Holgerli Dienstag um 05:42 vor 15 Stunden von Der Heini: Wenn wir uns unter der Brücke treffen ist das eh egal. Auch wenn ein Bärenmarkt primär die Kursentwicklung an der Börse beschreibt, glaube ich nicht, dass die Diskutanten hier im Thread die "Zielgruppe" für unter der Brücke sind. Da wird es andere und vor allem deutlich größere Bevölkerungsgruppen viel deutlicher treffen. Und das würde dann zu Disruptionen führen, die sich kaum jemand vorzustellen vermag. Vermutlich wird die Gesellschaft wie wir sie kennen, nach 30 Jahren Bärenmarkt (wenn das überhaupt möglich ist) eine komplett andere sein. Der Börsencrash von 1929 endete schon 1939 im 2. Weltkrieg. Danach war die Welt eine komplett andere. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 19 Stunden Am 1.6.2026 um 14:24 von Der Heini: das SoRR schlägt bei 30 Jahre Bärenmarkt voll durch. Am 1.6.2026 um 14:33 von chirlu: Eigentlich nicht. Bei 30 Jahren Bärenmarkt hat sich ein Renditerisiko verwirklicht, kein Reihenfolgenrisiko. Am 1.6.2026 um 16:12 von Der Heini: Wenn wir uns unter der Brücke treffen ist das eh egal. Ich finde es schade, wenn durch eine solche Bemerkung - und sei sie noch so witzig gemeint gewesen - ein wichtiger Hinweis weggeschoben wird, aus dem viele Forumsmitglieder einen zentralen Punkt für die Entnahme im Ruhestand hätten lernen können. @chirlu sprach an, dass in der hier besprochenen Konstellation nicht (allein) das Rendite-Reihenfolge-Risiko (SoRR), auf das sich so viele hier im Thread stürzen, eine erhebliche Gefahr für den Erfolg der Entnahmestrategie im Ruhestand darstellt, sondern (auch) das Risiko einer zu niedrigen (realen) Rendite aus den Assets. Dieses Renditerisiko wird leider oft vergessen. Es ist auch einer der Gründe, warum der Versuch, dass SoRR zu verringern, nicht allzu viel bringt. Am 3.6.2026 um 09:16 von Peter23: ich hab das Gefühl, dass die Stimmung eher so sehr dagegen ist, dass es nicht fair betrachtet wird und deswegen ist die Motivation nicht gerade gestiegen durch die Rückmeldungen. Ich denke unabhängig vom Ergebnis, wird das einfach sehr grundsätzlich abgelehnt werden von vielen. Dafür gibt es auch einen guten Grund: das Renditerisiko. Dem SoRR mit Kreditaufnahme zu begegnen, mag in manchen Konstellationen *beim SoRR* helfen (z.B. wenn es nach einem heftigen Kurseinbruch wieder eine starke Erholung geben sollte). Gleichzeitig verschlechtert die Kreditaufnahme aber die Überlebenschance in Szenarien mit einer (sehr) *niedrigen Rendite*, weil diese durch die zu zahlenden Kreditzinsen zusätzlich vermindert wird. Das Renditerisiko wird daher erhöht. Am 1.6.2026 um 10:37 von Fondsanleger1966: Nein. Die aktuelle Entnahmerate würde in diesem Fall grob gerechnet auf 6% (statt auf 7%) steigen - was aber immer noch viel zu hoch ist, um sie mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft über einen langen Zeitraum von z.B. 30 oder 50 Jahre durchhalten zu können. Am 1.6.2026 um 14:24 von Der Heini: bei 30 Jahre Bärenmarkt ... Am 2.6.2026 um 05:36 von t.klebi: ... wäre der Kapitalismus längst am Ende. Dann hätten wir ganz andere Probleme. @Der Heini hat hier den Begriff "Bärenmarkt" im fachlichen Sinne vermutlich nicht ganz korrekt benutzt, aber es dürfte aus dem Kontext doch eigentlich klar sein, dass es um jahrzehntelange Zeiträume mit niedriger oder negativer realer Rendite geht. Bundesdeutsche Anleger haben diese bei der Aktienanlage z.B. von 1960 bis Anfang/Mitte der 1980er Jahre erlebt. Siehe z.B. https://www.welt.de/finanzen/plus69c7dc3b04eeb30f4b107fa1/dax-rendite-warum-einfach-durchhalten-eine-riskante-illusion-ist.html (leider Bezahlschranke). Den Kapitalismus gibt es trotzdem noch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 vor 19 Stunden · bearbeitet vor 19 Stunden von Peter23 vor 5 Minuten von Fondsanleger1966: Dem SoRR mit Kreditaufnahme zu begegnen, mag in manchen Konstellationen *beim SoRR* helfen (z.B. wenn es nach einem heftigen Kurseinbruch wieder eine starke Erholung geben sollte). Gleichzeitig verschlechtert die Kreditaufnahme aber die Überlebenschance in Szenarien mit einer (sehr) *niedrigen Rendite*, weil diese durch die zu zahlenden Kreditzinsen zusätzlich vermindert wird. Das Renditerisiko wird daher erhöht. Ich verstehe den Unterschied zwischen sehr niedrigen und heftigen Kurseinbrüchen nicht. Das ist doch das gleiche. Oder meinst Du etwa sehr niedrige aber doch positive Renditen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 18 Stunden · bearbeitet vor 18 Stunden von LongtermInvestor vor einer Stunde von Fondsanleger1966: Bundesdeutsche Anleger haben diese bei der Aktienanlage z.B. von 1960 bis Anfang/Mitte der 1980er Jahre erlebt. Kannst Du bitte Deinen Punkt bzw. den des nicht zugänglichen Artikels kurz erläutern? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 18 Stunden Nun ich weiß nicht was @Fondsanleger1966genau meint. Aber klar ist, dass wenn Du mehr entnimmst, als Dein Depot über einen nennenswerten Zeitraum in der Lage ist zu erwirtschaften, Dein Risiko dramatisch steigt, dass es schlicht nicht reichen wird. Selbst eine günstige Reihenfolge der Renditen wird dann nicht helfen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 18 Stunden · bearbeitet vor 18 Stunden von Sapine Die Welt kommentiert, dass die Zahlen des DAI zu optimistisch seien. Zum einen, weil die Berechnungen des Renditedreiecks die renditeschwachen Jahre von 1960 bis 1975 ausblendet. Zudem rechnen die Welt mit Monats- statt mit Jahreswerten und sie betrachten Realrenditen. Entsprechend kommen sie nicht auf eine Rendite von 8 % (DAI) sondern nominal bei 6-7 % und Realrenditen nur noch bei 4-5 %. Es kann bis zu 25 Jahren dauern, bis die Realrendite wieder über Wasser ist (Zeitraum 1960-1985) und das ohne Steuern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin vor 7 Stunden @Sapine, vielen Dank für die Bereitstellung des Inhalts aus dem Welt-Artikel. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 7 Stunden · bearbeitet vor 7 Stunden von LongtermInvestor Danke für die Zusammenfassung des Artikels. Mit einer realen Rendite von 4-5% kann ich aber trotzdem gut leben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 6 Stunden · bearbeitet vor 6 Stunden von Lazaros vor 37 Minuten von LongtermInvestor: Mit einer realen Rendite von 4-5% kann ich aber trotzdem gut leben. Mal visualisiert an einem Beispiel: https://www.finanzkueche.de/blog/aktienmarktrenditen Zitat Bierpreisentwicklung auf dem Oktoberfest. 1970 hast du für eine Maß Bier 2,40 DM bezahlt. Das entspricht 1,23 €. Da du sparsam bist, hast du 1970 auf das Bier verzichtet und die 1,23 € stattdessen in den MSCI World Index investiert. 2016 folgt die Belohnung und du kannst dir stolze 43,50 € herausnehmen. Zufrieden gehst du auf das Oktoberfest und kannst dir … 4 Bier leisten. Die Maß Bier kostet jetzt statt 1,23 € im Schnitt 10,60 €. Du hast also 1970 auf ein Bier verzichtet, um dir 46 Jahre später 4 Bier leisten zu können. Zugegeben, 4 Liter Bier reichen aus, um mit guter Laune über den Tag zu kommen, aber dafür hast du auch 46 Jahre lang verzichtet. Dabei haben wir Kosten und Steuern, die die Indexrendite weiter drücken, nicht berücksichtigt. Darüber einfach mal nachdenken … PS Natürlich gibt es zu "Renditerisiko im Aktienmarkt" schon was von Herrn Dr. Kommer - nur um etwas Hoffnung reinzubringen: Zitat https://gerd-kommer.de/blog/resilienz-aktienmarkt/ Die Resilienz des globalen Aktienmarktes Wie wir aus über 125 Jahren historischer Renditedaten wissen, sind Aktien zwar die ertragreichste aller Anlageklassen aber eben auch eine der schwankungsintensivsten (volatilsten) mit hohem zeitweiligem Drawdown-Risiko. In diesem Blog-Beitrag befassen wir uns mit der Frage, wie resilient ein Investment in die Anlageklasse Aktien-Global ist, sprich wie tief Aktienkurse fallen können, wie lange ihre Erholung nach tiefen Einbrüchen dauert und was die Voraussetzungen dafür sind, an nachhaltigen Erholungen tatsächlich teilzunehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 6 Stunden vor 11 Stunden von LongtermInvestor: Kannst Du bitte Deinen Punkt bzw. den des nicht zugänglichen Artikels kurz erläutern? 1) Zum Argument, dass jahrzehntelange schlechte Aktienrenditen zu einem Ende des Kapitalismus führen würden: Nein, wir hatten z.B. in Deutschland ab Sommer 1960 bereits mehr als 2 Jahrzehnte mit negativen Realrenditen *vor Kosten* und *vor Steuern*. Ich hatte diesen Zeitraum bisher vorsichtig auf ca. 21-22 Jahre beziffert, weil die frei zugänglichen Datenbestände dazu nur kalenderjahrsgenau vorliegen. Die im Welt-Artikel beschriebene Untersuchung analysiert nun die Daten beim Startdatum tagesgenau und beim Schlussdatum monatsgenau. Durch diese bessere Auflösung der Daten kommt sie auf etwas mehr als 25 Jahre und 3 Monate Dauer, bis real wieder eine schwarze Null *vor Kosten* und *vor Steuern* erreicht wurde. Also gut 3 Jahre länger. Unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern verlängert sich dieser Zeitraum der negativen Realrendite weiter. 2) Zum Risiko einer niedrigen (Real-)Rendite über lange Zeiträume: Dazu gab es bisher Angaben von Prof.Stehle, der die historischen deutschen Aktienrenditen - u.a. von der Finanzbranche drittmittelfinanziert - untersucht hat. Er kam dabei für den Zeitraum von 1961 bis 1980 (20 Jahre) auf real -1,58% p.a. *vor Kosten* und bei *0% Steuern*. Durch die starke Aufwertung der DM in diesem Zeitraum lässt sich abschätzen, dass ein global diversifiziertes Aktienportfolio noch schlechter abgeschnitten hätte. Damit entfällt für diesen 20-Jahres-Zeitraum das Argument, das internationale Diversifizierung zu einem besseren Ergebnis führt. Allerdings gab es auch bisher schon Hinweise darauf, dass die Ergebnisse noch schlechter sein könnten. Wenn man ein altes DAI-Renditedreieck herauskramt, dass noch die nominalen Renditen für diesen Zeitraum enthält, und davon die Inflation aus der amtlichen deutschen Statistik abzieht, kommt man auf eine Realrendite *vor Kosten* und *vor Steuern* von ca. -2,9% p.a. für diese 20 Jahre. Aber das ist natürlich auch nur kalenderjährlich aufgelöst. Die in der Welt zitierte Untersuchung ermittelt nun durch ihre sehr viel feinere Auflösung eine minimale Realrendite von nur noch -3,9% p.a. *vor Kosten* und *vor Steuern* für den schlechtesten 20-Jahres-Zeitraum, der untersucht wurde (Start war der Sept. 1959). Die historische SWR für Entnahmen über 20 Jahre dürfte damit auf ca. 1% p.a. oder darunter sinken, wenn Kosten und Steuern berücksichtigt werden. Und das ist kein Wert aus Kriegs- oder Katastrophenzeiten, sondern aus einer ganz normalen Periode der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r vor 6 Stunden vor 13 Stunden von Fondsanleger1966: z.B. https://www.welt.de/finanzen/plus69c7dc3b04eeb30f4b107fa1/dax-rendite-warum-einfach-durchhalten-eine-riskante-illusion-ist.html (leider Bezahlschranke). https://archive.ph/DHgGE Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 6 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von Fondsanleger1966 vor einer Stunde von LongtermInvestor: Danke für die Zusammenfassung des Artikels. Mit einer realen Rendite von 4-5% kann ich aber trotzdem gut leben. Zur Klarstellung: Das ist die Realrendite des Dax *aus der Vergangenheit* vor Kosten und vor Steuern (Untersuchungszeitraum Sept 1960 bis ca. Anfang 2026), und nicht eine erwartete Rendite für Gegenwart oder Zukunft. Der Hintergrund des Welt-Artikels ist hier frei zugänglich zu lesen (allerdings ohne die konkreten Ergebnisse der neuen Dax-Analyse): https://neumann-honorarberatung.de/ratgeber/renditedreiecke/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 5 Stunden vor 13 Stunden von Peter23: Ich verstehe den Unterschied zwischen sehr niedrigen und heftigen Kurseinbrüchen nicht. Das ist doch das gleiche. Oder meinst Du etwa sehr niedrige aber doch positive Renditen? Für sehr niedrige (Real-)Renditen braucht es keine heftigen Kurseinbrüche, obwohl diese natürlich zusätzlich auftreten können. Etwas weiter oben sind Beispiele für negative Realrenditen aus der Kapitalmarkthistorie genannt. Will man sein Kapital z.B. über 20 Jahre verzehren, stehen dafür rechnerisch 5% p.a. zur Verfügung, wenn die Assets exakt die Inflation nach Kosten und Steuern erwirtschaften. Beträgt die Realrendite aber z.B. -4% p.a. nach Kosten und Steuern, sind es nur noch ca. 1% p.a. ohne den Effekt des SoRR. Dieser könnte die Entnahmerate weiter verringern. Aber selbst, wenn es gelänge das SoRR komplett auszuschalten, bleibt es unter den genannten Umständen bei der wenig befriedigenden maximalen Entnahmerate von ca. 1% p.a. Das wäre dann die Realisierung des Risikos niedriger Renditen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 5 Stunden vor 31 Minuten von Fondsanleger1966: Nein, wir hatten z.B. in Deutschland ab Sommer 1960 bereits mehr als 2 Jahrzehnte mit negativen Realrenditen *vor Kosten* und *vor Steuern*. Ich hatte diesen Zeitraum bisher vorsichtig auf ca. 21-22 Jahre beziffert, weil die frei zugänglichen Datenbestände dazu nur kalenderjahrsgenau vorliegen. Danke Dir. Da ich dem Qualitätsjournalismus ehrlich gesagt etwas skeptisch gegenüberstehe, hier eine wissenschaftliche Untersuchung zu nominalen Renditen deutscher Aktien seit 1950. https://edoc.hu-berlin.de/server/api/core/bitstreams/b8f049e3-37d0-48f4-b891-98d1c1217f7a/content Wenn ich mir nun den Verlauf seit 1960 mit einem 1m EUR Depot ansehe wäre ich mit der Verlauf eines rein Deutschen Aktienportfolios sowohl mit als ohne Entnahme als Privatier in der Phase ok gewesen (eigene Darstellungen). Jedenfalls wäre die 1 Mio. im Tresor zuhause am Ende deutlich weniger Wert. Freue mich auf die weitere Diskussion dazu. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros vor 5 Stunden Man kann mal mit 2 realen Fonds die Entnahme seit 01.01.1960 nachrechnen. Annahmen: 100.000€ Startkapital, 4% Entnahme mit vierteljährlich 1000€, fixe Dynamisierung der Entnahme um 3% p.a. Ergebnis - Fondak (DAX Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008471012 Pleite 2005, also nach 45 Jahren - Uniglobal (MSCI World Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008491051 Pleite 2005, also nach 21 Jahren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 4 Stunden · bearbeitet vor 4 Stunden von Fondsanleger1966 vor 12 Minuten von Lazaros: Man kann mal mit 2 realen Fonds die Entnahme seit 01.01.1960 nachrechnen. Annahmen: 100.000€ Startkapital, 4% Entnahme mit vierteljährlich 1000€, fixe Dynamisierung der Entnahme um 3% p.a. Ergebnis - Fondak (DAX Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008471012 Pleite 2005, also nach 45 Jahren - Uniglobal (MSCI World Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008491051 Pleite 2005, also nach 21 Jahren Schöne Idee! Startdatum der schwierigen Phase ist laut der Analyse der Sept 1960. Daher Start ab 1.9.1960. Durchschnittliche Inflationsrate 1960er/1970er Jahre waren ca. 3,75% p.a. Fondra: Das Geld ist aus nach 20 Jahren, 1 Monat und 18 Tagen. Uniglobal: Das Geld ist aus nach 17 Jahren, 5 Monaten und 22 Tagen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stratege vor 4 Stunden vor 4 Minuten von Fondsanleger1966: Schöne Idee! Startdatum der schwierigen Phase ist laut der Analyse der Sept 1960. Daher Start ab 1.9.1960. Durchschnittliche Inflationsrate 1960er/1970er Jahre waren ca. 3,75% p.a. Finde das keine gute Idee, einfach pauschal mit einer durchschnittlichen Inflationsrate zu rechnen. vor einer Stunde von Fondsanleger1966: Durch die starke Aufwertung der DM in diesem Zeitraum lässt sich abschätzen, dass ein global diversifiziertes Aktienportfolio noch schlechter abgeschnitten hätte. Damit entfällt für diesen 20-Jahres-Zeitraum das Argument, das internationale Diversifizierung zu einem besseren Ergebnis führt. Das halte ich für eine sehr gewagte Aussage. Da bräuchte man wirkliche Daten für. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
t.klebi vor 4 Stunden vor 10 Minuten von Stratege: Finde das keine gute Idee, einfach pauschal mit einer durchschnittlichen Inflationsrate zu rechnen. Wie lautete denn deine bessere Idee? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stratege vor 4 Stunden vor 3 Minuten von t.klebi: Wie lautete denn deine bessere Idee? ? Höher aufgelöste Daten zu verwenden? https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Publikationen/Downloads-Verbraucherpreise/verbraucherpreisindex-lange-reihen-pdf-5611103.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
dimido vor 4 Stunden · bearbeitet vor 4 Stunden von dimido vor 49 Minuten von Lazaros: Annahmen: 100.000€ Startkapital, 4% Entnahme mit vierteljährlich 1000€, fixe Dynamisierung der Entnahme um 3% p.a. Ergebnis - Fondak (DAX Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008471012 Pleite 2005, also nach 45 Jahren 01.01.1959 -> 4,1 Mio heute 01.01.1960 -> Pleite 2005 01.01.1961 -> Pleite 1985 24 Monate entscheiden darüber ob Multimillionär heute, Pleite nach 45 Jahren oder Pleite nach bereits 24 Jahren ? EDIT: bin mal die Performancekurve des Fondak mit der Maus nachgefahren um die Werte im Wertentwicklungsdiagramm zu sehen: jeweils seit Auflage 10/1950 01/1959 +600% 01/1960 +1.017% 01/1961 +1.351% Ok, dann verstehe ich die Pleitezeiträume oben ... muss echt mal schauen was in den beiden Jahren los war .... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Stratege vor 4 Stunden · bearbeitet vor 4 Stunden von Stratege vor 39 Minuten von Lazaros: Man kann mal mit 2 realen Fonds die Entnahme seit 01.01.1960 nachrechnen. Annahmen: 100.000€ Startkapital, 4% Entnahme mit vierteljährlich 1000€, fixe Dynamisierung der Entnahme um 3% p.a. Ergebnis - Fondak (DAX Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008471012 Pleite 2005, also nach 45 Jahren - Uniglobal (MSCI World Surrogat) https://www.fondsweb.com/de/DE0008491051 Pleite 2005, also nach 21 Jahren Die Idee ist nett, man müsste allerdings auch die 1.72% Kosten p.a. kompensieren (gebe allerdings zu, ist natürlich fraglich, wie hoch die jährlichen Kosten vor 60-70 Jahren waren) Mit den meisten ETFs sind wir aktuell bei <0.25% pa? Das wären dann allein 1.5% p.a die für Fondskosten draufgehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 vor 4 Stunden vor 2 Minuten von Stratege: Die Idee ist nett, man müsste allerdings auch die 1.72% Kosten p.a. kompensieren. Bei der BVI-Methode, die bei Fondsweb verwendet wird, sind fonsinterne Kosten berücksichtigt. Nur "externe Kosten" wie Ausgabeaufschläge (sofern sie anfallen) oder Depotgebühren sind in der Performance-Berechnung nicht enthalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fondsanleger1966 vor 4 Stunden vor 33 Minuten von LongtermInvestor: Danke Dir. Da ich dem Qualitätsjournalismus ehrlich gesagt etwas skeptisch gegenüberstehe, hier eine wissenschaftliche Untersuchung zu nominalen Renditen deutscher Aktien seit 1950. https://edoc.hu-berlin.de/server/api/core/bitstreams/b8f049e3-37d0-48f4-b891-98d1c1217f7a/content Das ist der von mir bereits angeführte Prof. Stehle. Ein großer Aktienbulle, der jede noch so kleine Körperschaftssteuergutschrift in seine Aktienrenditen hineingerechnet hat (und dafür von der Finanzindustrie auch schön drittmittelfinanziert wurde). Deshalb dürfte man davon ausgehen, dass seine Daten die höchstmöglichen für die deutschen Aktien sind. Nur weicht sogar das DAI in seinem Renditedreieck von diesen Daten zumindest teilweise ab. Der Qualitätsjournalismus dürfte vermutlich die Berechnung nicht zu 100% selbst durchgeführt haben. Ich vermute da die starke "Mit-"Arbeit eines für seine aufschlussreichen quantitativen Analysen bekannten Berliner Honorarberaters. ;-) vor 39 Minuten von LongtermInvestor: Wenn ich mir nun den Verlauf seit 1960 mit einem 1m EUR Depot ansehe wäre ich mit der Verlauf eines rein Deutschen Aktienportfolios sowohl mit als ohne Entnahme als Privatier in der Phase ok gewesen (eigene Darstellungen). Jedenfalls wäre die 1 Mio. im Tresor zuhause am Ende deutlich weniger Wert. Freue mich auf die weitere Diskussion dazu. Defacto sind hier nicht 1 Mio angelegt, sondern mindestens 1,56 Mio, denn der Dax hat nach den Angaben von Stehle vom Jan-Aug. 1960 ein Plus von 56% gemacht (die in der Grafik gezeigten +36% sind die Wertentwicklung des Gesamtjahres). Wie viel zusätzlich vom 1.-5.9.1960, wissen wir nicht, weil wir nicht die feine Auflösung der Welt-Analyse haben. Du scheinst hier 4% dynamisch vom jeweils aktuellen Depotwert zu entnehmen und sinkst mit den absoluten Entnahmebeträgen sehr, sehr schnell ab, wenn ich Deine Grafik richtig verstehe. Tiefpunkt scheint real ungefähr ein Drittel des Startbetrags zu sein (= knapp 0,5 Mio (1981) / 1,36 Mio). Mit dem korrekten Startwert wohl noch niedriger. Solche Einschränkungen muss man mögen und sich v.a. auch leisten können! Sind Kosten und Steuern dabei bereits berücksichtigt? vor 59 Minuten von LongtermInvestor: Jedenfalls wäre die 1 Mio. im Tresor zuhause am Ende deutlich weniger Wert. Freue mich auf die weitere Diskussion dazu. Ich hätte im damaligen Zeitraum eine Private Rentenversicherung oder die Anlage in Bundesanleihen vorgezogen: https://www.ibisworld.com/de/bed/rendite-zehnjaehriger-bundesanleihen/187/ Aber man weiß es vorher nie zu 100%. Deshalb besser breit streuen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini vor 3 Stunden vor 14 Minuten von Fondsanleger1966: Ich hätte im damaligen Zeitraum eine Private Rentenversicherung oder die Anlage in Bundesanleihen vorgezogen: Was in den letzten 20 Jahren schlechter gewesen wäre als Aktien. Alleine die Aktiengewinne in den letzten 18 Jahren seit der Finanzkrise sprechen für sich. Rückwirkend wissen wir es immer besser. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor vor 3 Stunden Habe quick and dirty start am 01.01.1960 gewählt und im Diagramm ist auf der Jahresachse jeweils der Jahresendwert gezeigt. vor 10 Minuten von Fondsanleger1966: Defacto sind hier nicht 1 Mio angelegt, sondern mindestens 1,56 Mio, vor 10 Minuten von Fondsanleger1966: Solche Einschränkungen muss man mögen und sich v.a. auch leisten können! Absolut! Wieder ein Beweis, dass 4% Entnahme für schlechte Pfade für Anleger mit geringen Anpassungsspielraum schlecht enden können. vor 15 Minuten von Fondsanleger1966: Ich hätte im damaligen Zeitraum eine Private Rentenversicherung oder die Anlage in Bundesanleihen vorgezogen Sehe ich auch so, bei dem Zinsniveau hätte jeder rationale Anleger einen deutliche Allokation in Anleihen aufgenommen. vor 16 Minuten von Fondsanleger1966: Aber man weiß es vorher nie zu 100%. Deshalb besser breit streuen. Auch hier Zustimmung! Keiner weiß was kommt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag