Sapine 6. Oktober · bearbeitet 6. Oktober von Sapine vor 5 Stunden von Bolanger: Ich habe gerade nochmal über das AVD und die Option der Entnahmepläne nachgedacht. Zumindest aktuell kommt mir das durchaus attraktiv vor, auch außerhalb des AVD Man setzt ein Alter, bis zu dem der Entnahmeplan laufen soll. Bei angenommenen 30 Jahren würde im ersten Jahr 1/30tel entnommen, im 2. Jahr 1/29tel des dann gültigen Wertes usw.. Das Geld fließt automatisiert auf das Girokonto, auf das auch Rentenzahlungen gehen sollten ebenso wie Kostenbegleichungen. Das Geld auf dem Giro ist zum Ausgeben da, egal wofür. Dieser Automatismus könnte helfen, von der Ansparphase auch wirklich in die Konsumphase überzugehen. da diese Entnahmen automatisiert ablaufen kommt man auch nicht in Versuchung, nun doch weniger zu entnehmen als vorgesehen, weil man das Gelfd ja nicht braucht, oder markettiming zu betreiben. Auch wenn man mal alt und tatterig ist läuft der automatisierte Entnahmeplan einfach weiter. Wenn man das Alter hoch genug ansetzt, dann läuft man auch keine Gefahr, am Ende des Geldes noch viel Leben über zu haben. Das, was über bleibt, bekommen dann die Erben und fertig ist die Laube. Die Einfachheit dieser Methode ist beeindruckend hat aber Kehrseiten: 1) Je nachdem wie sich Dein Altersdepot in der Entnahme zusammensetzt, kann das mehr oder weniger volatil werden bei der Entnahme. Solange es sich dabei nur um eine Ergänzung Deiner Altersvorsorge handelt, sind bei 100 % Aktien Schwankungen von bis zu 50 % p.a. kein unüberwindliches Problem. Wenn man davon aber einen Teil der Miete zahlen will, muss man später die Aktienquote reduzieren. 2) Es ist erforderlich, ein "Enddatum" zu setzen für die Entnahme. Wie die Leute damit klar kommen werden, werden wir erst in Zukunft herausfinden. Ich würde in jedem Fall vermuten, dass mindestens ein Drittel der Leute damit überfordert sind, weil sie beispielsweise nur für die durchschnittliche Lebenserwartung planen. Aber auch grundsätzlich wird es für viele schwierig sein, sich ein "Enddatum" zu geben. 3) In der Regel steigt die Entnahmerate bei hohem Aktienanteil mit fortschreitendem Alter oberhalb der Inflationsrate auch wenn es zu negativen Verläufen mit fallenden Entnahmen kommen kann. Viel häufiger hat man gegen Ende deutlich mehr Geld zur Verfügung als man brauchen kann. Das erfordert ein Nachsteuern im höheren Alter, wo das eher schwer fallen wird. 4) Das mit dem Vererben am Ende gilt außer in bestimmten Fällen beim Ehepartner als förderschädliche Verwendung. D.h. da muss man einiges davon abgeben für Steuern etc. Besonders spannend wäre es, wenn die Erbschaftssteuer von dem Bruttobetrag ausgeht (keine Ahnung wie das gehandhabt werden wird). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Fondsanleger1966 vor 20 Stunden von Bolanger: Welche Broker bieten eigentlich Entnahmepläne an? vor 18 Stunden von Bolanger: Tatsache, bei Flatex kann man einen Entnahmeplan mit einer fixen monatlichen Rate eingeben. Aber laut der letzten Nachfrage halt nicht automatisch aufs ein (eigenes) Girokonto, sondern nur aufs Flatex-interne Verrechnungskonto, wo das Geld niemanden nutzt (s. Link). Günstig und gut scheint es derzeit nur bei der FFB (mit Sonderzugang) zu funktionieren (allerdings mit 0,1% p.a. Verwahrgebühr für Anteile ohne Bestandsprovision), aber auch nicht in der oben skizzierten Variante. vor 20 Stunden von Bolanger: So richtig sind mir aber noch keine Broker aufgefallen, die solche Entnahmepläne explizit bewerben. Wenn es Sparpläne mit 1 EUR Kosten pro Transaktion gibt, dann müsste es doch auch Entnahmepläne mit 1 EUR pro Transaktion geben. Wieso? Für Sparpläne gibt es einen Kostenersatz z.B. durch die Emittenten, weil der Anleger damit sein Geld in fremde Hände weggibt. Daran haben diejenigen, die das Geld erhalten, natürlich ein Interesse, weil sie dieses Geld für ihre Zwecke nutzen können (z.B. um darauf Gebühren zu berechnen). Wieso sollte irgendjemand dafür zahlen/ein Interesse daran haben, dass Anleger sich ihr Geld zurückholen? Das ist doch für alle daran Beteiligten (außer vielleicht dem Anleger) wirtschaftlich nachteilig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin 7. Oktober vor 8 Stunden von Fondsanleger1966: Wieso? Für Sparpläne gibt es einen Kostenersatz z.B. durch die Emittenten, weil der Anleger damit sein Geld in fremde Hände weggibt. Daran haben diejenigen, die das Geld erhalten, natürlich ein Interesse, weil sie dieses Geld für ihre Zwecke nutzen können (z.B. um darauf Gebühren zu berechnen). Wieso sollte irgendjemand dafür zahlen/ein Interesse daran haben, dass Anleger sich ihr Geld zurückholen? Das ist doch für alle daran Beteiligten (außer vielleicht dem Anleger) wirtschaftlich nachteilig. Ich fürchte auch, das das der Grund ist und rechne daher auch nicht unbedingt mit einer großen Ausweitung der Angebots. Bei den Konditionen von S-Broker wird das ja deutlich: Kauf 0,25% (+ Grundgebühr) - oder bei Sparplänen noch weniger - versus 2,5% beim Entnahmeplan (was ich bei meiner ersten Recherche für einen Tipp- bzw. Kommafehler hielt. Wenn das Geld vom Depot genommen wird, kann der Broker damit auch nichts mehr verdienen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Samstag um 14:07 Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit der Psychologie des Vermögensaufbaus. Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Konkret meine ich den Moment, in dem das Depot in einem einzigen Jahr (durch Kursgewinne plus Sparrate (sofern relevant)) die eigenen Lebenshaltungskosten um ein Mehrfaches (z. B. Faktor 4, 5 oder mehr) übersteigt. Wie habt ihr diesen Übergang erlebt, als die Dynamik des Portfolios die eigene Arbeitskraft psychologisch komplett in den Schatten gestellt hat? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 14:16 · bearbeitet Samstag um 14:18 von Puppi vor 9 Minuten von LongtermInvestor: Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität Kannst du Beispiele nennen, was du damit genau meinst oder glaubst zu meinen? Meinst du damit z.B., dass das der Punkt sein könnte, an dem (viel) Geld einen verändert bzw. die Einstellung zu Geld? ...dass man das Gefühl hat, dass ab nun Geld keine große Rolle mehr spielt im Leben oder gar mit der Zeit eine gewisse "Belanglosigkeit" darstellt (nicht nur im positiven Sinne)...sozusagen "meine Arbeitskraft ist jetzt irgendwie nicht mehr viel wert/unnütz"? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Samstag um 14:39 · bearbeitet Samstag um 14:39 von Sapine vor 31 Minuten von LongtermInvestor: Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit der Psychologie des Vermögensaufbaus. Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Konkret meine ich den Moment, in dem das Depot in einem einzigen Jahr (durch Kursgewinne plus Sparrate (sofern relevant)) die eigenen Lebenshaltungskosten um ein Mehrfaches (z. B. Faktor 4, 5 oder mehr) übersteigt. Wie habt ihr diesen Übergang erlebt, als die Dynamik des Portfolios die eigene Arbeitskraft psychologisch komplett in den Schatten gestellt hat? Für mich war es das Verhältnis von Depotwachstum ohne Sparraten zu Einkommen. Mir war all die Jahre klar, dass das Depot immer stärker wächst aber der Punkt wo die Finanzen die Arbeitskraft überholt haben kam dennoch für mich überraschend. Es war nicht nur sehr dynamisch sondern fühlte sich sehr irreal an und hat den Denkprozess mächtig angeregt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Samstag um 15:05 · bearbeitet Samstag um 15:08 von hattifnatt vor 28 Minuten von Sapine: Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Nichts dergleichen - sind für mich nur abstrakte Zahlen, nur eine gewisse Befriedigung bei runden "Milestones". Wahrscheinlich habe ich kein gesundes Verhältnis zu Geld. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin Samstag um 15:16 Ich sehe die Kursgewinne, vergleiche sie auch mit meinem Erwerbseinkommen, aber da ich die Crashs ab 2000 als Investor miterlebt habe, denke ich auch immer, dass sich dass schnell wieder ändern kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wertomat Samstag um 15:24 Bei mir kommt psychologisch viel zu wenig oder viel zu spät an, wie gut es finanziell läuft. Ich bin sicherlich ein Extrembeispiel, weil meine jährlichen Sparraten ein mehrfaches meines jährlich benötigten Geldes sind, und ich meine Arbeit (bin Selbständig) einfach sehr gerne mag und noch lange weitermachen möchte wenn es läuft. Ich fahre immernoch ein altes Auto, und denke lange über ein neues nach, bei seit Jahresbeginn 80.000 Euro "gesparten" und 120.000 Euro Kursgewinnen. Gestern habe ich mich beim Flug buchen erwischt, wie ich hin und her überlegt habe, ob ich mir einen Flug für 50 Euro mehr gönne bei besseren Uhrzeiten, und dann zwischendrin kurz bei Portfolio Performance reingeguckt und gesehen habe, dass ich Tages.Kursgewinne von fast 20.000 Euro (extrem guter Tag gestern, klar) hatte. Der Milestone "1 Milion Gesamtvermögen" war eine Weile lang eine Freude, wurde dann Normalität, und hat sich zu "1 Million in Aktien" verschoben, und da die bald erreicht sein könnten, wird er sich weiter verschieben, vermutlich eher zu etwas anderen Assets (wegen Sicherheit) als einfach nur zu mehr Kohle in Aktien. Auf der anderen Seite: Das Gefühl, Wirklich genug Fuck-You-Money zu haben, vermutlich nie wieder von wirklicher Mittellosigkeit bedroht zu sein, ist Teil eines viel besseren Lebensgefühls. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt Samstag um 15:45 · bearbeitet Samstag um 15:49 von hattifnatt vor 22 Minuten von wertomat: Gestern habe ich mich beim Flug buchen erwischt, wie ich hin und her überlegt habe, ob ich mir einen Flug für 50 Euro mehr gönne bei besseren Uhrzeiten, und dann zwischendrin kurz bei Portfolio Performance reingeguckt und gesehen habe, dass ich Tages.Kursgewinne von fast 20.000 Euro (extrem guter Tag gestern, klar) hatte. Hehe, sowas kommt mir bekannt vor vor 22 Minuten von wertomat: Auf der anderen Seite: Das Gefühl, Wirklich genug Fuck-You-Money zu haben, vermutlich nie wieder von wirklicher Mittellosigkeit bedroht zu sein, ist Teil eines viel besseren Lebensgefühls. Das würde ich unterschreiben! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gordon1607 Samstag um 15:56 vor 1 Stunde von LongtermInvestor: Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit der Psychologie des Vermögensaufbaus. Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Ich habe immer ein normal gutes Gefühl beim Vermögensaufbau gehabt. Wenn ich mich richtig zurückerinnere habe ich meine ersten Aktien und Fonds nicht gekauft weil ich wohlhabend werden wollte sondern weil ich eine einzelne Währung für risikovoller gehalten habe. Die ersten 100.000 DM haben mich emotional etwas berührt. Da weiß ich noch wann das war. Danach hat sich nicht viel geändert. Ich hatte auch nie vor mein Leben meinem Vermögen anzupassen. Ich lege Geld, welches ich nicht brauche an und von mir aus kann es gerne vererbt. werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Samstag um 16:10 vor 1 Stunde von LongtermInvestor: Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit der Psychologie des Vermögensaufbaus. Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Konkret meine ich den Moment, in dem das Depot in einem einzigen Jahr (durch Kursgewinne plus Sparrate (sofern relevant)) die eigenen Lebenshaltungskosten um ein Mehrfaches (z. B. Faktor 4, 5 oder mehr) übersteigt. Wie habt ihr diesen Übergang erlebt, als die Dynamik des Portfolios die eigene Arbeitskraft psychologisch komplett in den Schatten gestellt hat? Gar nicht. Bei mir sind es eher die Dividenden pro Monat. Wenn immer mehr Monate die "magischen 800 Euro" (woher kommen diese 800 Euro überhaupt? Davon erzählen aber viele) überspringen und dann die 1.000 Euro. Unabhängig von den monatl. Dividenden: Als die jährlichen Gesamtdividenden das erste mal eine monatl. Gesamtausgabe stemmen konnte Und dann zwei, drei... Ein weiterer Punkt war vor einiger Zeit wo ich mich frage ob ich mich nochmal beruflich verändere oder komplett in den Sack haue und mich tiefenentspannt beruflich verändert habe, weil ich wusste, dass der schlimmste Fall der mir passieren kann mittlerweile über Grundsicherungs-Niveau liegt. Ob da Ungläubigkeit oder Surrealität mit dabei war, mag ich nicht beurteilen.. Nach dem Erkenntnisgewinn war das eher ein Moment der Ruhe und Entspanntheit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Samstag um 16:58 vor 2 Stunden von LongtermInvestor: Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel mit der Psychologie des Vermögensaufbaus. Mich würde interessieren, ab welchem Verhältnis von jährlichen Ausgaben zu Depotwachstum bei euch ein Gefühl der Ungläubigkeit oder Surrealität eingesetzt hat? Konkret meine ich den Moment, in dem das Depot in einem einzigen Jahr (durch Kursgewinne plus Sparrate (sofern relevant)) die eigenen Lebenshaltungskosten um ein Mehrfaches (z. B. Faktor 4, 5 oder mehr) übersteigt. Wie habt ihr diesen Übergang erlebt, als die Dynamik des Portfolios die eigene Arbeitskraft psychologisch komplett in den Schatten gestellt hat? Also ich hatte zum Zeitpunkt meines beruflichen Exits Mitte 2024 ja nur eine "Überschlagsrechnung" gemacht, dass es inkl. Kapitalverzehr und künftiger Rentenansprüche doch eigentlich "reichen" sollte, diesen Schritt auch wirklich umzusetzen (anstelle der ernsthaften Befürchtung, die letzte Firma dann vielleicht doch vorzeitig "waagerecht" zu verlassen). Im "Detail" habe ich es damals nicht ausgerechnet, was vielleicht auch besser so war, ich wollte einfach nur "raus"...... Zwei volle Jahre (inkl. dem laufenden) später - und natürlich unter der Berücksichtigung, dass es erneut 2 "gute" Jahre an den Kapitalmärkten waren - ist die Erkenntnis zumindest, dass es die Lebenhaltungskosten mehr als deckt und das Depot trotz der laufenden Entnahmen sogar noch stetig weiter wächst. Natürlich nicht um ein "Vielfaches" (der Lebenshaltungskosten), aber solange es am Jahresende immer noch mehr ist als am Jahresanfang, bin ich grundsätzlich erstmal damit zufrieden. Auch immer in dem Wissen und auch der selbtgemachten Crash-Erfahrung 2008, dass es noch mal ganz anders kommen kann. Ob ich heute, wo ich davon leben muss, damit im Fall der Fälle dann mental besser umgehen kann als damals..... das muss die Zeit dann zeigen. Aber es "mahnt" mich halt weiterhin zu einer gewissen Zurückhaltung (die sich aber nicht wesentlich zur Zeit vor dem Exit unterscheidet). Long story short: Zu "Ungläubigkeit" oder gar dem Gefühl von "Surrealität" taugt diese Version ganz sicherlich nicht, aber die empirische Erkenntnis nach 2,5 Jahren, dass es wirklich funktioniert, ist ja auch schon was.... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Samstag um 19:36 vor 4 Stunden von Sapine: Für mich war es das Verhältnis von Depotwachstum ohne Sparraten zu Einkommen. Mir war all die Jahre klar, dass das Depot immer stärker wächst aber der Punkt wo die Finanzen die Arbeitskraft überholt haben kam dennoch für mich überraschend. Es war nicht nur sehr dynamisch sondern fühlte sich sehr irreal an und hat den Denkprozess mächtig angeregt. Meinst Du damit einmalig überstiegen hat, über mehrere Jahre und/oder um ein vielfaches oder nur einfach überstiegen? vor 4 Stunden von wertomat: Auf der anderen Seite: Das Gefühl, Wirklich genug Fuck-You-Money zu haben, vermutlich nie wieder von wirklicher Mittellosigkeit bedroht zu sein, ist Teil eines viel besseren Lebensgefühls. Ja, das ist cool. Ab welcher Summe hatte sich das bei Dir nachhaltig eingestellt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wertomat Samstag um 20:10 vor 27 Minuten von Peter23: Ja, das ist cool. Ab welcher Summe hatte sich das bei Dir nachhaltig eingestellt? Es war schon länger irgendwie theoretisch klar. Aber ich hatte (als Selbständiger) vor gut einem Jahr eine Phase, wo einfach vermutlich auch durch Zufall keine Jobs reinkamen. Ich habe mir die Frage gestellt, was ist wenn es das jetzt wahr wegen Veränderungen in der Branche etc. Und dann habe ich so eine Entnahme-Tabelle genommen, und durchgespielt, und das Ergebnis war, dass die Verschiedenen % der möglichen Kursentwicklungen darüber entscheiden, ob ich 2000 oder 3500 Euro oder so entnehmen kann. Auch die schlechteren Prognosen haben für 2000 Euro oder so gereicht, und damit kann ich leben, ohne auf viel für mich wichtiges verzichten zu müssen. Das war ein aufatmen und ein Gefühl von Freiheit, weil die theoeretischen Rechnungen auf einmal zu realen Optionen wurden. Ich bin erst Ende 40, mag meinen Job, und hatte nie ans wirkliche aufhören gedacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Samstag um 20:20 vor 9 Minuten von wertomat: Auch die schlechteren Prognosen haben für 2000 Euro oder so gereicht, und damit kann ich leben, ohne auf viel für mich wichtiges verzichten zu müssen. Das war ein aufatmen und ein Gefühl von Freiheit, weil die theoeretischen Rechnungen auf einmal zu realen Optionen wurden. Ich bin erst Ende 40, mag meinen Job, und hatte nie ans wirkliche aufhören gedacht. Glückwunsch! Du hast offensichtlich finanziell gesehen sehr viel richtig gemacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Samstag um 20:30 vor 49 Minuten von Peter23: Meinst Du damit einmalig überstiegen hat, über mehrere Jahre und/oder um ein vielfaches oder nur einfach überstiegen? Das Depotwachstum war von dem Jahr an immer höher als mein Arbeitseinkommen. Das erste negative Jahr kam erst nach meiner Berufstätigkeit. Das muss aber nicht zwangsläufig so sein, waren halt ein paar gute Börsenjahre hintereinander ohne Einbruch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
geldvermehrer Samstag um 20:39 vor 5 Stunden von Turmalin: Ich sehe die Kursgewinne, vergleiche sie auch mit meinem Erwerbseinkommen, aber da ich die Crashs ab 2000 als Investor miterlebt habe, denke ich auch immer, dass sich dass schnell wieder ändern kann. Genau wie bei mir Zur Jahrtausendwende hatte ich mir schon einen schicken Wagen zusammengestellt, bevor ich ihn bestellen konnte, wurden aus den hohen Gewinnen noch viel höhere Verluste. Letztes Jahr "habe ich dann tatsächlich ein paar Chips vom Tisch genommen" und mir einen teueren Sportwagen gegönnt, man lernt dazu Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Samstag um 20:54 · bearbeitet Samstag um 20:55 von Peter23 vor 24 Minuten von Sapine: Das Depotwachstum war von dem Jahr an immer höher als mein Arbeitseinkommen. Thx. Meinst Du mit Depotwachstum Gewinn + Einzahlung oder nur Gewinn? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Samstag um 21:30 Das war in dem Zeitraum praktisch ohne Einzahlungen. Meine Sparraten liefen nach dem Tod meines Mannes im wesentlichen in die Tilgung einer Immobilienfinanzierung (vermietet) und nicht ins Depot. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Sonntag um 06:42 · bearbeitet Sonntag um 06:50 von LongtermInvestor Für mich zeigt sich die wahre Rendite im sinkenden Druck im Alltag und in der gewonnenen inneren Freiheit, vor allem seit dem Punkt, an dem die Depotrendite mein Arbeitseinkommen nachhaltig übertroffen hat. Es ist fast so, als hätte ich ein zweites Ich an meiner Seite, das rund um die Uhr für mich arbeitet. Wenn das Depot meine Zielrendite übertrifft, schöpfe ich diese Überrenditen inzwischen immer mehr ganz bewusst ab. Nicht für beliebigen Konsum, sondern für sinnvolle Ausgaben wie Reisen, Erlebnisse und gezielte Qualitätsverbesserungen im Alltag. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Sonntag um 08:17 vor einer Stunde von LongtermInvestor: Für mich zeigt sich die wahre Rendite im sinkenden Druck im Alltag und in der gewonnenen inneren Freiheit, vor allem seit dem Punkt, an dem die Depotrendite mein Arbeitseinkommen nachhaltig übertroffen hat. Es ist fast so, als hätte ich ein zweites Ich an meiner Seite, das rund um die Uhr für mich arbeitet. Wenn das Depot meine Zielrendite übertrifft, schöpfe ich diese Überrenditen inzwischen immer mehr ganz bewusst ab. Nicht für beliebigen Konsum, sondern für sinnvolle Ausgaben wie Reisen, Erlebnisse und gezielte Qualitätsverbesserungen im Alltag. Ich genieße insbesondere, dass mir keine besch... Behörde irgend eine sinnlose Abfrage unter die Nase hält und dass ich keine völlig sinnlosen Investoren Reports erstellen muss, die keinem helfen. Bei der Verwendung sind wir sehr ähnlich aufgestellt. Nennen wir es "gezielten" Konsum. Das sind dann ebenfalls Reisen, das Medizinstudium an der privaten Uni für eines unserer Kinder. Mein eigenes Konsum- und Ausgabeverhalten hat sich die letzten 20 Jahre so gut wie nicht geändert. Ich lebe so, dass ich alles, was mir Freude bereitet, mit deutlichem Puffer machen kann. Ich schaue an sich überhaupt nicht darauf, was ich genau kaufe oder konsumiere. Die einfach Regel ist "nicht durchdrehen" oder "No third house, no second wife, no first boat". Meine Mutter hat immer gesagt: wer den Pfennig nicht ehrt, ist den Taler nicht wert. Ich habe das für mich umgedreht in "wer den Pfennig ehrt, verliert die Mark." Das sind ein paar kleine Reminders, die für mich richtig hilfreich sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini Sonntag um 09:01 vor 12 Stunden von wertomat: Es war schon länger irgendwie theoretisch klar. Aber ich hatte (als Selbständiger) vor gut einem Jahr eine Phase, wo einfach vermutlich auch durch Zufall keine Jobs reinkamen. Ich habe mir die Frage gestellt, was ist wenn es das jetzt wahr wegen Veränderungen in der Branche etc. So ist es seit 1 oder 2 Jahren bei mir. Das Depot wächst dieses Jahr (bisher) 3mal so schnell wie mein Jahresbrutto als Selbstständiger (nach Abzug der Firmenkosten). Die Auftragslage wird schwieriger, aber ich mache weiter so lange ich noch gutes Einkommen habe. Konsum kommt dann eher davon, nichts entnehmen zu müssen, erfreue mich am Wachstum des Depots. Sparraten sind dafür aber auf Null, da ich jetzt in das Studium der Kinder, Haus (größere PV-Anlage, Renovierungen) oder teures Auto mehr investiere. Gönne mir eher Kleinigkeiten ohne schlechtes Gewissen, die den Alltag vereinfachen (größeres Handy für die Augen, größerer Monitor usw.). Reisen waren schon immer da, da ändert sich nichts. Mein! Problem ist, daß auch bei höherem Depot, ich immer wieder Extremszenarien finde, daß es nicht reichen würde. Internet sei Dank. Die KI rechnet mir 98% Erfolgswahrscheinlichkeit aus, dann setze ich die Entnahmen einfach 1000 € höher und schon reicht es nicht mehr. Oder ich komme bei reinem Monte-Carlo auf eine Entnahmerate von 1,9% und schon reicht es nicht. Glaube, es ist mittlerweile eine deutsche Finanzpsychologie bei mir, die da herauskommt. Kämpfe da noch viel mit mir. Am Ende werden sich die Kinder freuen, da ich Erben habe ist das nicht so schlimm. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leviathan73 Sonntag um 09:51 vor 47 Minuten von Der Heini: Mein! Problem ist, daß auch bei höherem Depot, ich immer wieder Extremszenarien finde, daß es nicht reichen würde. Internet sei Dank. Die KI rechnet mir 98% Erfolgswahrscheinlichkeit aus, dann setze ich die Entnahmen einfach 1000 € höher und schon reicht es nicht mehr. Oder ich komme bei reinem Monte-Carlo auf eine Entnahmerate von 1,9% und schon reicht es nicht. Glaube, es ist mittlerweile eine deutsche Finanzpsychologie bei mir, die da herauskommt. Kämpfe da noch viel mit mir. Damit habe ich zwei Jahre wirklich hart gekämpft. Jetzt sind die Attacken seltener und nicht mehr ganz so heftig. Dennoch würde ich das sofort unterschreiben ;-) Wobei ich Einschnitte bei der Steuergesetzgebung eine höhe Wahrscheinlichkeit als einem brutalen Einbruch über mehrere Jahre. Aber auch da ist die Wahrscheinlichkeit weit weg von Null. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES Sonntag um 13:30 vor 21 Stunden von wertomat: Gestern habe ich mich beim Flug buchen erwischt, wie ich hin und her überlegt habe, ob ich mir einen Flug für 50 Euro mehr gönne bei besseren Uhrzeiten, und dann zwischendrin kurz bei Portfolio Performance reingeguckt und gesehen habe, dass ich Tages.Kursgewinne von fast 20.000 Euro (extrem guter Tag gestern, klar) hatte. "Gestern" war Freitag, oder? Bei mir ist da nur rot, irgendwas mache ich falsch Ich mache das auch, wuerde sagen, ist "normal" (in unserer Bubble). Man muss nur bissi aufpassen, dass es nicht völlig gaga wird und man ne Stunde recherchiert, wie man woanders 3,80€ sparen wuerde. Leute die mit "Sparen" ihr Vermoegen aufgebaut haben, sind sicherlich etwas preissensitiv und da sehe ich auch kein Problem drinnen. Nur die 50€ zweimal im Jahr sind nicht mehr der fette Hebel, der dein Portfolio anschiebt. Ich habe noch keine finanzielle Unabhängigkeit erreicht, aber bin irgendwie auf dem Weg dorthin, auch gegen äussere "Widerstände". Fuer mich waren einzelne Milestones in absoluten Zahlen oder prozentual zum Einkommen, etc. nicht so wichtig. Ich war aber immer ein wenig "in Sorge" dass es nicht reicht, wenn ich arbeitslos werde, keinen neuen Job finde, dies oder das.... Das wird immer besser. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag