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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

satgar
vor 1 Minute von Schwachzocker:

Was hast Du denn gegen üppige Pensionen? 

Auch da habe ich nie was gegen gesagt. Siehst Du auch weiter oben. 
 

Ich hab was gegen 48% allgemeines Rentenniveau, keiner Mindestrente (ähnlich einer Mindestversorgung wie Beamte sie auch erreichen können…muss ja nicht der gleiche EUR Betrag sein..aber vom Prinzip her). Und ich hab was dagegen, wenn 30-40% aller GRV Versicherten aus dem System nur ne Rente auf Grundsicherunganiveau kriegen. Dagegen habe ich was.

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Schwachzocker
Gerade eben von satgar:


...

Ich hab was gegen 48% allgemeines Rentenniveau, keiner Mindestrente (ähnlich einer Mindestversorgung wie Beamte sie auch erreichen können…muss ja nicht der gleiche EUR Betrag sein..aber vom Prinzip her). Und ich hab was dagegen, wenn 30-40% aller GRV Versicherten aus dem System nur ne Rente auf Grundsicherunganiveau kriegen. Dagegen habe ich was.

Ach so! Ja dann... dann hast Du wohl ein Problem.:D

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire

CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann konkretisiert seine Idee: "Eltern würden ihr Hab und Gut oft rechtzeitig verteilen. »Unter Einhaltung der Zehnjahresfristen bringt man sozusagen das Erbe in trockene Tücher«, sagte Stegemann".

 

Außerdem sieht er "...  die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen wird, herunterzusetzen«"

--> https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/pflegekosten-der-eltern-cdu-fraktionsvize-will-kinder-eher-beteiligen-a-e57abbfa-1339-4355-bfaa-64f9ab9f6b04

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
Zitat

Eltern würden ihr Hab und Gut oft rechtzeitig verteilen. »Unter Einhaltung der Zehnjahresfristen bringt man sozusagen das Erbe in trockene Tücher«, sagte Stegemann. »Wir müssen an diese Umgehungstatbestände ran, ob beim Eigenheim oder anderem Vermögen«, forderte Stegemann.

 

Da hat er völlig recht! Wir haben hier im WPF ja auch einige Threads, in denen es darum geht, wie man sein Vermögen rechtzeitig an die Nachkommen überträgt, so dass man im Pflegefall nicht selbst bezahlen muss, sondern die Allgemeinheit zahlen lässt.

 

Gewinne privatisieren, Verluste auf die Allgemeinheit übertragen. Ich mag diese Lebenseinstellung nicht. Weder bei Unternehmen, noch bei Bürgern.

 

Ich muss allerdings zugeben, dass diese Denkweise auch vom deutschen Staat gefördert wird, der diejenigen nicht ausreichend würdigt, die für sich selbst sorgen.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 27 Minuten von stagflation:

Da hat er völlig recht!

:thumbsup: Absolut!

Während sich alle über das leistungslose Erbe bei den Reichen beschweren, ist es in der Mittelschicht Gang und Gäbe, alles zu tun, um die Pflegekosten auf die Allgemeinheit zu übertragen. Und die Kinder stoßen sich währenddessen mit dem geerbten Haus gesund.

 

Aber die Kehrseite der Medaille:

Jetzt soll die junge Generation nicht nur neben ihren eigenen Kindern jeder einen halben Rentner versorgen; nein, nun sollen sie zusätzlich noch für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen. Wem es gelungen ist, etwas für seine eigene Altersvorsorge zurückzulegen, ist nun der Dumme, denn das Geld wird nun für die Pflege der Eltern gebraucht.

 

Was ist zu tun?

Die Lösung von @satgar wäre: Die Reichen zahlen eine auskömmliche Rente, zahlen die Pflege aller Bundesbürger und finanzieren auch das Gesundheitssystem vollständig. Und alles wird gut.

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satgar
vor 4 Minuten von Schwachzocker:

Während sich alle über das leistungslose Erbe bei den Reichen beschweren, ist es in der Mittelschicht Gang und Gäbe, alles zu tun, um die Pflegekosten auf die Allgemeinheit zu übertragen.

Ich würde wohl sagen, dass die Mittelschicht in Ansätzen nur das einsetzt, was weiter oben schon viel früher beginnt. Die Mittelschicht hat letztlich vielleicht mal das Eigenheim der Oma und der eigenen Eltern. Es kommt auch mal hier und da ne vermietete Einheit dazu. Diese Sachen werden dann im Rahmen vorweggenommener Erbschaften (also schlicht Schenkungen) übertragen. Mal mit Wohnrecht, mal mit Nießbrauch. Mal so und mal so.

 

Weiter oben wird über professionelle Berater doch ohnehin direkt Generationenübergreifend gedacht. Da wird dann eine Familien KG gegründet, eine Familienstiftung, oder welche Holdingskonstruktion auch immer. Vielleicht nutzte man ohnehin vorher schon eine vvgmbh und nutzt auch Firmen, die das vorhandene familienvermögen verwalten und so steuerarm an die nächsten Generationen weitergeben, wie nur irgend möglich. Diese Personen rechnen sich selbst, als Erblasser, aber natürlich nicht so arm, um im Pflegefall dann auf Staatskosten als Standardfall gepflegt zu werden. Da wird natürlich schon dafür gesorgt, entweder aus eigenem Einkommen oder Vermögen heraus, oder aus dem der folgenden Generationen, dass man sehr gut gepflegt wird. Also Nix 08/15. Der Gedankengang, der dahinter steckt, ist letztlich aber derselbe. Und hier machen vielleicht die großen Fische den kleinen Fischen (Mittelschicht) auch etwas beispielhaftes vor, wie man eben die Allgemeinheit vom eigenen Vermögen, entweder in Form von Steuern, oder Pflegekostenübernahme, fern hält.

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Schwachzocker
vor 2 Minuten von satgar:

...Der Gedankengang, der dahinter steckt, ist letztlich aber derselbe. 

Ja, natürlich! Es ging mir ja nicht darum, dass das irgendwie illegal ist, oder sonst wie nicht sein darf.

Es nur schlicht zum Kot..., mit dem Finger auf die Reichen zu zeigen, während man es selbst macht.

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stagflation

Die Welt / Bild:

Zitat

[...]Der Beitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber müsse 2028 von derzeit 18,6 Prozent auf 19,9 Prozent steigen, berichtete die „Bild“-Zeitung (Montag) unter Berufung auf interne DRV-Zahlen.[...]

 

Für das ‌Jahr 2029 werde ein Anstieg auf 20 Prozent vorausgesagt, schrieb die Zeitung weiter.

 

In den darauffolgenden Jahren solle der Beitragssatz auf 20,2 Prozent (2031), 20,5 Prozent (2032), 20,7 Prozent (2033) und 20,9 Prozent (2034) steigen.

 

Von 2036 bis 2040 rechne die DRV mit einem ‌Beitragssatz von 21,1 Prozent.

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timk
vor 4 Stunden von stagflation:

Ich habe Ende der 90er über 20% abgedrückt.

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chirlu
vor 58 Minuten von timk:

Ich habe Ende der 90er über 20% abgedrückt.

 

Ja, vom 1. 1. 1997 bis zum 31. 3. 1999 lag der Beitragssatz bei 20,3%. Aber was möchtest du mit dem Hinweis sagen?

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Bolanger

ich glaube man sollte sich nicht auf einzelne Abgabenarten fokussieren, sondern die gesamte Abgabenlast betrachten. Wir haben nunmal keine absolute Zweckbindung und Zuschüsse und Quersubventionen gibt es immer. Die ermöglichen es Vater Staat auch, lenkend einzugreifen und nicht dem freien Markt zu freie Bahn zu geben  

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Schwachzocker
vor 14 Stunden von Bolanger:

ich glaube man sollte sich nicht auf einzelne Abgabenarten fokussieren, sondern die gesamte Abgabenlast betrachten. ...

Meinst Du?:rolleyes:

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Nasenwasser
Am 1.6.2026 um 17:49 von timk:

Ich habe Ende der 90er über 20% abgedrückt.

Ja, wurde dann aber wenn ich mich recht erinnere, abgesenkt, da wir ab dann ja alle mit Riester privat vorsorgen sollten.

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enma
vor 11 Minuten von Nasenwasser:

Ja, wurde dann aber wenn ich mich recht erinnere, abgesenkt, da wir ab dann ja alle mit Riester privat vorsorgen sollten.

Da Riester effektiv gescheitert ist, ist es ja nur konsequent, wenn dann wieder erhöht wird. ;)

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chirlu

Ihr verwechselt Ursache und Wirkung.

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ohnePeil

Bald brauchen wir eh nicht mehr sparen oder Geld für die Zukunft zurücklegen, wenn wir Eltern, die potenziell pflegebedürftig werden können, haben.

Es gibt wohl konkrete Überlegungen, die 100000 Euro Einkommensgrenze für den Elternunterhalt abzuschaffen und wieder auf die Vorgehensweise von vor dem Jahr 2000 zurückzukehren.

Und dann ist automatisch nicht nur das Einkommen (das dürfte eh nie für die entstehenden Kosten ausreichen) sondern auch das Ersparte der Kinder fällig.

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Schwachzocker

Hast Du einen besseren Vorschlag?

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ohnePeil
· bearbeitet von ohnePeil

Teilzeit? Privatier werrden? Das Geld, soweit es über dem Schonvermögen liegt, vorher verbrauchen? Als Nebeneffekt wird der vom Amt zu bezahlene Pflegefall eine Generation weiter geschoben. Die Rücklagen sollen ja auch die eigenen Pflege irgendwann mal abdecken....

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Nachdenklich
vor 20 Minuten von ohnePeil:

wird der vom Amt zu bezahlene Pflegefall

  vom Steuerzahler 

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Schwachzocker
vor 26 Minuten von ohnePeil:

Teilzeit? Privatier werrden? Das Geld, soweit es über dem Schonvermögen liegt, vorher verbrauchen?...

Schön! Dann mache es!

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ohnePeil

Ich bin selber nicht betroffen.
Gewöhnlich ist man, wenn die Eltern pflegebedürftig werden bzw. wenn sie ihre Reserven verbraucht haben, eher schon in der eigenen Endphase des Berufslebens.
Plausibel wäre es dann, schon vorsorglich etwas runterzuschrauben oder ganz aufzuhören und auf Verzehr des Angesparten umzuswitchen.

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whister
Am 5.6.2026 um 15:55 von ohnePeil:

Bald brauchen wir eh nicht mehr sparen oder Geld für die Zukunft zurücklegen, wenn wir Eltern, die potenziell pflegebedürftig werden können, haben.

Es gibt wohl konkrete Überlegungen, die 100000 Euro Einkommensgrenze für den Elternunterhalt abzuschaffen und wieder auf die Vorgehensweise von vor dem Jahr 2000 zurückzukehren.

Und dann ist automatisch nicht nur das Einkommen (das dürfte eh nie für die entstehenden Kosten ausreichen) sondern auch das Ersparte der Kinder fällig.

Hast du eine Quelle für den von mir markierten Teil?

 

Meines Wissens möchte man nur Vermögen heranziehen, das zuvor durch eine Schenkung der Eltern an die Kinder übertragen wurde.

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Sapine

Beim Thema Witwen-/Witwerrente kommt Bewegung rein. Die Rentenkommission empfiehlt anscheinend die Abschaffung der Witwenrente. Statt dessen soll das bereits existierende aber wenig genutzte Rentensplittings präferiert werden. Bestandsrenten blieben dabei unverändert. 

https://www.fr.de/verbraucher/rentenkommission-fuer-abschaffung-der-witwenrente-deutliche-auswirkungen-auf-rentner-zr-94344051.html

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Flapsch

„Falls etwas Neues kommen sollte, sollten nur Personen betroffen sein, die zukünftig in die Situation kämen.“

 

Also mal wieder nicht dort sparen, wo die Probleme und Kosten aktuell und in den nächsten Jahren entstehen, sondern bei den Jüngeren. Man kennt's.

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franko
vor 21 Minuten von whister:
Am 5.6.2026 um 15:55 von ohnePeil:

Es gibt wohl konkrete Überlegungen, die 100000 Euro Einkommensgrenze für den Elternunterhalt abzuschaffen und wieder auf die Vorgehensweise von vor dem Jahr 2000 zurückzukehren.

Und dann ist automatisch nicht nur das Einkommen (das dürfte eh nie für die entstehenden Kosten ausreichen) sondern auch das Ersparte der Kinder fällig.

Hast du eine Quelle für den von mir markierten Teil?

 

BGH, Urteil vom 30.08.2006 – XII ZR 98/04:

Zitat

Auch im Rahmen des Elternunterhalts muss der Unterhaltsschuldner grundsätzlich den Stamm seines Vermögens einsetzen. Einschränkungen ergeben sich aber daraus, dass nach § 1603 Abs. 1 BGB sonstige Verpflichtungen des Unterhaltsschuldners zu berücksichtigen sind und er seinen eigenen angemessenen Unterhalt einschließlich einer angemessenen Altersvorsorge nicht zu gefährden braucht [...]

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