Zum Inhalt springen
korbi

Ultrastabilität nach Andreas Beck

Empfohlene Beiträge

Madame_Q
vor 10 Minuten von Beginner81:

Finde ich auch, die Strategie muss sich eher mit einem 100/0-Portfolio messen.

 

vor 10 Minuten von Beginner81:

Anlegertyp würde ich vermuten: Sehr langfristig, Wunsch nach Marktrendite+x, kein Problem mit erhöhten Volatilitäten und Drawdowns.

Sehe ich auch so => Der GPO als Fonds bzw. diese per Eigenbau umgesetzt Strategie muss vom Risiko her an sich wie ein 100% Aktienportfolio gewertet werden. Das muss einem klar sein, sonst gibt es böse Überraschungen. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bigwigster

@Beginner81 @Madame_Q

 

Erklärt mir mal bitte warum ein Fonds der die meiste Zeit 20% in sichere Staatsanleihen investiert ist wie ein 100% Aktienfonds betrachtet werden muss?! In der Kurzstudie wird doch auch gezeigt dass die 100% sogar nur zweimal ab circa 1973 (genaues Jahr weiß ich jetzt nicht mehr) überhaupt vorkam. Wenn ich mich nicht täusche, habe jetzt nicht nochmal reingeschaut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Madame_Q
· bearbeitet von Madame_Q

Meine Begründung:

Auch wenn es nicht oft oder durchgehend der Fall ist:

Die maximal mögliche Aktienquote beträgt 100% und da dies im Crash der Fall ist, ist man genau dann zu 100% in Aktien, wenn es (vielleicht noch weiter) abwärts geht und trägt genau dann volles Risiko.

Daher sehe ich hier kaum weniger Risiko als bei 100% Aktien. Man muss sich darauf einstellen, mit viel Pech mit 100% Aktien voll abzustürzen zu können in Bereiche von 50 oder gar 60% Max.DD.

 

Aber ok - vielleicht wären 90% Aktien der passendere Vergleich und der richtige Mittelweg.

80% finde ich aber nicht passend. Das Risiko ist höher als bei einem 80% Aktienportfolio, dessen AA immer fest gehalten wird.

Sprich, mit einem Vanguard Lifesrategy 80 kann man das GPO Portfolio denke ich nicht gleichsetzen an Risiko finde ich.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bigwigster
vor 7 Minuten von Madame_Q:

Die maximal mögliche Aktienquote beträgt 100% und da dies im Crash der Fall ist, ist man genau dann zu 100% in Aktien, wenn es (vielleicht noch weiter) abwärts geht und trägt genau dann volles Risiko.

Daher sehe ich hier kaum weniger Risiko als bei 100% Aktien. Man muss sich darauf einstellen, mit viel Pech mit 100% Aktien voll abzustürzen zu können in Bereiche von 50 oder gar 60% Max.DD.

Man trägt das volle Risiko von 100% Aktien Definitionsgemäß erst nach zwei mal 20% Drawdown und erst ab da. Das heißt bei deiner Annahme von von Max.DD: 60% hat man den Großteil des Drawdowns mit Staatsanleihen im Portfolio durchgestanden. 

 

vor 22 Minuten von Madame_Q:

Aber ok - vielleicht wären 90% Aktien der passendere Vergleich und der richtige Mittelweg.

Darauf lasse ich mich schon eher ein :thumbsup:

In Zukunft wird es interessant sein den Lifestrategy 80/20 in der Praxis was Volatilität und Drawdown angeht mit dem GPO zu vergleichen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Madame_Q
· bearbeitet von Madame_Q
vor 5 Stunden von Bigwigster:

Man trägt das volle Risiko von 100% Aktien Definitionsgemäß erst nach zwei mal 20% Drawdown und erst ab da. Das heißt bei deiner Annahme von von Max.DD: 60% hat man den Großteil des Drawdowns mit Staatsanleihen im Portfolio durchgestanden. 

Völlig richtig.

Trotzdem ist der maximal mögliche Verlust (bei angenommenen 60% DD), den man ertragen/aushalten muss, immer noch deutlich mehr wie bei festen 80% Aktienquote.

Man müsste das mal ausrechnen und vergleichen. Die letzten 10%, die man bei -40% DD noch investiert, verlieren für sich dann trotzdem nochmal ca. 33%, wenn man bis 60% runter geht (und die 1. Charge bei -20% verliert für sich 50%) oder hab ich mich da verrechnet?

 

Sozusagen dann (Verluste pro Charge bei insgesamt 60%DD):

Hauptanteil (80% Aktien) => 60% Verlust

1. Charge (10% Aktien) => 50% Verlust

2. Charge (10% Aktien) => 33% Verlust

=> Gesamtverlust bei max.DD von 60% immerhin 56,33%.

Bei festen 80% wären es 48%.

Bei festen 90% wären es 54%.

 

Keine Garantie auf Fehler, weil nur mal schnell gerechnet.:teach:

 

Aber stimmt schon - so um die 90% Risiko eines reinen Aktienportfolios ist denke ich nicht schlecht geschätzt, weil 60% DD schon ein Extremszenario sind.

Ich wollte nur andeuten, dass die 20% sicheren Anleihen etwas täuschen können.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
i++
· bearbeitet von i++
Am 16.5.2021 um 23:53 von Rendito:

"Die eine Quelle" gibt es m.W. nicht. Ausgangsbasis sind die monatlichen Factsheets der MSCI Indizes. Die Anteile der größten 5 Länder im ACWI (IMI) kann man direkt ablesen, die der nachfolgenden Länder mittels Dreisatz aus den Factsheets der untergeordneten Indizes (MSCI World, MSCI Europe, MSCI Emerging Markets etc.) ermitteln.

Du hast recht, das ist sauberer. Ich habe das mal durchexerziert. Man benötigt 4 MSCI Index Factsheets und 8 Werte, dann kann man die MSCI ACWI (IMI) Gewichte der Regionen ausrechnen. 

MSCI_ACWIIMI_Weights.thumb.png.993673ea90390d2e2a5b840c3b252039.png

Die grünen Zellen sind die Inputs aus den Factsheets.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
hgryska

Danke für die herzliche Begrüßung :thumbsup: Kurze Stellungnahme zu Euren Kommentaren:

  • Warum Vanguard: Die genossenschaftsähnliche Eigentümerstruktur finde ich sympathisch.
  • Warum Vanguard ESG Global All Cap: Im Gegensatz zu globalen FTSE oder MSCI Indizes enthält er Small Caps. Auch wenn ESG eventuell mehr Schein als Sein ist, ist es besser als nichts. Die TER ist auch kaum höher durch ESG.
  • Warum FTSE: Gebühren für Index Nutzung meines Wissens niedriger als bei MSCI.
  • Anzahl der physischen ETF Positionen: Je mehr physische Positionen das ETF Portfolio hat, desto geringer ist der Tracking Error zum globalen Markt im Falle einer Kernschmelze im Finanzsystem. Hier ist der Vanguard ESG Global All Cap gut aufgestellt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
i++
· bearbeitet von i++
vor 16 Stunden von meilengold:

Was ist die Erklärung, dass der Europa und EM Anteil so stark ansteigt und er die USA so stark reduziert? 

Kann ich auch nicht nachvollziehen. Entweder ist sein wirkliches Modell komplexer als in seinem E-Booklet beschrieben, oder die Daten sind unvollständig (evtl. rechnet er Smallcap-Gewichte separat), oder wir haben uns verrechnet ;). Ich nehme ja nicht an dass am Schluss noch die Gewichte nach nicht nachvollziehbaren Kriterien frisiert werden.

 

Was mich dann auch etwas stört an dem GPO, ist dass die Gewichtungen über die Zeit so springen und hier etwas die Transparenz des Modells fehlt. Ich würde mir wünschen Herr Beck würde dieses auch offenlegen. Aufgrund der Intransparenz würde ich mir diesen Fonds nicht in mein Depot legen wollen. 

 

Hier meine aktuelle Herleitung so gut es ging. Europa hat +3 Prozentpunkte, Pazifik -2 Prozentpunkte und Kanada -1 Prozentpunkt zu einer 60% nach P/E und 40% P/B Gleichgewichtung der Regionen.

 

Wenn das jemand erklären kann, bitte her damit :)

296796446_Bildschirmfoto2021-05-23um14_14_21.thumb.png.6f3aa8665efacf9032bdb0fc55d8c3b2.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Rendito
vor 5 Stunden von i++:

Du hast recht, das ist sauberer. Ich habe das mal durchexerziert. Man benötigt 4 MSCI Index Factsheets und 8 Werte, dann kann man die MSCI ACWI (IMI) Gewichte der Regionen ausrechnen. 

MSCI_ACWIIMI_Weights.thumb.png.993673ea90390d2e2a5b840c3b252039.png

Die grünen Zellen sind die Inputs aus den Factsheets.

 

:thumbsup: Genau auf diese Art ermittle ich die Regionengewichte auch, aus Faulheit aber nur in größeren Zeitabständen. Wer es noch einfacher haben möchte, kann sich guten Gewissens an die Ländergewichte des FTSE halten und sie gemäß MSCI-Regionalzuordnung addieren. Die Übereinstimmung ist sehr hoch, wie die Tabelle von @meilengold zeigt:

 

Am 18.5.2021 um 08:21 von meilengold:

image.png.3ffa79fc78cf6f850a54847c5c5a81bd.png

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Rendito
vor 7 Stunden von hgryska:

Danke für die herzliche Begrüßung :thumbsup: Kurze Stellungnahme zu Euren Kommentaren:

  • Warum Vanguard: Die genossenschaftsähnliche Eigentümerstruktur finde ich sympathisch.

Die gilt zwar strenggenommen nur für Vanguard USA, aber auch in Europa ist Vanguard sicherlich überdurchschnittlich kundenorientiert (relativ niedrige Fondsgebühren, die auch noch proaktiv gesenkt werden; vollständige Weitergabe der Erträge aus Wertpapierleihe).

 

vor 7 Stunden von hgryska:
  • Warum Vanguard ESG Global All Cap: Im Gegensatz zu globalen FTSE oder MSCI Indizes enthält er Small Caps. Auch wenn ESG eventuell mehr Schein als Sein ist, ist es besser als nichts. Die TER ist auch kaum höher durch ESG.

Bei MSCI gibt es die Reihe der IMI-Indizes (z.B. MSCI ACWI IMI), die ebenfalls und sogar mehr Small Caps als FTSE All Cap enthalten. Ansonsten tendiere ich zu Deiner Meinung, dass ESG momentan mehr Schein als Sein ist, aber besser als nichts. Abweichende Meinungen in diesem Thread.

 

vor 7 Stunden von hgryska:
  • Warum FTSE: Gebühren für Index Nutzung meines Wissens niedriger als bei MSCI.

Ja. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass für große ETF auf globale Indizes die durchschnittlichen Indexgebühren in der Größenordnung von 0,05% p.a. liegen, bei FTSE (und Solactive) aber eben ein paar Basispunkte weniger als bei MSCI. Hat jemand eine aktuelle Quelle?

 

vor 7 Stunden von hgryska:
  • Anzahl der physischen ETF Positionen: Je mehr physische Positionen das ETF Portfolio hat, desto geringer ist der Tracking Error zum globalen Markt im Falle einer Kernschmelze im Finanzsystem. Hier ist der Vanguard ESG Global All Cap gut aufgestellt.

Im Prinzip ja, allerdings gibt es mit steigener Zahl physischer Positionen einen Trade-off zwischen kleinerem Tracking Error und höheren Fondskosten (v.a. Transaktionskosten, die ja nicht Bestandteil der Total Expense Ratio sind).

 

Danke für Deine Begründungen, die für mich ganz überwiegend nachvollziehbar sind. :thumbsup:

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bigwigster
vor einer Stunde von Rendito:

Bei MSCI gibt es die Reihe der IMI-Indizes (z.B. MSCI ACWI IMI), die ebenfalls und sogar mehr Small Caps als FTSE All Cap enthalten.

All Cap und IMI sollte eigentlich das selbe sein, wie kommst du auf mehr small caps?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Rendito
vor 49 Minuten von Bigwigster:

All Cap und IMI sollte eigentlich das selbe sein, wie kommst du auf mehr small caps?

Meines Wissens strebt FTSE mit dem Global All Cap eine MCap-Abdeckungsquote von 98% an, MSCI mit dem ACWI IMI dagegen eine von 99%, jeweils bezogen auf das globale Aktienanlageuniversum. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
kea

Ich habe mir die im Anhang beigefügten Paper von Hr. Beck durchgelesen. Ursprünglicher Kontakt mit der Materie war ein Video auf Youtube wo eines der Paper zum Download angeboten wurde.

 

Daraufhin habe ich das WPF danach durchsucht und bin auf den Beitrag hier aufmerksam geworden. Diesen habe ich zum Teil (Anfang und Ende) gelesen. Wenn also etwas schon mal behandelt worden ist, bitte nicht zu sehr schimpfen.

 

 

Mir sind folgende Punkte gekommen, die ich mit euch diskutieren möchte:

 

1) Festes Verhältnis Aktien zu Anleihen im Vergleich zu Portfoliostrategie von Hr. Beck

Am Anfang habe ich die Idee super gefunden, bei Kurseinbrüchen nachzukaufen um nach der Erholung wieder auf den ursprünglichen Wert von 80% Aktien zurückzukehren.

 

Beim Nachdenken ist mir allerdings folgendes Problem gekommen (überspitzt formuliert):

Was passiert wenn ich all mein Geld aufgrund der Gegebenheiten („Regime C“) in Aktien gesteckt habe und meine Waschmaschine kaputt geht? Das hat zur Konsequenz, dass ich dann einen Konsumkredit aufnehmen müsste um mir eine neue Waschmaschine zu kaufen?

=> Es stellt sich folgende Frage: Was zählt alles zum „Portfolio“ das Hr. Beck betrachtet?

-Auch der Notgroschen (sagen wir mal 6 Nettomonatseinkommen)?

-Wie sieht das mit Leuten aus die eine Immobilie besitzen? Kommt da noch ein Instandhaltungsnotgroschen hinzu?

-Wie verhält sich die Sache für Leute die noch planen ein Haus zu kaufen?

 

Mit gesundem Menschenverstand würde ich sagen, dass in dieses Portfolio nur Geld wandern sollte was nicht benötigt wird. Somit verstehe ich den Ansatz nicht mit 20% Nicht-Aktien zu arbeiten. Wie weiter oben von Madame_Q geschrieben muss man immer damit rechnen mit 100% des Portfolios investiert zu sein, wenn man der Strategie folgen will. Da stellt sich die Frage warum man dann mit 80% arbeitet und nicht gleich all in geht (100% Aktien). Letzteres wird ja wohl am Meisten bringen – und bei dieser Anlageform ist einem klar das das Geld wenn es blöd läuft für 15 Jahre nicht verfügbar sein kann.

Auf den Punkt gebracht mit einem Witz:

Treffen sich zwei Leute im Dschungel – der eine schleppt einen schweren Stein mit. Der andere fragt ihn weshalb dieser einen schweren Stein mitschleppt. Darauf die Antwort: Wenn der Tiger kommt werfe ich den Stein weg und kann dann schneller laufen…

 

Ich würde folgend vorgehen: Festlegen von Notgroschen, sowie Notgroschen für evtl. Hausreparatur (wenn man Hausbesitzer ist) und vielleicht nochmal 10000€ für einen Autokauf (wenn man auf das Auto angewiesen ist). Der Rest kann ja zu 100% in Aktien gesteckt werden (wenn man das möchte).

 

 

2) Thema Nachbildung Welt AG

-Wieso wählt Hr. Beck die Eigenkapitalrendite als Maß für die Leistungsfähigkeit / Gesundheitszustandes einer Firma? Seid ihr ähnlicher Meinung? Was für andere (sinnvolle) Ansätze gibt es außerdem?

-Wie kommt man an KGV, KBV für ganze Märkte heran? Mir ist bekannt, dass man je Aktie dies nachschauen kann. Muss man das selbst nachrechnen oder liefert das der Indexanbieter mit?

-Sollte man seine Welt AG anhand des KGV oder des KBV aufstellen?

-Factor Tilt Portfolio: Im zweiten Paper („Risikomanagement+bei+Nullzinsen“) wird ein „naives Tilt Portfolio“ aufgestellt was u.a. MSCI World + MSCI Emerging Markets + MSCI World Enhanced Value… usw. enthält. Wie wird sicher gestellt dass Firmen nicht zweimal „gekauft werden“?

-Ich habe bisher zwei ETFs auf MSCI World gekauft (synthetische Replikation und einmal physikalische Replikation). Ich möchte diese nicht zwingend verkaufen – die beiden Fonds machen in Summe vielleicht 15% vom Gesamtportfolio aus (habe aus früherer Zeit sehr viele aktive Fonds).

+Haltet ihr es für praktikabel durch Beimischen von EM und Europa sowie Pazifik / Asien die „richtige“ Welt AG Aufteilung einzustellen?

+Oder sollte ich die zwei Fonds auf MSCI World einfach behalten und ab jetzt einfach mit einer Aufteilung wie in Beitrag #408 dargestellt anfangen?

+Ganz zum Schluss die ketzerische Frage ob das alles nur gut für das Gewissen ist (man hat möglichst genau die Welt AG nachgebildet und hat die Möglichkeit nachträglich zu justieren) oder man einfach einen Vanguard FTSE All-World UCITS ETF als einen einzigen Fonds kaufen soll.

 

 

 

Andreas Beck - Erfolgreich-wissenschaftlich-investieren-1.pdf Risikomanagement+bei+Nullzinsen.pdf

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
konan
· bearbeitet von konan
vor 13 Minuten von kea:

Ich würde folgend vorgehen: Festlegen von Notgroschen, sowie Notgroschen für evtl. Hausreparatur (wenn man Hausbesitzer ist) und vielleicht nochmal 10000€ für einen Autokauf (wenn man auf das Auto angewiesen ist). Der Rest kann ja zu 100% in Aktien gesteckt werden (wenn man das möchte).

Klingt vernünftig.

vor 13 Minuten von kea:

Ganz zum Schluss die ketzerische Frage ob das alles nur gut für das Gewissen ist (man hat möglichst genau die Welt AG nachgebildet und hat die Möglichkeit nachträglich zu justieren) oder man einfach einen Vanguard FTSE All-World UCITS ETF als einen einzigen Fonds kaufen soll.

Wahrscheinlich letzteres; zumindest mache ich es so.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Madame_Q
· bearbeitet von Madame_Q
vor einer Stunde von kea:

Es stellt sich folgende Frage: Was zählt alles zum „Portfolio“ das Hr. Beck betrachtet?

-Auch der Notgroschen (sagen wir mal 6 Nettomonatseinkommen)?

Der Notgroschen sollte immer ausgeklammert werden und gehört natürlich nicht zu Beck´s Portfolio.

Du kannst Beck´s GPO bzw. sein "Depot" auch einfach als deinen riskanten Teil des Vermögens ansehen und 

dann noch einen risikoarmen Teil (z.B. Festgeld/Tagesgeld) hinzufügen - typisches Steuern des Gesamtrisikos.

 

vor einer Stunde von kea:

Da stellt sich die Frage warum man dann mit 80% arbeitet und nicht gleich all in geht (100% Aktien).

Ich kann es mir nur so erklären:

Maximierung der Rendite und Reduzieren des Risikos im Vergleich zu "einfach 100%-Aktien".

Dass diese beiden "Ziele" aber nicht sicher sind (Rendite) bzw. nicht so viel wirken, wie man vielleicht bei kurzem Hinsehen vermutet (weniger Risiko), wurde hier ja schon mehrfach angeschnitten. 

Es ist eben eine von vielen Strategien, die aber das Rad insgesamt nicht neu erfindet - so sehe ich es zumindest.

90% in einen Vanguard All World/SPDR ACWI IMI und einfach laufen lassen halte ich z.B. für mindestens "nicht schlechter", weil billiger (im Vergleich zum GPO) bzw. simpler (im Vergleich zum Beck-Eigenbau).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
hgryska

Nochmal zu den Small Caps: All World FTSE und MSCI Indizes sind in der Tat sehr ähnlich. Auszug aus dem MSCI ACWI Fact Sheet:

Zitat

The MSCI ACWI captures large and mid cap representation across 23 Developed Markets (DM) and 27 Emerging Markets(EM) countries*. With 2,974 constituents, the index covers approximately 85% of the global investable equity opportunity set.

Laut dem Fact Sheet sind Small Caps untergewichtet. Der Vanguard ESG Global All Cap bildet aber keinen dieser Indizes nach, sondern die Positionen werden von Vanguard selbst zusammen gestellt und enthalten explizit Small Caps.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
miabe
On 5/24/2021 at 9:37 AM, kea said:

Am Anfang habe ich die Idee super gefunden, bei Kurseinbrüchen nachzukaufen um nach der Erholung wieder auf den ursprünglichen Wert von 80% Aktien zurückzukehren.

Hi kea, ging mir genauso, da ich das in den letzten Jahtzehnten auch intuitiv so gemacht habe, aber eben nur in dem Rahmen des gerade Möglichen. Eine Strategie darauf auszulegen hört sich daher erst mal gut an, aber die Backtests sagen wohl was anderes... Für mich spricht jedoch nichts dagegen, im Fall eines Crashs mal zu schauen, ob man nicht Gold oder Crypto umschichtet oder den Immo-Kredit etwas weniger sportlich tilgt und statt dessen bei den Aktien mit vorhandenen Mitteln beherzt zugreift.

Eigentlich war für mich jedoch ein wichtiges Kriterium, den Drawdown zumindest gefühlt zu begrenzen, aber hier hilft diese Strategie nicht wirklich. Man wäre dann bei -40% voll investiert mit der Ungewissheit, ob der Markt noch weiter absackt oder in eine lange Seitswärtsphase übergeht. So sehr ich Beck auch schätze, mir scheint dieses Modell des Market Timings nicht so praktisch für Privatanleger zu sein. Die Alternativen sind hierbei wohl nur aktivere Strategien, in denen man dann in gewissen Phasen auch wieder 100% in Cash oder Anleihen ist.

 

On 5/24/2021 at 9:37 AM, kea said:

-Sollte man seine Welt AG anhand des KGV oder des KBV aufstellen?

Das finde ich grundsätzlich nicht verkehrt. Nur nach Marktkapitalisierung zu gehen scheint mir nicht ideal, da man hier auch jede Blasenbildung mitnimmt. Am Ende macht es aber auch nicht so viel aus und man kennt die Zukunft ja nicht. Trotzdem bin ich weg von der 1-ETF Lösung und werde in Zukunft wahrscheinlich in mehre ETFs der Weltregionen investieren, die man ja aus Becks Portfolio ableiten kann. Hätte für mich den Vorteil, in den nächsten Jahrzehnten einfach flexible zu sein, falls ich die Gewichtungen anpassen möchte.

Andererseits kann man natürlich den all-world-ETFs später auch noch durch weitere ergänzen und somit die Gewichtung im Portfolio anpassen. Aber mit den einzel ETFs hab ich die Regionen einfach besser im Blick. Das könnte z.B. so aussehen:

 

image.thumb.png.439f27dc264044dc76914fe9ee962426.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Rendito
Am 24.5.2021 um 11:07 von hgryska:

Nochmal zu den Small Caps: All World FTSE und MSCI Indizes sind in der Tat sehr ähnlich. Auszug aus dem MSCI ACWI Fact Sheet:

Laut dem Fact Sheet sind Small Caps untergewichtet.

Die Small Caps sind nicht untergewichtet, sondern in den beiden genannen Indizes schlichtweg nicht enthalten.

 

Am 24.5.2021 um 11:07 von hgryska:

Der Vanguard ESG Global All Cap bildet aber keinen dieser Indizes nach, sondern die Positionen werden von Vanguard selbst zusammen gestellt und enthalten explizit Small Caps.

Die Positionen werden nicht von Vanguard selbst zusammengestellt. Stattdessen bildet der Vanguard ESG Global All Cap den FTSE Global All Cap Choice Index ab (aktuelles Factsheet beigefügt). Dieser Index beinhaltet Small Caps. Der (bis auf den ESG-Filter) vergleichbare MSCI-Index heißt ACWI IMI (aktuelles Factsheet ebenfalls beigefügt). IMI steht dabei für Investable Market Index. Die IMI-Indizes beinhalten ebenfalls Small Caps. Im Hinterkopf behalten muss man dabei, dass MSCI und FTSE leicht unterschiedliche Definitionen von "Small Caps" verwenden.

 

FTSE Global All Cap Choice Index_20210430.pdf

msci-acwi-imi.pdf

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
hgryska

Danke für die Klarstelllung :thumbsup:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Madame_Q

43 Min Beck

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
fonscho
· bearbeitet von fonscho

Nicht viel neues. Er erklärt aber den Gleichwertindex im Vergleich zu BIP und MCap sehr ausführlich.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
i++
· bearbeitet von i++
Am 25.5.2021 um 18:07 von miabe:

Nur nach Marktkapitalisierung zu gehen scheint mir nicht ideal, da man hier auch jede Blasenbildung mitnimmt. Am Ende macht es aber auch nicht so viel aus und man kennt die Zukunft ja nicht.

Hat jemand von euch das Buch "Stocks for the Long Run" von Jeremy Siegel gelesen? Ich habe das gerade "durch". Ganz interessant in diesem Kontext finde ich Kap. 23 (Fund Performance, Indexing, and Beating the Market). Dort rät der Autor auch eher von einer Portfolio-Gewichtung nach Marktkapitalisierung ab, wegen der Gefahr in Blasen reinzulaufen und plädiert für eine Gewichtung nach Gewinnen (das was Beck auch propagiert). Das ganze ist in den vorderen Kapiteln auch schön theoretisch untermauert.

 

"Fundamentally weighted indexes work in the following manner. Assume earnings are chosen as the measure of firm value. If E represents the total dollar earnings of the stocks chosen for the index, and Ej is the earnings from a particular firm j, then the weight given to firm j in the fundamental index is Ej/E, its share of total earnings rather than its share of the market value as is done in capitalization-weighted indexes.

 

Er schlägt auch die Verwendung von fundamental gewichteten Indizes vor. Er erwähnt als Beispiel u.a. auch den RAFI US1000 Index. Auf diesen Index gibt es sogar einen UCITS ETF (leider etwas teuer und nur als Ausschütter verfügbar): https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B23D8S39

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Barqu
23 minutes ago, i++ said:

leider etwas teuer

0.02% TD im Durchschnitt seit 2008.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
whister
vor 2 Stunden von Barqu:

0.02% TD im Durchschnitt seit 2008.

Das ist scho relativ schlecht wenn man berücksichtigt dass man mit anderen US ETFs eine TD von -0,5% erzielen kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
kseeba

Beck: "Die entscheidende Frage hierbei ist: Wie reagiert ein Portfolio in der Krise? Da wird das wirkliche Geld gewonnen und verloren. Und genau an diesem Punkt kommen Portfolio-Manager in eine Zwickmühle. Denn obwohl die meisten von ihnen eigentlich das Richtige tun und zu günstigen Kursen nachkaufen wollen, machen sie es nicht, weil der Kunde ihnen schon im Nacken sitzt. Wenn der Vermögensverwalter jetzt nachkaufen würde und der Markt noch mal um 20 Prozent einbricht, steht er mit einem Bein im Gefängnis. Die guten Vermögensverwalter machen also nichts und die schlechten lösen ihre restlichen Aktienpositionen auf. Und genau das ist der Grund, wieso aktives Management so schlecht funktioniert – ein zyklisches Handeln. Die ganzen Portfolio-Management-Systeme arbeiten mit Kennzahlen, die für eine ganz kurze Frist sind, insbesondere Value-at-Risk. Und die schießen immer, nachdem es eingebrochen ist, in die Höhe und geben den Impuls, jetzt die Risikopositionen abzubauen."

Zitat Andreas Beck, Interview, Wirtschaftswoche, Ausgabe von heute.

 In dieser Antwort ist aus meiner Sicht der wesentliche Vorteil des GPO erklärt. Seit 1987 bin ich Aktien Investor, mir fehlte in den zahlreichen Krisen, die ich erlebt habe entweder das Geld oder der Mut oder beides zum Nachkaufen. Deshalb weiss ich, dass ich für meine Person in der Krise eine Automatik brauche, die entgegen meiner Neigung kauft und auch dafür sorgt, dass dann genug Geld vorhanden ist. Ähnlich schwer ist es mir gefallen Aktien nach einem Anstieg zu verkaufen, da ich zukünftige, entgangene Gewinne voraussah. Deshalb bespare ich seit drei Monaten mittels monatlichem Sparplan den GPO.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...