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Teletrabbi

BASF

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Cyber-Pizzabote
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vor 3 Stunden von reko:

Die Veredelung kann weiter funktionieren, aber einige Basischemikalien wird man künftig importieren. Das bedeutet gerade für einen Verbund wie bei BASF harte Zeiten.

Seh ich genau so. Die BASF wird leider vorerst keine Kurse nördlich von 50 Euro mehr sehen, wenn sie das überhaupt jemals wieder wird....

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stargate
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vor 5 Stunden von krett:

 

Das ist der Wissensstand von vor 25 Jahren. 

 

Einseitig auf Erneuerbare setzen kann wunderbar funktionieren. Dazu gibt es mehr als genug Modellrechnungen etc. 

 

"80% Erneuerbare sind kein Problem" (wohl gemerkt ohne großartig Speicher). Sagen unsere Netzbetreiber und die wissen es am besten von allen.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energiewende-80-prozent-erneuerbare-sind-kein-problem/13688974.html

Der Artikel ließt sich wie ein Lobbyvortrag der Grünen und wer bei so komplexen Sachverhalten sagt 80% erneuerbare sind kein Problem den kann ich nicht ernst nehmen. Wo kommt denn der Strom her wenn von den 80% nur ein Bruchteil der Leistung da ist weil kein Wind weht und keine Sonne scheint ? Der von mir oben verlinkte Artikel sagt das komplette Gegenteil von deinem Herr Schucht der übrigens mittlerweile zur Atomlobby gewechselt ist.

https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article187458888/Boris-Schucht-Oekonetz-Manager-wechselt-in-die-Atomwirtschaft.html

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reko
Posted · Edited by reko
vor 6 Stunden von stargate:

Wo kommt denn der Strom her wenn von den 80% nur ein Bruchteil der Leistung da ist weil kein Wind weht und keine Sonne scheint ?

.. aus Gaskraftwerken. Wie sollte es auch sonst gehen. Der Beitrag stammt aus der Zeit als man auf Gas umstellen wollte.

Man kann mit sehr begrenzten Leistungsgradienten auch Kohlehraftwerke als Backup nutzen, muß dann aber u.U. auch dann das Kohlekraftwerk mit einer Mindestlast betreiben, wenn man eigentlich genügend Sonne und Wind hat (7h Anfahrzeit / 1%/min / 60% Mindestlast bei schlechten Braunkohlekraftwerken vs 0h Anfahrzeit / 15%/min / 20% Mindestlast bei guten Gaskraftwerken). Damit kommt man ohne Gas und Speicher niemals auf 80% erneuerbaren Anteil.

BASF kann soweit die Stromleitungen es überhaupt zulassen (6 TWh/Jahr) externen Sonnen- und Windstrom zukaufen, muß aber ihre 3 Gaskraftwerke immer in Bereitschaft halten und eine Lösung für ihre Dampfversorgung finden. Die Anlagen bei jeder Flaute herunterzufahren dauert zu lange, ist unwirtschaftlich, ein Sicherheitsrisiko und provoziert Schäden an den Anlagen. Beim An- und Abfahren von Anlagen gibt es Wärmedehnungen und Beschleunigungskräft, die mehr Schäden als im regulären, konstanten Betrieb verursachen.

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krett
Posted · Edited by krett
vor 15 Stunden von stargate:

Der Artikel ließt sich wie ein Lobbyvortrag der Grünen und wer bei so komplexen Sachverhalten sagt 80% erneuerbare sind kein Problem den kann ich nicht ernst nehmen. Wo kommt denn der Strom her wenn von den 80% nur ein Bruchteil der Leistung da ist weil kein Wind weht und keine Sonne scheint?

 

Es ist ein Interview mit einem Netzbetreiber. Wenn du wissen willst, wie viel Züge auf den Gleisen der Bahn fahren können, wer weiß das am besten? Genau, die Bahn. Und wie Reko schreibt, der Strom würde aus Gaskraftwerken kommen und anderen Flexibilisierungsoptionen außerhalb von Speichern und später dann halt auch mit Hilfe von Speichern.

 

Wobei das Interview ja schon 6 Jahre her ist. Inzwischen sind Batteriespeicher wieder 50% billiger geworden oder so und werden zunehmend und weltweit als Kurzzeitspeicher eingesetzt. 

 

Gut, Gas ist gerade knapp, aber das in eine Momentaufnahme bis weitere LNG Terminals da sind, aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Aussage. Wenn plötzlich und (mehr oder weniger) unvorhersehbar ein Brennstoff wegfällt, hat man immer Probleme. Egal ob Kohle, Gas, Öl oder Uran. Langfristig würde man die Kraftwerke dann aber mit synthetischen Gas betreiben, was mit Wind- und Sonnenenergie hergestellt wird.

 

Zitat

Der von mir oben verlinkte Artikel sagt das komplette Gegenteil von deinem Herr Schucht der übrigens mittlerweile zur Atomlobby gewechselt ist.

https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article187458888/Boris-Schucht-Oekonetz-Manager-wechselt-in-die-Atomwirtschaft.html

Dein Artikel ist leider hinter ein Paywall. Kann ich nichts zu sagen.

Das Schucht seinen Arbeitgeber gewechselt hat ist interessant, aber wenig relevant für die Diskussion, oder revidiert er gerade seine alten Aussagen?

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stargate
Posted · Edited by stargate
vor 6 Stunden von krett:

Und wie Reko schreibt, der Strom würde aus Gaskraftwerken kommen und anderen Flexibilisierungsoptionen

Und wer soll diese Gaskraftwerke bauen wenn die nur einspringen sollen wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint? Das lohnt sich halt nicht für die Betreiber. Die Energiewende ist ein riesiges Projekt da müssten tausende km an neuen Leitungen verlegt werden, man braucht Backupkraftwerke und natürlich zehntausende an Windrädern und Solaranlagen die auch nicht gerade umweltfreundlich zu bauen sind.

vor 6 Stunden von krett:

Inzwischen sind Batteriespeicher wieder 50% billiger geworden oder so und werden zunehmend und weltweit als Kurzzeitspeicher eingesetzt. 

Es gibt keine Speichertechnologie die derart große Mengen an Strom zwischenspeichern kann. Alle Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland zusammen könnten den benötigten Strom nur 30-60min decken und dann ist Schicht im Schacht. Es wird nur mit einem breiten Energiemix funktionieren und dabei sind AKWs unverzichtbar zumindest wenn man wert auf die Umwelt legt und nicht wie unsere Regierung lieber Kohlekraftwerke reaktiviert.

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boersenschwein
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Die Speicherung von Wind Solar wird ja mittlerweile bestens vorgemacht. müssen die ANlagen halt nur mal etwas größer Dimensioniert werden. Giga Faktory war ja wohl auch kein Problem.

https://pv-magazine-usa.com/2021/07/15/california-breaks-1-gw-energy-storage-milestone-and-looks-to-a-future-1-21-gw-moment/

 

Ein andere Thema wurde ebenfalls jahrelang hier einfach ignoriert, weil eher zu teuer und unwirtschaftlich. Klar, wenn dafür keine Brennstäbe Kohle oder Gas benötigt wird

Roadmap Tiefe Geothermie für Deutschland

Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine erfolgreiche Wärmewende; Strategiepapier von sechs Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft

... Das Marktpotenzial in Deutschland eröffnet Ausbauziele von weit über 300 TWh Jahresarbeit bzw. 70 GW instal- lierte Leistung (ca. 25 % des Gesamtwärmebedarfs).

https://www.ieg.fraunhofer.de/content/dam/ieg/documents/Roadmap Tiefe Geothermie in Deutschland FhG HGF 02022022.pdf

 

Längerfristig ist schon einiges machbar.

Und für den Import von im Ausland "gasbasierten Produkten" kann die Regierung ja schließlich Sonderregelungen wegen Zoll erlassen ;)

 

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krett
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vor 10 Minuten von stargate:

Und wer soll diese Gaskraftwerke bauen wenn die nur einspringen sollen wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint? Das lohnt sich halt nicht für die Betreiber.

Das sind nicht immer hochmoderne und komplexe GuD Kraftwerke. Das können auch einfache Turbinen sein. Niedriger Wirkungsgrad, dafür aber sehr günstig zu bauen und zu unterhalten. Perfekt wenn die nur einige Stunden im Jahr laufen sollen.

 

Technisch ist alles machbar und wie gesagt schon tausend mal durch Modellrechnungen bestätigt. Es müsste aber besser geplant und koordiniert werden seitens der Politik.

 

Aber wenn es technisch grundsätzlich ein Problem wäre, wo sind die warnenden Stimmenden aus den Energiekonzernen, der Bundesnetzagentur, der Fach-Wissenschaft? Richtig, gibt es nicht. Es gibt Kritik weil nicht richtig geplant wird. 

 

Und natürlich gibt es Hans Werner Sinn. Der Wirtschaftsopa der Windkraftanlagen hasst und so tut als hätte er von irgendwas Ahnung.

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smarttrader
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BASF und einige andere Industriekonzerne sind in meinen Augen ein ganz wichtiger Ansatz für die Energiewende. Diese Konzerne haben die Möglichkeit mit Fernwärme zB. den Gasverbrauch zu senken. Es kann Energie gespeichert werden, ggfls. auch in großen "Batterien" ohne das wir an Versorgern gebunden sind.

 

Was momentan in Deutschland einfach das Problem Nummer 1 ist, jahrelang waren dezentrale Erzeugungssysteme nicht gewollt und nie geplant. Jetzt stehen wir vor dem Problem der Energieknappheit und müssen schnell, teuer und suboptimal reagieren. Es gibt Nachbarländer die es besser gemacht haben. Dänemark zB. .

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reko
Posted · Edited by reko
vor 41 Minuten von smarttrader:

Es kann Energie gespeichert werden, ggfls. auch in großen "Batterien"

Die Möglichkeiten von Batterien werden hoffnungslos überschätzt. Bei einen Stromverbrauch von 6 TWh/Jahr und einen zu überbrückenden Zeitraum von nur einen Monat müßte sich BASF 500 GWh Akkus in Ludwigshafen installieren. Jetzt will man aber auch noch die jährlich 37 TWh Gasverbrauch in Ludwigshafen durch Strom ersetzen. Die Welt verbraucht jährlich 21 Billionen Kilowattstunden. Er gibt weder die Rohstoffe, noch die Produktionskapazität noch das Geld für so viele Akkus. Für große Akkuspeicher sind derzeit Bromwasserstoff-Flußbatterien am sinnvollsten. Ein auslaufender Speichertank wäre eine Katastrophe. Mit Lithium-Ionen-Akkus kann man derzeit maximal Sekunden überbrücken.

Genauso wird es wenig bringen BASF Ludwigshafen für Fernwärme zu nutzen. Was an Wärmenutzung möglich ist wird bereits werksintern gemacht. BASF hat netto einen Wärmebedarf, keinen Überschuß.

Die einzig realistische Möglichkeit ist die Energiespeicherung in chemisch gebundener Form. Sinnvollerweise importiert man diese Energieträger aus Regionen mit mehr erneuerbaren Energieertrag oder verlegt gleich die energieintensive Produktion dorthin.

 

Man könnte auch die 80% Abwärme der Solarzellen zum Heizen benutzen. Dummerweise fällt die überwiegend im Sommer an.

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smarttrader
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vor 2 Minuten von reko:

Die Möglichkeiten von Batterien werden hoffnungslos überschätzt. Bei einen Stromverbrauch von 6 TWh/Jahr und einen zu überbrückenden Zeitraum von nur einen Monat müßte sich BASF 500 GWh Akkus in Ludwigshafen installieren. Jetzt will man aber auch noch die jährlich 37 TWh Gasverbrauch in Ludwigshafen durch Strom ersetzen. Die Welt verbraucht jährlich 21 Billionen Kilowattstunden. Er gibt weder die Rohstoffe, noch die Produktionskapazität noch das Geld für so viele Akkus. Am realistististen sind derzeit noch Bromwasserstoff Flußbatterien. Ein auslaufender Speichertank wäre eine Katastrophe.

Genauso wird es wenig bringen BASF Ludwigshafen für Fernwärme zu nutzen. Was an Wärmenutzung möglich ist wird bereits werksintern gemacht. BASF hat netto einen Wärmebedarf, keinen Überschuß.

BASF ist jetzt ein Industrieunternehmen von vielen, BASF wird nicht zu jeder Zeit im Jahr externen Wärmebedarf haben. Speichern nur auf elektrischer Ebene wird in meinen Augen nicht die Zukunft sein. Es wird auf eine Speicherung in Form von Wärme mit aufbauen müssen. Es gab ja die 31 Grad Turbine

 

https://www.ksta.de/gruener-strom-aus-heissem-wasser-14124632?cb=1658123419939&

 

Hier wurde zB. auf ein Haushalt gerechnet für 1800 Euro die Stromversorgung realisiert, in Herstellkosten gerechnet. Ich kann mir vorstellen, das so was bei grossen Wärmebedarf sinnvoll nutzbar ist. Aurubis als Kupferschmelze zB. hat enorme Abwärme, Kohlekraftwerk Moorburg wurde damals die Fernwärmeanbindung verwehrt und statt dessen ein riesiger Kühlturm und Elbwasser zu Kühlung genutzt. Es wurde Energie aufgewendet um Energie zu reduzieren.

 

Es gibt schon Möglichkeiten ausser die Hände hoch zu reißen und zu sagen die Energiewende ist hoffnungslos und wir haben alle keine Optionen.

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reko
Posted · Edited by reko
vor 19 Minuten von smarttrader:

Es wird auf eine Speicherung in Form von Wärme mit aufbauen müssen.

.. Es gab ja die 31 Grad Turbine

Langfristige Wärmespeicherung in die ineffizienteste und voluminöseste Form der Energiespeicherung. Die Dämmung sollte man lieber für die Häuser verwenden. Für alles was mit Wärme zu tun hat ist der Carnotwirkungsgrad das theoretische Limit, der ist sehr schlecht bei geringen Temperaturdifferenzen. Es werden immer 2 Temperaturniveaus gebraucht. Eine 31 Grad Turbine braucht auch "Kühlwasser" und wenn man die Wärmetauscher nicht unendlich groß machen will geht sehr viel Temperaturgefälle verloren.

Unsere Kraftwerke und Verbrennungsmotoren könnten einen sehr viel besseren Wirkungsgrad haben, wenn das Material höhere Temperaturen standhalten würde. Ein Vorteil der Elektrochemie ist, dass man dieses theoretisch vorhandene Potential ohne die hohen Temperaturen nutzen kann.

 

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krett
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Batterien können in Zukunft Strom für einen Zeitraum von 24-48h Speichern, für längere Zeiträume wird man dann P2G nehmen.

 

Neben anderen Flexibilisierungsmaßnahmen. Man muss bedenken. bisher gab es für Teilnehmer im Stromnetz kaum Anreize wirklich Technik zu investieren, die es ermöglicht den Strombedarf nach dem Angebot anzupassen. Ja, es gibt schon länger einige Stunden im Jahr mit negativen Strompreisen, wenn sehr viel Wind da ist. Aber aufs ganze Jahr gesehen sind das sehr wenige Stunden.

 

Erst langsam kommen wir in Bereiche, bei denen es auf Tagesbasis oft genug zu starken Strompreisschwankungen kommt. Insofern wird ein Teil es Speicherbedarfs in Zukunft gar nicht erst entstehen, weil die Marktteilnehmer sich anpassen werden.

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boersenschwein
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BASF bestätigt finale Phase der MDI-Erweiterung am US-Verbundstandort in Geismar
- Jährliche Produktionskapazität soll bis Mitte des Jahrzehnts auf 600.000 Tonnen erhöht werden
- Gesamtinvestition von 780 Millionen Dollar für den finalen Erweiterungsabschnitt

19. Juli 2022
https://www.basf.com/global/de/media/news-releases/2022/07/p-22-285.html

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boersenschwein
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schade, dass bei dem niedrigen Stand nicht mal eben 20Mio Aktien zurück gekauft werden (können)

 

 

Bildschirmfoto zu 2022-07-25 11-55-09.png

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Chris611
Posted · Edited by Chris611
vor 32 Minuten von boersenschwein:

schade, dass bei dem niedrigen Stand nicht mal eben 20Mio Aktien zurück gekauft werden (können)

 

Ich muss mal blöde fragen, ich weiß es nämlich wirklich nicht.  Warum können nicht mehr Aktien zurück gekauft werden? Welche Richtlinien gibt es denn da?

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Chris611
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vor 4 Stunden von boersenschwein:

Hier wird schon etwas eingehender umschrieben.

https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/BoersenMaerkte/Emittentenleitfaden/Modul3/Kapitel4/Kapitel4_1/kapitel4_1_node.html

 

Man muss bedenken, dass beim Rückkauf einer gigantischen Einzelmenge es zu einer Marktbeeinflussung kommt, was nach entsprechenden Richtlinien verboten ist.

Danke schön, ich bin zumindest ein kleines bisschen schlauer nach dem Lesen. :)

 

vor 54 Minuten von krett:

Russland halbiert die Gaslieferungen durch Nordstream morgen nochmals. Dann auf nur noch 20% der Kapazität (bisher 40%).

 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/nord-stream-gas-reduzierung-101.html

Irgendwie hab ich auf so eine Meldung schon gewartet. Putin wäre blöde, wenn er uns mit einem vollen Speicher in den Winter lässt. :lol:

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hattifnatt
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vor einer Stunde von Chris611:

Irgendwie hab ich auf so eine Meldung schon gewartet. Putin wäre blöde, wenn er uns mit einem vollen Speicher in den Winter lässt. :lol:

Der reinste Kindergarten. Sie könnten vielleicht noch einzelne Röhren zur Reparatur nach Kamtschatka schicken lassen :narr:

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Chris611
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vor 5 Minuten von hattifnatt:

Der reinste Kindergarten. Sie könnten vielleicht noch einzelne Röhren zur Reparatur nach Kamtschatka schicken lassen :narr:

Ja, auf jeden Fall. Scheint aber den Kursen (inkl. BASF) nicht mehr groß zu jucken. Anscheinend schon viel eingepreist gewesen.

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LongtermInvestor
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vor 29 Minuten von Chris611:

Ja, auf jeden Fall. Scheint aber den Kursen (inkl. BASF) nicht mehr groß zu jucken. Anscheinend schon viel eingepreist gewesen.

Vermutlich kommt das nächste leg down wenn der Gasnotfallplan weiter eskaliert wird. 

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boersenschwein
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BASF erhöht Ziele - "Im Krisenmodus, aber nicht in Panik"


Frankfurt (Reuters) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF stellt sich angesichts drohender Gasengpässe und der hohen Inflation auf schwierige Zeiten ein.


Nach einem unerwartet guten zweiten Quartal hob Vorstandschef Martin Brudermüller am Mittwoch zwar die Ziele für 2022 an, im zweiten Halbjahr rechnet er aber mit einer allmählichen Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung - vor allem in Europa - und will deshalb auch die Kosten senken. "Für alles im Unternehmen hinterfragen wir jetzt dreimal, brauchen wir das jetzt zu dieser Zeit und brauchen wir das langfristig überhaupt", sagte der Manager. Über alldem schwebt zudem das Damoklesschwert von ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland, von denen BASF als größter industrieller Gasverbraucher in Deutschland massiv betroffen wäre.

"Sollte die Bundesregierung die dritte und letzte Notstandsstufe ausrufen, gehen wir derzeit davon aus, dass BASF noch ausreichend Erdgas erhalten würde, um den Betrieb am Standort Ludwigshafen mit reduzierter Last aufrechtzuerhalten", sagte Brudermüller. Derzeit würden alle europäischen Standorte der BASF noch bedarfsgerecht mit Erdgas beliefert. Russland schränkte am Mittwoch die Lieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 wie angekündigt weiter ein, diese belaufen sich nur noch auf 20 Prozent der eigentlichen Kapazität. Eine physikalische Gasmangellage, die Voraussetzung für die dritte Stufe des Notfallplans Gas ist, sieht die Bundesnetzagentur aber noch nicht. Deutschland müsse jedoch weniger Gas verbrauchen.

Für die Produktionsstandorte außerhalb Europas erwartet BASF im Falle einer europäischen Gasverknappung kaum Auswirkungen. Massiv betroffen wäre aber der größte Standort am Stammsitz Ludwigshafen mit rund 39.000 Mitarbeitern. Brudermüller hatte bereits gewarnt, dass das Unternehmen seine Produktion dort einstellen müsste, wenn die Gasversorgung dauerhaft auf unter die Hälfte des Bedarfs sänke. Es wäre das erst Mal in der 157-jährigen Geschichte des Standorts. "Wir gehen davon aus, dass wir das schaffen und nicht in die Abstellung kommen, aber garantieren kann das keiner." Wenn die Versorgung nicht unter etwa 50 Prozent des maximalen Bedarfs falle, könne Ludwigshafen mit reduzierter Last weiter betrieben werden. "Wir befinden uns im Krisenmodus, aber wir geraten nicht in Panik." BASF sei auf alle möglichen Szenarien vorbereitet.

BASF FÄHRT AMMONIAKPRODUKTION ZURÜCK

Einen Ausfall europäischer Kapazitäten könnte BASF teilweise durch eine höhere Anlagenauslastung an außereuropäischen Standorten ausgleichen. Zur Verringerung seines Erdgasbedarfs - in Ludwigshafen werden je rund 50 Prozent zur Strom- und Dampferzeugung sowie als Rohstoffe verwendet - greift BASF unter anderem zu Heizöl. In Ludwigshafen können rund 15 Prozent des für die Strom- und Dampferzeugung benötigten Erdgases durch Heizöl ersetzt werden, am zweitgrößten deutschen Standort in Schwarzheide kann der Strom- und Dampfbedarf bereits vollständig mit Heizöl erzeugt werden.

Bei Anlagen, die große Ergasmengen benötigen, wie die für Ammoniak, fährt BASF die Produktion zurück und kauft Ammoniak bei externen Anbietern ein. Kandidaten für Kürzungen sind zudem die Acetylenanlage und die Synthesegasproduktion, auf die zusammen weitere fast 25 Prozent des gesamten Gasbedarfs als Einsatzstoff entfallen. Bei der Prognose für dieses Jahr unterstellt BASF, dass es weder zu Produktionsabstellungen aufgrund einer Gasmangellage in Europa kommt, noch zu starken Einschränkungen durch erneute Corona-Lockdowns in China. Nachdem der Chemieriese im zweiten Quartal besser als von Analysten erwartet abschnitt, erhöhte der BASF-Chef nun die Ziele.

Für 2022 rechnet Brudermüller jetzt mit einem Umsatz von 86 bis 89 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen von 6,8 bis 7,2 Milliarden. Bisher waren ein Umsatz zwischen 74 und 77 (Vorjahr: 78,6) Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis zwischen 6,6 und 7,2 (7,8) Milliarden in Aussicht gestellt worden. Brudermüller zeigte sich zuversichtlich, das obere Ende der Ergebnisprognose erreichen zu können. Die positive Geschäftsentwicklung des zweiten Quartals habe sich im Juli fortgesetzt. Die Unsicherheiten hätten aber weiter zugenommen und die höheren Zinsen dürften sich zunehmend auf die Nachfrage auswirken und das Wachstum 2023 bremsen.

Weitere Risiken können sich aus dem Verlauf der Pandemie und erneuten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen ergeben. "Der wirtschaftlichen Abkühlung treten wir mit Kostenreduktionsmaßnahmen entgegen", sagte Brudermüller. Er sprach von einer "ganzen Latte an Maßnahmen", die geprüft würden. Für 2022 peilt BASF nun Investitionen von unter vier Milliarden Euro an statt der ursprünglich geplanten 4,6 Milliarden. An den geplanten Investitionsausgaben für die kommenden fünf Jahre hielt der Vorstand allerdings fest.


https://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/basf-erhoeht-ziele-34-im-krisenmodus-aber-nicht-in-panik-34-11568546

 

 

 

 

Bei dritter Gas-Notstandsstufe : BASF hofft auf ausreichend Erdgas
27.07.2022

Der BASF-Chef Martin Brüdermüller geht im Falle einer Ausrufung der letzten Stufe des Notfallplans Gas derzeit davon aus, noch ausreichend Erdgas zu erhalten, um den Betrieb am größten Standort Ludwigshafen mit reduzierter Last aufrechtzuerhalten.

Der weltgrößte Chemiekonzerns BASF rechnet auch bei einer Ausrufung der letzten Gas-Notstandsstufe mit genügend Erdgas für Weiterbetrieb des Stammwerks in Ludwigshafen - zumindest im eingeschränkten Umfang. „Sollte die Bundesregierung die dritte und letzte Notstandsstufe ausrufen, gehen wir derzeit davon aus, dass BASF noch ausreichend Erdgas erhalten würde, um den Betrieb am Standort Ludwigshafen mit reduzierter Last aufrechtzuerhalten“, sagte Konzernchef Martin Brudermüller in einer Telefonkonferenz am Mittwoch anlässlich der Vorlage detaillierter Zahlen zum zweiten Quartal. Ende April hatte er schon gesagt, dass der Betrieb in Ludwigshafen notfalls heruntergefahren werden muss.

Zuversichtlich sei BASF auch mit Blick auf Schwarzheide, den zweitgrößten BASF-Standort in Deutschland. Hier könnte das Unternehmen zum Beispiel 100 Prozent des Strom- und Dampfbedarfs mit Heizöl erzeugen.

Für die BASF-Produktionsstandorte außerhalb Europas werde es im Falle einer europäischen Gasverknappung kaum Auswirkungen geben.

Der Erdgasbedarf der von BASF in Europa lag laut Brudermüller 2021 bei 48 Terawattstunden. Davon seien 37 Terawattstunden in Ludwigshafen verbraucht worden, sagte er. Rund 60 Prozent des Erdgasbedarfs in Europa nutze BASF zur Strom- und Dampferzeugung, die restlichen 40 Prozent würden als Rohstoffe verwendet. Am Ludwigshafener Verbundstandort verteile es sich auf jeweils rund 50 Prozent. Wenn die Erdgasversorgung nicht unter etwa die Hälfte des maximalen Bedarfs falle, könnte das Unternehmen den Verbund in Ludwigshafen mit reduzierter Last weiter betreiben

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/basf-hofft-bei-dritter-gas-notfallstufe-auf-weiterbetrieb-18201884.html

 

 

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boersenschwein
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der Grund warum BASF in China weiter ausbaut !?

 

"The polyurethane foam market size is expected to grow by 5.44 mn tons between 2020 and 2025.

In addition, the growth momentum of the market will accelerate at a CAGR of 7.05% during the forecast period, according to Technavio's latest market analysis report estimates."

https://www.prnewswire.com/news-releases/polyurethane-foam-market-to-record-a-cagr-of-7-05-basf-se-and-covestro-ag-among-key-vendors---technavio-301602528.html

 

IRTNTR71741.jpg

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boersenschwein
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gute Rückkaufsummen ... gerne kann in dem Rückkaufprozess der Kurswert noch einige Zeit auf dem Niveau bleiben. ;)

Bildschirmfoto zu 2022-08-16 20-51-23.png

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