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dev

Finanzielle Unabhängigkeit

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dev
· bearbeitet von dev
vor 12 Minuten von Peter23:

Na ja wenn es nach @Fondsanleger1966 geht, dann fehlen mir noch ca. 5 Mio.

So manchem würde es nicht ausreichen, wenn es unterm Kopfkissen Bargeld für 50 Jahre incl. Inflationsausgleich liegen hätte. ^^

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Bolanger
vor 7 Stunden von Peter23:
vor 7 Stunden von Bolanger:

Und wer gibt einem 95 jährigen, dessen Vermögen auf wenige tausend EUR zusammengeschrumpft ist, einen Kredit?

Man stellt das Portfolio als Sicherheit.

Verstehe ich nicht. Der Kredit wird niemals höher sein als der Portfoliowert. Warum sollte ich dann aber einen Kredit aufnehmen, anstatt das Portfolio weiter abzuschmelzen?

Ich kann Deinem Ansatz, stets 4% vom aktuellen Wert zu entnehmen und wenn das nicht mehr reicht, einen Kredit aufzunehmen, nicht nachvollziehen. Wenn das Portfolio zu klein ist, um von 4% Entnahme zu leben, dann bringt einen ein Kredit in noch größere Finanznöte. Das Portfolio wäre dann nämlich verpfändet und könnte nicht weiter entspart werden. Als Ausglcieh für dei Verpfändung bekäme man einen Kredit ausgezahlt, der aber stets geringer als der Portfoliowert sein dürfte. Da hätte man vom weiteren Entsparen des Portfolios mehr. Vielleicht kannst Du Deine Überlegungen nochmal ausführen?!

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Peter23
vor 20 Minuten von Bolanger:

Warum sollte ich dann aber einen Kredit aufnehmen, anstatt das Portfolio weiter abzuschmelzen?

Weil man dann mehr Euros in Aktien hat und damit von der Erholung des Marktes (wann immer sie kommt) stärker profitiert.

 

vor 22 Minuten von Bolanger:

Wenn das Portfolio zu klein ist, um von 4% Entnahme zu leben

Es geht beim SoRR nicht darum, dass Portfolio zu klein ist für die Entnahme sondern darum, dass nach der Entnahme zu wenig Euros im Portfolio liegen, um von der Erholung zu profitieren und es deshalb sehr ungünstig ist, wenn direkt am Anfang der Entnahmephase (wenn das Portfolio groß ist) hohe Verluste eintreten und spätere positive Renditen auf ein dann viel kleineres Portfolio treffen.

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Peter23
vor 53 Minuten von dev:

So manchem würde es nicht ausreichen, wenn es unterm Kopfkissen Bargeld für 50 Jahre incl. Inflationsausgleich liegen hätte. ^^

Und wenn doch dann Annahme Hyperinflation :D

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dev
vor 12 Minuten von Peter23:

Und wenn doch dann Annahme Hyperinflation :D

Irgendwas ist immer :D

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Ich bin mir nicht sicher, ob man mit einem Kredit das SORR entschärfen kann bei einem Börseneinbruch. Was aber ganz sicher nicht funktionieren wird, ist eine zu hohe Entnahme für die Größe des Depots. Angenommen Du hast 2,5 % Inflation und weiter angenommen Du zahlst 0,5 % Steuern, dann bleiben selbst im besten Fall von einer Rendite von 7 % nur noch 4 % übrig. Wenn jetzt noch Zinsen für den Kredit abgezogen werden müssen, kommst Du schon in die kritische Zone. Wehe, wenn jetzt noch die Inflation auf 3 % ansteigt oder die steuerliche Belastung wegen einem höheren Basiszins größer wird. 

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Peter23
vor 25 Minuten von Sapine:

Was aber ganz sicher nicht funktionieren wird, ist eine zu hohe Entnahme für die Größe des Depots. Angenommen Du hast 2,5 % Inflation und weiter angenommen Du zahlst 0,5 % Steuern, dann bleiben selbst im besten Fall von einer Rendite von 7 % nur noch 4 % übrig. Wenn jetzt noch Zinsen für den Kredit abgezogen werden müssen, kommst Du schon in die kritische Zone. Wehe, wenn jetzt noch die Inflation auf 3 % ansteigt oder die steuerliche Belastung wegen einem höheren Basiszins größer wird. 

fair - über die 4% lässt sich natürlich streiten. Wobei ich noch zwei Aspekte einwenden möchte:

  1.  dass es ggf. auch okay wäre, wenn das Portfolio pro Jahr im Schnitt um 1% kleiner wird. Dann würde es mal ganz theoretisch (und natürlich sehr holzschnittartig gerechnet) 100 Jahre lang reichen und
  2. dass 3% SWR nach einem Einbruch des Portfolios um 50% selbst ohne Inflation schon 6% Entnahme des aktuellen Portfoliowerts entsprechen würden (bei mir dann eben nur 4% und 2% Kreditaufnahme).

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Sapine

Tatsächlich sollte ein Depot bei einer langen Entnahmedauer zu Beginn im Wert (leicht) steigen und nicht abnehmen. Mal eben -1 % p.a. zu akzeptieren wird nur für relativ kurze Entnahmezeiträume funktionieren. 

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mem

@Peter23 Hast du schon mal einen Boxspread gehandelt? Es wird auch nicht jeder die Freischaltung für Optionshandel bekommen können. 

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Peter23
Gerade eben von Sapine:

Tatsächlich sollte ein Depot bei einer langen Entnahmedauer zu Beginn im Wert (leicht) steigen und nicht abnehmen.

Das kann man aber doch in Szenarien, die zur Pleite wegen SoRR führen, sowieso vergessen, weil da in den ersten Jahren ja leider sich ein heftiges Verlustjahr an das nächste reiht.

 

vor 1 Minute von Sapine:

Mal eben -1 % p.a. zu akzeptieren wird nur für relativ kurze Entnahmezeiträume funktionieren. 

Dann übersehe ich wohl was. Ich dachte nämlich, dass so kleine Wertreduzierungen vor allem nach Entnahme überhaupt kein Problem darstellen sollten. Daher: Woraus leitest Du das ab?

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Aus der Betrachtung vieler Kurven zu erfolgreichen Entnahmen. Wenn das Vermögen schon in den ersten Jahren abnimmt, hast Du entweder ein sehr defensives Depot mit sehr begrenzter Entnahmedauer oder ein Depot, was in Schieflage geraten ist. 

Beispielsweise hier https://predict-fi.com/simulator/

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Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 20 Minuten von mem:

@Peter23 Hast du schon mal einen Boxspread gehandelt? Es wird auch nicht jeder die Freischaltung für Optionshandel bekommen können. 

Ja - guter Punkt. Dafür muss man natürlich entsprechende langjährige Erfahrung nachweisen können. Einige Banken führen auch Multiple-Choice-Tests durch. Außerdem muss man beachten, dass man dann auch Vorabpauschale und Steuer insgesamt selbst berechnen muss. Mir wäre zumindest kein Broker bekannt, der das für einen macht und einen gleichzeitig echte Optionen (keine Optionsscheine) handeln lässt.

 

vor 16 Minuten von Sapine:

Aus der Betrachtung vieler Kurven zu erfolgreichen Entnahmen. Wenn das Vermögen schon in den ersten Jahren abnimmt, hast Du entweder ein sehr defensives Depot mit sehr begrenzter Entnahmedauer oder ein Depot, was in Schieflage geraten ist. 

Klar ist es besser, wenn es am Anfang direkt Berg auf geht, aber davon kann man doch leider nicht ausgehen. Vielmehr muss man sich doch gerade darauf einstellen, dass ein entscheidendes Risiko eben Verlust direkt zu Anfang der Entnahmephase sind und gerade in diesem Fall würde man mit meinem Vorschlag deutlich weniger entnehmen, um dann eben von einer etwaigen Erholung profitieren zu können. Wenn dann die 4% Entnahme aus dem aktuellen Portfolio den Bedarf wieder überdecken (was wenn die Schieflage vorbei ist, dann eben auch viel schneller der Fall sein sollte als wenn man mehr entnommen hätte - siehe Beispiel oben mit 3% SWR werden zu 6%) wird dann der Kredit wieder zurückgeführt. Übrigens: Vielleicht liegt hier das Missverständnis - ich würde trotzdem dabei bleiben, dass das Portfolio mindestens für eine 3% SWR ausgelegt sein sollte. Wenn das Portfolio dann halbwegs gut performt am Anfang, würde ich mit 4% des aktuellen Portfoliowerts mehr entnehmen als der Bedarf. Das würde dann einer negativen Kreditaufnahme entsprechen (bzw. würde aus short Box-Spread ein long Box-Spread). Faktisch geht man dann also Bundesanleihen long und baut damit automatisch einen Puffer ein.

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Peter23

Die Idee nochmal kurz zusammengefasst: Man versucht bei hohen Verlusten möglichst viel in Aktien zu halten durch sehr moderate Kreditaufnahme (z.B. 4% Entnahme nach 50% entspricht 2% - sprich: Es fehlt nur 1% des ursprünglichen Portfolios zum Bedarf (SWR 3%), d.h. 2% des aktuellen Wertes , was man als Kredit aufnimmt), bei hohen Gewinnen schichtet man (auch sehr moderat) in Richtung Bundesanleihen um.

 

Die Entnahme wird also daran ausgerichtet, was nachhaltig entnommen werden kann und nicht was der Bedarf ist. (Trotzdem sollte das Portfolio natürlich groß genug sein für den Bedarf) Ich halte 4% schon alleine deswegen für eine nachhaltige Entnahme, weil die historische Ausschüttungsrendite vom MSCI World High Dividend Yield auch in dieser Größenordnung liegt, aber wie gesagt man kann es auch niedriger ansetzen.

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stagflation

Klingt so ähnlich wie manche Strategien im Aktien-Forum: man kauft Aktien. Wenn der Kurs nach oben geht, freut man sich. Wenn der Kurs nach unten geht, freut man sich noch mehr. Denn dann kauft man nach, vielleicht sogar auf Kredit. Wenn der Kurs dann wieder steigt, profitiert man sogar doppelt! Es kann also gar nicht schief gehen! 

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