Kezboard

Diskussionsthread über die Depots

181 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Puh und uff ... fast 1 1/2 Jahre seit dem letzten Post. Dabei ist doch so viel passiert ... ^_^

 

Gemäß meiner letzten Mitteilungen wollte ich ja schön brav jeden Monat einen Titel aus dem Depot verkaufen. Das hat auch drei Monate sehr gut funktioniert:

 

verkäufe1.jpg

 

Doch dann verfiel ich in einen langen, süßen Winterschlaf bevor ich Anfang Februar - ausgelöst durch einen 1.000 Punkte-Kurssturz im DAX - abrupt aus meinen schönen Träumen gerissen wurde. Panikartig :w00t: habe ich dann auch die restlichen Titel in meinem Depot verkauft - entgegen meiner vorherigen Aussagen, bestimmte Positionen nur zu reduzieren und zumindest einen Aktienanteil von 25% zu halten. Anbei die restlichen Verkäufe, teilweise als Teilausführungen:

 

verkäufe2.jpg

 

Insgesamt wurde kein Wert im Minus verkauft und ich konnte mich über ein hübsches Sümmchen freuen. So hielt ich seitdem einen Cashanteil von 100% und habe mich in Demut und Geduld geübt.

 

Aus reinem Interesse wollte ich zudem gerne wissen, wie sich die 51 Aktienpositionen, die ich seit Ende 2018 mal länger und mal kürzer im Depot hatte, insgesamt während der Haltedauer entwickelt haben und wie sich diese auf die Performance des Depots ausgewirkt haben. Ich habe das hier einmal grafisch aufbereitet:

 

GuV absolut:

 

GuV absolut.jpg

 

Hier sieht man - sortiert nach dem internen Zinsfuß - alle gehaltenen Papiere. Die Höhe des Balkens gibt den absoluten Gewinn (Dividenden und Kursgewinne) während der Haltedauer wieder. Von 51 Papieren haben mir 36 einen Gewinn beschert - die restlichen 15 hätte ich besser erst gar nicht gekauft :P

 

Durch relativ kurze Haltedauern (Gazprom war z.B. ganze 15 Tage in meinem Besitz) ergeben sich teilweise wahnsinnig hohe interne Zinsfüße. Bei Indivior habe ich einmal als spin off von Reckitt Benckiser 100% angesetzt (die Aktien habe ich geschenkt bekommen). Es gibt aber auch "Papiere der ersten Stunde" wie 3M oder L'Oreal, die ich beide 9 bzw. 8 Jahre im Depot hatte und mit 20,92% bzw. 14,49% eine durchaus ordentliche Rendite abgeworfen haben.

 

Orange markiert sind übrigens meine zuletzt gehaltenen 15 Papiere, die ich so auch jederzeit wieder (zu einem entsprechend günstigen Kurs, versteht sich) kaufen würde. Der betragsmäßig beste Titel in meinem Depot ist interessanterweise C.R. Bard - das meiste Lehrgeld bezahlt habe ich beim "Spekulieren" auf Südzucker (und nicht auf den Rohrkrepierer Nokia ... ).

 

Als Fazit kann ich dennoch mehr als zufrieden sein - die mit Gewinn verkauften Papiere sind in Summe mehr als 7,5 mal so hoch wie die mit Verlust verkauften Titel. Für die nächste Hausse habe ich mir jedoch fest vorgenommen, nur noch Aktien zu kaufen, die ich auch mit Gewinn wieder verkaufen kann :lol:

 

Interner Zinsfuß:

 

int. Zinsfuß.jpg

 

Hier noch einmal die gleiche Aufstellung sortiert nach internem Zinsfuß. Der besseren Übersicht halber habe ich die beiden "Top-Performer" (Gazprom, Indivior) aus der Grafik herausgelassen.

 

Und nun ... wie geht es weiter?!

 

Gute Frage ...

 

... einen ersten kleinen Schritt habe ich bereits gemacht. Angeregt durch ImperatoMs Musterdepot habe ich das erste Mal in meinem Leben einen ETF gekauft - und zwar einen zweifach gehebelten Shortdax (ISIN LU0411075020) von Xtrackers.

 

Ein erster Kauf erfolgte bereits am 26.06.2018 zu 3,816 Euro. Am 26.07.2018 habe ich meinen Einstandskurs noch weiter verbilligt und zu 3,505 Euro nachgekauft. Durchschnittserwerbskurs wird mir im Depot als 3,712 Euro angezeigt - bei momentan 4,568 Euro bin ich bereits gute 23% im Plus. Und der DAX kann ja ggf. noch ein wenig fallen :-*

 

shortdax.jpg

 

Daneben lese ich mich derzeit in verschiedene Themenstellungen ein - und bin sonst nur in (wenig bis gar nicht verzinstem) Cash unterwegs. Aus diesem Grund würde ich ganz gerne die bereits irgendwo (wo?) angedachte Aufteilung meines Anlagevermögens in hälftig EUR und hälftig USD konkretisieren und ggf. bei einem US-Broker ein Depot mit Fremdwährungskonto in USD eröffnen, um über diesen zukünftig amerikanische Titel und - derzeit interessanter - US Corporate Bonds zu erwerben.

 

Ich hatte über diesen bond screener bereits mal grob im kurz- bis mittelläufigen Investmentgrade-Bereich nach passenden Kandidaten gesucht und 3-4% sind durchaus machbar.

 

Als Broker habe ich zusätzlich zum bestehenden sbroker und ING DiBa ein Depot bei Interactive Brokers ins Auge gefasst - tuhe mich aber noch schwer mit der für meine Zwecke vermutlich leicht überdimensionierten TWS. Auch das Gebührenkonstrukt ist mir derzeit noch nicht ganz klar (billig vermutlich nur für Vieltrader - was ich ja definitiv nicht sein will aka Lethargie ist mein zweiter Vorname). Ich mache mich hier weiterhin schlau und schau mir lustige Einführungsvideos auf YouTube an.

 

Bis dahin schaue ich einfach nur so von der Seite aus zu, wie sich Brexit, Italien, Trump vs. the rest of the world und alle weiteren, kleinen oder größeren Nebenkriegsschauplätze dieser großen, weiten Welt so entwickeln und warte nur darauf, bis mir mein "Barometer der Angst" endlich wieder Kaufkurse anzeigt. Bei Langeweile und/oder einem dringenden Bedürfnis, mich mitzuteilen, kann ich hier ja "in Kürze" wieder ein kleines Update posten.

 

Bis dahin! Genießt die Vorweihnachtszeit ... :thumbsup:

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@Kezboard: Gibt's was Neues in Sachen US-Depot? Ich hab in letzter Zeit auch schonmal dran gedacht, eins zu eröffnen. 

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Geschrieben

vor 3 Minuten schrieb Kaffeetasse:

@Kezboard: Gibt's was Neues in Sachen US-Depot? Ich hab in letzter Zeit auch schonmal dran gedacht, eins zu eröffnen. 

Frohe Weihnachten, Kaffeemaddin! B-)

 

Ich bin noch am schwanken zwischen IB und Lynx. Ist mir preislich irgendwie alles zu nebulös. Da ich vermutlich eh ein Wenigtrader bleiben werde, würde mir Lynx auch reichen. IB scheint mir für meine Zwecke etwas überkandidelt ...

 

Mal sehen, ob zwischen den Jahren noch Zeit bleibt. Mich treibt ja nichts ^_^

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Geschrieben · bearbeitet von Cai Shen

Sonst vielleicht noch CapTrader als weiteren Reseller im Auge behalten, die Preise orientieren sich eher an IB und sind ohne monatliche Mindestkommisission - soweit ich das noch in Erinnerung habe.

 

Am Ende machst du mit Lynx nicht viel falsch, Aktien ab 6 Euro, Optionen 2-3,50 € und Anleihen gehen bei 2 € los.

Das sind Preise, die mit jedem anderen Onlinedepot mithalten, jedoch bei weit höherer Flexibilität.

 

Was in jedem Falle noch eingeplant werden sollte, sind Marktdatenabos für realtime Kurse.
Ich zumindest gönne mir den Luxus, sonst tappt man mit den verzögerten Kursen - zumindest bei Optionen - ziemlich im Dunkeln.
Kostenpunkt oft um die 1-2 Euro monatlich, lassen sich auch flexibel wieder abwählen.

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Geschrieben

vor 14 Stunden schrieb Cai Shen:

Was in jedem Falle noch eingeplant werden sollte, sind Marktdatenabos für realtime Kurse.

 

Wenn du tatsächlich ein Real Depot damit verbindest, würde ich nicht ruhig schlafen können.

Da ist das Arbeiten auf einem zweiten Computer parallel dazu sicher die bessere Wahl, auch wenn man manches nicht erkennt, heißt es nicht, dass es nicht möglich ist. Risikominimierung im Online Betrieb muss immer oberste Priorität haben..

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Geschrieben

Das mit den Marktdatenabos ist in der Tat eine Sache, die ich noch nicht gänzlich durchschaut habe. Bond quotes scheinen aber bei Lynx kostenfrei zu sein. Realtimekurse von Aktien brauche ich eigentlich nicht. Mit 15 min Verzögerung oder einem zweiten Fenster zur Kursanzeige kann ich auch leben.

 

Ich glaube ich starte einfach mal und buch bei (Nicht-)Gefallen das ein oder andere Paket dazu bzw. kündige es wieder. Die lfd. Kosten sollten jedenfalls ebenso wie die Transaktionskosten möglichst minimiert werden. Penny pinching at its best :thumbsup:

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