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Kolle

DKB Sparplan (Produkt so nicht mehr verfügbar!)

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Holgerli
Posted · Edited by Holgerli

Sagen wir es so: Die 100.000 Euro sind die einzige Garantie auf die ich mich im Ernstfall verlassen würde.

Ich werde mir das Angebot aber über die Feiertage mal im Detail anschauen.

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Clavis
Posted

Hallo zusammen,

 

ich stehe gerade vor der Frage, meine Anlagen in die alten DKB Sparpläne weiter zu erhöhen. Hierzu - und zur Einlagensicherung von 100.000 EUR eine Frage: meine Frau und ich sind beide bei der DKB.

Ich verstehe nicht ganz die Funktionsweise der Einlagensicherung bei Ehegatten. Hier ein Beispiel:

 

Spareinlagen Ehemann bei DKB: 130.000 EUR

Spareinlagen Gemeinschaftskonto bei DKB: 20.000 EUR

Spareinlagen Ehefrau bei DKB: 30.000 EUR

 

Würde am "Tag X" jetzt alles in einen Topf geworfen und geschaut, ob 100.000 EUR x 2 = 200.000 EUR überschritten sind oder wären die relevanten Werte 140.000 EUR bei Ehemann und 40.000 EUR bei Ehefrau, sodass nur 100.000 EUR bei Ehemann und die vollen 40.000 EUR bei der Ehefrau von der Einlagensicherung gedeckt wären? 

 

Ich habe leider keine aussagekräftigen Informationen hierzu gefunden. Leider laufen die Sparpläne nur auf mich, sodass ich mich fragen muss, ob nun die 100.000 EUR gelten oder letztlich die 200.000 EUR für das Vermögen der Ehegatten bei einer Bank.

 

Vielen Dank! 

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wpf-leser
Posted
vor einer Stunde von Clavis:

Ich habe leider keine aussagekräftigen Informationen hierzu gefunden.

Bing -> "Einlagensicherung Gemeinschaftskonten" -> Link

 

(Ernstgemeinte) Frage: Ist das aussagekräftig genug oder fehlt dir etwas?

Wenn nein, so sei das die Antwort. :)

(Ergo: Splitting der Werte.)

 

Grüße,

 wpf-leser

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Kolle
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Ich bin mir da auch unsicher. Splitting auf alles oder nur beim Gemeinschaftskonto?

 

Wenn die Gesamtsumme 200k betragen würde egal wer die Spareinlagen eröffnet hat würde ich noch einmal den Versuch starten meine Frau zum Mitkontoinhaber zu machen (einmal wurde das telefonisch abgelehnt). Meine Frau und Kinder sind alle bevollmächtigt und haben jeweils eine Visacard. Nach telefonischer Aussage der DKB-Mitarbeiterin sind alle Visakonten der Bevollmächtigten bis 100k einlagengesichert. Sparpläne nur von dem der sie abgeschlossen hat.

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Kolle
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Am 16.12.2019 um 11:13 von Bruce89:

 

Habe ich leider jetzt erst gelesen und bin daher etwas spät dran. Den Sinn hinter deinem Post verstehe ich aber warum nimmt man dann, nach heutigen Zinsen, nicht den Sparplan der VW Bank - sicherlich geht der "nur" höchstens 10 Jahre - hat dann aber einen Zinssatz von 1,4% und Rendite (nicht nachgerechnet - einfach mal übernommen) von 0,93% pro Jahr. Laut Unterlagen kommt man nach 21 Monaten auch kostenlos an das Geld ran (3 Monate Kündigungsfrist).

Glaubt ihr die VW Bank wird Probleme wegen den Abgassskandal bekommen oder warum sollte man die DKB vorziehen? Ich bin selber DKB Kunde mit Depot aber der Sparplan reizt mich nicht wirklich. Übersehe ich etwas?

Du übersiehst nichts. Jeder Thread ist so aktuell wie beim Entstehungs- und Diskussionszeitpunkt. Das kann sich bei Vorliegen neuer Fakten schnell ändern. Ich würde heute auch dem VW-Sparplan den Vorzug geben solange er noch aktuell ist.

 

Die Einlagensicherung hängt nicht vom Abgasskandal ab.

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Mentalmarkt
Posted · Edited by Mentalmarkt

.

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Bruce89
Posted

Danke euch beiden - sicherlich hängt der Abgasskandal nicht an der Einlagensicherung. Ich hatte mich nur gewundert aber deine Erklärung macht Sinn.

 

@Mentalmarkt

 

Stimmt -aber solche Fälle hatte ich auch nicht miteinbezogen. Muss jeder für sich am Ende entscheiden - ich persönlich hätte wohl einfach die 10 Jahre gleichmäßig 250-300€ eingezahlt und wäre nicht rangegangen. Mittlerweile denke ich aber, dass ich genug Notgroschen als Zinsprodukt habe und dieses Geld in Wertpapiere stecken werde.

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Clavis
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Am 19.12.2019 um 22:00 von Kolle:

Ich bin mir da auch unsicher. Splitting auf alles oder nur beim Gemeinschaftskonto?

 

Wenn die Gesamtsumme 200k betragen würde egal wer die Spareinlagen eröffnet hat würde ich noch einmal den Versuch starten meine Frau zum Mitkontoinhaber zu machen (einmal wurde das telefonisch abgelehnt). Meine Frau und Kinder sind alle bevollmächtigt und haben jeweils eine Visacard. Nach telefonischer Aussage der DKB-Mitarbeiterin sind alle Visakonten der Bevollmächtigten bis 100k einlagengesichert. Sparpläne nur von dem der sie abgeschlossen hat.

Hallo Kolle, habe das schon mehrmals versucht: weder vollständige Übertragung des Sparplans noch Eintragung der Ehefrau als Mitkontoinhaber ist möglich.

 

@wpf-leser: ich bin mir da leider immer noch unsicher. Habe den Artikel bereits im Vorhinein gelesen, lese da aber nicht die Antwort auf meine Frage heraus.

ich bin vielleicht einfach schwer von Begriff ;-) 

wie würdest du mein Rechenbeispiel lösen? 
 

danke euch für eure Antworten!

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wpf-leser
Posted · Edited by wpf-leser

@Clavis, entschuldige bitte die späte Antwort.

 

Eine Bitte an dieser Stelle:

Benutze nächstes Mal die Verlinkung der Forensoftware zu "@<Name>", damit die angeschriebene Person eine Benachrichtigung erhält. :)

 

Disclaimer:

Das hier ist keine Rechtsberatung, nur eigenes Nachdenken / Recherchieren und Meinung.

Ich übernehme keine Haftung für irgendetwas.

 

Los geht's.

Am 23.12.2019 um 11:51 von Clavis:

wie würdest du mein Rechenbeispiel lösen? 

Dein 'Rechenbeispiel' ist folgendes:

Am 19.12.2019 um 19:46 von Clavis:

Spareinlagen Ehemann bei DKB: 130.000 EUR

Spareinlagen Gemeinschaftskonto bei DKB: 20.000 EUR

Spareinlagen Ehefrau bei DKB: 30.000 EUR

Zunächst einmal müsste man sich aus meiner Sicht ansehen, was denn 'Spareinlagen' überhaupt sind.

Ich gehe davon aus, dass diese im genannten Beispielfall unter die Einlagensicherung fallen.

 

Im Sinne der Einlagensicherung trenne ich daher hier 'pro Einleger pro Kreditinstitut' und jede einzeln gehaltene Spareinlage gehört der jeweiligen Person.

Ehemann: 130.000€

Ehefrau: 30.000€

 

Der interessante Fall ist aber das zusätzliche Gemeinschaftskonto beim Kreditinstitut.

 

Vielleicht verhilft dir hier die 2014/49/EU (aktuell letzte konsolidierte Fassung) zum Verständnis.
Artikel 7 befasst sich mit der 'Feststellung des zu erstattenden Betrags'.
In Absatz (2) heißt es dort (Hervorhebung durch mich):

Zitat

(2) Der auf jeden Einleger entfallende Anteil an der Einlage auf einem Gemeinschaftskonto wird bei der Berechnung der Obergrenze nach Artikel 6 Absatz 1 berücksichtigt.

Fehlen besondere Bestimmungen, so wird der Einlagebetrag zu gleichen Teilen auf die Einleger verteilt.

Die Mitgliedstaaten können vorsehen, dass Einlagen auf einem Konto, über das zwei oder mehr Personen als Mitglieder einer Personengesellschaft oder Sozietät, einer Vereinigung oder eines ähnlichen Zusammenschlusses ohne Rechtspersönlichkeit verfügen können, bei der Berechnung der Obergrenze nach Artikel 6 Absatz 1 zusammengefasst und als Einlage eines einzigen Einlegers behandelt werden.

Das fand ich schon einmal ganz interessant.

Anschließend habe ich mir das zur Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie im Bundesgesetzblatt Teil I aus 2015, Nr. 21 angesehen und bin darüber auf den (gerne und auch von mir in der EU-RiLi ignorierten... :wacko:) Informationsbogen für Anleger gestoßen worden.

Lange Rede, kurzer Sinn:

 

 

Hierzu (Gemeinschaftskonto) kannst du - ganz praktisch - einen Blick in den Informationsbogen für Einleger der DKB werfen.

Dort wird mMn. für Gemeinschaftskonten festgelegt, dass die Obergrenze von 100.000€ für jeden einzelnen Einleger gilt - jedenfalls soweit es sich (weitere Annahme aufgrund der 'Aufgabenstellung') um Privatpersonen handelt.


Außerdem wird auf die Website des VÖB EdÖ verwiesen.

Aus den dortigen FAQ (Unterstreichung durch mich):

Zitat

Wie werden Gemeinschaftskonten behandelt?

Bis zu einer Höhe von 100.000 Euro (Deckungssumme) schützt die Entschädigungseinrichtung Einlagen pro Kunde und Bank. Bei einem Konto, das im Namen von zwei oder mehreren Personen eröffnet wurde oder an dem zwei oder mehrere Personen Rechte haben, die mittels der Unterschrift von einer oder mehreren dieser Personen ausgeübt werden können (Gemeinschaftskonten) ist für die Ermittlung des Entschädigungsanspruches und der Deckungssumme der jeweilige Anteil des einzelnen Kontoinhabers maßgeblich. Zudem sind eventuell vorhandene Einzelkonten der Kontoinhaber zu berücksichtigen. Fehlen besondere Bestimmungen, so werden die Einlagen den Kontoinhabern zu gleichen Anteilen zugerechnet (§ 7 Absatz 4 EinSiG). Es macht für die Entschädigung keinen Unterschied, ob z. B. ein Ehepaar ein Gemeinschaftskonto oder zwei Einzelkonten bei einer Bank führt.

 

Bei einem Gemeinschaftskonto zweier Privatpersonen wie hier ergibt sich daher, dass jeder einen Anteil von 1/n (hier: 1/2) des Guthabens zugeschrieben bekommt.

Ehemann: 130.000€ + 10.000€ = 140.000€

Ehefrau: 30.000€ + 10.000€ = 40.000€

 

Beachte: Der Ehemann kann im Fall der Fälle bei der DKB noch auf Freiwilligkeit hoffen. :thumbsup:

 

---

Ich meine insbesondere zwei Dinge daraus gelernt zu haben:

  • Würde das Gemeinschaftskonto ausschließlich auf die Ehefrau laufen, wäre man aus der Perspektive der Einlagensicherung heraus besser abgesichert - ungeachtet allerdings aller möglichen Seiteneffekte (Eigentumsanspruch, (Schenkungs-)Steuerrelevanz (ggf. sogar mehrfach?))
  • Die Aufteilung des Guthabens eines Gemeinschaftskontos unter den beteiligten Personen kann von besonderen Bestimmungen abhängig sein.

 

Unsere Sparpläne sollten auch unter die Einlagensicherung fallen - oder?

 

Grüße & sorry für den kleinen Ausflug,

 wpf-leser

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