Wertpapier Forum: Die Mischung macht's

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#1 Mitglied ist offline   Licuala 

  • Der krause Karl
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  • Beiträge: 3.723
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Geschrieben 06. Dezember 2010 - 23:54

Die Mischung macht's ... ?

Dieser Thread dient dazu, Sachverhalte zur Geldanlage und zur Altersvorsorge möglichst kompakt zusammenzufassen - somit soll ein erster aber dennoch möglichst umfassender Überblick gegeben werden.
(Subjektiv) interessante Diskussionsfäden und Dokumente zu den entsprechenden Thematiken werden entsprechend verlinkt bzw. beigefügt.

Ergänzungen, Hinweise, weitere Dokumente und Ähnliches sind im zugehörigen Diskussionsthread gerne gesehen :thumbsup:

Seit Herbst 2012 gibt es auch ein WPF-Webwiki, das auf wichtige Beiträge zu vielen Themen verweist. Erklärungen zu häufig gebrauchten Abkürzungen finden sich hier: Abkürzungsübersicht

Erläuterungen zu einigen Begrifflichkeiten: Angehängte Datei  PortfolioPraxis-WissenAlphaVola.pdf (3,29MB)
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Für den ersten Überblick: Angehängte Datei  Leitfaden Alters- und Risikovorsorge.pdf (9,05MB)
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Inhaltsverzeichnis


Viel Spaß beim Stöbern :)

Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 28. November 2014 - 18:47


 Weiterführende Informationen:

#2 Mitglied ist offline   Licuala 

  • Der krause Karl
  • Gruppe: Benutzer
  • Beiträge: 3.723
  • Registriert: 21. Juli 07


Geschrieben 07. Dezember 2010 - 00:19

Grundsätzliche Hinweise zu Geldanlagen und zur Altersvorsorge

Bei der Strukturierung eigener Geldanlagen gilt es, Prioritäten zu setzen:

  • Den zur Verfügung stehenden Überschuss laufender Einnahmen feststellen (Kassensturz)
  • Existenzbedrohende Risiken durch geeignete Versicherungsprodukte absichern (Risikovorsorge)
    Welche Versicherung für wen?
    Ermitteln Sie Ihren individuellen Versicherungsbedarf
    Versicherungen im Überblick
  • Eine ausreichend große Tagesgeldreserve für den kurzfristig erhöhten Finanzbedarf hinterlegen (Notreserve)
  • Bestehende Schulden im Vorfeld tilgen (Entschuldung)
  • Überlegen, welche Ziele man mit Geldanlagen verfolgt (Festlegung der Anlagehorizonte und der Risikobereitschaft)
  • Altersvorsorge aufgrund höherer Flexibilität getrennt von der Risikovorsorge vornehmen (Produktauswahl)
  • Klären, ob geförderte Altersvorsorgeprodukte und private Rentenversicherungen für die eigene Situation sinnvoll sind (individuelle Einzelfallprüfung)
    Wissensleitfäden zur Risiko- und Altersvorsorge sowie zu sonstigen Kapitalanlagen
  • Die Gebühren minimieren (durch geeignete Anlageprodukte und Verwahrstellen)
  • Das Vermögen diversifizieren
  • Das Risiko minimieren bzw. managen
  • Kreditfinanzierte Geldanlagen vermeiden (mit Ausnahme von Wohnimmobilien)
  • Vorsicht beim Umgang mit Vergangenheitsdaten walten lassen
  • Sich bewusst sein, dass Kapitalmarktprognosen wertlos sind
  • Nicht erwarten, den Markt zu schlagen (Effizienzmarkthypothese)
  • Stets eine innere Distanz bewahren


Die 3 Säulen der Altersvorsorge

Die Bundesrepublik Deutschland steht in den nächsten Jahrzehnten allen Prognosen nach vor einem fortschreitenden demographischen Wandel. Niedrige Geburtenzahlen und die weiter steigende Lebenserwartung führen zu einer starken Alterung und schließlich zu einem Rückgang der Bevölkerung. Diese Entwicklung ist jedoch nicht auf Deutschland beschränkt, sondern zeigt sich in ähnlicher Form in allen entwickelten Industrieländern. Die wesentlichen Auswirkungen wird die Gesellschaft in etwa ab dem Jahr 2030 zu verkraften haben. Diese demographischen Umwälzungen werden sich auch im Bereich der Altersversorgung auswirken. So wird sich das Vorsorgeverhalten erheblich ändern, wobei die Richtung dieser Veränderungen im Wesentlichen von den flankierenden Maßnahmen des Gesetzgebers abhängen wird.

Angehängte Datei  gutachttext-wissenschaftlicher-beirat-altersarmut.pdf (229,55K)
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Angehängte Datei  Rentensysteme und Altersarmut.pdf (865,4K)
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Angehängte Datei  Atypisch beschäftigt.pdf (833,99K)
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Angehängte Datei  RRF18205_MMGPI_Report_MINISTERSLETTER_WEB.pdf (5,92MB)
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Angehängte Datei  Altersvorsorgereport_2014_Final.pdf (1,55MB)
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Bildlich gesprochen ruht die Altersversorgung in Deutschland auf 3 Säulen:

Die erste Säule umfasst vor allem die gesetzliche Rentenversicherung und dient als Basisversorgung. Sie ist das Pflichtsystem für die größte Gruppe von Erwerbstätigen in unserer Gesellschaft, für die Arbeiter und Angestellten, sowie für einige weitere Personengruppen (Beamten- und Soldatenversorgung, Alterssicherung der Landwirte, Berufsständische Versorgungswerke). Mit der ersten Beitragszahlung sind in der gesetzlichen Rentenversicherung die biometrischen Risiken Erwerbsminderung, Alter und Tod in der Regel versichert. Das heißt, der Leistungskatalog steht dem Versicherten, gegebenenfalls nach Erfüllung weiterer persönlicher und versicherungsrechtlicher Voraussetzungen, sofort zur Verfügung. Dieser Leistungskatalog wird gesichert durch den so genannten Generationenvertrag. Die Finanzierung erfolgt dabei nach dem Umlageverfahren.

Seit dem 01.01.2005 können die Beiträge des Arbeitnehmers zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Sonderausgabenabzug wirkt sich im Jahr 2015 mit 80 Prozent der Aufwendungen aus. In den Folgejahren wird die Höhe des Sonderausgabenabzugs stufenweise um 2 Prozent erhöht, bis die Beiträge ab dem Jahr 2025 bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro jährlich steuerfrei sind.

Innerhalb der zweiten Säule unterscheidet man zwischen der betrieblichen Altersversorgung in der Privatwirtschaft und der Zusatzversorgung der Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder).
Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben einen Rechtsanspruch auf Umwandlung von Gehaltsteilen in eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung (sogenannte Entgeltumwandlung). Der Anspruch besteht bis zu einer Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der Deutschen Rentenversicherung (2015 sind dies bis zu 2.904 Euro jährlich).
Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung unterscheidet man seit Inkrafttreten des "Gesetzes über die Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge" (BetrAVG) zwischen 5 möglichen Durchführungswegen: Direktzusage, Unterstützungskassen, Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung wird die betriebliche Altersvorsorge vorwiegend im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Das bedeutet, dass die eingehenden Beitragszahlungen zum Aufbau eines Kapitalstocks (so genanntes Deckungskapital) genutzt werden. Aus dem Kapitalstock wird für den Anleger die im Alter zu zahlende Rente finanziert - es besteht ein Kapitalwahlrecht bei Rentenbeginn bis maximal 30 Prozent des angesparten Kapitals (Pensionsfonds, Pensionskasse und Direktversicherung).
Bei der Pensionskasse und der Direktversicherung gibt es eine zusätzliche Option: wer ein Kapitalwahlrecht vereinbart hat, kann sich statt einer lebenslangen Rente das gesamte Kapital auf einmal auszahlen lassen. Doch dieses Kapitalwahlrecht sollte man erst innerhalb von 12 Monaten vor Beginn der Rente nutzen - falls man es bereits während der Ansparphase ausübt, verliert man die Steuervorteile für die künftigen Beiträge.
Kennzeichen der betrieblichen Altersversorgung ist die Vertragsgestaltung über den Arbeitgeber. Dieser bestimmt grundsätzlich über Art und Umfang der betrieblichen Altersversorgung.

Altersvorsorge - betriebliche Altersvorsorge

Zur dritten Säule der Altersvorsorge werden alle Formen der privaten Vermögensbildung gezählt, die der Vorsorge für das Alter dienen können. Dies können der Abschluss privater Lebens- und Rentenversicherungen, Fondssparpläne oder seit 2002 der Abschluss einer staatlich geförderten Riester-Rente sein.
Die Finanzierungen erfolgen im Kapitaldeckungsverfahren. Bei allen Formen der privaten Altersvorsorge besteht ein Kapitalwahlrecht. Im Falle der durch Zulagen geförderten Riester-Rente können bei Rentenbeginn bis zu 30 Prozent des Kapitals zulagenunschädlich ausgezahlt werden.

Um die vollen Riester-Zulagen (Grundzulage, Ehegattenzulage, Kinderzulage(n), einmaliger Berufseinsteigerbonus bis zum 25. Lj.) zu erhalten, müssen jährlich mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens (abzüglich des Zulagenanspruchs) eingezahlt werden. Der Mindestsockelbeitrag beträgt 60 Euro jährlich - maximal werden 2.100 Euro jährlich inkl. der Zulagen gefördert. Die Höhe der Eigenbeiträge ist innerhalb dieser geförderten Spanne frei wählbar. Die Beiträge zur Riester-Rente können in der Steuererklärung als Sonderausgabe geltend gemacht werden. Zu einer Steuererstattung durch Günstigerprüfung kommt es allerdings nur dann, wenn die Steuerersparnis größer ist als die gewährten Zulagen.

Im Falle einer vorzeitigen Auflösung des Riester-Vertrages müssen alle erhaltenen Förderungen zurückgezahlt werden - das gilt sowohl für Zulagen als auch für Steuervorteile. Zusätzlich müssen die erwirtschafteten Zinsen nachträglich (als sonstige Einkünfte) versteuert werden. Es gibt jedoch Ausnahmen: seit 2008 (verbessert in 2014 durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz) ist beispielsweise die vollständige oder teilweise Entnahme des Riester-Guthabens für einen Immobilienkauf oder für die Tilgung eines bestehenden Immobiliendarlehens nicht mehr förderschädlich (Eigenheimrente oder "Wohn-Riester").

Altersvorsorge - Riester-Rente
Riester-Ratgeber
Riester-Rente - Tipps und Tricks
Riester-Rente sinnvoll für junge und ältere Leute?
Riestergeförderte Banksparpläne
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Empfehlenswerte Banksparpläne?
Riester und Fonds kombinieren - Wissenswertes
Kostenvergleich - Klassische Riester-Rentenversicherung und Fondsgebundene Riester-Rentenversicherung
Tarifaktualisierung 2014 / Kostenvergleich - Klassische Riester-Rentenversicherung und Fondsgebundene Riester-Rentenversicherung
Versicherung oder Sparplan für Rente
Flexibler VorsorgePlan Invest
InterRisk Fondspolicen Tarife HFRV und SFRV
Altvertrag vs. Neuvertrag / aus "Alt" mach "Neu" / Private Rentenversicherung, Lebensversicherung, Riester-Rentenversicherung

Unter private Altersvorsorgeaufwendungen fallen seit dem 01.01.2005 auch die nach diesem Zeitpunkt abgeschlossenen neu entwickelten kapitalgedeckten privaten Leibrentenversicherungen (Basis- oder Rüruprenten). Beiträge zugunsten einer privaten Leibrentenversicherung sind steuerlich begünstigt, wenn die Versicherung nur die Zahlung einer monatlichen auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente vorsieht und die Leistungen nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres des Berechtigten erbracht werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass es sich - wie bei den Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung - um Vorsorgeprodukte handelt, bei denen eine tatsächliche Verwendung für die Altersversorgung gesichert ist.
Aus diesem Grund dürfen die Versorgungsanwartschaften nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein. Die steuerlich begünstigten Vorsorgeprodukte können allerdings mit einer Zusatzversicherung (Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, Hinterbliebenensicherung) ergänzt werden. Die Beiträge können bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro jährlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden (unter Abzug schon geleisteter Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder anderer Pflichtsystembeiträge der ersten Säule).

Altersvorsorge - Rürup-Rente

Besteuerung von Rentenleistungen

Die Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz eröffnen Vorsorgesparern steuerliche Vorteile, je nachdem, für welche Art der Vorsorge sie sich entscheiden. Das Alterseinkünftegesetz schließt sich den Überlegungen der Sachverständigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen an, die in ihrem Bericht ein sogenanntes 3-Schichten-Modell entwickelt haben:

Erste Schicht "Basisversorgung":

Leibrenten (nach § 759 ff. BGB) und andere Leistungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen im Sinne des § 10 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe b (Basisrenten) werden nachgelagert besteuert, d.h. man muss die erhaltene Rente zum dann gültigen persönlichen Steuersatz versteuern. In der Regel liegt der Steuersatz im Rentenalter unter dem Steuersatz während des Erwerbslebens. Dadurch kann sich ein realer Fördereffekt ergeben, weil Förderungen und Zinsen auf Förderungen in der Ansparphase nur anteilig durch den jeweils gültigen Steuersatz zurückgezahlt werden müssen.
Die Besteuerung der Rentenleistungen steigt seit 2005 schrittweise an (Besteuerung nach dem Kohortenprinzip) - wieviel im Rentenalter zu versteuern ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab (ab 2040 sind Rentenleistungen zu 100 Prozent zu versteuern).

Zweite Schicht "Kapitalgedeckte Zusatzversorgung":

Auch die Rentenbezüge aus Riester-Renten und aus betrieblicher Altersvorsorge sind (soweit sie auf geförderten Beiträgen und darin enthaltenen Erträgen und Wertsteigerungen beruhen) in der Auszahlungsphase im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung nach dem Kohortenprinzip zum dann gültigen persönlichen Steuersatz steuerpflichtig (nach § 22 Nr. 5 Satz 1 EStG).

Auf Rentenbezüge aus betrieblicher Altersvorsorge müssen zudem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV/GPV) in voller Höhe (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) entrichtet werden - diese Pflicht zur Zahlung von Sozialbeiträgen ist nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) 2004 beschlossen worden und gilt auch für alle Direktversicherungen, die vorher abgeschlossen wurden. Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung werden erst dann in voller Höhe zur Beitragsberechnung herangezogen, wenn die Grenze von 141,75 Euro (2015) monatlich überschritten wird. Die gesetzliche Grundlage bildet der § 226 Abs. 2 SGB V mit dem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße (gemäß § 18 SGB IV).
Diese Regelung gilt auch bei Kapitalzahlungen aus einer betrieblichen Altersvorsorgeversicherung. Die ausgezahlte Leistung wird auf 120 Monate verteilt - als Folge wird 1/120 als Monatsrente unterstellt. Falls nun der auf einen Monat umgelegte Anteil den Grenzwert von 141,75 Euro (2015) überschreitet, sind Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (14,6 Prozent GKV und 2,35 Prozent GPV (2,60 Prozent für Kinderlose)) zu entrichten (weitere Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen in dem Kalenderjahr vermindern den Grenzwert entsprechend).

Dritte Schicht "Übrige Zusatzversorgung":

Bei Rentenzahlungen, die auf nicht geförderten Beiträgen und darin enthaltenen Erträgen und Wertsteigerungen beruhen, erfolgt eine Besteuerung nach dem Ertragsanteil (nach § 22 Nr. 1 Satz 3 lit. a lit. bb EStG) - so bei Rentenbezügen aus privaten Rentenversicherungen sowie bei Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten. Die Höhe des Ertragsanteils einer Rente (in den Rentenzahlungen enthaltener Zins) wird mithilfe eines Prozentsatzes pauschaliert ermittelt. Dabei sind die Unterscheidung nach lebenslangen Rentenbezügen und nach abgekürzten Rentenbezügen sowie das Alter zu Beginn der lebenslangen Rente oder die Laufzeit der abgekürzten Rente von Bedeutung.

Kapitalbildende Lebensversicherungen und Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht

Kapitalbildende Lebensversicherungen, die biometrische Risiken absichern (Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht (soweit nicht die Rentenzahlung gewählt wird), Kapitalversicherungen mit Sparanteil, Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung), werden nach § 20 Absatz 1 Nr. 6 EStG besteuert.

Bei Kapitallebens- und Rentenversicherungsverträgen mit Kapitalwahlrecht, die bis zum 31.12.2004 abgeschlossen wurden (Versicherungsschein ausgestellt) und für die mindestens ein Beitrag vor dem 01.04.2005 eingezahlt wurde, ist die Einmalkapitalauszahlung am Laufzeitende unter den Voraussetzungen des § 20 Absatz 1 Nr. 6 EStG 2004 einkommensteuerfrei (BMF-Schreiben vom 22.12.2005, BStBl. 2006 I S. 92):

  • Vertragsdauer mindestens 12 Jahre (auch bei Rückkauf)
  • laufende Beitragseinzahlungen (mindestens für fünf Jahre)
  • Todesfallschutz beträgt mindestens 60 % der Beitragssumme (nicht bei Rentenversicherungen)
  • Police wurde nicht steuerschädlich zur Absicherung eines Darlehens eingesetzt (§ 10 Abs. 2 Satz 2 EStG 2004)

Für Neuverträge ab 2005 ist im Jahr der Auszahlung die Differenz zwischen der Versicherungsleistung bei Vertragsablauf bzw. dem Rückkaufswert bei vorzeitiger Kündigung und den eingezahlten Versicherungsbeiträgen als positiver Kapitalertrag mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern bzw. als negativer Kapitalertrag mit anderen positiven Kapitalerträgen zu verrechnen (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 EStG). Das gilt auch für den Rückkauf einer fondsgebundenen Rentenversicherung gegen Einmalbetrag (LfSt Bayern vom 17.06.2008, DStR 2008 S. 2110).
Der Differenzbetrag ist nur zur Hälfte steuerpflichtig, wenn die Versicherungsleistung erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres (bei Vertragsabschluss ab 01.01.2012: 62. Lebensjahr) des Versicherungsnehmers ausbezahlt wird und die Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre beträgt (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG). Wird die Versicherungsleistung im Todesfall ausgezahlt, bleibt sie steuerfrei.

§ 10 EStG
§ 20 EStG
§ 22 EStG

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Eigenständige private Altersvorsorge im Rahmen der dritten Säule

Bei der eigenständigen und ungeförderten Privatvorsorge wird der Vermögensaufbau mit Hilfe von Immobilien, Aktien und Anleihen, Rohstoffen und/oder Bankeinlagen gestaltet - entweder als Direktanlage oder in Form von entsprechenden Investmentfonds. Dabei entstehende Kapitalerträge (z. B. Zinsen, Dividenden, Erträge aus Options-, Termin- und Wertpapiergeschäften, Zertifikaten und aus Investmentfonds) unterliegen nach § 43 EStG der Kapitalertragsteuer.
Der Kapitalertragsteuersatz beträgt derzeit 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5 % der Kapitalertragsteuer) und gegebenenfalls zzgl. Kirchensteuer (8 % oder 9 % der Kapitalertragsteuer). Der dabei gültige Sparerpauschbetrag liegt bei 801 € jährlich (1.602 € bei steuerlich zusammenveranlagten Ehegatten) (§ 44a Abs. 1 Nr. 1 EStG i.V.m. § 20 Abs. 9 EStG).

Bei dieser Form der Altersvorsorge werden Portfolios aus verschiedenen Assets (Anlageklassen) aufgebaut - dem Aufbau eines Portfolios sollte eine umfangreiche Analyse vorausgehen. Ein Portfolio ist somit Teil einer Strategie, die Risiken finanzieller Investitionen durch Streuung zu senken - unter Portfoliomanagement versteht man die Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios (im Sinne eigener Anlagekriterien).

Die Gewichtungen der einzelnen Anlagenklassen im Portfolio (Asset Allocation) werden je nach Lebenssituation, Risikoneigung, Verlusttoleranz und Anlagehorizont ("Magisches Dreieck") individuell variiert.

Markowitz, Diversifikation und Korrelationen

Das klassische vergangenheitsbezogene Portfolio nach Markowitz besteht in erster Linie aus Aktien, weil diese langfristig die besten Renditen versprechen (siehe bspw. DAX-Renditedreieck vom DAI). Zwecks Diversifizierung und Absenkung des systematischen Risikos werden Anlagen (mit möglichst unterschiedlichen Korrelationseigenschaften) wie Anleihen, Rohstoffe und/oder Immobilien hinzugemischt. Speziell Anleihen wurden in der Vergangenheit zwecks Senkung erwarteter Kursschwankungen zur Diversifikation eingesetzt.

Angehängte Datei  Investieren in Aktien und Anleihen.pdf (2,85MB)
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Angehängte Datei  14-03-038 Trilogie Investieren in Aktien und Anleihen_05.pdf (3,54MB)
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Der Korrelationsbegriff ist von erheblicher Bedeutung bei Kapitalanlagen - das Gesamtrisiko eines Portfolios ist umso geringer, je geringer die einzelnen Anlagen (Assets) miteinander korrelieren. Eine Reduktion der Korrelation des Gesamtportfolios im Verhältnis zu seinen Einzelanlagen verbessert nach dem Markowitz-Modell das Rendite-Risiko-Verhältnis. Diese Gesetzmäßigkeit ergibt sich dadurch, dass die Schwankungen der einzelnen Anlagen in aller Regel nicht vollkommen gleichförmig verlaufen und daher dazu tendieren, einander aufzuheben. Auf langfristiger Basis wird damit prinzipiell eine höhere Rendite bei geringerem Risiko erzielt.
In Extremsituationen können sich gewünschte Korrelationseigenschaften allerdings grundlegend verändern - unter Umständen funktioniert die Diversifikation also gerade dann nicht, wenn sie am dringendsten benötigt wird.

Major Asset Class Correlation Matrix
ETF Korrelationen
Korrelationen, Renditen und Risikodaten
Mythos Korrelation
Korrelationen Indizes
Minimum Varianz Portfolio nach Markowitz
Lazy Portfolios im Vergleich
Naive Diversifikation vs. Strategie und Anlageaufteilung
Ist Diversifikation über Märkte hinweg noch möglich?
Rendite eines "Weltportfolios" im Vergleich zu einem "globalen Aktienportfolio"

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Quelle: Goldman Sachs International

Aktien

Eine Aktie ist nach dem deutschen Aktiengesetz (AktG) ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft (auch Anteilsschein) verbrieft. Der Käufer von Aktien erwirbt also Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens. In Deutschland werden die Gesellschaften, die ihr Grundkapital in Aktien zerlegen und diesen Anteil verbriefen, als Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) bezeichnet.

Anleihen

Verzinsliche Wertpapiere stehen für alle Formen von zinstragenden bzw. -bringenden Wertpapieren (wie z. B. Schuldverschreibungen, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe, Rentenpapiere, Obligationen (international auch: Bond oder Debenture)), die in der Regel zur langfristigen Fremdfinanzierung bzw. Kapitalanlage dienen. Käufer von Anleihen gewähren also bspw. Staaten oder Unternehmen Kredite bzw. Fremdkapital. Anleihen beinhalten somit ein Ausfallrisiko - das Ausfall- bzw. Bonitätsrisiko ist jenes Risiko, welches daraus erwächst, dass der Schuldner in Zahlungsverzug kommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird. Je schlechter die Bonität, desto höher ist das Ausfallrisiko der Anleihe. Schuldner mit schlechter Bonität müssen daher einen höheren Kupon bzw. eine höhere Verzinsung bieten, um trotz des Ausfallrisikos attraktiv zu bleiben.

Im Anleihensektor sind steigende Volatilitäten zu erwarten, speziell bei Staatsanleihen hochverschuldeter Industrienationen, aber auch bei Unternehmensanleihen - die Zentralbanken halten derzeit sowohl Staaten als auch Unternehmen durch sehr viel billiges Geld flüssig. Durch diese "Quantitative Lockerung" in Verbindung mit historisch niedrigen Leitzinsständen bestehen aufgrund erhöhter Inflationserwartungen Zinsänderungsrisiken (gekennzeichnet durch die modifizierte Duration und Konvexität) mit entsprechenden Kursverlusten und erhöhten Ausfallquoten.
In derartigen Szenarien ist es gegebenenfalls sinnvoller, entsprechende Staats- und Unternehmensanleihen mit Investment Grade zwecks Diversifikation zu meiden (Stichwort: "zinsloses Risiko") und Aktien-Produkte stattdessen mit Bankeinlagen für die Portfoliogestaltung zu kombinieren.

Jetzt in aktive Anleihefonds oder ETFs mit Anleihen hoher Bonität investieren?
Was geschieht mit meiner Anleihe, wenn sich der Marktzins ändert?

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Rohstoffe

Der Handel mit Rohstoffen erfolgt in der Regel über Warenterminkontrakte, sogenannte Futures. Sie beziehen sich auf einen Basiswert (hier: auf einen Rohstoff) und stellen eine Art Vertrag dar - Futures sind also letztlich Lieferverträge für die Zukunft und stellen somit auch eine Wette auf zukünftige Rohstoffpreise dar. Futures werden an entsprechenden Börsen (Terminmärkte) gehandelt. Ihr Kurs richtet sich maßgeblich nach Angebot und Nachfrage.
Die Kurse länger laufender Futures notieren aufgrund anfallender Bestandhaltungskosten (Cost of Carry) in aller Regel höher als kürzere Futures - die Futures-Kontrakte werden in solchen Fällen mit "Contango" gehandelt (steigende Forwardkurve). Notieren kürzer laufende Futures hingegen höher als länger laufende, so spricht man von "Backwardation" (sinkende Forwardkurve) - beispielsweise durch eine temporär erhöhte Nachfrage für die sofortige Lieferung eines Rohstoffes. Forwardkurvenverläufe ändern sich täglich, manchmal sogar gravierend binnen weniger Tage.

Mehrheitliche Anteile ausgewiesener Renditen von Rohstoffinvestitionen sind nicht durch die Preisentwicklungen der Rohstoffe bedingt, sondern durch Zinseinnahmen. Die Zinseinnahmen fallen an, weil ein Rohstoffkäufer lediglich einen Bruchteil der Anlagesumme am Terminmarkt benötigt (die sogenannte Margin), um einen Rohstoff zu kaufen. Der Rest wird verzinst als Sicherheit hinterlegt. Die Zinsen orientieren sich an kurzlaufenden US-Staatsanleihen. Die hohen Rohstoffrenditen stehen also in engem Zusammenhang mit dem nunmehr über 30 Jahre laufenden Bullenmarkt der Anleihen.

Der Rohstoffmarkt ist, verglichen mit dem Aktien- und Anleihenmarkt, sehr klein - durch die geringe Größe ist der Markt für Übertreibungen anfällig, wodurch aktienmarktähnliche Schwankungen entstehen. Rohstoffe sind über die Besitztümer der konstituenten Unternehmen in internationalen marktbreiten Aktienfonds enthalten.

Handbuch der Rohstoffe
Rohstoffe - Grundlagen
Welcher Rohstoff-ETF darf es nun sein?
Rohstoff-ETF für Langfristdepot
Aktive Fonds - Rohstoff-Futures
In welchen Rohstoffindex investiert ihr?
Sind Commodity-ETFs Nepp?
Rohstoffe: Wie investiert ihr?
Woher kommt die Rendite bei Rohstoffen
Markt-Daten: Charts Rohstoffe

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Immobilien

Eine risikovermindernde Diversifikationswirkung durch Immobilienfonds scheint zusehends fraglicher zu werden, da Immobilieninvestments in Form von REIT-Fonds (Real Estate Investment Trusts mit börsennotierten Anteilen) eine hohe Korrelation zu Aktien besitzen (und auch schon in marktbreiten Indizes enthalten sind) und offene Immobilienfonds durch Liquiditätsproblematiken und durch Intransparenz in jüngerer Vergangenheit deutlich an Risiko zugewonnen haben.

Offene Immobilienfonds - Drama ohne (glückliches) Ende?
Offene Immobilienfonds - Risiken und Nachteile
Offene Immobilienfonds - zentraler Thread bezüglich der Fondsschließungen
REITs vs. Immobilienfonds
REIT-ETF oder offener Immobilienfonds
REITs as a separate asset class?

Bezüglich einer eigenen Wohnimmobilie zwecks Altersvorsorge sollten im Vorfeld folgende Punkte Beachtung finden:

  • Wertzuwachs ist meist nicht zu erwarten - Renditegewinne sind nur in Toplagen möglich, aber was heute eine Toplage ist, kann morgen schon out sein.
  • Alte Häuser sind meist ein energetisches schwarzes Loch. Nebenkosten steigen dadurch schneller als erwartet.
  • Steigende Fahrtkosten fressen den finanziellen Vorteil des Wohnens in der Vorstadt oder auf dem Land schnell wieder auf.
  • Eine alternde Gesellschaft braucht in Zukunft keine Reihenhäuser mit mehreren Etagen. Niemand wird einem so etwas später abkaufen - dadurch wird das Haus eher zum Klotz am Bein als eine finanzielle Stütze im Alter.
  • Selten hat man die Hausgröße, die man gerade für den aktuellen Lebensabschnitt benötigt. Mit heranwachsenden Kindern wird man sich nach mehr Platz sehnen, später wird einem das Haus dann viel zu groß. Auch ein großer Garten und dessen Pflege wird im Alter eher zur Last.
  • Ein Haus bedeutet mangelnde Flexibilität, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt.
  • Änderungen in der Lebensplanung sind kaum mehr möglich oder nur mit finanziellen Verlusten bei einem notwendig werdenden Verkauf.
  • Die wahren Kosten für ein Haus betragen über den gesamten Zeitraum gesehen gut das Doppelte des Kaufpreises. Denn zum Kaufpreis kommen noch Erwerbsnebenkosten, Grunderwerbsteuer, Sicherheitenkosten, Kreditbereitstellungskosten, Sanierungskosten, Modernisierungskosten usw. usf.
  • Ein Verkauf des Hauses ist in den allermeisten Fällen nicht sofort möglich. Meist muss ein Makler eingeschaltet werden (was wiederum Kosten bedeutet) und der Verkauf dauert einige Monate.

Wer trotzdem weiter vom Eigenheim träumt, sollte sich drei simple Fragen stellen (und sie für sich wohl alle mit JA beantworten können):

  • Macht dieser Immobilienkauf glücklich?
  • Kann man sich diesen wirklich leisten? (die Eigenkapitalquote sollte mindestens 25 % bis 30 % der Immobilienkosten inkl. Erwerbsnebenkosten abdecken - die monatlichen Abtragsraten für die Immobilie sollten maximal 35 % des Haushaltsnettoeinkommens betragen - zusätzlich müssen Rücklagen für Instandhaltungskosten gebildet werden (je nach Alter der Immobilie jährlich 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter)).
  • Kann man die möglichen Verluste bei einem eventuell nötig werdenden Verkauf verkraften?

Immobilie versus Wertpapierdepot
Kaufen oder mieten?
Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung)
Wohnungsleerstände werden bundesweites Problem
Der deutsche Immobilienmarkt zwischen Fakten und Fiktion
Auf dem Weg zur besten Baufinanzierung
Tipps zum Ablauf der Immobilienfinanzierung
Finanztest-Rechner: Kaufen oder Mieten?
Finanzrechner - Wohnen
Vergleich Baufinanzierung
Online-Vergleich Baugeld, Baufinanzierung, Wohn-Riester
Wie teuer ist die vorzeitige Kündigung eines Hypothekendarlehens?

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Angehängte Datei  2013_10_wohimmobilien.pdf (560,49K)
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Bankeinlagen

Bei Bankeinlagen handelt es sich um Bankguthaben (auch Depositen), bei denen Forderungen von Nichtbanken gegenüber Kreditinstituten bestehen. Bankrechtlich werden die Bankguthaben nach ihrer Befristung und damit nach ihrer Verfügbarkeit unterschieden. Ist keine Befristung vereinbart oder die Geldanlagen sind jederzeit für den Bankkunden verfügbar oder die Laufzeit bzw. Kündigungsfrist liegt unter einem Monat, handelt es sich um täglich fällige Einlagen. Hierfür wird auch die Bezeichnung Sichteinlagen verwendet (z. B. Girokonten und Tagesgeldkonten). Weil diese Anlageform jederzeit disponibel ist, wird sie von Kreditinstituten nicht oder nur sehr gering verzinst.

Bei befristeten Einlagen (z. B. Festgelder und Sparbriefe) wurde vor ihrer Entstehung eine Vereinbarung mit dem Kreditinstitut getroffen, wonach die Laufzeit oder Kündigungsfrist mindestens einen Monat betragen soll. Während dieses Zeitraumes ist eine vorzeitige Verfügung über befristete Einlagen meist nicht zulässig oder wird mit Strafzinsen bedroht.

Bankguthaben bei deutschen Kreditinstituten unterliegen mindestens der gesetzlichen Einlagensicherung. Sollte die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) feststellen, dass ein Kreditinstitut nicht in der Lage ist, Einlagen zurückzuzahlen und auch nicht abzusehen ist, dass eine Rückzahlung oder Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen könnte, würde eine gesetzliche Entschädigung laut § 1 Abs. 5 EAEG eintreten. Der Entschädigungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt auf 100.000 Euro pro Person und pro Kreditinstitut - es bietet sich also an, größere Anlagesummen auf mehrere Kreditinstitute zu verteilen. Kunden, bei denen ein solcher Fall eintritt, müssen ihren Entschädigungsanspruch in schriftlicher Form bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH geltend machen.

Als Bankeinlage bietet sich bspw. eine rollierende Sparbriefleiter an (unter Inkaufnahme einer eingeschränkten Liquidität). Die Laufzeiten sollten je nach vorliegender Leitzinsstruktur gestaffelt werden, um potentielle spätere Zinssteigerungen besser ausnutzen zu können oder um sich hohe Zinssätze über längere Laufzeiten zu sichern.
Etwas bessere Liquidität als Festgelder durch Kündigungsmöglichkeiten auch innerhalb der Laufzeiten (unter Beachtung von etwaigen Vorschusszinsen) bietet das Wachstums- oder Zuwachssparen.

Zinsvergleiche für Bankeinlagen: Modern-Banking.de und FMH Zinsen und Vergleiche
Anlage-Entscheidungsrechner für Bankeinlagen: FMH-Rechner

Renten-ETF vs. Tagesgeld/Festgeld/Sparbriefe
Der Sparbrief
Festgeldrenditen

Bankeinlagen und Inflation

Die Inflation ist für Sparer ein Risiko. Wer in Tagesgeld und Festgeld investiert, ist der Teuerungsrate schutzlos ausgeliefert. Die Inflation schmälert die reale Rendite und kann bei zu niedriger Verzinsung unterm Strich sogar zu einem Kaufkraftverlust führen. Bei drei Prozent Inflation im Jahr verliert Vermögen binnen 10 Jahren mehr als ein Viertel seiner Kaufkraft. Deshalb ist es geradezu fahrlässig, nicht benötigte Gelder bspw. auf Sparbüchern und Girokonten mit 0,0 bis 0,5 Prozent Zinsen im Jahr anzulegen.

Sparer sollten stets versuchen, eine positive Realverzinsung nach Steuern zu erzielen. Die Realverzinsung ergibt sich aus der Differenz von Zinssatz und Inflationsrate. Bei 5 Prozent Zinsen und 3 Prozent Inflation beträgt der Realzins 2 Prozent. Beim Realzins nach Steuern wird zusätzlich die Kapitalertragsteuer abgezogen. Die Steuer berücksichtigt die Inflation nicht und bezieht sich auf die nominalen Zinserträge.

Dieser auch als "kalte Progression" bekannte Effekt ist für Anleger nachteilig - ein Fallbeispiel: Ein Sparer legt 20.000 Euro zu 5 Prozent Zinsen für ein Jahr lang an und erhält somit 1000 Euro Zinsen. Von 1000 Euro Zinsertrag oberhalb des Freibetrages verbleiben nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag noch 736,25 Euro. Das Kontoguthaben ist nach Steuern somit auf 20.736,25 Euro angewachsen. Beträgt die Inflation im selben Zeitraum 3 Prozent, beläuft sich der reale Ertrag auf gerade einmal 136,25 Euro und damit nicht einmal 0,7 Prozent. Zur Erläuterung: Bei einem Anlagebetrag in Höhe von 20.000 Euro und 3 Prozent Inflation müssen kalkulatorisch 600 Euro Kaufkraftverlust abgezogen werden.

Nicht immer ist es möglich, einen vollständigen Inflationsausgleich zu schaffen. Dies liegt zum einen an hohen Inflationsraten, zum anderen an der Zusammenstellung des Warenkorbs, aus welcher der Verbraucherpreisindex (= die Inflationsrate) berechnet wird. Während ein Teil der Preise dieses Warenkorbs sinkt, wie z. B. Elektrogeräte (die jedoch meist nur alle paar Jahre gekauft werden), steigen die Preise für Strom, Kraftstoffe, Heizöl und für Dinge des täglichen Bedarfs u. U. weiter rasant an.

Destatis - Preis-Kaleidoskop
Destatis - Persönlicher Inflationsrechner
Inflation – aktuelle und historische Inflation pro Land
Harmonized Indices of Consumer Prices (HICPs)

Investmentfonds

Ein Investmentfonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verwaltetes Sondervermögen, das in Wertgegenständen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen und /oder Derivaten angelegt wird. Das von Anlegern eingezahlte Geld bleibt als Fondsvermögen vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt und im Eigentum der Anleger, fällt daher auch im Konkursfall nicht unter die Insolvenzmasse der Gesellschaft. Die Anleger der Fonds erhalten für ihre Einlage Anteilsscheine an diesem Vermögen.

Bei Investmentfonds unterscheidet man zwischen aktivem Fondsmanagement und passiven Investmentansätzen. Beim aktiven Fondsmanagement geht es darum, durch gezielte Einzeltitelauswahl und durch unterschiedliche Investmentansätze überdurchschnittliche Erträge zu erwirtschaften. Ziel ist es, die jeweilige Benchmark (= Index) zu schlagen. Beim passiven Management eines Indexfonds bzw. Exchange-traded funds (ETF) entspricht das Portfolio dieser Benchmark. Die Verwalter von passiven Anlagen treffen keine eigenständigen Anlageentscheidungen, es findet keine Auswahl von Einzeltiteln statt.

Investmentfonds produzieren jährlich anfallende Kosten, die dem Fondsvermögen belastet werden und zu Lasten der Performance gehen. Über die Höhe der Kosten gibt die Total Expense Ratio (TER) Aufschluss. Die Total Expense Ratio enthält Verwaltungsgebühren, z. B. für die Fondsgeschäftsführung, das Portfoliomanagement, Wirtschaftsprüfer und Betriebskosten. Nicht enthalten sind Ausgabeaufschläge, die Transaktionskosten für Wertpapierkäufe und -verkäufe und die gesondert aufzuführenden erfolgsabhängigen "Performance Fees".

Aufgrund geringerer Kosten, breiter Diversifizierung und minimaler "Cash Drags" erzielten Index-Anlagestrategien im Rahmen langfristiger Anlagehorizonte eine bessere Performance als aktiv verwaltete Anlagestrategien. Wenngleich einige aktive Manager diese Hürde aus den genannten Faktoren in der Vergangenheit überwinden konnten - dauerhaft gelingt es der Mehrheit dieser Manager nicht, eine Outperformance zu erzielen, da es immer schwieriger wird, die Gesamtheit der Kosten zu übertreffen.

The Inefficient Market Argument for Passive Investing
Sind Fondsmanager Geldvernichter?
Veröffentlichungen pro aktive Strategie?
Aktive gemanagte oder vielleicht doch lieber kostengünstig passiv gemanagte Fonds
Stärken und Schwächen von aktiven und passiven Fonds
Wie erkenne ich ex ante den zukünftigen Fonds(manager), der outperformt?
Index-unabhängige vs. index-orientierte Anlage
Mischfonds - All Stars!
Mischen possible? Teil I: Was Anleger über Mischfonds wissen sollten
Mischen possible? Teil II unserer Mischfondsauswertung
Mischen possible? Teil III unserer Mischfonds-Analyse
Mischen impossible oder das Leiden der flexiblen Mischfonds
Vermögensverwaltende Fonds oder die 2,2-Prozent-Frage
Der tückische Charme konservativer Mischfonds
Mischfonds: Zehn Thesen in einer Bildergeschichte
Mischfonds-Umschau: These 5-10
MMD-Direct

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#3 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 07. Dezember 2010 - 08:02

Einstiegsszenarien und Investitionsvarianten

Für den passiven Langfristinvestor dürfte sich die Frage eines passenden Einstiegzeitpunktes im Grunde genommen gar nicht stellen, da er im Normalfall breit diversifiziert über mehrere Anlageklassen anlegt und somit so früh wie möglich investiert sein sollte. Sollten dennoch Bedenken bestehen, höhere Kapitalsummen komplett ins Spiel zu bringen, wäre ein fester Zeitrahmen mit entsprechenden Investitionsintervallen von Vorteil, in denen gleichanteilig investiert wird. Durch eine zeitliche Streckung der Investitionen kann das Risiko eines Einstiegs gegen den Markt abgesenkt werden, natürlich bei gleichzeitiger Inkaufnahme von Renditeeinbußen.

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Beim An- und Verkauf börsennotierter Indexfonds fallen Handelsgebühren an - je nach Ordergröße und Handelspartner und -zeit gestalten sich diese unterschiedlich hoch. Je kleiner die Investitionssumme und je kürzer die Haltedauer für Wertpapiere ist, desto wichtiger wird die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis, auch Geld-Brief-Spanne oder Spread genannt. Um die Transaktionskosten beim Erwerb von ETF über die Börse möglichst gering zu halten, sollte man zunächst größere Summen ansparen und im weiteren Verlauf in das ETF-Depot umschichten (als Faustregel gelten mindestens 1.000 Euro pro Transaktion). Zum Ansparen eignen sich Tagesgeldkonten.

In welchem Rhythmus sollten Privatanleger ansparen?
Online-Broker im Vergleich
Broker-Vergleich der Depots von Direktbanken und Online-Brokern
Orderrechner
7 Klippen beim ETF-Handel
Die Spreads beachten! Ein Vorstoß in die Tiefen der ETF-Kosten
Was kostet die ETF-Welt?

Möchte man auch mit kleineren Sparraten möglichst frühzeitig in die Märkte einsteigen, bieten sich als Alternative kostengünstige ETF-Sparpläne einiger Kapitalanlagegesellschaften an (mit Einschränkungen bezüglich der Fondsauswahl) - diese werden in zunehmendem Maße von den Direktbanken implementiert. Unabhängige Fondsvermittler bieten dabei zusätzliche Rabatte auf Transaktions- und Depotgebühren.

ETF-Sparplantest 2013
ETF-Sparplanvergleich
justETF - Sparplan-Vergleich
justETF - ETF-Strategie-Planer

Der Durchschnittskosteneffekt

Der Durchschnittskosteneffekt (auch Cost-Average-Effekt) ist ein Effekt, der bei der regelmäßigen Anlage gleich bleibender Beträge in Wertpapiere entsteht.

Dabei führen Wertschwankungen der Wertpapiere dazu, dass der Anleger im Durchschnitt seine Anteile bei gleich bleibenden Raten günstiger erhält, als wenn er regelmäßig zu unterschiedlich hohen Preisen eine gleich bleibende Menge von Anteilen kauft. Denn bei hohen Anteilspreisen werden automatisch weniger Anteile gekauft, bei niedrigen Anteilspreisen entsprechend mehr.

Dieser Effekt wird häufig in der Werbung für Fondsparpläne angeführt. Er beschert jedoch keinesfalls höhere Gewinne bzw. niedrigere Verluste als eine Einmal-Anlage. Da sich im Verlauf des Ansparens immer mehr Kapital ansammelt, das ganz den Schwankungen der Anteilspreise unterliegt, und da die einzelne Rate einen immer kleiner werdenden Bruchteil dieses Kapitals ausmacht, nimmt der Durchschnittskosteneffekt mit zunehmender Laufzeit eines Sparplans immer weiter ab. Das heißt, das angesparte Vermögen verhält sich jetzt so, als hätte man einmalig eine hohe Summe Geld angelegt, und Kursschwankungen wirken sich überproportional auf die Rendite aus – sowohl nach oben als auch nach unten.

Die Ausnutzung des Cost-Average-Effekts führt dazu, dass aufgrund der gleich bleibenden Investmenthöhe durchschnittlich pro Anteil/Aktie das harmonische Mittel der Kurse bezahlt wird. Dieses liegt stets etwas unter dem arithmetischen Mittel, das bei regelmäßigem Kauf gleich bleibender Stückzahlen bezahlt würde.

Gibt es den Cost-Average-Effekt wirklich?
Strategien für regelmäßiges Sparen
Cost-Average-Effekt bei Sparplänen

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Portfolio-Rebalancing

Wer eine Asset-Allocation-Strategie verfolgt, strebt ein optimales Risiko-Ertrags-Verhältnis durch Investitionen in eine Reihe von unterschiedlichen Assetklassen an. Dabei nutzt man die Tatsache, dass die Erträge der einzelnen Assetklassen aufgrund ihrer unterschiedlichen Entwicklungen nur schwach miteinander korreliert sind. Durch eine geschickte Portfolioaufteilung ist es möglich, entweder einen höheren Ertrag bei einem zuvor festgelegten Risiko oder ein niedrigeres Risiko bei einem zuvor festgelegten Ertrag zu erzielen.

Asset Allocation ist also auch eine Risikomanagementstrategie. Deshalb ist es wichtig, dass das Portfolio so wenig wie möglich von der optimalen Asset Allocation abweicht. Sonst passt die Positionierung des Portfolios nicht mehr zum vorher festgelegten Anlagehorizont und Risikoprofil. Zudem ist es wichtig, sich so wenig wie möglich von der Effizienzlinie zu entfernen, damit die Korrelationsunterschiede zwischen den einzelnen Assetklassen voll ausgenutzt werden können. Die Effizienzlinie ist der geometrische Ort aller effizienten Ertrags-Risiko-Kombinationen.

Rebalancing ist der Prozess, die Asset Allocation eines Portfolios auf seinen Ursprungszustand zurückzuführen, nachdem es signifikant aus dem Gleichgewicht geraten ist. Um gehäuftes Rebalancing und somit Transaktionskosten zu vermeiden, sollte man eine Investitionsbandbreite von 10 % bis 15 % Abweichung je Assetklasse festlegen (dynamisches Rebalancing). Ein Rebalancing kann auch durch laufende Neuanlagen geschehen, die in die schwächelnden Teile des Depots investiert werden.

Rebalancing
ETF-Depot: Was bringt Rebalancing?
Rebalancing - wie oft ist sinnvoll?
Rebalancing - Drei Strategien im Test
Die Auswirkungen von Transaktionskosten auf das Rebalancing
Rebalancing und die Abgeltungsteuer
Rebalancing / Umschichten
Re-Balancing versus Over-Balancing
Rebalancing zweimal im Jahr mit jeweils unterschiedlicher Risikoaufteilung
Rebalancingstrategien für ein anvisiertes Portfolio für den Frühruhestand
Warum ist Rebalancing so wichtig?

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Angehängte Datei  200812_ART_Rebalancing_ger_WEB.pdf (182,91K)
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Angehängte Datei  SSRN_opt_rebal.pdf (183,42K)
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Angehängte Datei  Diversification, Rebalancing and ThegeometricEmanFrontier.pdf (155,74K)
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Angehängte Datei  SSRN-id2202736.pdf (831,22K)
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Ausstiegsszenarien und Deinvestitionsvarianten

Gegen Ende eines Anlegerlebens sind geeignete Ausstiegszenarien wichtig, um das angesparte Kapital möglichst gut zu schützen. Hier existieren diverse Ansätze, bspw. zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Ruhestand die risikoreichen Investments komplett oder anteilig in risikogeringe Anlageklassen umzuschichten - in Abhängigkeit vom Lebensalter und von Vererbungswünschen ggf. auch in eine Sofortrente.
Ein weiteres Szenario wäre es, ab einem gewissen Zeitpunkt jährlich oder dynamisch beim Rebalancing zu entnehmen und umzuschichten – so würde man quasi antizyklisch deinvestieren.

Teilweise werden hohe Anteile risikoreicher Wertpapiere im Rentenalter favorisiert: Angehängte Datei  F_2012_Sep_The_Glidepath_Illusion.pdf (687,97K)
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Interessant erscheint auch die Etappenstrategie (nach dem Modell Schweizer Pensionskassen), die im Idealfall ein Vermögen erhalten kann: Angehängte Datei  395902.pdf (142,65K)
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Angehängte Grafik: Grafik_Etappenstrategie.jpg
Quelle: VermögensZentrum

Höhere zukünftige Volatilitäten bei den Konjunkturzyklen und an den Kapitalmärkten könnten den Ausstieg erschweren. Entsprechende Zukunfts- und Markteinschätzungen werden also nötig sein, zumindest in Bezug auf die späteren Gewichtungen der einzelnen Anlageklassen. Unterm Strich hieße das, auch als Passivinvestor "aktiv" die Hauptmärkte (Aktien und Anleihen) zu bewerten - um "Markettiming" im weiteren Sinne wird man also nicht herumkommen und sollte sich dementsprechend möglichst frühzeitig damit auseinandersetzen.

Mögliche Ursachen für zunehmende Schwankungen an den Kapitalmärkten:

  • Abbau der Kreditfinanzierung im Nicht-Finanzsektor sowie Abbau der Staatsschulden
  • Hohes Wachstum in den Schwellenländern, gedämpftes Wachstum in den Industrieländern und die zusätzliche Gefahr von Protektionismus
  • Zunehmende Regulierungen des Finanzsystems

World Debt Clocks
A Visualization of United States Debt
The European Super Highway of Debt
ifo-Geschäftsklima
ZEW-Konjunkturerwartungen
Destatis - Konjunkturmonitor
OECD Business Cycle Clock
Anlegen nach Geschäftsklimaindizes
Wirtschaftzyklus und Assetallokation
Nach Konjunkturzyklen in Anleihen anlegen
Zinskurve auch Zinsstrukturkurve genannt
Die 6 Stadien im Intermarket- bzw. Konjunkturzyklus
Zentrale Risiko-Indikatoren für die Krise - Die Krisen-BSC
Aktienkäufe auf Kredit / Margin Debt
Ausstieg aus einem Sparplan?

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#4 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 07. Dezember 2010 - 21:32

Synthetisch replizierender ETF oder physisch replizierender ETF?

Anleger setzen sich bei Investitionen in ETF nicht nur den Marktrisiken, sondern zusätzlich auch möglichen Ausfallsrisiken aus. ETF sind zwar als Sondervermögen (im Gegensatz zu Schuldverschreibungen) vor einem Emittentenrisiko gefeit, innerhalb des ETF-Sondervermögens könnten jedoch durchaus Kontrahentenrisiken schlagend werden. Davon betroffen sind aber nicht nur die generell unter Generalverdacht stehenden synthetischen ETF auf derivativer Basis, sondern auch die auf physische Replikation ­setzenden Indexprodukte.

Physisch replizierende Exchange-traded Funds investieren in die im jeweiligen Index enthaltenen Produkte (Direct Replication). Sie arbeiten in der Regel nach der (Optimized) Sampling-Methode, d. h. es wird nur eine Teilmenge der Indexkonstituenten ins Sondervermögen gekauft (normalerweise die Werte, die das größte Gewicht im Index haben und eine entsprechende Liquidität aufweisen). Der Vorteil der Sampling-Methode im Vergleich zur vollständigen physischen Replikation (Full Replication) ist, dass die Transaktions- und Verwaltungskosten gerade bei Indizes mit sehr vielen Titeln deutlich reduziert werden können. Ein möglicher Nachteil ist, dass es durch das Näherungsverfahren zu einer Abweichung zwischen Index- und ETF-Performance kommen kann. Diese Abweichung bezeichnet man als Tracking Error.

Physisch replizierende ETF betreiben im Normalfall Wertpapierleihe, um Zusatzerträge zu generieren, einen Teil der Managementgebühren zu kompensieren bezie­hungs­weise im Idealfall eine Outperformance gegenüber der Benchmark zu erzielen. Insbesondere in der Dividendensaison boomt die Wertpapierleihe, da ETF-Anbieter durch Leihgeschäfte kurz vor dem Dividendenabschlag Quellensteuerabzüge vermeiden wollen (Dividendenstripping). Damit entsteht ein Kontrahentenrisiko dergestalt, dass der Leihnehmer die Wert­papiere am Ende nicht retourniert. Obwohl ETF-Anbieter von Leihnehmern im Idealfall Sicherheiten höchster Qualität (G-10-Staatsanleihen sowie Wertpapiere etablierter Benchmarks inkl. einer Überdeckung zwischen 2,5 und 12 Prozent) verlangen, die letztendlich den Wert der verliehenen Wertpapiere übersteigen, besteht dennoch das Risiko, dass die hinterlegten Sicherheiten im Extremfall mangels Werthaltigkeit (eingefroren, illiquide, unerwarteter Kurssturz) nicht zum Wert der verliehenen Wertpapiere liquidiert werden können.

Für den Investor führt dieses Restrisiko häufig zu einem asymmetrischen Chancen-Risiko-Profil - die Praxis zeigt nämlich, dass nur wenige Anbieter ihren ETF in vollem Umfang die vereinnahmten Leihegebühren weiterleiten. Anbieter wie der Marktführer iShares, HSBC, Amundi, SPDR und PowerShares leiten lediglich 50 bis 70 Prozent der Leihegebühren an den ETF bzw. an den Anleger weiter.

Synthetische ETF, die nach UCITS-III-Regularien aufgelegt werden (erkennbar an der Bezeichnung UCITS im Namen), funktionieren größtenteils als Unfunded- bzw. Funded-Swap-Modell. Sie halten im Gegensatz zur physischen Replikation nicht die Wertpapiere der zugrundeliegenden Indizes, sondern komplett andere in Form eines Trägerportfolios (Substitute Basket). Zusätzlich schließen die Anbieter dieser ETF eine Tauschvereinbarung (Swap-Kontrakt) mit einem Kontrahenten (üblicherweise eine Investmentbank), durch die die Performance des Trägerportfolios gegen die Performance vom Referenzindex, der das vermeintliche Underlying des ETF darstellt, gegen eine Gebühr getauscht wird.

Durch die indirekte Replikation sind synthetische ETF in der Lage, einen Index effizienter und exakter nachzubilden. Gerade bei sehr breiten oder illiquiden Marktindizes können synthetische ETF Vorteile bieten. So machen Handelsrestriktionen, unterschiedliche Zeitzonen und auch steuerliche Aspekte eine physische Replikation schwierig. Durch das Swap-Geschäft verringern sich in der Regel sowohl der Tracking Error als auch die Kosten gegenüber den physisch replizierenden Pendants (bezogen auf die Performancewerte scheinen diese Vorteile aber rein akademischer Natur zu sein).

Aufgrund der Swap-Kontrakte entsteht ein Ausfallrisiko des Kontrahenten, welches gemäß UCITS III-Regularien auf 10 Prozent des Fondsvermögens begrenzt wurde. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, setzen sich die Anbieter beim Funded-Swap-Modell durchschnittliche Mindestwerte für die Sicherheiten ihrer ETF. Jedes Mal, wenn deren Marktwert unter diesen Mindestwert fällt, setzt der jeweilige ETF-Anbieter den Swapwert zurück und verlangt von der Gegenpartei die Lieferung zusätzlicher Sicherheiten in Form von Cash oder Wertpapieren. Das Zurücksetzen des Swaps setzt auch das Kontrahentenrisiko zurück auf Null, da üblicherweise soviele Sicherheiten gestellt werden, dass der Sicherheitenkorb wieder zu 100 Prozent dem Fondswert entspricht. Manche Anbieter setzen den Sicherheitenkorb auf über 100 Prozent des Fondswertes zurück, so dass kein Kontrahentenrisiko mehr besteht.

Neben dem Funded-Swap-Modell wurde ein sogenanntes Fully-Funded-Swap-Modell entwickelt, um das Derivaterisiko auszuschalten. Im Falle des Fully-Funded-Swap-Modells schließt der ETF einen Total-Return-Swap mit dem Swap-Kontrahenten ab und erhält gegen Zahlung von Cash die Indexperformance - ein eigenes Trägerportfolio existiert bei derartigen ETF nicht mehr. Diese Konstruktion ist vergleichbar mit dem Erwerb einer Schuldverschreibung auf einen Index. Zur Ausschaltung des Kontrahentenrisikos muss die Investmentbank ausreichend Sicherheiten (Collaterals) auf einem separaten Depot hinterlegen (mit Besicherungsgraden zwischen 100 und 130 Prozent). Im Falle eines Defaults kann der ETF auf die hinterlegten Wertpapiere zugreifen und diese ver­äußern. Sofern immer ausreichend werthaltige Sicherheiten zur Verfügung stehen, ist das Ausfallsrisiko somit inexistent.

Sowohl physisch replizierende als auch synthetisch replizierende Indexfonds weichen in ihrer Wertentwicklung von den Wertentwicklungen der zugrundeliegenden Indizes ab. Die Richtgröße für diese Abweichungen wird als Tracking-Differenz bezeichnet. Die Tracking-Differenz beinhaltet sämtliche Kosten und Gebühren (TER und Kosten für OTC-Swap-Transaktionen) und auch etwaige renditebeeinflussende Maßnahmen mit Auswirkungen auf die Fonds (bspw. positive Erträge durch Wertpapierleihe und durch OTC-Swap-Transaktionen). Sie gibt somit über die Pauschalgebühr bzw. Gesamtkostenquote (TER) hinaus ein besseres Bild von den tatsächlichen Kosten der Fonds. Die Berechnung der Tracking-Differenz erfolgt naturgemäß ex post und wird als jährlicher Prozentsatz angegeben. Die Tracking-Differenz sollte nicht mit dem Tracking Error verwechselt werden, der die Volatilität (bemessen durch die Standardabweichung) der Tracking-Differenz im Zeitablauf angibt.

Angehängte Grafik: swapEtfs.gif
Quelle: Institutional Money

Handbuch der Indizes
Das große Einmaleins der Index-Anlage
Wie bilden ETFs den Index nach?
Drei Schritte zum richtigen ETF
Kosten für ETF-Anleger
Was entscheidet über die Qualität eines ETF?
Die unsägliche "Swap-Frage"
ETFs und Swaps
ETF-Gebühren
Swap-Konstruktionen bei ETFs - ein Megaproblem?
Grundwissen: Risiko von ETFs/Indexfonds einfach erklärt und auf den Punkt gebracht
Sicherheit von replizierenden und Swap-ETFs
Fonds: Begrenzung von Risiken bei Leih- und Swapgeschäften
Was führt zur Bankenpleite?

Angehängte Datei  ETF-Handbuch_2014_web_InteraktivesPDF_20140505.pdf (718,8K)
Anzahl der Downloads: 60
Angehängte Datei  Morningstar Report On the Right Track Measuring Tracking Efficiency in ETFs February 2013.pdf (1,42MB)
Anzahl der Downloads: 97
Angehängte Datei  SyntheticETFs_DRAFT_14-05.pdf (987,78K)
Anzahl der Downloads: 80
Angehängte Datei  Securities Lending in Physical ETFs (4).pdf (641,12K)
Anzahl der Downloads: 131
Angehängte Datei  Unterschiede_und_Gemeinsamkeiten_boersennotierter_passiver_Investmentprodukte.pdf (874,88K)
Anzahl der Downloads: 150
Angehängte Datei  Funktionsweise und Replikationstil.pdf (305,65K)
Anzahl der Downloads: 13
Angehängte Datei  ETF_Industry_Report_4Nov.pdf (481,9K)
Anzahl der Downloads: 13
Angehängte Datei  Tracking-Differenz und Tracking Error.pdf (858,73K)
Anzahl der Downloads: 15

Besteuerung von Investmentfonds

Die Erträge von Investmentfonds, deren Anteile nach dem 31.12.2008 erworben wurden, stellen nach deutschem Recht "Einkünfte aus Kapitalvermögen" dar, die seit 2009 separat von anderen Einkünften besteuert werden. Sie unterliegen nach § 43 EStG einer Abgeltungsteuer von 25 Prozent, die sich um den Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent der Abgeltungsteuerschuld) und ggf. um die Kirchensteuer erhöht. Liegt der persönliche Steuersatz eines Anlegers unter 25 Prozent, so reduziert sich die Abgeltungsteuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung auf den Satz der persönlichen Einkommensteuer (Günstigerprüfung).

Die Abgeltungsteuer wird im Regelfall im "Quellensteuerverfahren" erhoben. Das bedeutet, dass inländische Kreditinstitute, welche dem Anleger die Erträgnisausschüttung oder im Fall der Anteilrückgabe oder Anteilveräußerung den Verkaufserlös gutschreiben, die fällige Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer einbehält und an die Finanzbehörde abführt.
Für Rückgaben und Veräußerungen von im Ausland verwahrten Fondsanteilen und darauf geleistete Erträgnisausschüttungen und für Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds (auch wenn diese in einem inländischen Bankdepot verwahrt werden) unterbleibt der Abzug von Abgeltungsteuer im Quellensteuerverfahren. In diesen Fällen ist eine Angabe in der Einkommensteuererklärung mittels Steuerbescheinigung erforderlich (sog. Veranlagungsverfahren).

Die Steuerbescheinigungen für die angefallenen Einkünfte aus Kapitalvermögen werden von den depotführenden Kreditinstituten erstellt und verschickt - diese sollten entsprechend sorgfältig aufbewahrt werden, um die enthaltenen Angaben zu den Erträgen von Fonds für die Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP verwenden zu können.
Ergänzend können die von der Kapitalanlagegesellschaft veröffentlichten steuerlichen Daten zu den Ausschüttungen bzw. Thesaurierungen (Besteuerungsgrundlagen bezogen auf einen Anteil) im Bundesanzeiger eingesehen werden (sowie bei Fonds mit deutschem Domizil zusätzlich in den Jahresberichten).
Jahresberichte erscheinen im Regelfall bis spätestens vier Monate nach Geschäftsjahresende des betreffenden Fonds und sind direkt bei der Kapitalanlagegesellschaft oder dem depotführenden Kreditinstitut kostenlos erhältlich. Im Bundesanzeiger sind die steuerlichen Angaben ebenfalls bis spätestens vier Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres bei thesaurierenden Fonds bzw. vier Monate nach Ausschüttungsbeschluss bei ausschüttenden Fonds unter der Rubrik "Besteuerungsgrundlagen" veröffentlicht und mittels Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN) der Fonds einsehbar.

Die Besteuerung von Investmentfonds erfolgt nach dem sog. Zuflussprinzip, d. h. dass Einkünfte bzw. Erträge in dem Kalenderjahr versteuert werden müssen, in welchem sie dem Anleger zugeflossen sind bzw. als zugeflossen gelten. Bei ausschüttenden Fonds ist demzufolge das Jahr maßgebend, in welchem die Ausschüttung durch das depotführende Kreditinstitut an den Anleger ausgezahlt wurde. Bei thesaurierenden Fonds ist das Jahr der Thesaurierung der Erträge maßgebend. Erträge werden üblicherweise acht bis zwölf Wochen nach Geschäftsjahresende ausgeschüttet, während Thesaurierungen am Geschäftsjahresende des Fonds erfolgen. Bei Rückgabe oder Veräußerung von Fondsanteilen ist ein realisierter Gewinn in dem Jahr zu versteuern, in welchem der Erlös dem Anleger gutgeschrieben wurde.

Sollten bei der Rückgabe oder Veräußerung von Fondsanteilen Verluste entstehen, so werden diese im allgemeinen Verlustverrechnungstopf vermerkt und dort zunächst mit etwaigen Gewinnen verrechnet. Nach Wahl des Anlegers können die Endsalden aus dem Verlustverrechnungstopf in der Einkommensteuererklärung für das betreffende Kalenderjahr geltend gemacht werden (z. B. für Zwecke der Verrechnung mit Gewinnen bei anderen Kreditinstituten), oder der Verlustverrechnungstopf wird auf Depotebene im darauf folgenden Jahr weitergeführt. Soll das vorhandene Guthaben im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer berücksichtigt werden, ist spätestens bis zum 15. Dezember des Kalenderjahres ein Antrag auf Bescheinigung der Verluste beim betreffenden Kreditinstitut zu stellen.

Fondsanteile werden anhand der Fifo-Methode ("first-in-first-out") veräußert, d. h. bei der Rückgabe von Teilpositionen eines Fonds werden die zuerst angeschafften Fondsanteile auch zuerst verkauft. Da etwaige Zwischengewinne separat besteuert werden, ist der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn um den im Verkaufspreis enthaltenen Zwischengewinn zu mindern (Abzug vom Veräußerungsgewinn) und um den beim Kauf gezahlten Zwischengewinn zu erhöhen (Hinzurechnung zum Veräußerungsgewinn). Ebenfalls sind bereits mittels Veranlagungsverfahren versteuerte Erträge, die noch im Fondspreis enthalten sind (ausschüttungsgleiche Erträge während der Besitzzeit), bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns abzuziehen und anrechenbare ausländische Quellensteuern (ohne fiktive ausländische Quellensteuern) hinzuzurechnen.

Privatanleger können Kapitalerträge von bis zu jährlich 801 € (bei steuerlich zusammenveranlagten Ehegatten bis zu 1.602 €) bei ihrem inländischen depotführenden Kreditinstitut freistellen lassen und so steuerfrei vereinnahmen (§ 44a Abs. 1 Nr. 1 EStG i.V.m. § 20 Abs. 9 EStG). Der Anleger kann auch mehreren Kreditinstituten gleichzeitig Freistellungsaufträge erteilen - dabei darf aber die Gesamtsumme von jährlich 801 € bzw. 1.602 € nicht überschritten werden. Für Erträge und Gewinne aus andersverwahrten Anteilen, bei denen kein inländisches Kreditinstitut zur Depotführung eingeschaltet ist, können keine Freistellungsaufträge erteilt bzw. berücksichtigt werden.

Fazit für die Praxis:

  • Steuertransparent sind alle Fonds, die in Deutschland zugelassen sind und somit im Bundesanzeiger angezeigt werden.
  • Fonds mit deutschem Domizil (entscheidend sind hier die Angaben der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft und nicht unbedingt eine DE-Kennung in der ISIN) sind durch das Quellensteuerverfahren immer "steuereinfach" - unabhängig davon, ob sie ausschütten oder thesaurieren.
  • Ausländische ausschüttende Fonds sind ebenfalls "steuereinfach" - dies betrifft auch Fonds mit Teilthesaurierungen im laufenden Geschäftsjahr, sofern die Höhe der Ausschüttung zum Geschäftsjahresende trotz der Teilthesaurierungen für die Abführung der gesamten Kapitalertragsteuer durch das inländische Kreditinstitut ausreichend hoch bemessen ist.
  • Ausländische Fonds, die zum Geschäftsjahresende vollständig thesaurieren (betroffen sind hier auch Fonds mit Ausschüttungen im laufenden Geschäftsjahr, bspw. iShares-Fonds mit irischem Domizil) und somit ausschüttungsgleiche Erträge generieren, sind nicht "steuereinfach" - in diesen Fällen müssen die ausgewiesenen Erträge per Steuererklärung in den jeweiligen Jahren angegeben werden und im Falle einer späteren Veräußerung verrechnet, bzw. als schon versteuert nachgewiesen werden (ansonsten bestünde die Gefahr einer Doppelbesteuerung).
  • Ausländische Fonds, die ihre zum Geschäftsjahresende vollständig thesaurierten Erträge mittels Swap-Vereinbarungen verrechnen können (also keine ausschüttungsgleiche Erträge ausweisen), sind wiederum "steuereinfach" - sämtliche Erträge werden erst nachgelagert bei Veräußerung besteuert, somit besteht bei diesen Fonds keine Gefahr einer Doppelbesteuerung. Aufgrund der nachgelagerten Besteuerung entsteht ggf. ein Renditevorteil durch den Zinseszinseffekt, der aber gleichzeitig durch eine Nichtanrechnung der Quellensteuer wieder aufgehoben werden dürfte (Quelle).
  • Anleger sollten zwecks Ausschöpfung des Sparerpauschbetrages zu Beginn Anlagefonds auswählen, deren jährliche Erträge in Form von Ausschüttungen oder ausschüttungsgleichen Erträgen steuerlich geltend gemacht werden müssen - bei Nichtausnutzung des Pauschbetrages würde dieser nämlich einfach verfallen.
  • Anleger sollten bei ausländischen Fonds die jährlichen Steuerbescheinigungen der depotführenden Institute mittels der Angaben im Bundesanzeiger auf Fehler gegenkontrollieren.
  • Anleger sollten bei Depotüberträgen darauf achten, dass die Anschaffungsdaten von Altbeständen aus den Jahren vor 2009 korrekt übermittelt werden und somit eine fehlerhafte Besteuerung bei späterer Veräußerung vermieden wird.
  • Möchte man zukünftigen Imponderabilien bezüglich der steuerlichen Handhabung ausländischer Fonds, potenziellen Doppelbesteuerungen und etwaigen Nachkontrollen per Bundesanzeiger aus dem Wege gehen, muss man sich im Endeffekt auf Fonds beschränken, die ein deutsches Domizil vorweisen.

Übersicht Besteuerung von Investmentfonds
Erweiterung: FAQ - Übersicht Besteuerung von Investmentfonds
Papierkrieg in Abgeltungsteuerzeiten - Ausländische Thesaurierer
Steuer bei ausländischen thesaurierenden Fonds
Ausländische Thesaurierer auf den Steuerbescheinigungen der Banken
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Kurze Anleitung: steuereinfache Fonds/ETF selbst finden
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Der Altverluste-Thread, Verlustpuffer, Altverluste Neuverluste
Anschaffungsdaten bei Depotübertrag von Altbeständen
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Der elektronische Bundesanzeiger und die Veröffentlichung von Besteuerungsgrundlagen
Bundesanzeiger
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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: Gestern, 18:16


#5 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 08. Dezember 2010 - 05:35

Aktienportfoliostrukturierungen mittels Regionenallokationen

Sein Risiko bei der Aktienanlage zu streuen, ist wichtig - aber wie eigentlich?

Zwecks Diversifikation und unterschiedlicher Korrelationseigenschaften dürfte eine Aufteilung des Aktiendepots auf verschiedene Regionen der Welt sinnvoll sein (Vermeidung eines "Home Bias"). Es existieren unterschiedliche Ansätze, mittels derer die Weltaktienregionen (Europa, Nordamerika, Asien/Pazifik, Emerging Markets, Frontier Markets) zueinander gewichtet werden und das vorhandene Vermögen diesen Anteilen entsprechend aufgeteilt wird.

Innerhalb der einzelnen Regionen wird in aller Regel die Marktkapitalisierung abgebildet, weil zur Abdeckung jeder Region prinzipiell ein ETF auf einen einzelnen Aktienindex ausreicht und die marktbreiten Benchmark-Indizes die Gewichtungen der enthaltenen Aktien traditionell nach Marktkapitalisierung (= Produkt aus dem Kurs und der gesamten Anzahl der frei im Umlauf befindlichen Anteile des Unternehmens) vornehmen.
Bei den MSCI-Standard Indizes erfolgt dies mit einer Abdeckung der gesamten Marktkapitalisierung von ca. 85 Prozent - dabei entfallen etwa 70 Prozent auf Large Cap-, die übrigen 15 Prozent auf Mid Cap-Unternehmen. Eine Gesamtabbildung der Marktkapitalisierung durch das Hinzufügen von Small Cap-Anteilen erfolgt bei den Investable Market Indizes (IMI) von MSCI.

MSCI Market Classification

Angehängte Datei  MSCI Global IMI Methodology.pdf (1,21MB)
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Angehängte Datei  Home Bias Forschungsbericht.pdf (135,12K)
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Gewichtung der Weltaktienregionen gemäß anteiliger Marktkapitalisierung (KAP)

Der MSCI All Country World Index (ACWI) ist ein auf den Streubesitz von etwas mehr als 2.400 Unternehmen basierender Index, der die Wertentwicklung der Aktienmärkte in entwickelten Ländern und Schwellenländern weltweit messen soll. Er setzt sich aus 46 Länderindizes zusammen, davon jeweils die Hälfte aus entwickelten Märkten (MSCI World) und aus Schwellenmärkten (MSCI Emerging Markets). Im MSCI ACWI stellen sich die Gewichtungen der Regionen derzeit annäherungsweise so dar:

50 % MSCI North America (USA, Kanada)
25 % MSCI Europe
12 % MSCI Pacific (Japan, Australien, Hongkong, Singapur, Neuseeland)
13 % MSCI Emerging Markets

In vereinfachter Form:

87 % MSCI World
13 % MSCI Emerging Markets

Im MSCI World sind 23 Länderindizes mit ca. 1.600 Unternehmen vertreten: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien und als Hauptvertreter die USA.

Der MSCI Emerging Markets enthält ebenfalls 23 Länderindizes, allerdings nur ungefähr 800 Aktienwerte: Ägypten, Brasilien, Chile, China, Griechenland, Indien, Indonesien, Katar, Kolumbien, Korea, Malaysia, Mexiko, Peru, Philipinen, Polen, Russland, Südafrika, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Im MSCI ACWI IMI Index sind als Ergänzung zum MSCI ACWI zusätzlich Wertpapiere aus dem Segment Small Caps vertreten. Er beinhaltet mehr als 9.000 Aktienwerte - die Zusammensetzung der Länderindizes ist identisch zum MSCI All Country World Index.

Gewichtung der Weltaktienregionen gemäß Anteil am Weltbruttoinlandsprodukt (BIP)

2008 erschien eine Studie von Heiko Jacobs, Sebastian Müller und Martin Weber, die einer Gewichtung der Aktien-Portfoliobestandteile nach Anteilen am Bruttoinlandsprodukt den Vorzug gibt (und im ARERO-Fonds umgesetzt wird). Eine realwirtschaftliche Gewichtung lieferte anhand der Studie statistisch signifikant bessere Ergebnisse als der traditionelle prozyklische Marktkapitalisierungsansatz.

Angehängte Datei  behavioral-finance-group_band17.pdf (726,67K)
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Erkennbar machen das die Performancewerte der Jahre 1988 bis 2009 - der MSCI ACWI GDP (Gewichtung nach Bruttoinlandsprodukten) entwickelte sich deutlich besser als der MSCI ACWI (Gewichtung nach Marktkapitalisierung). Die Prozyklik im Marktkapitalisierungsansatz sorgte zeitweilig für sehr hohe Anteile von japanischen Aktienwerten und durch die dortige Baisse Ende der 80er Jahre für entsprechende Renditeeinbußen. Zusätzlich wurde beim MSCI ACWI GDP das höhere systematische Risiko durch höhere Schwellenländeranteile entlohnt.

Angehängte Datei  RB_GDP_weighted_asset_allocation updated.pdf (272,68K)
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Angehängte Grafik: Unbenannt-2.jpg

Die aktuelle Zusammensetzung des zugrunde liegenden MSCI All Country World Index GDP (Quellen: supertobs und sparfux):

Angehängte Grafik: index.png
© supertobs

Alternative Gewichtungsmethoden

Da die Verwendung der traditionellen Indizes nach Marktkapitalisierung teilweise kritisch betrachtet wird, existieren mittlerweile alternative Aktienbenchmarks, die einzelne Aktien beispielsweise gleichwertig, nach Dividende, betrieblichen Fundamentalindikatoren oder statistischen Eigenschaften gewichten.

Aktienindizes: alternative Gewichtungsmethoden im Vergleich
Noch mehr alternative Indizes im Check

Angehängte Datei  alternative-indexing-approaches-german.pdf (518,89K)
Anzahl der Downloads: 222
Angehängte Datei  SSRN-id2242028.pdf (1,35MB)
Anzahl der Downloads: 103
Angehängte Datei  SSRN-id2242034.pdf (901,02K)
Anzahl der Downloads: 85
Angehängte Datei  ETF and index development.pdf (547,88K)
Anzahl der Downloads: 74

Gewichtungen nach Equal-Weight (EW)

Equally Weighted ETF (bspw. von db x-trackers und Ossiam) investieren in alle Aktien des jeweiligen zugrunde liegenden Index. Allerdings werden die Wertpapiere nicht wie im Basisindex nach Marktkapitalisierung gewichtet - stattdessen besitzt jedes Unternehmen den gleichen Anteil am Portfolio. Somit ergibt sich ein verändertes Gewicht in den verschiedenen Marktsektoren, zudem bekommen kleinere Unternehmen aus den Indizes ein deutlich stärkeres Gewicht.

Equal Weight Index Funds and the Sin of Portfolio Management
Equal Weighted Indices

Angehängte Datei  Behind the performance of Equally Weighted Indices.pdf (305,88K)
Anzahl der Downloads: 135
Angehängte Datei  Equal Weight Indizes.pdf (136,76K)
Anzahl der Downloads: 107
Angehängte Datei  edhec-working-paper-equal-weighted-portfolio_1333526543490.pdf (2,91MB)
Anzahl der Downloads: 159
Angehängte Datei  Demystifying_Equal_Weighting.pdf (709,84K)
Anzahl der Downloads: 62

Gewichtungen nach fundamentalen Kriterien (RAFI)

Beim "Research Affiliates Fundamental Indexing" (RAFI) werden die Aktien anhand von Cashflow, Umsatz, Dividenden und Buchwert ausgewählt und gewichtet. Einmal pro Jahr werden die Gewichtungen der Aktien in den Fonds neu festgelegt (bspw. von Lyxor und PowerShares).

Research Affiliates Publications
Fundamental Indexing

Angehängte Datei  Fundamental Index Methodology.pdf (563,87K)
Anzahl der Downloads: 133
Angehängte Datei  Ground Rules For The Management Of The FTSE RAFI Index Series.pdf (237,63K)
Anzahl der Downloads: 223
Angehängte Datei  SSRN-id2088515.pdf (3,21MB)
Anzahl der Downloads: 289
Angehängte Datei  Neuartige Gewichtungsmethoden.pdf (423,21K)
Anzahl der Downloads: 166

Gewichtungen nach Risk-Weight (RW)

Die Gewichtung der einzelnen Aktien in den Risk Weighted-Indizes erfolgt unter Beachtung des Risikoprinzips, d. h. Aktien mit geringerer Volatilität werden stärker gewichtet - UBS und Lyxor bieten entsprechende ETF.

Angehängte Datei  MSCI_ACWI_Risk_Weighted_Index.pdf (661,18K)
Anzahl der Downloads: 171

Bei den Minimum-Variance-Indizes wird bei der Zusammenstellung des Indexportfolios häufig noch zusätzlich darauf geachtet, dass die Korrelation der Aktien untereinander gering ist - bspw. in ETF von iShares, Ossiam und SPDR.

Gewichtungen nach Währungsräumen

Je umfangreicher man in Aktien investiert, die in anderen Währungszonen notiert sind, desto ausgeprägter werden die damit verbundenen Währungsrisiken. Würde man sein Aktiendepot bspw. durch eine Mischung aus einem USD-lastigen MSCI World-ETF und einem MSCI Emerging Markets-ETF gestalten, so wäre der eigene Währungsraum mit dem Euro stark unterrepräsentiert. Der EUR/USD-Wechselkurs kann bei kürzeren Anlagehorizonten einen recht großen Risikofaktor für die Depotperformance darstellen. Auch die Währungen der Schwellenländer sind ein gewisses Risiko, da sie sehr volatil sind - aufgrund ihrer breiten Diversifizierung wird das Problem allerdings etwas abgeschwächt. Bei Langfristanlagen dürfte ein Ausgleich der Währungsunterschiede durch die Regression zum Mittelwert stattfinden (Mean-Reversion-Effekt).

Abhängig vom eigenen Anlagehorizont sollte man also gegebenenfalls eine moderate Euro-Übergewichtung in sein Depot einbauen, bspw. durch einen zusätzlichen ETF aus der Eurozone (EURO STOXX oder MSCI EMU). Als Alternative kämen währungsgesicherte (hedged) ETF in Frage, die mittlerweile durch erste Anbieter emittiert werden.
Völlig unerheblich ist es hingegen, in welcher Währung die Fonds selbst notiert sind (MSCI World ETF in USD oder in EUR?).

Übergewichtung des Euro-Währungsraums sinnlos?

Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienrenditen

Einige Studien raten Anlegern, die an langfristigen Investitionen interessiert sind, Entscheidungen über ihre Vermögensallokation nicht lediglich anhand von Wirtschaftswachstumsprognosen zu treffen. Ihre Analyse zeigt, dass die durchschnittliche länderübergreifende Korrelation zwischen dem langfristigen Wachstum des Bruttoinlandproduktes und langfristigen Aktienerträgen effektiv null ist. Es wird nachgewiesen, dass dieses unerwartete Ergebnis in den vergangenen 100 Jahren für alle bedeutenden Aktienmärkte sowie in den vergangenen Jahrzehnten auch für die Märkte in Schwellenländern gültig ist.

Bei einer Gewichtung der Regionen nach Weltbruttoinlandsproduktdaten als Basis zur Portfolio-Gewichtung kann es daher zu zukünftigen Fehlentscheidungen kommen, weil aufgrund dieser Gewichtung einer Länderallokation der Vorrang gegeben wird und dadurch Unternehmen, die zwar die entsprechende BIP-Leistung erwirtschaftet aber ihren Sitz in einem anderen Land haben, untergewichtet werden könnten (siehe Grafik vom MSCI ACWI).
Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil der Schwellenländer am globalen BIP 2020 bei ca. 50 Prozent und 2030 bei ca. 60 Prozent liegen wird (Quelle: morningstar.de). Aufgrund dieses enormen zukünftigen Wachstums der jetzigen Emerging Markets könnte es zu einer ausgeprägten Übergewichtung derselben kommen. Hinzu kommt die demographische Entwicklung und das bisher vergleichsweise geringe BIP pro Kopf in den EM.

Angehängte Grafik: QwiC08L.png
Quelle: Economic Exposure Indices

Weltdepot - Was ist der beste Mix?
Emerging Markets ...und warum ich nichts davon halte
Warum kein 70/30 Emerging-Markets/Welt-Aktien Welt-Portfolio?

Angehängte Datei  Global Evidence On The Equity Risk Premium.pdf (208,27K)
Anzahl der Downloads: 145
Angehängte Datei  IEMGER_092010-1.pdf (425,84K)
Anzahl der Downloads: 79
Angehängte Datei  MSCIGlobal Equity Allocation.pdf (2,31MB)
Anzahl der Downloads: 118
Angehängte Datei  121019_built_to_last_MSCI-paper.pdf (707,63K)
Anzahl der Downloads: 93
Angehängte Datei  1284142322.pdf (130,09K)
Anzahl der Downloads: 131

Eine Tabelle mit Performancewerten unterschiedlicher regionaler Index-Gewichtungen inkl. jährlichem Rebalancing:

Angehängte Grafik: post-8434-0-28428600-1409827622_thumb.png
© otto03

Langfristige Renditen einzelner MSCI-Indizes lassen sich hier vergleichen: MSCI Index Performance

Im Bogleheads-Forum findet sich ein Backtesting-Spreadsheet für unterschiedliche Depotvarianten: Spreadsheet for backtesting

Zwecks Analyse eigener Depotentwürfe bietet sich das "Instant X-Ray" aus den Morningstar Fonds Tools an:

Morningstar Instant X-Ray
Basteln mit Morningstar Instant X-Ray

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 17. Dezember 2014 - 00:01


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Geschrieben 17. Dezember 2010 - 23:14

Aktienportfoliostrukturierungen mittels Branchenallokationen

Durch die Globalisierung wachsen die Güter-, Arbeits- und Finanzmärkte zusammen. Folglich schwindet die Erklärungskraft länderspezifischer Faktoren, was sich vor allem an der wachsenden Bedeutung der transnationalen Unternehmen zeigt - das Diversifikationspotenzial sinkt entsprechend. Da branchenspezifische Faktoren im Gegenzug an Bedeutung gewinnen, erhöht dies die Chance, über den Branchenansatz die Vorzüge der Diversifikation zu nutzen. Da zu erwarten ist, dass dieser Trend auch zukünftig anhält, könnte ein Portfolio unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten über die Branchenallokation besser als über den Länderansatz optimiert werden.

Als Beispiel die Sektorengewichtung beim MSCI World-Index (Developed Markets):

Angehängte Grafik: msciworld.JPG

Schaut man sich an, welche Branchen in der Vergangenheit die besten annualisierten Renditen erwirtschaftet haben (Quelle: Datastream), so kommt man für den Zeitraum Januar 1995 bis Dezember 2009 auf folgendes Ergebnis (die entsprechenden Risikowerte stehen in Klammern):

Energie 12,3 % (20,0 %)
Gesundheit 9,7 % (18,6 %)
Klassischer Konsum 9,0 % (14,5 %)
Grundstoffe 7,9 % (21,3 %)
Informationstechnologie 7,9 % (35,7 %)
Versorger 7,8 % (17,3 %)
MSCI ACWI 6,1 % (19,1 %)
Telekommunikation 5,6 % (26,0 %)
Industrie 5,0 % (19,9 %)
Finanzen 4,9 % (21,4 %)
Zyklischer Konsum 4,5 % (19,6 %)

Lyxor und db x-trackers haben mittlerweile ETF-Produkte herausgebracht, die einzelne Branchen des MSCI World abbilden. ComStage, db x-trackers, Lyxor, iShares und SPDR emittieren entsprechende Branchen-Pendants des STOXX Europe 600 bzw. des MSCI Europe - db x-trackers hat zudem Branchenfonds aus dem Bereich des MSCI Emerging Markets im Angebot.

BIP-Gewichtung der Branchen sinnvoll?

Angehängte Datei  PortfolioPraxis-Portfoliooptimierung-in-der-Praxis.pdf (1,85MB)
Anzahl der Downloads: 2479

Value- oder Growth-Branchen?

Benjamin Graham und David L. Dodd legten bereits 1934 mit ihrem Buch "Security Analysis" den Grundstein des heute bekannten Value-Investings. Das Prinzip des Value oder wertorientierten Ansatzes ist leicht erklärt: anhand von Bilanzkennzahlen wird der "innere" oder "faire" Substanzwert eines Unternehmens ermittelt. Liegt der aktuelle Marktwert des Unternehmens (Börsenkurs multipliziert mit der Anzahl der emittierten Aktien) im Verhältnis zum Substanzwert sehr niedrig, erscheint die Aktie nach der Value-Strategie kaufenswert.

Ein wachstumsorientierter Growth-Investitionsstil rückt die Zukunft näher in den Vordergrund. Nicht die heute vorhandenen Werte machen hier den Reiz einer Aktie aus, sondern die Hoffnung auf ein überdurchschnittliches, zukünftiges Umsatz- und Gewinnwachstum. Die beiden Investmentstile implizieren eine unterschiedliche Branchenausrichtung - der Growth-Stil konzentriert sich stärker auf Wachstumsbranchen, während der Value-Stil auf eher reifere Branchen fokussiert ist.

Im historischen Kontext betrachtet war der Value-Ansatz sowohl aus Rendite- als auch aus Risikogesichtspunkten langfristig überlegen. Es waren allerdings immer wieder Phasen zu beobachten, in denen der Wachstumsansatz deutlich höhere Renditen erwirtschaftete. Ein Kernportfolio sollte daher sowohl den Value- als auch den Growth-Stil beinhalten (Blend- oder GARP-Ansatz).

Angehängte Datei  ff_growthvalue.pdf (780,45K)
Anzahl der Downloads: 98
Angehängte Datei  The_Cross-Section_of_Expected_Stock_Returns.pdf (1,96MB)
Anzahl der Downloads: 54
Angehängte Datei  SSRN-id806664.pdf (104,57K)
Anzahl der Downloads: 77
Angehängte Datei  The_Value_Premium_and_the_CAPM.pdf (264,68K)
Anzahl der Downloads: 103
Angehängte Datei  Value oder Growth.pdf (695,1K)
Anzahl der Downloads: 612

Beispiele für Depots aus Einzelwerten unterschiedlicher Branchen finden sich hier:

AKTIEN-PORTFOLIO - Qualität zum günstigen Preis
Kernportfolio aus Bluechip-Einzelaktien / marktnah / langfristig
Einzelaktiendepot
Schinderhannes' Langfristaktiendepot
Der Futtertrog der Dividendensau
Schlaftablettes Depot
Langfristiges Value/Dividenden Portfolio
Seppels Depot
Depot/Zins&Dividende/Transaktionen
Hamsterrad Depot

Zum Thema Einzelwertedepots vs. breite Diversifikation:

Analyse der Renditeverteilung bei einer stochastischen Auswahl von n-Tupel im deutschen Anlageuniversum im Zeitraum t
Die Anti-Strategie (rein zufällig investieren)?
Kleinanleger: Kleines Aktiendepot vs. Passives Investieren
Investitionsentscheidung: Wechsel von ETFs auf Aktien
The 15-Stock Diversification Myth

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 13. Dezember 2014 - 14:26


#7 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 18. Dezember 2010 - 11:19

ETF für Aktien

kursiv = ETF mit deutschem Domizil und somit dauerhaft ohne steuerlichen Mehraufwand (auch unter Berücksichtigung zukünftiger Imponderabilien)

Einige Kapitalanlagegesellschaften, wie db x-trackers, Source und Deka, weisen OTC-Swap-Transaktionskosten aus, die in die Gesamtkostenquote (TER) einberechnet wurden.

Global (Developed Markets)

db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1C (IE00BJ0KDQ92) TER 0,19 % (physisch - thesaurierend)
ComStage MSCI World TRN UCITS ETF I (LU0392494562) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares Core MSCI World UCITS ETF (IE00B4L5Y983) TER 0,20 % (physisch - thesaurierend)
UBS - MSCI World UCITS ETF A (LU0340285161) TER 0,30 % (physisch - ausschüttend)
HSBC MSCI World UCITS ETF (DE000A1C9KL8) TER 0,35 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
Amundi ETF MSCI World UCITS ETF - EUR (FR0010756098) TER 0,38 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C (LU0274208692) TER 0,45 % (synthetisch - thesaurierend)
Lyxor UCITS ETF MSCI World (FR0010315770) TER 0,45 % (synthetisch - ausschüttend)
Source MSCI World UCITS ETF (IE00B60SX394) TER 0,45 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) (IE00B0M62Q58) TER 0,50 % (physisch - ausschüttend)

db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 4C (EUR hedged) (LU0659579733) TER 0,52 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI World Monthly EUR Hedged (DE000A1H53Q8) TER 0,55 % (hedged - physisch - thesaurierend - Domizil Irland)

Global (Developed Markets und Emerging Markets)

SPDR MSCI ACWI UCITS ETF (IE00B44Z5B48) TER 0,40 % (physisch - thesaurierend)
SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (IE00B3YLTY66) TER 0,40 % (physisch - thesaurierend)
Lyxor UCITS ETF MSCI All Country World C-EUR (FR0011079466) TER 0,45 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI AC World Index UCITS ETF (DR) 1C (IE00BGHQ0G80) TER 0,50 % (physisch - thesaurierend)
iShares MSCI ACWI UCITS ETF (DE000A1JS9A4) TER 0,60 % (physisch - thesaurierend - Domizil Irland)

Nordamerika

ComStage MSCI North America TRN UCITS ETF I (LU0392494992) TER 0,25 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI North America UCITS ETF (DE000A0J2060) TER 0,40 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

db x-trackers MSCI USA Index UCITS ETF (DR) 1C (IE00BJ0KDR00) TER 0,07 % (physisch - thesaurierend)
ComStage MSCI USA TRN UCITS ETF I (LU0392495700) TER 0,10 % (synthetisch - thesaurierend)
UBS - MSCI USA UCITS ETF A (LU0136234654) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
Amundi ETF MSCI USA UCITS ETF (FR0010688275) TER 0,28 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI USA Index UCITS ETF 1C (LU0274210672) TER 0,30 % (synthetisch - thesaurierend)
Deka MSCI USA UCITS ETF (DE000ETFL268) TER 0,30 % (physisch - ausschüttend)
HSBC MSCI USA UCITS ETF (DE000A1C22K7) TER 0,30 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
Lyxor UCITS ETF MSCI USA - D (FR0010296061) TER 0,30 % (synthetisch - ausschüttend)
Source MSCI USA UCITS ETF (IE00B60SX170) TER 0,30 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI USA UCITS ETF (DE000A1H53M7) TER 0,33 % (physisch - thesaurierend - Domizil Irland)
iShares MSCI USA - B UCITS ETF B (IE00B52SFT06) TER 0,33 % (physisch - thesaurierend)

Source S&P 500 UCITS ETF (DE000A1JM6F5) TER 0,05 % (synthetisch - thesaurierend - Domizil Irland)
UBS - S&P 500 SF UCITS ETF (USD) A-acc (IE00B4JY5R22) TER 0,05 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares Core S&P 500 UCITS ETF (IE00B5BMR087) TER 0,07 % (physisch - thesaurierend)
HSBC S&P 500 UCITS ETF (DE000A1C22M3) TER 0,09 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR S&P 500 UCITS ETF (IE00B6YX5C33) TER 0,09 % (physisch - ausschüttend)
ComStage S&P 500 UCITS ETF I (LU0488316133) TER 0,12 % (synthetisch - thesaurierend)
Amundi ETF S&P 500 UCITS ETF (FR0010892224) TER 0,15 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers S&P 500 UCITS ETF 1C (LU0490618542) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
UBS - S&P 500 UCITS ETF (USD) A-dist (IE00B7K93397) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
iShares S&P 500 UCITS ETF (Dist) (IE0031442068) TER 0,40 % (physisch - ausschüttend)

Source S&P 500 UCITS ETF EUR Hedged (IE00BRKWGL70) TER 0,15 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers S&P 500 UCITS ETF 3C (LU0490619193) TER 0,30 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)
iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1H53N5) TER 0,45 % (hedged - physisch - thesaurierend - Domizil Irland)

Zwecks Kostensenkung und um die Auswahl an Fonds zu vergrößern, liesse sich der MSCI North America-Index (mit ca. 700 enthaltenen Werten) durch einen MSCI USA-Index (ca. 600 Aktienwerte) oder durch einen S&P 500-Index ersetzen. Nachteilig wäre dabei der Verzicht auf Kanada, dessen Anteil am MSCI North America allerdings nur ca. 8 % ausmacht.

Europa

Amundi ETF STOXX Europe 600 UCITS ETF (FR0010791004) TER 0,18 % (synthetisch - ausschüttend)
Source STOXX Europe 600 UCITS ETF (IE00B60SWW18) TER 0,19 % (synthetisch - thesaurierend)
ComStage STOXX Europe 600 NR UCITS ETF (LU0378434582) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers STOXX Europe 600 UCITS ETF (DR) 1C (LU0328475792) TER 0,20 % (physisch - thesaurierend)
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) (DE0002635307) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)

UBS - MSCI Europe UCITS ETF A (LU0446734104) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
ComStage MSCI Europe TRN UCITS ETF I (LU0392494646) TER 0,25 % (synthetisch - thesaurierend)
Amundi ETF MSCI Europe UCITS ETF (FR0010655696) TER 0,28 % (synthetisch - ausschüttend)
db x-trackers MSCI Europe Index UCITS ETF (DR) 1C (LU0274209237) TER 0,30 % (physisch - thesaurierend)
Deka MSCI Europe UCITS ETF (DE000ETFL284) TER 0,30 % (physisch - ausschüttend)
HSBC MSCI Europe UCITS ETF (DE000A1C22L5) TER 0,30 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
Lyxor UCITS ETF MSCI Europe (FR0010261198) TER 0,30 % (synthetisch - ausschüttend)
Source MSCI Europe UCITS ETF (IE00B60SWY32) TER 0,30 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI Europe UCITS ETF (Acc) (DE000A0YBR20) TER 0,33 % (physisch - thesaurierend - Domizil Irland)
SPDR MSCI Europe (SM) UCITS ETF (IE00BKWQ0Q14) TER 0,34 % (physisch - thesaurierend)
iShares MSCI Europe UCITS ETF (Inc) (DE000A0M5X28) TER 0,35 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Bei der Verwendung vom STOXX Europe 600-Index käme man in den Genuß einer breiteren Aufstellung gegenüber dem MSCI Europe-Index (ca. 450 enthaltene Werte).

Eurozone

iShares EURO STOXX UCITS ETF (DE) (DE000A0D8Q07) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)

UBS - MSCI EMU UCITS ETF A (LU0147308422) TER 0,23 % (physisch - ausschüttend)
Amundi ETF MSCI EMU UCITS ETF (FR0010655688) TER 0,25 % (synthetisch - ausschüttend)
ComStage MSCI EMU TRN UCITS ETF I (LU0392494729) TER 0,25 % (synthetisch - thesaurierend)
SPDR MSCI EMU UCITS ETF (IE00B910VR50) TER 0,25 % (physisch - thesaurierend)
iShares MSCI EMU UCITS ETF B (IE00B53QG562) TER 0,33 % (physisch - thesaurierend)
Lyxor UCITS ETF MSCI EMU (FR0007085501) TER 0,35 % (synthetisch - ausschüttend)

Der EURO STOXX-Index bietet eine etwas breitere Aufstellung (ca. 300 Werte) gegenüber dem MSCI EMU-Index (ca. 240 Werte).

Pazifik

ComStage MSCI Pacific TRN UCITS ETF I (LU0392495023) TER 0,45 % (synthetisch - thesaurierend)

iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF (DE000A0YBR53) TER 0,20 % (physisch - thesaurierend - Domizil Irland)
ComStage MSCI Japan TRN UCITS ETF I (LU0392495452) TER 0,25 % (synthetisch - thesaurierend)
UBS - MSCI Japan UCITS ETF A (LU0136240974) TER 0,35 % (physisch - ausschüttend)
HSBC MSCI Japan UCITS ETF (DE000A1C0BD3) TER 0,40 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
Amundi ETF MSCI Japan UCITS ETF (FR0010688242) TER 0,45 % (synthetisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF Japan (Topix) (FR0010245514) TER 0,45 % (synthetisch - ausschüttend)
Source MSCI Japan UCITS ETF (IE00B60SX287) TER 0,45 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares Core MSCI Japan - B UCITS ETF (Acc) B (IE00B53QDK08) TER 0,48 % (physisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI Japan Index UCITS ETF (DR) 1C (LU0274209740) TER 0,50 % (physisch - thesaurierend)
Deka MSCI Japan UCITS ETF (DE000ETFL300) TER 0,50 % (physisch - ausschüttend)
iShares MSCI Japan UCITS ETF (Inc) (DE000A0DPMW9) TER 0,59 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

UBS - MSCI Japan 100% hedged to EUR UCITS ETF (EUR) A-acc (LU0950672476) TER 0,45 % (hedged - physisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI Japan Index UCITS ETF (DR) 4C (EUR hedged) (LU0659580079) TER 0,60 % (hedged - physisch - thesaurierend)
iShares MSCI Japan EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1H53P0) TER 0,64 % (hedged - physisch - thesaurierend - Domizil Irland)

Um die Pazifik-Region komplett abzubilden, müsste man auf den ComStage MSCI Pacific ETF zurückgreifen - alternativ könnte man sich aufgrund des hohen Japan-Anteils am MSCI Pacific (ca. 62 %) auf einen MSCI Japan-Indexfonds beschränken (mit Verzicht auf Australien, Hongkong, Singapur und Neuseeland).

Emerging Markets

Amundi ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF - EUR (FR0010959676) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
ComStage MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF (LU0635178014) TER 0,25 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66) TER 0,25 % (physisch - thesaurierend)
SPDR MSCI Emerging Markets ETF (IE00B469F816) TER 0,42 % (physisch - thesaurierend)
UBS - MSCI Emerging Markets UCITS ETF A (LU0480132876) TER 0,45 % (physisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF MSCI Emerging Markets (FR0010429068) TER 0,55 % (synthetisch - thesaurierend)
HSBC MSCI Emerging Markets UCITS ETF (DE000A1JXC94) TER 0,60 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Acc) (DE000A0YBR46) TER 0,68 % (physisch - thesaurierend - Domizil Irland)
iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist) (IE00B0M63177) TER 0,75 % (physisch - ausschüttend)
db x-trackers MSCI Emerging Markets Index UCITS ETF 1C (LU0292107645) TER 0,85 % (synthetisch - thesaurierend)
Source MSCI Emerging Markets UCITS ETF (DE000A1JM6G3) TER 1,05 % (synthetisch - thesaurierend - Domizil Irland)
Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF (DE000ETFL342) TER 1,40 % (synthetisch - thesaurierend)

Frontier Markets

Frontier Markets (auch New Emerging Markets (NEMA)) sind Länder, die in ihrer Wirtschaftsentwicklung ein hohes Wachstum aufweisen, jedoch noch nicht den Stand eines Emerging Market erreicht haben. Frontier Markets stehen sozusagen an der Grenze zu einem Emerging Market. Darunter lassen sich Länder aus Asien, Afrika, dem Mittleren Osten (MENA), Lateinamerika und Osteuropa zusammenfassen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Frontier Markets gegenüber den Emerging Markets in ihrer Wirtschaftsentwicklung um ca. 20 Jahre zurückliegen.

RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index UCITS ETF (LU0667622202) TER 0,90 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers S&P Select Frontier UCITS ETF 1C (LU0328476410) TER 1,65 % (synthetisch - thesaurierend)

Der MSCI Frontier Markets Index umfasst ca. 120 Aktienwerte aus 24 Ländern: Argentinien, Bahrain, Bangladesch, Bulgarien, Estland, Jordanien, Kasachstan, Kenia, Kroatien, Kuwait, Libanon, Litauen, Marokko, Mauritius, Nigeria, Oman, Pakistan, Rumänien, Serbien, Slowenien, Sri Lanka, Tunesien, Ukraine und Vietnam.
Der S&P Select Frontier Index konzentriert sich dagegen auf ausgesuchte Frontier Markets - stark vertreten sind Argentinien (29 %), Kuwait (13 %), Nigeria (12 %) und Pakistan (10 %).

Investition in Frontier Markets mit ETFs
In Frontier Markets investieren

Small Cap

Small Cap-Fonds könnten bei größeren Anlagesummen hinzugemischt werden, um eine breitere Diversifizierung und eine zusätzliche Renditekomponente zu bekommen:

SPDR MSCI World Small Cap UCITS ETF (IE00BCBJG560) TER 0,45 % (physisch - thesaurierend)

ComStage MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496005) TER 0,35 % (synthetisch - thesaurierend)
iShares MSCI USA Small Cap UCITS ETF B (IE00B3VWM098) TER 0,43 % (physisch - thesaurierend)
iShares S&P Small Cap 600 UCITS ETF (DE000A0RFEB1) TER 0,40 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

ComStage MSCI Europe Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496344) TER 0,35 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers MSCI Europe Small Cap Index UCITS ETF (DR) (LU0322253906) TER 0,40 % (physisch - thesaurierend)
SPDR MSCI Europe Small Cap UCITS ETF (IE00BKWQ0M75) TER 0,40 % (physisch - thesaurierend)

UBS - MSCI EMU Small Cap UCITS ETF A (LU0671493277) TER 0,33 % (physisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF MSCI EMU SMALL CAP (FR0010168773) TER 0,40 % (synthetisch - ausschüttend)
iShares MSCI EMU Small Cap UCITS ETF (IE00B3VWMM18) TER 0,58 % (physisch - thesaurierend)

iShares MSCI Japan Small Cap UCITS ETF (Dist) (IE00B2QWDY88) TER 0,58 % (physisch - ausschüttend)

SPDR MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF (IE00B48X4842) TER 0,55 % (physisch - thesaurierend)
iShares MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF (DE000A0YBR04) TER 0,74 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

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STOXX Indizes
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#8 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 12. Januar 2011 - 08:06

ETF für Pfandbriefe und Anleihen

kursiv = ETF mit deutschem Domizil und somit dauerhaft ohne steuerlichen Mehraufwand (auch unter Berücksichtigung zukünftiger Imponderabilien)

Pfandbriefe

Ein Pfandbrief ist eine Anleiheform, deren Deckung auf Grundstücke oder Immobilien beruht. Pfandbriefe werden von Hypothekenbanken, Schiffsbanken und einigen öffentlich-rechtlichen Emittenten herausgegeben. Die Hauptgeschäftstätigkeit besteht darin, Immobilien zu beleihen und durch die erworbenen Hypothekenrechte Pfandbriefe auszugeben und dem Bund, den Ländern und Gemeinden Kredit zu gewähren.

Pfandbriefe gelten als sehr sicher. Das liegt nicht zuletzt an den besonderen Sicherheitsregeln, die in dem 1899 entstandenen Hypothekenbankgesetz zusammengefasst sind. Darin sind das so genannte Deckungsprinzip und das Kongruenzprinzip verankert. Das Deckungsprinzip garantiert, dass der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe von mindestens gleichem Zinsbetrag gedeckt sein müssen. Außerdem darf der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe das 60-fache des eingezahlten Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Die Hypothekenbanken müssen zudem darauf zu achten, dass die Laufzeiten aller ausgegebenen Pfandbriefe und der Kredite in etwa übereinstimmen (Laufzeitkongruenz).
Eine Sonderform sind die so genannten Jumbo-Pfandbriefe. Sie unterliegen standardisierten Emissionsbedingungen. So müssen diese Pfandbriefe ein Mindestemissionsvolumen von 1,0 Milliarde Euro haben.

Auf dem europäischen Markt werden Pfandbriefe als Covered Bonds bezeichnet. Pfandbriefe bieten aufgrund ihrer Illiquiditätsprämie in der Regel eine etwas höhere Rendite als Staatsanleihen (bei gleichzeitig höherem Kurschwankungsrisiko) und unterliegen Zinsänderungsrisiken:

Deka iBoxx EUR Liquid Germany Covered Diversified UCITS ETF (DE000ETFL359) TER 0,09 % (physisch - ausschüttend)
iShares Pfandbriefe UCITS ETF (DE0002635265) TER 0,10 % (physisch - ausschüttend)
ComStage iBOXX EUR Germany Covered Capped Overall TR UCITS ETF (LU0488317610) TER 0,12 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx Germany Covered UCITS ETF 1C (LU0321463506) TER 0,15 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx Germany Covered UCITS ETF 1D (LU0962081203) TER 0,15 % (synthetisch - ausschüttend)

Lyxor UCITS ETF EuroMTS Covered Bond Aggregate (FR0010481127) TER 0,17 % (synthetisch - ausschüttend) (Cave: hoher Spanienanteil)
iShares Euro Covered Bond UCITS ETF (DE000A0RFEE5) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
db x-trackers II iBoxx EUR Liquid Covered Index UCITS ETF 1C (LU0820950128) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ist die Interessenvertretung der Pfandbriefbanken in der Bundesrepublik Deutschland - jährlich erscheint dort das Pfandbrief Fact Book.
Die Pfandbriefkurven (Zinsstrukturkurven) bilden die durchschnittlichen Funding-Levels der vdp-Mitgliedsinstitute in den Laufzeiten von 1 bis 15 Jahren ab.

Staatsanleihen der Developed Markets

Staatsanleihen (synonym: Staatsobligationen) sind kurz-, mittel- oder langfristige Anleihen (Schuldverschreibungen), die von der öffentlichen Hand und anderen staatlichen Körperschaften ausgegeben werden. Wie bei jeder anderen Anleihe, besteht auch bei Staatsanleihen ein Adressausfallrisiko. Kommt es zu einem Staatsbankrott, entfallen die Zinszahlungen und Kapitalrückzahlungen der betroffenen Staatsanleihen. Dieses Risiko wird durch Ratingagenturen bewertet. In Abhängigkeit von der Bonität eines Staates und dem Rating muss der betreffende Staat für seine Staatsanleihen einen Risikoaufschlag bezahlen.

Staatsanleihen werden in heimischer Währung oder als Fremdwährungsanleihe ausgegeben. Werden Staatsanleihen in einer Fremdwährung erworben, so müssen zusätzlich zur Rendite und zum Ausfallsrisiko auch noch die Währungsrisiken (und Währungschancen) beachtet werden. Staatsanleihen in heimischer Währung dienen in vielen Portfolios als liquider Stabilitätsanker in Krisenzeiten, da sie sich bei hoher Bonität des Emittenten durch eine negative Korrelation zum risikobehafteten Portfolioanteil auszeichnen ("Save-haven Status").

Staatsanleihen unterliegen in Abhängigkeit von ihren Laufzeiten Zinsänderungsrisiken. Aufgrund des derzeitigen Niedrigzinsumfeldes sollte man bei Staatsanleihen (wie anfangs schon angesprochen) vorsichtig agieren, ganz speziell bei den Langläufern (> 10 Jahre) - diese besitzen, gemessen an der niedrigen inflationsbereinigten Rendite, höhere Risikoparameter (Standardabweichung und Maximum Drawdown) und somit eine geringere Sharpe Ratio.

Staatsanleihen der Eurozone mit Investment Grade-Rating:

ComStage iBOXX EUR Liquid Sovereigns Diversified Overall TR UCITS ETF (LU0444605645) TER 0,12 % (synthetisch - thesaurierend)
Amundi ETF Govt Bond EuroMTS Broad Investment Grade UCITS ETF (FR0010754192) TER 0,14 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx Sovereigns Eurozone UCITS ETF 1C (LU0290355717) TER 0,15 % (synthetisch - thesaurierend)
Deka iBoxx EUR Liquid Sovereign Diversified 1-10 UCITS ETF (DE000ETFL110) TER 0,15 % (physisch - ausschüttend)
iShares Euro Government Bond Capped 1.5-10.5yr UCITS ETF (DE000A0H0785) TER 0,15 % (physisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF EuroMTS Global Investment Grade DR (FR0010028860) TER 0,17 % (physisch - thesaurierend)
iShares Core Euro Government Bond UCITS ETF (DE000A0YBRZ7) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Höhere Renditen bei gleichzeitig höherem Risiko bieten europäische Staatsanleihen aus bonitätsschwächeren Ländern (Italien, Spanien, Belgien, Irland, Slowakei):

Amundi ETF Govt Bond Lowest Rated EuroMTS Investment Grade UCITS ETF (FR0010892190) TER 0,14 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sovereigns Eurozone Yield Plus UCITS ETF 1C (LU0524480265) TER 0,15 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sovereigns Eurozone Yield Plus UCITS ETF 1D (LU0962071741) TER 0,15 % (synthetisch - ausschüttend)

Wer auf bonitätsschwächere europäische Länder verzichten möchte, dem bieten sich Fonds an, die lediglich Staatsanleihen mit einem Triple-A- oder High Grade-Rating enthalten (Frankreich, Deutschland, Niederlande, Österreich, Finnland, Luxemburg):

Amundi ETF Govt Bond Highest Rated EuroMTS Investment Grade UCITS ETF (FR0010930636) TER 0,14 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx Sovereigns Eurozone AAA UCITS ETF 1C (LU0484969463) TER 0,15 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx Sovereigns Eurozone AAA UCITS ETF 1D (LU0975326215) TER 0,15 % (synthetisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF EuroMTS Highest Rated Macro-Weighted Govt Bond DR (FR0010820258) TER 0,17 % (physisch - ausschüttend)

Der Citigroup Group-of-Seven (G7) Index bietet Zugang zu Staatsanleihen der sieben führenden Industrienationen: USA, Japan, Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Kanada. Die Hauptanteile im Index liegen bei USA mit ca. 35 Prozent und bei Japan mit ca. 25 Prozent. Der Index enthält ausschließlich Staatsanleihen mit Investment Grade und einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr:

iShares Global Government Bond UCITS ETF (DE000A0RM439) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Breiter gefächert ist der Deutsche Bank Global Investment Grade Government Index, der den Großteil des weltweiten Marktes für Staatsanleihen aus 20 Industrieländern abbildet - Schwerpunkte sind auch hier die USA und Japan mit insgesamt ca. 60 Prozent Gewichtungsanteilen. Vom Index abgebildete Anleihen werden in der Landeswährung der jeweiligen Regierung begeben:

db x-trackers II Global Sovereign UCITS ETF 1C (EUR hedged) (LU0378818131) TER 0,25 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II Global Sovereign UCITS ETF 1D (EUR hedged) (LU0690964092) TER 0,25 % (hedged - synthetisch - ausschüttend)
db x-trackers II Global Sovereign UCITS ETF 5C (LU0908508731) TER 0,25 % (unhedged - synthetisch - thesaurierend)

Der Barclays Global Government AAA-AA Capped Bond Index bietet Zugang zu Staatsanleihen in lokaler Währung, die von entwickelten Volkswirtschaften weltweit ausgegeben werden - die Hauptanteile des Portfolios bilden die USA und Deutschland mit jeweils ca. 20 Prozent, desweiteren Frankreich, Großbritannien und Japan mit jeweils ca. 10 Prozent. Die Anleihen haben ein Kredit-Rating der führenden Rating-Agenturen von mindestens Aa3 (Moody’s), AA- (Standard & Poor’s) und/oder AA- (Fitch):

iShares Global AAA-AA Government Bond UCITS ETF (DE000A1J7CM0) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Angehängte Datei  PortfoliotheorieNewsletter162010.pdf (987,48K)
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Angehängte Datei  PortfoliotheorieNewsletter17.pdf (547,53K)
Anzahl der Downloads: 181

Da die jährlichen Fondskosten die Renditen herabsetzen, würden sich Direktinvestments in diesem Bereich anbieten (unter Beachtung der Geld-Brief-Spannen bzw. Spreads). Länder mit einer starken Schuldenkultur und einer Staatsschuldenquote unter 60 % wie Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Australien und Neuseeland kämen dafür infrage. Um eine breitere Streuung zu erreichen, könnten weitere Länder wie die USA, Kanada, Japan, Korea, die Niederlande, Großbritannien, Deutschland oder Österreich beigemischt werden.

Bundeswertpapiere

Wertpapiere des Bundes und seiner Sondervermögen werden als Bundeswertpapiere oder öffentliche Anleihen bezeichnet. Diese dienen zur Finanzierung von Defiziten im Bundeshaushalt und werden durch die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH verwaltet. Bundeswertpapiere liessen sich bei der Finanzagentur mittels eines Schuldbuchkontos gebührenfrei erwerben und verwahren. Leider wurde das Privatkundengeschäft zum Jahresende 2012 eingestellt, so dass nur noch ein gebührenpflichtiger Erwerb über die Börse möglich ist.

Bundeswertpapiere variieren hinsichtlich ihrer Laufzeit und ihrer festen jährlichen Nominalzinssätze (Kupons):

Bundesschatzanweisungen (Schätze) sind mit einer Laufzeit von zwei Jahren die kurzfristig laufendsten Anleihen des Bundes.
Bundesobligationen (Bobls) werden seit 1979 als Staatsanleihen emittiert - sie haben eine Laufzeit von fünf Jahren.
Bundesanleihen (Bunds) werden von der Bundesrepublik Deutschland seit 1952 als Staatsanleihen herausgegeben. Eine Bundesanleihe hat bei Emission eine Laufzeit von 10 bis 30 Jahren.

Der Deutsche Rentenindex misst die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen. Er wird von der Deutschen Börse als Kursindex (REX) und als Performanceindex (REXP) ermittelt.
Der REX besteht aus 30 synthetischen Anleihen mit konstanten Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren und mit je drei Kupontypen: 6 Prozent, 7,5 Prozent und 9 Prozent.
Beim REXP fließen neben den Kursen des REX auch Preisänderungen und Zinserträge in die Berechnung ein. Zur Harmonisierung mit dem deutschen Aktienindex DAX erhielt der REXP am 30. Dezember 1987 eine neue Basis von 100 Punkten.

Angehängte Datei  REX_REXP_I_1_2_d.pdf (44,62K)
Anzahl der Downloads: 89

Fonds mit deutschen Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten und modifizierter Durationen:

db x-trackers II iBoxx Germany UCITS ETF 1D (LU0468896575) TER 0,15 % (synthetisch - ausschüttend)
Deka Deutsche Börse EUROGOV Germany UCITS ETF (DE000ETFL177) TER 0,15 % (physisch - ausschüttend)
iShares eb.rexx Government Germany UCITS ETF (DE0006289465) TER 0,16 % (physisch - ausschüttend)

ComStage iBOXX EUR Sovereigns Germany Capped 5-10 TR UCITS ETF (LU0444606965) TER 0,12 % (synthetisch - thesaurierend)
Deka Deutsche Börse EUROGOV Germany 5-10 UCITS ETF (DE000ETFL201) TER 0,15 % (physisch - ausschüttend)
iShares eb.rexx Government Germany 5.5-10.5yr UCITS ETF (DE0006289499) TER 0,16 % (physisch - ausschüttend)
UBS - Markit iBoxx EUR Germany 5-10 UCITS ETF A (LU0721553518) TER 0,17 % (physisch - ausschüttend)

Der Euro-Bund-Future bezieht sich auf eine synthetische 10-jährige Anleihe der Bundesrepublik Deutschland. Er ist im europäischen Rentenbereich der liquideste und bedeutenste Terminkontrakt und gilt somit als Referenz für den effektiven Zinssatz von 10-jährigen Bundesanleihen. Entsprechende Fonds existieren ungehebelt und gehebelt:

ComStage ETF Commerzbank Bund-Future TR UCITS ETF (LU0508799334) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
ComStage ETF Commerzbank Bund-Future Leveraged TR UCITS ETF (LU0530118024) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
Lyxor UCITS ETF Daily Leveraged Bund (FR0011023654) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)

Unternehmensanleihen der Developed Markets

Unternehmensanleihen oder Corporate Bonds werden von Industrieunternehmen als Alternative zur herkömmlichen Kreditaufnahme bei den Banken emittiert, um die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten oder zu stützen. Abhängig vom Rating und somit von der Bonität des Emittenten gestalten sich die Renditen der Anleihen: Unternehmensanleihen mit erstklassigem Rating weisen eine niedrigere Rendite auf als die mit einem schlechten Rating. Durch eine Rating-Verbesserung während der Laufzeit besteht die Möglichkeit einer Anhebung der Anleihenkurse. Einen Nachteil könnten Zahlungsschwierigkeiten sowie die Insolvenz eines Unternehmens darstellen. Zudem muss während der Laufzeit der Unternehmensanleihen mit einer potenziellen Verschlechterung des Ratings gerechnet werden, wodurch die Kurse fallen können.

Bei Unternehmensanleihen mit Investment Grade (Rating-Codes: AAA bzw. Aaa bis BBB- bzw. Baa3) liegen somit sowohl Zinsänderungsrisiken als auch systematische unternehmerische Ausfallrisiken vor. Sie verhalten sich wie Mischwesen aus Staatsanleihen (Term Risk) und Aktien (Equity Risk) - dadurch korrelieren sie deutlich stärker mit Aktien als Staatsanleihen. Trotzdem brachten Unternehmensanleihen mit Investmentgrade auch über längere Zeiträume nicht zuverlässig höhere Renditen als Staatsanleihen mit Investmentgrade gleicher Laufzeiten:

Amundi ETF Euro Corporates UCITS ETF (FR0010754119) TER 0,16 % (synthetisch - thesaurierend)
Amundi ETF Euro Corporate Ex Financials iBoxx UCITS ETF (FR0011020940) TER 0,16 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Liquid Corporate UCITS ETF 1C (LU0478205379) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Liquid Corporate Non-Financials UCITS ETF 1C (LU0484968655) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
Deka iBoxx EUR Liquid Corporates Diversified UCITS ETF (DE000ETFL375) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
Deka iBoxx EUR Liquid Non-Financials Diversified UCITS ETF (DE000ETFL383) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
iShares Core Euro Corporate Bond UCITS ETF (IE00B3F81R35) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)
iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF (DE0002511243) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Euro Corporate Bond ex-Financials UCITS ETF (DE000A0YEEX4) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
Lyxor UCITS ETF Euro Corporate Bond C (FR0010737544) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
Lyxor UCITS ETF Euro Corporate Bond Ex Financials C (FR0010814236) TER 0,20 % (synthetisch - thesaurierend)
SPDR Barclays Euro Corporate Bond UCITS ETF (IE00B3T9LM79) TER 0,20 % (physisch - ausschüttend)

iShares USD Corporate Bond UCITS ETF (DE000A0DPYY0) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

db x-trackers II iBoxx GBP Liquid Corporate UCITS ETF 1D (LU0675343288) TER 0,20 % (unhedged - synthetisch - ausschüttend)
iShares Markit iBoxx GBP Corporate Bond UCITS ETF (IE00B00FV011) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend)
SPDR Barclays Sterling Corporate Bond UCITS ETF (IE00B4694Z11) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend)

iShares Global Corporate Bond UCITS ETF (DE000A1J7CK4) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Global Corporate Bond EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1W2KG9) TER 0,25 % (hedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Hochzinsanleihen der Developed Markets

Bei High Yield-Anleihen (Unternehmensanleihen ohne Investment Grade) (Rating-Codes: BB+ bzw. Ba1 bis D bzw. Caa3) sind die Zinsänderungsrisiken nicht so ausgeprägt wie bei den Unternehmensanleihen mit Investment Grade: eine hochverzinsliche Anleihe hat eine kürzere Duration als eine gleich lang laufende Anleihe mit einem niedrigeren Kupon, weil die hohen Zinszahlungen die mittlere Anlagedauer des gesamten Kapitals (Tilgung und Zinsen) etwas verkürzen. Die Duration beschreibt die Zinsanfälligkeit also genauer als die Laufzeit.
Hochzinsanleihen erlauben Spekulationen durch Veränderungen der Laufzeit: möglichst hohe Kurshebel durch möglichst lange Laufzeiten in Hochzinszeiten - in Zinstälern dagegen relativ kurze Laufzeiten, um sich damit wieder an den nächsten Zinsgipfel herantasten zu können.
Dabei sollten die Bonitäten der Emittenten beachtet werden - das deutlich erhöhte Ausfallrisiko der Hochzinsanleihen erzeugt eine sehr hohe Korrelation mit den Aktienmärkten:

SPDR Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF (IE00B6YX5M31) TER 0,40 % (physisch - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF iBoxx EUR Liquid High Yield 30 Ex-Financial (FR0010975771) TER 0,45 % (synthetisch - ausschüttend)
iShares Euro High Yield Corporate Bond UCITS ETF (IE00B66F4759) TER 0,50 % (physisch - ausschüttend)

SPDR Barclays 0-5 Year US High Yield Bond UCITS ETF (IE00B99FL386) TER 0,40 % (unhedged - physisch - ausschüttend)

iShares Global High Yield Corporate Bond UCITS ETF (DE000A1KB2A5) TER 0,50 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

Gesamtmarktabbildungen der Developed Markets

Aggregate Bond-Indizes bieten Zugang zu börsennotierten Rentenpapieren mit Investment Grade, die in unterschiedlichen Währungen denominiert werden. Die Hauptsektoren der Indizes sind Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Anleihen staatlicher Stellen und besicherte Anleihen:

SPDR Barclays Euro Aggregate Bond UCITS ETF (IE00B41RYL63) TER 0,17 % (physisch - ausschüttend)
iShares Euro Aggregate Bond UCITS ETF (DE000A0RM447) TER 0,25 % (physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

SPDR Barclays US Aggregate Bond UCITS ETF (IE00B459R192) TER 0,17 % (unhedged - physisch - ausschüttend)
iShares US Aggregate Bond UCITS ETF (DE000A1JNCQ2) TER 0,25 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)

SPDR Barclays Sterling Aggregate Bond UCITS ETF (IE00B3T8LK23) TER 0,20 % (unhedged - physisch - ausschüttend)

Der Barclays Global Aggregate Bond Index umfasst alle Anleihen aus dem U.S. Aggregate Index, dem Pan-European Aggregate Index und dem Asian-Pacific Aggregate Index. Zusätzlich sind auch Anleihen, die für eine Aufnahme in den Global Treasury Index, den Eurodollar Index, den Euro-Yen Index, den Canadian Index und den Investment Grade 144A Index in Frage kommen, für eine Aufnahme in den Index geeignet:

db x-trackers II Barclays Global Aggregate Bond UCITS ETF 1C (LU0942970103) TER 0,30 % (unhedged - synthetisch - thesaurierend)
db x-trackers II Barclays Global Aggregate Bond UCITS ETF 5C (EUR hedged) (LU0942970798) TER 0,30 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)

Anleihen der Emerging Markets

Staatsanleihen aus den Schwellenländern werden in verschiedenen Währungen denominiert (USD, Euro, Pfund Sterling, Yen, Lokalwährungen). Neben dem Zinsrisiko existierte in der Vergangenheit eine hohe Korrelation mit den Aktienmärkten:

Lyxor UCITS ETF iBoxx USD Liquid Emerging Markets Sovereigns (FR0010967323) TER 0,30 % (unhedged - synthetisch - ausschüttend)
SPDR BofA Merrill Lynch 0-5 Year EM USD Government Bond UCITS ETF (IE00BP46NG52) TER 0,42% (unhedged - physisch - ausschüttend)
iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond UCITS ETF (DE000A0RFFT0) TER 0,45 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1W0PN8) TER 0,50 % (hedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
db x-trackers II Emerging Markets Liquid Eurobond UCITS ETF 1C (EUR hedged) (LU0321462953) TER 0,55 % (hedged - synthetisch - thesaurierend)

iShares Emerging Market Local Government Bond UCITS ETF (DE000A1JB4Q0) TER 0,50 % (Lokalwährungen unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR Barclays Emerging Markets Local Bond UCITS ETF (IE00B4613386) TER 0,55 % (Lokalwährungen unhedged - physisch - ausschüttend)
Lyxor Emerging Markets Local Currency Bond (DR) - UCITS ETF D-EUR (LU0908501645) TER 0,55 % (Lokalwährungen unhedged - physisch - ausschüttend)

Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets:

iShares USD Emerging Markets Corporate Bond UCITS ETF (DE000A1J0BJ3) TER 0,50 % (unhedged - physisch - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR BofA Merrill Lynch Emerging Markets Corporate Bond UCITS ETF (IE00B7LFXY77) TER 0,50 % (unhedged - physisch - ausschüttend)

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Zwei mögliche Nachteile von Anleihen-Indizes
Renten-ETF vs. Tagesgeld/Festgeld/Sparbriefe
Rentenfonds - überflüssig?
Optimale Absicherung Aktiendepot mit RK1/2
Staatsanleihen: Welche Laufzeiten in mein passives Depot?
ETF Anlage - Anleihen - Anteil
Langlaufende Bundesanleihen um Risikoparität mit Aktien zu erreichen
Suche Renten-ETF, ausschüttend, kurzfristige Staatsanleihen höchster Bonität (AAA oder AA+) in Euro
TG + Langläufer = Besser als gemischte Laufzeiten?
Risiko bei Staatsanleihen durch CAC
RK2 Musterdepot - weltweit diversifiziert
Direktanlagen in RK1 und RK2
Nach Konjunkturzyklen in Anleihen anlegen
Zinskurve auch Zinsstrukturkurve genannt
ETFs oder aktive Rentenfonds?
Jetzt in aktive Anleihefonds oder ETFs mit Anleihen hoher Bonität investieren?
Was geschieht mit meiner Anleihe, wenn sich der Marktzins ändert?
Inflationsindexierte Anleihen (Linker)
Täglicher Referenzindex der inflationsindexierten Anleihe des Bundes

Markit iBoxx Indizes
EuroMTS Indizes
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Leitzinsen und Zinsstrukturkurven:

Leitzinsen
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Bloomberg - Zinsstrukturkurven
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Weiterführende Informationen bezüglich Direktinvestments in Anleihen:

Anleihen
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Grundwissen über Anleihen
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Börse Stuttgart: Anleihen-Finder
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Anleihentransaktionen: Käufe und Verkäufe
Kommentare zum Thread Anleihentransaktionen
Welche Anleihen habt Ihr im Depot?
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#9 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 12. Januar 2011 - 08:19

Depotstrategien und -vorschläge

ETF-Depot aufbauen
ETF-Langfristdepots nach supertobs
Vorstellung Altersvorsorgestrategie
Steueroptimiertes ETF-Langfristdepot
"Geiz ist geil"-Depots
CAPM-Marktportfolio
Langfristige Renditeerwartungen
Indizes
Verschiedene Indexkombinationen (Aktien / Renten / Rohstoffe)
Entwicklung von MSCI World Varianten
Entwicklung unterschiedlich gewichteter MSCI Indizes
Entwicklung MSCI Small/Standard
Entwicklung €-Staatsanleihen
Entwicklung Bund Future / MSCI ACWI IMI
DAX/RexP
KISS Vermögensstrukturierung
Regelbasierte Assetallocation zwischen Renten/Aktien als Index für Mischportfolio
Best of Two: regelbasierte Assetallocation zwischen DAX und Tagesgeld
Aktien vs. Staatsanleihen
Humankapital und Assetallocation in Abhängigkeit vom Alter, Einkommen, Sparrate, Beruf und der Risikoneigung
Asset Plus Strategie
Schinzilords Depot
Deduktiver Ansatz zur Portfolioallokation
Klassifizierung und Beschreibung der Risiken der einzelnen Assetklassen in der Investmententscheidung
Variable Asset Allokation und Rebalancing
Depot mit verschiedenen Anlagezielen
Anfängerguide zur Erstellung eines Depots
Verschiedene Depotvarianten zusammengefasst dargestellt
Vorschlag/Diskussion über geeignete ETFs für Kommer-Weltportfolio-Strategie (Value / Small-Effekt)
Einfacheres Rebalancing durch Einsatz globaler ETFs
Harry Browne's Permanent Portfolio
Assetallokation Bridgewater "all weather"
Risk Parity
Meine realen Depots
Mein kleines reales Depot
Reale Anlagestrategie
Minimum Varianz Musterportfolios
Fondsdepot ab 2008 (anstehende Kauf-/Verkaufentscheidungen)
70.000,- € optimal anlegen
Anlage von 140k€ ohne weitere Einzahlungen
Depot aufbauen: 50000€ + (halb)jährlicher Betrag
Mittleres Depot für 15-20 Jahre
Depotzusammenstellung und Asset-Allokation
Gestaltung eines langfristigen Gesamt-Anlagedepots (160t€ + 5t€ mtl.)
Längerfristiges ETF-Portfolio
Depot für Anlage von 500.000
Neuvorstellung GL-Trader/ Aufbau ETF WP > 600k / Excellegasthenie
Fondsdepot zur Altersvorsorge
Portfoliokonstrukt für Selbständigen
InterRisk myIndex-satellite ETF, Versorgungswerk oder ETF Weltportfolio
Mein Weg zur Altersvorsorge
3 Fragen an die passiven Investierer
Langfristdepot - Meinungen
Asset Allocation - Meinungen
Asset Allocation von Stiftungen und Pensionsfonds
Bogleheads - Asset allocation
Bogleheads - Life-cycle finance

Risikotool Universität Mannheim



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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 13. Dezember 2014 - 12:39


#10 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:40

Depotstrategien und -vorschläge für Kinder, Jugendliche und Ruheständler

Strategie / Anlagen für unsere Kinder
Diskussionsthread zu "Strategie / Anlagen für unsere Kinder"
Langfristige Anlage für Kind mittels Sparplan
Girokonten für Kinder und Jugendliche
Sparen für den Nachwuchs
Geldanlage für Kinder
Kleines reales Kinderdepot
Diskussion: Elterliche Pflichten bei der Geldanlage des Kindes

Asset Allokation im Ruhestand
Finanzplanung im Ruhestand
Ruhestandsdepot
Optimaler Aktienanteil im Lebenszyklus
Zu alt für mein Depot?
Die finanzielle Planung als Privatier
Retirement Planning Calculator

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Angehängte Datei  Optimum Consumption and Portfolio Returns in a Continuous Time Model.pdf (2,09MB)
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#11 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:49

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PIMCO Insights - Economic Outlook
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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 15. Dezember 2014 - 19:52


#12 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:57

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Menzel & Rodenwaldt - Asset Allocation: So gestalten Sie Ihr Portfolio sicher und profitabel
Swensen - Erfolgreich investieren
Bogle - Keine Investment-Zauberformel
Bernstein - Die intelligente Asset Allocation
Kommer - Herleitung und Umsetzung eines passiven Investmentansatzes für Privatanleger in Deutschland: Langfristig anlegen auf wissenschaftlicher Basis
Friess & Huber - Finanzcoach für den Ruhestand
Siegel - Überlegen Investieren: Warum sich die traditionellen Anlage-Strategien eben doch auszahlen
Malkiel - A Random Walk Down Wall Street: The Time-Tested Strategy for Successful Investing
Dimson & Marsh & Staunton - Triumph of the Optimists: 101 Years of Global Investment Returns
Ilmanen - Expected Returns: An Investor's Guide to Harvesting Market Rewards
Reinhart & Rogoff - Dieses Mal ist alles anders: Acht Jahrhunderte Finanzkrisen
Beike & Schlütz - Finanznachrichten lesen-verstehen-nutzen: Ein Wegweiser durch Kursnotierungen und Marktberichte
Schmidlin - Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse: Praxisnahe Einführung mit zahlreichen Fallbeispielen börsennotierter Unternehmen
Diwald - Anleihen verstehen: Grundlagen verzinslicher Wertpapiere und weiterführende Produkte
Spremann & Gantenbein - Zinsen, Anleihen, Kredite

Angehängte Datei  Geld und Geldpolitik.pdf (4,91MB)
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Angehängte Datei  global-investment-returns-yearbook-2014.pdf (3,1MB)
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Angehängte Datei  emerging-consumer-survey-2014.pdf (6,66MB)
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Angehängte Datei  emerging-consumer-survey-databook-2014.pdf (4,98MB)
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Angehängte Datei  emerging-capital-markets-the-road-to-2030.pdf (4,29MB)
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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 29. Oktober 2014 - 21:55


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