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ImperatoM

Lokführer verbeamten

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Schildkröte
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Der Deutschen Bahn fehlen in diesem Jahr offenbar mindestens 733 Lokführer. Allerdings meinen die Gewerkschaften, bei diesem Wert handele es sich um eine „glatte Lüge“. Die Zahl geht aus einer Antwort derBundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor ... Insgesamt arbeiten bei der Deutschen Bahn 18.000 Lokführer.

Hier der vollständige FAZ-Artikel

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Schildkröte
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Zitat

Der Mangel an Nachwuchs lässt in ganz Deutschland schon Züge ausfallen. Wer will, hat auch als Quereinsteiger gute Chancen, als Lokführer zu arbeiten. ... Die Kurse [für entspr. Umschulungen] zu füllen, sei weniger das Problem, wohl aber die Durchfallquote von 30 Prozent.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

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WOVA1
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vor 19 Stunden von LBO1987:

Auf ein neues. :P
 

Lohngeschenk und Corona-Bonus – das erstaunliche Selbstbewusstsein der Lokführer

Eine GDL sagt sich halt: 'Staat zahlt alles'.

 

Wenn die Bahn halt kein VEB wäre, könnte ein Vorstand bei wohl aktuell 30% Auslastung im Fernverkehr (Tendenz sinkend) auf die Idee kommen,

dass ein paar Wochen Streik mit stark verkürztem Notfahrplan gar nicht so schlecht wäre. 

 

Corona-Bonus sehe ich ja bei Zugbegleitern ein - aber wieso bei Lokführern ?

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Dorfkind87
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Coronabonus? Sehe ich überhaupt nicht ein - egal für welche Branche. Wer aktuell arbeitstechnisch voll ausgelastet ist soll froh sein einen (sicheren) Job zu haben. Die TVÖD-Erhöhungen in der aktuellen Lage sind ebenfalls eine Frechheit gegenüber dem Steuerzahler und denjenigen, die diese in der aktuell teilweise sehr unsicheren Privatwirtschaft erwirtschaften müssen.

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beamter97
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vor 3 Stunden von WOVA1:

- aber wieso bei Lokführern ?

Gerade in den Führerständen der neuen ICE-Generation ist er schwer, den Mindestabstand zum Heizer einzuhalten:yahoo:

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Schildkröte
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Den ÖPNV meide ich momentan. Warum hat eigentlich noch niemand überfüllte Bahnen als Corona-Hotspots ausgemacht? Seit vorigem Jahr pendle ich eh mit dem Auto. Zuvor haben mir drei Jahre pendeln mit der Bahn gereicht. Unpünktliche sowie überfüllte Züge und brutto brauche ich doppelt so lange wie mit dem Auto. :tdown:

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Nachdenklich
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@Schildkröte Laß Greta das nicht hören!

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor 6 Minuten von Nachdenklich:

@Schildkröte Laß Greta das nicht hören!

Danke für die Steilvorlage. :D Morgens länger schlafen, kein Stress im Bad, entspannte Fahrt zur Arbeit (ja, gibt gelegentlich Stau - massive Verspätungen oder Ausfälle von Zügen ebenfalls), mehr Zeit vom Feierabend, Ausgeglichenheit - das ist mit niedrigeren Kosten fürs Bahnticket verglichen mit der Zapfsäule nicht aufzuwiegen. Und die CO2-Bilanz? In einigen Jahren fahren wir doch eh alle klimaneutrale Autos. :thumbsup:

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chirlu
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vor 47 Minuten von Schildkröte:

entspannte Fahrt zur Arbeit

 

Kann ich nicht nachvollziehen, wie manche Leute Autofahren als entspannt oder gar entspannend erleben.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor einer Stunde von chirlu:

Kann ich nicht nachvollziehen, wie manche Leute Autofahren als entspannt oder gar entspannend erleben.

Wer ne alte Klapperkiste fährt, nur im Stau steht oder keinen Parkplatz findet, mag das anders sehen. Ich habe selten Stau, hab'n Stellplatz, fahre gerne in meinem Benz, kann schön Bratze hören und habe keine nervigen Leute um mich rum. B-)

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permabull
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Am 26.10.2020 um 14:21 von Dorfkind87:

Die TVÖD-Erhöhungen in der aktuellen Lage sind ebenfalls eine Frechheit gegenüber dem Steuerzahler und denjenigen, die diese in der aktuell teilweise sehr unsicheren Privatwirtschaft erwirtschaften müssen.

Kann man so sehen. Andererseits gab es im TVÖD zu guten Zeiten (reichlich Steuereinnahmen, hatten wir ja jetzt viele Jahre lang) auch keine "Boni" bzw. hohe Tarifabschlüsse, da man im TVÖD ja einen "sicheren Arbeitsplatz hat". Der wäre also jetzt schon "abbezahlt".

Das Problem ist, dass die Behörden viele vakante Positionen inzwischen nicht mehr besetzt bekommen (Schwerpunkte IT, Bauingenieurwesen, Medizin, aber auch andere), und sich dies auf Dauer sehr nachteilig auf die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Dienstleistungen und damit auf uns alle auswirken wird. Die Alternative "Fremdvergabe an private Auftragnehmer" ist kostenmäßig keine wirkliche, sondern wird auf Dauer meistens deutlich teurer. Denn darin stecken dann nicht nur die oft höheren Gehälter der Privatwirtschaft, sondern natürlich auch die Gewinnmarge.

 

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Dorfkind87
Posted
vor 10 Minuten von permabull:

Das Problem ist, dass die Behörden viele vakante Positionen inzwischen nicht mehr besetzt bekommen (Schwerpunkte IT, Bauingenieurwesen, Medizin, aber auch andere), und sich dies auf Dauer sehr nachteilig auf die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Dienstleistungen und damit auf uns alle auswirken wird.

 

Ist ein zum Teilen berechtigtes Argument. Dies könnte man aber im Einzelfall durch eine höhere Eingruppierung lösen. Grundsätzlich hat Deutschland aus meiner Sicht eine viel zu hohe Staatsquote und sollte anstatt Stellen neu zu besetzen die bisherigen Strukturen reformieren und Bürokratie abbauen. Aber dies ist dann doch etwas Offtopic.

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permabull
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vor 30 Minuten von Dorfkind87:

 Grundsätzlich hat Deutschland aus meiner Sicht eine viel zu hohe Staatsquote und sollte anstatt Stellen neu zu besetzen die bisherigen Strukturen reformieren und Bürokratie abbauen.

d'accord :thumbsup:

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Bavarese
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vor 12 Stunden von permabull:

Die Alternative "Fremdvergabe an private Auftragnehmer" ist kostenmäßig keine wirkliche, sondern wird auf Dauer meistens deutlich teurer. Denn darin stecken dann nicht nur die oft höheren Gehälter der Privatwirtschaft, sondern natürlich auch die Gewinnmarge.

Das Problem ist in vielen Kommunen, dass es immer nur heißt die Personalkosten steigen. Wenn ich dann Aufträge z.B. im Baubereich extern vergebe, habe ich Sachkosten und die werden im Stadtrat teilweise gar nicht hinterfragt bzw. nur zur Kenntnis genommen. Dass ein Privater es für "lau" macht, ist bei manchen politischen Entscheidungsträgern noch nicht angekommen.

 

vor 12 Stunden von Dorfkind87:

Grundsätzlich hat Deutschland aus meiner Sicht eine viel zu hohe Staatsquote und sollte anstatt Stellen neu zu besetzen die bisherigen Strukturen reformieren und Bürokratie abbauen.

Nur als Beispiel die Digitalisierung. Gerade Corona hat gezeigt, dass es in vielen Bereichen des öD auch online/ digital geht. Dazu wurden digitale Angebote innerhalb von wenigen Wochen aufgebaut und davor hat man jahrelang nur diskutiert was nicht geht. Ich hoffe dass der zwangsweise durch Corona eingeschlagene Weg weiterverfolgt wird (und natürlich an der ein oder anderen Stelle nachjustiert wird) und man nicht wieder in alte Muster verfällt.

 

Gruß

Bavarese

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WOVA1
Posted
Am 26.10.2020 um 19:59 von Schildkröte:

Den ÖPNV meide ich momentan. Warum hat eigentlich noch niemand überfüllte Bahnen als Corona-Hotspots ausgemacht?

Geht ja nicht nur Dir so.

Allerdings:

Für die Bahn ist die Auslastung von Zügen im Nahverkehr weniger entscheidend - vieles in dem Bereich ist schlicht Auftragsarbeit.

Die Bahn bekommt da meist das Geld dafür, das der Zug fährt - das Risiko, ob er voll oder leer fährt liegt bei den Bestellern - also letztlich Kommunen oder Länder.

Eher handelt man sich ein paar weniger Strafzahlungen wegen Verspätungen ein - je weniger Leute in einen Zug steigen, desto eher kann man Verspätungen aufholen.

Und bei den Strecken, wo die Bahn den Betrieb an andere ( oft staatliche ) Wettbewerber verloren hat, bekommt die Bahn halt Netzentgelte dafür, dass der Zug über ihre Gleise rollt.

 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
vor 13 Stunden von Dorfkind87:

Ist ein zum Teilen berechtigtes Argument. Dies könnte man aber im Einzelfall durch eine höhere Eingruppierung lösen.

Die meisten Stellen im öffentlichen Dienst richten sich von den Konditionen her eher an Berufsanfänger. Höherwertige Stellen sind rar und werden oft nur intern ausgeschrieben. Daher ist der öD für Berufserfahrene meines Erachtens eher unattraktiv. Solange die Behörden noch genug Nachwuchs finden, dürften sie kaum gegensteuern. Möglicherweise finden sie in der aktuellen Krise aufgrund der Jobsicherheit erstmal wieder genug Leute. Nach meinem Eindruck können in der allgemeinen Verwaltung Stellen ausreichen besetzt werden. In der technischen Verwaltung sieht das völlig anders aus. Bei Angestellten Beschäftigten ist eine (höhere) Entgultgruppe an eine konkrete Tätigkeitsbeschreibung gekoppelt. Manche Behörden zeigen sich diesbezüglich pragmatisch - und finden ggf. leichter Leute. Andere Behörden zeigen sich hingegen starrsinnig - und brauchen sich nicht über unbesetzte Stellen zu wundern. Beim Beamtenverhältnis kommt erschwerend hinzu, dass man besoldungsgruppentechnisch von ganz unten anfangen und zunächst noch einen Vorbereitungsdienst für lächerliche 1k netto absolvieren muss, während woanders direkt die große Kohle lockt.

 

Ist auf die Bahn als ehem. Staatsbetrieb vielleicht nur bedingt zu übertragen. Neben dem Gehalt dürfte der Schichtbetrieb unattraktiv wirken und nicht jeder hat Lust, sich als Schaffner oder Servicemitarbeiterin Beschwerden von genervten Kunden über unpünktliche Züge anzuhören oder sich von Fahrgästen ohne Fahrschein die üblichen Ausreden anzuhören und ggf. noch bedroht zu werden.

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