OttoKleinanleger 28. August · bearbeitet 28. August von OttoKleinanleger vor 55 Minuten von Simulant: @Lazaros Durch dein selektives Zitieren meiner Aussage wird diese verfälscht. Ich schließe mich an, aber schein ja übliches Vorgehen hier im Forum zu sein. Ist halt blöd wenn bei einem "wenn A, dann B" das Zitierte sich nur auf B bezieht. Der Betrug bei B ginge ja nur wegen des Betruges bei A. vor einer Stunde von Simulant: Mit welchen Voraussetzungen hast du die Einkommensteuer berechnet? Mir kommt das nämlich ein kleines bisschen zu niedrig vor. Beispiel: 30.000 EUR Kapitalerträge ./. 1000 EUR Sparer-Pauschbetrag ./. 6439 EUR | 21,5% KV+PV auf 30.000-51(Werbungskosten) EUR ./. 36 EUR Sonderausgaben-Pauschbetrag ergibt 22.525 EUR zu versteuerndes Einkommen 2.206 Einkommensteuer (2026), also 9,79 % laut https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/eingabeformekst.xhtml In der Grafik lese ich ca. 8% ab. In der Tendenz passt das natürlich. Wie gesagt, ich bin Laie, bei der Steuer, wie auch bei Excel. Es kann also vollkommen falsch und für den Allerwertesten sein. Gemacht habe ich mir die Mühe nur, um wirklich mal abschätzen zu können, wie die Wechselwirkungen zwischen Steuer und Krankenkasse sind. Freibeträge und ähnliches habe ich nicht eingearbeitet, ich ziehe einfach plump die Krankenkassenbeiträge vom zu versteuerndem Einkommen ab. Die Krankenkasse ist noch mit 21,6% angesetzt, obwohl meine demnächst schon wieder erhöhen wird. Es geht mir nur darum zu sehen wo mein Zielkorridor ist. So wirklich planen kann ich das nicht, habe ja kaum Festverzinsliches im Depot. Gerechnet habe ich so: Das ist mein Versuch folgende Fromel aus https://www.bmf-steuerrechner.de/javax.faces.resource/2025_10_14_Tarifhistorie_Steuerrechner.pdf.xhtml umzusetzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Simulant 28. August vor 18 Minuten von OttoKleinanleger: Wie gesagt, ich bin Laie, bei der Steuer, wie auch bei Excel. Ich ebenso. Inzwischen ist mir auch aufgefallen, woher der Unterschied bei den Prozenten kommt: Der Steuerrechner bezieht das (natürlich) auf das zu versteuernde Einkommen (quasi netto). In deiner Tabelle/Grafik beziehen sich die Prozente auf die Erträge vor Abzug von KV usw. (quasi brutto). Also: Alles richtig bei deiner Rechnung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
timk 28. August Am 16.8.2026 um 09:37 von Cepha: Ich versuche das nachzuvollziehen und kann es einfach nicht, weder mathematisch noch logisch. Du bist 2024 aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und hast aktuell 3 Jahre Cahsresereve. Soweit bin ich mitgekommen. In den letzten 2 Jahren lief Dein Aktiendepot vermutlich brutal gut, weit besser als jede Planung, so wie bei allen anderen halt auch. Im Jahr 2031, also in 4 1/2 Jahren möchtest Du zum Rentner werden. Und jetzt hängt es davon ab, ob sich dieser Renteneintritt um 1 Jahr verschiebt? Kannst Du das bitte mal mit Zahlen unterfüttern? was soll denn diese Weltreise kosten? 100.000€? .... Vorneweg: Im Alltag brauch ich echt nicht viel. Kein Luxus, kein großes Theater. Und der „worst case“, den ich beschrieben hab, ist aus meiner Sicht eh schon eher ein Luxusproblem. Renteintritt Dez 2031. Außer Tagesgeld und Festgeld für 1–3 Jahre bin ich zu 100 % in Aktien. Kursentwicklung ist mir dabei ziemlich egal, weil ich keine Entnahme-Strategie fahre, sondern auf Dividenden setze. Entnehmen würde bei mir auch gar nicht funktionieren. Ich operiere mit weit unter 1 Mio und will vor der Rente nicht am Vermögen knabbern. Ziel ist eher: Ab Renteneintritt monatlich mehr zur Verfügung haben als während der Berufstätigkeit. Dafür bin ich bereit für ein paar Jahre notfalls Abstriche zu machen. Zur Not würde das Cash bis zur Rente reichen. Das würde aber starke Einschänkungen bedeuten. Überleben knapp über Grundsicherungsniveau. Dabei habe ich in meiner Kalkulation ziemlich konservativ gerechnet. Steuererstattungen und andere Extra-Einkünfte sind gar nicht drin. Das Dividenenniveau habe ich auch konservativ geplant. Bislang stetig ansteigend. Dieses Jahr liege ich vermutlich 30 % über der ursprünglichen Planung. Die Überschüsse werden z.T. reinvestiert und würden über die Jahre summiert ein extra Jahr finanzieren können (falls kein Kurseinbruch). Da setzt dann schon wieder der Geiz ein: Nichts entnehmen zu wollen... Viel hängt auch davon ab, wie viel ich über die Mindestrentenbeiträge hinaus einzahle. Falls ich erst ein Jahr später in Rente gehen dürfte, würde ich wahrscheinlich weniger einzahlen, weil die Abschläge dann geringer sind. Und zur Weltreise: Ich kalkuliere mit 300 € pro Tag, ohne Flüge. 2-4 Monate, Kosten kann man sich ausrechnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OttoKleinanleger 28. August · bearbeitet 28. August von OttoKleinanleger vor 38 Minuten von timk: Viel hängt auch davon ab, wie viel ich über die Mindestrentenbeiträge hinaus einzahle. Falls ich erst ein Jahr später in Rente gehen dürfte, würde ich wahrscheinlich weniger einzahlen, weil die Abschläge dann geringer sind. Ich glaube hier ist ein kleiner Denkfehler. Laut Vorschlägen der Rentenkomission bleibt die Rente für langjährig Versicherte bei 4 Jahren vor dem offizielen Renteneintrittsalter. Dieses soll aber auf 68 erhöht werden. Wenn es so kommt wirst du also ein Jahr länger überbrücken müssen um dann mit gleichen Abschlägen vorzeitig in Rente zu gehen. edit: Blödsinn meinerseits - s.u. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin 28. August · bearbeitet 28. August von Turmalin Text fehlte vor 5 Stunden von FirstSpaceApe: Steht man vor der Wahl: Zieht man jetzt noch 10 Jahre voll durch, um mit 55 Jahren den harten Exit zu machen? Oder schraubt man die nächsten 20 Jahre lieber auf 50 % Teilzeit zurück , oder oder oder !? Der Thread ist lang und vieles wurde hier schon beleuchtet. Zur dieser speziellen Frage habe ich mitgenommen, dass viele Teilzeit bevorzugen (wobei 50% schon eine ziemlich hohe Teilzeitquote ist), aber es für manche keine sinnvolle Lösung ist, weil letztlich nur der Lohn abnehmen würde und nicht die Arbeit. Da kommt es wohl sehr auf die Teilbarkeit der Stelle an. Und als wie erfüllend die freie Zeit empfunden wird, hängt - wenig überraschend- von den Interessen des Privatiers/Rentners ab (und vielleicht auch ein wenig von seiner Stellung im Berufsleben - was den Verlust an Wichtigkeit/Bedeutung betrifft). Otto-Normal-Arbeitnehmer leidet darunter möglicherweise weniger als eine Führungskraft aus dem oberen Management und hatte vielleicht auch mehr Zeit während seines aktiven Berufslebens, um andere Interessen und Kontakte neben der Arbeit zu pflegen. (Alles ganz pauschal dargestellt, trifft natürlich nicht auf jeden zu.) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dimido 28. August vor 8 Minuten von OttoKleinanleger: Laut Vorschlägen der Rentenkomission bleibt die Rente für langjährig Versicherte bei 4 Jahren vor dem offizielen Renteneintrittsalter. Zitat aus dem Dokument der Rentenkommision: Zitat Die Kommission empfiehlt, die Altersgrenze für die Rente für langjährig Versicherte zeitnah von 63 auf 64 Jahre zu erhöhen. Danach soll sie parallel zur Entwicklung der Regelaltersgrenze angehoben werden. Das Renteneintrittsfenster soll dadurch auch bei Anhebung der Regelaltersgrenze bei drei Jahren bleiben. Hintergrund: es war mal 2 Jahre, es ist durch die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 aber von 2 auf 4 Jahre angewachsen. Das will man auf 3 Jahre reduzieren und ab dann zusammen mit der Regelaltergrenze jeweils gemeinsam anheben, sodaß es konstant bei 3 Jahren bleibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OttoKleinanleger 28. August vor 6 Minuten von dimido: Zitat aus dem Dokument der Rentenkommision: Hintergrund: es war mal 2 Jahre, es ist durch die Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 aber von 2 auf 4 Jahre angewachsen. Das will man auf 3 Jahre reduzieren und ab dann zusammen mit der Regelaltergrenze jeweils gemeinsam anheben, sodaß es konstant bei 3 Jahren bleibt. Oha, da lag der Denkfehler bei mir - mein Fehler. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 28. August · bearbeitet 28. August von Lazaros kann weg Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
FirstSpaceApe 28. August vor 2 Stunden von Turmalin: Zur dieser speziellen Frage habe ich mitgenommen, dass viele Teilzeit bevorzugen (wobei 50% schon eine ziemlich hohe Teilzeitquote ist), aber es für manche keine sinnvolle Lösung ist, weil letztlich nur der Lohn abnehmen würde und nicht die Arbeit. Und als wie erfüllend die freie Zeit empfunden wird, hängt - wenig überraschend- von den Interessen des Privatiers/Rentners ab (und vielleicht auch ein wenig von seiner Stellung im Berufsleben - was den Verlust an Wichtigkeit/Bedeutung betrifft). Otto-Normal-Arbeitnehmer leidet darunter möglicherweise weniger als eine Führungskraft aus dem oberen Management und hatte vielleicht auch mehr Zeit während seines aktiven Berufslebens, um andere Interessen und Kontakte neben der Arbeit zu pflegen. (Alles ganz pauschal dargestellt, trifft natürlich nicht auf jeden zu.) Ja, genau diese Bedenken habe ich auch: Bei 80 % würde ich mit Sicherheit dieselbe Arbeit für weniger Geld erledigen. Bei 50 % ist das gar nicht möglich und man müsste sie anders verteilen. Ich mag meinen Job sehr gerne, bin aber auch bald an dem Punkt, an dem es finanziell keinen Sinn mehr macht viel Zeit in Geld zu tauschen. Dazu reise ich gerne, auch mal gerne länger am Stück, 11 h Flugzeit müssen sich ja lohnen, da ist es störend, alle paar Tage in die Firma zu müssen. Aber das muss man dann sehen, wenn es so weit ist. Ganz aufhören ist natürlich reizvoll, aber wer weiß schon, wie lange man es durchhält, da auch viele Hobbys erst „nach der Arbeit“ stattfinden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 28. August · bearbeitet 28. August von Physics Mich würde interessieren (anonyme Umfrage), wie viel Budget den Ruheständlern hier im Forum tatsächlich monatlich netto zur Verfügung steht und wie viel davon real ausgegeben wird. Da die Spanne zwischen Single/Paar und Miete/Eigentum groß ist, müsste die Umfrage entsprechend unterteilt werden. Definitionen für diese Umfrage: a) Netto-Haushaltseinkommen (Budget): Alles, was monatlich aufs Konto kommt, bzw. eingeplant ist. Also gesetzliche Rente/Pension, bAV, private Rentenversicherungen sowie kalkulierte Entnahmen aus dem Depot (Dividenden/Ausschüttungen/Teilverkäufe nach Steuern). b) Tatsächliche Ausgaben: Was der Haushalt im Jahresschnitt pro Monat real verbraucht (Warmmiete/Hausgeld, Lebenshaltung, Versicherungen, Auto, Reisen, Hobbys). Reine Reinvestitionen/Sparen zählen nicht zu den Ausgaben. Könnte man so etwas zielgereichtet abfragen oder reichen die Umfragemöglichkeiten hier nicht aus? Wie könnte die Umfrage konkret strukturiert werden? Was meint ihr? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 28. August vor 48 Minuten von Physics: Könnte man so etwas zielgereichtet abfragen oder reichen die Umfragemöglichkeiten hier nicht aus? Wie könnte die Umfrage konkret strukturiert werden? Was meint ihr? Die Frage ist halt, welches "Ergebnis" Du Dir von so einer Umfrage erhoffst? Wie der "durchschnittliche Ruheständler" so ausgestattet ist? Hilft das dann irgendwie weiter und wenn ja, wofür? Ich brauche ca. 30 k p.a., 18 k ziehe ich aus Ausschüttungen/Zinsen + Steuererstattung, 12 k muss ich als zusätzliche Depotentnahme zulegen. Soweit die grobe Rechnung bis zum Erreichen der gesetzl. Rente. Das kann man jetzt bei 100 verschiedenen Leuten hier abfragen und kriegt dann wahrscheinlich 100 verschiedene Variationen dessen, je nach "Lebensstil". Bleibt die Frage: was nützt diese "Erkenntnis" dann? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 29. August vor 10 Stunden von Wishmueller: Bleibt die Frage: was nützt diese "Erkenntnis" dann? Für mich persönlich dient das vor allem der Einordnung. Vor all den großen Summen, die hier im Forum oft im Raum stehen, verliert man im Alltag sonst schnell mal die Haftung zur eigenen Lebensrealität. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 29. August vor 55 Minuten von Physics: Für mich persönlich dient das vor allem der Einordnung. Mein Gedanke zu absoluten Budgets ist, dass eine Vergleichbarkeit zu einzelnen Personen wenig bringen wird. Zur Einordnung kann man sicher allgemein verfügbare Statistiken nutzen. Ich betreibe eine Art „Konsum-Rebalancing“. Zunächst bleibt eine Jahresrendite von beispielsweise 5 % vollständig im Vermögen. Erst darüber hinausgehende außergewöhnlich gute Renditen erzeugen zusätzliches, Konsumbudget. Zum besseren Verständnis ein Beispiel: bis +5 % p.a.: kein zusätzliches Konsumbudget +5 bis +10 %: 20 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden für zusätzlichen Konsum freigegeben +10 bis +15 %: 30 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden freigegeben über +15 %: 40 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden freigegeben Der reguläre Lebensunterhalt ist davon vollständig getrennt betrachtet. Dieser wird aus dem normalen Entnahmebudget finanziert. Die obige Regel betrifft ausschließlich zusätzlichen, freiwilligen/optionalen Konsum wie Reisen, größere Anschaffungen, besondere Erlebnisse etc. Wird das dann immer hart verbraucht? Nein. Die Idee ist, wenn das Depot außergewöhnlich stark wächst, muss nicht zwingend jeder zusätzliche Euro dauerhaft im Kapitalstock verbleiben. Ein Teil der positiven Überraschung darf auch zeitnah in Lebensqualität umgesetzt werden. In schwachen oder negativen Börsenjahren entfällt dieser zusätzliche Konsum dagegen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 29. August vor 5 Minuten von LongtermInvestor: Mein Gedanke zu absoluten Budgets ist, dass eine Vergleichbarkeit zu einzelnen Personen wenig bringen wird. Zur Einordnung kann man sicher allgemein verfügbare Statistiken nutzen. Sehe ich ähnlich. Habe da aber trotzdem mal mit abgestimmt, wenn es denn hilft..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin 29. August vor 7 Stunden von LongtermInvestor: Mein Gedanke zu absoluten Budgets ist, dass eine Vergleichbarkeit zu einzelnen Personen wenig bringen wird. Zur Einordnung kann man sicher allgemein verfügbare Statistiken nutzen. Ich betreibe eine Art „Konsum-Rebalancing“. Zunächst bleibt eine Jahresrendite von beispielsweise 5 % vollständig im Vermögen. Erst darüber hinausgehende außergewöhnlich gute Renditen erzeugen zusätzliches, Konsumbudget. Zum besseren Verständnis ein Beispiel: bis +5 % p.a.: kein zusätzliches Konsumbudget +5 bis +10 %: 20 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden für zusätzlichen Konsum freigegeben +10 bis +15 %: 30 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden freigegeben über +15 %: 40 % des Gewinns oberhalb von +5 % werden freigegeben Der reguläre Lebensunterhalt ist davon vollständig getrennt betrachtet. Dieser wird aus dem normalen Entnahmebudget finanziert. Die obige Regel betrifft ausschließlich zusätzlichen, freiwilligen/optionalen Konsum wie Reisen, größere Anschaffungen, besondere Erlebnisse etc. Wird das dann immer hart verbraucht? Nein. Die Idee ist, wenn das Depot außergewöhnlich stark wächst, muss nicht zwingend jeder zusätzliche Euro dauerhaft im Kapitalstock verbleiben. Ein Teil der positiven Überraschung darf auch zeitnah in Lebensqualität umgesetzt werden. In schwachen oder negativen Börsenjahren entfällt dieser zusätzliche Konsum dagegen. Das ist ein interessanter Ansatz. Über die Aufteilung übrig bleibender Gelder in Zusatzkonsum und Zusatzrücklage habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Bist du schon in der Entnahmephase? Falls ja, warum dann nicht alles über 5% entnehmen? Das Kapital bliebe ja dennoch inkl. Inflationsausgleich erhalten. Und wo ist der Unterschied zum normalen Entnahmebudget, bzw. weshalb differenzierst du hier überhaupt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PKW 29. August Am 28.8.2026 um 10:46 von s1lv3r: Also doch mit Vorabpauschale? Ja natürlich. Wer hat denn das Gerücht in die Welt gesetzt, dass die frw. GKV diese nicht verbeitragt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt 30. August vor 8 Stunden von PKW: Wer hat denn das Gerücht in die Welt gesetzt, dass die frw. GKV diese nicht verbeitragt? Nach der finanzmathematischen Logik ist es eben seltsam, dass fiktive, steuerpflichtige Kapitalerträge, auf die man auch noch Steuern zahlt (also zu einem realer "Verlust" führen), als Einkommen zu bewerten sind. Wir haben sogar schon bei der Hotline der TK die Erfahrung gemacht, dass die Mitarbeiter damit überfordert sind und das Gegenteil behaupten. Der § 16 SGB IV definiert aber das sozialversicherungsrechtliche Gesamteinkommen ausdrücklich als die „Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts“. Der Punkt ist hier "Einkommenssteuerrecht", nicht "Sozialrecht"; dort gelten nämlich auch ganz andere Prinzipien (siehe z.B. https://www.wolterskluwer.com/de-de/expert-insights/kapitalertraege-waehrend-des-leistungsbezugs-als-vermoegen, https://www.haufe.de/id/kommentar/sauer-sgbii-11-zu-beruecksichtigendes-einkommen-2523-kapitalertraege-HI13906495.html). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 30. August vor 15 Stunden von Turmalin: Das ist ein interessanter Ansatz. Über die Aufteilung übrig bleibender Gelder in Zusatzkonsum und Zusatzrücklage habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Der wesentliche Punkt ist tatsächlich die bewusste Trennung zwischen Basisentnahme und variablem Zusatzkonsum. Nein, ich bin noch nicht in der klassischen Entnahmephase. Der reguläre Lebensunterhalt wird aktuell vollständig aus laufendem Einkommen finanziert. Perspektivisch möchte ich aber ein fest definiertes Basis-Entnahmebudget haben, das unabhängig von der jeweiligen kurzfristigen Börsenentwicklung funktioniert. Mein Ansatz ist allerdings bewusst nicht nur für die Entnahmephase gedacht, sondern funktioniert genauso bereits in der Aufbauphase. Gerade dort finde ich ihn interessant. Wenn das Vermögen bereits eine gewisse Größe erreicht hat und außergewöhnlich stark wächst, muss nicht zwangsläufig jeder zusätzliche Euro wieder vollständig reinvestiert werden. Warum also nicht einfach alles oberhalb von 5 % entnehmen? Das wäre grundsätzlich eine mögliche Variante. Ich möchte aber bewusst nicht jede Rendite oberhalb von 5 % vollständig konsumieren. Auch außergewöhnlich gute Renditen sollen überwiegend im Kapitalstock verbleiben. Die Regel soll lediglich verhindern, dass das Vermögen in sehr guten Marktphasen zwangsläufig vollständig weiter anwächst, obwohl zusätzliche finanzielle Sicherheit für mich nur noch einen begrenzten Zusatznutzen hat. Der Unterschied zum normalen Entnahmebudget liegt daher vor allem in der Funktion des Basisbudgets bzw. Basisentnahme = dauerhaft planbarer Lebensunterhalt. Dieser soll möglichst unabhängig davon sein, ob das laufende Börsenjahr +20 % oder -20 % beträgt. In der Aufbauphase wird der Lebensunterhalt entsprechend aus dem laufenden Einkommen finanziert, später aus dem Depot. Optionales, variables Zusatzbudget entsteht ausschließlich bei außergewöhnlich guten Kapitalmarktjahren und kann für Dinge wie Reisen, größere Anschaffungen oder besondere Erlebnisse genutzt werden. In schwachen Jahren entfällt es vollständig, ohne dass dadurch der normale Lebensstandard angepasst werden muss. Die Differenzierung hat für mich also vor allem einen strategischen und psychologischen Zweck. Ich möchte meinen dauerhaften Lebensstandard nicht prozyklisch anheben. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht in einer Situation landen, in der ein bereits ausreichend großer Kapitalstock selbst nach außergewöhnlich guten Jahren vollständig weiter akkumuliert wird. Das Basisbudget finanziert das normale Leben. Das Konsum-Rebalancing verteilt einen Teil außergewöhnlich positiver Vermögensentwicklungen zeitnah in Lebensqualität und das kann sowohl in der Aufbau- als auch später in der Entnahmephase funktionieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
beijing84 30. August Aber was machst du, wenn in einem schlechten Börsenjahr z.B. deine Heizung (im Falle des Wohneigentums) und/oder dein Auto kaputt geht, und du nun eine eine Ausgabe tätigen musst, die erheblich über deinem Basisbudget liegt? Vertagen lässt sich das ja wohl kaum auf gute Börsenjahre, vor allem weil unklar ist, wann diese sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 30. August vor 4 Minuten von beijing84: Aber was machst du, wenn in einem schlechten Börsenjahr z.B. deine Heizung (im Falle des Wohneigentums) und/oder dein Auto kaputt geht, Das wäre für mich kein Problem des Konsum-Rebalancings, sondern eine Frage der Liquiditäts- und Rücklagenplanung. Ich würde grundsätzlich drei Dinge voneinander trennen: 1. Reguläres Basisbudget Laufende Lebenshaltungskosten und planbare regelmäßige Ausgaben. 2. Rücklagen für unregelmäßige, aber notwendige Ausgaben. Dazu gehören beispielsweise Autoersatz, Reparaturen, Heizung, größere Instandhaltungen oder sonstige unerwartete, aber unvermeidbare Ausgaben. Diese müssen selbstverständlich unabhängig vom jeweiligen Börsenjahr finanzierbar sein. 3. Konsum-Rebalancing / Lebensdividende Ausschließlich freiwilliger und aufschiebbarer Zusatzkonsum wie zusätzliche Reisen, besondere Anschaffungen oder Erlebnisse. Wenn also in einem schlechten Börsenjahr die Heizung ausfällt oder das Auto ersetzt werden muss, wird diese Ausgabe aus der dafür vorgesehenen Liquiditätsreserve bzw. Rücklage finanziert. Sie hängt ausdrücklich nicht davon ab, ob das Depot im jeweiligen Jahr positiv oder negativ gelaufen ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 30. August · bearbeitet 30. August von Sapine Grundsätzlich ist der Aufbau eines hohen Vermögens positiv aber nicht um jeden Preis. Eine Vorgehensweise wie beschrieben hat durchaus positive Seiten. Wenn man in der Ansparphase ausreichend sicher (wäre zu definieren) ist, dass man sein Anlageziel erreichen wird, macht es Sinn allmählich das Sparverhalten zu lockern. Man darf dabei nicht vergessen, dass ein erhöhtes Konsumverhalten in der Ansparphase zu höherem Bedarf im Alter führt, alleine dadurch, dass ein Zurückschrauben von Lebenshaltungskosten schwierig ist. Streng genommen muss man mit der Erhöhung des Konsums auch das Anlageziel erhöhen. Während man in der Ansparphase beispielsweise häufig nach der Methode verfährt, dass von jeder Gehaltserhöhung die Hälfte in der Sparrate landet, könnte man ab einem gewissen Punkt durchaus überlegen, einen Teil des Gewinns zum Konsum freizugeben. Die genannten 5 % erscheinen mir allerdings zu sportlich. Eher würde ich damit anfangen, bei Renditen oberhalb von 10 % die Mehrrendite zur Hälfte oder anfangs vielleicht nur einem Viertel frei zu geben. Das trägt dem Problem Rechnung, dass nach einigen guten Börsenjahren das Risiko schlechter Zeiten steigt. Wichtig ist es dabei das Anlageziel nicht zu gefährden. Neben dem Effekt, sich Dinge leisten zu können, dürfte das auch eine gute mentale Vorbereitung auf eine spätere Entnahmephase sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica 30. August · bearbeitet 30. August von Norica vor 2 Stunden von beijing84: Aber was machst du, wenn in einem schlechten Börsenjahr z.B. deine Heizung (im Falle des Wohneigentums) und/oder dein Auto kaputt geht, und du nun eine eine Ausgabe tätigen musst, die erheblich über deinem Basisbudget liegt? Vertagen lässt sich das ja wohl kaum auf gute Börsenjahre, vor allem weil unklar ist, wann diese sind. Aber warum sollte ein Basisbudget keine Reserve enthalten? Das Basisbudget ist praktisch das Gehalt aus der früheren Erwerbstätigkeit und das haut man ja auch nicht vollständig auf den Kopf. Auch im "Entnahmezeitraum" gelten wirtschaftliche Prinizien. Wir reden hier über Leute, die ihre Finanzen halbwegs im Griff haben sollten, sonst wären die nicht hier. Also, haben all die Auto-, Waschmaschinen-, Heizungsgespenst-Gläubigen schon mal daran gedacht, dass man mit dem Basisbudget möglicherweise auch einen depotschonenden Kredit bedienen kann? vor 2 Stunden von Sapine: Während man in der Ansparphase beispielsweise häufig nach der Methode verfährt, dass von jeder Gehaltserhöhung die Hälfte in der Sparrate landet, könnte man ab einem gewissen Punkt durchaus überlegen, einen Teil des Gewinns zum Konsum freizugeben. Die genannten 5 % erscheinen mir allerdings zu sportlich. Eher würde ich damit anfangen, bei Renditen oberhalb von 10 % die Mehrrendite zur Hälfte oder anfangs vielleicht nur einem Viertel frei zu geben. Das trägt dem Problem Rechnung, dass nach einigen guten Börsenjahren das Risiko schlechter Zeiten steigt. Wichtig ist es dabei das Anlageziel nicht zu gefährden. 5% ist sicher als Nettoplus gemeint, also nach Abzug der realen Inflation. Unabhängig von dynamischen Entnahmeraten kann man das Muster der Ansparzeit (Hälfte der Gehaltserhöhung sparen) als Blaupause für das Entsparen (nur die Hälfte der Zusatzrendite entnehmen) nutzen. Man hat zusätzlichen Konsum (so man will) und sichert gleichzeitig das Anlageziel. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 30. August vor 2 Stunden von LongtermInvestor: Der Unterschied zum normalen Entnahmebudget liegt daher vor allem in der Funktion des Basisbudgets bzw. Basisentnahme = dauerhaft planbarer Lebensunterhalt. Dieser soll möglichst unabhängig davon sein, ob das laufende Börsenjahr +20 % oder -20 % beträgt. Das hört sich für mich nach einer Variation des dynamischen Entnahmeplans von Vanguard oder Guyton-Klinger an. Das Prinzip ist das gleiche, eine moderate Anhebung in guten Jahren (+5%), dafür eine geringe Absenkung in schlechten Jahren (-2,5%). Könnte man auch mit einem Topfmodell machen, in das gute Jahre als Puffer fließen inkl. Konsumentnahme, schlechte Jahre damit ausgeglichen werden. Im Endeffekt ist das alles ähnlich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PKW 30. August Der Staat braucht Geld, deshalb hat er doch so ein schiefes Ding beschlossen. Da kannst du doch nicht mit der vor 17 Stunden von hattifnatt: finanzmathematischen Logik kommen Und es ist auch kein Geheimnis, dass manchmal ein telefonischer first-level-support vom Tuten vielleicht etwas, vom Blasen aber eher weniger versteht. Und weil du die TK anführst, die rechnen die Steuer auf die VAP natürlich nicht aus meinen Kapitalerträgen raus (geschweige ziehen sie das davon ab). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor 31. August vor 19 Stunden von Der Heini: Das hört sich für mich nach einer Variation des dynamischen Entnahmeplans von Vanguard oder Guyton-Klinger an. Da stimme ich zu. Mein persönlicher Fokus liegt dabei insbesondere auf der Verbindung von Finanzmechanik und tatsächlicher Lebensplanung. Nicht nur definieren, wie viel maximal sicher entnommen werden kann, sondern bewusst festzulegen, welcher Teil des verfügbaren Wohlstands für das heutige Leben genutzt werden soll und welcher Teil als langfristige Sicherheitsmarge erhalten bleibt. Im Grunde also gleichzeitig für ein langes Leben vorzusorgen und trotzdem bereits in der Gegenwart einen definierten Anteil des wirtschaftlichen Erfolgs zu nutzen. Man optimiert damit nicht ausschließlich auf das Szenario einer maximalen Lebensdauer, sondern auf eine gewisse Bandbreite möglicher Lebensverläufe: Bei einem langen Leben bleibt die Basis dauerhaft abgesichert. Bei einer positiven Vermögensentwicklung wird ein Teil des zusätzlichen Wohlstands bewusst konsumiert, anstatt ausschließlich weitere Sicherheitsmargen aufzubauen. Bei einem kürzeren oder unerwartet verlaufenden Leben wurde nicht die gesamte Lebensqualität systematisch auf eine Zukunft verschoben, die möglicherweise nie erreicht wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag