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Cartman999

Wann kommen die Elektroautos?

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fintech
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vor 21 Stunden von krett:

 

Irre ich mich, oder hast du nicht mit berechnet das Diesel bzw. Öl gefördert, transportiert, raffiniert und verkauft werden muss?

 

Du irrst Dich nicht. Auch Öl + Kohle + Gas für das fossile Kraftwerk muss gefördert, transportiert und raffiniert werden und die Vorkette ist beim Öl bis auf den nahezu verlustfreien Transport zum Endkunden (Tankstelle) oder zum Ölkraftwerk nahezu identisch und deshalb kann sie im Vergleich weggelassen werden.

 

Hintergrund:Öl ist eine sehr schmutzige (ekelhafte Brühe) und aus Umweltschutzgründen Dtl. (Entschwefelung)  wird das Öl üblicherweise aus der Raffinerie bezieht (Beispiel Irsching das leichtes Heizöl verwendet https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Irsching). Raffinerien sind heutzutage quasi vorgeschaltete Katalysatoren, die das Öl so raffinieren, dass später möglichst wenig Schadstoffe entstehen und es möglichst rückstandsfrei verbrennt. Daher ist eine Raffinierung auch für das Ölkraftwerk sinnvoll und die Vorkette zum Diesel praktisch identisch bis zum Endtransport an die Tankstelle, aber das kann man bei den Mengen vernachlässigen. Schließlich braucht es auch diverse Lade- und Schnelladestationen für E-Autos.

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reko
Posted · Edited by reko
Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:
Am 5.1.2020 um 05:17 von reko:

 

Weder 100% BEV noch CO2 freier Strom ist realistisch. Nicht 2030, nicht 2040 und nicht 2050. 

Stand der Wissenschaft (also abseits von Verschwörungstheoretikern oder Fachfremden) ist, das 100% Erneuerbare möglich sind. Und schon der Weg dahin (60, 70, 80%) bringt Elektroautos massiv voran.

Ja, mit Speicher d.h. mit Wasserstoff. Es ist entscheidend, dass der Stromverbrauch dann statt findet, wenn die Sonne scheint und der Wind weht.

 

Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:
Zitat

In der Zwischenzeit emittieren wir  noch mehr  CO2 mit möglichst großen Tesla Cybertrucks und fühlen uns gut dabei die Welt zu retten.

Du hast recht. Auch mit Elektroautos retten wir die Welt nicht. Ziel muss es sein weniger Autos auf den Straßen zu habe, nur die müssen dann wirklich sauber sein.

Es geht darum mit begrenzten Ressourcen ein maximales Ergebnis zu erreichen. Das erreichen wir nicht durch Tesla-Gigantomanie und nicht durch die Focusierung auf 0,00 CO2 Technologien. Sparen muß man zuerst bei den größten Emittenten.

 

Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:

Windräder werden im unteren einstelligen Prozentbereich abgeregelt. Das ist in Ordnung.

Wir  regeln jetzt (2017, 2018) jährlich  >5TWh ab. Das reicht um >100 000 Tonnen Wasserstoff herzustellen (50 kWh/kgH2). Das reicht für 1Mio Mirai für jährlich >13 200 km (0,76 kgH2/100km). Und es wird immer mehr: >3TWh in 2019 Q1 (die letzten mir zugänglichen Daten).

 

Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:

Wir exportieren deutlich mehr Strom nach Polen, als Polen nach Deutschland.

https://energy-charts.de/energy_de.htm?source=import-export&period=annual&year=all

Wir überlassen Polen unseren Überstrom. Mit unserer derzeitigen Strategie brauchen wir ca. 50% konventionelle Kraftwerke. Abgesehen von den Übertragungsverlusten ist es egal ob wir die Kraftwerke im Ausland stehen haben. Da wir deren Netzstabilisierung nutzen kann/will Polen seinen EE-Anteil nicht erhöhen.

Die Kosten verstecken wir nicht im geplanten (an der Börse gehandelten) Strompreis sondern in den Systemsicherungsmaßnahmen (2011: 180 Mio€  ; 2017: 1511 Mio€). 2017 bezahlten wir 380 Mio€ dafür, dass Reservekraftwerke unter Dampf stehen (u.a. Kohle verbrennen) ohne  Strom zu produzieren um notfalls einzuspringen und 610 Mio€ um Überschussstrom abzuregeln (Einspeisemanagement).

 

Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:

Ich weiß nicht wie es in UK aussieht, aber Deutschland hat sehr wenig Ausfallzeitem im Stromnetz.

Das steht in den zitierten Quellen: UK hat weniger CO2/kWh und bessere Netzstabilität bei geringeren Kosten. Unsere Ausfallzeiten und unsere Kosten steigen.

 

Am 5.1.2020 um 12:03 von krett:

Unser Stromnetz wird durch Wetterabhängige Stromerzeugung nicht instabiler. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, da unser Netz auch für eine Dunkelflaute gerüstet sein muss, wird es insgesamt widerstandsfähiger.

Frankreich und Deutschland unterstützen sich gegenseitig. Frankreich hat allerdings große Probleme mit dem großen Atomstromanteil. Im Sommer müssen Reaktoren wegen mangelndem Kühlwasser runtergefahren werden, im Winter gibt es (wenns ganz kalt wird) nicht genug Leistung, weil Stromheizungen in Frankreich weit verbreitet sind und immer mal wieder Reaktoren vom Netz gehen (wegen Störungen und Wartungsarbeiten).

 

Siehe hier

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall#Zuverlässigkeit_der_Stromversorgung_in_der_Bundesrepublik_Deutschland

 

Bitte setze dein Wissen nicht aus überschriften zufällig ausgewählter Zeitungsartikel zusammen. Nüchterne Fakten zählen! (wie an der Börse!)

Nicht Frankreich hat das Problem sondern wir. Die Stillstände sind planbar. Das ist auch der Unterschied zwischen geplanten Unterbrechungen und Netzstabilität.  Ich gehe davon aus, dass auch  Frankreich seinen  EE-Anteil erhöht und seine Netzstabilisierungskapazität dann selbst benötigt.

Ich habe mein Wissen nicht aus Überschriften, nicht aus Presseartikeln und nicht aus Gehirnwäschebriefings. Bei solchen Unsinn brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.

Am 5.1.2020 um 12:19 von krett:

Es gibt übrigens auch Studien die zu dem Ergebnis kommen das eAutos sogar mit 100% Kohlestrom eine bessere CO2 Bilanz haben als Verbrenner.

Das steht auch nicht in der Primärquelle (Metastudie). Dort steht lediglich wie manipulierbar solche Angaben sind.

 

Bei der Aussage "unsere Rohstoffe reichen für 100% Li-Ion-Akku-Autos" sollte man sich etwas mehr mit  Mining, Kosten, Umwelteinflüssen und den Unterschied zwischen Mineral-Reserven und Mineral-Ressourcen beschäftigen. Ist euch klar, dass man an Byproduct-Reserven nur kommt, wenn man auch das Hauptprodukt abbaut (und verkaufen kann) und dass Ressourcen zu heutigen Preisen nicht wirtschaftlich abbaubar sind?

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fintech
Posted
vor 19 Stunden von krett:

Die ganzen anderen Argument lasse ich mal außen vor, weil wir uns im Kreis drehen. Du sagt Blau, ich sag rot, du sagt gelb, ich sag grün....

 

Elektroautos machen momentan nur einen kleinen einstelligen Prozentbereich der Neuzulassungen aus. Und eigentlich muss man es ganzheitlich betrachten und den Anteil an der gesamten Flotte betrachten (welcher logischerweise noch viel niedriger ist).

 

Der positive (oder aus deiner Sicht neutrale bis negative) Einfluss, den eAutos Heute und in naher Zukunft auf den CO2 Ausstoß haben ist lächerlich gering. Wenn wir mal 5 Millionen+ eAutos (=10% des Gesamtbestandes) haben in Deutschland wird es interessant. Das gleiche gilt für die Subventionen für eAutos. Die kosten deutlich weniger als 500 Mio im Jahr, was insgesamt nicht viel ist (ich glaube die reduzierte Steuer auf Dieseltreibstoff kostet ~7 Miliarden/Jahr). Es geht immer darum die Weichen für die Zukunft zu stellen und eine Anschubfinanzierung zu schaffen. Sobald ernst zunehmende Größenordnungen erreicht werden, werden die Subventionen eingestellt (und ich denke das wird so um 2025 der Fall sein)

 

 

Stimmt momentan ist die Förderung gering, aber es ging ja eher um die perspektivische Sinnhaftigkeit und ich wollte aufzeigen, dass auf kurze bis mittlere Sicht das E-Auto keinen Vorteil bietet, sondern dessen Energiemehrverbrauch bei Herstellung und der Strommehrverbrauch zu einer Verlangsamung der EE-Quote und der Verlängerung der Nutzung fossiler Energieträger für die Stromproduktion führt und gerade beim E-Auto der Vorteil im Vergleich zum modernen Diesel nicht so klar ist wie bei zahlreichen anderen Elektrifizierungsthematiken (z.B. Wärmepumpeneinsatz vs. Ölheizung), so dass diesen Vorrang eingeräumt werden sollte, solange kein EE Stromabsatzproblem besteht und das besteht die nächsten 20 Jahre voraussichtlich nicht.

 

Daher macht es m.E. Sinn sich mit der Förderung von E-Auto / PHEV auseinanderzuseten:

Die PHEVs sind arg im Kommen (zumindest bei mir in der Firma). Die Förderung soll nun 4.500 EUR bis 3.750 EUR betragen und für ca. 600.000 bis 700.000 Fahrzeuge gelten.

Das sind pro Fahrzeug 2250 EUR bis 1.875 EUR + niedrigere Kfz Steuer + 0,5% Vorteil (das sind bei einem 70 kEUR Auto bis 150 EUR im Monat). Über drei vier Jahre kommen da selbst beim PHEV ca. 7.000 EUR ( 1.875 + 1500*3 Steuervorteil + 600 Kfz Steuervorteil) zusammen und gerade beim PHEV mit nur 40 bis 50 km Reichweite kommt es häufig vor, dass nicht so häufig geladen wird, weil die Benzinkosten der Arbeitgeber trägt und man sich das umständliche Laden dann spart.

 

Bei uns im Unternehmen gibt es gerade für den Audi Q5 TFSIe 55 sehr attraktive Angebot. Finanzleasingrate so um die 380 EUR  (Preis um die 58 kEUR) und man kann die Förderung davon abziehen (also nochmal ca. 50 EUR weniger im Monat).

Ich werde nach Leasingende wegen des Steuervorteils so einen PHEV nehmen (wenn es keine günstigen E-Autos mit großem 120 kWh oder 100 kWh Akku ab 2022 geben sollte), aber garantiert nicht meine Zeit mit Laden in der Stadt ohne feste Lademöglichkeit verschwenden. Der Umwelteffekt ist dann m.E. negativ (Batterie + Mehrgewicht + leichter Mehrverbrauch) und die Förderung kostet bei ca. 500 tausend Fahrzeug schon bis zu 3,5 Mrd. EUR. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, möchte ich schon bezweifeln, auch wenn Geld in der Politik zunehmend eh keine Rolle mehr spielt und mit der Gieskanne verteilt wird.

 

Zum Thema niedrige Energiesteuer auf Diesel:

Der Diesel verbraucht immerhin deutlich weniger Sprit als ein Benziner und man zahlt erheblich mehr KFZ-Steuer zum Ausgleich (ich zahle z.B. 393 EUR zu 124 EUR für einen 530d vs. 530i (Baujahr September 2017)), so dass die Förderung unter CO2 Einspareffekten schon Sinn macht.  Um den Kfz-Steuernachteil durch den Energiesteuervorteil wett zu machen, muss ich bei 19 cent Energiesteuervorteil des Diesel erstmal 1.400 Liter Liter pro Jahr verfahren (=bei mir ca. 20.000 km pro Jahr) verfahren, um den Kfz-Steuernachteil des Diesels wieder heraus zu haben. Insofern sollte die Förderung deutlich unterhalb von 7 Mrd. EUR .

 

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WOVA1
Posted
vor 2 Stunden von fintech:

Daher macht es m.E. Sinn sich mit der Förderung von E-Auto / PHEV auseinanderzuseten:

Die PHEVs sind arg im Kommen (zumindest bei mir in der Firma). Die Förderung soll nun 4.500 EUR bis 3.750 EUR betragen und für ca. 600.000 bis 700.000 Fahrzeuge gelten.

 

Für den Kunden erst mal nett - allerdings können sich die PHEV's zu einer bösen Falle für die Hersteller entwickeln. 

 

Mit der EURO - 6 mit dem Zusatz 'FCM („Fuel Consumption Monitoring“)' : 

 

Zitat

FCM („Fuel Consumption Monitoring“) heißt: Ein Pkw muss künftig seinen realen Kraftstoff- und Energieverbrauch im gesamten Fahrbetrieb speichern. Die Werte können über die Diagnose-Schnittstelle ausgelesen und bewertet werden, womit die Lücke zwischen Prüfstandsmessung und Realemissionen bzw. -verbrauch weiter reduziert werden soll. Pflicht wird FCM ab 1. Januar 2020 für neue Fahrzeugtypen und ein Jahr später für alle neu zugelassenen Autos. 

 

Wenn dann eine EU anhand dieser Daten zu dem Schluss kommt, dass es mit den Prüfstandsverbräuchen von 2,x Liter / 100Km doch nichts ist (weil man ja auf dem Prüfstand die ersten 50 km mit voller Batterie elektrisch absolviert), sondern real eher 8 - 10 Liter gebraucht werden und diese realen Verbräuche auf die 95g/km anrechnet - ja, dann braucht man eine neue Produktpalette.    

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reko
Posted · Edited by reko

Im

vor 8 Stunden von reko:

wird behauptet

Zitat

The expected increase in EV sales has sparked a vivid discussion regarding the availability of critical metals. However, available reserves indicate that resources of main critical metals (e.g. lithium, cobalt, graphite, and REE) are unlikely to limit increasing EV production although there could be short-term supply constraints if the market increases too quickly.
...
However, despite this impressive growth rate, shortages are unlikely.
The same conclusion can be made about the physical availability of cobalt: Bloomberg considers the demand resulting from EV production to total over 90,000 tons in 2030. The same trends can be observed for nickel and graphite, with estimates for 2030 reaching respectively 830,000 and 1,6 million tons. Due to nickel’s abundance on the Earth crust, and because of the potential to replace natural graphite by synthetic ones, their availability does not jeopardize the transition to electromobility.

Man hat sich noch nicht mal die  Mühe gemacht den Bedarf auszurechnen. Ist nicht so schwer. 1 Mrd PKW weltweit * 50 kWh * (440g Kobalt + 440g Nickel +160g Lithium)/ kWh bei NCM442, das doppelte Nickel und ein Viertel Kobalt bei NMC811.
Am Geological_Survey_of_Finland (eine Regierungsorganisation) hat man sich die Mühe gemacht. Finnland rechnet mit  Vorteile für seine Wirtschaft und hat das größte europäische Lithium- und Kobaltpotential.

2019/09 The_Sourcing_of_Minerals_for_the_Battery_Revolution

Zitat

Finnish mines produce about 1% of global cobalt, but there is a good potential for new mining operations in the future. Practically all mined cobalt comes as a by-product of copper and nickel production, which makes it difficult to increase the production capacity. The criticality of cobalt is further increased by the fact that 58% of the refining capacity is in China ..

409958227_BEVrequirementsfor1billionEVs.thumb.PNG.56b9b8a77094fd0ed15288be9080bf52.PNG
2019/05 CM-Michaux.pdf

Zitat

Warning Controversial opinion coming

 

The European Union is not only unable to resource its EV battery revolution  ......  but is also not understanding the true nature of the challenge

 

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krett
Posted
vor 7 Stunden von reko:

Wir  regeln jetzt (2017, 2018) jährlich  >5TWh ab. Das reicht um >100 000 Tonnen Wasserstoff herzustellen (50 kWh/kgH2). Das reicht für 1Mio Mirai für jährlich >13 200 km (0,76 kgH2/100km). Und es wird immer mehr: >3TWh in 2019 Q1 (die letzten mir zugänglichen Daten).

Wasserstoff werden wir irgendwann wohl brauchen für 100% Erneuerbare. Nur wenn du mit den Strommengen, die jetzt abgeregelt werden, Wasserstoff prodzuieren willst... gute Nacht. Entscheidend ist hier nicht so sehr die "Strommenge", sondern wann diese zur Verfügung steht. Die steht nämlich  gehäuft, an nur wenigen Stunden im Jahr zur Verfügung. Um draus Wasserstoff zu machen bräuchte man gigantische Industrieanlage, die dann effektiv nur wenige Tage im Jahr im Betrieb sind. Das kann niemand bezahlen.

Die Sache mit dem abregeln ist nicht weg zu bekommen, das ist die neue normalität und die ist verkraftbar, weil es relativ betracht nur sehr wenig ist.

 

Zitat

Wir überlassen Polen unseren Überstrom.

Nein. Wir verkaufen Ihn. Deutschland exportiert deutlich mehr Strom als wir importieren und die Preise von Import- und Exportstrom sind ungefähr gleich.

 

Zitat

Da wir deren Netzstabilisierung nutzen kann/will Polen seinen EE-Anteil nicht erhöhen.

Stimmt, man hört es immer wieder von polnischen Politikern: "Wir hassen unsere Kohleindustrie, wie wollen mehr Solarstrom, aber die Deutschen lassen das nicht zu". Ich bitte dich, auf welchem Niveau unterhalten wir uns hier? Was kommt als nächstes? George Busch wollte 2003 eine Friedensmission im Irak starten, aber seine Generäle haben ihn zum Krieg gezwungen?

 

Zitat

Die Kosten verstecken wir nicht im geplanten (an der Börse gehandelten) Strompreis sondern in den Systemsicherungsmaßnahmen (2011: 180 Mio€  ; 2017: 1511 Mio€).

Ja, Netzsicherungsmaßnahmen Kosten Geld. Und nun? Man könnte sie deutlich senken, wenn man weniger Kohlekraftwerke hätte, denn die sind zu unflexibel. Soll ich dir sagen was noch viel mehr Geld kostet: Die externen Kosten von Kohleverstromung, der Import fossiler Brennstoffe....

 

Zitat

Unsere Ausfallzeiten und unsere Kosten steigen.

Unsere Ausfallzeiten steigen? Liest du die Tabelle Quer auf dem Kopf von rechts nach links?

Und die Kosten steigen, ja, aber nochmal: Das hat viele Gründe und ist nicht monocausal.

 

Zitat

Nicht Frankreich hat das Problem sondern wir. Die Stillstände sind planbar. Das ist auch der Unterschied zwischen geplanten Unterbrechungen und Netzstabilität. 

Frankreich kann Hitze- und Dürreperioden planen?

 

Zitat

Ich gehe davon aus, dass auch  Frankreich seinen  EE-Anteil erhöht und seine Netzstabilisierungskapazität dann selbst benötigt.

In den 90ern wurde vor Wind- und Sonnenstrom gewarnt. Unser Stromnetz kann maximal 3% Anteil an Wind- und Sonnenstrom aufnehmen, wurde behauptet. Hätten wir diese Diskussion vor 25 Jahren geführt, hättest du dich der 3% Fraktion angeschlossen. 

 

Warum ging -entgegen der Vorhersagen- mehr als 3% Anteil? Weil wir uns angepasst haben.

Was passiert wenn Frankreich oder Polen weniger unserer fluktuierenden Windenergie aufnehmen? Ich gebe dir zwei Antwortmöglichkeiten:

a) Die Lichter gehen aus.

b) Wir passen uns an (indem wir z.B. Kohlekraftwerke abschalten).

 

Zitat

Bei der Aussage "unsere Rohstoffe reichen für 100% Li-Ion-Akku-Autos" sollte man sich etwas mehr mit  Mining, Kosten, Umwelteinflüssen und den Unterschied zwischen Mineral-Reserven und Mineral-Ressourcen beschäftigen. Ist euch klar, dass man an Byproduct-Reserven nur kommt, wenn man auch das Hauptprodukt abbaut (und verkaufen kann) und dass Ressourcen zu heutigen Preisen nicht wirtschaftlich abbaubar sind?

Ich werde mich dazu schlau machen, vielleicht steht in meinem "Peak-Oil"-Büchern ja etwas dazu:news:

 

 

 

 

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reko
Posted · Edited by reko
vor 22 Minuten von krett:

Um draus Wasserstoff zu machen bräuchte man gigantische Industrieanlage, die dann effektiv nur wenige Tage im Jahr im Betrieb sind. Das kann niemand bezahlen.

Rhetorische Frage: Was ist wohl billiger ein Electrolyzer oder ein Solar/Windkraftwerk?

Entweder Stromspeicher oder konventionelle Reservekraftwerke. Man  kann gar nicht soviel Solar/Wind-Kraftwerke bauen wie man in einer Dunkelflaute bräuchte.

Die Strommenge ist  auch  nicht  so gering, weil es große saisonale Schwankungen gibt. Die Electrolyser sind dann überwiegend im Herbst im Betrieb. Nicht  anders ist es bei Zuckerfabriken.

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krett
Posted · Edited by krett
vor 25 Minuten von reko:

Im

wird behauptet

Man hat sich noch nicht mal die  Mühe gemacht den Bedarf auszurechnen. Ist nicht so schwer. 1 Mrd PKW weltweit * 50 kWh * (440g Kobalt + 440g Nickel +160g Lithium)/ kWh bei NCM442, das doppelte Nickel und ein Viertel Kobalt bei NMC811.
Am Geological_Survey_of_Finland (eine Regierungsorganisation) hat man sich die Mühe gemacht. Finnland rechnet mit  Vorteile für seine Wirtschaft und hat das größte europäische Lithium- und Kobaltpotential.

2019/09 The_Sourcing_of_Minerals_for_the_Battery_Revolution

409958227_BEVrequirementsfor1billionEVs.thumb.PNG.56b9b8a77094fd0ed15288be9080bf52.PNG
2019/05 CM-Michaux.pdf

 

Wie gesagt, vor 20 Jahren wurde Peak-Oil gehyped. Jetzt reicht Lithium & co. angeblich nicht aus (wobei diese Meinung NICHT wissenschaftlicher Konsens ist). Ich glaube bisher ist in der Menschheitsgeschichte noch nie ein Rohstoff ausgegangen.

 

Und das Wort "Reserven" ist bei Rohstoffen ungefähr wie folgt definiert: Bekannte Lagerstätten, die mit heutiger Technik und heutigen Rohstoffpreisen Förderbar sind.

vor 5 Minuten von reko:

Rhetorische Frage: Was ist wohl billiger ein Electrolyzer oder ein Solar/Windkraftwerk?

Verstehst du das Problem nicht?

 

Sinnvolle Wasserstoffproduktion: Ab 2030, um damit an 200 Tagen im Jahr mit Hilfe von günstigen Solar und Windstrom Wasserstoff zu produzieren. 

 

Sinnlose Wasserstoffproduktion: Heute, um damit an 4 Tagen im Jahr, mit überschüssigen Windstrom, Wasserstoff zu produzieren

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reko
Posted · Edited by reko
thanolschellgen
vor 12 Stunden von krett:

Sinnvolle Wasserstoffproduktion: Ab 2030, um damit an 200 Tagen im Jahr mit Hilfe von günstigen Solar und Windstrom Wasserstoff zu produzieren. 

 

Sinnlose Wasserstoffproduktion: Heute, um damit an 4 Tagen im Jahr, mit überschüssigen Windstrom, Wasserstoff zu produzieren

Das Problem ist nicht die geringe Auslastung, sondern dass der Überstrom nicht  kostenlos an Electrolyzer abgegeben wird. Auch im Herbst müsste  es  einen niedrigeren Stromtarif geben. Unser Tarifsysten ist für eine  effiziente EE-Stromerzeugung ungeeignet. Wir brauchen Zeit abhängige Tarife.

 

Wenn es heute legitim ist fossile Reservekraftwerke ständig unter Dampf zu halten, ist es erst recht legitim übergangsweise Solar und Windkraftwerke Offgrid für Wasserstoff zu verwenden. Da die Netzinfrastrukturkosten immer weiter in die Höhe getrieben werden, ist das für die Solar/Wind-Anlagenbetreiber wirtschaftlicher als Netzstromerzeugung (Akkus #191) und könnte nur durch ein Wasserstoffverbot verhindert werden.  Auch die Verbraucher werden sich soweit möglich den Netzsystemkosten immer weiter entziehen und damit die Umlagen für die verbleibenden Netzkunden ohne Ausweichmöglichkeit (Mieter, Stadt) noch weiter erhöhen.

BEV würde langfristig Netzstom ins Abseits manövrieren. Die Infrastruktur für 100% BEV wird nicht gebaut  werden. BEV ist für das Netz auch nur ein Nebenkriegsschauplatz. Die  Herausforderung ist unsere Wärmeversorgung. Auch hier sind wo möglich Brennstoffzellen sinnvoller als netzbetriebene Wärmepumpen.

 

Im übrigen hätten wir auch genügend Biogas um FCEV zu versorgen. Auch dabei ist der Wirkungsgrad höher als die Verstromung und BEV.

Selbst eine übergangsweise Verwendung von Erdgas oder aus  Erdgas erzeugten Wasserstoff für FCEV ist ökologisch besser und langfristig wirtschaftlicher als BEV mit konventionellen Strom und ein nicht ausreichendes Stromnetz.

 

Falls sich Methanolbrennstoffzellen (blue.world) schnell genug entwickeln ist auch das H2-Brennstoffzellenauto obsolet. Topsoe.com hat eine kleine Anlage (eSMR Methanol) zur Methanolerzeugung z.B. aus Biogas oder Offgrid Solar/Wind-H2 entwickelt.  In Island stellt Carbon Recycling International jährlich 5000 Tonnen Biomethanol her. Die Methanoltechnologie  wir von  China  vorangetrieben. Nur so können weniger reiche Länder sich eine E-Auto Infrastruktur leisten und ist auf Weltmaßstab skalierbar. Was 80 Mio. Deutsche wollen ist für 8 Mrd. Weltbevölkerung nicht entscheidend.

Electrified methane reforming: A compact approach to greener industrial hydrogen production, Science 2019/05

 

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krett
Posted · Edited by krett

Du hast recht. Eine Befreiung von Umlagen für Wasserstoffproduktion (der direkt vor Ort hergestellt wird) wäre natürlich bitter nötig. Generell sollte der Eigenverbrauch von erneuerbaren Strom umlagefrei sein.  Die Verstromung von "Biogas" ist der letzte Hohn und zu einer reinen Subventionsmaschine für Landwirte verkommen. 

 

Aber die Hypothese

--> Mehr BEV = höhere Stromnachfrage = mehr Kohleverstromung

ist eben nur eine Hypothese.

 

Die Menge an produzierten Kohlestrom und das Abschalten von Kohlekraftwerken wird von mehreren Faktoren beeinflusst

 

 

Zitat

Falls sich Methanolbrennstoffzellen (blue.world) schnell genug entwickeln ist auch das H2-Brennstoffzellenauto obsolet. Topsoe.com hat eine kleine Anlage (eSMR Methanol) zur Methanolerzeugung z.B. aus Biogas oder Offgrid Solar/Wind-H2 entwickelt.  In Island stellt Carbon Recycling International jährlich 5000 Tonnen Biomethanol her. Die Methanoltechnologie  wir von  China  vorangetrieben. Nur so können weniger reiche Länder sich eine E-Auto Infrastruktur leisten und ist auf Weltmaßstab skalierbar. Was 80 Mio. Deutsche wollen ist für 8 Mrd. Weltbevölkerung nicht entscheidend.

Electrified methane reforming: A compact approach to greener industrial hydrogen production, Science 2019/05

Das ist interessant, mehr aber auch nicht. Es wurde und wird an vielen geforscht und vieles versprochen. Das meiste wird aber nie Realität.

Durchgesetzt hat sich bisher nur der Verbrennungsmotor (basierend auf Ölprodukten) und der batteriebetriebene elektrische Antrieb.

 

 

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reko
Posted

 

vor 3 Stunden von krett:

Das ist interessant, mehr aber auch nicht. Es wurde und wird an vielen geforscht und vieles versprochen. Das meiste wird aber nie Realität.

Und manches hat sich später als Sackgasse erwiesen. Mir reicht es aber nicht mit den Schultern zu zucken. Forschung und Entwicklung ist kein Zufall.

Mein Ziel ist es den aktuellen  Stand zu ermitteln um damit mögliche zukünftige Entwicklungen und deren Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen. Jeder muß seine eigenen Schlüsse ziehen und  wird dann mit seinen Investments gewinnen oder verlieren.

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krett
Posted · Edited by krett

Nachdem am Freitag die Chinesische Regierung nochmal betont hat das sie hinter Elektroautos steht (und das es dieses Jar keine Förderkürzung gibt), ging Heute dann die BYD Aktie um bis zu 15% nach oben. BYD war bis vor kurzem der größte Elektroautobauer der Welt (jetzt ist es Tesla). BYD ist meines Wissens nach auch der einzige eAuto Bauer der die Batteriezellen selbst herstellt. Andere eAuto Hersteller haben heute auch gut zugelegt.

chart.png.4468889f27f92b8f638048d4e64ce4a8.png

https://www.finanzen.net/aktien/byd-aktie

 

 

 

Außerdem hat China die Verkaufszahlen für 2019 veröffentlicht

Coling Mckerracher leitet bei BloombergNEF (New Energy Finance) die Abteilung für Verkehr und Transport. Ist eine seriöse Quelle.

 

Übersetzung:

reine eAutos +6%

Plug-in-Hybride-15%

Alle Plug-ins zusammen -4%

Automarkt insgesamt -8%

 

Zusammenfassend kann man den Chinesischen eAuto Markt 2019 so Ausdrücken: Der Markt ist geschrumpft, die Förderung heftig zusammengestrichen und trotzdem wurden mehr eAutos verkauft als im Vorjahr.

 

 

Übrigens: 2019 war ein Rekordjahr für Wasserstoffautos. Es wurden 20.000 Fahrzeuge verkauft. Also inklusive LKW, Busse etc. Weltweit. Und kumulativ bis 2019, nicht in 2019. 

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Zitat

Quelle: Capital

 

Zitat

01. Tesla 20%

02. BMW 14%

03. Renault 8%

04. VW 7%

05. Hyundai, Mitsubishi, Nissan und Volvo je 6%

09. Kia 5%

10. Audi 4%

11. Mercedes und Smart je 3%

 

Solange es sich bei eAutos letztlich noch um ein Nischensegment handelt, würde ich diese Zahlen nicht überbewerten. Es bleibt abzuwarten, ob sich der eAntrieb tatsächlich durchsetzt. Dann sind die weiteren Wachstumsraten entscheidend und beim obigen Ranking könnte es durchaus noch signifikante Veränderungen geben. Gleichwohl sehe ich es als BMW-Aktionär positiv, dass mein Unternehmen auch in diesem Bereich so schlecht nicht aufgestellt ist.

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DrFaustus
Posted · Edited by DrFaustus

https://www.electrive.net/2020/02/04/norwegen-4-236-neue-elektroautos-im-januar/

 

Zitat

 

 


 Das beliebteste Modell über alle Antriebsarten hinweg war mit deutlichem Abstand der Audi e-tron. Anm: 902

 

Tesla, alle Modelle: 194
 

 

 

Und bevor jetzt wieder kommt: Aber am Quartalsende!

Tesla im Dezember: 1387

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Schildkröte
Posted
Zitat

Bei den Neuzulassungen 2019 lag laut ZSW weltweit der US Elektroautobauer Tesla mit insgesamt mehr als 875.000 Fahrzeugen vorn. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die chinesischen Hersteller BYD (rund 737.000) und BAIC (480.000). Auf den Plätzen fünf und sechs liegen zwei deutsche Konzerne: BMW (398.000) und VW (351.000).

Quelle: manager magazin 

 

Bei den chinesischen Anbietern muss man die 1,4 Mrd. Einwohner China's ins Verhältnis setzen zu 327 Mio. in den USA sowie 83 Mio. in Deutschland. Aber westliche Autobauer sind natürlich auch sehr von China abhängig. In absoluten Zahlen und angesichts der Tatsache, dass wir uns bei eAutos noch in so einem frühen Stadium befinden, finde ich den Vorsprung von Tesla eigentlich gar nicht so groß.

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DrFaustus
Posted · Edited by DrFaustus



Post stellt Streetscooter-Produktion ein

 

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Deutsche Post wird die Produktion ihrer Streetscooter-Elektrofahrzeuge noch im Laufe des Jahres 2020 komplett einstellen. "Neubestellungen wird es keine mehr geben", sagte ein Konzernsprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die Auslieferung von Fahrzeugen werde sich voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Man wolle die Sondierungen für einen Käufer nicht mehr weiterverfolgen, teilte der Konzern außerdem mit. Über Monate hinweg hatte die Post versucht, potenzielle Interessenten zu finden.

 

https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Freitag-28-Februar-2020-article21607531.html

 

Von einem speziellen Experten wurden seinerzeit geschrieben, wie peinlich das doch für die deutschen Hersteller ist, dass Streetscooter bei der Post zum Zuge kommt und man selbst nichts passendes anbieten wollte.

Hmm, wer hat nun alles richtig gemacht?

Streetscooter (nicht dessen Gründer, der hat ja Kasse gemacht) oder die etablierten Hersteller?

Teuerer Spaß für die Post.

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reko
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Dez 2019 Will Chinese EV start-ups reshape the automotive industry?

adl_chinese_ev_startups_-_figure_1.png

 

Crosspost: elektrochemische-energiespeicher

Im chinesischen Staatsfernsehen CCTV, Video chinesisch mit engl. Untertiteln:

2020/02/13  New Opportunities for Methanol Vehicles through Methanol Fuel Cells as Battery EV Range Extenders

@2:10: " next year will see an industry scale of production .. Dongfeng, Enovate and King Long .. "

ebenfalls mit Methanol-Fahrzeugen beschäftigen sich Geely, Aiways

 

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Schildkröte
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Zitat

Zehn Autoherstellern drohen einer Studie zufolge nächstes Jahr EU-Strafen von zusammen 3,3 Milliarden Euro wegen hoher CO2-Werte. Kurzfristige Maßnahmen wie Rabatte für ihre elektrifizierten oder besonders sparsamen Autos könnten das kaum noch abfedern ... Die Namen der Autobauer nannte die Studie nicht.

Quelle: manager magazin 

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