Wertpapier Forum: Die Mischung macht's

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#1 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 06. Dezember 2010 - 23:54

Die Mischung macht's...?

Dieser Thread dient dazu, Sachverhalte zur Alters- und Risikovorsorge und zu Anlagestrategien möglichst kompakt zusammenzufassen - somit soll ein erster aber dennoch umfassender Überblick gegeben werden.
(Subjektiv) interessante Diskussionsfäden und Dokumente zu den entsprechenden Thematiken werden entsprechend verlinkt, bzw. beigefügt.

Ergänzungen, Hinweise, weitere Dokumente u.ä. sind im zugehörigen Diskussionsthread gerne gesehen :thumbsup:

Seit Herbst 2012 gibt es auch ein WPF-Webwiki, das auf wichtige Beiträge zu vielen Themen verweist. Erklärungen zu häufig gebrauchten Abkürzungen finden sich hier: Abkürzungsübersicht

Erläuterungen zu einigen Begrifflichkeiten: Angehängte Datei  PortfolioPraxis-WissenAlphaVola.pdf (3,29MB)
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Für den ersten Überblick: Angehängte Datei  Leitfaden Alters- und Risikovorsorge.pdf (9,05MB)
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Inhaltsverzeichnis


Viel Spaß beim Stöbern :)

Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 31. August 2014 - 09:27

Musterdepot

"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

 Weiterführende Informationen:

#2 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 07. Dezember 2010 - 00:19

Grundsätzliche Hinweise zu Geldanlagen und zur Altersvorsorge



Die 3 Säulen der Altersvorsorge

Die Bundesrepublik Deutschland steht in den nächsten Jahrzehnten allen Prognosen nach vor einem fortschreitenden demographischen Wandel. Niedrige Geburtenzahlen und die weiter steigende Lebenserwartung führen zu einer starken Alterung und schließlich zu einem Rückgang der Bevölkerung. Diese Entwicklung ist jedoch nicht auf Deutschland beschränkt, sondern zeigt sich in ähnlicher Form in allen entwickelten Industrieländern. Die wesentlichen Auswirkungen wird die Gesellschaft ca. ab dem Jahr 2020 zu verkraften haben. Diese demographischen Umwälzungen werden sich auch im Bereich der Altersversorgung auswirken. So wird sich das Vorsorgeverhalten erheblich ändern, wobei die Richtung dieser Veränderungen im Wesentlichen von den flankierenden Maßnahmen des Gesetzgebers abhängen wird.

Angehängte Datei  gutachttext-wissenschaftlicher-beirat-altersarmut.pdf (229,55K)
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Angehängte Datei  Rentensysteme und Altersarmut.pdf (865,4K)
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Angehängte Datei  Atypisch beschäftigt.pdf (833,99K)
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Angehängte Datei  melbourne-mercer-global-pension-index-2013-report.pdf (4,33MB)
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Bildlich gesprochen ruht die Altersversorgung in Deutschland auf 3 Säulen:

Die erste Säule umfasst vor allem die gesetzliche Rentenversicherung und dient als Basisversorgung. Sie ist das Pflichtsystem für die größte Gruppe von Erwerbstätigen in unserer Gesellschaft, für die Arbeiter und Angestellten, sowie für einige weitere Personengruppen (Beamten- und Soldatenversorgung, Alterssicherung der Landwirte, Berufsständische Versorgungswerke). Mit der ersten Beitragszahlung sind in der gesetzlichen Rentenversicherung die biometrischen Risiken Erwerbsminderung, Alter und Tod in der Regel versichert. Das heißt, der Leistungskatalog steht dem Versicherten, gegebenenfalls nach Erfüllung weiterer persönlicher und versicherungsrechtlicher Voraussetzungen, sofort zur Verfügung. Dieser Leistungskatalog wird gesichert durch den so genannten Generationenvertrag. Die Finanzierung erfolgt dabei nach dem Umlageverfahren.

Seit dem 1.1.2005 können die Beiträge des Arbeitnehmers zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Der Sonderausgabenabzug wirkt sich im Jahr 2014 mit 78 % der Aufwendungen aus. In den Folgejahren wird die Höhe des Sonderausgabenabzugs stufenweise um 2 % erhöht, bis die Beiträge ab dem Jahr 2025 bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro jährlich steuerfrei sind.

Innerhalb der zweiten Säule unterscheidet man zwischen der betrieblichen Altersversorgung in der Privatwirtschaft und der Zusatzversorgung der Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder).
Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben einen Rechtsanspruch auf Umwandlung von Gehaltsteilen in eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung (sogenannte Entgeltumwandlung). Der Anspruch besteht bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der Deutschen Rentenversicherung (2014 sind dies bis zu 2856 Euro jährlich).
Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung unterscheidet man seit Inkrafttreten des „Gesetzes über die Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge“ (BetrAVG) zwischen 5 möglichen Durchführungswegen: Direktzusage, Unterstützungskassen, Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung wird die betriebliche Altersvorsorge vorwiegend im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Das bedeutet, dass die eingehenden Beitragszahlungen zum Aufbau eines Kapitalstocks (so genanntes Deckungskapital) genutzt werden. Aus dem Kapitalstock wird für den Anleger die im Alter zu zahlende Rente finanziert - es besteht ein Kapitalwahlrecht bei Rentenbeginn bis max. 30 % des angesparten Kapitals (Pensionsfonds, Pensionskasse und Direktversicherung).
Bei der Pensionskasse und der Direktversicherung gibt es eine zusätzliche Option: Wer ein Kapitalwahlrecht vereinbart hat, kann sich statt einer lebenslangen Rente das gesamte Kapital auf einmal auszahlen lassen. Doch dieses Kapitalwahlrecht sollte man erst innerhalb von 12 Monaten vor Beginn der Rente nutzen - falls man es bereits während der Ansparphase ausübt, verliert man die Steuervorteile für die künftigen Beiträge.
Kennzeichen der betrieblichen Altersversorgung ist die Vertragsgestaltung über den Arbeitgeber. Dieser bestimmt grundsätzlich über Art und Umfang der betrieblichen Altersversorgung.

Angehängte Grafik: altersvorge-ueberblick-DW-Finanzen-bln.jpg
Quelle: Die Welt

Zur dritten Säule der Altersvorsorge, der privaten Altersvorsorge, werden alle Formen der privaten Vermögensbildung gezählt, die der Vorsorge für das Alter dienen können. Dies können z.B. der Abschluss privater Lebens- und Rentenversicherungen, Fondssparpläne oder der Abschluss einer Riester-Rente sein. Neu hinzugekommen ist ab 1.1.2008 der „Wohn-Riester“. Auch hier erfolgt die Finanzierung im Kapitaldeckungsverfahren. Bei allen Formen der privaten Altersvorsorge besteht ein Kapitalwahlrecht - im Falle der durch Zulagen geförderten Riester-Rente können bei Rentenbeginn bis zu 30 % des Kapitals zulagenunschädlich ausgezahlt werden.

Angehängte Grafik: 4631686_infografik_riesterrente_gross.jpg
Quelle: Finanztest

Unter private Altersvorsorgeaufwendungen fallen seit 1.1.2005 auch die nach diesem Zeitpunkt abgeschlossenen neu entwickelten kapitalgedeckten privaten Leibrentenversicherungen (Basis- oder Rüruprenten). Beiträge zugunsten einer privaten Leibrentenversicherung sind steuerlich begünstigt, wenn die Versicherung nur die Zahlung einer monatlichen auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente vorsieht und die Leistungen nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres des Berechtigten erbracht werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass es sich - wie bei den Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung - um Vorsorgeprodukte handelt, bei denen eine tatsächliche Verwendung für die Altersversorgung gesichert ist (also ohne Kapitalwahlrecht).
Aus diesem Grund dürfen die Versorgungsanwartschaften nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein. Die steuerlich begünstigten Vorsorgeprodukte können allerdings mit einer Zusatzversicherung (Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, Hinterbliebenensicherung) ergänzt werden. Die Beiträge können bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro jährlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden (unter Abzug schon geleisteter Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder anderer Pflichtsystembeiträge der ersten Säule).

Besteuerung von Rentenleistungen

Die Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz eröffnen Vorsorgesparern steuerliche Vorteile, je nachdem, für welche Art der Vorsorge sie sich entscheiden. Das Alterseinkünftegesetz schließt sich den Überlegungen der Sachverständigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen an, die in ihrem Bericht ein so genanntes 3-Schichten-Modell entwickelt haben. Das 3-Schichten-Modell unterscheidet die Altersvorsorgeprodukte hinsichtlich der Verwertbarkeit und der steuerlichen Behandlung der Beiträge und der Leistungen wie folgt:

Erste Schicht "Basisversorgung":
Leibrenten (nach § 759 ff. BGB) und andere Leistungen aus den gesetzlichen Rentenversicherungen, der landwirtschaftlichen Alterskasse, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und aus Rentenversicherungen im Sinne des § 10 Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe b (Basisrenten) werden nachgelagert besteuert, d.h. man muss die erhaltene Rente zum dann gültigen persönlichen Steuersatz versteuern. In der Regel liegt der Steuersatz im Rentenalter unter dem Steuersatz während des Erwerbslebens. Dadurch kann sich ein realer Fördereffekt ergeben, weil Förderungen und Zinsen auf Förderungen in der Ansparphase nur anteilig durch den jeweils gültigen Steuersatz zurückgezahlt werden müssen.
Die Besteuerung der Rentenleistungen steigt seit 2005 schrittweise an (Besteuerung nach dem Kohortenprinzip) - wieviel im Rentenalter zu versteuern ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab (ab 2040 sind Rentenleistungen zu 100 % zu versteuern).

Zweite Schicht "Kapitalgedeckte Zusatzversorgung":
Auch die Rentenbezüge aus Riester-Renten und aus betrieblicher Altersvorsorge sind (soweit sie auf geförderten Beiträgen und darin enthaltenen Erträgen und Wertsteigerungen beruhen) in der Auszahlungsphase im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung nach dem Kohortenprinzip zum dann gültigen persönlichen Steuersatz steuerpflichtig (nach § 22 Nr. 5 Satz 1 EStG).

Auf Rentenbezüge aus betrieblicher Altersvorsorge müssen zudem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV/GPV) in voller Höhe (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) entrichtet werden - diese Pflicht zur Zahlung von Sozialbeiträgen ist nach dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) 2004 beschlossen worden und gilt auch für alle Direktversicherungen, die vorher abgeschlossen wurden. Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung werden erst dann in voller Höhe zur Beitragsberechnung herangezogen, wenn die Grenze von 138,25 Euro (für das Jahr 2014) monatlich überschritten wird. Die gesetzliche Grundlage bildet der § 226 Abs. 2 SGB V mit dem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße.
Diese Regelung gilt auch bei Kapitalzahlungen aus einer betrieblichen Altersvorsorgeversicherung. Die ausgezahlte Leistung wird auf 120 Monate verteilt - als Folge wird 1/120 als Monatsrente unterstellt. Falls nun der auf einen Monat umgelegte Anteil den Grenzwert von 138,25 Euro (2014) überschreitet, sind Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (derzeit 15,5 % GKV und 2,05 % GPV zzgl. 0,9 % für Zahnersatz und Krankengeld) zu entrichten (weitere Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen in dem Kalenderjahr vermindern den Grenzwert entsprechend).

Dritte Schicht "Übrige Zusatzversorgung":
Bei Rentenzahlungen, die auf nicht geförderten Beiträgen und darin enthaltenen Erträgen und Wertsteigerungen beruhen, erfolgt eine Besteuerung (in Abhängigkeit vom Alter bei Rentenbeginn) nach dem Ertragsanteil (nach § 22 Nr. 1 Satz 3 lit. a lit. bb EStG) - so bspw. bei Rentenbezügen aus privaten Rentenversicherungen sowie bei Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten.

Kapitalbildende Lebensversicherungen:
Kapitalbildende Lebensversicherungen, die biometrische Risiken absichern (Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht (soweit nicht die Rentenzahlung gewählt wird), Kapitalversicherungen mit Sparanteil, Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung), werden nach § 20 Absatz 1 Nr. 6 EStG besteuert.

Bei Kapitallebens- und Rentenversicherungsverträgen mit Kapitalwahlrecht, die bis zum 31.12.2004 abgeschlossen wurden (Versicherungsschein ausgestellt) und für die mindestens ein Beitrag vor dem 1.4.2005 eingezahlt wurde, ist die Einmalkapitalauszahlung am Laufzeitende unter den Voraussetzungen des § 20 Absatz 1 Nr. 6 EStG 2004 einkommensteuerfrei (BMF-Schreiben vom 22.12.2005, BStBl. 2006 I S. 92):
- Vertragsdauer mindestens 12 Jahre (auch bei Rückkauf)
- laufende Beitragseinzahlungen (mindestens für fünf Jahre)
- Todesfallschutz beträgt mindestens 60 % der Beitragssumme (nicht bei Rentenversicherungen)
- Police wurde nicht steuerschädlich zur Absicherung eines Darlehens eingesetzt (§ 10 Abs. 2 Satz 2 EStG 2004)

Für Neuverträge ab 2005 ist im Jahr der Auszahlung die Differenz zwischen der Versicherungsleistung bei Vertragsablauf bzw. dem Rückkaufswert bei vorzeitiger Kündigung und den eingezahlten Versicherungsbeiträgen als positiver Kapitalertrag mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern bzw. als negativer Kapitalertrag mit anderen positiven Kapitalerträgen zu verrechnen (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 EStG). Das gilt auch für den Rückkauf einer fondsgebundenen Rentenversicherung gegen Einmalbetrag (LfSt Bayern vom 17.6.2008, DStR 2008 S. 2110).
Der Differenzbetrag ist nur zur Hälfte steuerpflichtig, wenn die Versicherungsleistung erst nach Vollendung des 60. Lebensjahrs (bei Vertragsabschluss ab 1.1.2012: 62. Lebensjahr) des Versicherungsnehmers ausbezahlt wird und die Vertragslaufzeit mindestens 12 Jahre beträgt (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG). Wird die Versicherungsleistung im Todesfall ausgezahlt, bleibt sie steuerfrei.

§ 10 EStG
§ 20 EStG
§ 22 EStG

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Private Altersvorsorge im Rahmen der dritten Säule unter Ausschluss von Versicherungsprodukten

Im weiteren Verlauf soll es um die eigenständige und somit ungeförderte private Altersvorsorge ohne Versicherungsmäntel gehen.

Bei der eigenständigen privaten Altersvorsorge wird der Vermögensaufbau bspw. mit Hilfe von Immobilien, Aktien und Anleihen, Rohstoffen und/oder Bankeinlagen gestaltet - entweder als Direktanlage oder in Form von entsprechenden Fonds. Dabei entstehende Kapitalerträge (z.B. Zinsen, Dividenden, Erträge aus Options-, Termin- und Wertpapiergeschäften, Zertifikaten und aus Investmentfonds) unterliegen nach § 43 EStG der Kapitalertragsteuer.
Der Kapitalertragsteuersatz beträgt derzeit 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5 % der Kapitalertragsteuer) und ggf. Kirchensteuer (8 % oder 9 % der Kapitalertragsteuer) - insgesamt müssen also zwischen 26,375 % (ohne Kirchensteuer) und 27,9951 % (bei 9 % Kirchensteuer) an Steuern abgeführt werden. Der dabei gültige Sparerpauschbetrag liegt bei 801 € jährlich (1602 € bei Verheirateten) (§ 44a Abs. 1 Nr. 1 EStG i.V.m. § 20 Abs. 9 EStG).

Bei dieser Form der Altersvorsorge werden also Portfolios aus verschiedenen Assets (Anlageklassen) aufgebaut - dem Aufbau eines Portfolios sollte in der Regel eine umfangreiche Analyse vorausgehen. Ein Portfolio ist somit Teil einer Strategie, die Risiken finanzieller Investitionen durch Streuung zu senken - unter Portfoliomanagement versteht man die Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios, d.h. eines Bestandes an Investitionen (im Sinne eigener Anlagekriterien).

Die Gewichtungen der einzelnen Anlagenklassen im Portfolio sollten je nach Lebenssituation, Risikoneigung, Verlusttoleranz und Anlagehorizont ("Magisches Dreieck") individuell variiert werden.

Markowitz, Diversifikation und Korrelationen

Das klassische vergangenheitsbezogene Portfolio nach Markowitz besteht in erster Linie aus Aktien, weil diese langfristig die besten Renditen versprechen (siehe bspw. DAX-Renditedreieck vom DAI). Zwecks Diversifizierung und Absenkung des systematischen Risikos werden Anlagen (mit möglichst unterschiedlichen Korrelationseigenschaften) wie Anleihen, Rohstoffe und/oder Immobilien in starrer Allokation hinzugemischt. Speziell Anleihen wurden in der Vergangenheit zwecks Senkung erwarteter Kursschwankungen zur Diversifikation eingesetzt.

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Der Korrelationsbegriff ist von erheblicher Bedeutung bei Kapitalanlagen - das Gesamtrisiko eines Portfolios ist umso geringer, je geringer die einzelnen Anlagen (Assets) miteinander korrelieren. Eine Reduktion der Korrelation des Gesamtportfolios im Verhältnis zu seinen Einzelanlagen verbessert nach dem Markowitz-Modell das Rendite-Risiko-Verhältnis. Diese Gesetzmäßigkeit ergibt sich dadurch, dass die Schwankungen der einzelnen Anlagen in aller Regel nicht vollkommen gleichförmig verlaufen und daher dazu tendieren, einander aufzuheben. Auf langfristiger Basis wird damit prinzipiell eine höhere Rendite bei geringerem Risiko erzielt.

In Extremsituationen (bspw. in der Finanzkrise 2008) zeigen sich teilweise grundlegende Veränderungen der gewünschten Korrelationseigenschaften, weil hier auch unkorrelierte Anlageklassen hochkorreliert mit dem Aktienbeta agieren - die Diversifikation funktioniert also u.U. gerade dann nicht, wenn sie am dringendsten benötigt wird.

Major Asset Class Correlation Matrix
ETF Korrelationen
Korrelationen, Renditen und Risikodaten
Mythos Korrelation
Korrelationen Indizes
Minimum Varianz Portfolio nach Markowitz
Lazy Portfolios im Vergleich
Naive Diversifikation vs. Strategie und Anlageaufteilung
Ist Diversifikation über Märkte hinweg noch möglich?
Rendite eines "Weltportfolios" im Vergleich zu einem "globalen Aktienportfolio"

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Quelle: Goldman Sachs International

Aktien

Eine Aktie ist nach dem deutschen Aktiengesetz (AktG) ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Gesellschaft (auch Anteilsschein) verbrieft. Der Käufer von Aktien erwirbt also Anteile am Eigenkapital eines Unternehmens. In Deutschland werden die Gesellschaften, die ihr Grundkapital in Aktien zerlegen und diesen Anteil verbriefen, als Aktiengesellschaft (AG) oder Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) bezeichnet.

Anleihen

Verzinsliche Wertpapiere stehen für alle Formen von zinstragenden bzw. -bringenden Wertpapieren (wie z. B. Schuldverschreibungen, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe, Rentenpapiere, Obligationen (international auch: Bond oder Debenture)), die in der Regel zur langfristigen Fremdfinanzierung bzw. Kapitalanlage dienen. Käufer von Anleihen gewähren also bspw. Staaten oder Unternehmen Kredite bzw. Fremdkapital. Anleihen beinhalten somit ein Ausfallrisiko - das Ausfall- bzw. Bonitätsrisiko ist jenes Risiko, welches daraus erwächst, dass der Schuldner in Zahlungsverzug kommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird. Je schlechter die Bonität, desto höher ist das Ausfallrisiko der Anleihe. Schuldner mit schlechter Bonität müssen daher einen höheren Kupon bzw. eine höhere Verzinsung bieten, um trotz des Ausfallrisikos attraktiv zu bleiben.

Anleihen und Inflation

Im Anleihensektor sind zukünftig steigende Volatilitäten zu erwarten, speziell bei Staatsanleihen hochverschuldeter Industrienationen, aber auch bei Unternehmensanleihen - die Zentralbanken halten derzeit sowohl Staaten als auch Unternehmen (speziell jene mit hohem Fremdkapitalanteil) durch billiges Geld flüssig. Zudem bestehen bei den aktuellen historisch niedrigen Leitzinsständen Zinsänderungsrisiken (gekennzeichnet durch die modifizierte Duration) aufgrund erhöhter Inflationserwartungen durch die "Quantitative Lockerung".
In den beschriebenen Szenarien wäre es evtl. sinnvoller, entsprechende Staats- und Unternehmensanleihen mit Investment Grade zwecks Diversifikation zu meiden (Stichwort: "zinsloses Risiko") und Aktien-Produkte stattdessen mit Bankeinlagen für die Portfoliogestaltung zu kombinieren.

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Jetzt in aktive Anleihefonds oder ETFs mit Anleihen hoher Bonität investieren?

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Rohstoffe

Der Handel mit Rohstoffen erfolgt in der Regel über Warenterminkontrakte, sog. Futures. Sie beziehen sich auf einen Basiswert (hier: auf einen Rohstoff) und stellen eine Art Vertrag dar - Futures sind also letztlich Lieferverträge für die Zukunft und stellen somit auch eine Wette auf zukünftige Rohstoffpreise dar. Eine sinnvolle Bewertung ist dadurch schwieriger möglich - man investiert also vergleichsweise "blind" in diese Assetklasse.
Der Rohstoffmarkt ist, verglichen mit dem Aktien- und Anleihenmarkt, sehr klein - durch die geringe Größe ist der Markt für Übertreibungen anfällig. Die Schwankungen im Rohstoffmarkt sind dadurch noch ausgeprägter als im Aktienmarkt. Internationale marktbreite Aktien-ETFs beinhalten über die Besitztümer der konstituenten Unternehmen zudem schon Rohstoffe.

Beispiele für Rohstoff-Futures-ETFs:

ComStage Commerzbank Comm. ex-Agr. EW Index TR UCITS ETF I (LU0419741177) TER 0,30% (ungehedged - Swap - thesaurierend) (12 Rohstoffe - ohne Agrargüter)
ETFX DJ-UBS All Commodities 3 Month Forward Fund (DE000A1CXBV8) TER 0,55% (ungehedged - Swap - thesaurierend - Domizil Irland) (20 Rohstoffe)
db x-trackers db Commodity Booster DJ-UBSCI UCITS 2C (EUR) (LU0429790743) TER 0,95% (zzgl. 0,8% p.a. Indexnachbildungskosten) (teilgehedged - Swap - thesaurierend) (19 Rohstoffe)

Handbuch der Rohstoffe
Rohstoffe - Grundlagen
Welcher Rohstoff-ETF darf es nun sein?
Rohstoff-ETF für Langfristdepot
Aktive Fonds - Rohstoff-Futures
In welchen Rohstoffindex investiert ihr?
Sind Commodity-ETFs Nepp?
Rohstoffe: Wie investiert ihr?
Woher kommt die Rendite bei Rohstoffen
Markt-Daten: Charts Rohstoffe

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Immobilien

Eine risikovermindernde Diversifikationswirkung durch Immobilienfonds scheint zusehends fraglicher zu werden, da Immobilieninvestments in Form von REITs (Real Estate Investment Trusts mit börsennotierten Anteilen) eine hohe Korrelation zu Aktien besitzen (und auch schon in marktbreiten Indizes enthalten sind) und offene Immobilienfonds durch Liquiditäts- und Schließungsproblematiken und durch Intransparenz in jüngerer Vergangenheit deutlich an Risiko zugewonnen haben.

Offene Immobilienfonds - Drama ohne (glückliches) Ende?
Offene Immobilienfonds - Risiken und Nachteile
Offene Immobilienfonds - zentraler Thread bezüglich der Fondsschließungen
REITs vs. Immobilienfonds
REIT-ETF oder offener Immobilienfonds
REITs as a separate asset class?

Bezüglich einer eigenen Wohnimmobilie zwecks Altersvorsorge sollten im Vorfeld folgende Punkte Beachtung finden:
  • Wertzuwachs ist meist nicht zu erwarten - Renditegewinne sind nur in Toplagen möglich, aber was heute eine Toplage ist, kann morgen schon out sein.
  • Alte Häuser sind meist ein energetisches schwarzes Loch. Nebenkosten steigen dadurch schneller als erwartet.
  • Steigende Fahrtkosten fressen den finanziellen Vorteil des Wohnens in der Vorstadt oder auf dem Land schnell wieder auf.
  • Eine alternde Gesellschaft braucht in Zukunft keine Reihenhäuser mit mehreren Etagen. Niemand wird einem so etwas später abkaufen - dadurch wird das Haus eher zum Klotz am Bein als eine finanzielle Stütze im Alter.
  • Selten hat man die Hausgröße, die man gerade für den aktuellen Lebensabschnitt benötigt. Mit heranwachsenden Kindern wird man sich nach mehr Platz sehnen, später wird einem das Haus dann viel zu groß. Auch ein großer Garten und dessen Pflege wird im Alter eher zur Last.
  • Ein Haus bedeutet mangelnde Flexibilität, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt.
  • Änderungen in der Lebensplanung sind kaum mehr möglich oder nur mit finanziellen Verlusten bei einem notwendig werdenden Verkauf.
  • Die wahren Kosten für ein Haus betragen über den gesamten Zeitraum gesehen gut das Doppelte des Kaufpreises. Denn zum Kaufpreis kommen noch Erwerbsnebenkosten, Grunderwerbsteuer, Sicherheitenkosten, Kreditbereitstellungskosten, Sanierungskosten, Modernisierungskosten usw. usf.
  • Ein Verkauf des Hauses ist in den allermeisten Fällen nicht sofort möglich. Meist muss ein Makler eingeschaltet werden (was wiederum Kosten bedeutet) und der Verkauf dauert einige Monate.

Wer trotzdem weiter vom Eigenheim träumt, sollte sich drei simple Fragen stellen (und sie für sich wohl alle mit JA beantworten können):
  • Macht dieser Immobilienkauf glücklich?
  • Kann man sich diesen wirklich leisten? (einfache Faustformeln: möglichst max. 15 - 20 Jahre Darlehenslaufzeit bis zur Schuldentilgung - die Eigenkapitalquote sollte mindestens 25 % bis 30 % der Immobilienkosten inkl. Erwerbsnebenkosten abdecken - die monatlichen Abtragsraten für die Immobilie sollten maximal 35 % des Haushaltsnettoeinkommens betragen - zusätzlich müssen Rücklagen für Instandhaltungskosten gebildet werden (bei Neubauten jährlich ca. 1 % des Kaufpreises, bei Altbauten noch wesentlich höher))
  • Kann man die möglichen Verluste bei einem eventuell nötig werdenden Verkauf verkraften?

Immobilie versus Wertpapierdepot
Kaufen oder mieten?
Wegweiser Kommune (Bertelsmann Stiftung)
Wohnungsleerstände werden bundesweites Problem
Auf dem Weg zur besten Baufinanzierung
Tipps zum Ablauf der Immobilienfinanzierung
Finanztest-Rechner: Kaufen oder Mieten?
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Vergleich Baufinanzierung
Online-Vergleich Baugeld, Baufinanzierung, Wohn-Riester
Wie teuer ist die vorzeitige Kündigung eines Hypothekendarlehens?

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Bankeinlagen

Bei Bankeinlagen handelt es sich um Bankguthaben (auch Depositen), bei denen Forderungen von Nichtbanken gegenüber Kreditinstituten bestehen. Bankrechtlich werden die Bankguthaben nach ihrer Befristung und damit nach ihrer Verfügbarkeit unterschieden. Ist keine Befristung vereinbart oder die Geldanlagen sind jederzeit für den Bankkunden verfügbar oder die Laufzeit bzw. Kündigungsfrist liegt unter einem Monat, handelt es sich um täglich fällige Einlagen. Hierfür wird auch die Bezeichnung Sichteinlagen verwendet (z. B. Girokonten und Tagesgeldkonten). Weil diese Anlageform jederzeit disponibel ist, wird sie von Kreditinstituten nicht oder nur sehr gering verzinst.

Bei befristeten Einlagen (z. B. Festgelder und Sparbriefe) wurde vor ihrer Entstehung eine Vereinbarung mit dem Kreditinstitut getroffen, wonach die Laufzeit oder Kündigungsfrist mindestens einen Monat betragen soll. Während dieses Zeitraumes ist eine vorzeitige Verfügung über befristete Einlagen meist nicht zulässig oder wird mit Strafzinsen bedroht.

Bankguthaben bei deutschen Kreditinstituten unterliegen mindestens der gesetzlichen Einlagensicherung. Sollte die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) feststellen, dass ein Kreditinstitut nicht in der Lage ist, Einlagen zurückzuzahlen und auch nicht abzusehen ist, dass eine Rückzahlung oder Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen könnte, würde eine gesetzliche Entschädigung laut § 1 Abs. 5 EAEG eintreten. Der Entschädigungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt auf 100.000 € pro Person und pro Kreditinstitut - es bietet sich also an, größere Anlagesummen auf mehrere Kreditinstitute zu verteilen. Kunden, bei denen ein solcher Fall eintritt, müssen ihren Entschädigungsanspruch in schriftlicher Form bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH geltend machen.

Als Bankeinlage bietet sich bspw. eine rollierende Sparbriefleiter an (unter Inkaufnahme einer eingeschränkten Liquidität). Die Laufzeiten sollten je nach vorliegender Leitzinsstruktur gestaffelt werden, um potentielle spätere Zinssteigerungen besser ausnutzen zu können oder um sich hohe Zinssätze über längere Laufzeiten zu sichern.
Etwas bessere Liquidität als Festgelder durch Kündigungsmöglichkeiten auch innerhalb der Laufzeiten (unter Beachtung von etwaigen Vorschusszinsen) bietet das Wachstums- oder Zuwachssparen.

Zinsvergleiche für Bankeinlagen: Modern-Banking.de und FMH Zinsen und Vergleiche
Anlage-Entscheidungsrechner für Bankeinlagen: FMH-Rechner

Renten-ETF vs. Tagesgeld/Festgeld/Sparbriefe
Der Sparbrief
Festgeldrenditen

Bankeinlagen und Inflation

Die Inflation ist für Sparer ein Risiko. Wer in Tagesgeld und Festgeld investiert, ist der Teuerungsrate schutzlos ausgeliefert. Die Inflation schmälert die reale Rendite und kann bei zu niedriger Verzinsung unterm Strich sogar zu einem Kaufkraftverlust führen. Bei drei Prozent Inflation im Jahr verliert Vermögen binnen 10 Jahren mehr als ein Viertel seiner Kaufkraft. Deshalb ist es geradezu fahrlässig, nicht benötigte Gelder bspw. auf Sparbüchern und Girokonten mit 0,0 bis 0,5 Prozent Zinsen im Jahr anzulegen.

Sparer sollten stets versuchen, eine positive Realverzinsung nach Steuern zu erzielen. Die Realverzinsung ergibt sich aus der Differenz von Zinssatz und Inflationsrate. Bei 5 Prozent Zinsen und 3 Prozent Inflation beträgt der Realzins 2 Prozent. Beim Realzins nach Steuern wird zusätzlich die Kapitalertragssteuer abgezogen. Die Steuer berücksichtigt die Inflation nicht und bezieht sich auf die nominalen Zinserträge.

Dieser auch als „kalte Progression“ bekannte Effekt ist für Anleger nachteilig - ein Fallbeispiel: Ein Sparer legt 20.000 Euro zu 5 Prozent Zinsen für ein Jahr lang an und erhält somit 1000 Euro Zinsen. Von 1000 Euro Zinsertrag oberhalb des Freibetrages verbleiben nach Abzug von Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag noch 736,25 Euro. Das Kontoguthaben ist nach Steuern somit auf 20.736,25 Euro angewachsen. Beträgt die Inflation im selben Zeitraum 3 Prozent, beläuft sich der reale Ertrag auf gerade einmal 136,25 Euro und damit nicht einmal 0,7 Prozent. Zur Erläuterung: Bei einem Anlagebetrag in Höhe von 20.000 Euro und 3 Prozent Inflation müssen kalkulatorisch 600 Euro Kaufkraftverlust abgezogen werden.

Nicht immer ist es möglich, einen vollständigen Inflationsausgleich zu schaffen. Dies liegt zum einen an hohen Inflationsraten, zum anderen an der Zusammenstellung des Warenkorbs, aus welcher der Verbraucherpreisindex (= die Inflationsrate) berechnet wird. Während ein Teil der Preise dieses Warenkorbs sinkt, wie z. B. Elektrogeräte (die jedoch meist nur alle paar Jahre gekauft werden), steigen die Preise für Strom, Kraftstoffe, Heizöl und für Dinge des täglichen Bedarfs u. U. weiter rasant an.

Destatis - Preis-Kaleidoskop
Destatis - Persönlicher Inflationsrechner
Inflation – aktuelle und historische Inflation pro Land
Harmonized Indices of Consumer Prices (HICPs)

Passive Fonds

Im Rahmen langfristiger Anlagehorizonte (>10 Jahre) bieten sich marktbreite Aktien-Indizes in Form von Exchange-traded funds (ETF) an. Als Langfristanlage sind derartige ETFs wohl am ehesten geeignet, weil sie aufgrund geringer Kostenstrukturen und breiter Diversifizierung dauerhaft für Renditevorteile sorgen dürften.

Eine aktuelle Studie von Vanguard Research bezüglich Indexing: Angehängte Datei  case-for-indexing-european-offshore-de.pdf (559,47K)
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Zitat

Aus historischer Sicht haben Index-Anlagestrategien aufgrund geringer Kosten, breiter Diversifizierung und minimaler “Cash Drags” eine bessere Performance erzielt als aktiv verwaltete Anlagestrategien. In Kombination bilden diese Faktoren eine erhebliche Hürde, die aktive Anlageverwalter überwinden müssen, um mit einer kostengünstigen Indexstrategie auf einem beliebigen Markt in einem bestimmten Zeitraum kostendeckend zu arbeiten.
Wenngleich talentierte aktive Manager diese Hürden durchaus überwinden können und dies in der Vergangenheit auch bereits gelungen ist – unsere Untersuchungen und Erfahrungswerte deuten jedoch darauf hin, dass es der Mehrheit dieser Manager dauerhaft nicht gelingen wird, eine Outperformance zu erzielen, da es immer schwieriger wird, die Gesamtheit dieser Kosten zu übertreffen.


Passive Fonds vs. aktive Fonds

Es wurden 201 aktive Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Europa in ihrer Performance mit dem Benchmarkindex für europäische Standardwerte DJ STOXX 600 verglichen - kurzfristig konnten ungefähr die Hälfte der aktiven Fonds mit Schwerpunkt Europa den Dow Jones STOXX 600 Index schlagen (die andere Hälfte der aktiven Fonds schnitt schlechter ab), doch gelang dieser Jonglierakt nur noch 30 % mittelfristig (über 3 Jahre) und so gut wie keinem langfristig.
Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dieses Ergebnis:

Angehängte Grafik: aktiv_pasiv_600.png
Quelle: BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.); STOXX Limited Stand: Mai 2008

The Inefficient Market Argument for Passive Investing
Sind Fondsmanager Geldvernichter?
Veröffentlichungen pro aktive Strategie?
Aktive gemanagte oder vielleicht doch lieber kostengünstig passiv gemanagte Fonds
Stärken und Schwächen von aktiven und passiven Fonds
Wie erkenne ich ex ante den zukünftigen Fonds(manager), der outperformt?
Index-unabhängige vs. index-orientierte Anlage
Mischen possible? Teil I: Was Anleger über Mischfonds wissen sollten
Mischen possible? Teil II unserer Mischfondsauswertung
Mischen possible? Teil III unserer Mischfonds-Analyse
Mischen impossible oder das Leiden der flexiblen Mischfonds
Vermögensverwaltende Fonds oder die 2,2-Prozent-Frage
Der tückische Charme konservativer Mischfonds
Mischfonds: Zehn Thesen in einer Bildergeschichte
Mischfonds-Umschau: These 5-10
MMD-Direct

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Quelle: Das Investment

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 18. Oktober 2014 - 13:41

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Geschrieben 07. Dezember 2010 - 08:02

Einstiegsszenarien und Investitionsvarianten

Für den passiven Langzeitinvestor dürfte sich die Frage eines passenden Einstiegzeitpunktes im Grunde genommen gar nicht stellen, da er im Normalfall breit diversifiziert über mehrere Anlageklassen anlegt und somit so früh wie möglich investiert sein sollte. Sollten dennoch Bedenken bestehen, sein gesamtes Geld komplett ins Spiel zu bringen, so sollte ein fester Zeitrahmen mit entsprechenden Investitionsintervallen gesetzt werden, in denen dann gleichanteilig investiert wird. Durch eine zeitliche Streckung der Investitionen kann das Risiko eines Einstiegs gegen den Markt abgesenkt werden, natürlich bei gleichzeitiger Inkaufnahme von Renditeeinbußen - in aller Regel dürfte aber ohnehin mittels Sparplänen und somit stufenweise in die Märkte eingestiegen werden.

Um die Transaktionskosten beim Erwerb von ETFs möglichst gering zu halten, bietet es sich an, zunächst größere Summen anzusparen und im weiteren Verlauf in das ETF-Depot umzuschichten. Zum Ansparen eignen sich Tagesgeldkonten - allerdings lassen sich Anleger die Chance auf eine höhere Rendite entgehen, wann immer sie mehr Geld als nötig auf dem Tagesgeldkonto herumliegen lassen. In zunehmendem Maße implementieren die Direktbanken kostengünstige ETF-Sparpläne - so bieten bspw. die DAB, die comdirect, die ebase und die Cortal Consors eine größere Auswahl an sparplanfähigen ETFs an. Um Depotgebühren einzusparen, bietet sich u. a. die AVL Finanzvermittlung oder der Fonds-Super-Markt als Vermittler an.

In welchem Rhythmus sollten Privatanleger ansparen?
ETF-Sparpläne im Vergleich
ETF-Sparplantest 2013
ETF-Sparplanvergleich
justETF - Sparplan-Vergleich
justETF - ETF-Strategie-Planer

Der Durchschnittskosteneffekt

Der Durchschnittskosteneffekt (auch Cost-Average-Effekt) ist ein Effekt, der bei der regelmäßigen Anlage gleich bleibender Beträge in Wertpapiere entsteht.

Dabei führen Wertschwankungen der Wertpapiere dazu, dass der Anleger im Durchschnitt seine Anteile bei gleich bleibenden Raten günstiger erhält, als wenn er regelmäßig zu unterschiedlich hohen Preisen eine gleich bleibende Menge von Anteilen kauft. Denn bei hohen Anteilspreisen werden automatisch weniger Anteile gekauft, bei niedrigen Anteilspreisen entsprechend mehr.

Dieser Effekt wird häufig in der Werbung für Fondsparpläne angeführt. Er beschert jedoch keinesfalls höhere Gewinne bzw. niedrigere Verluste, als eine Einmal-Anlage. Da sich im Verlauf des Ansparens immer mehr Kapital ansammelt, das ganz den Schwankungen der Anteilspreise unterliegt, und da die einzelne Rate einen immer kleiner werdenden Bruchteil dieses Kapitals ausmacht, nimmt der Durchschnittskosteneffekt mit zunehmender Laufzeit eines Sparplans immer weiter ab. Das heißt, das angesparte Vermögen verhält sich jetzt so, als hätte man einmalig eine hohe Summe Geld angelegt, und Kursschwankungen wirken sich überproportional auf die Rendite aus – sowohl nach oben als auch nach unten.

Die Ausnutzung des Cost-Average-Effekts führt dazu, dass auf Grund der gleich bleibenden Investmenthöhe durchschnittlich pro Anteil/Aktie das harmonische Mittel der Kurse bezahlt wird. Dieses liegt stets etwas unter dem arithmetischen Mittel, das bei regelmäßigem Kauf gleich bleibender Stückzahlen bezahlt würde.

Gibt es den Cost-Average-Effekt wirklich?
Strategien für regelmäßiges Sparen
Cost-Average-Effekt bei Sparplänen

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Kauf und Verkauf von ETFs

Online-Broker im Vergleich
Broker-Vergleich der Depots von Direktbanken und Online-Brokern
Kosten für ETF-Anleger
7 Klippen beim ETF-Handel
Die Spreads beachten! Ein Vorstoß in die Tiefen der ETF-Kosten
Was kostet die ETF-Welt?

Portfolio-Rebalancing

Wer eine Asset-Allocation-Strategie verfolgt, strebt ein optimales Risiko-Ertrags-Verhältnis durch Investitionen in eine Reihe von unterschiedlichen Assetklassen an. Dabei nutzt man die Tatsache, dass die Erträge der einzelnen Assetklassen aufgrund ihrer unterschiedlichen Entwicklungen nur schwach miteinander korreliert sind. Durch eine geschickte Portfolioaufteilung ist es möglich, entweder einen höheren Ertrag bei einem zuvor festgelegten Risiko oder ein niedrigeres Risiko bei einem zuvor festgelegten Ertrag zu erzielen.

Asset Allocation ist also auch eine Risikomanagementstrategie. Deshalb ist es wichtig, dass das Portfolio so wenig wie möglich von der optimalen Asset Allocation abweicht. Sonst passt die Positionierung des Portfolios nicht mehr zum vorher festgelegten Anlagehorizont und Risikoprofil. Zudem ist es wichtig, sich so wenig wie möglich von der Effizienzlinie zu entfernen, damit die Korrelationsunterschiede zwischen den einzelnen Assetklassen voll ausgenutzt werden können. Die Effizienzlinie ist der geometrische Ort aller effizienten Ertrags-Risiko-Kombinationen.

Rebalancing ist der Prozess, die Asset Allocation eines Portfolios auf seinen Ursprungszustand zurückzuführen, nachdem es signifikant aus dem Gleichgewicht geraten ist. Um gehäuftes Rebalancing und somit Transaktionskosten zu vermeiden, sollte man eine Investitionsbandbreite von 10 % bis 15 % Abweichung je Assetklasse festlegen (dynamisches Rebalancing). Ein Rebalancing kann auch durch laufende Neuanlagen geschehen, die in die schwächelnden Teile des Depots investiert werden.

Rebalancing
ETF-Depot: Was bringt Rebalancing?
Rebalancing - wie oft ist sinnvoll?
Rebalancing - Drei Strategien im Test
Die Auswirkungen von Transaktionskosten auf das Rebalancing
Rebalancing und die Abgeltungsteuer
Rebalancing / Umschichten
Re-Balancing versus Over-Balancing
Rebalancing zweimal im Jahr mit jeweils unterschiedlicher Risikoaufteilung
Rebalancingstrategien für ein anvisiertes Portfolio für den Frühruhestand
Warum ist Rebalancing so wichtig?
Wann lohnt Rebalancing im Aktienteil? Korrelationen zwischen Regionen anhand einzelner Risikofaktoren

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Angehängte Datei  200812_ART_Rebalancing_ger_WEB.pdf (182,91K)
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Angehängte Datei  SSRN_opt_rebal.pdf (183,42K)
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Ausstiegsszenarien und Deinvestitionsvarianten

Gegen Ende eines Anlegerlebens sind geeignete Ausstiegszenarien wichtig, um das angesparte Kapital möglichst gut zu schützen - hier existieren diverse Ansätze, bspw. zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Ruhestand die risikoreichen Investments komplett oder hälftig in risikogeringe Anlageklassen umzuschichten - in Abhängigkeit vom Lebensalter und von Vererbungswünschen ggf. auch (anteilig) in eine Sofortrente.

Ein weiteres Szenario wäre es, ab einem gewissen Zeitpunkt jährlich oder dynamisch beim Rebalancing zu entnehmen und umzuschichten – so würde man quasi antizyklisch deinvestieren.

Man könnte den jeweiligen risikogeringen Anteil am Portfolio im Alter auch gemäß einer einfachen Faustformel festlegen: Hierbei subtrahiert man das aktuelle Lebensalter von der Zahl 100 (oder 110 aufgrund gestiegener Lebenserwartungen) und erhält damit den prozentualen Anteil, den der risikoreiche Anteil einnehmen sollte.

Interessant erscheint auch die Etappenstrategie (nach dem Modell Schweizer Pensionskassen), die im Idealfall ein Vermögen erhalten kann: Angehängte Datei  395902.pdf (142,65K)
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Angehängte Grafik: Grafik_Etappenstrategie.jpg
Quelle: VermögensZentrum

Höhere zukünftige Volatilitäten bei den Konjunkturzyklen und den Kapitalmärkten könnten den Ausstieg erschweren. Entsprechende Zukunfts- und Markteinschätzungen werden also nötig sein - zumindest in Bezug auf die späteren Gewichtungen der einzelnen Anlageklassen. Unterm Strich hieße das, auch als Passivinvestor aktiv in die Hauptmärkte (Aktien und Anleihen) ein- und auch wieder auszusteigen - um "Markettiming" im weiteren Sinne wird man also nicht herumkommen und sollte sich dementsprechend möglichst frühzeitig damit auseinandersetzen.

Mögliche Ursachen für zunehmende Schwankungen an den Kapitalmärkten:
  • "Deleveraging" (Verschuldungsabbau), d.h. Abbau der Kreditfinanzierung im Nicht-Finanzsektor sowie Abbau der Staatsschulden
  • Eine "neue Globalisierung", d.h. höheres Wachstum in den Schwellenländern, gedämpftes Wachstum in den Industrieländern und die zusätzliche Gefahr von Protektionismus
  • Eine zunehmende Regulierung des Finanzsystems

World Debt Clocks
A Visualization of United States Debt
The European Super Highway of Debt
Anlegen nach Geschäftsklimaindizes
Wirtschaftzyklus und Assetallokation
Nach Konjunkturzyklen in Anleihen anlegen
Zinskurve auch Zinsstrukturkurve genannt
Die 6 Stadien im Intermarket- bzw. Konjunkturzyklus
Zentrale Risiko-Indikatoren für die Krise - Die Krisen-BSC
Aktienkäufe auf Kredit / Margin Debt
Ausstieg aus einem Sparplan?

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 31. August 2014 - 14:58

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Geschrieben 07. Dezember 2010 - 21:32

Swap-ETF oder replizierender ETF?

Hintergründe:

  • Replizierende Exchange-traded Funds (ETF) arbeiten in der Regel nach der Optimized Sampling-Methode, d.h. es wird nur eine Teilmenge der Indexkonstituenten ins Sondervermögen gekauft (normalerweise die Werte, die das größte Gewicht im Index haben und eine entsprechende Liquidität aufweisen) - dadurch erhöht sich der Tracking Error (Abweichung vom zugrundeliegenden Index).
  • Swap-ETFs halten nicht die Aktien der zugrundeliegenden Indizes, sondern komplett andere in Form eines Sicherheitenkorbes (engl.: collateral) - zusätzlich schließen sie dafür einen Swap-Kontrakt mit einem Kontrahenten (üblicherweise eine Investmentbank), durch den die Performance des Sicherheitenkorbes gegen die Performance vom Referenzindex, der das vermeintliche Underlying des ETFs darstellt, getauscht wird.
  • Swap-ETFs tracken dadurch den zugrundeliegenden Index besser und sind teilweise kostengünstiger als die replizierenden Pendants (bezogen auf die Performancewerte scheinen diese Vorteile aber rein akademischer Natur zu sein).
  • Bei einigen ausländischen thesaurierenden Swap-ETFs werden keine ausschüttungsgleiche Erträge ausgewiesen (z. B. bei db x-trackers und bei ComStage) - somit unterliegen solche Fonds nicht der Gefahr einer Doppelbesteuerung, weil sämtliche Erträge erst bei Verkauf nachgelagert besteuert werden. Trotzdem kann es zu einer Strafbesteuerung kommen, wenn die Besteuerungsgrundlagen zum Zeitpunkt des Verkaufes noch nicht bekannt sind (hier gilt eine 4-monatige Frist nach Geschäftsjahresende des jeweiligen Fonds). Zudem bestehen teilweise Probleme bei der Weitergabe der Kaufdaten im Rahmen von Depotüberträgen, so dass es in solchen Fällen zu einer unerwünschten vorgelagerten Besteuerung kommen kann.
  • Aufgrund der nachgelagerten Besteuerung entsteht bei den ausländischen thesaurierenden Fonds ein Rendite-Vorteil durch den Zinseszinseffekt, der aber gleichzeitig durch die Nichtanrechnung der Quellensteuer wieder aufgehoben wird (Quelle: sparfux).

Aufgrund der Swap-Kontrakte entsteht ein Ausfallrisiko des Kontrahenten (gemäß UCITS III ist dieses Risiko auf 10 % des Fondsvermögens begrenzt) - alle Anbieter setzten sich durchschnittliche Mindestwerte für die Sicherheiten ihrer ETFs. Jedes Mal, wenn deren Marktwert unter diesen Mindestwert fällt, setzt der ETF-Anbieter den Swapwert zurück und verlangt von der Gegenpartei die Lieferung zusätzlicher Sicherheiten (Cash oder Wertpapiere).
Das Zurücksetzen des Swaps setzt auch das Kontrahentenrisiko zurück auf Null, da üblicherweise soviele Sicherheiten gestellt werden, dass der Sicherheitenkorb wieder zu 100 % dem Fondswert entspricht. Manche Anbieter, wie db x-trackers und ComStage setzen den Sicherheitenkorb auf über 100 % des Fondswertes zurück, so dass kein Kontrahentenrisiko mehr besteht.

Angehängte Grafik: 5f3167f8a4.jpg

Angehängte Grafik: swapEtfs.gif
Quelle: Institutional Money

Und was ist mit physisch replizierenden ETFs?

Eine Morningstar-Umfrage, die die Praxis der Anbieter von physisch replizierenden ETFs zwischen Januar und August 2011 mit Blick auf die Quote der Leihegeschäfte in ihren Fonds untersuchte, förderte Bemerkenswertes zutage. Wussten Sie, dass der Renten-ETF der Sparkassentochter ETF-Lab „ETFlab Deutsche Börse Eurogov Germany 3-5“ rund 99 Prozent seiner Bestände verleiht? Oder dass die Blackrock-Tochter iShares 92 Prozent der Bestände im „iShares FTSE 250“ an Investoren gegen eine Leihegebühr vergibt? Ähnlich sieht es bei den – zahlenmäßig allerdings geringen - physisch replizierenden ETFs der Commerzbank und Easy-ETF aus.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die ETF-Anbieter, die Wertpapierleihe betreiben, sichern sich standardmäßig ab. Das Risikomanagement umfasst die Besicherung der verliehenen Wertpapiere mit zumeist erstklassigen Sicherheiten, in der Regel Euro-Staatsanleihen ebenso, wie die sorgfältige Auswahl der Kontrahenten, mit denen die Leihegeschäfte eingegangen werden (nach unserer Kenntnis betreiben alle Anbieter physisch replizierender ETFs mit der Ausnahme der niederländischen Think Capital Wertpapierleihegeschäfte).

Allerdings verbleibt bei diesen Leihegeschäften ein Restrisiko, das in vielerlei hinsicht an die Restrisiken bei den Geschäften der Swap-ETFs erinnert. Ungeachtet aller Absicherungsschritte drohen dem Anleger Nachteile, sollte der Swap-Kontrahent pleite gehen. Wie auch bei den Swap-ETFs trägt der Investor dieses Restrisiko bei den Leihegeschäften der physisch replizierenden ETFs (üblicherweise gibt es bei Swap-ETFs keine Risiken, die aus Leihegeschäften resultieren, da diese nicht auf Ebene der Fonds, sondern auf der Ebene der Bank getätigt werden).

Hier kommen wir auf einen entscheidenden Punkt bei der Bewertung des Risikos von physisch replizierenden ETF: Wenn der Anleger die Risiken der Leihegeschäfte trägt, dann wäre es nur angemessen, dass er in vollem Umfang die Leihegebühren vereinnahmt. Die Praxis zeigt allerdings, dass nur drei Anbieter ihren ETFs in vollem Umfang die vereinnahmten Leihegebühren weiterleiten. Das sind Comstage, Credit Suisse, XACT und ETF-Lab. Bei Easy-ETF und SPDR sind es nur 50 Prozent der Erträge, Marktführer iShares, HSBC und Amundi schreiben ihren ETFs immerhin 60 Prozent der Leiheerträge gut, und Powershares leitet 70 Prozent der Leihegebühren weiter (die UBS lässt sich in dieser Frage nicht in die Karten schauen).

Übersicht über die Rückvergütungspraxis bei Wertpapierleihe:

Angehängte Grafik: Überblick physische ETF.JPG
Quelle: Morningstar

Handbuch der Indizes
Was entscheidet über die Qualität eines ETF?
Die unsägliche "Swap-Frage"
ETFs und Swaps
ETF-Gebühren
ETF-Depot ohne Steuerkram
Swap-Konstruktionen bei ETFs - ein Megaproblem?
Grundwissen: Risiko von ETFs/Indexfonds einfach erklärt und auf den Punkt gebracht
Sicherheit von replizierenden und Swap-ETFs
Fonds: Begrenzung von Risiken bei Leih- und Swapgeschäften

Angehängte Datei  ETF-Handbuch_2014_web_InteraktivesPDF_20140505.pdf (718,8K)
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Angehängte Datei  Morningstar Report On the Right Track Measuring Tracking Efficiency in ETFs February 2013.pdf (1,42MB)
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Angehängte Datei  SyntheticETFs_DRAFT_14-05.pdf (987,78K)
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Angehängte Datei  Securities Lending in Physical ETFs (4).pdf (641,12K)
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Angehängte Datei  Unterschiede_und_Gemeinsamkeiten_boersennotierter_passiver_Investmentprodukte.pdf (874,88K)
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Angehängte Datei  Funktionsweise und Replikationstil.pdf (305,65K)
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Besteuerung von Investmentfonds

Übersicht Besteuerung von Investmentfonds
Erweiterung: FAQ - Übersicht Besteuerung von Investmentfonds
Papierkrieg in Abgeltungsteuerzeiten - Ausländische Thesaurierer
Steuer bei ausländischen thesaurierenden Fonds
Abgeltungssteuer bei ausländischen thesaurierenden ETF’s
Ausländische Thesaurierer auf den Steuerbescheinigungen der Banken
Augen auf beim iShares-Kauf...
Steuerliche Behandlung von iShares in Irland aufgelegten ausländischen Ausschüttern mit fiktiver Thesaurierung
Augen auf beim Tracker-Kauf...
Kurze Anleitung: steuereinfache Fonds/ETF selbst finden
Steuern nach Fondsverkauf 18 mal so hoch wie der Gewinn selbst
Der Altverluste-Thread, Verlustpuffer, Altverluste Neuverluste
Anschaffungsdaten bei Depotübertrag von Altbeständen
Fonds verkaufen trotz Abgeltungssteuerfreiheit?
Der elektronische Bundesanzeiger und die Veröffentlichung von Besteuerungsgrundlagen
Bundesanzeiger
Bundeszentralamt für Steuern

Angehängte Datei  investmentfonds-und-steuern.pdf (1,44MB)
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Angehängte Datei  Investmentfonds_und_Abgeltungsteuer_2014.pdf (1,35MB)
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Angehängte Datei  Steuermerkblatt-Inland.pdf (1,51MB)
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Geschrieben 08. Dezember 2010 - 05:35

Aktienportfoliostrukturierungen mittels Regionenallokationen

Sein Risiko bei der Aktienanlage zu streuen, ist wichtig - aber wie eigentlich?

Sinnvoll dürfte eine Aufteilung des Aktiendepots auf verschiedene Regionen der Welt sein, um bspw. ein "Home Bias" zu vermeiden - diesbezüglich existieren unterschiedliche Ansätze, mittels derer die verschiedenen Regionen (Europa, Nordamerika, Asien/Pazifik, Emerging Markets, Frontier Markets) zueinander gewichtet werden und das vorhandene Vermögen diesen Anteilen entsprechend aufgeteilt wird.

Innerhalb einzelner Regionen wird in der Regel nach Marktkapitalisierung gewichtet, weil zur Abdeckung jeder Region prinzipiell ein ETF auf einen einzelnen Aktienindex reicht und die marktbreiten Benchmark-Indizes die Gewichtung der enthaltenen Aktien nach Marktkapitalisierung vornehmen (mit einer Abdeckung der gesamten Marktkapitalisierung von ca. 85% - dabei entfallen etwa 70% auf die Large Caps, die restlichen 15% auf die Mid Caps).

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Regionengewichtungen nach Marktkapitalisierung (KAP)

Die Gewichtung der einzelnen Regionen im MSCI All Country World Index stellt sich derzeit annäherungsweise so dar:

55% MSCI North America (USA, Kanada)
23% MSCI Europe
12% MSCI Pacific (Japan, Australien, Hongkong, Singapur, Neuseeland)
10% MSCI Emerging Markets

Oder in vereinfachter Form: 90% MSCI World - 10% MSCI Emerging Markets

Der MSCI World ist ein Marktkapitalisierungsindex auf Freefloat-Basis ("free float-adjusted"), der die Performance der Aktienmärkte der Industrienationen messen soll. Im MSCI World Index sind die folgenden 23 Länderindizes von Industrienationen vertreten: Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, die Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Portugal, Singapur, Spanien, Schweden, Schweiz, das Vereinigte Königreich (United Kingdom) und als Hauptvertreter die USA (derzeit zu ca. 50%).

Der MSCI Emerging Markets ist ein um Streubesitz adjustierter marktkapitalisierungsgewichteter Index, der die Wertentwicklung der globalen Emerging Markets wiederspiegelt. Der Index enthält die folgenden 23 Länderindizes: Brasilien, Chile, China, Kolumbien, Tschechische Republik, Ägypten, Griechenland, Ungarn, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Mexiko, Peru, Philipinen, Polen, Katar, Russland, Südafrika, Taiwan, Thailand, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Es existieren mittlerweile mehrere ETFs, die den MSCI All Country World Index komplett abbilden - der MSCI ACWI Index ist ein auf den Streubesitz basierender marktkapitalisierungsgewichteter Index, der die Wertentwicklung der Aktienmärkte in entwickelten Ländern und Schwellenländern weltweit messen soll. Darin vertreten sind ca. 2500 Wertpapiere aus den Segmenten Large Caps und Mid Caps und er setzt sich aus 46 Länderindizes zusammen, davon jeweils die Hälfte aus entwickelten Märkten und aus Schwellenmärkten (siehe MSCI World und MSCI Emerging Markets).

Im MSCI ACWI IMI Index sind ca. 9000 Wertpapiere aus den Segmenten Large Caps, Mid Caps und Small Caps vertreten (70%:15%:15%) - die Zusammensetzung der Länderindizes ist annähernd identisch zum MSCI ACWI Index.

Regionengewichtungen nach Bruttoinlandsprodukt (BIP)

2008 erschien eine Studie von Heiko Jacobs, Sebastian Müller und Martin Weber, die einer Gewichtung der Aktien-Portfoliobestandteile nach BIP-Daten den Vorzug gibt (und im ARERO umgesetzt wird):

Angehängte Datei  behavioral-finance-group_band17.pdf (649,5K)
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Schaut man sich die Performancewerte der Jahre 1988 bis 2009 an, so zeigt sich, dass der MSCI AC World Index GDP NDTR EUR (BIP-Gewichtung) deutlich besser performt hat als der MSCI AC World Index NDTR EUR (KAP-Gewichtung). Dies dürfte einerseits mit den zeitweilig hohen Anteilen von Japan (= renditeschädlicher Einfluss durch die dortige Baisse Ende der 80er Jahre) sowie gleichzeitig mit deutlich geringeren Emerging Markets-Anteilen im MSCI ACWI zu tun gehabt haben - das höhere systematische Risiko durch einen höheren Schwellenländeranteil wurde beim MSCI ACWI GDP also entsprechend entlohnt.

Angehängte Datei  RB_GDP_weighted_asset_allocation updated.pdf (272,68K)
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Angehängte Grafik: post-6855-0-32238400-1317667087_thumb.png

Aktuelle Zusammensetzung des zugrunde liegenden MSCI All Country World Index GDP (Quelle: supertobs und sparfux):

Angehängte Grafik: index.png
© supertobs

Angehängte Grafik: post-7927-0-67941200-1382869884_thumb.png
© supertobs

Ein derartiges Portfolio könnte annäherungsweise aus lediglich vier Indizes gestaltet werden:

30% MSCI North America / MSCI USA / S&P 500
30% MSCI Europe / STOXX Europe 600
10% MSCI Pacific / MSCI Japan
30% MSCI Emerging Markets

Alternative Gewichtungsmethoden

Da die Verwendung der traditionellen Indizes nach Marktkapitalisierung teilweise kritisch betrachtet wird, existieren mittlerweile alternative Aktienbenchmarks, die einzelne Aktien beispielsweise gleichwertig, nach Dividende, betrieblichen Fundamentalindikatoren oder statistischen Eigenschaften gewichten.

Aktienindizes: alternative Gewichtungsmethoden im Vergleich
Noch mehr alternative Indizes im Check

Angehängte Datei  alternative-indexing-approaches-german.pdf (518,89K)
Anzahl der Downloads: 196
Angehängte Datei  SSRN-id2242028.pdf (1,35MB)
Anzahl der Downloads: 91
Angehängte Datei  SSRN-id2242034.pdf (901,02K)
Anzahl der Downloads: 78
Angehängte Datei  ETF and index development.pdf (547,88K)
Anzahl der Downloads: 62

Gewichtungen nach Equal-Weight (EW)

Equally Weighted ETFs (bspw. von db x-trackers und Ossiam) investieren in alle Aktien des jeweiligen zugrunde liegenden Index. Allerdings werden die Wertpapiere nicht wie im Basisindex nach Marktkapitalisierung gewichtet - stattdessen besitzt jedes Unternehmen den gleichen Anteil am Portfolio. Somit ergibt sich ein verändertes Gewicht in den verschiedenen Marktsektoren, zudem bekommen kleinere Unternehmen aus den Indizes ein deutlich stärkeres Gewicht.

Equal Weight Index Funds and the Sin of Portfolio Management
Equal Weighted Indices

Angehängte Datei  Behind the performance of Equally Weighted Indices.pdf (305,88K)
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Angehängte Datei  Equal Weight Indizes.pdf (136,76K)
Anzahl der Downloads: 99
Angehängte Datei  edhec-working-paper-equal-weighted-portfolio_1333526543490.pdf (2,91MB)
Anzahl der Downloads: 136
Angehängte Datei  Demystifying_Equal_Weighting.pdf (709,84K)
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Gewichtungen nach fundamentalen Kriterien (RAFI)

Beim "Research Affiliates Fundamental Indexing" (RAFI) werden die Aktien anhand von Cashflow, Umsatz, Dividenden und Buchwert ausgewählt und gewichtet. Einmal pro Jahr werden die Gewichtungen der Aktien in den Fonds neu festgelegt (bspw. von Lyxor und PowerShares).

Fundamental Indexing

Angehängte Datei  Fundamental Index Methodology.pdf (563,87K)
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Angehängte Datei  Ground Rules For The Management Of The FTSE RAFI Index Series.pdf (237,63K)
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Angehängte Datei  SSRN-id2088515.pdf (3,21MB)
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Angehängte Datei  Neuartige Gewichtungsmethoden.pdf (423,21K)
Anzahl der Downloads: 147

Gewichtungen nach Risk-Weight (RW)

Die Gewichtung der einzelnen Aktien in den Risk Weighted-Indizes erfolgt unter Beachtung des Risikoprinzips, d.h. Aktien mit geringerer Volatilität werden stärker gewichtet - UBS und Lyxor bieten entsprechende ETFs.

Angehängte Datei  MSCI_ACWI_Risk_Weighted_Index.pdf (661,18K)
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Bei den Minimum-Variance-Indizes wird bei der Zusammenstellung des Indexportfolios häufig noch zusätzlich darauf geachtet, dass die Korrelation der Aktien untereinander gering ist - bspw. in ETFs von iShares, Ossiam und SPDR.

Gewichtungen nach Währungsräumen

Ein Reduzierung beteiligter Fonds mit deutlichem Überhang von US-Werten aufgrund fehlender BIP-Gewichtung der einzelnen Developed Markets-Regionen wäre eine Mischung aus einem MSCI World-ETF zu 70% und einem MSCI Emerging Markets-ETF zu 30%. Manche mischen bei dieser Kombination noch einen ETF aus der Eurozone (EURO STOXX oder MSCI EMU) hinzu (z.B. 50% Welt - 30% Eurozone - 20% Schwellenländer) - einerseits, um das starke Nordamerika-Übergewicht im MSCI World auszugleichen, andererseits, um das damit verbundene Währungsrisiko zu senken. Währungsrisiken hat man immer dann, wenn man in Aktien investiert, die in anderen Währungszonen notiert sind (z.B. in USD). Dabei ist es unerheblich, ob der ETF-Fonds selbst in Euro oder in USD notiert (MSCI World ETF in USD oder in EUR?).

Abhängig vom eigenen Anlagehorizont sollte man ggf. eine moderate Euro-Übergewichtung in sein Depot einbauen, da der EUR/USD-Wechselkurs einen recht großen Risikofaktor für die Depotperformance darstellt. Auch die Währungen der Schwellenländer sind ein gewisses Risiko, da Sie sehr volatil sind - aufgrund ihrer breiten Diversifizierung wird das Problem allerdings etwas abgeschwächt. Langfristig sollten sich die Währungsunterschiede durch die Regression zum Mittelwert ausgleichen (Mean-Reversion-Effekt).
Mittlerweile emittieren erste Anbieter auch währungsgesicherte ETFs, so bspw. db-x trackers und iShares.

Übergewichtung des Euro-Währungsraums sinnlos?
Der Home Bias – ist die weltweite Aktienanlage wirklich ratsam?

Zusammenhänge zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienrenditen

Einige Studien raten Anlegern, die an langfristigen Investitionen interessiert sind, Entscheidungen über ihre Vermögensallokation nicht lediglich anhand von Wirtschaftswachstumsprognosen zu treffen. Ihre Analyse zeigt, dass die durchschnittliche länderübergreifende Korrelation zwischen dem langfristigen Wachstum des Bruttoinlandproduktes und langfristigen Aktienerträgen effektiv null ist. Es wird nachgewiesen, dass dieses unerwartete Ergebnis in den vergangenen 100 Jahren für alle bedeutenden Aktienmärkte sowie in den vergangenen Jahrzehnten für Märkte in Industrie- und Schwellenländern gültig ist.

Bei einer Gewichtung der Regionen nach Weltbruttoinlandsproduktdaten (BIP) als Basis zur Portfolio-Gewichtung kann es daher zu zukünftigen Fehlentscheidungen kommen, weil aufgrund dieser Gewichtung einer Länderallokation der Vorrang gegeben wird und dadurch Unternehmen, die zwar die entsprechende BIP-Leistung erwirtschaftet aber ihren Sitz in einem anderen Land haben, untergewichtet werden könnten (siehe Grafik vom MSCI ACWI).
Prognosen gehen davon aus, dass der Anteil der Schwellenländer am globalen BIP 2020 bei ca. 50% und 2030 bei ca. 60% liegen wird (Quelle: morningstar.de). Aufgrund dieses enormen zukünftigen Wachstums der jetzigen Emerging Markets könnte es zu einer ausgeprägten Übergewichtung derselben kommen. Hinzu kommt die demographische Entwicklung und das bisher vergleichsweise geringe BIP pro Kopf in den EM.

Angehängte Grafik: QwiC08L.png
Quelle: Economic Exposure Indices

Weltdepot - Was ist der beste Mix?
Emerging Markets ...und warum ich nichts davon halte
Warum kein 70/30 Emerging-Markets/Welt-Aktien Welt-Portfolio?

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Angehängte Datei  IEMGER_092010-1.pdf (425,84K)
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Angehängte Datei  MSCIGlobal Equity Allocation.pdf (2,31MB)
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Angehängte Datei  121019_built_to_last_MSCI-paper.pdf (707,63K)
Anzahl der Downloads: 52
Angehängte Datei  1284142322.pdf (130,09K)
Anzahl der Downloads: 123
Angehängte Datei  ETF-magazin_1101 - Emerging Markets.pdf (256,35K)
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Eine Tabelle mit Performancewerten unterschiedlicher regionaler Index-Gewichtungen inkl. jährlichem Rebalancing:

Angehängte Grafik: post-8434-0-28428600-1409827622_thumb.png
© otto03

Langfristige Renditen einzelner MSCI-Indizes lassen sich hier vergleichen: MSCI Index Performance

Im Bogleheads-Forum findet sich ein Backtesting-Spreadsheet für unterschiedliche Depotvarianten: Spreadsheet for backtesting

Beispiele für (unterschiedlich komplexe) globale Portfolios mit einer Verteilung von ca. 70% Large Caps, ca. 15% Mid Caps und 15% Small Caps. Da es keinen Small Cap-Fonds für den Pazifikanteil gibt, wurde in diesen Beispielen darauf verzichtet - die Anteile der Small Cap-Fonds der anderen Regionen wurden entsprechend erhöht:

25% MSCI North America / MSCI USA / S&P 500
05% MSCI USA Small Cap
25% MSCI Europe / STOXX Europe 600
05% MSCI Europe Small Cap
10% MSCI Pacific / MSCI Japan
25% MSCI Emerging Markets
05% MSCI Emerging Markets Small Cap

60% MSCI World
25% MSCI Emerging Markets
05% MSCI USA Small Cap
05% MSCI Europe Small Cap
05% MSCI Emerging Markets Small Cap

60% MSCI World
25% MSCI Emerging Markets
15% MSCI World Small Cap

85% MSCI ACWI
15% MSCI World Small Cap

100% MSCI ACWI IMI

Zwecks Analyse eigener Depotentwürfe bietet sich das "Instant X-Ray" aus den Morningstar Fonds Tools an:
Morningstar Instant X-Ray
Basteln mit Morningstar Instant X-Ray

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 18. Oktober 2014 - 11:02

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"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

#6 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 17. Dezember 2010 - 23:14

Aktienportfoliostrukturierungen mittels Branchenallokationen

Durch die Globalisierung wird die Welt zum „globalen Dorf“. Die Güter-, Arbeits- und Finanzmärkte wachsen zusammen.
Durch die Globalisierung schwindet die Erklärungskraft länderspezifischer Faktoren, was sich vor allem an der wachsenden Bedeutung der transnationalen Unternehmen zeigt. Hierdurch sinkt das Diversifikationspotenzial.
Dafür gewinnen branchenspezifische Faktoren an Bedeutung. Dies erhöht die Chance, über den Branchenansatz die Vorzüge der Diversifikation zu nutzen.
Da zu erwarten ist, dass dieser Trend auch zukünftig anhält, könnte ein Portfolio unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten über die Branchenallokation besser als über den Länderansatz optimiert werden.

Als Beispiel die Sektorengewichtung beim MSCI World-Index (Developed Markets):

Angehängte Grafik: msciworld.JPG

Schaut man sich an, welche Branchen in der Vergangenheit die besten annualisierten Renditen erwirtschaftet haben (Quelle: Datastream), so kommt man für den Zeitraum 1/95 bis 12/09 auf folgendes Ergebnis (die entsprechenden Risikowerte stehen in Klammern):

Energie 12,3% (20,0%)
Gesundheit 9,7% (18,6%)
Klassischer Konsum 9,0% (14,5%)
Grundstoffe 7,9% (21,3%)
Informationstechnologie 7,9% (35,7%)
Versorger 7,8% (17,3%)
MSCI ACWI 6,1% (19,1%)
Telekommunikation 5,6% (26,0%)
Industrie 5,0% (19,9%)
Finanzen 4,9% (21,4%)
Zyklischer Konsum 4,5% (19,6%)

Lyxor und db x-trackers haben mittlerweile ETF-Produkte herausgebracht, die einzelne Branchen des MSCI World abbilden. ComStage, db x-trackers, Lyxor und iShares emittieren entsprechende Branchen-Pendants des STOXX Europe 600 - db x-trackers hat zudem Branchenfonds aus dem Bereich des MSCI Emerging Markets im Angebot.

BIP-Gewichtung der Branchen sinnvoll?

Angehängte Datei  PortfolioPraxis-Portfoliooptimierung-in-der-Praxis.pdf (1,85MB)
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Value- oder Growth-Branchen?

Benjamin Graham und David L. Dodd legten bereits 1934 mit ihrem Buch „Security Analysis“ den Grundstein des heute bekannten Value-Investings. Das Prinzip des Value oder wertorientierten Ansatzes ist leicht erklärt: Anhand von Bilanzkennzahlen wird der „innere“ oder „faire“ (Substanz-) Wert eines Unternehmens ermittelt. Liegt der aktuelle Marktwert des Unternehmens (Börsenkurs multipliziert mit der Anzahl der emittierten Aktien) im Verhältnis zum „inneren“ Wert sehr niedrig, erscheint die Aktie nach der Value-Strategie kaufenswert.

Ein wachstumsorientierter Growth-Investitionsstil rückt die Zukunft näher in den Vordergrund. Nicht die heute vorhandenen Werte machen hier den Reiz einer Aktie aus, sondern die Hoffnung auf ein überdurchschnittliches, zukünftiges Umsatz- und Gewinnwachstum. Die beiden Investmentstile implizieren eine unterschiedliche Branchenausrichtung. Der Growth-Stil konzentriert sich stärker auf Wachstumsbranchen, während der Value-Stil auf eher reifere Branchen fokussiert ist.

Im historischen Kontext betrachtet war der Value-Ansatz sowohl aus Rendite- als auch aus Risikogesichtspunkten langfristig überlegen. Es waren allerdings immer wieder Phasen zu beobachten, in denen der Wachstumsansatz deutlich höhere Renditen erwirtschaftete. Ein Kernportfolio sollte daher sowohl den Value- als auch den Growth-Stil beinhalten (Blend- oder GARP-Ansatz).

Angehängte Datei  ff_growthvalue.pdf (780,45K)
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Angehängte Datei  The_Cross-Section_of_Expected_Stock_Returns.pdf (1,96MB)
Anzahl der Downloads: 48
Angehängte Datei  SSRN-id806664.pdf (104,57K)
Anzahl der Downloads: 70
Angehängte Datei  The_Value_Premium_and_the_CAPM.pdf (264,68K)
Anzahl der Downloads: 88
Angehängte Datei  Value oder Growth.pdf (695,1K)
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Beispiele für Depots aus Einzelwerten unterschiedlicher Branchen finden sich hier:
AKTIEN-PORTFOLIO - Qualität zum günstigen Preis
Kernportfolio aus Bluechip-Einzelaktien / marktnah / langfristig
Einzelaktiendepot
Schinderhannes' Langfristaktiendepot
Der Futtertrog der Dividendensau
Schlaftablettes Depot
Langfristiges Value/Dividenden Portfolio
Seppels Depot
Depot/Zins&Dividende/Transaktionen
Hamsterrad Depot

Zum Thema Einzelwertedepots vs. breite Diversifikation:
Analyse der Renditeverteilung bei einer stochastischen Auswahl von n-Tupel im deutschen Anlageuniversum im Zeitraum t
Die Anti-Strategie (rein zufällig investieren)?
Kleinanleger: Kleines Aktiendepot vs. Passives Investieren
Investitionsentscheidung: Wechsel von ETFs auf Aktien
The 15-Stock Diversification Myth

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 01. September 2014 - 23:14

Musterdepot

"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

#7 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 18. Dezember 2010 - 11:19

ETFs für Aktien

kursiv = ETFs mit dt. Domizil und somit ohne dauerhaften steuerlichen Mehraufwand (auch unter Berücksichtigung zukünftiger Imponderabilien)

Global (nur Developed Markets)

db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1C (IE00BJ0KDQ92) TER 0,19% (replizierend - thesaurierend)
ComStage ETF MSCI World TRN UCITS ETF I (LU0392494562) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
iShares Core MSCI World UCITS ETF (IE00B4L5Y983) TER 0,20% (replizierend - thesaurierend)
UBS - MSCI World UCITS ETF A (LU0340285161) TER 0,30% (replizierend - ausschüttend)
HSBC MSCI WORLD UCITS ETF (DE000A1C9KL8) TER 0,35% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
AMUNDI ETF MSCI WORLD UCITS ETF - EUR (FR0010756098) TER 0,38% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C (LU0274208692) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
LYXOR UCITS ETF MSCI WORLD (FR0010315770) TER 0,45% (Swap - ausschüttend)
MSCI World Source ETF (IE00B60SX394) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) (IE00B0M62Q58) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend)

db x-trackers MSCI WORLD UCITS ETF 4C (LU0659579733) TER 0,52% (hedged - Swap - thesaurierend)
iShares MSCI World Monthly EUR Hedged (DE000A1H53Q8) TER 0,55% (hedged - replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)

Global (Developed Markets und Emerging Markets)

SPDR MSCI ACWI UCITS ETF (IE00B44Z5B48) TER 0,40% (replizierend - thesaurierend)
LYXOR UCITS ETF MSCI ALL COUNTRY WORLD C-EUR (FR0011079466) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers MSCI AC World Index UCITS ETF (DR) (IE00BGHQ0G80) TER 0,50% (replizierend - thesaurierend)
iShares MSCI ACWI UCITS ETF (DE000A1JS9A4) TER 0,60% (replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)

SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (IE00B3YLTY66) TER 0,40% (inkl. 15% Small Cap-Anteil) (replizierend - thesaurierend)

Nordamerika

ComStage ETF MSCI North America TRN UCITS ETF I (LU0392494992) TER 0,25% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI North America UCITS ETF (DE000A0J2060) TER 0,40% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

db x-trackers MSCI USA Index UCITS ETF (DR) 1C (IE00BJ0KDR00) TER 0,07% (replizierend - thesaurierend)
ComStage ETF MSCI USA TRN UCITS ETF I (LU0392495700) TER 0,10% (Swap - thesaurierend)
UBS - MSCI USA UCITS ETF A (LU0136234654) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
AMUNDI ETF MSCI USA UCITS ETF (FR0010688275) TER 0,28% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers MSCI USA Index UCITS ETF 1C (LU0274210672) TER 0,30% (Swap - thesaurierend)
Deka MSCI USA UCITS ETF (DE000ETFL268) TER 0,30% (replizierend - ausschüttend)
HSBC MSCI USA UCITS ETF (DE000A1C22K7) TER 0,30% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
LYXOR UCITS ETF MSCI USA - D (FR0010296061) TER 0,30% (Swap - ausschüttend)
MSCI USA Source ETF (IE00B60SX170) TER 0,30% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI USA UCITS ETF (DE000A1H53M7) TER 0,33% (replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)
iShares MSCI USA - B UCITS ETF B (IE00B52SFT06) TER 0,33% (replizierend - thesaurierend)

iShares Core S&P 500 UCITS ETF (IE00B5BMR087) TER 0,07% (replizierend - thesaurierend)
HSBC S&P 500 UCITS ETF (DE000A1C22M3) TER 0,09% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR S&P 500 UCITS ETF (IE00B6YX5C33) TER 0,09% (replizierend - ausschüttend)
ComStage ETF S&P 500 UCITS ETF I (LU0488316133) TER 0,12% (Swap - thesaurierend)
AMUNDI ETF S&P 500 (FR0010892224) TER 0,15% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers S&P 500 UCITS ETF 1C (LU0490618542) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
UBS - S&P 500 UCITS ETF (USD) A-dist (IE00B7K93397) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
iShares S&P 500 UCITS ETF (Dist) (IE0031442068) TER 0,40% (replizierend - ausschüttend)

db x-trackers S&P 500 UCITS ETF 3C (LU0490619193) TER 0,30% (hedged - Swap - thesaurierend)
iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1H53N5) TER 0,45% (hedged - replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)

Um die Kosten (speziell bei den Replizierern) noch etwas weiter zu senken, liesse sich der MSCI North America durch einen MSCI USA oder durch einen S&P 500 ersetzen. Nachteilig wäre dabei der Verzicht auf Kanada, dessen Anteil am MSCI North America derzeit ca. 9% ausmacht.

Europa

AMUNDI ETF STOXX EUROPE 600 (FR0010791004) TER 0,18% (Swap - ausschüttend)
STOXX Europe 600 Source ETF (IE00B60SWW18) TER 0,19% (Swap - thesaurierend)
ComStage STOXX ® 600 NR UCITS ETF (LU0378434582) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers STOXX ® Europe 600 UCITS ETF (DR) (LU0328475792) TER 0,20% (replizierend - thesaurierend)
iShares STOXX Europe 600 (DE) (DE0002635307) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
EasyETF STOXX Europe 600 (FR0010616250) TER 0,30% (Swap - thesaurierend)

UBS - MSCI Europe UCITS ETF A (LU0446734104) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
ComStage ETF MSCI Europe TRN UCITS ETF I (LU0392494646) TER 0,25% (Swap - thesaurierend)
AMUNDI ETF MSCI EUROPE UCITS ETF (FR0010655696) TER 0,28% (Swap - ausschüttend)
db x-trackers MSCI Europe Index UCITS ETF (DR) (LU0274209237) TER 0,30% (replizierend - thesaurierend)
Deka MSCI Europe UCITS ETF (DE000ETFL284) TER 0,30% (replizierend - ausschüttend)
HSBC MSCI EUROPE UCITS ETF (DE000A1C22L5) TER 0,30% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
LYXOR UCITS ETF MSCI EUROPE (FR0010261198) TER 0,30% (Swap - ausschüttend)
MSCI Europe Source ETF (IE00B60SWY32) TER 0,30% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI Europe UCITS ETF (Acc) (DE000A0YBR20) TER 0,33% (replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)
SPDR MSCI Europe (SM) ETF (FR0000001885) TER 0,34% (replizierend - thesaurierend)
iShares MSCI Europe UCITS ETF (Inc) (DE000A0M5X28) TER 0,35% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

Bei der Verwendung vom STOXX Europe 600-Index käme man in den Genuß einer breiteren Aufstellung gegenüber dem MSCI Europe-Index (ca. 450 enthaltene Werte).

Eurozone

iShares EURO STOXX (DE) (DE000A0D8Q07) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)

UBS - MSCI EMU UCITS ETF A (LU0147308422) TER 0,23% (replizierend - ausschüttend)
AMUNDI ETF MSCI EMU UCITS ETF (FR0010655688) TER 0,25% (Swap - ausschüttend)
ComStage ETF MSCI EMU TRN UCITS ETF I (LU0392494729) TER 0,25% (Swap - thesaurierend)
SPDR MSCI EMU UCITS ETF (IE00B910VR50) TER 0,25% (replizierend - thesaurierend)
iShares MSCI EMU UCITS ETF B (IE00B53QG562) TER 0,33% (replizierend - thesaurierend)
LYXOR UCITS ETF MSCI EMU (FR0007085501) TER 0,35% (Swap - ausschüttend)

Der EURO STOXX-Index bietet eine etwas breitere Aufstellung (ca. 300 Werte) gegenüber dem MSCI EMU-Index (ca. 240 Werte).

Pazifik

ComStage ETF MSCI Pacific TRN UCITS ETF I (LU0392495023) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)

iShares Core MSCI Japan IMI UCITS ETF (DE000A0YBR53) TER 0,20% (replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)
ComStage ETF MSCI Japan TRN UCITS ETF I (LU0392495452) TER 0,25% (Swap - thesaurierend)
UBS - MSCI Japan UCITS ETF A (LU0136240974) TER 0,35% (replizierend - ausschüttend)
HSBC MSCI JAPAN UCITS ETF (DE000A1C0BD3) TER 0,40% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
AMUNDI ETF MSCI JAPAN UCITS ETF (FR0010688242) TER 0,45% (Swap - ausschüttend)
LYXOR UCITS ETF JAPAN (TOPIX) (FR0010245514) TER 0,45% (Swap - ausschüttend)
MSCI Japan Source ETF (IE00B60SX287) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
iShares Core MSCI Japan - B UCITS ETF (Acc) B (IE00B53QDK08) TER 0,48% (replizierend - thesaurierend)
db x-trackers MSCI JAPAN TRN INDEX ETF 1C (LU0274209740) TER 0,50% (Swap - thesaurierend)
Deka MSCI Japan UCITS ETF (DE000ETFL300) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend)
iShares MSCI Japan UCITS ETF (Inc) (DE000A0DPMW9) TER 0,59% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

UBS - MSCI Japan 100% hedged to EUR UCITS ETF (EUR) A-acc (LU0950672476) TER 0,45% (hedged - replizierend - thesaurierend)
iShares MSCI Japan EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1H53P0) TER 0,64% (hedged - replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)

Um die Pazifik-Region abzubilden, müsste man auf den ComStage ETF MSCI Pacific zurückgreifen - alternativ könnte man (mit Verzicht auf Australien, Hongkong, Singapur und Neuseeland) einen MSCI Japan-Indexfonds zum Gesamtportfolio hinzumischen.

Emerging Markets

AMUNDI ETF MSCI EMERGING MARKETS UCITS ETF - EUR (FR0010959676) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
ComStage ETF MSCI Emerging Markets TRN UCITS ETF (LU0635178014) TER 0,25% (Swap - thesaurierend)
SPDR MSCI Emerging Markets ETF (IE00B469F816) TER 0,42% (replizierend - thesaurierend)
MSCI Emerging Markets Source ETF A (DE000A1JM6G3) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
UBS - MSCI Emerging Markets UCITS ETF A (LU0480132876) TER 0,45% (replizierend - ausschüttend)
LYXOR UCITS ETF MSCI EMERGING MARKETS (FR0010429068) TER 0,55% (Swap - thesaurierend)
HSBC MSCI EMERGING MARKETS UCITS ETF (DE000A1JXC94) TER 0,60% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
db x-trackers MSCI Emerging Markets TRN Index ETF (LU0292107645) TER 0,65% (Swap - thesaurierend)
Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF (DE000ETFL342) TER 0,65% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Acc) (DE000A0YBR46) TER 0,68% (replizierend - thesaurierend - Domizil Irland)
iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Dist) (IE00B0M63177) TER 0,75% (replizierend - ausschüttend)

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66) TER 0,25% (replizierend - thesaurierend)

Frontier Markets

Frontier Markets (auch New Emerging Markets (NEMA)) sind Länder, die in ihrer Wirtschaftsentwicklung ein hohes Wachstum aufweisen, jedoch noch nicht den Stand eines Emerging Market erreicht haben. Frontier Markets stehen sozusagen an der Grenze („Frontier“) zu einem Emerging Market. Darunter lassen sich Länder aus Asien, Afrika, dem Mittleren Osten (MENA), Lateinamerika und Osteuropa zusammenfassen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Frontier Markets gegenüber den Emerging Markets in ihrer Wirtschaftsentwicklung um 20 Jahre zurückliegen.

RBS Market Access MSCI Frontier Markets Index ETF (LU0667622202) TER 0,90% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers S&P SELECT FRONTIER ETF 1C (LU0328476410) TER 0,95% (Swap - thesaurierend)

Der MSCI Frontier Markets-Index umfasst Aktien aus 25 Ländern - darunter Argentinien, Bangladesch, Pakistan, Nigeria oder Vietnam. Der S&P Select Frontier-Index konzentriert sich dagegen auf ausgesuchte Frontier Markets - stark vertreten sind Katar (ca. 20%), Kuwait (ca. 14%), Argentinien (ca. 10%) und die Vereinigten Arabischen Emirate (ca. 10%).

Investition in Frontier Markets mit ETFs
In Frontier Markets investieren

Small Cap

Small Cap-Fonds könnten bei größeren Anlagesummen hinzugemischt werden, um eine breitere Diversifizierung und eine zusätzliche Renditekomponente zu bekommen:

SPDR MSCI World Small Cap UCITS ETF (IE00BCBJG560) TER 0,45% (replizierend - thesaurierend)

ComStage ETF MSCI USA Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496005) TER 0,35% (Swap - thesaurierend)
iShares MSCI USA Small Cap UCITS ETF B (IE00B3VWM098) TER 0,43% (replizierend - thesaurierend)
iShares S&P Small Cap 600 UCITS ETF (DE000A0RFEB1) TER 0,40% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

Amundi ETF Russell 2000 UCITS ETF - EUR (FR0011636190) TER 0,35% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers Russell 2000 UCITS ETF 1C (LU0322248658) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)
ETFS Russell 2000 US Small Cap GO UCITS ETF (DE000A0Q8NE4) TER 0,45% (Swap - thesaurierend - Domizil Irland)
Russell 2000 Source ETF (IE00B60SX402) TER 0,45% (Swap - thesaurierend)

ComStage ETF MSCI Europe Small Cap TRN UCITS ETF I (LU0392496344) TER 0,35% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers MSCI Europe Small Cap Index UCITS ETF (DR) (LU0322253906) TER 0,40% (replizierend - thesaurierend)
SPDR MSCI Europe Small Cap UCITS ETF (FR0010149880) TER 0,40% (replizierend - thesaurierend)

UBS - MSCI EMU Small Cap UCITS ETF A (LU0671493277) TER 0,33% (replizierend - ausschüttend)
LYXOR UCITS ETF MSCI EMU SMALL CAP (FR0010168773) TER 0,40% (Swap - ausschüttend)
iShares MSCI EMU Small Cap UCITS ETF (IE00B3VWMM18) TER 0,58% (replizierend - thesaurierend)

iShares MSCI Japan Small Cap UCITS ETF (Inc) (IE00B2QWDY88) TER 0,58% (replizierend - ausschüttend)
iShares MSCI Japan Small Cap UCITS ETF (Inc) (DE000A0RFEC9) TER 0,58% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

SPDR MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF (IE00B48X4842) TER 0,55% (replizierend - thesaurierend)
iShares MSCI Emerging Markets Small Cap UCITS ETF (DE000A0YBR04) TER 0,74% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

iShares MSCI AC Far East ex-Japan Small Cap UCITS ETF (DE000A0RFEF2) TER 0,74% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 11. Oktober 2014 - 10:33

Musterdepot

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Geschrieben 12. Januar 2011 - 08:06

ETFs für Pfandbriefe und Anleihen

kursiv = ETFs mit dt. Domizil und somit ohne dauerhaften steuerlichen Mehraufwand (auch unter Berücksichtigung zukünftiger Imponderabilien)

Pfandbriefe

Pfandbriefe aus Deutschland oder dem Euroraum unterliegen Zinsänderungsrisiken:

Deka iBoxx EUR Liquid Germany Covered Diversified UCITS ETF (DE000ETFL359) TER 0,09% (replizierend - ausschüttend)
iShares Pfandbriefe (DE) (DE0002635265) TER 0,10% (replizierend - ausschüttend)
ComStage ETF iBOXX EUR Germany Covered Capped Overall TR I (LU0488317610) TER 0,12% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Germany Covered TR INDEX ETF 1C (LU0321463506) TER 0,15% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Germany Covered TR INDEX ETF 1D (LU0962081203) TER 0,15% (Swap - ausschüttend)

LYXOR UCITS ETF EUROMTS COVERED BOND AGGREGATE (FR0010481127) TER 0,17% (replizierend - thesaurierend) (Cave: hoher Spanienanteil)
iShares Euro Covered Bond UCITS ETF (DE000A0RFEE5) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
db x-trackers II iBoxx EUR Liquid Covered Index UCITS ETF 1C (LU0820950128) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) ist die Interessenvertretung der Pfandbriefbanken in der Bundesrepublik Deutschland - jährlich erscheint dort das Pfandbrief Fact Book.
Die Pfandbriefkurven (Zinsstrukturkurven) bilden die durchschnittlichen Funding-Levels der vdp-Mitgliedsinstitute in den Laufzeiten von 1 bis 15 Jahren ab.

Staatsanleihen der Developed Markets

Bei europäischen Staatsanleihen sollte man wie anfangs schon angesprochen derzeit vorsichtig agieren, ganz speziell bei den Langläufern (>10 Jahre) - diese haben, gemessen an der niedrigen inflationsbereinigten Rendite, ein höheres Risiko. Mittlere Laufzeiten von ca. 5 Jahren bieten, bzw. boten bei entsprechend langem Anlagehorizont i.d.R. das beste Sharpe Ratio:

ComStage ETF iBOXX EUR Liquid Sovereigns Diversified Overall TR UCITS ETF I (LU0444605645) TER 0,12% (Swap - thesaurierend)
AMUNDI ETF GOVT BOND EUROMTS BROAD (FR0010754192) TER 0,14% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sovereigns Eurozone Total Return (LU0290355717) TER 0,15% (Swap - thesaurierend)
Deka iBoxx EUR Liquid Sovereign Diversified 1-10 UCITS ETF (DE000ETFL110) TER 0,15% (replizierend - ausschüttend)
EasyETF iBoxx ® Liquid Sovereign Global (FR0010276949) TER 0,15% (replizierend - thesaurierend)
iShares Euro Government Bond Capped 1.5-10.5yr UCITS ETF (DE000A0H0785) TER 0,15% (replizierend - ausschüttend)
LYXOR UCITS ETF EuroMTS Global Investment Grade DR (FR0010028860) TER 0,17% (replizierend - thesaurierend)
iShares Core Euro Government Bond UCITS ETF (DE000A0YBRZ7) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

Höhere Renditen bei gleichzeitig höherem Risiko bieten europäische Staatsanleihen aus bonitätsschwächeren Ländern:

AMUNDI ETF GOVT BOND LOWEST RATED EUROMTS INVESTMENT GRADE (FR0010892190) TER 0,14% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sov. Eurozone Yield Plus ETF 1C (LU0524480265) TER 0,15% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sov. Eurozone Yield Plus ETF 1D (LU0962071741) TER 0,15% (Swap - ausschüttend)

Wer auf bonitätsschwächere europäische Länder verzichten möchte, dem bieten sich Fonds an, die lediglich Staatsanleihen mit einem Triple-A-Rating enthalten (Frankreich, Deutschland, Niederlande, Österreich, Finnland, Luxemburg):

AMUNDI ETF GOVT BOND HIGHEST RATED EUROMTS INVESTMENT GRADE (FR0010930636) TER 0,14% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sovereigns Eurozone AAA TR ETF 1C (LU0484969463) TER 0,15% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II iBoxx EUR Sovereigns Eurozone AAA TR ETF 1D (LU0975326215) TER 0,15% (Swap - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF EuroMTS Highest Rated Macro-Weighted Govt Bond DR (FR0010820258) TER 0,17% (replizierend - thesaurierend)

Der Citigroup Group-of-Seven (G7) Index bietet Zugang zu Staatsanleihen der sieben führenden Industrienationen: Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA. Der Index enthält ausschließlich Staatsanleihen mit Investment Grade und einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr:

iShares Global Government Bond UCITS ETF (DE000A0RM439) TER 0,20% (unhedged - replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

Breiter gefächert ist der db x-trackers Global Sovereign Index, der den Großteil des weltweiten Marktes für Staatsanleihen mit 21 Industrieländern abbildet:

db x-trackers II GLOBAL SOVEREIGN UCITS ETF 1C (LU0378818131) TER 0,25% (hedged - Swap - thesaurierend)
db x-trackers II GLOBAL SOVEREIGN UCITS ETF 1D (LU0690964092) TER 0,25% (hedged - Swap - ausschüttend)
db x-trackers II GLOBAL SOVEREIGN UCITS ETF 5C (LU0908508731) TER 0,25% (unhedged - Swap - thesaurierend)

Der Barclays Global Government AAA-AA Capped Bond Index bietet dagegen Zugang zu Staatsanleihen in lokaler Währung, die von entwickelten Volkswirtschaften weltweit ausgegeben werden. Die Anleihen haben ein Kredit-Rating der führenden Rating-Agenturen von mindestens Aa3 (Moody’s), AA- (Standard & Poor’s) und/oder AA- (Fitch):

iShares Global AAA-AA Government Bond UCITS ETF (IE00B87G8S03) TER 0,20% (unhedged - replizierend - ausschüttend)

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Da anfallende Fondskosten die Renditen zusätzlich herabsetzen, würden sich Direktinvestments in diesem Bereich anbieten: bspw. in Ländern mit einer starken Schuldenkultur und einer Staatsschuldenquote unter 60% wie Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Australien und Neuseeland. Ggf. könnten noch Länder wie die Niederlande, Großbritannien, Deutschland oder Österreich beigemischt werden, um eine breitere Streuung zu erreichen.

Bundeswertpapiere

Replizierende Fonds mit deutschen Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten und modifizierter Durationen:

Deka Deutsche Börse EUROGOV ® Germany UCITS ETF (DE000ETFL177) TER 0,15% (replizierend - ausschüttend)
Deka Deutsche Börse EUROGOV ® Germany 5-10 UCITS ETF (DE000ETFL201) TER 0,15% (replizierend - ausschüttend)
iShares eb.rexx ® Government Germany UCITS ETF (DE0006289465) TER 0,16% (replizierend - ausschüttend)
iShares eb.rexx ® Government Germany 5.5-10.5yr UCITS ETF (DE0006289499) TER 0,16% (replizierend - ausschüttend)

Der Deutsche Rentenindex misst die Wertentwicklung deutscher Staatsanleihen. Er wird von der Deutschen Börse als Kursindex (REX) und als Performanceindex (REXP) ermittelt.
Der REX enthält keine Preisänderungen und Zinserträge. Er besteht aus 30 synthetischen Anleihen mit konstanten Laufzeiten von 1 bis 10 Jahren und mit je drei Kupontypen: 6%, 7,5% und 9%.
Beim REXP fließen neben den Kursen des REX auch Preisänderungen und Zinserträge in die Berechnung ein. Zur Harmonisierung mit dem deutschen Aktienindex DAX erhielt der REXP am 30. Dezember 1987 die neue Basis 100 Punkte.

Angehängte Datei  REX_REXP_I_1_2_d.pdf (44,62K)
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Der Euro-Bund-Future bezieht sich auf eine synthetische 10-jährige Anleihe der Bundesrepublik Deutschland. Er ist im europäischen Rentenbereich der liquideste und bedeutenste Terminkontrakt und gilt somit als Referenz für den effektiven Zinssatz von 10-jährigen Bundesanleihen:

ComStage ETF Commerzbank Bund-Future TR UCITS ETF (LU0508799334) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)

Die Commerzbank Bund-Future Strategie Leveraged TR ist eine Strategie, die mit der Wertentwicklung des Euro-Bund-Future verknüpft ist. Somit spiegelt die Strategie die Performance einer Anlage mit einer zweifachen Long-Position auf den Euro-Bund-Future zzgl. einer Verzinsung des nicht gebundenen Kapitals auf der Basis des EONIA-Satzes wider:

ComStage ETF Commerzbank Bund-Future Leveraged TR UCITS ETF (LU0530118024) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)

Ähnlich verhält sich der SGI Daily Leveraged Bund Index - er ist mit einem Hebelfaktor von 200% an den im Eurex (BUND) geführten BUND-Terminkontrakt gekoppelt, der deutsche Staatsschuldtitel mit Laufzeiten von 10 Jahren darstellt und täglich neu ausgerichtet wird:

LYXOR UCITS ETF DAILY LEVERAGED BUND (FR0011023654) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)

Bei der Finanzagentur liessen sich mittels eines Schuldbuchkontos unterschiedliche Bundeswertpapiere gebührenfrei erwerben und verwahren - leider wurde das Privatkundengeschäft zum Jahresende 2012 eingestellt.

Unternehmensanleihen der Developed Markets

Bei Unternehmensanleihen mit Investment Grade (IG) liegen sowohl Zinsänderungsrisiken als auch unternehmerische Ausfallrisiken vor:

AMUNDI ETF EURO CORPORATES (FR0010754119) TER 0,16% (Swap - thesaurierend)
AMUNDI ETF EURO CORPORATE EX FINANCIALS IBOXX (FR0011020940) TER 0,16% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II IBOXX EUR LIQUID CORPOR. 100 TR INDX ETF 1C (LU0478205379) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
db x-trackers II IBOXX EUR LIQ.CORP.100 NON-FINANCIALS TR 1C (LU0484968655) TER 0,20% (Swap - thesaurierend)
Deka iBoxx EUR Liquid Corporates Diversified UCITS ETF (DE000ETFL375) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
Deka iBoxx EUR Liquid Non-Financials Diversified UCITS ETF (DE000ETFL383) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
iShares Global Corporate Bond UCITS ETF (DE000A1J7CK4) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF (DE0002511243) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Euro Corporate Bond UCITS ETF (DE000A0RM454) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Euro Corporate Bond ex-Financials UCITS ETF (DE000A0YEEX4) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares USD Corporate Bond UCITS ETF (DE000A0DPYY0) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Markit iBoxx GBP Corporate Bond (IE00B00FV011) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
iShares Euro Corporate Bond Interest Rate Hdg UCITS ETF (IE00B6X2VY59) TER 0,25% (replizierend - ausschüttend)
iShares Global Corporate Bond EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1W2KG9) TER 0,25% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
LYXOR UCITS ETF EURO CORPORATE BOND C (FR0010737544) TER 0,20% (replizierend - thesaurierend)
LYXOR UCITS ETF EURO CORPORATE BOND EX FINANCIALS C (FR0010814236) TER 0,20% (replizierend - thesaurierend)
SPDR Barclays Euro Corporate Bond UCITS ETF (IE00B3T9LM79) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)
SPDR Barclays Sterling Corporate Bond UCITS ETF (IE00B4694Z11) TER 0,20% (replizierend - ausschüttend)

Bei High-Yield-Anleihen (Unternehmensanleihen ohne IG) sind die Zinsänderungsrisiken nicht so ausgeprägt wie bei den Unternehmensanleihen mit IG - eine hochverzinsliche Anleihe (egal zu welcher Rendite) hat eine kürzere Duration als eine gleich lang laufende Anleihe mit einem niedrigeren Kupon, weil die hohen Zinszahlungen die mittlere Anlagedauer des gesamten Kapitals (Tilgung und Zinsen) etwas verkürzen. Die Duration beschreibt die Zinsanfälligkeit also genauer als die Laufzeit. Das deutlich erhöhte Ausfallrisiko der Hochzins-Anleihen erzeugt eine hohe Korrelation mit den Aktienmärkten:

iShares Euro High Yield Corporate Bond UCITS ETF (IE00B66F4759) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend)
SPDR Barclays Euro High Yield Bond UCITS ETF (IE00B6YX5M31) TER 0,40% (replizierend - ausschüttend)
Lyxor UCITS ETF iBoxx EUR Liquid High Yield 30 Ex-Financial (FR0010975771) TER 0,45% (replizierend - thesaurierend)
iShares Global High Yield Corp Bond UCITS ETF (DE000A1KB2A5) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)

Anleihen der Emerging Markets

Bei Staatsanleihen aus den Schwellenländern besteht ebenfalls ein Zinsrisiko, zudem existierte in der Vergangenheit eine hohe Korrelation mit den Aktienmärkten:

db x-trackers II Emerging Markets Liquid Eurobond Index ETF 1C (LU0321462953) TER 0,55% (hedged - Swap - thesaurierend)
iShares JPMorgan USD Emerging Markets Bond Fund (DE) (DE000A0RFFT0) TER 0,45% (unhedged - replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
Lyxor UCITS ETF iBoxx $ Liquid Emerging Markets Sovereigns (FR0010967323) TER 0,30% (unhedged - replizierend - thesaurierend)
iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond EUR Hedged UCITS ETF (DE000A1W0PN8) TER 0,50% (hedged - replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
iShares Barclays Capital Emerging Market Local Govt Bond (DE000A1JB4Q0) TER 0,50% (Lokalwährungen unhedged - replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR Barclays Capital Emerging Markets Local Bond ETF (IE00B4613386) TER 0,55% (Lokalwährungen unhedged - replizierend - ausschüttend)
Lyxor Emerging Markets Local Currency Bond (DR) - UCITS ETF D-EUR (LU0908501645) TER 0,55% (Lokalwährungen unhedged - replizierend - ausschüttend)

Beim EMLE geht ein Teil der Rendite durch das Währungshedging verloren - der iShares EMBI enthält einen sehr hohen Anteil an Langläufern und ist dadurch zinssensitiver als der EMLE.
Die Barclays Capital-Fonds halten dagegen einen deutlich höheren Anteil an Kurzläufern als der EMLE, gleichzeitig bestehen allerdings erhöhte Währungsrisiken (wobei der Währungsanteil sehr gut diversifiziert ist). Sie unterscheiden sich zudem in der Abbildung der Indizes - der iShares bildet den Barclays Emerging Markets Local Currency Core Government Index ab, der SPDR den Barclays Emerging Markets Local Currency Liquid Government Index. Der SPDR-Fonds hat einen Cap von max. 10% je enthaltenem Land und ist dadurch breiter aufgestellt als der iShares-Fonds.

Unternehmensanleihen aus den Emerging Markets:

iShares Morningstar $ Emerging Markets Corporate Bond (DE) (DE000A1J0BJ3) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend - Domizil Irland)
SPDR BofA Merrill Lynch Emerging Markets Corporate Bond ETF (IE00B7LFXY77) TER 0,50% (replizierend - ausschüttend)

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Angehängte Datei  Bonds - Why Bother.pdf (1,13MB)
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Angehängte Datei  High Yield-Anleihen.pdf (2,92MB)
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Angehängte Datei  Analysen-und-Trends-Entwicklung-von-High-Yield-Anleihen.pdf (1,43MB)
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Angehängte Datei  worth-the-risk-de-tlrv.pdf (760,79K)
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Angehängte Datei  Anleihen aus Wachstumsländern.pdf (829,14K)
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Angehängte Datei  Market-Insights-Vor-oder-hinter-der-Kurve-Strategien-mit-Renten.pdf (1,61MB)
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Zwei mögliche Nachteile von Anleihen-Indizes
Renten-ETF vs. Tagesgeld/Festgeld/Sparbriefe
Rentenfonds - überflüssig?
Optimale Absicherung Aktiendepot mit RK1/2
Staatsanleihen: Welche Laufzeiten in mein passives Depot?
ETF Anlage - Anleihen - Anteil
Langlaufende Bundesanleihen um Risikoparität mit Aktien zu erreichen
Risiko bei Staatsanleihen durch CAC
RK2 Musterdepot - weltweit diversifiziert
Direktanlagen in RK1 und RK2
Nach Konjunkturzyklen in Anleihen anlegen
Inflationsindexierte Anleihen (Linker)
Täglicher Referenzindex der inflationsindexierten Anleihe des Bundes
Markit iBoxx Indizes
EuroMTS Indizes
Barclays Capital Indizes

Weiterführende Informationen bezüglich Einzelinvestments in Anleihen:
Anleihen
Verzinsliches Wertpapier
Grundwissen über Anleihen
Bondbook
Das Bonddepot
Ramsteins Bonds
Anleihentransaktionen: Käufe und Verkäufe
Kommentare zum Thread Anleihentransaktionen
Welche Anleihen habt Ihr im Depot?
Baadermarkets Bondboard

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 08. Oktober 2014 - 23:01

Musterdepot

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Geschrieben 12. Januar 2011 - 08:19

Depotstrategien und -vorschläge

ETF-Depot aufbauen
Diskussion zu "ETF-Depot aufbauen"
ETF-Langfristdepots nach supertobs
Vorstellung Altersvorsorgestrategie
Steueroptimiertes ETF-Langfristdepot
"Geiz ist geil"-Depots
CAPM-Marktportfolio
Langfristige Renditeerwartungen
Indizes
Verschiedene Indexkombinationen (Aktien / Renten / Rohstoffe)
Entwicklung von MSCI World Varianten
Entwicklung unterschiedlich gewichteter MSCI Indizes
Entwicklung MSCI Small/Standard
Entwicklung €-Staatsanleihen
Entwicklung Bund Future / MSCI ACWI IMI
DAX/RexP
KISS Vermögensstrukturierung
Regelbasierte Assetallocation zwischen Renten/Aktien als Index für Mischportfolio
Best of Two: regelbasierte Assetallocation zwischen DAX und Tagesgeld
Aktien vs. Staatsanleihen
Humankapital und Assetallocation in Abhängigkeit vom Alter, Einkommen, Sparrate, Beruf und der Risikoneigung
Asset Plus Strategie
Schinzilords Depot
Deduktiver Ansatz zur Portfolioallokation
Klassifizierung und Beschreibung der Risiken der einzelnen Assetklassen in der Investmententscheidung
Depot mit verschiedenen Anlagezielen
Anfängerguide zur Erstellung eines Depots
Verschiedene Depotvarianten zusammengefasst dargestellt
Vorschlag/Diskussion über geeignete ETFs für Kommer-Weltportfolio-Strategie (Value / Small-Effekt)
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Assetallokation Bridgewater "all weather"
Risk Parity
Meine realen Depots
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70.000,- € optimal anlegen
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Depot aufbauen: 50000€ + (halb)jährlicher Betrag
Mittleres Depot für 15-20 Jahre
Depotzusammenstellung und Asset-Allokation
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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 18. Oktober 2014 - 13:51

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:40

Depotstrategien und -vorschläge für Kinder, Jugendliche und Senioren

Strategie / Anlagen für unsere Kinder
Diskussionsthread zu "Strategie / Anlagen für unsere Kinder"
Langfristige Anlage für Kind mittels Sparplan
Girokonten für Kinder und Jugendliche
Sparen für den Nachwuchs
Geldanlage für Kinder
Kleines reales Kinderdepot
Diskussion: Elterliche Pflichten bei der Geldanlage des Kindes

Asset Allokation im Ruhestand
Finanzplanung im Ruhestand
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Optimaler Aktienanteil im Lebenszyklus
Zu alt für mein Depot?


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Angehängte Datei  Advanced Return Strategien.pdf (915,82K)
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Angehängte Datei  PortfolioPraxis_Schwarzer Schwan.pdf (858,62K)
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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 27. August 2014 - 19:00

Musterdepot

"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

#11 Mitglied ist offline   Licuala 

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:49

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"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

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Geschrieben 04. Januar 2012 - 23:57

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Dieser Beitrag wurde von Licuala bearbeitet: 14. Oktober 2014 - 20:12

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"Hier wird alle Jahre wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, wieder das Gleiche durchgekaut, durchgekaut, durchgekaut..."

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