verlaufen. Es geht auch nicht um den Einzelfall. Es geht um die breite Masse. Genau die gleiche breite Masse die jetzt Digital-Kameras, Flachbild-Bildschirme und Handys nutzt. vor 15 Minuten von reko: Es muß auch nicht zwingend eine Normalverteilung sein - z.B. wenn es klar getrennte Nutzergruppen gibt. Und die Hauptnutzergruppe ist dafür zuständig, dass trotz Handelsvertretern etc. n Deutschland im Schnitt pro Jahr keine 14.000km gefahren werden. Und das schafft jedes aktuelle BEV. Und 25.000km auch. Und wenn Du eine Nutzung 50.000km Jahresfahrleistung hast, dann wird es kein Dacia BEV sondern ein Tesla, BMW oder Mercedes. Wie auch heute schon bei Verbrennern und 50.000km Jahresfahrleistung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 6. September vor 2 Stunden von reko: 50 % BEV setzt voraus, dass 50 % aller Menschen eine perfekte Ladeinfrastruktur in ihrem Umfeld haben Ne ist halt Quatsch. 50% BEV setzt voraus, dass die Menschen, die ein BEV anschaffen eine Ladeinfrastruktur haben, die für sie gut genug ist um zu Wechseln. In meiner Heimat in Berlin gibt es jetzt eine ganze Reihe Straßenlaterne mit Lademöglichkeit. Klar da brauche ich die ganze Nacht aber bei dem Fahrprofil der Leute dort, muss man sich halt auch nur alle 2 Wochen mal dranhängen oder man stellt sich halt kurz an nen Schnelllader, oder hat an der Arbeit was oder oder oder. Nur mal so nebenbei: Kia eNiro gebraucht von 2021 gekauft September 2025 Fahrleistung in 1 Jahr: 30.000km Ladevorgänge: >90% an der heimischen Steckdose von den restlichen 10% entfällt der Großteil auf Schnelllader bei Langstrecken (>400km) in den Urlaub. Und fürs nächste Jahr werden es eher in Richtung 40.000km und auch das schaffen wir noch über die heimische Steckdose. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 6. September vor 7 Minuten von Hotzenplotz2: Ladevorgänge: >90% an der heimischen Steckdose von den restlichen 10% entfällt der Großteil auf Schnelllader bei Langstrecken (>400km) in den Urlaub. Das ist halt der Punkt: Ein durchschnittliches Auto steht halt 20 oder mehr Stunden am Tag. Wenn Du halt um 18 Uhr nach Hause kommst und erst am nächsten Tag um 6 Uhr wieder zur Arbeit fährst oder Du halt 8 Stunden (oder 9 Stunden mit Pausen) arbeitest, dann gehen halt auch mit 6 statt 16A in der Zeit 30 oder 40 kWh in Dein Akku. Und wenn Du 30 Minuten oder 45 Minuten bei Edeka, ALDI oder Lidl einkaufen gehst, dann drückt der 50kW-Lader in der Zeit auch mal 25 oder 35 kWh in den Akku. Und wenn man auf Langstrecke unterwegs ist, dann reichen 20 Minuten (=Pinkelpause + kurzes Telefonat und Beine vertreten) am 250 oder 350 kW-Lader für 40, 50 oder mehr kWh. Und das reicht dann auch wieder für mindestens 200km. Ich habe mein Tesla jetzt seit 7,5 Jahren. In der Zeit habe ich diesen keine 30x an einem HPC geladen. Und 1x musste ich warten. Ich glaube, dass seitdem die "Reichweitenangst" selbst bei kleinen Modellen nicht mehr als Grund herhalten kann, wird von Leuten, die nie BEV gefahren sind, versucht die "Ladesäulenangst" zu pushen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PKW 7. September vor 6 Stunden von Holgerli: Warum muss die Ladeinfrastruktur "perfekt" sein. Die Tankstellenabdeckung ist alles andere nur nicht perfekt. Man kann leicht 300km Reichweite in eine Jerrycan schütten, das wiegt gute 20 Kilo. Man kann auch 300km Reichweite in einen 30KWh-Akku laden, das wiegt rund 300 Kilo. (war die erste Gewichtsangabe für einen 30KWh LFP, die mir google gab) Mit 300 Kilo auf der Pritsche kann man also 300 elektrische Kilometer oder 4.500 fossile Kilometer transportieren. Perfekt ist sicher hochgestapelt, dennoch benötigt der elektrische Autofahrer eine deutlich bessere Tank bzw. Ladeinfrastruktur als der fossile Autofahrer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Hotzenplotz2 7. September vor 7 Stunden von PKW: Mit 300 Kilo auf der Pritsche kann man also 300 elektrische Kilometer oder 4.500 fossile Kilometer transportieren. Perfekt ist sicher hochgestapelt, dennoch benötigt der elektrische Autofahrer eine deutlich bessere Tank bzw. Ladeinfrastruktur als der fossile Autofahrer. Ach Mensch, wie konnte ich diesen Hauptanwendungsfall nur übersehen. Jeden Tag fahre ich auf einer der meistbefahrenen Autobahnen und ich weiß gar nicht, wie viel Pritschenwagen mit 300kg Benzin in Kanistern ich da täglich sehe. Oh doch ich weiß es. Nicht einen. Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so ein Gefährt gesehen. Wenn wir >95% der PKWs auf BEV umstellen, ist in den restlichen 5% noch genug Platz für all eure lustigen Sonderwünsche. Aber was ist das auch für ne wilde Idee, warum sollte ich in Deutschland 300L Benzin für mein Gefährt mitschleppen wenn es an jeder Ecke Tank- und Lademöglichkeiten gibt..... Ich würde gerne mal wissen, treffen Leute mit solchen Argumenten ihre anderen Entscheidungen im Leben auch so? "Ich habe zwar weder Frau noch Kinder und bin über 50, aber ich kaufe lieber gleich einen Schulbus, denn im Fall, dass ich noch 20 Nachkommen zeuge passen die ja nicht in einen Golf." Oder nutzt man diese vollkommenen Schwachsinnsfälle nur, wenn es dem eigenen Weltbild dient. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
SlowHand7 7. September Na ja, ich sehe durchaus mal LKW-Fahrer die 200-300 Ltr tanken. Das ist von der Arbeitszeit her sicherlich effizienter als bei jeder zweiten Tanke 50 Ltr zu nehmen. Zumal der Preis bei diesen Mengen auch günstiger ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 7. September vor 8 Stunden von PKW: Perfekt ist sicher hochgestapelt, dennoch benötigt der elektrische Autofahrer eine deutlich bessere Tank bzw. Ladeinfrastruktur als der fossile Autofahrer. Geh auf Google gebe dort in die Suche ABRP ein. ABRP steht für "A Better Route Planer". Suche Dir das BEV Deiner Wahl aus. Ich hatte jetzt keine Probleme mit meinem Model 3 vom Nordkap (nördlichster Punkt Europas) nach Gibraltar (mit einer der südl. Punkte), Antalya (schon Asien) oder nach Sizilien zu kommen. Alles kein Problem. Aber Du hast Recht: Perfekt ist das nicht. Weil nach Kairo über den Landweg (durch zwei Kriegsgebiete) komme ich noch nicht. Also wenn Du mit dem Auto durch zwei Kriegsgebiete nach Kairo willst nimm besser einen Verbrenner. Auch im nördlichen Kasachstan gibt es noch eine Versorgungslücke mit Ladestationen. Aber bis an die Südgrenze Russlands zu Kasachstan kommt man. vor 8 Minuten von SlowHand7: Na ja, ich sehe durchaus mal LKW-Fahrer die 200-300 Ltr tanken. Die haben in der EU aber auch Lenk- und Ruhezeiten. Das sind sind dann auch wieder 4 bis 8 Stunden. Und die können ihre Elektrotrucks dann durchgehen mit 200 bis 250kW aufladen. Dann hast Du schnell wieder 500 bis 800kW im Akku. Aber nein: Perfekt ist das nicht: Manfred Krug hätte es sicherlich nicht geschafft "Auf Achse" von Deutschland nach Saudi Arabien zu fahren. vor 39 Minuten von Hotzenplotz2: Oder nutzt man diese vollkommenen Schwachsinnsfälle nur, wenn es dem eigenen Weltbild dient. Solche "Fälle" zeigen deutlich: Mit einem Standardfall kann man schon seit einiger Zeit nicht mehr gegen BEVs argumentieren. Das wissen auch "Kritiker". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slowandsteady 7. September vor 6 Minuten von SlowHand7: Zumal der Preis bei diesen Mengen auch günstiger ist. Bei keiner Tankstelle die ich kenne bekommt man "Mengenrabatt" wenn man 300l tankt.Klar gibts vielleicht mal so eine Shell Karte mit "Bonuspunkten" und du kriegst dann vllt 1-2ct, das war es dann aber auch. Grosse Speditionen haben ggf. bilaterale Vertraege und eine eigene Tankkarte - aber weisst du was: Das gibt es auch zwischen Ladesaeulenbetreibern und E-LKW-Speditionen. Bei Elektro gibt es das sogar zwischen Speditionen, zB laesst die Spedition A in Norddeutschland die LKWs der sueddeutschen Spedition B bei sich im Depot guenstig laden und anders rum. Und die, die glauben E-Auto sind nur eine Nische: Im August hatten wir fast ein Drittel Elektroautos bei den Neuzulassungen: Pkw-Neuzulassungen August 2026: Welche Hersteller vorn liegen An jeder Ausfahrt jeder Autobahn stehen 4-24 Ladepunkte in <1km Umkreis. Einfach mal hier schauen: https://schnellladepark.app/ Wer in den Urlaub faehrt und keinen Bock auf 10 Accounts hat, der haelt die paar Mal im Jahr auf Fernstrecke halt mal eine Karte hin und laedt fuer 65-80ct, kann man verkraften wenn man den Rest des Jahres und die ersten 250-300km der Langstrecke fuer <30ct/kWh faehrt. vor 35 Minuten von Hotzenplotz2: . Wenn wir >95% der PKWs auf BEV umstellen, ist in den restlichen 5% noch genug Platz für all eure lustigen Sonderwünsche. Wenn >95% BEV rumfahren, wirst du das vielleicht oefter sehen - immerhin nerven die 30km fahren zur Tanke immer so, da fuellt man lieber gleich noch ein paar Kanister/Faesser fuer zuhause auf... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag