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heiligenschein

Fidelity - European Growth Fund

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DerDude1980
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@Maharishi:

 

Ich hätte auch noch eine Frage an dich: Wie bist du ins Thema Aktienanlagen "eingestiegen"? Du hast einige empfehlenswerte Bücher erwähnt, bist du erstmal damit gestartet?

 

Ich persönlich kenne mich mit Aktien nur rudimentär aus, meine Stärke sind eher Fonds. Ich interessiere mich aber für einen Einstieg ins Thema Aktien, da ich mit Fonds bisher sehr gute, erste Erfahrungen gesammelt habe. Ich möchte es aber dann von Anfang an richtig angehen, also nicht blind irgendwelchen Musterdepots oder ähnlichem Quatsch folgen, sondern vielmehr vor mir selber logisch begründen können, welche Aktien ich kaufe und das auch jederzeit rechtfertigen können (auch vor mir selber). Mein Gewissen wäre nicht besonders beruhigt, wenn ich mich selber mit Sprüchen wie: "Hey, die Jungs von 'Der Aktionär' haben das auch so gemacht, also ist das gut so.", beruhigen muss...da will ich gar nicht erst mit anfangen.

 

Also, wie findet man sich zurecht? Wo fängt man am besten an? (Ich brauche jetzt nicht so Links zu Dingen wie: Was ist die Börse? Wie berechnet sich ein Aktienkurs? Wie werde ich so cool wie GlitterGirlie? ;-P oder so) Vielmehr möchte ich wissen, wie man sich von Beginn an einen fundierten Investmentstil und entsprechendes Verständnis aneignen kann. Und da ich den Eindruck habe, dass du, Maharishi, da einer der sachlich gut argumentierenden und zweifellos eine gewisse Erfahrung und Ahnung aufweisenden Forenteilnehmer bist, würde mich das mal aus deiner Sicht interessieren.

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Maharishi
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@Dude

 

Ich hab viel gelesen. Was z. B. Bijou Brigitte angeht, ist das Prinzip der Investition in sog. Ketten, egal ob Restaurants, Einzelhandel oder Frisöre sehr gut bei Peter Lynch beschrieben. Ich würde erstmal die drei Bücher lesen (wegen der Links auf die Bilder klicken):

 

lynch13uv.jpg lynch20jr.jpg siris7nt.jpg

 

Die drei Bücher sind exzellent geschrieben und außerdem unterhaltend. Lynch ist eine Investment-Legende und Siris hat u. a. als Analyst gearbeitet, läßt aber kein gutes Haar an dieser Branche. Ich hab natürlich noch mehr gelesen, aber das da oben ist das Gerippe. Im wesentlichen habe ich mich danach gerichtet.

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steinbooock
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[quote@all

 

ich mache beides.

 

Erst nicht mehr rauchen = 120 Euro im Monat.

 

75 euro nehme ich um alle 2 Monate je 50 Euro in 3 Fond zu zahlen.

Darunter ist auch der Fidelity European Growth Fund.

 

Rest von 55 Euro wird zum "zocken" in mechnisches Handelsystem (Indizes Dax mit Hebelzertifikaten) gesteckt.

 

Und wenn ich weiterhin nicht rauche, habe ich so oder so gewonnen. B) B)

 

Gruß Steinbooock

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StockJunky
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Nein, so läuft das nicht. Du guckst nicht in die Zukunft. Vergiß alles, was dir die Heinis bei NTV und Co. über die Börse erzählen oder was du sonst hörst. Die Börse lebt nicht von 'Fantasie'. Was zählt, sind die Gewinne und die müssen mit einer gewissen Zuverlässigkeit reinkommen, steigend natürlich. Dafür nimmt man Vergangenheitsdaten! So hat das jedenfalls Buffet jahrzehntelang gemacht und ist dadurch nach Bill Gates der zweitreichste Mann der Welt geworden. Wenn ein Unternehmen gute Bilanzdaten hat und das seit 5 oder 10 Jahren und außerdem so lange zuverlässig gearbeitet hat, wird das höchstwahrscheinlich auch weiter so sein.

Zwar etwas Offtopic, aber nach der Definition lieg ich ja mit Hyundai Motor ganz gut dabei. Die Bilanzen seit 2000 sind auf der Webseite ausgeführt (hier), und sowohl Gewinn als auch Umsatz stiegen die vergangenen Jahre kontinuierlich an. Ist zwar kein deutsches Unternehmen, aber dennoch würde mich dazu deine Meinung "als Fundamentalist" im entsprechenden Thread interessieren?

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heiligenschein
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Hi !

 

erstmal danke für die antwortn und sry, dass ich mich erst jetzt melde.

ich will eigentlich eher ansparen, als einmal anlegen.

deswegen will ich über ne lange zeit immer regelmäßig beträge sparen (und das ist im moment nicht viel, aber egal ;) )

 

was meine frage betrifft, konnt ich keine genaue antwort raushören (hatte ich auch nicht erwartet). Naja, hab mich jetzt dazu entschlossen, den fidelity europ. growth zu besparen.

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StockJunky
Posted
:thumbsup:

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Maharishi
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Zwar etwas Offtopic, aber nach der Definition lieg ich ja mit Hyundai Motor ganz gut dabei. Die Bilanzen seit 2000 sind auf der Webseite ausgeführt (hier), und sowohl Gewinn als auch Umsatz stiegen die vergangenen Jahre kontinuierlich an. Ist zwar kein deutsches Unternehmen, aber dennoch würde mich dazu deine Meinung "als Fundamentalist" im entsprechenden Thread interessieren?

Eigenkapitalrendite und Umsatzrendite sehen auf den ersten Blick für einen Automobilhersteller gut aus. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Mit Auslandsaktien befasse ich mich nicht, weil ich mir nicht zutraue, die jeweiligen Besonderheiten (Einfluß der Wechselkurse, Steuern, Marktregulierungen, Staatseinfluß etc.) einschätzen zu können. Außerdem sind Automobilhersteller typische Zykliker, da müßte man die Daten über einen vollen Zyklus haben, um was sagen zu können. Niedrige KGVs bei Zyklikern deuten oft oft einen Abschwung des Geschäfts hin. Zykliker kauft man daher besser bei hohen KGVs, also in der Erholungsphase.

 

Übrigens sagt Buffett, daß man nix kaufen soll, was Räder hat. Das hat was mit der Anlagenintensität zu tun, d. h. diese Unternehmen müssen sehr teure Fertigungsanlagen (bei Airlines: Luftflotten) unterhalten, was immer wieder teure Investitionen erfordert.

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StockJunky
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Danke für deine Bewertung. Da sind wir ja erstmal gar nicht so weit auseinander, was die Bilanzbewertung angeht. Dass Buffett nichts kauft, was Räder hat, war mir bekannt. Finde ich aber übertrieben. Ich würde gerade die im Wachstum befindlichen Autowerte eher mit den Lebensmittelketten vergleichen, die gerade dabei sind ihr Vertriebsgebiet zu erweitern. Natürich kostet ein neues Werk deutlich mehr als ein neues Restaurant, aber dafür fällt auch deutlich mehr dabei ab.

 

Allerdings ist mir nicht klar, wieso das Währungsrisiko bei einem ausländischen Unternehmen höher sein sollte als bei einem deutschen Unternehmen, dass seinen Umsatz primär im Ausland erwirtschaftet?

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Maharishi
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Natürich kostet ein neues Werk deutlich mehr als ein neues Restaurant, aber dafür fällt auch deutlich mehr dabei ab.

Bezogen auf den Kapitaleinsatz ist da schon ein ergeblicher Unterschied, deshalb soll man diese anlagenintensiven Unternehmen ja gerade nicht kaufen. Dieser Unterschied drückt sich in der Eigenkapitalrendite aus.

 

Allerdings ist mir nicht klar, wieso das Währungsrisiko bei einem ausländischen Unternehmen höher sein sollte als bei einem deutschen Unternehmen, dass seinen Umsatz primär im Ausland erwirtschaftet?

 

Hab ich auch nicht behauptet, habe nur gesagt, daß ich all diese Einflüsse auf das Geschäft nicht beurteilen kann. Es könnte z. B. sein, daß so ein Unternehmen durch einen zu niedrigen Wechselkurs der Heimatwährung unnatürliche Wettbewerbsvorteile hat. Nur als Beispiel.

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DerFugger
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Bei WO gibts einen, der öfter mal erzählt hat, daß er durch die Börse 7-stellig geworden ist.

 

Darauf sollte man nicht viel geben.Wahrscheinlich wird dabei genauso viel gelogen wie einer Umfrage zum Thema 'Sex'.

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Maharishi
Posted

@

 

Ja, normalerweise geb ich darauf auch nix, aber bei dem stimmts wohl. Wie er sich äußert, ist nämlich jenseits der üblichen Prahlereien. Und bei den Aktien, zu denen er sich äußert, liegt der immer richtig. Das timing stimmt zwar nicht immer zu 100%, aber das hinzubekommen, ist ja praktisch unmöglich.

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Sperber
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Bei WO gibts einen, der öfter mal erzählt hat, daß er durch die Börse 7-stellig geworden ist.

 

Darauf sollte man nicht viel geben.Wahrscheinlich wird dabei genauso viel gelogen wie einer Umfrage zum Thema 'Sex'.

Warum sollte es nicht stimmen?

 

Der Weg von 10.000 zu 100.000 ist genauso lang wie der von 100.000 zu 1.000.000 oder von da zu 10.000.000. Wer die Geduld hat und den Willen weiterzusparen, schafft das evtl. auch irgendwann.

 

Die entscheidende Frage ist: wann willst du anfangen dein Geld auch auszugeben? Keiner spart, nur damit er sich nacher eine neue "Highscore" auf den Grabstein meiseln lassen kann.

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alterhase
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Eine Frage die sich mir dabei stellt ist, kann man mit derselben Strategie bei 10.000, 100.000, 1.000.000 und 10.000.000 agieren.

 

 

Beispiel Maharishi

 

wäre es weiter möglich dieselbe Strategie zu fahren? Also dieselben 4 Aktien zu denselben Zeitpunkten zu kaufen und zu verkaufen.

 

1. Auch bei 10.000.000 nur vier Aktien :blink:

2. Konnte man BB für 2.500.000 zum selben Kurs kaufen oder hätte man sich die Kurse kaput gemacht?

3. Kommt man auch schnell wieder raus ohne den Kurs kaput zu machen?

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Maharishi
Posted

@

 

Prinzipiell ist das schon möglich. Buffett z. B. hat im wesentlichen die Aktien großer Unternehmen wie Coca-Cola, Gillette und Amex billig gekauft. Verkaufen tut der aus steuerlichen Gründen fast nie.

 

Das Strategieproblem ist aus meiner Sicht ein anderes. Jetzt ist das allerbeste schon vorbei, denn richtig billig und profitabel konnte man 2003 in den Markt rein. Das wird sich beim nächsten Abschwung wiederholen. Die Anleger machen es aber fast immer umgekehrt, sie gehen rein, wenn die Kurse schon sehr gut gelaufen sind. Dann gibts natürlich kaum noch Schnäppchen mit Riesenpotential.

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alterhase
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@Maharishi

 

Ok, das heisst dass du ein single manager, single class, single region, single style, und eventuell auch small cap "problem" hast. (nicht bös gemeint)

 

Du hast nicht mehrere (Fonds)manager eingespannt, legst in Aktien aus Deutschland an, verfolgst genau eine anlagestil ...

 

 

Sollte es also eine ganze Weile keine Schnäppchen mit Riesenpotential geben, würdest du einfach deine Werte halten (bis diese überteuert sind?) und eventuell auch nur von der Seitenlinie zuschauen.

 

Derweil könnte jemand mit einer anderen Investiionsstrategie mit anderen Anlageklassen, anderen Regionen und Stilen etc. weiter gutes Geld verdienen und damit eher langsam aber gleichmäßig deine Performancevorgabe wiedereinholen.

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Maharishi
Posted

@alterhase

 

Im Augenblick läuft die Weltwirtschaft hochsynchronisiert, und die Aktienmärkte laufen eh nahezu im Gleichklang, das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern. Klar kann man sein Spektrum auf Rohstoffe, Immobilien und sonstwas erweitern. Die Ergebnisse werden aber insgesamt nicht besser, denn überall gilt das gleiche: Billig kaufen und teuer verkaufen. Und wie sich die Rohstoffe entwickeln werden, wissen nicht mal die Profis, die z. B. seit Jahrzehnten Brent-Oil an der IPE handeln. Warum soll dein Fondsmanager das besser können als die? Nur weil du ihn bezahlst? :lol:

 

Und was andere Investitionsstile angeht, so kaufe ich Aktien solider und zuverlässiger Unternehmen billig ein und sehe den Kursen beim steigen zu. Du kannst natürlich auch unsolide Unternehmen teuer kaufen (lassen), um noch teurer zu verkaufen, nur ist dieser Stil nicht besser, eher schlechter würde ich mal sagen. Das ist nämlich der Knackpunkt, wenn es keine Schnäppchen für mich mehr gibt, ist der Markt heißgelaufen und du riskierst einen Absturz deines Portfolios. Ich nicht, weil ich dann nämlich draußen bin. Dem Fondsmanger ist das egal, weil er ja trotzdem an dir verdient.

 

Ich will übrigens nicht nur Aktien mit Riesenpotential, mir reichen unterbewertete und solide Unternehmen, mit denen ich rd. 20% im Jahr machen kann. Das ist meine Zielmarke, dauerhaft mehr zu erzielen, ist eh schwierig. Außerdem hab ich kein Small-Cap-Problem, denn ich hab zwei recht große Mid-Caps im Porfolio und vermutlich bald auch DAX-Werte. Aber egal, die Diskussion führt zu nichts, ich will ja niemandem ausreden, sein Geld in Fonds zu stecken. Mach mal weiter so, die Fondstypen wollen ja auch essen und trinken... und Porsche fahren. :P

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alterhase
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Im Augenblick läuft die Weltwirtschaft hochsynchronisiert, und die Aktienmärkte laufen eh nahezu im Gleichklang, das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern.

Ich hatte mir vor festlegen meiner Investitionsstrategie die Mühe gemacht und u.a. das untersucht.

Meine feststellung: unterschiedliche Assetklassen wie Aktien, Renten, Immobilien, Hedgefonds, Private Equity, diverse Sonderanlagen wie Container etc. laufen nicht im Gleichklang. Streckenweise entwickelt sich manches mit höherer Korrelation, aber langfristig ist die Korrelation < 1 zum teil auch negativ.

Selbst innerhalb einer Assetklasse wie Aktien laufen unterschiedliche Regionen oder Branchen oder Stile NICHT im Gleichklang. Höchstens temporär zeigt sich eine höhere Korrelation der Gesamtindizes verschiedener Regionen nicht z.B. der Branhenindizes oder Stilindizes.

 

Klar kann man sein Spektrum auf Rohstoffe, Immobilien und sonstwas erweitern. Die Ergebnisse werden aber insgesamt nicht besser, denn überall gilt das gleiche: Billig kaufen und teuer verkaufen.

Ok, lassen wir den Stil gleich. Warum nimmst du diese Assetklassen nicht noch hinzu. Nehmen wir an, du würdest dir das nicht zutrauen, dann such dir halt Maharishi2, Maharishi3, etc. die das für dich machen. Ok, vielleicht findest du keinen zweiten deiner Sorte :)

Und warum soll man deine ohnehin guten Ergebnisse noch verbessern wollen. Es genügt doch wenn man die gleichen guten Ergebnisse auch mit anderen Assetklassen erzielt. Das Ergebnis wird dadurch stetiger.

 

Und was andere Investitionsstile angeht, so kaufe ich Aktien solider und zuverlässiger Unternehmen billig ein und sehe den Kursen beim steigen zu. Du kannst natürlich auch unsolide Unternehmen teuer kaufen (lassen), um noch teurer zu verkaufen, nur ist dieser Stil nicht besser, eher schlechter würde ich mal sagen.

Deinen Stil kann man vielleicht als "Deep Value" bezeichnen. Daneben gibt es noch GARP und Growth, oder Timingorientierte Stile und noch einige mehr. Und die machen was anderes als unsolide Unternehmen teuer kaufen.

 

Das ist nämlich der Knackpunkt, wenn es keine Schnäppchen für mich mehr gibt, ist der Markt heißgelaufen und du riskierst einen Absturz deines Portfolios.

Das ist m.E. eine unzulässige Verallgemeinerung. Wenn du keine Schnäppchen mehr findest, dann sind in Deutschland die Aktien mindestens fair bewertet. Mehr kann man daraus nicht ableiten.

 

 

Ich gebe ja grundsätzlich selten Empfehlungen, aber wenn du Fondsmanager für andere Assetklassen, Regionen und Stile suchen würdest, könntest du dein Anlagerisiko sicher senken. Ob die Rendite darunter leidet, hängt davon ab wie du deine eigene Performance über eine längere Zeitstrecke einschätzt.

 

mit denen ich rd. 20% im Jahr machen kann

Wenn du überzeugt bist, diese Rendite im Schnitt langfristig zu erzielen, dann bringt dir eine Diversifikation nur dann was, wenn auch dort 20% jährlich im Schnitt sicher ist. Und das ist sehr unwarscheinlich.

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Maharishi
Posted

@

 

Aus meiner Sicht ist es mit Aktien viel einfacher als mit anderen Assetklassen. Vor allem Rohstoffe können sehr volatil und daher riskant sein, und deren langfristige Entwicklung ist längst nicht so gut einzuschätzen wie die von etablierten Unternehmen mit beständigem Geschäftsmodell. Eine gute Aktie kannst du notfalls aussitzen oder du kaufst sogar nach, wenn sie abschmiert. Wer das mit Gold in den 80er-Jahren so gemacht hätte, also aussitzen oder nachkaufen, wär über 20 Jahre lang aus dem Heulen nicht mehr rausgekommen. Damals stand der Kurs nämlich bei über 800 USD die Unze.

 

Übrigens mal was zum lernen, alterhase: Wenn man keine Schnäppchen mehr findet, ist der Markt selbstverständlich heißgelaufen. In einem fair bewerteten Markt gibt es nämlich Schnäppchen und überbewertete Aktien, so daß sich der Markt insgesamt als fair bewertet darstellt. Gibt es keine Schnäppchen mehr, sind die Aktien entweder fair bewertet oder überbewertet, was insgesamt einen überbewerteten Markt ergibt. Oder glaubst du wirklich, daß es einen Markt gibt, in dem alle Aktien fair bewertet sind, also keine Schnäppchen und keine überbewerteten? Sowas gibt es nicht! Selbst in der Hype 1999/2000 gab es noch genug unterbewertete Aktien, die meisten waren small-caps, z. B. Bijou Brigitte, die man damals für einen Spottpreis kaufen konnte.

 

Du gehst sehr theoretisch an die Sache heran und betest öfter mal den üblichen Mainstream-Bullshit nach. Wo z. B. soll der Widerspruch zwischen Value und Growth liegen? Das ist so eine Erfindung von Fondsmanagern, die sich ein Profil geben wollen, damit sie ihre Fonds verkaufen können. In der Investmentpraxis gibt es so einen Widerspruch nämlich nicht, denn z. B. Leute wie Buffett legen nur in stetig wachsende Unternehmen an. GARP ist auch nix anderes, nur ein neuer Name, und was timingorientierte Stile sein sollen, ist mir nicht ganz klar. Kaufen die ihre Aktien nur zum richtigen Zeitpunkt und nicht zum falschen? *lol*

 

Ich will mal festhalten, wie du das machst: Du suchst Regionen, Asset-Klassen und Branchen selbst aus, gehst gezielt mit den Fonds da rein und erwartest von den Managern, daß sie dann auch so investieren. Du triffst also Enstcheidungen darüber, welche Asset-Klassen laufen werden, welchen Branchen und welche Regionen. Sowas würde ich mir nie zutrauen, denn da fehlen mir einfach die notwendigen Kenntnisse. Von vielen Branchen habe ich keine Ahnung, ich kaufe nur, was ich halbwegs verstehe, die ganzen Regionen, die zu den Emerging Markets zählen, kann ich ebenfalls nicht so gut einschätzen als daß ich da investieren würde und was Rohstoffe angeht, siehe oben: Für mich zu riskant.

 

Letztendlich ist dein Investmentstil trotz Diversifikation aus meiner Sicht wesentlich riskanter als meiner, und ob das durch zusätzliche Rendite aufgewogen wird, wage ich zu bezweifeln. Sieht ja eher so aus, als ob es umgekehrt ist. Und bei der nächsten Asienkrise bin ich jedenfalls nicht dabei, du vermutlich schon, und wenns nur über ein Einbrechen der Rohstoffpreise ist.

 

Was deine professionellen Fondsmanager angeht, erzähl ich dir mal eine Geschichte. Im Sommer hab ich im Urlaub in Bloomberg-TV zwei Fondsmanager gesehen, angekündigt als Experten für stock-picking und small-caps. Ich war gespannt! Die erzählten über ihre Favoriten. Da kam z. B. die Indus-Holding, und mir wurde schlecht, weil der eine Typ erzählte, die Anleger hätten das Geschäftsmodell nicht verstanden. Tatsächlich hat er es anscheinend nicht verstanden, sonst hätte er nicht darüber gejammert, daß der Kurs nicht aus der Hüfte kommt. Schließlich zu Bijou Brigitte, weil die ja der Highflyer in 2004/2005 waren. Beide Dödelz hatten die Aktie mal im Portfolio aber eben schon vor einiger Zeit verkauft. Keiner von beiden konnte sagen, warum er verkauft hatte.

 

Das sind deine Profis, alterhase... :P

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DerFugger
Posted · Edited by DerFugger

@Maharishi

 

Im Augenblick läuft die Weltwirtschaft hochsynchronisiert, und die Aktienmärkte laufen eh nahezu im Gleichklang, das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern

 

Was ist denn das für eine blödsinnige Aussage.Nimm doch mal die Sonnenbrille ab, damit du die Realität wieder ungefiltert wahrnehmen kannst.

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Maharishi
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@

 

Ich mein das ja nicht so absolut, wie du das verstehen willst. Immer locker bleiben, Fugger... :P

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DerFugger
Posted · Edited by DerFugger
Ich mein das ja nicht so absolut

 

Ob absolut oder relativ ist egal.Schau dir mal die Indizes von China und Indien im Zeitraum von 2000-2003 an und vergleiche das mit Europa; dann kannst du erkennen wie asynchron Aktienmärkte laufen können.

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Scuolfan
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Die Diskussion führt ins Leere.

 

Die ideale Strategie ist diejenige, welche für einen persönlich die beste Performance bringt.

 

Maharishi ist de Facto sehr erfolgreich, daher kann man ihm schelcht seine Marktmeinung und sein Marktwissen absprechen.

 

Da jeder Mensch ein Stück weiter verschieden ist, investiert er auch anders.

Ok, ja und Nein. Psychologie der Massen und Financial Behaviourism, das wollen wir jetzt nicht thematisieren.

 

Gehen wir einfach mal von dem halbwegs gebildeten, interessierten und "klugen" Anleger aus, der i.d.R. klar nach Strategien arbeitet und viele "Börsenfehler" nicht mehr begeht.

 

Dieser Anleger kann ich in den unterschiedlichsten Formen präsentieren.

 

Der eine wie Mahrirshi,d er sich auf wachstumsstarke, grundsolide Unternehmen konzentriert und nciht jeden zweiten Tag mittels TA irgendwelche Kursbewegungen der nächsten tage versucht, vorherzusagen.

 

Dann gbit es andere die widerrum fast ausschließlich das machen und wieder andere, die beides kombinieren was ich für den idealsten Ansatz halte.

 

Der eine Anleger interessiert sich sehr für Emerging Markets und Deutsche Werte, wieder ein anderer konzentriert sich auf das alte Europa und die USA, ganz klassisch D, F, I , CH, GB und It sowie USA.

Der nächste liebt Asien und kennt sich sowohl in Japan, als auch Indochina hervorragend aus.

 

Der nächste ist sehr geografisch itneressiert, kenn sich gut mit Klimatologie und Geologie aus und fokussiert sich daher, logischerweise, auf Rohstoffe, schielt aber auch mit einem halben Auge mal zum DAX und zum DOW nach interessanten Werten.

 

Im Klartext:

Die Vielfalt der Interessen und Anlageschwerpuntke machen den Markt aus.

 

Maharishi wird vermutlich in jeder Baisse noch steigende Einzeltitel finden, alterhase wird vermutlich irgendwo auf der Welt egal ob grade extremste Baisse in USA und Europa angesagt ist, wachstumsstarke Gesamtmärkte finden.

 

Irgendwo ist IMMER etwas zu holen.

Es gibt es nicht, das alles "gleich" ist.

Wenn das hauptgebiet für eine Weile abgegrast erscheint, dann muss man sich eben eine neue Weide suchen, und wenn es nur temporör ist, und warten bis jene Weide mit dem schmackhafteren Gras wieder ausreichend grünt und wieder abgegrast werden kann.

 

Ob mand as nun mit Einzeltiteln oder mit Sektoren / Branchen macht, bleibt jedem selsbt überlassen und ergibt sich aus den Interessen und Neigungen / Fähigkeiten des Einzelnen.

 

Performace ist überall zu erzielen.

 

gruss

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Maharishi
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Die Diskussion führt ins Leere.

Sehe ich auch so.

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alterhase
Posted

@Maharishi

 

da sind ja wieder extrem viele absolute Aussagen in deinem Text. Soll ich mir wirklich die Mühe machen, diese zu hinterfragen :-" Oder war es dann hinterher wieder nicht so absolut gemeint?

 

Aus meiner Sicht ist es mit Aktien viel einfacher als mit anderen Assetklassen.

Das mag für dich gelten, aber z.B. Rentenanleger in hochverzinsliche Emerging Market Anleihen würden dir klar widersprechen wollen und darlegen warum es viel einfacher ist die faule Ländernuss zu ignorieren und nur auf die sicheren renditestarken Anleihen zu setzen. Mit nur einem einzigen Risiko dem Staatsbankrott und kein Eingriff des IWF.

 

 

Übrigens mal was zum lernen, alterhase: Wenn man keine Schnäppchen mehr findet, ist der Markt selbstverständlich heißgelaufen.

Sprechen wir jetzt über warscheinlichkeiten oder ist es absolut todsicher so, dass alle Aktienmärkte heissgelaufen sind wenn DU keine Schnäppchen mehr findest?

 

 

Du gehst sehr theoretisch an die Sache heran und betest öfter mal den üblichen Mainstream-Bullshit nach.

Auf diesem Niveau müßte ich antworten, dass du sehr selbstsicher auftrittst für jemanden der seine Beispiele nur für die Zeit nach 2000 hervorkramt. Vielleicht sprechen wir uns in 20 Jahren wieder, wenn du etwas abgeklärter bist...

 

Ich will mal festhalten, wie du das machst: Du suchst Regionen, Asset-Klassen und Branchen selbst aus, gehst gezielt mit den Fonds da rein und erwartest von den Managern, daß sie dann auch so investieren. Du triffst also Enstcheidungen darüber, welche Asset-Klassen laufen werden, welchen Branchen und welche Regionen. Sowas würde ich mir nie zutrauen, denn da fehlen mir einfach die notwendigen Kenntnisse.

Nein, ich betreibe kaum Markttiming sondern streue nur auf viele Assetklassen, Regionen und Stile etc.

 

Von vielen Branchen habe ich keine Ahnung, ich kaufe nur, was ich halbwegs verstehe, die ganzen Regionen, die zu den Emerging Markets zählen, kann ich ebenfalls nicht so gut einschätzen als daß ich da investieren würde und was Rohstoffe angeht, siehe oben: Für mich zu riskant.

Es gibt eben nicht die eine Investmentstrategie. Und einen legitime ist eben, für dass wovon man nichts versteht einen Experten zu engagieren statt es aussen vor zu lassen.

 

Letztendlich ist dein Investmentstil trotz Diversifikation aus meiner Sicht wesentlich riskanter als meiner, 

Warum, wenn ich doch eben kein Markttiming betreibe?

 

und ob das durch zusätzliche Rendite aufgewogen wird, wage ich zu bezweifeln. Sieht ja eher so aus, als ob es umgekehrt ist.

Woran macht du das fest? Daran dass ich langfristig keine jährliche Rendite von 20% erwarte und du schon?

 

Und bei der nächsten Asienkrise bin ich jedenfalls nicht dabei, du vermutlich schon, und wenns nur über ein Einbrechen der Rohstoffpreise ist.

Ähh, du bist also bei der nächsten Krise nicht dabei, weil A) deine Aktien Schnäppchen sind und per se nicht fallen können oder B) weil du rechtzeitig raus gehst?

Ich betreibe kein Markettiming. Wie du ist jede Krise auch Chance und so wird die gefallene Position mit Mitteln aus gestiegenen oder gleichgebliebenen Positionen aufgestockt. Wobei ich zugeben muss, dass in dieser Aufstockung ein Element des Markettimings steckt.

 

 

 

 

Ansonsten möchte ich @Scuolfan rechtgeben. Meine Ausführungen sollten auch nur schrittweise aufzeigen, dass sich nicht jeder auf deine Zusicherung durch

aktives Investieren, wenn man sich richtig damit beschäftigt, bessere Ergebnisse bringt als Fondsanlage

verlassen sollte.

 

Selbst wer sich richtig damit beschäftigen kann

a) hat man die Zeit sich richtig damit zu beschäftigen?

muss das Ergebnis nach angemessener Lernphase

B) wie lange dauert die Lernphase und muss man dabei schon Geld riskieren?

noch lange keine 20% für jeden bedeuten zumal dann auch gerade keine Schnäppchen verfügbar sein könnten

 

Beispiel: Neuhase hat 100.000 zum anlegen, die er in 20 Jahren braucht.

Er beschäftigt sich nun 3 Jahre richtig damit. Dabei macht er Fehler und verliert aber nur 10.000. Bleiben also 90.000 die er wild entschlossen in den restlichen 17 Jahren mit 20% p.a. vermehren will. Die Chancen stehen gut, nur ist der Markt aktuell leider überbewertet und kein Schnäppchen in sicht. 2 Jahre später ist es soweit und 15 Jahre lang fliessen die 20% per annum.

 

 

20 Jahre zu 15% hätten das gleiche Endergebnis.

Unter der Annahme, dass 20% p.a. über 20 Jahre illusorisch ist, wird eine Investmentstrategie die auf Diversifikation wert legt immer reizvoller...

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Maharishi
Posted

@alterhase

 

Wenn du meinst, daß dein Rudel unfähiger Fondsmanager dir deine 15% in 20 Jahren bringen, dann schieb denen doch die Kohle rein, mir solls recht sein. Ich hab hier ein paar mal gesagt, warum ich da anderer Meinung bin. Eine solche Rendite bei Fonds über 20 Jahre ist ja auch nach den Vergangenheitsdaten völlig unrealistisch. Hab so langsam den Eindruck, daß deine Strategie nicht so recht funktioniert und du nur neidisch bist. Ansonsten muß ich feststellen, daß du von den Sachen, die ich mache, keine Ahnung hast. Und da mich die Sachen, die du machst, nicht interessieren, sollten wir auf weitere Gespräche verzichten.

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