Mir gefällt gerade die Konzentration auf Europa, so kanne ich meine übrigen Anlagen darauf abstimmen und laufe nicht Gefahr irgendwann einen Bias zu haben.
Ich hab sonst nur globale Fonds und wollte eher unabhängig zur Region investieren.
ich finde, ethna un patri ergänzen sich ziemlich gut. die letzten tage hat sich die schere wegen der euro-anstiegs um 3-4 cent auch wieder etwas geschlossen. siehe link in #211
„Früher hieß Respekt, dass ich dich ernst nehme, auch wenn ich nicht deiner Meinung bin. Wenn ich heute eine Meinung nicht teile oder sogar bekämpfe, wird mir vorgeworfen, ich verweigere dem anderen Respekt. Wer so argumentiert, will das freie Wort verbieten.“
Salman Rushdie
Ich kann nicht verstehen, wie man Geld in einem rentenlastigen Fonds anlegen kann, bei dem sich das Fondsmanagement mehr als drei-viertel der Erträge (aus Dividenden und Zinsen) selbst nimmt !?!
Es kommen nur 22% der Erträge auf Anlegerebene an! Die Gesamtkosten ("TER") des Fondsmanagements betragen 3,1% des Fondsvermögens (20,9 Mio. "Kosten" von 679,3 Mio. Fondsvermögen).
Was der Mann sagt passt gut zu dem, was ich von dem Produkt erwarte.
Der Ethna war in letzter Zeit ein Stabilisator in meinem Depot. Werde in ein paar
Monaten entscheiden ob ich zugunsten des Ethna den Patrimoine etwas untergewichte.
Ich kann nicht verstehen, wie man Geld in einem rentenlastigen Fonds anlegen kann, bei dem sich das Fondsmanagement mehr als drei-viertel der Erträge (aus Dividenden und Zinsen) selbst nimmt !?!
Es kommen nur 22% der Erträge auf Anlegerebene an! Die Gesamtkosten ("TER") des Fondsmanagements betragen 3,1% des Fondsvermögens (20,9 Mio. "Kosten" von 679,3 Mio. Fondsvermögen).
Du bist im Irrtum, das ist Anteilsklasse A. Es sind:
Erträge insgesamt 325.766,50
Aufwendungen insgesamt -288.711,39
Bleiben fuer den Anleger Ordentlicher Nettoertrag 37.055,11, den er dann versteuert.
Du bist im Irrtum, das ist Anteilsklasse A. Es sind:
Erträge insgesamt 325.766,50
Aufwendungen insgesamt -288.711,39
Bleiben fuer den Anleger Ordentlicher Nettoertrag 37.055,11, den er dann versteuert.
Ich weiß nicht, was Du mir beweisen willst?
Zu zitierst Anteilsklasse "T" (die thesaurierende Variante des Ethna Aktiv), ich zitierte die vom Fondsvermögen her größte Anteilsklasse und rechnete die prozentualen Kosten aus bzw. die Prozentanteile der Erträge, die auf Anlegerebene ankommen.
Kann jeder im obigen link auf Seite 11 des Jahresberichtes nachvollziehen. - Wer ist nun im Irrtum?
Dieser Beitrag wurde von jogo08 bearbeitet: 12. Juli 2010 - 14:41
Änderungsgrund: Zitatfunktion korrigiert
Die Aussagen von Pesarini im FAZ-Artikel, wo er den braven ruhigen Investor gibt, passen irgendwie so gar nicht zu der Auflistung von Aktienkäufen und -verkäufen im Jahresbericht.
Im Interview spricht er von einer Konzentration auf große, dividendenstarke Aktien, von denen wohl nur 16 verschiedene Stück im Depot seien.
Und auf Seite 8 im Jahresbericht 2009 findet man dann die Käufe/Verkäufe von (Achtung Ironiemodus) lauter "großen, dividendenstarken Aktien" wie z.B. Centrosolar, Centrotec, HanseYachts, Vestas, Lonmin, Uranium One, Gurit Holding, Kaba Holding, Arch Coal, Patriot Coal, usw. neben zugegebenermaßen bekannten großen europäischen Aktien.
Was heißt das in meinen Augen (auch mit einem Blinzeln auf auffällig viele "Schweizer Werte" bei den Aktien)? Auch Herr Pesarine spekuliert mit Aktien, um die Performance des Fonds aufzubessern. Er spekuliert mit dem Geld der Anleger und nimmt sich einen sehr kräftigen Schluck (wie oben vorgerechnet 78% der Erträge!) aus der Pulle.
Ich oute mich jetzt: ich hatte auch mal Ethna Aktiv (und andere aktive, vermögensverwaltende und sonstwie Superfonds). Aber wenn man dann mal hinter die Kulissen und auf die Zahlen schaut, dann sollte man nachdenken, ob das das ist, was man von einem Vermögensverwalter erwartet.
Zu zitierst Anteilsklasse "T" (die thesaurierende Variante des Ethna Aktiv), ich zitierte die vom Fondsvermögen her größte Anteilsklasse und rechnete die prozentualen Kosten aus bzw. die Prozentanteile der Erträge, die auf Anlegerebene ankommen.
Kann jeder im obigen link auf Seite 11 des Jahresberichtes nachvollziehen. - Wer ist nun im Irrtum?
Keiner nur versteh ich die Rechnung sowieso nicht. Warum betraegt das Erfolgshonorar 50% der Ertraege? Ich muss zugeben, Fonds sind fuer mich was zum Hinlegen und fertig. Ich hab da noch nie nachgerechnet. Wie gesagt kaufen ich heute ueberhaupt keine Fonds mehr. Eigentlich auch 2008 schon nicht, das war blos der A-steuer geschuldet, denn um 10% netto zu erreichen muss man heute 13,3% brutto erwirtschaften.
Dieser Beitrag wurde von Apophis bearbeitet: 13. Juli 2010 - 06:05
Wir werden ihnen das Herz heraus reissen und es aufessen noch ehe sie sterben.
Ich kann nicht verstehen, wie man Geld in einem rentenlastigen Fonds anlegen kann, bei dem sich das Fondsmanagement mehr als drei-viertel der Erträge (aus Dividenden und Zinsen) selbst nimmt !?!
Apophis schrieb am 12. Juli 2010 - 15:18:
Keiner nur versteh ich die Rechnung sowieso nicht. Wieso sind die Ertraege bei der kleineren Klasse 10mal so hoch? Warum betraegt das Erfolgshonorar 50% der Ertraege? Ich muss zugeben, Fonds sind fuer mich was zum Hinlegen und fertig. Ich hab da noch nie nachgerechnet.
Das ist ungefähr auf dem Niveau von "Ich kann nicht verstehen, dass die Besitzer von Apple-Aktien zufrieden sind, dabei zahlen die doch keine Dividende."
Hinweis: Es kommt auf den Wertzuwachs eurer Anlage an. Wie die zustande kommt, kann dir doch weitgehend egal sein. Und da sagt eben diese Seite 11: +13,6% in 2009.
People are more violently opposed to fur than leather because it's safer to harass rich women than motorcycle gangs. Never argue with idiots, they just drag you down to their level then beat you with experience.
Genau: wenn ein Fonds außergewöhnlich gut ist oder einfach ins Portfolio passt, wird er gekauft - wenn er dauerhaft schlechter wird - wird er verkauft - das wird wohl jeder so machen.
Da sind doch die Kosten völlig wurscht....
Dieser Beitrag wurde von Landei bearbeitet: 12. Juli 2010 - 20:48
Das ist ungefähr auf dem Niveau von "Ich kann nicht verstehen, dass die Besitzer von Apple-Aktien zufrieden sind, dabei zahlen die doch keine Dividende."
Nein, die Frage, ob Gewinne ausgeschüttet werden oder nicht, hat nicht mal "ungefähr" etwas mit der davon völlig verschiedenen Frage zu tun, ob Teile dieser Gewinne abgeführt werden und damit verloren sind.
Ramstein schrieb am 12. Juli 2010 - 16:52:
Hinweis: Es kommt auf den Wertzuwachs eurer Anlage an. Wie die zustande kommt, kann dir doch weitgehend egal sein. Und da sagt eben diese Seite 11: +13,6% in 2009.
Erstens sagt der Wertzuwachs für sich genommen überhaupt nichts aus, nur zusammen mit dem Risiko hat er eine Bedeutung.
Zweitens kommt es nicht auf den Wertzuwachs der Anlage in der Vergangenheit an, sondern den in der Zukunft. Was interessieren also Aussagen wie "+13,6% in 2009". Ich will wissen, wie es 2011 aussieht.
Und da das drittens noch nicht bekannt ist, kommt es sehr wohl darauf an, wie der Wertzuwachs zustandekommt, denn das beeinflusst ihhn und so lassen sich zumindest Teilaussagen über ihn treffen.
Landei schrieb am 12. Juli 2010 - 20:46:
Genau: wenn ein Fonds außergewöhnlich gut ist oder einfach ins Portfolio passt, wird er gekauft - wenn er dauerhaft schlechter wird - wird er verkauft - das wird wohl jeder so machen.
Da sind doch die Kosten völlig wurscht....
Vereinfacht gesagt sind die Kosten genau das, was die Rendite eines Portfolios bei gegebenem Risiko bestimmt. Das heißt, sie bestimmen gerade, ob ein Fonds zwischen Kauf und Verkauf "gut" oder "schlecht" ist. Überhaupt nichts darüber sagt hingegen aus, ob er vor Kauf "gut" oder "schlecht" war. Daher sind die Kosten ein ganz wesentlicher Faktor.
Und wenn das angeblich wohl jeder so macht, frag ich mich, warum passives Investieren immer mehr Anhänger findet.
Ich kann nicht verstehen, wie man Geld in einem rentenlastigen Fonds anlegen kann, bei dem sich das Fondsmanagement mehr als drei-viertel der Erträge (aus Dividenden und Zinsen) selbst nimmt !?!
Es kommen nur 22% der Erträge auf Anlegerebene an! Die Gesamtkosten ("TER") des Fondsmanagements betragen 3,1% des Fondsvermögens (20,9 Mio. "Kosten" von 679,3 Mio. Fondsvermögen).
Also ich glaube so kann man nicht rechnen.
Ich hab mir mal den 121543HWB PORTFOLIO PLUS angesehen. Der hat 2009 5% gewonnen:
Bin halt kein Fondsgebuehrenexperte, aber ich vermute mal hier gehen nur abgeschlossene Geschaefte ein, bzw. wieso gibts nur Dividenden und Zinsen. Was ist mit Kursgewinnen fuer verkaufte Wertpapiere?
Dieser Beitrag wurde von Apophis bearbeitet: 13. Juli 2010 - 06:43
Wir werden ihnen das Herz heraus reissen und es aufessen noch ehe sie sterben.
Das ist ungefähr auf dem Niveau von "Ich kann nicht verstehen, dass die Besitzer von Apple-Aktien zufrieden sind, dabei zahlen die doch keine Dividende."
Nein, die Frage, ob Gewinne ausgeschüttet werden oder nicht, hat nicht mal "ungefähr" etwas mit der davon völlig verschiedenen Frage zu tun, ob Teile dieser Gewinne abgeführt werden und damit verloren sind.
Es geht darum, dass deine Rechnung völliger Unsinn ist. Es gibt zwei Arten von Erträgen: Ausgeschüttete Zinsen/Dividenden und Kursgewinne. Die Performance und damit der Gewinn des Anlegers ist die Summe beider Komponenten. Wenn du ausrechnen willst, wie stark der Gewinn des Anlegers durch Kosten geschmälert wird, musst du die Kosten in Zusammenhang mit der Performance setzen. Du hast die Kosten dagegen nur in Zusammenhang mit den Zins- und Dividendenerträgen gebracht - das hat keinerlei Aussagekraft.
Adun schrieb am 12. Juli 2010 - 23:31:
Vereinfacht gesagt sind die Kosten genau das, was die Rendite eines Portfolios bei gegebenem Risiko bestimmt. Das heißt, sie bestimmen gerade, ob ein Fonds zwischen Kauf und Verkauf "gut" oder "schlecht" ist. Überhaupt nichts darüber sagt hingegen aus, ob er vor Kauf "gut" oder "schlecht" war. Daher sind die Kosten ein ganz wesentlicher Faktor.
Und wenn das angeblich wohl jeder so macht, frag ich mich, warum passives Investieren immer mehr Anhänger findet.
Das dachte man früher mal. Heute ist die Meinung vorherrschend, dass die Märtke ineffizient sind.
Das ist ungefähr auf dem Niveau von "Ich kann nicht verstehen, dass die Besitzer von Apple-Aktien zufrieden sind, dabei zahlen die doch keine Dividende."
Nein, die Frage, ob Gewinne ausgeschüttet werden oder nicht, hat nicht mal "ungefähr" etwas mit der davon völlig verschiedenen Frage zu tun, ob Teile dieser Gewinne abgeführt werden und damit verloren sind.
Es geht darum, dass deine Rechnung völliger Unsinn ist. Es gibt zwei Arten von Erträgen: Ausgeschüttete Zinsen/Dividenden und Kursgewinne. Die Performance und damit der Gewinn des Anlegers ist die Summe beider Komponenten. Wenn du ausrechnen willst, wie stark der Gewinn des Anlegers durch Kosten geschmälert wird, musst du die Kosten in Zusammenhang mit der Performance setzen. Du hast die Kosten dagegen nur in Zusammenhang mit den Zins- und Dividendenerträgen gebracht - das hat keinerlei Aussagekraft.
Ich habe überhaupt nichts in Zusammenhang gebracht; diese Rechnung war nicht von mir. Meine Kritik bezog sich auf den Niveauvergleich.
Aber abgesehen davon steht im Hintergrund die Tatsache, dass der Anteil, den Zins- und Dividendenerträge an der Performance haben, sich in einem relativ abgregrenzten Intervall bewegt. Eine gewisse Aussagekraft hat also der Vergleich also durchaus.
Blujuice schrieb am 13. Juli 2010 - 15:00:
Adun schrieb am 12. Juli 2010 - 23:31:
Vereinfacht gesagt sind die Kosten genau das, was die Rendite eines Portfolios bei gegebenem Risiko bestimmt. Das heißt, sie bestimmen gerade, ob ein Fonds zwischen Kauf und Verkauf "gut" oder "schlecht" ist. Überhaupt nichts darüber sagt hingegen aus, ob er vor Kauf "gut" oder "schlecht" war. Daher sind die Kosten ein ganz wesentlicher Faktor.
Und wenn das angeblich wohl jeder so macht, frag ich mich, warum passives Investieren immer mehr Anhänger findet.
Das dachte man früher mal. Heute ist die Meinung vorherrschend, dass die Märtke ineffizient sind.
Das macht weder einen praktischen, noch notwendigerweise einen theoretischen Unterschied.
Vereinfacht gesagt sind die Kosten genau das, was die Rendite eines Portfolios bei gegebenem Risiko bestimmt. Das heißt, sie bestimmen gerade, ob ein Fonds zwischen Kauf und Verkauf "gut" oder "schlecht" ist. Überhaupt nichts darüber sagt hingegen aus, ob er vor Kauf "gut" oder "schlecht" war. Daher sind die Kosten ein ganz wesentlicher Faktor.
No ja - ich wäß nit - neben Kosten und Risiko dürften noch viele andere Parameter die Rendite bestimmen: Manager schlafmützig - Manager auf Zak - Manager im Glück - Manager im Pech - Konjunktur - unvorhergesehene Ereignisse usw. - Die Kosten sind dann nur einer von vielen Faktoren. Und da sie der einzige Faktor sind, der für das nächste Jahr bekannt ist und nicht einmal der Manager persönlich auch nur ansatzweise vorhersagen kann, welche Rendite sein Portfolio im nächsten Jahr abwirft,
bleibt für uns Anleger halt einzig der Blick zurück um einen Fonds ein bischen einschätzen zu können. Das ist jedenfalls meine Meinung.
Ich habe überhaupt nichts in Zusammenhang gebracht; diese Rechnung war nicht von mir. Meine Kritik bezog sich auf den Niveauvergleich.
Aber abgesehen davon steht im Hintergrund die Tatsache, dass der Anteil, den Zins- und Dividendenerträge an der Performance haben, sich in einem relativ abgregrenzten Intervall bewegt. Eine gewisse Aussagekraft hat also der Vergleich also durchaus.
OK, tut mir leid. Dann war nicht deine Rechnung, sondern die von Bonneville Unsinn. An der Gültigkeit meines Arguments ändert das nichts. Die ordentliche Erträge (Zinsen/Dividenen) eignen sich nicht mal für eine grobe Abschätzung der Fondsperformance.
Adun schrieb am 13. Juli 2010 - 17:48:
Blujuice schrieb am 13. Juli 2010 - 15:00:
Adun schrieb am 12. Juli 2010 - 23:31:
Vereinfacht gesagt sind die Kosten genau das, was die Rendite eines Portfolios bei gegebenem Risiko bestimmt. Das heißt, sie bestimmen gerade, ob ein Fonds zwischen Kauf und Verkauf "gut" oder "schlecht" ist. Überhaupt nichts darüber sagt hingegen aus, ob er vor Kauf "gut" oder "schlecht" war. Daher sind die Kosten ein ganz wesentlicher Faktor.
Und wenn das angeblich wohl jeder so macht, frag ich mich, warum passives Investieren immer mehr Anhänger findet.
Das dachte man früher mal. Heute ist die Meinung vorherrschend, dass die Märtke ineffizient sind.
Das macht weder einen praktischen, noch notwendigerweise einen theoretischen Unterschied.
Oh doch! Ohne diesen kleinen Unterschied wäre jede Form aktiver Anlage von vornherein zum Scheitern verurteilt.