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Carlos

Carlos G.

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und Du meinst dass die DB keine Abschreibungen mehr machen muss nur weil sie in Q2 Gewinn macht?

 

Man weiss es nicht, aber es ist schon mal ein positives Zeichen im Vergleich zu dem was erwartet war.

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Carlos
Posted · Edited by Carlos
Mit einer vorgezogenen Gewinnmitteilung hat die Deutsche Bank am Mittwoch derweil bei den Analysten gepunktet und dem Aktienkurs auf die Sprünge geholfen. Die Bank erklärte, dass sie „auf der Grundlage ihrer gegenwärtigen Erwartungen damit rechnet, dass sie für das zweite Quartal 2008 einen Gewinn ausweisen wird“. Die Kernkapitalquote werde in der Größenordnung von neun Prozent liegen und damit am oberen Rand des eigenen Plankorridors von acht bis neun Prozent. Ferner rechnet der Vorstand nicht damit, dass Kapitalmaßnahmen erforderlich werden.

 

Die Mitteilung der Deutschen Bank zum Ergebnis im zweiten Quartal am Mittwochvormittag war äußerst ungewöhnlich. Denn normalerweise lehnt es das Top-Management vehement ab, Marktgerüchte zu kommentieren. „Der Druck auf die Aktie war einfach zu groß“, sagte ein Deutsch-Banker. Die Spekulationen an den Märkten seien in den letzten Tagen einfach zu heftig gewesen. Zwischen den einzelnen Banken und ihrem Geschäft werde mittlerweile nicht mehr differenziert.

 

Quelle: Handelsblatt

 

Wenn in Q2 solch positive Ergebnisse zu vermelden sind, dass sogar ein Teil von Fortis gekauft wird, dann kann im Allgemeinen die Lage nicht sooo schief liegen, Dago. Mag sein, dass in unmittelbarer Zukunft (Q3? Q4?) die Ergebnisse schlechter ausfallen als jetzt, lasse ich gelten, aber die Argumentation die das Haus selber liefert gibt mir Recht wenn ich sage, es sieht besser aus als erwartet. Und ich freue mich, nachgekauft zu haben.

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Dagobert
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Quelle: Handelsblatt

 

Wenn in Q2 solch positive Ergebnisse zu vermelden sind, dass sogar ein Teil von Fortis gekauft wird, dann kann im Allgemeinen die Lage nicht sooo schief liegen, Dago. Mag sein, dass in unmittelbarer Zukunft (Q3? Q4?) die Ergebnisse schlechter ausfallen als jetzt, lasse ich gelten, aber die Argumentation die das Haus selber liefert gibt mir Recht wenn ich sage, es sieht besser aus als erwartet. Und ich freue mich, nachgekauft zu haben.

 

ich wollte nur darauf hinweisen dass bei den Banken noch einiges nachkommen kann in den nächsten 2 - 6 Quartalen und dass eine DB nicht per se immun dagegen ist. Ausserdem ist die DB wie nahezu alle anderen Banken momentan im Schnellzug (sorry, bei Dir sollte ich von einem Jet sprechen) nach unten auch dabei, egal wie gut die Ihren Job machen/gemacht haben - es wird alles in einen Topf geworfen und ab gehts sobald irgendwo eine schlechte Nachricht kommt.....

 

PS: Amigo, wir haben ja auch Deere & Co fast gleichzeitig gekauft haben, die werden auch mal wieder steigen....

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Carlos
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ich wollte nur darauf hinweisen dass bei den Banken noch einiges nachkommen kann in den nächsten 2 - 6 Quartalen und dass eine DB nicht per se immun dagegen ist. Ausserdem ist die DB wie nahezu alle anderen Banken momentan im Schnellzug (sorry, bei Dir sollte ich von einem Jet sprechen) nach unten auch dabei, egal wie gut die Ihren Job machen/gemacht haben - es wird alles in einen Topf geworfen und ab gehts sobald irgendwo eine schlechte Nachricht kommt.....

 

PS: Amigo, wir haben ja auch Deere & Co fast gleichzeitig gekauft haben, die werden auch mal wieder steigen....

 

Danke für den Hinweis, Dago. Aber das was Du schreibst sagt ja die DBank selber:

 

Zwischen den einzelnen Banken und ihrem Geschäft werde mittlerweile nicht mehr differenziert.

 

Woran ich jedoch glaube - meine Ansichtssache, klar - ist dass bei der DBank so in etwa der Boden gefunden sein könnte (ich habe geschrieben: in etwa...), und ich glaube auch dass derzeit jede Aktie die in den Verkauf gestellt wird, gierig von "Gewehr bei Fuss" stehenden Käufern aufgenommen wird.

 

Zu Deere da muss ich sagen, ich bin ratlos, denn dieser Wert fing ja an zu fallen noch vor dem "Gross-Reinemachen" den wir jetzt erleben. Aber man kann ja nicht alles verstehen... obwohl man es als Anleger von den betroffenen Firmen im Depot schon sollte...

 

Gruss,

C.

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Carlos
Posted · Edited by Carlos

Bei Solarworld und Shell sind die SL nun auch inkraft getreten... Ich weiss, es gibt hier verschiedene Meinungen was SL angeht, ich habe meine. Ich setze bei vielen Aktien so, dass unter einer gewissen Schwelle sie inkraft treten. Aber ich bin auch kein Langfristanleger, schon gar nicht in diesen Zeiten.

 

Z.B.: Bauer AG. Verkauft zu 67, steht heute bei 57 (sehr guten Gewinn mitgenommen). Deere: SL eingetreten bei knapp unter 50, steht heute bei unter 44... MAN verkauft bei ca. 97 mit gutem Gewinn, steht jetzt bei knapp unter 70...

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Carlos
Posted · Edited by Carlos

Nach all diesem Hick-Hack will ich denen, die hier mitlesen, sagen wie der Stand der Dinge ist im Moment:

 

1. Das Aktiendepot wurde runtergefahren, ist jetzt ungefähr 30% geringer als bisher.

 

2. Diese ca. 30% sind als liquide Mittel vorhanden, um nachzukaufen wo (und wann) es ratsam erscheint.

 

3. Die Mitleser wissen, dass ich ab und an kritisiert werde "Geld zu verschenken" mit den diversen Zu- und Verkäufen. Die Tatsache dass ich mehrmals mit Gewinn verkauft habe, lässt das Portfolio (von dem dieses Aktiendepot nur ein von drei Teilen ist) noch immer positiv sein (zu Mitte März 2007, wo alles hier seinen Anfang nahm). Das heisst, die mit Gewinn gemachten Verkäufe haben bis jetzt die "Stop Losses" und die Spesen der Geschäftshandlungen mehr oder weniger ausgeglichen.

 

Jeder hat an der Börse seinen Anlagestil, ein Jeder weiss (oder: muss es wissen) wie er mit den jeweiligen Gegebenheiten zurechtkommt. Die Zeiten sind heute sehr turbulent (mit "heute" meine ich: derzeit) und dies macht die Wahl der Anlagetechnik umso schwerer. Theorien, die bis vor einem Jahr noch irgendwie gültig waren, müssen heutzutage mit anderen Augen betrachtet werden, dafür ist die Turbulenz an den Mäkten zu gross. Ich wäre gern bereit über diesen Aspekt mit Anderen zu diskutieren, aber auf theoretischem Niveau, d.h., ohne dass der Eine den Anlagestil des Anderen niedermacht.

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Boersifant
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Aber ich bin auch kein Langfristanleger, schon gar nicht in diesen Zeiten.

 

Sorry, aber der ist gut. :D

Ein Langfristanleger ist nur der, der auch in "diesen Zeiten" nicht verkauft.

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Carlos
Posted · Edited by Carlos
Sorry, aber der ist gut. :D

Ein Langfristanleger ist nur der, der auch in "diesen Zeiten" nicht verkauft.

 

Das zumindest ist das, was Ihr immer wieder sagt: ein Anleger der gekauft hat und liegen lässt (und höchstens zukauft wenn es ihm billig erscheint, "a la W. Buffett"). Egal was die Börse für Turbulenzen macht, was interessiert ist die Teilhabe an einer Firma, und nicht die Schwankungen die die jeweiligen Kurse so machen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund.

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Dagobert
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Das zumindest ist das, was Ihr immer wieder sagt: ein Anleger der gekauft hat und liegen lässt (und höchstens zukauft wenn es ihm billig erscheint, "a la W. Buffett"). Egal was die Börse für Turbulenzen macht, was interessiert ist die Teilhabe an einer Firma, und nicht die Schwankungen die die jeweiligen Kurse so machen, mal aus diesem, mal aus jenem Grund.

 

lass Dich vom Fanten nicht auf den Rüssel nehmen.... B)

 

manchmal stelle ich mir vor dass der Warren wohl irgendwann mal in Deutschland als GI stationiert war und dabei quer durch unsere wunderschöne Heimat Sprösslinge hinterlassen hat die jetzt alle wie er grosse Orakel der Märkte werden wollen..... :-

 

Zurück zu Deinem Vorschlag der Diskussion: Ich finde es sehr gut wenn man sich vor dem Kauf eines Wertpapiers exakte Ziele zum Einstieg, Austieg und Nachkauf macht. Damit schliesst man Emotionen aus und es wird alles zur planbaren Grösse. Neben den genannten drei Handelspunkten muss man sich natürlich auch Gedanken machen über die Haltedauer und den Steuerimpact sowie die Transaktionskosten (die ja inzwischen via OTC relativ überschaubar sind). Wenn dann ein Wert an eine Grenze kommt wird (automatisch) der Plan umgesetzt - nicht verkehrt. Die einzige nicht überschaubare Grösse sind unplanbare "Aussetzer" der Börse, die sowohl nach oben oder unten plötzlich grosse und manchmal kurzfristig Bewegungen ausführen. Wie gehst Du/man damit um?

 

Ich nehme als Vorbild Deere. Du hast verkauft ich halte und werde aufstocken. Für mich hat sich am fundamentalen Wert und an der Prognose von Deere & Co nichts verändert und deshalb gilt - der Wert bleibt im Depot!

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Carlos
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Danke für Deinen Beitrag, Dago.

 

Nehmen wir den von Dir genannten Wert: Deere&Co. An dem halte ich auch, weil das ein Marktführer ist im Agrarsektor was Maschinen angeht. Ich will aber jetzt wissen, woran liegt der plötzliche Kursrutsch? Ist was an den Zahlen? Oder haben Leute einfach alle Werte rausgeschmissen, die irgendwie mit "Treibstoffverbrauch" zu tun haben (wie die Automobilwerte, MAN, Tognum, etc.)?

 

Es gibt Werte, an denen halte ich auch, egal was sie machen (sofern das Geschäft und die Zahlen gut bleiben): z.B. Seadrill. Da habe ich auch einen Minuswert der sogar die 10% schon überschritten hatte, trotzdem behalte ich den Wert. Oder Iberdrola Renovables und Centrosolar. Das sind Werte, die nach dem wie ich denke, einfach "per se" eine Zukunft haben. Andere sind konjunkturabhängig, und da muss man aufpassen dass man nicht nachhaltig ins Minus rutscht und dort eine geraume Weile bleibt...

 

Aber um Deine konkrete Frage nach der Börse und dem Verhalten derselben zu beantworten:

 

Es hängt davon ab, wie gerade der Trend ist. Und im Moment ist es sehr schwer da konkret zu antworten. Oder anderherum, geantwortet habe ich ja schon diese ganze Zeit: ich mache mir grosse Sorgen, was die Energie- und Lebensmittelkosten anbelangt, und den damit verbundenen Schwund an Kaufkraft seitens der Leute. Da die Branchen herauszupicken, die dieser enormen Verteuerung des Lebens irgendwie standhalten, und weiterhin gewinnbringende Geschäfte machen, das ist die Kunst... Obwohl es Leute gibt die sagen die Kurse sind unabhängig vom Öl, ich glaube nicht daran. Das Öl ist - zumindest ist es noch - die Basis unseres gesamten Lebens wie wir es derzeit führen. Das schrieb ich schon Mal, die meisten Unternehmen sind vom Öl abhängig, ihre Wirtschaftlichkeit hängt davon ab ob sie ihre Mehrkosten an die Verbraucher abgeben können oder nicht, und die Verbraucher werden sich in vielen Bereichen künftig sehr zurückhalten, und das mindert die Umsätze und damit die Gewinnmargen.

 

Happy trading!

Carlos

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Carlos
Posted · Edited by Carlos

Um nochmals auf Dago's Aussage zu kommen, man solle genaue Ziele haben was Einstieg, Ausstieg und Nachkauf angeht:

 

Habe heute folgende Schritte unternommen:

 

Centrosolar und Statoil nachgekauft, Salzgitter und Coca-Cola reingenommen.

 

Zu Centrosolar ist meine Denke ja bekannt (ich setzte stark auf das JV mit der Infineon-Tochter in Portugal zur Entwicklung der elektronischen Komponenten, und jetzt der dazugekommene Deal mit dem US-Lieferanten von Dünnschichtmodulen, die siliziumunabhängig sind. Schritte, die nach meinen Recherchen in absehbarer Zeit wirkungsvollere -und leichtere- Anlagen ermöglichen wird).

 

Statoil hat den grossen Vorteil der geographischen Lage und der politischen Stabilität des Landes (zusätzlich zu den soliden Daten des Unternehmens an sich). Da ich ja vorher BP abgestossen hatte, ist nun diese Aktie erhöht im Depot.

 

Coca-Cola ist ein Basiswert in jedem Depot, und hat derzeit einen nach meinem Dafürhalten interessanten Einstiegskurs erreicht, zu knapp unter 33 Euro. Dies sind Werte so vom April/Mai vergangenen Jahres, und ich will glauben dass sich jetzt - vielleicht auch wegen des Führungswechsels - bald eine Erholung einstellt. Glaubenssache...

 

Salzgitter ist hier im Forum im Detail diskutiert worden. Zu knapp über 100 Euro finde ich es auch interessant, wieder einzusteigen (mit dem Hintergrund dass alle Stahlhersteller ihre Preise erhöht haben). Selbst unter dem Aspekt dass die Lage in den US wie bekannt nicht rosig ist, Stahl ist weiterhin Mangelware weltweit.

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Carlos
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Da ja heute die Notierung von Bauer AG derzeit auf unter 60 Euro gefallen ist, hat meine Kauforder zugeschnappt. Da dies ein weltweit agierendes Unternehmen ist, und ausserdem sehr spezial aufgebaut, habe ich es - bei einem angemessenen Preisrückgang - wieder in das Depot aufnehmen wollen, nachdem ich vor einigen Wochen mit sehr gutem Plus verkauft hatte.

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Boersifant
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Carlos alter Haudegen, hier ist es ja ungewöhnlich still.

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Carlos
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Ja, ich warte mal ab was sich so tut nachdem die wichtigen Zahlen der Unternehmen bekannt sind. Im Moment kaufe ich nichts und verkaufe auch nicht. Das Depot ist derzeit mit ca. 8% im Minus, und man muss abwarten wo es lang geht. Die Turbulenzen (hauptsächlich das "Demoklesschwert" der amerikanischen Wirtschaft) sind mir zu gross, auch was der USD so macht muss in Erwägung gezogen werden bevor man was tut.

 

Im Moment (also: heute) stellen wir ja eine Korrektur fest, es kann aber die berühmte Schwalbe sein, die allein noch nicht den Frühling macht. Wieso sollten plötzlich die ganzen negativen Voraussetzungen vergessen werden? Die Aber-Milliarden an Schulden in den US, usw., usf.

 

Wenn es Dich aber interessiert, Fanti, kann ich später den aktuellen Bestand des Depots hier wieder vorstellen.

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Carlos
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Per heute sieht das Depot wie folgt aus:

 

 

post-5680-1216292945_thumb.jpg

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Carlos
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Seitdem ich die Datei oben gepostet habe, hat sich ja was getan heute... zumindest bis jetzt macht es 2,72% Plus, bin gespannt wie es weitergeht.

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Carlos
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@Stockjunky,

 

Du kämpfst wirklich tapfer gegen den Dollarverfall...

 

Diese Bemerkung von Toni spiegelt deutlich dar, wie meine Skepsis bei künftigen Anlagen aussieht:

 

- kauft man euronotierte Aktien, läuft man Gefahr dass die jeweiligen Unternehmen (falls signifikant vom Export abhängig) an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verlieren;

 

- kauft man dollarnotierte Unternehmen, geht ein grosser Teil der Ergebnisse durch den ständig erodierenden amerikanischnen Kurs weg... Was nützt Einem da wenn ein US-Unternehmen seine Umsätze mehrheitlich im Ausland macht, wenn die Notierung in USD erfolgt, was dann wiederum hier in Euro umgerechnet wird! Eine Änderung kommt nur dann zustande, wenn die Fed durch ihre Politik der Inflationsbekämpfung den USd wieder strärkt, zumindest so dass er nicht weiter verfällt sondern stabil bleibt.

 

Kommentare?

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Boersifant
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Fazit deines Posts: Aktienanlage unterliegt Risiken. Unterschreibe ich. Die Frage ist nur, was man daraus macht. Es gibt diverse Risiken beim Wirtschaften, wer jedes auf die Goldwaage legt, wird mit Aktien nicht glücklich.

 

Ein US-Anleger, der vor einigen Jahren Euro-Aktien gekauft hat, wird sich über das Währungsrisiko im Nachhinein freuen. Der Euro-Anleger aber nicht über seine US-Aktien. Vielleicht ist der Spieß in einigen Jahren wieder umgedreht, keiner weiß es, deswegen ist die Schlußfolgerung: Entweder breit streuen um das Risiko zu reduzieren oder konzentrieren, um über Spekulation zu gewinnen.

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Carlos
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Schon Recht. Deine Antwort sagt im Grunde Alles...

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Stephan09
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Dollarrisiko z.Z. würde ich aber nicht unterschätzen: Vor dem Abschwung in den 70'ern war der mal 4 Mark wert und die Marke wurde nie wieder erobert.

ficoach hat sehr interassente Gedanken über Breton Woods 2 in Asien und ich an der Stelle der Chinesen, würde mich mittelfristig auch fragen, ob ich meine Devisenreserven immer weiter in Anlageklassen investieren sollte, die ständig an Wert verlieren. Das ist zumindest in der englischsprachigen Blogosphäre ein sehr hoch gehandeltes Thema, was passiert, wenn die Asiaten irgendwann mal aufhören sollten, Dollar bzw. dollarnotierte Wertpapiere zu kaufen. Ganz abgesehen von der Deindustrialisierung in den letzten Jahren in den USA(auch in GB); wurde zwar hochgejazzt bis zum geht nicht mehr, dass eine moderne Dienstleistungsgesellschaft keine industrielle Basis mehr benötigt, die den entsprechenden Mehrwert erwirtschaftet, man begibt sich dann aber auch in Abhängigkeit vom Finanzsektor, der die internationalen Kapitalströme an das eigene Land bindet. Bin im übrigen angetrunken, mag nicht jeder Punkt so astrein sein; aber Deinen Post von dieser Hintergrundseite, der indirekte Besteuerung durch Inflation des Dollars feststellt, fand ich als Gedankenansatz gar nicht so dumm.

 

Cheers

Stephan

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Carlos
Posted · Edited by Carlos

Ich hoffe das "liquide Mittel" Deiner Antrunkenheit war es wert!... Denn dafür hast Du noch sehr gut geschrieben...

 

Ich bin im Moment an einem Scheidepunkt: gehe ich in amerikanische Werte, die derzeit sehr billig zu haben sind, und gleichzeitig weltweit operieren, oder meide ich dollarnotierte Unternehmen exakt aus dem Grund, den Du erwähnst? Ich habe im Moment zwei US-Werte unter Beobachtung, die ich interessant finde: CAT und ADM. An zweiter Stelle noch KFT, PG, JNJ und CL und eventuell HNZ und DF, als Ergänzung zum Teil "Ernährung und Haushaltprodukte", vielleicht sogar WMT, da diese Kette ja auch ausserhalb der US stark präsent ist. Ich finde diesen Sektor in schwierigen Zeiten resistenter als Automobil- und Nutzfahrzeughersteller, Maschinenbau (da ist mMn CAT die Ausnahme, da weltführend und an Infrastrukturen wird immer gebaut werden!), Ölsektor, Shipping, usw. Und ich glaube, dass so langsam der Zeitpunkt sich nähert wo der Dollarverfall sich dem Ende zuneigt, d.h., es wird nicht allzu lange dauern und die Fed schwenkt langsam um (wie bereits angekündigt).

 

Auf der anderen Seite sagt Gaspar eben diesen wichtigen Satz:

 

Dieses Quartal gibt es keinen Steuerscheck für die Amis, es ist noch weniger in der Haushaltskasse, die Margen werden eher noch schlechter.

 

Zu den Asiaten: die haben im Grunde das gleiche problem wie ich (zu investierende Werte mal aussen vor gelassen): wenn man dollarnotierte Unternehmen die weltweit operieren meiden will, welche Alternativen gibt es da? Einige, aber sehr wenige. Aber die scheinen es "gelassen" zu nehmen:

 

But when you’re the United States - and are constantly spending more than you make in the form of the twin deficits of budget and trade - you have to finance your shortfall somehow. And you do that by selling off your best assets to your overseas creditors.

 

Link zum ganzen Artikel siehe einen Post weiter unten.

 

Edit:

 

Zu ADM habe ich mittlerweile herausgefunden dass der Grund für den steilen Kursverfall seit April (Herausgabe des GB 2007) wohl darin liegt, dass sich das Unternehmen enorm verschuldet hat (10x mehr als vor Jahresfrist) eventuell wegen falscher Spekulierungen was die Rohwarenpreise angeht (hedging). Im ADM-spezifischen Thread ist der Link wo man das entnehmen kann.

 

Zu CAT: Geringe Eigenkapitalquote, auch eine hohe Verschuldung (zu sehen bei Cortal Consors)

 

Also, während ich bei ADM noch nicht weiss ob bei USD 30,00 sich ein Boden gefunden hat, bin ich an CAT nicht mehr interessiert.

 

Edit: Zum Ölsektor, ich finde COP und SLB interessant zu verfolgen, im Energiebereich ABB (WKN: 919730). Scheint gerade eine schöne SKS-Formation hinzulegen. Ausserdem: Eigenkapitalquote in den letzten Jahren sehr gut angestiegen (auf letzlich über 38%), Verschuldungsgrad gesenkt und man betrachte sich den Chart der letzten 5 Jahre...

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Carlos
Posted · Edited by Carlos
Americans are already getting financial frostbite. Unemployment is 20% higher than it was a year ago. Zooming meat, dairy and gasoline prices are eviscerating household budgets, meaning that the "real" rate of inflation is probably double or triple what the federal government would have us believe. Mortgage defaults are at their highest level in 30 years. Home prices have fallen so much that they’ve wiped out all the gains of the past four years. And U.S. stocks have eradicated a decade’s worth of profits.

That’s all bad, of course. In fact, it’s downright awful. But here’s the problem.

It’s going to get worse. Much worse. And here’s why.

 

http://seekingalpha.com/article/85743-how-...r_editors_picks

 

 

Instead, Bernanke and Co. have stepped into the fray in such a way that the virtually assures the United States of a Lost Decade of its own. The artificially low interest rates the Fed has employed to avoid the financial pain from the crisis will continue to put an intense downward pressure on the U.S. greenback. And that, in turn, will fuel additional run-ups in food and energy prices - inflationary pressures that will prolong the U.S. economic malaise for months or even years to come.

 

Wer an diesen Artikel - und die dahinterliegende Analyse - glaubt, weiss also in welche Werte es zu investieren gilt...

 

PS: Und man versteht jetzt warum Bernanke so schnell nach den Zinssenkungen anfängt Signale zu setzen, man müsse an die Inflation denken... der hat die "lost decade" von Japan bestimmt nicht vergessen und weiss, was auf die US zukommt. (Edit: Wenn nicht rechzeitig gegengesteuert wird).

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Carlos
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Warum ich BP verkauft habe, als ich noch Gewinn an der Aktie hatte:

 

BP on verge of losing control of Russian joint venture

 

http://www.iht.com/articles/2008/07/18/business/bp.php

 

Deswegen hat die BP-Aktie so an Wert eingebusst. Shell hat das bereits hinter sich...

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Carlos
Posted · Edited by Carlos

... und an die Stelle von BP werde ich Repsol (WKN 876845) ins Depot reinnehmen. Sehr günstiger Einstiegswert, KGV von 8,2 derzeit, Div.Rendite fast 5% und hat sehr gute Beziehungen zu Afrika (haupts. zu Lybien). Einzige "Sorge" ist eine feindliche Übernahme seitens Suez-GDF abzuwehren, aber darin verstehen sich die Spanier glänzend. Ausserdem könnte da eine interessante Gruppe entstehen, wenn Gas Natural und Iberdrola einen Schulterschluss machen (Repsol ist der zweitgrösste Aktionär von Gas Natural).

 

Ausserdem überlege ich mir wirklich ABB reinzunehmen. Bisher waren die Schweizer sehr zurückhaltend in ihrer Nische, aber der neue Chef Jeff Hogan hat einige Pläne, wenn die Ergänzungen dem Unternehmen auch was bringen. An Cash mangelt es nicht.

 

A spokesman for ABB would not comment on any specific acquisition targets, but told Forbes.com that the company's acquisition strategy "could contain larger companies," as well as smaller firms. He added that ABB's chairman had given a tentative price range earlier this year of $500.0 million-$1.5 billion for acquisitions, and that the company had a total cash pile of $5.0 billion available.

 

http://www.forbes.com/markets/2008/07/17/a...7markets22.html

 

Und hier haben wir gleich die Erste:

 

ABB übernimmt Kuhlman Electric von Carlyle

 

Zürich (aktiencheck.de AG) - Der schweizerische Mischkonzern ABB Ltd. (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) übernimmt den US-Transformatorenhersteller Kuhlman Electric für eine ungenannte Summe vom Finanzinvestor Carlyle Group. Unternehmensangaben vom Mittwoch zufolge soll damit das ABB-Portfolio für Energietechnikprodukte auf dem amerikanischen Kontinent erweitert werden.

 

Kuhlman Electric produziert ein breites Spektrum von hochwertigen Transformatoren für Industriekunden und Energieversorger. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen mit Hauptsitz in Kentucky mit rund 800 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 250 Mio. Dollar. Das Geschäft ist gut aufgestellt, um von den notwendigen Investitionen zur Modernisierung und Erweiterung der Stromnetze in den USA zu profitieren, so ABB.

 

ABB wird Kuhlmann Electric in die Division Energietechnikprodukte in der Region Nord-Amerika eingliedern.

 

http://aktien.onvista.de/news-filter.html?...D_NEWS=80322905

 

mMn ist ABB derzeit ein gutes Investment im Energiesektor.

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Stephan09
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Bei Aktien ist es sicherlich so, dass sich steigende Auslandsumsätze mittelfristig auch positiv auf den Aktienkurs auswirken, verlängert halt die Haltedauer.

Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung berichten als 2004 der Dollar fiel und ich Ebayanteile hielt: Der Währungsverfall hat mich 20% gekostet, obwohl in der Zeit Ebayaktien in $ noch stiegen. Letztendlich war es noch ok; bin mit fetten Gewinn raus, aber diese Erfahrung hat mich wirklich Respekt vor Währungsschwankungen gelehrt.

Anonsten ist es halt ein Blick in die Glaskugel: Ein paar Analysten sehen den als überbewertet an; andere rufen schon das Ende der Leitwährung aus. Fakt ist, dass er gerade in Bewegung ist; was draus wird? Keine Ahnung; ich hab' für mich halt nur die Entscheidung getroffen, hier erstmal abzuwarten.

 

Diesmal sogar trocken

Stephan

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